Folgende Warnungen sind aufgetreten:
Warning [2] count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable - Line: 867 - File: showthread.php PHP 7.2.30 (FreeBSD)
File Line Function
/showthread.php 867 errorHandler->error



Es ist: 04-07-2020, 03:31
Es ist: 04-07-2020, 03:31 Hallo, Gast! (Registrieren)


Die Götter der Germanen - Teil 6
Beitrag #1 |

Die Götter der Germanen - Teil 6
Die Tür öffnete sich und Hahn zog sofort eine Schublade auf, beugte sich darüber und atmete dabei bewusst ein und aus, um sich zu beruhigen. Dann erst sah er auf und erkannte Kamenz, der seinen plumpen Körper schnaufend in das Büro geschoben hatte. Mit gerötetem Gesicht grinste Kamenz vergnügt, während er Hahn, immer noch schwer atmend, ansah.
Hahn grinste freudlos zurück und löste seine Gedanken vom Brief und an Hanne endgültig. Er stellte sich stattdessen die Anstrengung vor, die Kamenz hinter sich hatte bringen müssen, um die Treppen zu ihrem Büro im ersten Stock zu ersteigen. Dann dachte er kurz daran, dass er Kamenz zur körperlichen Ertüchtigung an die Front schicken würde, hätte er die Befehlsgewalt und dabei wurde sein Grinsen echt.
Aber Hahn behielt seine Gedanken für sich. Kamenz war ein guter Kamerad und ein intelligenter Polizist. Nur eben viel zu fett.
„Guten Morgen, Walter. Schlechte Nachrichten?“, grinste Kamenz schmierig.
„Heil Hitler! Nein, eigentlich nicht“, grüßte Hahn zurück und führte sich lächelnd die Vorteile, die ihm der Brief verhieß, vor Augen.
Kamenz lachte und mit einem fröhlichen „Dann ist ja alles in Butter!“ ließ er sich auf den Stuhl fallen. Als Protest gegen die alltägliche Überlastung seiner Beine ächzte und knarrte der Stuhl auf.
„Gibt es hier was Neues?“, fragte Hahn seinen Schichtvorgänger, der auflachte und mit seiner Geschichte herausplatzte.
„Ich komme gerade von einem Mord. Ein Offizier der Verfügungstruppe kam auf Heimaturlaub und wollte seine Frau überraschen. Und er überrascht sie mit einem von der Allgemeinen SS im Bett. Er hat sofort seine Pistole gezogen und die beiden umgelegt. Der Kerl hat eine riesige Sauerei im Schlafzimmer veranstaltet. Dabei hat der Liebhaber doch nur Himmlers Vorschlag befolgt, und sich um die Frau eines Kameraden im Feld gekümmert.“ Kamenz lachte und Hahn wusste nicht, ob er sich über den Witz mit Himmlers Vorschlag oder den Mord erheiterte.
„Naja, bin hingegangen, hab’ die doppelten Sieg-Runen gesehen und sofort das Hauptamt verständigt. Du weißt ja, wie eifersüchtig die sind. Als die dann gekommen sind, haben die mich sofort wegbefohlen. Die hätten mir eigentlich nichts zu befehlen, weiß ich, aber ich bin trotzdem verschwunden. Wegen der eventuellen Schwierigkeiten und so. Du weißt schon. Aber ein komischer Kauz war der von der Verfügungstruppe schon.“
Kamenz hatte sich nie daran gewöhnt, dass die frühere, parteieigene Verfügungstruppe schon seit geraumer Zeit Waffen-SS hieß.
“Hatte komische, kleine Schränke in seiner Wohnung. Wie Altäre, du weißt schon. War irgendwie … unheimlich. Ich hab kein einziges Marienbild oder Kruzifix gesehen“, schloss Kamenz zögernd und Hahn sah, dass es seinem Gegenüber in der Wohnung des Waffen-SS-Offiziers nicht wohl gewesen war. Und das bestimmt nicht wegen der beiden Toten.
Dann sah Kamenz ihn direkt an, beugte sich vor, und Hahn sah in seinen Augen Neugier blitzen, als er zu sprechen begann.
„Und was ist mit deiner jüdischen Leiche?“
Jetzt kam es also. Hahn stand auf und ging zum Ofen, sagte dabei „Es gibt keine ...“
„Ach komm, Walter!“, fiel ihm Kamenz sofort ins Wort, während Hahn in die Hocke ging, um Holz nachzulegen.
„Jeder weiß es. Der Lange ist heute Morgen herumgehüpft wie ein Tanzknopf. Jedenfalls bis die zwei Schwarzen gekommen sind. Also was ist?“
„Es war nichts!“
„Und die zwei vom Hauptamt?“
„Woher weißt Du...?“, war Hahn versucht zu sagen, konnte aber im letzten Moment seine Worte verschlucken. Er verfluchte sich für seine Unaufmerksamkeit und erkannte, dass es Zeit wurde, das Büro zu verlassen. Er stand aus der Hocke auf.
„Waren denn die beiden vom Hauptamt auch nicht hier?“, fragte Kamenz drängender.
„Nein. Ich muss los. Die Arbeit ruft! Mach’s gut!“, nahm Hahn die lahmste Entschuldigung und verließ hastig das Büro, schloss sofort die Tür hinter sich. Er hörte Kamenz noch „Walter!“, rufen und antwortete „Heil Hitler!“, während er schon die Treppen hinunter stürmte.

