Es ist: 17-04-2021, 21:14
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SW 2: Wünschelrouten (Libertine)
Beitrag #14 |

RE: SW 2: Wünschelrouten (Libertine)
Hallo zusammen,

die Wartezeit ist eine Schande, das kann ich auch nicht recht erklären, deswegen lass ich's lieber direkt.
Vielen Dank auf jeden Fall für eure Kommentare! Ich habe mich echt gefreut, wie sehr ihr euch mit dieser Geschichte auseinander gesetzt habt.

zu Lady:
Die Abgrenzungen sind wohl Geschmackssache und ich denke, ich werde zumindest die krasse Unterteilung in drei Teile (also die Titel und die Nummerierung) rausnehmen, die Einleitungen bleiben aber drin, denn mir gefällt der szenenhafte Einstieg sehr. Schön, dass die Diskussion über das Feuer auf dich realistisch wirkt - denn mir kommt es ebenso grotesk wie realitätsnah vor, in einer solchen Situation über etwas völlig Abwegiges zu diskutieren. Vielleicht verliert man das eigentliche Thema dann zum Selbstschutz aus dem Blick.
Du liest die Geschichte so, wie ich sie schreiben wollte, siehst, was ich sagen wollte. Schön, dass es bei dir angekommen ist! Icon_smile

zu jeronimus:
Du meinst, man versteht die Geschichte nicht recht, wenn man sich in der Welt nicht auskennt. Ja, das kann ich verstehen. Da merkt man vielleicht auch, dass es mir schwer fällt, eine ganze Welt zu vermitteln (das ist auch das, was mich an Fantasy überfordert), die dem Leser völlig fremd ist. Wahrscheinlich werde ich da aber nichts dran ändern (können), weil es den Fokus von der Geschichte weglenkt. Und das mit der weißen Magie, ja, ich nehme einfach mal das Adjektiv raus, die genaue Unterscheidung bringt hier ja auch nicht so viel.
Spannend ist es nicht, das stimmt, aber das liegt wohl auch an der Geschichte an sich. Hier passiert nicht viel, das Geschehen und die Entwicklungen kommen erst noch, es geht eigentlich nur um eine Entscheidung und die Konflikte. Vielleicht fehlt die Spannung auch wegen der Kinderperspektive ...
Die Geschichte vom Pferd erzählt der Vater dem Jungen zur Ablenkung, zur Beruhigung ... vielleicht kommt nicht ganz rüber, dass ein Märchen wie dieses den Kindern immer mal erzählt wird, wie man sich eben Geschichten erzählt? Vielleicht ist es dann besser, an der Stelle mit einem Satz wie "Mir wurde heute eine Geschichte erzählt ..." überzuleiten, das würde das vielleicht ein bisschen flüssiger machen. Mir kam der Übergang da auch ein bisschen holprig vor.
Wegen der Dialogunterbrechungen schaue ich allgemein mal drüber. Es war ein Versuch und gehört zum Szenischen, anscheinend ist das hier etwas zu viel Szene und zu wenig Bühne.

zu Nuriel:
Ja, das habe ich mir fast gedacht, dass nicht jeder was mit der Art Erzählung anfangen kann. Es ist ein Puzzle, und das stört den Lesefluss bei dir anscheinend sehr. Da das aber an der Erzählweise an sich liegt, werde ich da nichts dran ändern. Schade, dass auch dir etwas Unbenennbares fehlt. Ich könnte mir vorstellen, dass es am nicht konsequenten Erzähler liegt oder eben daran dass für die Länge der Geschichte sehr wenig Bewegung drin ist und vieles nur über Dialoge läuft. Meistens sind die Figuren ja an einem Ort - ein bisschen, als würde man ins Kino gehen und eine Diashow von Standbildern sehen (müssen).
Danke dir trotzdem für deine Meinung Icon_smile

