Es ist: 29-11-2020, 21:04
Es ist: 29-11-2020, 21:04 Hallo, Gast! (Registrieren)


Kreative Menschen - bewundert und belächelt
Beitrag #18 |

RE: Kreative Menschen - bewundert und belächelt
Hm ja die gute alte Kreativität. Ich denke, dass man schlichtweg ausloten muss zwischen dem eigenen Gefühl, dass man irgendwie eine Begabung hat und den Meinungen, die einem Menschen, die einem nahe stehen, dazu geben (natürlich objektiv auf die Werke bezogen, die man verfasst hat).

Was bringt es mir, wenn ich überzeugt von meinem Talent bin und mir jeder ehrlich sagt, dass dem nicht so ist? Dass ich meine Zeit vergeude. Man muss auch Ralitäten akzeptieren können. Niemand kann etwas dafür, dass er im Zweifelsfalle unbegabt ist. Es kommt doch auch drauf an, warum man schreibt. Ist es nicht etwas anderes, wenn man sich etwas von der Seele schreibt, als wenn man versucht etwas Kreatives zu verfassen?

Ich sehe da einen großen Unterschied. Meine Eltern beispielsweise haben mich im Schreiben jedenfalls unterstützt und finden, dass ich Talent besitze. Ich gab Ihnen etwas von mir zu lesen und ihnen hat es auch gefallen. Trotzdem hatten sie auch konstruktive Kritik oder Verbesserungsvorschläge oder haben gesagt, was ihnen gut gefallen hat.

Ich denke Kreativität ist ein Prozess aus dem Erschaffen von einzigartigen Dingen/Werken/Ideen durch einen Künstler (wer auch immer) und der daran gebundenen Reaktion von Menschen bzw. dem Einfluss dieser Dinge/Werke/Ideen auf Menschen, die diese dann erst in den Satus von etwas Kreativem erheben. Natürlich ist das Ganze subjektiv, aber gleichwohl auch von wissenschaftlich erwiesenen Aspekten abhängig. Etwas Unbekanntes kann nicht kreativ sein, wenn es bei Menschen nicht Emotionen bzw. Gefühle auslöst und/oder einen Sinn hat, den sie auch nachvollziehen können. Von was ist das abhängig? Klar: Erfahrungen dieser einzelnen Menschen (alle empirischen Einflüsse) und von gegebenen biologischen/physikalischen Eigenschaften des Menschen (Evolution, Merkmale, Instinkte, Fähigkeiten usw.)

Ein Beispiel dazu: Würde ich ein schwarzes Loch im kreativen Sinne erschaffen wollen (gehen wir davon aus, es wäre noch nicht entdeckt/bewiesen/oder sonst wie dargestellt worden), so gäbe es doch mehrere Probleme:

1. niemand weiß, wie das Ding aussieht, dass es sowas gibt oder was das ist
2. da ein schwarzes Loch eigentlich unsichtbar ist, kann man es nicht sehen (Licht wird ja aufgesogen und nicht reflektiert)
3. somit ist ein schwarzes Loch für den Menschen physikalisch (bildlich, also materiell vorhanden) nicht vorstellbar
4. emotional löst es eigentlich die pure Existenzangst aus, doch da es niemand kennt, weiß das auch noch niemand
5. würde ich es jemandem zeigen wollen, ginge das nicht, weil ich es selbst gar nicht sehe/kenne/mir vorstellen kann und es mich im Prinzip eh aufsaugen würde
6. ich kann ein schwarzes Loch doch nicht erschaffen, wenn ich noch nicht mal weiß, dass es eins gibt
7. deshalb bringt es auch nichts, ein schwarzes Loch erschaffen zu wollen
8. niemand nennt etwas kreativ, was er nicht kennt bzw. mit etwas anderem assozieren kann und ich kann natürlich, ohne etwas mit etwas anderem zu assozieren, aus dem Nichts auch nichts erschaffen

So entwirren wir das mal zu deutsch. Wenn ich was Kreatives erschaffen will, dann muss ich es mir vorstellen können. Das heißt vereinfacht. Ich kann eine Blume auf ein Blatt malen, wenn ich schon mal eine Blume gesehen hab. Ein Blinder kann meine Blume nicht sehen. Er könnte sie niemals als kreativ bezeichnen. Folglich könnte ich keine Blume zeichnen, wenn ich sie empirisch nie gesehen hätte (sprich blind wäre oder auf einem anderen Planeten leben würde, wo es keine uns bekannten Blumen gibt)

So wenn ich eine Blume zeichne, weiß ich, sie hat nen Stiel, Blätter, Blüten(-blätter) und irgendwie nen Kelch. Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen davon, wie so eine Blume aussieht. Jedoch irgendwo werden sich diese Blumen immer ähneln. Klaro. Auch die Farben dieser Blumen sind oft ähnlich. Letztendlich ist die Farbauswahl aber auch physikalisch, wie auch empirisch begrenzt. Ob nun Rot, grün oder blau usw., egal, alles Farben, die jeder kennt (es sei denn man hat ne Rot-Grün-Schwäche), weil er sie mit seinen Augen gesehen hat, wie auch die einzelnen Bestandteile dieser Blume. Blätter usw.

Daraus kann man eine Regel entwerfen: Umso abstrakter der Künstler etwas schafft, umso höher ist der "Unbekanntheitswert", den man als Sensationsfaktor bezeichnen könnte. Ähnelt das Ganze Altbekanntem zu sehr, wird es langweilig. Das ist der "Bekanntheitswert" oder besser: Bekanntheitsfaktor. So nun kann man die Regeln aber auch umkehren. Es ist also schwierig, etwas kreatives zu schaffen, was jedem gefällt bzw. was überhaupt als kreativ bezeichnet wird. Letztendlich findet man das nur im "Feldversuch" heraus. Achso und noch mal zum Thema an sich. Kreative bzw. Künstler haben einen sehr hohen Ruf, wenn sie erstmal soweit sind, dass das, was sie schufen Kunst wurde. Da aber Kunst noch andere Dinge mit beinhaltet als Kreativität, kann man es nur schwer erklären, warum Kreative weniger angesehen sein könnten. Hm *überleg*... Naja der Begriff "Kunst" ist Freifahrtsschein für alles *lach*. Bist du erstmal der "geadelte" Künstler, ist es mehr oder weniger egal, was du machst, irgendwer wird schon die Kunst darin suchen und es anderen "Unverstehenden" "erklären"*lach*.

So nun mach ich erstmal Pause, obwohl ich noch mehr schreiben könnte... *Finger weh tun und endlich ins Bett husch*


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RE: Kreative Menschen - bewundert und belächelt - von HolyKnight - 21-06-2008, 15:44
RE: Kreative Menschen - bewundert und belächelt - von HolyKnight - 23-06-2008, 12:51
RE: Kreative Menschen - bewundert und belächelt - von Isola - 23-06-2008, 14:54
RE: Kreative Menschen - bewundert und belächelt - von Leony_20 - 06-08-2008, 09:37
RE: Kreative Menschen - bewundert und belächelt - von Alantir - 21-09-2008, 04:22

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