Es ist: 22-11-2019, 13:12
Es ist: 22-11-2019, 13:12 Hallo, Gast! (Registrieren)


Manege frei für Mr. Roqué
Beitrag #1 |

Manege frei für Mr. Roqué
Die Geschichte gehört eigentlich auf die Spielwiese zum Thema Überall Blut. Da sie aber etwas länger geworden ist, ist sie jetzt hier gelandet, obwohl ich mir mit der Rubrik ziemlich unsicher bin.
Sowohl das Bild, als auch die Lösung stammen aus dem Spiel "Black Stories".

Manege frei für Mr. Roqué

Christiane und Alexandra saßen zusammen in einem Café. Die beiden Freundinnen waren sich zufällig beim Einkaufsbummel begegnet. Nun hatten sie die Stühle neben sich mit vollen Tüten belegt und zwei große Kaffeetassen zwischen sich stehen. Stolz zeigte Christiane ihrer Freundin die Schuhe, die sie in einem kleinen Geschäft erstanden hatte. Sie waren mit dunkelblauem Samt überzogen und hatten hohe Absätze, so wie sie Christiane gerne trug.
„Sie sind mindestens zwei Zentimeter höher als meine Alten.“
„Musst du heute noch arbeiten?“
„Ja. Wir geben heute unsere letzte Vorstellung hier.“ Christiane blickte auf die Uhr.
„Ich habe noch ein paar Freikarten übrig. Wenn du möchtest, kannst du sie gerne haben.“
Sie zerrte ein paar zerknitterte, bunt bedruckte Papierstücke aus ihrer Handtasche. Alexandra nahm sie entgegen und starrte den Clown an, der ihr aus leblosen Augen entgegenblickte. Christiane sah wieder auf die Uhr.
„Was? So spät schon? Tut mir leid, Alex. Ich muss gehen“, sagte sie hastig, warf ein paar Münzen auf den Tisch und war dann auch schon aus dem Café verschwunden.

Alexandra betrat das Zelt. Es duftete nach Heu, Zuckerwatte und Tieren. Sie liebte den Zirkus und freute sich deshalb umso mehr, dass sie von Christiane die Freikarten erhalten hatte. Im letzten Jahr waren darauf noch ein Paar weißer Pferde abgebildet gewesen. Nun ein Clown.
Alexandra fand diese Artisten schon immer unheimlich. Als kleines Kind hatte sie sich so sehr vor ihnen geängstigt, dass ihre Eltern gleich nach Beginn der Vorstellung das Zelt wieder mit ihr verlassen mussten.
Deshalb fiel ihr sofort der Mann im bunten Kostüm auf. Sein Gesicht war weiß geschminkt. Die roten Haare standen ihm wild vom Kopf ab und erschienen besonders grell in dem wenig beleuchteten Zuschauerraum. Er trug einen Bauchladen voller Popcorntüten vor sich her. Alexandra versuchte das Gefühl, welches ganz langsam in der Nähe ihres Magens aufstieg, zu ignorieren. Anstatt näher darüber nachzudenken, fragte sie einen Mann in hellblauer Uniform nach ihrem Platz und wurde von ihm zu einer der vorderen Reihen geführt. Sie setzte sich auf den ihr angebotenen Stuhl und wartete auf den Beginn der Vorstellung, welche sie so oft gesehen hatte.

Christiane und Alexandra waren schon lange befreundet und hatten den Schulabschluss gemeinsam geschafft. Doch dann hielt das Leben für sie getrennte Wege bereit. Während die eine Journalismus studierte und Kurse für kreatives Schreiben besuchte, meldete sich die andere an einer Schule für Artistik an. Erst Jahre später trafen sie sich wieder, als Alexandra eine Zeitungskritik über eine Varieteevorstellung verfassen sollte und Christiane zufällig als Interviewpartnerin bekam.
Bei dieser Begegnung hatten sie beschlossen, die alte Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Regelmäßig trafen sie sich. Doch dann hatte sich Christiane in ein Mitglied des Zirkus verliebt und war ihm bereitwillig gefolgt. Alexandra hatte Postkarten von fast allen Kontinenten erhalten. Aber immer wieder kehrte der Zirkus in seine Heimatstadt zurück und gab den Freundinnen die Gelegenheit, sich zu sehen.