zu Ichigo:
Du hast mich sehr überrascht, muss ich sagen, denn mit so einem begeisterten Kommentar habe ich bei dieser Geschichte wirklich nicht gerechnet. Gerade dass dir das Reduzierte, das Spärliche, so gefällt, hat mich sehr gefreut.
„Die verlieren hier schon nicht ihr Gesicht“, lachte Joran, den missachtenden Blick seines Bruders unterstützend
Mit dem Satz hatten glaube ich einige Probleme, eigentlich ist der eher eine Überleitung. Sie verlieren das Gesicht nicht, sie geraten nicht aus der Fassung, sie werden nicht bloßgestellt ... vllt auch im übertragenen Sinne, weil Fahn gerade blutet wie sonstwas ... Ich kann das nicht ganz erklären, für mich passt das irgendwie.
Die Stellen, an denen der Sprecher nicht ganz klar ist, bessere ich etwas aus. Ich hatte schon befürchtet, dass es ab und an zu knapp geworden ist, aber das empfindet ja jeder anders. Ein bisschen mehr kann trotzdem nicht schaden.
Zitat:Die Geschichte reizt mit einigen ungewöhnlichen Ideen wie zB den Szenen oder der Fokussierung auf Aram; mit dem ruhigen, poetischen Schreibstil; und den sehr sanft und liebevoll gezeichneten Personen.
Icon_smile
"Seide" kenne ich nicht, aber wenn es mir mal über den Weg läuft, werd ich mich hoffentlich dran erinnern, einen Blick reinzuwerfen.
Und wegen Aven'har ... ich bin nicht so fit in Athalem-Geschichte und war schon froh, einigermaßen Informationen für diese Geschichte zusammenzubekommen. Also der Name der Stadt lässt sich leicht anpassen, wie müsste die Stadt denn heißen?

zu Sternchen:
Zitat:Trotzdem bleibt das natürlich Geschmacksache und ist nicht wirklich allgemeintauglich. Ein "Makel" der mach dann ganz besonders stolz macht, denn es ist schön, auch solche "Eigenheiten" bei Athalem begrüßen zu können.
*lacht* sehr schön gesagt. Und ich will ja nicht allgemeintauglich sein, sondern nur ein bisschen rumspielen Icon_wink. Und das scheint im Großen und Ganzen ja ganz gut bei dir angekommen zu sein, freut mich Icon_smile.
"Vertrauen" steht im ersten Kapitel ja, und Familie, Zusammengehörigkeit, in der neuen Version dann hoffentlich auch etwas stärker kindliche Sorge.
Zitat:Weiße Pferde die ins Gesicht spucken? - Damit meint Arams Vater, dass er in der Stadt keine Hilfe bekommt, dass sie auf sich allein gestellt sind, richtig?
Ja. Vor allem aber: Die Stadt verbreitet Angst, ist kein vertrauensvoller Ort mehr, kein Ziel.
Zitat:=> Am Henker? Nennen sie so einen bestimmten Platz?
Den Versammlungsplatz, ja. Steht in der kursiven Einleitung: "am Dorfplatz, dem Henker, ..." - überliest man die Info?
Zitat:ehrlich gesagt war bis dahin dieses Kapitel ein wenig blickdicht. Icon_wink Es ist ziemlich anstrengend gewesen Links von Rechts zu unterscheiden, ...
Ja, das zweite Kapitel, zu viele handelnde Personen, da verliere ich ein bisschen den Fokus und hier springt's auch viel in der Perspektive. Da gibt es wohl die meisten Überarbeitungen drin.
Zitat:Richter steht für die Entscheidung, die sie gemeinsam Treffen? Für die Frage, wer jetzt eigentlich der Richter ist? Und warum? Henker wären dann die Magier, die sich mit Magie durch das Land graben. Versteh ich das richtig, oder hast du damit völlig anderes gemeint?
So ähnlich, ja. Sie richten über ihre Zukunft und henken damit diejenigen, die einen anderen Weg wählen wollen.
Aber die Magier als Henker zu sehen, geht natürlich auch. Auch wenn Henker ja eher den Spruch der Richter ausführen.
Deine Ausleitung bringt mich gerade wieder sehr zum Strahlen, das hätte ich nicht gedacht, dass ich deinen Geschmack (beim zweiten Lesen dann) treffen könnte, ohne dass ich das begründen könnte Icon_wink. Und ja, mit Handlungen habe ich gewohnheitsgemäß ja meine Probleme. Warum muss auch immer etwas passieren in Geschichten. Schön, dass es dennoch so gefällt!

