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Es ist: 02-12-2022, 21:33
Es ist: 02-12-2022, 21:33 Hallo, Gast! (Registrieren)


Sektor 42: Paradiesische Hölle
Beitrag #1 |

Sektor 42: Paradiesische Hölle
Info: Dies ist ein Überbleibsel aus dem Schreibrollenspiel "Sektor 42" im Literaturportal.
Mitschreiber sind gerne gesehen, man kann eigentlich nicht viel falsch machen. Icon_smile Falls ihr noch Fragen habt, meldet euch am besten per PM bei mir oder Saryn.



-dread/William Maka:

William Maka wachte vom Gesang der seltsamen Vögel auf, der trotz seiner anfänglichen Fremdartigkeit etwas Vertrautes geworden war. Die Strahlen der weißen Sonne kitzelten seine Haut, wo die Bewohner keine Schatten warfen.
Maka stand auf und streckte sich. Wie lange waren sie nun schon hier gestrandet? Während er ins Wasser watete, versuchte er sich zu erinnern, doch es fiel ihm schwer. Wahrscheinlich war es auch nicht weiter wichtig. Hier fehlte es ihnen an nichts; Redcap und Maka waren übereingekommen, das sichere Versteck, das dieser Planet bot, so lange zu nutzen wir irgend möglich.
Ein schillernder, schlanker Fisch streifte Wills Fußgelenk, um dann nach einer Spinne zu schnappen, die unsicher über die Wasseroberfläche huschte. Blitzschnell schoss die Hand des Kopfgeldjägers nach vorne und umschloss das Tier mit einem eisernen Griff, doch die glitschigen Schuppen retteten ihm das Leben. Maka fluchte und ließ sich langsam ins Wasser sinken. Halb schwimmend, halb kriechend verfolgte er den verängstigten Fisch, bis dieser im Schatten einer Felswand versuchte, sich in den Schlamm zu graben.
Der zweite Angriff war erfolgreicher. Maka holte aus, um seine Beute mit einem kräftigen Schlag gegen die Felswand zu töten, doch dann erstarrte er. Vor ihm ragte kein gewöhnlicher Fels in die Höhe, sondern einer der Bewohner.

Maka war nicht der einzige Passagier der Gambit Queen gewesen, der nach der Landung auf dem unbekannten Planeten voll Ehrfurcht vor der riesigen Felsformation stehen geblieben war, die ihren Landeplatz markierte.
Der ganze Planet schien mit den ungewöhnlichen Felsen übersät zu sein und obwohl sie nicht die geringste Ähnlichkeit mit Menschen oder Tieren hatten, hatte niemand gelacht, als Fyn die Felsen scherzhaft die "Bewohner" des Planeten genannt hatte.
Wenn er in der Nähe eines Bewohners war, meinte Maka die Missbilligung dieser Formationen zu spüren. Er fühlte sich wie ein Eindringling, schuldig, fremd.

Der Fisch entglitt seiner Hand. Mit einem Schaudern wand Maka sich von dem Felsen ab und ging zurück ans Ufer, wo der gerade aufgestandene Walter dabei war, ein Feuer zu entzünden.


