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Es ist: 24-02-2021, 18:03
Es ist: 24-02-2021, 18:03 Hallo, Gast! (Registrieren)


Könige der Prärie - 9. Teil
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Könige der Prärie - 9. Teil
Zwei Wochen später hatten sich die beiden Mädchen gut im Stamm eingelebt. Katie rieb gerade ihren Hengst ab, als Sina albern lachend auf sie zu gerannt kam. Yuma, der stets ein wachsames Auge, auf die Mädchen im Allgemeinen und wie Katie insgeheim schmunzelnd feststellte, auf Sina im Besonderen hatte, in ihrem Schlepptau. Die blonde Sina schien dem jungen Apachen zu gefallen, auch sie war nicht abgeneigt, doch mit Schaudern dachte Katie daran, dass ihre Freundin in Gedanken immer noch an diesem Dixon hing. Der hatte sich natürlich aus dem Staub gemacht und den beiden Mädchen nicht einmal eine Nachricht zukommen lassen.
Die Gedanken an den schneidigen Häuptling der Lakota hatte Katie ganz nach hinten in ihrem Gedächtnis vergraben. Nur des Nachts, wenn sie im Wigwam lag, das sie sich mit Sina teilte und auf ihrem Lager durch den Rauchfang die Sterne beobachtete, schlichen sich die Erinnerungen an ihre Begegnung mit ihm wieder zurück in ihren Kopf. Seine schwarzen Augen, die so funkelten wie die Sterne am Himmel. Es war schwierig, ihn wirklich zu vergessen.
Katie schüttelte den Kopf und konzentrierte sich wieder auf die Pflege ihres Pferdes. Selbst wenn Sakima nicht der erklärte Feind der Apachen gewesen wäre, so hätte sie mit ihm keine Zukunft gehabt. Sie wollte nicht als Squaw in einem Zelt irgendwo in der Wildnis enden, sondern sich ein Leben nach ihren Vorstellungen aufbauen. Das bedeutete auch, dass sie die Apachen sehr bald verlassen würde.
Mit ihrem Vater hatte sie in den zwei Wochen nur das Nötigste gesprochen. Die meiste Zeit verbrachten sie und Sina mit Yuma. Er lehrte sie alles, was sie wissen mussten, um in der Prärie zu überleben. Vom Spurenlesen bis zum Reiten und Bogenschießen. In letzterer Disziplin zeigte Sina sich überaus geschickt und genoss den Respekt der jungen Krieger, die großmütig darüber hinwegsahen, dass sie auf dem Pferderücken nur sehr langsam Fortschritte machte, wobei Katie eine ausgezeichnete Reiterin war.
Sina kümmerte das nur wenig. Aus dem verschüchterten Mädchen, das sie am Hafen aufgelesen hatte, war eine selbstsichere junge Frau geworden, die gerade ihren siebzehnten Geburtstag gefeiert hatte. Sie verbrachte viel Zeit mit Yuma, der seinerseits keine Einwände gegen die immer enger werdende Freundschaft zu haben schien, doch achtete er immer die Grenzen des Anstandes und betrat niemals auch nur das Zelt der Mädchen.
„Katie, da bist du ja. Ich habe dich schon überall gesucht.“ Sina wurde schnell ungeduldig. „Yuma und seine Freunde wollen uns auf die Jagd mitnehmen. Ist das nicht wunderbar?“ Freudig klatschte sie in die Hände und konnte es kaum erwarten, ihr Geschick unter Beweis zu stellen.
„Sag schon ja“, forderte sie die zögernde Freundin auf.
„Braucht ihr eine Anstandsdame?“, fragte Katie auf Deutsch und grinste wissend.
Sina rollte mit den kornblumenblauen Augen. „Er ist ja ganz nett…“
„Aber…“, Katie zog die Unterlippe zwischen die Zähne.
„Nichts aber. Wir brauchen Fleisch“, war die brüske Antwort. Sie legte der Freundin die Hand auf den Arm.
