Es ist: 02-06-2020, 23:22
Es ist: 02-06-2020, 23:22 Hallo, Gast! (Registrieren)


Verloren im Feuer Kapitel 1 Teil 2
Beitrag #7 |

RE: Verloren im Feuer Kapitel 1 Teil 2
Zitat:Innerhalb eines Absatzes ist das ein exrtem weiter Zeitsprung. Wann ist dieses "später"? Heute Abend, in 50 Jahren? Wenn du hier bereits eine Rückblende aus der Zukunft einbauen möchtest, dann schlage ich vor, dass du dafür einen eigenen Absatz einschiebst. Aber andererseits finde ich diese Rückblende völlig überflüssig.

Wie weiter oben geschrieben stehen die Zeitsprünge schon auf der Liste für die Überarbeitung.

Zitat:Jetzt weiß jeder, dass der Junge verkauft/geklaut/abgeworben wird.

Da man das schon ganz am Anfang wusste, ist die Überraschung aber jetzt nicht wirklich so groß, oder?

Zitat:Und jeder ahnt, dass er damit auch in der Zukunft nicht ganz glücklich werden wird.

Und wieder, ist das so verwunderlich? Er wird schließlich versklavt.

Zitat:Unter den Geschlagenen und Ausgestoßenen suchte er die Perlen, die ein Leben voller Leid und Schmerz nicht beugen konnte, [...] bereit, alles zu ertragen, was ihnen angetan wurde.

Zitat:Würde das funktionieren? Die Ärmsten der Besitzlosen sind gleichzeitig auch die, welche es gewohnt sind, sich selbst zu versorgen. Die in der Not nicht auf einen Schutzherren hoffen, sondern sich allein durchschlagen. Ich zweifle daran, dass ausgerechnet die sich in alles fügen würden.

Gehorsame Mitläufer würde ich eher unter Waisen aus reicheren Familien suchen.

Weil die so erpicht darauf sind, nur für Essen Sexarbeit zu leisten? Das passt schon rein statistisch nicht, von den sozialen Implikationen von Sexarbeit mal abgesehen, die nur wenige reichere und gebildete Mittel- und Oberschichtler auf sich nehmen würden. Es war außerdem zu dieser Zeit nicht ungewöhnlich, dass sich Menschen vor allem der Unterschicht rein für Kost und Unterkunft verdingt haben und quasi unfrei waren, der Schritt zur Leibeigenschaft/Sklaverei ist hier also nur ein kleiner. Insofern ist das für mich kein realistischer Einwand.

Zitat:Ich würde mit meinen Sklavenfängerwagen durch Kriegs- und Seuchengebiete ziehen und mir die heraus picken, die am unbeholfensten um Hilfe betteln.

Um kranke Menschen und Menschen mit fehlenden Augen und Gliedmaßen zu verkaufen? Um Menschen zu transportieren, die potentiell krank sind, damit sie entweder auf der Reise abkratzen oder ihre Käufer anstecken?

Zitat:Ich würde nach Typen suchen, die nur quatschen statt anzupacken. Denn die können nicht flüchten.
Die meisten Sklaven in diesem Universums stecken in einer sozialen oder wirtschaftlichen Zwangslage - zu flüchten würde für sie nur bedeuten, ihre Sicherheit und Einnahmequelle wegzuwerfen. Das macht den Handel mit ihnen nicht weniger verwerflich, aber der Mangel an Gegenwehr ist verständlich. Die Sklaven werden nicht wahllos zusammengekidnappt, sie werden gekauft. Meistens "legal", nur sehr selten unter Erpressung.

Zitat:Damit die Geschichte trotzem in sich stimmig bleibt, bau die Erklärung doch noch etwas aus!

Auf die unterschiedlichen Arten der Sklaven wird später noch eingegangen.

Zitat:und seine großen Hände gruben sich zornig ins Gras und die darunterliegende Erde.

