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Es ist: 08-03-2021, 04:02
Es ist: 08-03-2021, 04:02 Hallo, Gast! (Registrieren)


Siegelmagie [Kapitel I] - 3. Fassung mit überarbeitem Ende
Beitrag #1 |

Siegelmagie [Kapitel I] - 3. Fassung mit überarbeitem Ende
Seid mir gegrüßt liebe Lesenden,

Wie ich bereits in meinem Vorstellungsthread angekündigt habe, möchte ich euch hier an meinem Schreibprojekt "Siegelmagie" teilhaben lassen. Ich möchte am Anfang gar nicht zu viel verraten und euch einfach mal in meine Welt hinein werfen. Ich bin gespannt darauf zu erfahren, wie ihr wieder herauskommt, was ihr mitgenommen habt, was euch gefallen hat und was nicht und ob ihr wieder zurück wollt & mir damit ein Stückchen Motivation mitbringt.

Ich wünsche euch nun viel Spaß auf eurem kleinen Abstecher in die Welt der Siegelmagie.

EDIT: Ich musste feststellen, dass der bisherige Verlauf des ersten Kapitels von den meisten Kritikern als viel zu klitscheebedienend bezeichnet wurde. Nach längerer Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es sich wirklich so verhält und dass mir der Schluss dieses Kapitels so auch nicht mehr gefällt. Ich habe das komplette Ende nun rausgeschmissen und durch ein brutaleres, in sich hoffentlich schlüssigeres Ende ersetzt, indem auch das Innenleben des Protagonisten nicht zu kurz kommen sollte. Ich bin gespannt über eure Meinungen!

Euer Damien
(achja, mein Namensgeber, der euch zeigen wird was ich unter der "Ausstrahlung" dieses Namens verstehe, kommt schon noch Icon_wink)

Siegelmagie
~ Kapitel I - Kapitel II - Kapitel III ~
_______________________________________________________________

3. Fassung mit vollständig überarbeitetem Ende (Danke an Sternchen & Plumbum)


Dunkelheit war über das kleine Dorf am Rande des großen Gebirges hereingebrochen.
Das Bellen der Hunde verstummte, als die letzten Lichter erloschen. Nebel legte sich einem aschgrauen Leichentuch gleich über die Hütten und Wege, jedes Geräusch verschluckend, welches die vollkommene Stille zu stören versuchte.
Schweigend sah Balian aus dem Fenster. Obgleich seine Sicht durch die graue Wand nicht mehr als einen Steinwurf weit reichte, lag das Ziel seines Blickes in weiter Ferne. Konturen bildeten sich im grauen Nichts, schienen Szenen aus seinen Träumen nachzustellen und verschwammen wieder als er versuchte sie mit seinem Verstand zu erfassen.
Undeutliche Erinnerungen von Schneestürmen, einer Höhle und einem einsamen Mann flossen am Rande seines Bewusstseins entlang, zu fern um sie festhalten zu können, aber doch zu nah, um sie zu vergessen.
Es war kalt in dem einfachen Zimmer seiner Hütte.
Das Feuer im Kamin musste seinen Kampf mit der Kälte schon vor Stunden verloren haben. Spärliches Mondlicht, welches den Weg durch den Nebel gefunden hatte und durch das Fenster fiel, tauchte das wenige Mobiliar seines Zuhauses in ein gedämpftes, unwirkliches Licht:
Eine zerwühlte Schlafstätte, ein Tisch mit zwei Stühlen, ein Karmin und eine massive Eichenholztruhe schälten sich aus der Dunkelheit des Raumes. Es war nicht viel und doch alles was er hatte.
Als Säugling im Wald gefunden, war er vom Schmied des Dorfes, Beolund, und dessen Frau Sira aufgezogen worden. Dem hiesigen Brauch folgend hatte er dann, nach Erreichen des Mannesalters, eine eigene Hütte errichtet.
Es war ihm erwachsen und stark vorgekommen allein in seinem eigenen Haus zu leben, daran, dass er die warme, vertraute Atmosphäre der Schmiede nachts vermissen würde, hatte er nicht gedacht.
Ohne die Menschen, die ihm etwas bedeuteten, fühlte sich dieser Ort irgendwie leer an, nicht wie ein Zuhause.
Zuhause.
Balian hatte sich oft gefragt, ob er überhaupt das Recht besaß diesen Ausdruck zu verwenden. Streng genommen gab es für ihn nichts, was dieser Bezeichnung gleich käme, geschweige denn Eltern, für die er mehr war als ein Findelkind.
Obwohl Sira ihm immer wieder versichert hatte, dass es nicht darauf an käme, ob sie seine leiblichen Eltern seien oder nicht, sondern auf die Liebe, die sie ihm in gleichem Maße zu Teil werden ließen, fragte sich Balian oft wo sein wirkliches Zuhause wohl liegen mochte.
Für ihn befand es sich jedenfalls in weiter Ferne, jenseits des Nebels seiner Unwissenheit.
Er versuchte den immer dichter werdenden Dunst vor seinem Fenster mit Blicken zu durchbohren, als plötzlich ein Licht inmitten der grauen Masse aufleuchtete. Ein golden flackernder Schimmer zwang die Nebelwände zum Rückzug.
Es schien verloren in dem Meer aus waberndem Grau und doch ließ es sich nicht überwältigen.
Einem Fels in der Brandung gleich, trotzte es der trüben Dunkelheit, so dass Balian sich unwillkürlich nach dessen Herkunft fragte. Wie zur Antwort entzündete sich ein weiteres Licht und innerhalb eines Wimpernschlags verzehnfachte sich die Anzahl. Ob der Nebel vor der Helligkeit zurückwich, oder von den Lichtern verzehrt wurde, konnte Balian nicht feststellen, aber als sich seine Sicht klärte, wurden Gestalten sichtbar, die sie trugen.
Der Schein ihrer Fackeln beleuchtete rußgeschwärzte Rüstungen und das flackernde Licht auf ihren Gesichtern offenbarte mordlüsterne Vorfreude.
Eisigen Krallen gleich bohrte sich die Erkenntnis in seinen Schädel, als ein markerschütternder Schrei durch das Dorf hallte und auch die letzten Nebelschwaden zerfetzte … dann brach die Hölle los.