„Ich wollte dich nur ein wenig necken. Natürlich komme ich mit.“ Unwillkürlich kam ihr Sakima in den Sinn. Letzte Nacht hatte sie wieder von ihm geträumt. Katie schüttelte den Kopf gegen die Erinnerung. Sie musste ihn vergessen.
Der Boden vibrierte unter den Hufen des Hengstes. Katie beugte sich im Sattel vor und schloss die Augen. Harlekins lange Mähne flog ihr ins Gesicht. Sie schloss die Augen und ließ sich von den raumgreifenden Bewegungen ihres Pferdes tragen. Es war als ob sie die Erde nicht mehr berührten, als ob sie flögen.
Sie jagten nach indianischer Tradition mit Pfeil und Bogen. „Gewehre sind zu laut und verschrecken das Wild“, erklärte Yuma. Seinen Bogen hielt er in einer Hand, während er sein Pferd mit der anderen lenkte. Nach Tradition seines Volkes saß er auf dem blanken Pferderücken.
Katie warf einen Blick über die Schulter. Ihre Freunde waren nicht mehr zu sehen. Abrupt hob sie die Zügel an. Harlekin bremste so scharf, dass er auf die Hinterbeine steigen musste, um nicht von seinem eigenen Schwung zu Boden gerissen zu werden.
Katie schaute sich um. Sie war allein, weder konnte sie Sina sehen, noch Yuma oder die beiden anderen Apachenkrieger. Sie befahl Harlekin in einen leichten Trab und stellte sich in die Steigbügel, hielt Ausschau nach ihren Freunden.
Plötzlich blieb Harlekin stehen und Katie wäre fast vornüber seinen Hals gestürzt. Im letzten Moment krallte sie sich in der Mähne fest.
Der Hengst reckte den Kopf, spitzte die Ohren und zog die Oberlippe hoch. Die Muskeln des Pferdes wurden unter der Reiterin hart wie Stein.
Etwas raschelte leise im Gebüsch. Behutsam hängte Katie ihren Bogen über das Sattelhorn und nahm ihr Gewehr auf. Mit einem leisen Klicken entsicherte sie die Waffe. Ihr Herz schlug so heftig in der Brust, dass sie glaubte, der Kopf berste ihr.
„Hallo“, rief sie und ihre Stimme zitterte. Harlekin war nur mit winzig kleinen Schritten dazu zu bewegen, vorwärts zu gehen. „Hallo!?“, rief Katie noch einmal. „Ist da wer?“
Wie gebannt starrte das Pferd auf das raschelnde Gebüsch, die Blätter schienen wie Glas zu klirren.
Plötzlich hörte sie ein dumpfes Schnauben und ehe sie sich versah, machte Harlekin eine enge Wendung auf der Hinterhand und sprang in drei Sätzen nach vorne. Völlig überrascht wurde sie aus dem Sattel geschleudert und sah ihr Pferd in einer Staubwolke verschwinden.
Aus dem Gebüsch sprang laut grunzend ein junger Hirsch. Er schien noch nicht ganz ausgewachsen. Das Geweih, wie eine Krone auf seinem Haupt, hatte die volle Größe noch nicht erreicht. Sein Fell schimmerte ungewöhnlich blauschwarz in der Sonne. Die großen Augen starrten wütend die hilflos auf dem Boden liegende junge Frau an. Das Tier blähte und galoppierte mit gesenktem Kopf auf Katie.
Entsetzt sah sie den Hirsch kommen. Der Sturz hatte ihr mit einem Schlag die Luft aus den Lungen gepresst. Keuchend rang sie nach Atem. Ihre rechte Seite schien wie taub. Ihre Rippen waren stark geprellt, wenn nicht sogar gebrochen. Mit einem Schnauben, das wie ein Kampfschrei klang, raste der Tod auf vier Beinen auf sie zu. Katie schloss die Augen. Von ihren Freunden war niemand zu sehen, sie musste sie schon vor längerer Zeit abgehängt haben. Ihr einziger Wunsch war, dass diese Bestie eine wichtige Arterie traf und sie schnell verbluten würde. Ein scharfer Windstoß an ihrem linken Ohr. Katie wagte nicht zu atmen. Ein letztes langgezogenes Quieken, das erst, so schien es ihr, nach einer halben Ewigkeit verstummte, gefolgt von einem dumpfen Geräusch, wie wenn etwas Schweres zu Boden ging.