Der letzte dressierte Dackel verließ die Manege. Dann wurde das Rund abgedunkelt. Alexandra, welche die Vorstellung nur halbherzig verfolgt hatte, richtete sich in ihrem Stuhl auf.
Der Vorhang wurde durch unsichtbare Mechanismen aufgezogen und ein fülliger Mann in roter Uniform stolzierte auf den Sägemehlplatz. Sein riesiger, schwarzer Schnauzbart begann zu zittern, kurz bevor er sprach. Durch ein silberglänzendes Mikrofon wurde seine tiefe Stimme verstärkt, sodass sie bis nach oben in die Zeltkuppel zu hören war: „Meine Damen und Herren, Mädchen und Jungen. Dies ist unser letzter Abend in dieser Stadt, doch wir versprechen Ihnen, dass wir bald wiederkommen.“ Zufrieden lächelnd nahm er den verhaltenen Applaus des Publikums entgegen.
„Es ist mir eine große Freude, Ihnen den letzten Punkt unseres Programms präsentieren zu dürfen. Manege frei für Mr. Roqué!“
Erwartungsvoller Applaus empfing den Mann im schwarzen Anzug, der hinter dem Vorhang erschien. Der Zirkusdirektor gab ihm das Mikrofon.
„Guten Abend, meine Damen “, Mr. Roqué warf ein strahlendes Lächeln in die Zuschauerreihen, seine Zähne wirkten dabei in dem braungebrannten Gesicht umso heller, „und auch meine Herren. Ich bin Mr. Roqué. Bitte begrüßen Sie mit mir meine charmante Assistentin Chrissi!“ Noch einmal klatschte das Publikum erwartungsvoll, während Christiane hinter dem Stoff hervor kam, der den Bereich hinter der Manege verbarg. Sie trug ein dunkles ärmelloses Kleid, dessen Saum ihr bis unter die Knie reichte. Die Schuhe, die sie am Nachmittag gekauft hatte, passten perfekt dazu.
Alexandra fand, dass ihre Freundin bezaubernd aussah. Nur der Mann an ihrer Seite behagte ihr nicht. Sie empfand sein Lächeln als zu aufgesetzt.
Christiane verschwand wieder hinter dem Vorhang, um die Requisiten zu holen.
„Möchte die Dame eine Tüte Popcorn?“, flüsterte eine Stimme in Alexandras Ohr. Sie zuckte zusammen. Der Verkäufer mit den typischen, übergroßen Schuhen und der roten Nase war wie aus dem Nichts neben ihr aufgetaucht und blickte sie ernst an. Die junge Frau erschrak. „Nein danke“, sagte sie etwas atemlos. Der Clown verzog keine Miene und setzte seinen Rundgang durch die Stuhlreihen fort.

