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Es ist: 11-04-2021, 08:45
Es ist: 11-04-2021, 08:45 Hallo, Gast! (Registrieren)


Kumen-Esh (Auszug 3a)
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Kumen-Esh (Auszug 3a)
Vorweg: Wie bei allen Kumen-Esh-Auszügen gilt: Detaillierte Kritik zu Formulierungen und Rechtschreibfehlern ist nicht nötig, da ich die gesamte Geschichte erstmal runterschreibe und später rundum überarbeiten werde. Natürlich habe ich schon versucht, dieses Kapitel lesbar zu gestalten Icon_wink
In diesem Abschnitt (Auszug 3a und 3b) wird das nächste (und vorerst letzte) Crew-Mitglied der Risen-Besatzung vorgestellt, hauptsächlich geht es mir aber um eine besseres Darstellung des Perspektiventrägers Janis van Deelen.



Vorwissen: (Click to View)
.


Auszug 1_______(Hitoro Takahashi) [veraltete Version]
Auszug 2_______(Janis van Deelen) [veraltete Version]
Auszug 3a / 3b__(Janis van Deelen)
Auszug 4.1 / 4.2_(Yelena Ivanova)
Auszug 5_______(Yelena Ivanova)
Kampfszene____(Hitoro Takahashi)



Janis van Deelen

Von irgendwoher drang Schmerz durch das warme Leuchten hinter seinen Lidern. Die Engel … sie waren wunderschön und wisperten ihm etwas zu, obwohl er es im Weltall nicht hören konnte. Sie trieben so nah vor ihm durch die Finsternis, dass er sie hätte berühren können. Aber das anschwellende Pochen in seiner Schläfe schien sie zu vertreiben, fort von ihm, hinein in die Unendlichkeit des Tiefenraums.
Je weiter sie sich entfernten, umso deutlicher erkannte Janis, was sie ihm zeigten. Das Licht strahlte nicht gleichmäßig, sondern warf Schatten, formte Konturen. Ein Gesicht. Sie bildeten ein Gesicht vor der Dunkelheit, das ihn anlächelte.
»Können Sie mich hören?«
So eine dumme Frage.
»Natürlich«, krächzte eine fremde Stimme, die Janis nur deshalb sich selbst zuordnen konnte, weil er gerade gesprochen hatte. »Wo bin ich?«
Das Schwarz des Weltalls verwässerte zu Grau, bis es schließlich den Konturen eines schmalen Zimmerchens wich. Nur das Gesicht blieb. Er kannte diese Frau. Die braunroten Locken, die käsige Haut und die aufgebissenen Lippen. Irgendwo hatte er sie schon einmal gesehen.
»Bleiben Sie liegen und folgen Sie meinem Finger.«
Janis lachte heiser. »Wie soll das gehen?«
Die Stirn über ihm legte sich in Falten, während ein Zeigefinger mit abgekautem Nagel durch sein Blickfeld wanderte.
»Wo bin ich?«
Er wollte sich aufrichten, wurde aber von seiner Gegenüber energisch zurückgedrückt.
»Sie sollen liegen bleiben. Erkennen Sie mich?«
»Ja.« Angestrengt versuchte Janis, sich an den Namen zu erinnern. An den Namen zu dem Gesicht, das ihm trotz der Freundlichkeit unsympathisch war. »Ja«, wiederholte er, obwohl das einzige Ergebnis seiner Bemühung Kopfschmerzen waren.
»Erinnern Sie sich, was passiert ist?«
»Die Engel.« Oder entsprang das Leuchten einem Traum, einer Halluzination? Die Explosion eines Raumschiffs – der Fafnir. »Wir wurden angegriffen!«