Vorsichtig öffnete das Mädchen die Augen. Ihr Körper war so voller Adrenalin, dass sie die Schmerzen nur in ihrem Kopf wahrnahm. Ihre Glieder ahnten die Verletzungen nicht einmal.
Ihre Augen erblickten die geblähten Nüstern eines Rappen. Das Pferd schnaubte. Links und rechts von seiner Seite baumelten zwei lange Beine, deren Füße in bequemen Mokassins steckten. Verschwommen nahm sie einen dunklen Punkt wahr, aus dem eine lange Holzstange ragte. Mit einem rauen Stöhnen ließ Katie den Kopf auf die Unterarme sinken. Dunkelheit breitete sich wohlig in ihrem Hirn aus. Nur einen Moment wollte sie ausruhen.
Ein Schatten fiel über sie. „Bist du verletzt?“, hörte sie eine Stimme, die ihr zugleich vertraut und doch fremd erschien. Katie hob den Kopf und stützte ihr Gewicht mit den Unterarmen. Schlagartig kehrte der Schmerz zurück, als würde ihr jemand glühendes Metall in den Oberkörper gießen.
Sie blickte direkt in zwei schwarze funkelnde Augen, die sie nur zu gut kannte. Diesmal war der untere Teil seines Gesichtes nicht blau bemalt. Sakima.
Eine kurze Welle des Glücks erfasste sie. Er hatte ihr das Leben gerettet. „Ich bin in Ordnung“, ächzte sie. Sie ließ sich von ihm in eine sitzende Position helfen, während er kurz ihre rechte Seite abtastete.
„Scheint nichts gebrochen zu sein“, Sakimas Lippen verzogen sich zu einem amüsierten Grinsen. „Der Keiler hätte dich beinahe erwischt.“
Mit den Augen folgte Katie seinem ausgestreckten Finger. „Jetzt endet er als Braten über dem Feuer“, gab sie lakonisch zurück, um gleich darauf wieder zu stöhnen. Jede Bewegung jagte einen glühenden Speer des Schmerzes durch ihren Leib.
Das Wildschwein lag auf dem Rücken, die Beine gen Himmel gestreckt. Sakimas gezielter Stoß hatte es direkt umgeworfen und von den Leben zu den Toten befördert.
„Du hast mir das Leben gerettet. Danke“, sagte Katie leise. Der Blick aus seinen dunklen Augen, zusammen mit dem strahlenden Lächeln ließ sie erschauern. Sie wandte den Blick ab, mit der linken Hand rupfte sie am trockenen Präriegras.
„Mein Pferd ist weggerannt“, lenkte sie schnell ab. „Er hat sich vor dem Monster erschreckt und mich abgeworfen.“
„Kannst du aufstehen?“, fragte der Lakota. Er sprach fließend Englisch. Jetzt fiel Katie auch auf, warum sie seine Stimme nicht direkt erkannt hatte. Bei ihrem ersten Zusammentreffen hatte er sich seiner Muttersprache bedient.
„Was sucht meine weiße Schwester im Gebiet der Lakota?“, fragte Sakima. Er schien sich ehrlich zu freuen, Katie wieder zu sehen.
„Wir waren auf der Jagd und ich habe meine Freunde verloren“, antwortete Katie wahrheitsgemäß.
Das Gesicht des Indianers verdunkelte sich. „Welche Freunde?“
„Da sind Sina und Yuma“, zählte Katie auf. Bei dem Namen des Apachen trat auf Sakimas glatte Stirn eine steile Falte. „Und noch zwei junge Apachenkrieger, deren Namen mir entfallen sind.“
Sie schlug sich mit der Hand auf den Mund. „Ich habe zu viel geredet. Sind wir auf dem Land der Lakota?“
Sakima nickte grimmig. Katie legte ihm die Hand auf den Arm. Die Muskeln waren angespannt. „Ich glaube nicht, dass sie dein Land betreten haben, Sakima. Ich habe die anderen verloren. Plötzlich waren sie wie vom Erdboden verschluckt.“ Sie zuckte die Achseln. „Ich möchte mich aufrichtig entschuldigen, wenn ich oder wir einen Fehler gemacht haben. Ich weiß, dass ihr, die Lakota und Apachen, nun, dass ihr eben nicht die besten Freunde seid.“
Sie trug die Entschuldigung naiv vor, doch ihre offene und ehrliche Art fiel auf Gehör. Sakima entspannte sich unter der federleichten Berührung. Sein strahlendes Lächeln kehrte schlagartig zurück.