Christiane brachte Mr. Roqué ein Holzscheit und ein Tablett, welches mit einem Tuch bedeckt war. Dann holte er einen Gegenstand darunter hervor.
„Das sind die schärfsten Klingen der Welt!“, verkündete er stolz und drehte sich mit dem Messer in der Hand einmal um sich selbst, damit es auch jeder sehen konnte. Ein Trommelwirbel erklang. Er fasste das Messer an der Klingenspitze und warf es auf das Holzscheit, welches Christiane inzwischen positioniert hatte.
Das Schneidwerkzeug schien wie ein Papierflieger durch die Luft zu gleiten und traf sein Ziel genau in der Mitte.
Dann stellten zwei Helfer eine riesige Zielscheibe in der Manege auf. Die Zuschauer belohnten sie mit leisem Applaus. Mr. Roqué machte sich bereit, indem er den Damen im Publikum noch einmal zulächelte, seine Schultern kreisen ließ und ein paar Messer in die Hand nahm. Wieder erklang der Trommelwirbel. Dann wurden die unterschiedlichen Messer in Richtung des Brettes geworfen. Allesamt trafen ihren vorherbestimmten Punkt und die Zuschauer klatschten begeistert.
Der Messerwerfer gab seiner Assistentin ein Zeichen. Diese entfernte die Klingen aus dem Holz und brachte sie ihrem Partner. „Nun nimm bitte deine Position ein“, er lächelte ihr zu, wurde dann aber ernst, „Meine Damen und Herren, ich muss um absolute Ruhe bitten.“ Die Geräusche im Zelt verstummten augenblicklich, nur ein asthmatisches Husten unterbrach die Stille.
Christiane ging langsam auf die Zielscheibe zu, sodass die Zuschauer genügend Zeit hatten um sich überlegen, was wohl passieren würde. Lautes Tütenknistern war zu hören.
Alexandra wusste, was sie nun sehen würde und ein eisiger Schauer lief ihr den Rücken hinab. Der Trommelwirbel dröhnte jetzt in ihren Ohren.
Der Messerwerfer schickte sein strahlendes Lächeln ins Publikum und griff zu einem besonders großen Messer. Alexandra hielt den Atem an. Die Klinge flog durch die Luft, verfehlte Christianes rechtes Ohr nur knapp und blieb im Holz stecken.
Alexandra atmete wieder aus, während das Publikum die Bitte um Ruhe vergaß und begeistert applaudierte. Dreimal ertönte der Trommelwirbel noch, drei Messer verfehlten Christiane um Haaresbreite und dreimal musste Alexandra tief Luft holen, dann endlich verließ das lebendige Ziel seine Position.
Mr. Roqué lächelte wieder, aber ein paar Schweißtropfen hatten sich auf seiner Stirn gebildet. Er wischte sie mit einem weißem Tuch ab, während er wieder zum Mikrofon griff: „Ich bitte um einen donnernden Applaus für meine mutige Assistentin“, er schaute sie bewundernd an, während das Publikum der Bitte nachkam. „Jetzt muss ich aber wirklich um absolute Ruhe bitten, den nun folgt der gefährlichste Part unseres Programms.“
Alexandra musste sich plötzlich ihre schweißnassen Hände an der Hose abwischen. Sie hatte gehofft, dass dieser Teil aus dem Programm genommen worden war. Schon oft hatte sie Christiane darum gebeten, ihren Partner davon zu überzeugen, dass es zu gefährlich war. Aber offensichtlich hatte sie sich noch nicht durchsetzen können. Oder sie wollte es nicht. Wenn es um Mr. Roqué ging, waren sich die beiden Freundinnen nicht einig. Christiane hatte sich bei einem Seminar in ihn verliebt und er war auch der Grund gewesen, weshalb sie sich entschlossen hatte, sich dem Zirkus anzuschließen.

Während es in der Manege immer dunkler wurde, verband Christiane ihrem Partner die Augen.
Alexandra konnte nicht länger hinsehen. Sie wandte den Blick ab und sah den Clown mit seinem Bauchladen nur wenige Stühle neben sich sitzen. Er schien gebannt die Vorstellung zu verfolgen. Kalter Angstschweiß stand ihr auf der Stirn.
Christiane schritt durch das Sägemehl auf die Zielscheibe zu. Nur sie und der Messerartist wurden durch einen Scheinwerfer erhellt.
Der Klang des Trommelwirbels drang kaum zu Alexandra durch, so sehr pochte das Blut in ihren Schläfen. Diesmal konnte sie den Atem nicht anhalten, so sehr hatte die Angst von ihr Besitz ergriffen. Sie wollte sich wieder abwenden, aber dazu fehlte ihr die Kraft.
Mr. Roqué hob die Hand mit dem Messer. Blitzend flog es durch die Manege. Es traf Christiane in die Stirn. Blut floss zwischen ihren erstarrten Augen hinab, an ihrem lautlos geöffneten Mund vorbei und tropfte auf die neuen Schuhe, deren Absätze sie so wundervoll hoch gefunden hatte.