Plötzlich waren sie überall. Überall wurden die Türen der Hütten mit roher Gewalt aufgebrochen und Heerscharen von schwarzen Kriegern fielen in die Wohnstätten der Dorfbewohner ein. Die verzweifelten Schreie, die aus den Häusern drangen vermischten sich zu einem entsetzlichen Kanon aus Furcht, Leid und unsagbarem Schmerz.
Flammen rissen die Dächer der Hütten nieder, verzehrten das trockene Stroh in Sekundenschnelle und brachten die ächzenden Balken zum Einsturz. In weißen Explosionen zerbarsten die Fenster und das irrsinnige Lachen der Eindringlinge untermalte die morbide Musik des Untergangs.
Unfähig etwas zu tun starrte Balian auf die Szenerie des Grauens, als die Tür seiner Hütte mit einem bestialischen Splittern zerbarst und ein Dutzend Krieger in den Raum stürmten. Einer der schwarzen Eindringlinge war mit zwei gewaltigen Schritten bei ihm und packte ihn an der Kehle. Mühelos hob der nach Tod und Verderbnis stinkende Mann Balian hoch und musterte ihn. Die massige Hand drückte ihm die Luft ab und erstickte zwar den entsetzten Schrei, nicht aber seine aufwallende Panik. Kalte, ausdruckslose Augen brannten sich in seinen Verstand, unbarmherzig schändeten sie seine Gedanken, bis sein Körper unter den Qualen zu zucken begann.
Mit einer angewidert wirkenden Handbewegung schleuderte der Krieger ihn in Richtung Tür. Dem Aufprall folgte eine Explosion aus tausend weißen Blitzen vor Balians Augen, die sich unbarmherzig in seinen Schädel bohrten. Eine riesige Pranke griff nach seinem Kragen und zog ihn aus der Hütte. Wie betäubt sah Balian zu wie sein Haus in Flammen aufging, als er in Richtung des Dorfplatzes geschleift wurde.
Das Bersten und Krachen der Pfeiler und Balken hörte sich an wie Todesschreie unter entsetzlichen Schmerzen.
Als der letzte Eindringling die Hütte verlassen hatte verstummten die Klageschreie für einen Augenblick, um dann in einem grässlichen Finale den Zusammenbruch seines Zuhauses in die Nacht zu brüllen.