Zitat:So leid es mir tut - das kann ich mir nicht vorstellen. Was für Fingernägel sollen das sein, die sich durch die Grasnarbe in den festgetretenen Boden graben?

Das ist sehr stark davon abhängig, von welchem Bodentyp und welcher Menge von Gras man spricht. Klar, bei einem jahrelang festgetretenen Lehmboden braucht man eine Schaufel, um da weiter zu kommen, aber das ist der Feldrand eines Feldes, das regelmäßig gepflügt wird (zwangsläufig) und die Gegend ist ja wie geschildert sehr fruchtbar und hat sehr tiefen, lockeren Boden. Ich kann nichtsdestotrotz die Erde rausnehmen, dann ist es eben nur Gras.

Zitat:Wieso kann er denn nicht mehr zweifeln? Okay, das Lager sieht ganz nah aus. Damit kann er nicht mehr an der Reaktion seiner Mutter zweifeln, denn das Haus kann offensichtlich jederzeit überfallen werden. Aber was beweist das bezüglich der Horrorgeschichten des Vaters?

Es wäre ziemlich sinnlos, dass Valions Mutter sich über einen Überfall Sorgen macht, wenn an den Horrorgeschichten des Vaters nichts dran wäre. Valion beschreibt ihre Reaktion nicht als typisch, im Gegenteil, er ist eingeschüchtert und verwirrt. Sie hat also nicht permanent Angst davor, dass ihr Ehemann vor dem Haus verschwindet, und Valion ebenso wenig. Erst die Anwesenheit der Menschenhändler ruft diese Furcht in ihr hervor -> ergo, die unbewiesene Behauptung, dass die Menschenhändler in Raub und Mord verwickelt sind, wird zumindest von Valions Mutter sehr direkt unterstützt durch nonverbale Handlungen. Also sind sie entweder beide ziemliche Spinner, oder sie sagen die Wahrheit. Da es für Valion untypisch ist seine über alles geliebten Eltern in Frage zu stellen, sieht er diese Hinweise zusammen mit seinen eigenen Schlussfolgerungen als Bestätigung des eigenen, abschließenden Urteils, dass ihm tatsächlich eine Gefahr droht.

Zitat:Wie du siehst, stiftet dieser Satz Verwirrung. Zur Handlung trägt er überhaupt nichts bei. Deshalb würde ich ihn ersatzlos streichen.

Ich würde meinen, wenn dem Hauptcharakter erstmals aufgeht, dass er und seine Familie in akuter Gefahr schweben könnten und seine Eltern tatsächlich in Angst und Schrecken versetzt sieht, trägt das etwas zur Handlung bzw. zur Charakterentwicklung bei. Angst und Schrecken dieser Art sind für Valion neue Empfindungen, nachdem er gegenüber den Händlern zunächst nur vages Unbehagen empfunden hat. Er hatte schließlich nicht einmal Bedenken, die Händler zu beobachten, und auch Eravier hat bei ihm zwar einen Eindruck hinterlassen, aber er hat relativ arglos nachgefragt, ob man ihn kaufen wöllte, ohne sich einer Gefahr wirklich bewusst zu sein. Insofern entwickelt sich sein Verhältnis von Unbehagen und vagem Misstrauen erstmals zu Angst.

Zitat:Vor wenigen Tagen - ich dachte, die Sklavenfänger seien erst gestern angereist, am nächsten Tag sei der Markt gewesen und jetzt sei der Abend nach dem Markt. Plötzlich sind schon sie mehrere Tage da. Welchen Zeitsprung habe ich übersehen?

Das ist eine ziemlich freie Interpretation von "vor wenigen Tagen war alles noch in Ordnung, jetzt akut zeigt sich eine schwere Bedrohung". Man könnte auf "vor kurzem" ausweichen, aber das klingt eher klobig. Ich wälze mal den thesaurus.

Aquarius fears little in life ? except running out of liquor.

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RE: Verloren im Feuer Kapitel 1 Teil 2 - von PainInTheBrain - 05-11-2015, 15:55

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