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #2 |

RE: Manege frei für Mr. Roqué
Hallo Lady,


ich Intelligenzbolzen hab das falsche Fenster weggeklickt, als mein Kommi für dich fast fertig war - Ergebnis: alles futsch. Also noch einmal Icon_wink
Gleich vorweg: Ich kenne das Spiel, das dich zu "Überall Blut" inspiriert hat (es waren die Black Stories, nicht wahr?) und daher auch das Bild der Frau, die wegen ihrer Schuhe stirbt ... *grins* Muss ich mehr sagen? Mrgreen
Aber erst einmal widme ich mich (wieder) deiner Geschichte:

=> die Schuhe, die sie in einem kleinen Geschäft, zu einem günstigen Preis erstanden hatte
Zu viel information für meinen Geschmack - "... die sie günstig erstanden hatte" würde auch reichen. Falls du den Satz so beibehalten willst, muss jedenfalls das zweite Komma weg.

=> Wenn du möchtest kannst du sie gerne haben.
Komma nach "möchtest"

=> Christiane blickte auf die Uhr. [...] der ihr aus leblosen Augen entgegenblickte. Christiane blickte wieder auf die Uhr.
Wortwiederholung
(Warum bemerkt sie erst beim zweiten Blick auf die Uhr, dass es schon so spät ist?)

=> Im letzten Jahr waren darauf noch ein paar weißer Pferde abgebildet.
"weiße" ohne r (es sei denn du meinst zwei Pferde, dann "Paar" groß schreiben)

=> Alexandra fand diese Artisten schon immer unheimlich.
*grins* War es King, der begonnen hat, die Clowns zu verunheimlichen? Scheint jedenfalls ein Erfolg gewesen zu sein Mrgreen

=> Als kleines Kind hatte sie sich so sehr vor ihnen geängstig, dass ihre Eltern, gleich nach Beginn der Vorstellung, das Zelt wieder mit ihr verlassen mussten.
geängstigt - und die letzten beiden Kommas weg

=> fragte sie einen Mann, in hellblauer Uniform, nach ihrem Platz
Kommas weg

=> welche sie schon so oft gesehen hatte. / Christiane und Alexandra waren schon lange befreundet
Wortwiederholung

=> und Kurse für kreatives Schreiben besuchte, schrieb die andere sich an einer Schule für Artistik ein
Wortwiederholung - und: "... schrieb sich die andere ..."

=> Bei dieser Begegnung hatten sie beschlossen die alte Freundschaft wieder aufleben zu lassen.
Komma nach "beschlossen"

=> und gab den Freundinnen die Gelegenheit sich zu sehen
Komma nach "Gelegenheit"

=> Durch ein silbernglänzendes Mikrofon wurde seine tiefe Stimme verstärkt
"silberglänzend" ohne n in der Mitte

=> doch wir versprechen euch, dass wir bald wiederkommen [...] ihnen den letzten Punkt unseres Programms präsentieren zu dürfen.
Was jetzt, duzt oder siezt er das Publikum? Bei zweiterem muss "Sie", "Ihre" etc. als höfliche Anrede jedenfalls immer groß geschrieben werden.

=> Mr. Roqué warf ein strahlendes Lächeln in die Zuschauerreihen, seine Zähne wirkten dabei, in dem braungebrannten Gesicht, umso heller
Wieder zuviel Information - das strahlende Lächeln würde mir vollkommen reichen. Wenn du mehr willst, dann umformulieren: "..., seine Zähne ein scharfer Kontrast zur gebräunten Haut" oder etwas in der Art.

=> Bitte begrüßen sie mit mir meine charmante Assistentin Chrissi!
"Sie" als höfliche Anrede groß (und mich wundert, dass sie keinen exotischeren Künstlernamen verpasst bekommen hat Icon_wink)

=> Sie trug ein dunkles armloses Kleid
Kleider haben keine Arme, nur Ärmel oder Träger - also "ärmellos" oder "trägerlos"

=> Sie empfand sein strahlendes Lächeln als zu aufgesetzt.
Wiederholung, von seinem Lächeln hast du schon vorher geschrieben.