Es lag nichts Bestimmtes an und Hahn streunte durch das Gebäude ohne mit jemandem zu reden, bis er annahm, dass Kamenz nach Hause gegangen war. Erst dann ging er in ihr gemeinsames Büro zurück und widmete sich den auf seinem Schreibtisch liegenden Akten, die ihm Kamenz aus der Frühschicht überlassen hatte.
Bis das Telefon klingelte.
„Hahn, gut dass ich sie gleich erwischt habe“, atmete eine Stimme auf. „Ein paar Herren vom Geheimen Staatspolizeiamt waren heute Vormittag hier und haben die Leiche abgeholt, kurz nach der Sektion. Sie haben nicht viel gesagt und jetzt weiß ich nicht, wo ich meinen Bericht hinschicken soll. Wenn ich ihn Ihnen vorbeischicke, könnten Sie bitte für mich dafür sorgen, dass diese Herren den Bericht erhalten?“
Während der Worte begann Hahn zu grinsen. Und am Ende grinste er, was er nur grinsen konnte, vergaß sogar beinahe zu antworten.
„Natürlich, Doktor Maul. Aber es ist im Moment sowieso ruhig. Ich werde vorbei kommen und den Bericht persönlich holen. Das geht einfach schneller und hilft der Sache und unserem Volk am besten.“
Doktor Maul brummte zustimmend und in Hahn zuckte etwas, das das Grinsen von seinem Gesicht wischte. Er spürte es zucken, so, wie manchmal bei einem Mensch nach einem sehr langen Schlaf von kurzen und leichten Zuckungen der Vorgang des Aufwachens eingeleitet wird.
„Heil Hitler!“, verabschiedete sich Hahn, aber Doktor Maul hatte schon aufgelegt. So, als wolle er den Gruß nicht hören.
Hahn ging hinunter in die so genannte Garage. Zum Glück galt für die Kripo die Benzinrationalisierung nicht.

