Es ist: 08-03-2021, 04:30
Es ist: 08-03-2021, 04:30 Hallo, Gast! (Registrieren)


Schmetterlinge
Beitrag #1 |

Schmetterlinge
Schmetterlinge

Sind zart
Sind frei

Sie senden und warten
Fliegen hoch und weit.

Wird er finden den Garten
Solange noch Zeit?

Sind verletzbar,
verbrennen,
erkennen,
dass es vorbei.

Erkennen wollen
ist der erste Schritt des Verstehens.
Zunächst im Selbstversuch!

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Beitrag #2 |

RE: Schmetterlinge
Hi Helga,

zu diesem Geidcht hab ich ein paar Fragen für mein besseres Verständnis.

1. Steht der Schmetterling für einen Schmetterling oder kann man in ihm was anderes sehen?

2.
Zitat:Wird er finden den Garten
Solange noch Zeit?
Hier kommt mir das Bild von einem Mensche in den Kopf, der auf der Suche nach einem Ziel ist, bevor sein Leben endet? Kann man es so umsetzen? Ist das gewollt?

3.
Zitat:Sie senden und warten
Das versteh ich nicht.Bekomme dazu auch kein Bild hin.

gruß Amber


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Beitrag #3 |

RE: Schmetterlinge
Hallo Amber,

natürlich steht der Schmetterling in dem Gedicht für einen Menschen, für einen Menschen der sehr sensibel ist, aber allein, sich dennoch Zweisamkeit wünscht.
Wer viele Erfahrungen, schlimme Erfahrungen sammeln musste, Ansprüche an sich und seinen etwaigen Partner stellt, hoch hinaus fliegt, muss warten können. Das kostet Zeit, kostbare Lebenszeit. Du hast das schon ganz richtig verstanden.
Aber mit dem Warten alleine ist es nicht getan, es müssen auch Aktivitäten her, um Kontakte zu bekommen, es muss halt auch gesendet werden. Schmetterlinge können dies tatsächlich über größere Entfernungen (die richtigen Männchen nehmen es war und finden den Weg).
Das ganze Gedicht ist ein Versuch, die Suche eines verletzlichen, einsamen Menschen nach einem passenden Partner darzustellen, der sich in den anvisierten Weiten und Höhen natürlich auch verlieren kann, sein Risiko kann auch dazu führen, dass alles vorbei ist, ehe es begann. Das Leben ist kurz und wird scheinbar immer kürzer, wenn man mehr als die Hälfte bereits hinter sich hat.

Danke, dass Du nachfragst, das finde ich sehr nettIcon_smile und ich hoffe, Dir eine verständliche Erläuterung gegeben zu haben.

Grüße von Helga

Erkennen wollen
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Beitrag #4 |

RE: Schmetterlinge
Hallo Helga,

ein hauchdünnes und zartes Gewebe, Dein Gedicht. Im Verbrennen erkennen sie, "dass es vorbei" ist. Das ist ein schönes Bild.

Eine Stelle klingt für mich noch etwas hart:

Zitat:Wird er finden den Garten

Natürlich ist die Frage nötig als Ausdruck der Ungewissheit. Aber die Ausklammerung des Objekts "Garten" wirkt etwas gewollt. Wenn man eine andere Wendung finden würde, vielleicht:

"sucht verzweifelt den Garten"

aber ich weiß wohl, das ist ein anderer Sinn. Man müsste noch ein anderes Wort finden für "suchen" oder "verzweifelt". Nur, die Satzstellung wär melodischer.

Insgesamt gefällt mir das Gedicht sehr.

Herzliche Grüße

Hans Werner


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