=> „Möchte die Dame eine Tüte Popcorn?“ flüsterte eine Stimme in Alexandras Ohr.
Komma nach der direkten Rede

=> war, wie aus dem Nichts, neben ihr aufgetaucht
Die beiden Kommas könntest du auch weglassen

=> Der Clown verzog keine Mine
*grins* Hat er einen Stift dabei? Icon_wink Die menschliche Mimik schreibt sich mit langem ie: "Miene"

=> Christiane brachte Mr. Roqué einen Holzscheit [...] warf es auf den Holzscheit den Christiane inzwischen positioniert hatte.
Das Holzscheit ist neutral - also "ein", "das" und "das" (und Komma nach dem zweiten "Holzscheit")

=> ein Tablett, welches mit einem Tuch bedeckt war und er holte die Gegenstände darunter hervor.
Den Satz würde ich trennen: "... bedeckt war. Er holte ..."
(Holt er alle Messer darunter hervor oder nur eins? "Die Gegenstände" impliziert mehrere, er hält dann aber nur eins in der Hand.)

=> Dann stellten zwei Helfer eine riesige Zielscheibe in der Manege auf.
Kein Holzscheit-Applaus?

=> „Meine Damen und Herren ich muss um absolute Ruhe bitten.“
Komma nach "Herren"

=> Die Geräusche im Zelt verstummten augenblicklich, nur ein asthmatisches Husten war noch zu hören.
*lach* Ist mir auch schon aufgefallen - dieses Husten scheint fast ein Reflex zu sein, der von Stille ausgelöst wird Mrgreen

=> nur ein asthmatisches Husten war noch zu hören. [...] Lautes Tütenknistern war zu hören.

Wiederholung

=> Der Messerwerfer schickte sein strahlendes Lächeln ins Publikum
Schon wieder! Der Kerl ist ja geradezu radioaktiv, wie er da herumstrahlt.

=> Die Klinge flog durch die Luft verfehlte Christianes rechtes Ohr nur knapp
Komma nach "Luft"

=> Er wischte sie, mit einem weißem Tuch ab
Komma weg

=> „Ich bitte um einen donnernden Applaus für meine mutige Assistentin“, er schaute sie bewundernd an
Wieder würde ich die Sätze trennen.

=> und er war auch der Grund
der Grund gewesen

=> Christiane schritt, durch das Sägemehl, auf die Zielscheibe zu.
Kommas weg

=> Nur sie und der Messerartist wurden duch einen Scheinwerfer erhellt.
durch

=> so sehr pochte dass Blut in ihren Schläfen
"das" hier mit nur einem s

=> Sie wollte sich wieder abwendten
"abwenden" ohne t

Also, also. *lach* Die Idee war nicht deine, die Auflösung des Bildes stammt ja auch aus dem Spiel Icon_wink ... Aber ich muss sagen, dass du sie toll umgesetzt hast. Trotz einiger Klischeeanwandlungen (vom unheimlichen Clown über den schnauzbärtigen Direktor bis hin zum strahlend aalglatten Messerwerfer) und kleinen Längen bei der Messerwerferei sehr atmosphärisch und stimmungsvoll umgesetzt und vor allem der letzte Satz ist einfach gelungen.
Sogar obwohl ich die Auflösung kannte, kam bei mir Stimmung auf.
Schön, wie du zum Beispiel die Spannung steigerst, indem sie sich schon beim Clown unwohl fühlt etc. ...

Insofern: Trotz fremder Idee eine tolle Geschichte; gern gelesen Mrgreen


Mira


P.S.: Hm, die Rubrik finde ich auch nicht wirklich passend. Einen guten Vorschlag habe ich allerdings leider ebenfalls nicht ...