„In der nächsten Zeit solltest du auf die Jagd verzichten und danach Gefährten mitnehmen, die besser auf dich aufpassen“, spottete er gutmütig. „Kannst du aufstehen? Ich werde mich auf die Suche nach deinem Pferd machen.“
Katie hatte das Gefühl, mit dem berühmten blauen Auge davon gekommen zu sein. Sie ließ sich von dem Indianer unter einen Baum führen.
Katie war ein wenig wehmütig zumute. Jetzt würde er Harlekin zurückbringen, sie vielleicht noch bis an die Grenze zum Gebiet der Apachen begleiten um dann wieder aus ihrem Leben zu verschwinden. Aus irgendeinem Grunde wünschte sie sich, es würde etwas geschehen, dass sie mehr Zeit mit ihm verbringen konnte. Die Apachen konnten ihn gefangen nehmen. Bei dem Gedanken stahl sich ein kleines Grinsen auf ihr Gesicht und sie verwarf die Idee sofort wieder. Sakima würde es ihr mit Sicherheit nicht danken, aber man konnte sich ja auch wieder eventuelle verlaufen. Der junge Häuptling schien ihr Grinsen falsch zu deuten. „Warte hier auf mich.“
Katie nickte nur ergeben. Mit den pochenden Rippen wollte sie sich auch nicht allzu viel bewegen.
Plötzlich hörten die das Donnern galoppierender Hufe. Ein wenig zu rasch erhob sie sich von dem Baumstamm, um gleich wieder vor Schmerz aufzuschreien. „Das ist bestimmt Harlekin.“
Sakima schüttelte grinsend den Kopf. „Das ist nicht nur ein Pferd und sie tragen Reiter.“
Dieses Mädchen war in der Prärie hoffnungslos verloren, doch Sakima war sie sympathischer als alle Weißen, die er bisher getroffen hatte. Ihr Haar schien zu brennen und alle Farbe aus der weißen gezogen zu haben. Nur widerwillig widerstand er dem Impuls, sie auf sein Pferd zu packen und in sein Dorf mitzunehmen. Er begehrte sie, seit dem er sie das erste Mal gesehen hatte, doch wollte er sie nicht auf diese Art. Wenn es dem Großen Geist gefiel, sah er sie wieder.
Die Reiter näherten sich. Der Boden vibrierte, eine große, fast weiße Taube flog aus dem Gebüsch auf.
„Stell dich hinter mich“, befahl Sakima dumpf. Ein Blick zu seinem Pferd genügte. Das Tier graste zu weit entfernt, als dass er rechtzeitig sein Gewehr hätte holen können. Der Indianer fluchte etwas in seiner Muttersprache.
„Aber“, wollte Katie widersprechen, doch der Blick aus seinen dunklen Augen brachte sie zum Schweigen und sie tat wie geheißen.
Zuerst waren die Reiter noch dunkle Punkte, doch bald erkannte Katie Silver, die schimmernde Stute ihrer Freundin Sina. Sie wollte hinter Sakima hervorkommen, doch mit einer geschickten Drehung seines Körpers hielt er sie zurück.
Die Reiter zügelten ihre Pferde. Sina führte Harlekin an den Zügeln mit sich. Auch die Apachen hatten ihre Waffen gezogen
„Nimm deine dreckigen Finger von ihr“, schrie Sina dem Lakota entgegen. Sie ließ Harlekins Zügel los und packte mit beiden Händen ihr Gewehr, das sie in einer einzigen, fließenden Bewegung entsicherte. Der Lauf zeigte genau auf den Lakota. Sinas grimmige Miene sagte auch ohne Worte, dass sie nicht scherzte.
Blitzschnell packte Sakima die hinter ihm stehende Katie und riss ihr Messer aus dem Gürtel. Die Klinge drückte er dem Mädchen an die Kehle.
„Bleibt stehen, oder sie stirbt?“ Sein warmer Atem streifte ihren Hals und Katie konnte sich des Kribbelns nicht erwehren, das ihren Rücken hinab kroch.
„Lass sie sofort los!“, schrie Sina ihm entgegen und wagte sich noch einige Schritte auf Sakima zu. Er packte seine Gefangene fester. Katie spürte die Wärme seines Körpers und schloss für den Bruchteil einer Sekunde die Augen.
Sina zügelte ihre Stute und warf einen hilflosen Blick über die Schulter zu Yuma. Der Apache lenkte sein Pferd neben das von Sina. Sofort legte Silver die Ohren an.
„Sie hat nichts getan“, begann der Apache.
„Sie gehört zu den Apachen und hat auf dem Land der Lakota gejagt“, antwortete Sakima zornig. Katie runzelte verwundert die Stirn. Vor einigen Minuten hatte sich das noch ganz anders angehört.
„Wenn du ihr die Kehle durchschneidest, stirbst auch du“, drohte Yuma.
„Nein“, schrie Sina auf. „Lass Katie los. Bitte. Wir gehen auch.“
Katie spürte das Lächeln des Lakota an ihrer Schläfe.
„Werft die Waffen auf den Boden“, befahl er.
Als die Apachen zögerten, drehte Sina sich wütend im Sattel um. „Habt ihr taube Ohren?“, blaffte sie.
Die Gewehre der Apachen fielen ins Gras, Sina warf ihre eigene Waffe daneben.
„Du, auf dem silbernen Pferd“, wandte Sakima sich an sie. „Steig ab und lege die Gewehre unter den Busch.“
Mit einem hasserfüllten Blick kam sie dem Wunsch nach. „Sollten wir uns einmal wieder sehen, bist du tot“, raunte sie Sakima im Vorbeigehen zu. Der Lakota war für einen Moment perplex, dann hatte er sich wieder unter Kontrolle.
„Die Krieger mögen sich zwanzig Schritte entfernen.“
Flehend schaute Sina zu den drei Apachen, die dem Befehl nur ungern nachkamen. „Reitet zurück in euer Dorf und bleibt dem Land der Lakota fern.“
Er wartete noch einen Augenblick, dann gab er Katie einen Stoß, dass sie genau in die Arme der Freundin stürzte und eilte zu seinem Pferd zurück. Er schwang sich auf den Rücken des Rappen und verschwand in einer Wolke aus Staub. Katie sah ihm nach, bis er nur noch ein dunkler Punkt am Horizont war.
Ihr Messer hatte er behalten.
Sina legte den Arm um ihre Schultern. „Kannst du reiten? Wir haben noch einen langen Weg vor uns.“
Mit einem letzten Blick nach Sakima wandte Katie sich zum Gehen. Sie nickte nur und ignorierte tapfer den Schmerz. Indianerherz kennt keinen Schmerz, wie es so schön hieß.
Harlekin begrüßte sie mit einem freundlichen Brummeln. Er schien vom schlechten Gewissen geplagt.
Sina beobachtete die Freundin scharf. „Weißt du, was verdammt auffällig war?“
Katie schüttelte nur fragend den Kopf, doch sie ahnte bereits, was da kommen sollte.
„Wenn die Klinge nicht an deinem Hals gelegen hätte, würde ich schwören, dieser Kerl, dieser Sakima, hätte dich umarmt.“
Verlegen schlug Katie die Augen nieder. Ihre Wangen fingen Feuer.
„Du hattest auch kein bisschen Angst vor ihm“, konstatierte Sina nüchtern. Katie blieb die Antwort schuldig.
 

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Könige der Prärie - 9. Teil - von Persephone - 02-05-2017, 16:05
RE: Könige der Prärie - 9. Teil - von coco - 02-05-2017, 20:30

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