zu Mira:
Hat's Spaß gemacht? *die Liste inspiziert* Ich sag nicht zu allem was, das Sprachliche änder ich oder lass es mir durch den Kopf gehen, das ist dann keiner Worte mehr wert. Und den Rest dann stückweise:
Arams Part bei der Nacherzählung hat sich vom Tonfall her ein bisschen geändert, das meinte glaube ich Addi auch, dass er da nicht kindlich genug klingt.
Zitat:Drittens eine Frage – warum haben nur Frauen gemeint, das Wildpferd gesehen zu haben? Und warum ist es eine Erwähnung wert, dass es Frauen waren?
Das ist der Interpretationsansatzpunkt für feministische Ansichten, merkt man das nicht? ... nein, also: Es passt für mich von der Stimmung her in die Geschichte, ohne dass ich das richtig erklären könnte. Genauso wie am Ende Lenja den Schatten in der Wüste sehen muss. Oder vielleicht auch genau deswegen - weil die Parallele so funktioniert?
Zitat:=> die meisten Blicke auf zwei junge Männer gerichtet, die aufeinander einschlagen, Staub aufwirbelnd
*ganz übel pingel*
Schon mal drüber nachgedacht, dass die "auf"-Wiederholung ein Stilmittel ist und betonen soll, dass Aufruhr herrscht?
Zitat:=> weswegen sich lediglich seine Augen wehrten, die immer größer aus den Höhlen stachen
„stechen“ verbinde ich eher mit spitzen Gegenständen, das sind Augen ja nicht unbedingt
Hm, was sagt man denn dann, wenn nicht "stechen"?
Zitat:=> „Es schauen Kinder zu“, mahnte Elyas
Zugegeben, mich wundert auch, warum er das erst jetzt sagt und das auch noch nachdem er die Sessel ganz in der Nähe der Kämpfenden aufgestellt hat *g*
Weil so ein bisschen prügeln okay ist, aber Schneidezahn ausspucken und rumbluten, das geht nicht klar ... so ähnlich war's gedacht. Kommt wohl nicht so an.
Zitat:Wir haben gesagt, wir reden im Ernstfall so lange auf diesen Menschen ein, bis er von allein abzieht. Wir sind davon ausgegangen, dass die besseren Argumente auch zum richtigen Ergebnis führen.
Und die Überlegung kam von erwachsenen Menschen? *G* So viel Naivität ist schon schwer glaubwürdig
Hm, ja, seltsam wie naiv das hier klingt, da habe ich es wahrscheinlich etwas übertrieben. Und Barack Obama fordert eine Welt ohne Atomwaffen Icon_smile.
Zitat:Also eine Art Zusammenschluss von Magiegegnern? Das heißt, das Volk bzw. zumindest das Dorf entstand ursprünglich aus dem Wunsch heraus, sich gegen Magie zu verbünden?
Genau, bzw. unter der Voraussetzung, dass hier keine Magie angewandt wird und auch keine "guten" Magier reingelassen werden.
Zitat:Lenja erzählte Aram ein weiteres Mal die Geschichte von Samirjuk und dem weißen Wildpferd, weswegen dieser sich immer wieder umsah.
Zweimal an einem Tag?
Ja, das ist zu viel, genauso unten, dass die andern das auch machen, ist gestrichen.
Zitat:=> Der Aufbruch hing über den Dächern wie ein erdrückendes Band.
Das Bild ist für mich irgendwie schief, ich finde Bänder generell nicht so erdrückend und wenn sie hängen, dann schon gar nicht.
Wie wär's mit Nebel ... "wie erstickender Nebel"?
Zitat:Ich mag es, wie du so gar nicht wertest, wie du es schwer machst, die Persönlichkeiten zu fassen, weil auch sie nicht bewertet und festgelegt werden, weil sie so ein reales Element haben.
Icon_smile
Aram, ja, natürlich. Man merkt ihm an, dass er für mich die klarste Figur ist, wahrscheinlich auch, dass es mir am leichtesten fiel, ihn sprechen zu lassen, weil seine Worte einfach fielen. Bei Erwachsenen ist das schwieriger, finde ich.
Dass dir die Überschriften gefallen, freut mich auch - ich nehme sie aber raus, weil sich dann die Geschichte in meinen Augen flüssiger liest, mehr als eins und weniger als drei. So eine Überschrift legt mehr Bruch nahe, als wirklich vorhanden ist.
Zitat:Vom Stil her ist das nicht deine beste Geschichte, es fehlen einfach ein paar deiner Formulierungen (und ich frage mich, ob du hier bewusst versucht hast, ein paar Stilmittel zu vermeiden, der Anonymität zuliebe *schmunzel*), auch so sind ein paar Schnitzer drin.
Es ist einfach nicht meine Welt. Und wie gesagt, mich schränkt Fantasy ein, ich kann nicht alle Wörter benutzen, die ich mag, weil sie evtl. zu neu sind. Deswegen ist die Geschichte auch ein seltener Ausflug *g* Schön, dass sie's trotzdem zum Favoriten geschafft hat. Es ist mir eine Ehre Icon_smile

