Es ist: 17-02-2020, 10:23
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Umfrage: Wie entscheidest du dich? (Bitte zuerst lesen, dann beantworten)
Du hältst an deinem Vorhaben fest und zerstörst die Brücke trotzdem
Du heimst das Geld ein, um von diesem eine konkurrenzfähige Brücke bauen zu können
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München - Eine historische Kurzgeschichte (Teil 3.2)
Beitrag #2 |

RE: München - Eine historische Kurzgeschichte (Teil 3.2)
Hallo rex,

ein kurzer Teil, also direkt mal los:
Als sie die Brücke anzünden wollen (wie lang ist sie eigentlich und woraus besteht sie? Holz, Stein?), stellt sich ihnen Otto mit seinem Gehilfen gegenüber. Da hat der zweite Wächter ja doch ganze Arbeit geleistet, dass er sogar den Bischof aus dem Bett geholt hat. So beflissen wirkte er bisher gar nicht. Steht dem Bischof eigentlich die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben oder war er noch gar nicht am Schlafen?
Sie diskutieren und wieder muss Heinrich sich entscheiden: Geld oder Brücke. Damit bleibst du deinem Schema treu, das mir nachwievor gut gefällt.

Was mich etwas irritiert hat, ist, dass Heinrich seine Waffe ablegt. Warum will er plötzlich mit Otto reden? Worüber denn? Warum sollte er sich doch dagegen entscheiden, die Brücke niederzubrennen? Zwei parallele Brücken sind nach Teil 1 so oder so zu viel. Und warum legt er seine Waffe ab? Vllt stellt Otto ihm eine Falle? Das kam mir sehr leichtsinnig vor.
Von Dythmar hätte ich mir nach 3.1 auch mehr erwartet, muss ich sagen *lacht* Wohin sind eigentlich Ottos Soldaten dann so schnell verschwunden?
Mich wundert, dass Otto gar nicht selbst spricht. Klar, er ist alt und gebrechlich (und wahrscheinlich müde *g*), aber trotzdem sollte er doch das Ruder in der Hand haben in der Situation, oder? Zumindest das Angebot mit dem Gold hätte doch mit Otto abgesprochen werden können.

Du siehst, so recht überzeugen kannst du mich in diesem Teil nicht. Ich kann Heinrich einfach nicht nachvollziehen. Vllt helfen dir meine Fragen ja, ihn etwas nachvollziehbarer zu gestalten. Icon_smile

Rahewin scheint mir ein ganz gewitzter Bursche zu sein. Den stellst du gut dar, ich habe ihn vor Augen. Wie er kurz stockt, überrascht ist, und sich dann schnell wieder fängt. Nur der Bischof tritt in diesen Szenen wie gesagt etwas sehr in den Hintergrund.

Wann geht es denn weiter mit deiner Geschichte?