„Warum haben Sie den Bericht nicht einfach ans Geheime Staatspolizeiamt gesandt?“ Ohne anzuklopfen aber mit einem vollständigen Deutschen Gruß war Hahn in Doktor Mauls Büro getreten. Doktor Maul ignorierte den Gruß und deutete auf einen Sessel vor seinem Schreibtisch.
„Hm. Der Mann hatte einen etwas ungewöhnlichen Tod!“
„Ach was? Sie meinen also im Ernst, die Schnitte auf dem Bauch, das eingeritzte Hakenkreuz auf der Brust und die abgeschnittenen Genitalien sind nicht die Anzeichen eines natürlichen Todes?“
„Nicht so ätzend, Hauptsturmführer. Bitte“, wies ihn Doktor Maul halb ernst zurecht, räusperte sich und fuhr dann fort.
„Es sieht nicht nach einem gewöhnlichen Mord aus, eher nach einem …“, Maul zögerte, begann den Satz von neuem, bevor die Pause unangenehm wurde. „Es sieht eher nach einem neuzeitlichen Mord aus. Da dachte ich mir, vielleicht ist unser ehrgeiziger, junger Hauptsturmführer an Einzelheiten interessiert. Obwohl die von der Gestapo gesagt haben, der Fall wäre an die Gestapo abgegeben worden und dass Sie nichts mehr damit zu tun hätten.“
„Sie haben keinen Befehl erhalten zu schweigen?“
„So deutlich sind sie nicht geworden, deshalb hab’ ich Sie ja auch angerufen.“
Doktor Maul grinste und schob Hahn einen geheftet vor ihm liegenden Stapel Papier zu.
„Lesen Sie den Bericht.“
Hahn überblätterte die Deckblätter, wusste, dass sich Doktor Maul für seine ätzende Frage rächte, begann trotzdem auf der ersten beschriebenen Seite ein paar Zeilen zu lesen, fluchte laut und sah dann Doktor Maul an.
„Sie wissen, dass ich ihr medizinisches Geschreibsel nicht verstehe, Doktor! Erzählen Sie’s mir, von Anfang an.“
„War nur ein Witz!“, lachte Maul, fuhr dann aber ernst fort. „Ich übersetze es für Sie und fasse zusammen: Die Genitalien sauber abgetrennt, mehrere Schnitte in Brust und Bauch, dem Opfer mit einem extrem scharfen Gegenstand zugefügt. Die Schnitte auf der Brust bildeten übrigens ein Hakenkreuz mit den Haken nach links. Nicht so wie auf unseren Fahnen, Orden und dem anderen Kram. Leber und Nieren wurden entfernt. Bei all den Wunden, die man ihm beibrachte, war er noch am Leben. Todesursache: Verblutet.“
Doktor Maul räusperte sich und fuhr dann fort.
„Ein etwas unangenehmer Tod und ich weiß nicht, ob er bei Bewusstsein war, als man ihm die Verletzungen zugefügt hat. Ich für meinen Teil möchte lieber im Bett, am besten noch auf einem Bedarfsartikel Deutscher Männer, sterben!“
Hahn spürte, wie sich etwas in ihm regte. Vorhin hatte es nur gezuckt, jetzt regte es sich. Hahn fluchte innerlich, konzentrierte sich trotzdem auf Doktor Maul und seinen blöden Scherz über den Bund Deutscher Mädel. Hahn spürte, dass der Reiter am erwachen war.
„Die Phantasien eines senilen, älteren Herren interessieren mich herzlich wenig!“, fauchte Hahn gequält, aber der Arzt gluckste fröhlich.
„Was noch, Doktor?“
„Das kommt jetzt. Das Opfer hatte eine Tätowierung außen auf dem rechten Oberarm. Sie war unversehrt.“
„Kommen Sie endlich zur Sache!“
„Das Opfer hatte auch eine kleine Brandwunde auf der Innenseite des linken Oberarms, zwanzig Zentimeter über dem Ellenbogen. Dort, wo bei manchen Menschen seit neuestem die Blutgruppe eintätowiert ist.“
„Sind sie sicher?“, fragte Hahn, der den Arzt erstaunt ansah. Das hätte er nicht erwartet.
„Die Tätowierung war nicht lesbar, natürlich nicht, sie war ja vollständig ausgebrannt worden. Aber kaum ein normal denkender Mensch lässt sich an dieser Stelle den Namen seiner Mutti oder einen Anker eintätowieren, um ihn dann bei einer schweren Misshandlung mit anschließendem Tod wieder ausgebrannt zu bekommen. Und beim Lagerfeuer auf einem Zeltlager der Pimpfe verbrennt man sich an dieser Stelle auch nicht.“ Doktor Maul zögerte kurz und Hahn sah ihm direkt in die müden, blassblauen Augen.
„Warum ging der Fall wirklich an die Gestapo? Mir haben Sie gesagt, es sei nur ein Jude und die Gestapo wird sich ab jetzt darum kümmern. Aber Juden tätowieren sich nicht die Blutgruppe auf die Innenseite des Oberarms. Das tun nur ihre Gegner.“
„Ich habe Befehl zu schweigen, Doktor Maul! Nicht einmal dem Führer dürfte ich antworten.“
„Kommen Sie, Hahn. Befriedigen Sie meine Neugierde. Dem Führer ist das hier doch scheißegal und ich bin neugierig wie ein Waschweib. Zudem sind Sie mir was schuldig“, bat Doktor Maul bübisch lächelnd.