und nochmal Ichigo:
Interessanter Gegensatz - Neuanfang / Hoffnung und Zukunftsangst, und ja, stimmt, das habe ich bisher auch nicht gemerkt, muss ich gestehen.
Die Familien leben halbnomadisch, genau. Mir gefällt der Gedanke, dass das nach all der Zeit noch nicht völlig aufgegeben ist, auch wenn sich diese Familien in ihren nichtnomadischen Monaten nicht ganz so integrieren, wie man es sich wünschen würde. (Warum auch? Sie wissen ja, wie man sich in der Wüste zurechtfindet, auch wenn es wohl einen Grund hat, weswegen sie einige Jahreszeiten auslassen.)
Zitat:Ich frage mich gerade, ob es auch schwer erkennbar ist, dass es sich überhaupt erst mal um den Krieg von Meir/Iqann gegen Kham handelt.
Und ich frage mich, ob man das für diese Geschichte erkennen muss. Sicher gibt es vieles, was hier an Zuordnungen nicht stattfindet, aber es ist für die Dörfler auch nicht entscheidend, wer da eigentlich gegen wen kämpft, sondern nur dass eine Bedrohung vor der Tür steht.
Wenn der Zusammenschlussgrund aber nicht ganz rüberkommt, ist das nicht so gut. Da findet sich bestimmt ein Nebensatz. Danke dir für deine dritte (?) Rückmeldung Icon_smile

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
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RE: SW 2: Wünschelrouten - von Adsartha - 30-04-2009, 12:01
RE: SW 2: Wünschelrouten - von jeronimus - 05-05-2009, 09:50
RE: SW 2: Wünschelrouten - von Nuriel - 06-05-2009, 10:27
RE: SW 2: Wünschelrouten - von Ichigo - 11-05-2009, 22:26
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RE: SW 2: Wünschelrouten - von Adsartha - 28-05-2009, 02:38
RE: SW 2: Wünschelrouten - von Ichigo - 29-05-2009, 23:42
RE: SW 2: Wünschelrouten (Libertine) - von Libertine - 14-10-2009, 23:23

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