Dieses Mal war seine Gegenüber nicht aufmerksam genug. Ruckartig setzte Janis sich auf, kniff die Augen zusammen und keuchte. Übelkeit schoss seine Kehle hinauf, doch er trieb die Bitterkeit zurück. Fast war ihm, als könne er die Erschütterung noch spüren, die ihn von den Beinen gerissen hatte. Der helle Lichtblitz und … die Aztec. Grünschillernde Augen huschten durch die bruchstückhaften Erinnerungen, dünne Finger, die sich um eine Wasserflasche krallten.
»Yelena Ivanova«, brachte Janis hervor und wehrte ihre Hand ab. »Sie sind Schichtleiterin des Space Travellers Risen. Wir haben Sie und Ihren Piloten überprüft.«
Sie lächelte gequält. »Richtig. Wir sind von Aztec angegriffen worden. Die Fafnir wurde zerstört, aber dank unseres Piloten – Nathanael Bishop – konnte die Risen entkommen.«
»Wo sind wir?«
Er wollte aufstehen, doch auch ohne Yelenas Ermahnung wusste er, dass es eine schlechte Idee war. Hinter seinen Schläfen hämmerte inzwischen eine ganze Armee.
»Im Erste-Hilfe-Zimmer der Risen. Sie haben sich den Kopf angeschlagen.«
Die Kosakin verschwand kurz aus dem kleinen Bereich seines Sichtfelds, der nicht zu einheitlichem Grau verschwamm, und drückte ihm Augenblicke später einen Becher in die Hand.
»Trinken Sie, das sollte gegen die Schmerzen helfen.«
Benommen folgte Janis der Anweisung und stürzte die süßliche Flüssigkeit in einem Zug runter. Fast erwartete er, dass sein Magen rebellierte, aber zu seinem Glück vertrug er die Arznei. Dann wurde ihm klar, dass er die gewünschte Antwort noch nicht bekommen hatte.
»Wo – in Relation zu den MEN betrachtet – sind wir?«
»Ach so. Das meinen Sie.«
Schmerz hin oder her, ihre Stimme verriet nur zu deutlich eine Mischung aus Nervosität und Sorge. Und als sie auf ihrem Daumennagel zu kauen begann, kam Janis der Anblick so vertraut vor, als wären sie alte Bekannte.
»Unsere genaue Position … also … wir befinden uns wohl …« Yelena drehte sich um, öffnete eine Schranktür, schloss sie wieder und seufzte. »Irgendwo außerhalb des Systems.«
Angespannt wartete er auf eine weitere Erklärung, aber die kleine Kosakin schwieg. Dann drehte sie sich ruckartig um und sah ihm direkt in die Augen. Passend zu dem Ausdruck in ihrem Gesicht hätte sie eigentlich vor ihm auf die Knie fallen müssen.
»Ich weiß, dass wir keinen guten Start hatten, Mr. van Deelen. Sie schlagen sich bestimmt täglich mit Dutzenden von Schmugglern und Kriminellen herum und ich kann gut verstehen, dass Sie Nate, also Mr. Bishop, hassen, aber er hat uns allen das Leben gerettet und ich wäre Ihnen wirklich dankbar, wenn Sie das in Ihren weiteren Überlegungen berücksichtigen würden.«
Sie atmete heftig ein, als hätte der Redeschwall sie alle Luft gekostet, und sah ihn weiterhin flehend an. Offenbar erwartete sie sofort eine Reaktion. Aber Janis’ Gedanken arbeiteten noch daran, zu begreifen, was sie mit ›außerhalb des Systems‹ gemeint haben könnte. Der Schmerz trug nicht gerade zu einem schnellen Vorankommen bei.
»Haben Sie schon Kontakt zur MRF aufgenommen?«
Auch wenn es nur zwei Aztec-Hunter gewesen waren und ein Zollschiff vermutlich als Kollateralschaden zählte – Janis verbot sich, an auch nur ein bekanntes Gesicht zu denken – bestand ihre Pflicht darin, jeden Angriff bei der Raumflotte zu melden. Sie würden Deep Space Ranger aussenden, die zwar erfolglos, aber mit dem guten Gefühl, etwas für ihr Heimatland getan zu haben, zurückkehren würden. Es würde einen ganzen Haufen Papierkram zu erledigen geben.