Hahn zögerte. Natürlich war er dem Doktor etwas schuldig. Aber Befehl war Befehl. Seit der Devisenaffäre versuchte Hahn Befehle etwas genauer zu befolgen als zuvor und auch jetzt war er nur hier, um den Bericht abzuholen und weiterzuleiten. Das war sicherer als ihn mit der Post zu schicken. Wenn Doktor Maul ihm etwas erzählte, war das nicht sein Verschulden. Er, Walter Hahn, befolgte Befehle. Als Kriminalbeamter, als SS-Mann und hauptsächlich aus Karrieregründen.
Hahn senkte den Blick aus Doktor Mauls Gesicht. Spätestens jetzt war der Zeitpunkt umzudrehen, den Bericht bei Maul zu lassen und in sein Büro zurück zu kehren. Nur dann bestand die Chance, dass der Reiter tief und fest weiterschlafen würde, anstatt erneut alle seine Träume niederzureiten.
Und in diesem Moment gab Hahn den Kampf, der schon verloren war, bevor er überhaupt begonnen hatte, auf. Er war zu neugierig und nicht der geborene Befehlsempfänger. Er wusste, dass der Befehlsempfänger Hahn, der sich strikt an die Regeln hielt, nur in seinem Kopf existierte. Sonst wäre er nicht hier, sondern hätte Doktor Maul gleich empfohlen, den Bericht an die Gestapo zu schicken.

Allerdings stimmte es, dass ihm Doktor Maul schon öfter geholfen hatte, offiziell und auch inoffiziell. Er hatte Hahn sogar angeboten, ihm die Kriegsuntauglichkeit zu attestieren. Nur für den Fall ...
Egal, Doktor Maul war zuverlässig und würde den Mund halten, wie immer. Nur die Wahrheit würde er ihm doch nicht sagen können.
„Eine neue Waffe wurde an diesem Mann ausprobiert“, sagte Hahn und wusste in diesem Moment, dass er wieder aufgehört hatte, Befehle zu befolgen. Auch wenn er weiterhin versuchte, sich und seiner Umwelt genau das vorzumachen.
Doktor Maul grinste breit und unverfroren. Offensichtlich glaubte er ihm nicht.
„Haben die Ihnen wirklich gesagt, dass an dem Opfer eine neue Waffe ausprobiert wurde? Wirklich? Was für eine? Na?“
Doktor Mauls grinsen wurde noch breiter, dann gab er sich selbst die Antwort.
„Also, ich als Laie würde sagen: Hier ist eindeutig ein Jude mit einer total neuartigen Waffe zu Tode gefoltert worden. Dem Balmung für den Waffen-SS-Mann. Industriell produziert und an allen Fronten des Großdeutschen Reiches einsetzbar“, sagte der Doktor und Sarkasmus tropfte von jedem seiner Worte, während er Hahn weiterhin anschaute und die Neugierde deutlich in seinem Gesicht stand.
Um Doktor Maul aus der Reserve zu locken, fasste Hahn zusammen.
„Dieser Fall ist wohl doch eher etwas für das Hauptamt. Wegen der Blutgruppentätowierung, meine ich. Das wollen Sie doch damit sagen, oder?“

„Ich will gar nichts sagen, Hauptsturmführer!“, wurde Doktor Maul barsch und enttäuschte Hahn, der den Stimmungsumschwung des Doktors auf seine unbefriedigte Neugierde schob.
Beide schwiegen, dann fuhr Doktor Maul brüsk fort.
„Denken Sie nach, Hahn! Im Übrigen habe ich jetzt zu tun.“ Er stand von seinem Sessel auf und schaffte es, innerhalb eines Momentes eine Aura von Eile und Geschäftigkeit zu verbreiten, die Hahn überraschte. Hahn spürte, dass Doktor Maul enttäuscht war, dass er nicht eingeweiht wurde, obwohl er den ersten Schritt gemacht hatte.

„Ich werde Sie nicht länger aufhalten, Doktor! Im Übrigen, BDM heißt Bund Deutscher Mädel! Nur zur Erinnerung!“ Den rechten Arm hebend klappte er die Hacken zusammen, dass es durch den Raum knallte, zelebrierte absichtlich erneut den kompletten Deutschen Gruß, nur um den Arzt zu ärgern. „Heil Hitler!“
Die Antwort Doktor Mauls hörte sich an wie ein mürrisches „Jaja! Drei Liter!“, während Hahn den Bericht an sich nahm und den Raum verließ.