-Saryn/Captain Redcap

Als Redcap die Bugluke der Skipper Lady verließ und die Leiter zum grasbewachsenen Boden des Planeten hinabkletterte, waren Jeh'Ka und Charlie gerade damit beschäftigt, eine Kiste aus der Bauchluke des Schiffes hinabzulassen.
Bei der Flucht von Elysium hatte ein Asteroid die Schiene einer der Schotts verbogen. Nach mehrmaligem Benutzen hatte der Mechanismus dann mit einem Mal geklemmt, was aber erst aufgefallen war, als sie vom Hyperraumsturm in die Umlaufbahn des Planeten geschleudert worden waren. Redcap dachte mit einem Schaudern daran zurück, wie es für einige Augenblicke - die die längsten in seinem Leben sein sollten - ganz so ausgesehen hatte, als würde die Jeh'Ka die Lady nicht mehr fangen können. Glücklicherweise hatte der Chazon wieder einmal bewiesen, dass er trotz seiner muskulösen Statur vor allen Dingen im Pilotensitz in seinem Element war.
Redcap verbrachte noch einen Moment damit, sich zu strecken - dabei stellte er wieder einmal fest, dass er ein warmes Klima wie dieses insgeheim bei jeder Reise durchs All vermisste - bevor er sich fast schon widerwillig zu Charlie und Jeh'Ka begab.
Der Ladekran hatte die Kiste gerade auf dem Boden abgesetzt und glitt jetzt an Charlie vorbei, der auf der Kante des Luks saß, wieder ins Innere des Schiffes. Jeh'Ka löste die Verschraubungen der Kiste mit dem entsprechenden Werkzeug und grüßte Redcap mit einem Nicken. Unter dem Deckel der Kiste kamen vier quaderförmige Pakete aus Kunststoffplanen zum Vorschein, bei denen es sich um Instantzelte handelte, die sich mithilfe einer integrierten Druckflasche innerhalb von Sekunden aufstellen ließen.
Bisher hatten sie die Nächte an Bord der Lady verbracht, waren aber schließlich darin übereingekommen, dass es energiesparender war, das wundervolle Klima auszunutzen und in den Zelten oder gleich unter freiem Himmel zu schlafen. Da sie nicht wusste, wie lange sie noch hier säßen, war es nur logisch, den Energieverbrauch noch weiter herunterzuschrauben. Sie hatten schon keine der Schiffsrationen mehr gegessen, seit Maka erklärt hatte, dass sie mehr als genug Nahrung durch Jagd und Fischfang aufbringen konnten. Der Kopfgeldjäger war an einem Morgen mit einem der Pulsgewehre der Crew losgezogen und wenig später mit zwei hirschähnlichen Tieren auf den Schultern wiedergekommen, die sich nicht nur als essbar, sondern auch als wohlschmeckend und nahrhaft erwiesen.
Noch vor nicht allzu langer Zeit, hätte der Gedanke, dass Maka in der Nähe von Redcaps Crew bewaffnet herumlief, Redcap regelrecht verängstigt, aber nach der Episode in Elysium, hatte er weniger Bedenken. Diese Sicherheit erwuchs natürlich auch aus der Gewissheit, dass Makas Leben von Redcaps Unversehrtheit abhing.
Jedenfalls mangelte es ihnen an nichts. Sie hatten sogar mithilfe einer Orbitalsonde die ungefähre Position ihres Aufenthaltsortes rausfinden können, auch wenn sie überrascht feststellen müssten, dass das System in dem sie sich befanden auf sämtlichen Sternenkarten als absolut unbewohnbar und unberechenbaren Gravitationsanomalien unterworfen gekennzeichnet war.
Das war ebenso ein Rätsel, wie die Identität der mysteriösen Angreifer, die sie zur Flucht von Indigo Dawn gezwungen hatten. Maka schien ebenfalls nicht zu wissen, um wen es sich dabei gehandelt hatte.
"Wo ist ROM," fragte Redcap in Charlies Richtung, der eine zweite Kiste am Kran befestigt hatte und wieder dazu überging, seine Beine frei aus der Luke baumeln zu lassen.
"Im Vault," gab Charlie zurück. Er ließ geistesabwesend einen Schraubenschlüssel zwischen seinen Fingern tanzen, griff aber bald daneben, sodass das Werkzeug ins Gras fiel. Mit einem missbilligenden Gesichtsausdruck saß er einen Moment da, bevor er sich an der Kette des Krans hinabließ.
Als Vault - also als Tresorraum, aber auch als Grabkammer, übersetzte man wörtlich - bezeichnete die Crew den geheimen Raum zwischen den Triebwerken der Lady der allerhand Hacking-Computer und Hilfsmittel zum Abhören oder Eindringen in fremde Systeme beinhaltete. ROM verbrachte seit ihrer Ankunft viel Zeit in dem Raum, immer einem weiteren Geheimnis auf der Spur, an dem die Crew und die Passagiere des Schiffes ohne ihn wohl gar nicht zu rätseln hätten. ROM hatte im Speicher der Lady Überreste einer ähnlichen Textnachricht gefunden, wie der,die sie bei der Flucht von Elysium empfangen hatten und das, obwohl diese eigentlich gelöscht worden war.
Er hatte eine Entdeckung gemacht, die Redcap zwar für interessant, aber nicht so wichtig hielt, wie ROM. Nach einigem rumprobieren hatte der findige Technikspezialist herausgefunden, dass die Nachricht nur auf den ersten Blick keinen Sinn machte. Auf den zweiten war sie ein Code, den er zumindest teilweise hatte knacken können und der in der Tat sehr seltsam war.
ROM hatte erstaunt davon berichtet, dass er weder Koordinaten noch einen Hilferuf gefunden hatte, sondern einen Vers:

Every sentence has its reason
At the end there is the plight
Waiting in the darkest night
To amerce for age old treason


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Sektor 42: Paradiesische Hölle - von Dread - 26-02-2008, 16:34
RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle - von Dende - 26-02-2008, 21:48
RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle - von Saryn - 27-02-2008, 15:39
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RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle - von Dende - 03-03-2008, 19:09
RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle - von Dread - 11-03-2008, 18:56
RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle - von Dende - 19-03-2008, 17:25
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RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle - von Dende - 08-04-2008, 15:42
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RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle - von Saryn - 26-01-2009, 12:58

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