„Wieso?“
Der Klang einer vertrauten Stimme löste seine Starre im selben Moment, als ihn der schwarze Hüne abrupt losließ und Balian kraftlos in sich zusammenfiel. Ohne auf das Pochen in seiner Schläfe zu achten, riss er den Kopf von dem Anblick seiner zerstörten Hütte los. Sein Vater kniete auf dem Boden wenige Meter vor ihm, Siri in seinen Armen. Eine irrsinnige Hoffnung regte sich in ihm, versuchte ihn zu überzeugen, dass nun alles gut werden würde, dass seine Eltern alles richten würden. Doch der leere Blick seiner Mutter vernichtete diesen Gedanken. Ihre Augen standen offen, doch das Leben hatte sie verlassen. Tränen rannen sein Gesicht hinab, als er mit einem gequälten Schrei auf sie zu stürzte.
„Balian, nein!“
Beolunds Warnung kam zu spät. Ein gezielter Schlag fegte ihn von den Füßen und die Stiefelspitze eines der Krieger schlug in einer Welle aus purer Qual in seinen Rücken ein. Doch es waren nicht seine Knochen die brachen. Im selben Moment zerschmetterte der scheinbar aus dem nichts aufgetauchte Hammer des Schmiedes den Kehlkopf seines Peinigers. Sekunden entsetzter Fassungslosigkeit folgten und selbst die tobenden Flammen ringsherum schienen den Atem anzuhalten, bis der massige Körper des Hünen röchelnd auf dem Boden aufschlug. Gleichsam fassungslose, wie wütende Schreie lösten sich aus den Kehlen der Krieger, als sie sich mit gezogenen Schwertern auf den Schmied stürzten. Balian sah wie die erste Klinge durch die Brust seines Ziehvaters fuhr und seine Gestalt unter aufblitzendem Stahl und schwarzen Leibern verschwand. Grenzenlose Verzweiflung ergriff Besitz von ihm. Die Bilder bohrten sich in sein Gedächtnis und hinterließen nichts als allumfassende Pein. Schwarze Schatten am Rande seiner Gedanken griffen nach ihm, waren kurz davor ihn in eine schützende Ohnmacht zu geleiten, als etwas dumpf zwischen seinen Beinen aufschlug. Die Augen seines Vaters schienen ihn beruhigend zu mustern. Sogar die Andeutung eines Lächelns lag auf seinen Lippen. Sein Gesichtsausdruck sollte wohl Zuversicht ausstrahlen, doch der blutige Stumpf in den sein Halsansatz überging perversierte diese Absicht auf so grausame Art und Weise, dass Balian die Luft wegblieb. Eine weitere Welle des Grauens erfasste ihn und das schmatzende Geräusch der niederfahrenden Klingen, die selbst jetzt noch keine Ruhe gefunden hatten, tat das Übrige: In blinder Panik rappelte er sich auf und versuchte wegzurennen, doch sein Fluchtversuch endete abrupt in den Armen eines teuflisch lächelnden Kriegers.
„Du willst uns schon verlassen?“, fragte er während sein Lächeln breiter wurde.
„Dann geh doch!“ Mit diesen Worten stieß er Balian in eine der brennenden Hütten, die im selben Moment in sich zusammenbrach und ihn unter sich begrub.
Dunkelheit umfing ihn und löschte sein Bewusstsein aus.

EDIT: Selbstverständlich werden bestimmte Stellen in den nachfolgenden Kapiteln, die durch die Änderungen berührt werden geändert Icon_wink

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Siegelmagie [Kapitel I] - 3. Fassung mit überarbeitem Ende - von Damien - 27-11-2011, 22:28
RE: Siegelmagie [Kapitel I] - von Sternchen - 28-11-2011, 09:44
RE: Siegelmagie [Kapitel I] - von Damien - 28-11-2011, 22:40
RE: Siegelmagie [Kapitel I] - von Sternchen - 29-11-2011, 09:22
RE: Siegelmagie [Kapitel I] - von Damien - 29-11-2011, 20:55
RE: Siegelmagie [Kapitel I] - von Sternchen - 29-11-2011, 21:27
RE: Siegelmagie [Kapitel I] - von Miss Cathy - 03-12-2011, 18:36
RE: Siegelmagie [Kapitel I] - von Damien - 04-12-2011, 15:41
RE: Siegelmagie [Kapitel I] - von Sternchen - 05-12-2011, 09:23
RE: Siegelmagie [Kapitel I] - von Miss Cathy - 05-12-2011, 16:59
RE: Siegelmagie [Kapitel I] - von Ryan - 07-01-2012, 23:53
RE: Siegelmagie [Kapitel I] - von Plumbum - 15-01-2012, 11:54

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