»Nein, weil wir …«
Wieder stockte Yelena und allmählich wurde es Janis zu bunt.
»Es ist Teil des Notfallprotokolls, das von allen Raumpiloten befolgt werden muss«, erklärte er nachdrücklich.
»Wir sind ziemlich weit von der Systemgrenze weg. Wir kreisen im Orbit eines unbekannten Roten Zwergs und haben keinen Funkkontakt, unter anderem deshalb, weil unsere Funkstation defekt ist.«
Janis sog scharf die Luft ein, doch seine Gegenüber kam ihm zuvor.
»Aber wir haben ein Signal und vermuten eine mobile Raumstation im Orbit.«
Das Pochen hinter seinen Schläfen würde ihm bald die Adern zerschlagen, dessen war er sich sicher. Trotzdem schwang er endgültig die Beine von der Liege.
»Haben Sie schon in Erwägung gezogen, einfach zurück ins System zu fliegen?«
Er wollte sich den Schwindel nicht anmerken lassen, spürte aber selbst, dass er schwankte. Yelena beobachtete ihn verunsichert, ohne weitere Anstalten zu machen, ihn aufzuhalten.
»Nate … also Mr. Bishop, unser Pilot – dem wir unser Leben verdanken – hat sich auf der Flucht vollkommen verausgabt und ist im Moment nicht bei Bewusstsein. Wir … wir wissen nicht, wo wir sind.« Sie schluckte sichtlich. »Das bedeutet, wir haben auch keine Ahnung, in welcher Richtung das System überhaupt liegt.«
»Sie haben ganz schön was abbekommen, Mr. van Deelen«, meldete sich unvermittelt eine zweite Stimme von der Seite.
Zu schnell wandte Janis seinen Kopf, sah einen Moment lang nur graues Wabern und helle Schlieren, bevor aus dem dunklen Fleck eine Gestalt wurde. Einer der Orksöldner stand im Türrahmen und zeigte unsicher seine Hauer. Völkerrechtler nannten den Ausdruck lächeln.
»Die Auftauphase ist gleich abgeschlossen«, verkündete er, richtete sich damit aber vermutlich nicht mehr an Janis.
Yelena dagegen nickte hastig und schien froh, ein neues Thema zu haben.
»Bleiben Sie noch sitzen, Mr. van Deelen, ich seh mir Ihren Kopf gleich genauer an.«
Mit diesen Worten drehte sie sich um und folgte dem Ork aus der medizinisch sterilen Kammer hinaus. Aber Janis dachte gar nicht daran, tatenlos herumzusitzen, während sie offenbar im Tiefenraum verschollen waren. Was hatte er auch sonst von einem Elfenpiloten erwartet. Er hatte den Gedanken noch nicht zu Ende gebracht, als er ihn wieder zurücknahm. Wenn es stimmte, was Yelena gesagt hatte, schuldete er dem Aztec vermutlich sogar seinen Dank.

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»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Kumen-Esh (Auszug 3a) - von Lanna - 09-04-2012, 15:47
RE: Kumen-Esh (Auszug 3a) - von Libertine - 22-04-2012, 20:14
RE: Kumen-Esh (Auszug 3a) - von Lanna - 25-04-2012, 12:18
RE: Kumen-Esh (Auszug 3a) - von Adsartha - 17-10-2012, 14:16
RE: Kumen-Esh (Auszug 3a) - von Lanna - 27-11-2012, 15:10
RE: Kumen-Esh (Auszug 3a) - von Dreadnoughts - 23-05-2013, 22:33
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RE: Kumen-Esh (Auszug 3a) - von Saryn - 10-08-2013, 11:06
RE: Kumen-Esh (Auszug 3a) - von Lanna - 13-08-2013, 12:04

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