Wo Doktor Maul Recht hatte, hatte er Recht. Er war ehrgeizig, das wusste er. Hahn wusste aber auch, dass er sehr gut im sich selbst etwas vormachen war.
Und der Fall, der keiner war, würde ihn nicht zur Ruhe kommen lassen und seinen Reiter wecken.
Und wenn er ihn bestieg, würde er alles niederreiten, was sich zwischen ihm und der Lösung des Falls befand.
Ausbildung, Erziehung, nationalsozialistischer Geist, einfach alles. Das Bemühen, seine Umwelt zu täuschen, indem er ihr vorgaukelte, Befehlen zu gehorchen, das er jetzt schon wieder aufgegeben hatte, war das erste Opfer. Und das, bevor der Reiter überhaupt erwacht war.
Er konnte nur hoffen, als Pferd seinen Reiter irgendwie zu lenken, damit das Pferd nicht noch mehr Schaden nahm. Jedenfalls nicht mehr als damals bei dem Devisenfall. Mit dem Ergebnis, dass er beinahe an der Ostfront gelandet wäre und der Devisenschieber befördert wurde, weil er seine Schiebereien letztendlich im Sinne von Führer, Volk und Vaterland getätigt hatte.

In seinen Dienstwagen einsteigend fluchte er laut und deutlich, startete den Wagen.
Eine angeblich jüdische Leiche, vermutlich mit tätowierter Blutgruppe, fehlende Organe und Genitalien, alle möglichen und unmöglichen Dienststellen mischten sich in einen Fall, der anscheinend vertuscht werden sollte und nach Aussage der Gestapo überhaupt nicht existierte.
Er war mittendrin, sein Reiter erwachte gerade und der Ritt, den die die beiden antreten würden, konnte direkt an die Ostfront führen.
„Scheiße!“, stöhnte Hahn und schlug mit beiden Fäusten auf das Lenkrad und verriss es. Er hatte dann damit zu tun, den Wagen auf der weißen Schneedecke wieder auf Kurs zu bringen.
Ab da fluchte er nur noch und unterließ Tätlichkeiten gegenüber seinem Wagen.

In der Dienststelle angelangt schaute er sich den Bericht Doktor Mauls nochmals durch und fand, was er suchte. Fingerabdrücke. Er kopierte sie am späten Abend in einem Moment, in dem die einzige Kopiermaschine der Polizei Wittenberg unbenutzt war, steckte sie mit einer dienstlichen Anfrage in einen Briefumschlag.
Zuerst widerwillig, widerstrebend, dann resignierend und seufzend ging er runter zur Poststelle, legte den Umschlag zu der Post, die ins Zentralregister nach Berlin geschickt werden sollte.




Glossar:
Allgemeine SS: 1935 benannten sich die Verwaltungseinheiten der SS in Allgemeine SS um. Dies geschah deshalb, um sich von den beiden anderen, bewaffneten Teilen der SS abzugrenzen. Die bewaffneten Teile waren die SS-Verfügungstruppe und die SS-Totenkopfstandarten. Die Allgemeine SS wurde auch Heimat- oder Schwarze SS genannt.
Balmung: Siegfrieds Schwert im Niebelungenlied
Bund Deutscher Mädel, BDM: Jugendorganisation der Hitlerjugend für Mädchen. Die Ausrichtung der Ausbildung beim BDM war keine vormilitärische Ausbildung wie bei der HJ, sondern auf sportliche, landwirtschaftliche und hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Oftmals verunglimpft als Bald Deutsche Mutter, Bedarfsartikel Deutscher Männer, usw.
Blutgruppentätowierung: Jedem Soldaten der Waffen-SS wurde die Blutgruppe innen auf den rechten Oberarm tätowiert, um ihm bei einer Verletzung möglichst schnell die richtigen Blutkonserven verabreichen zu können. Später konnten die Alliierten mit diesem Erkennungszeichen die Soldaten der Wehrmacht sauber von denen der Waffen-SS trennen. Darum versuchten viele SS-Männer die Tätowierung auszubrennen.
Doppelte Sieg-Runen: Die Rune entspricht als germanischem Buchstaben dem S. Als Symbol der SS bestand es aus drei geraden Strichen, die perfekt designed Dynamik ausdrücken sollten. Die doppelten Sieg-Runen wurden auf Kragenspiegeln, Standarten, Kfz-Kennzeichen und Stahlhelmen getragen.
Pimpf: Bezeichnung der Mitglieder des Jungvolks. Das Jungvolk war eine Jugendorganisation für Buben, zwischen 10 und 14 Jahren. Nach erreichen der Altersgrenze wurde aus dem Jungvolk direkt in die Hitler-Jugend gewechselt.
SS-Verfügungstruppe, SS-VT: Bezeichnung der bewaffneten militärischen Teile der SS, bevor sie in Waffen-SS umbenannt wurden.


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Nachrichten in diesem Thema
Die Götter der Germanen - Teil 6 - von Teja - 17-06-2008, 18:40

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2020 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme