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Es ist: 04-07-2020, 04:11
Es ist: 04-07-2020, 04:11 Hallo, Gast! (Registrieren)


Human - Wir sind alle Monster - 2
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Human - Wir sind alle Monster - 2
Der 43. Tag bricht an, ich bin wohl gestern auf meinem Schreibtisch eingeschlafen.
Naja, macht eigentlich gar keinen Unterschied, das harte Bett ist ja schließlich auch nicht besser.
Hier im Labor gibt es eine feste Zeit um aufzustehen, um 7:00 sollten schon alle im großen Saal versammelt sein.
Der große Saal ist der Ort an dem wir essen können. Wir alle essen hier unseren Täglichen Reis, sie alle sehen aus wie normale Menschen,
ich frage mich immernoch, wie ich wohl von anderen gesehen werde, wirklich nicht wie ein normaler Mensch?
Ich bin wie jeden Tag eine Stunde vorher Wach, das heißt also, ich habe genug Zeit um wach zu werden.
Diesmal habe ich meine Zeit genutzt um über alles nochmal Nachzudenken, aber um ehrlich zu sein kam ich auf keine Antwort.
Meine Gedanken schweiften in alle Richtungen ab, so als wenn ich garnicht darüber nachdenken wollen würde.

Nun war es endlich 7:00, alle saßen schon im Saal, jeder sah emotionslos aus, wie immer.
Zum ersten mal aber, hatte ich ein unwohles Gefühl als ich den Saal betreten habe.
Ich konnte nicht aufhören darüber nachzudenken wie sie mich wohl sehen.
Es hat aber sowieso niemand in meine Richtung geschaut, jeder starrte nur mit einem leeren Blick,
auf einen leeren weißen Tisch, der in ungefähr 40 Sekunden eine einzige Schale Reis drauf haben wird.
Das Essen hängt mir langsam zum Hals raus, ich kann Reis nicht mehr sehen.
Aber nungut, ich brauche es nunmal um durch den Tag zu kommen also habe ich keine Wahl.
Nach dem Essen bekomme ich nun also die 4 Spritzen, jetz nurnoch 2 Stunden bis ich wieder im weißen Raum aufwache.

"Jeder Mensch hat ein Monster in sich, und du verrätst mir nun, ob du sehen willst wie dein Monster... aussieht."
Mit diesen Worten wurde ich dann endlich geweckt, ich schaute hoch und sah eine Frau.
Ungefähr 10 Jahre älter als ich, ich schätze sie auf 25. Sie hat Haare bis zum Kinn und eine Brille, die passt ziemlich gut zu ihrem Gesicht.
Ich antworte mit einer Stimme die immernoch leicht müde klingt: "Klar will ich das wissen, bitte wenn es geht Sofort!"
Sie fängt an zu lachen und schüttelt den Kopf: "Das habe ich mir schon gedacht, doch vorher möchte ich, das du mir sagst was du siehst wenn du in den Spiegel schaust."
Sie hält einen runden kleinen Spiegel hoch und ich fange an, mich selbst zu beschreiben: "Lange schwarze Haare, Augenfarbe dunkelbraun und relativ rote Lippen."
Wieder fängt sie an zu lachen, im selben moment wird sie aber ernst: "Achja... dann gehen wir mal etwas tiefer, was für einen Menschen siehst du,
wenn du tief in dein Innerstes gehst? Welche Emotionen sind deine vertrautesten? Was hast du bisher erlebt? Wie hast du dich dein gesamtes Leben über gefühlt?"
Ich war sehr verwirrt von all diesen Fragen, sowas wurde ich noch nie gefragt... über sowas, habe ich noch nie nachgedacht.
Ich fing also an zu reden: "Meine vertrautesten Emotionen? Diese bestehen wohl aus... Trauer, Einsamkeit und Wut. Was ich bisher erlebt habe?
Nichts! Absoulut nichts was auch nur im ansatz erwähnenswert wäre. Wie ich mich mein Leben lang gefühlt habe?
Beschissen! Ist es das was du hören wolltest? Mir ging es schon seitdem ich denken kann beschissen.
Ich hatte nie Freunde die mit mir spielten oder eine Familie die sich um mich sorgen machte.
Im Gegenteil, ich war ständig alleine und niemand mochte mich, nichtmal mein Vater!"
Mit Tränen in den Augen beendete ich meinen letzten Satz.
Es laut auszusprechen, tat sogar noch mehr weh als es nur in Gedanken zu behalten.
"Du bist nun also endlich soweit." Sagte sie während sie ihren Arm um mich legte.
"Wir beide, sind uns garnicht so verschieden. Wir beide wurden in unserem Leben ausgeschlossen.
standwir beide hatten ungefähr die selbe schwere Vergangenheit und das wichtigste ist,
wir haben die selben Emotionen, wir haben das selbe Leid, wir haben die selbe Wut und wir haben 
die selbe Trauer. Vor allem haben wir aber den selben Hass, den selben Hass gegen diesen.. Menschen."
Nachdem sie das gesagt hatte, fühlte ich mich irgendwie viel besser. 
Ich fühlte mich zum ersten mal verstanden und akzeptiert. 
Wir redeten eine gute halbe Stunde weiter über unsere Vergangenheiten und unseren Gefühlen,
sie verriet mir ihren Namen, Amanda hieß sie also, es war ein schöner Name.
"Werde ich nun die möglichkeit haben, zu sehen, wie ich gesehen werde?" fragte ich ganz sanft.
"Klar!" Antwortete Amanda schnell und stand auf, sie lief in Richtung eines Eimers, den Inhalt konnte ich noch nicht erkennen.
Dann stand Amanda vor mir und hielt wieder ihren Spiegel hoch.
Sie hatte einen dicken Pinsel in der Hand und der Eimer war links neben ihr, es war wohl rote Farbe im Eimer.
Sie fing wieder an zu reden: "Das hier, ist keine rote Farbe oder so, das hier meine süße.... ist Blut, frisches Blut von Menschen." 
Amanda fing an den Spiegel nun mit dem Blut zu beschmieren. Dannach hielt sie den Spiegel in meine Richtung.


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Human - Wir sind alle Monster - 2 - von DieRhababersäfte - 28-05-2018, 18:30

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