Anmerkungen:
Zitat:Das brachte ihn auch nicht weiter Mit vier Soldaten gegen schätzungsweise einen zwanzig Mann starken Trupp von Heinrich zu kämpfen, war so, als würde man mit einem Strohhalm gegen einen Löwen ankommen wollen.
Punkt nach "nicht weiter"
Wieso "ihn"? Er ist ja nicht Drahtzieher und Mittelpunkt der Welt. Da müsste es doch "brachte sie" heißen?
Gibt es zu der Zeit schon Strohhalme? Dann finde ich den Vergleich sehr cool, gerade mit Verweis auf den Löwen Icon_wink
Zitat:Er musste eingesehen haben, dass er nicht gegen seine Soldaten ankommen würde.
Ja, genau das hast du zuvor ja auch geschrieben. Solche Wiederholungen solltest du vermeiden, sie bringen die Geschichte nicht voran.
Zitat:Diese begannen sofort, den mitgebrachten Reisig aufzuschichten, der dafür sorgen sollte, dass das Feuer erst einmal zu brennen begann.
Den Reisig könntest du vllt schon vorher erwähnen?
Ich habe mich an dieser Stelle gefragt, woraus die Brücke eigentlich besteht. Und wie lang es wohl dauert, sie komplett niederzubrennen: Scheint ja eine Holzbrücke zu sein?
Zitat:Während sie dies taten
Hm, ich finde "dies" ist Analysesprache, das liest sich in Geschichten immer seltsam ... braucht es den Satz denn überhaupt? Du schreibst ja zuvor "Diese begannen sofort ...", also weiß man, dass sie dabei sind, es zu tun. Dann kann hier zB direkt der Mann kommen und ihn auf die andere Brückenseite hinweisen? Oder vllt Heinrich es sogar selbst?
Zitat:dass auf der anderen Seite des Flusses zwei Männer offenkundig zu ihm redeten.
Redeten? Nicht eher etwas wie "zu ihm herüberriefen/schrien"?
Zitat:Otto wollte die Brücke sofort überqueren, doch der junge Mann – vielleicht war es dieser Rahewin – redete kurz auf ihn ein. Doch der Bischof winkte ab und setzte seinen Weg fort.
Wdh. von "doch", vllt einfach ohne das zweite
Zitat:Otto war nicht mehr der Jüngste.
Stimmt bestimmt, aber ist nichtssagend. Vllt präzisierst du, was er im Bein hat oder seit wann er nur noch mit Hilfe laufen kann ...
Zitat:„Warum brennt Ihr die Brücke eines Bischofs nieder?“
Sie brennen ja noch gar nicht, so verteilen nur reisig. Vllt: "Was habt ihr mit der Brücke vor?" oder etwas in der Art?
Zitat:Seine Stimme war zwar vom Alter gezeichnet, aber in einer Würde gezeichnet, dass jeder Satz klang, als würde Otto gerade über große Gedanken sprechen.
Wdh. von gezeichnet
vllt "gleichermaßen von Alter und Würde gezeichnet"
Zitat:„Aber sicher doch, auch wenn ich annehme, dass Otto Euch das genau so gut erklären könnte“, sagte Heinrich.
Warum lässt er es denn dann nicht Otto erklären? So oder so: Ich vermisse einen Kommentar von Otto an dieser Stelle. Er wird hier offen des Betrugs beschuldigt und sagt kein Wort.
Zitat:sprach Rahewin, aber mehr zu sich, als mit ihm.
Liest sich seltsam, vllt etwas wie "aber mehr zu sich, als an Heinrich gerichtet"
Zitat:Jedoch hat weder Otto noch seine Vorfahren mit Vorsatz gehandelt.
haben weder ...
Zitat:Brücke von Freising gibt, ist die Folge aus Unwissenheit, nicht aus berechnender Absicht
die Folge von
Zitat:Später würde er das Ganze sicher noch einmal nachprüfen lassen, doch erst einmal hatte er hier dafür zu sorgen, dass die Brücke nicht zerstört wurde. Aber das würde Heinrich schon zu verhindern wissen.
"hatte er dafür zu sorgen" ist sehr umgangssprachlich und klingt auch nach Innenperspektive (von der Formulierung her). Es dreht sich hier auch mit Verneinungen ziemlich im Kreis: "dass die Brücke nicht zerstört wurde" ... es ist hier deutlich, was du meinst. Aber der Schwank auf Rahewins Wünsche, Sorgen und Pläne passt nicht in die Erzählweise.
Zitat:Es war klar, dass dies nur der angebliche Grund war. In Wirklichkeit bestach ihn Rahewin, um zu verhindern, dass er die Brücke zerstörte.
Sehr umgangssprachlich. Hier klingst du als Autor auch sehr raus. Zum einen wegen der Formulierung, zum anderen wegen der Sache an sich: Du kaust dem Leser auch hier vor, was er denken soll.
Zitat:Vielleicht würde er zu weit gehen, wenn er nun dennoch die Brücke zerstörte.
Warum? Darf man Bestechungen nicht ablehnen?
Zitat:Würde der Welfe jedoch das Geld annehmen, so könnte er von diesem möglicherweise eine konkurrenzfähige Brücke bauen und so doch noch sein Ziel erreichen.
Er hat also nicht genug Geld, um von vornherein eine konkurrenzfähige Brücke zu bauen? Die Möglichkeit von Geldmangel hattest du bisher noch gar nicht erwähnt ...

Wie bereits geschrieben, hoffe ich, dir helfen zu können. Nimm die Kritik nicht persönlich, rex. Aber ich denke, das tust du so oder so nicht Icon_smile

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
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RE: München - Eine historische Kurzgeschichte (Teil 3.2) - von Libertine - 13-09-2011, 17:39

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