Ich bin ein Fragezeichen
kein Punkt
- Rose Ausländer -

Avatar von Zwielichtstochter

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #3 |

RE: Manege frei für Mr. Roqué
hallo mira,

*freu* so schnell ein kommentar! Icon_jump

Zitat:*grins* War es King, der begonnen hat, die Clowns zu verunheimlichen? Scheint jedenfalls ein Erfolg gewesen zu sein

ja, ich glaub es war king. aber ist schon ewig lang her, dass ich den film gesehen hab. beim thema zirkus musste es einfach ein clown sein.

Zitat:"Sie" als höfliche Anrede groß (und mich wundert, dass sie keinen exotischeren Künstlernamen verpasst bekommen hat Wink)

ich dachte, dass mit der großgeschriebenen anrede wird heute nur in der bürokratie so gemacht. ich glaub ich muss das mal nachschlagen. mich wunderts auch, dass sie keinen exotischeren künstlernamen hat, aber mir ist echt nix gescheiteres eingefallen, was wenigstens ein bisschen mit ihrem echten namen zu tun hat.

Zitat:Dann stellten zwei Helfer eine riesige Zielscheibe in der Manege auf.
Kein Holzscheit-Applaus?

Icon_lachtot

Zitat:
=> Der Messerwerfer schickte sein strahlendes Lächeln ins Publikum

Schon wieder! Der Kerl ist ja geradezu radioaktiv, wie er da herumstrahlt.

ich hab mich ein bisschen von diesen schnulzensängern inspirieren lassen, diese "grinsebacken" die auch ständig rumgrinsen und ich ganz furchtbar finde.

Zitat:Also, also. *lach* Die Idee war nicht deine, die Auflösung des Bildes stammt ja auch aus dem Spiel Wink ... Aber ich muss sagen, dass du sie toll umgesetzt hast.

so ist es. ich glaub ich sollte das auch nochmal deutlich drüber schreiben. aber ich finds gut, dass du die umsetzung toll findest. Icon_smile

vielen dank für das lob. das freut mich besonders, dass ich die stimmung aufbauen konnte. irgendwie musste ich ja spannung erzeugen und deshalb ist mir der clown reingerutscht. finde ich interessant das du die längen bei der messerwerferei gesehen hast, ich dachte eher die würden bei den lebensläufen der beiden damen auftauchen. aber umso besser.

also vielen dank für deine schnellen, tollen kommentar und das raussuchen der ganzen fehler, die ich natürlich sofort verbessern werde.

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #4 |

RE: Manege frei für Mr. Roqué
Hi Lady,
hab gerade diese Geschichte gefunden und gelesen. Ich fang gleich an, okay?
Ich würde mit diesem Satz anfangen und den Rest davor streichen.
Zitat:„Musst du heute noch arbeiten?“
Was interessieren mich irgendwelche Schuhe? Und du gebrauchst sie später auch nur noch als Staffage. Wobei ich im Moment nicht weiß und auch nicht nachsehen kann, ob die Schuhe Teil der Aufgabe waren. Wenn ja, müssen sie natürlich drin bleiben.

Zitat:Alexandra fand diese Artisten schon immer unheimlich. Als kleines Kind hatte sie sich so sehr vor ihnen geängstigt, dass ihre Eltern gleich nach Beginn der Vorstellung das Zelt wieder mit ihr verlassen mussten.
Sie liebte also den Zirkus und hatte soviel Angst vor Clowns, dass sie gleich nach Beginn der Vorstellung wieder raus musste? Find ich jetzt ein bisschen … ungewöhnlich.


Zitat:Alexandra versuchte das Gefühl, welches ganz langsam in der Nähe ihres Magens aufstieg, zu ignorieren.

Hm … ich würde versuchen, „welches“ so wie du es hier gebrauchst, immer zu vermeiden. Das hört sich so unbestimmt und unsicher an. Und du bist dir sicher, was du sagen willst, oder nicht?
Wie wär’s mit „Alexandra versuchte das Gefühl, das sich ganz langsam …“

So, an sich nicht schlecht, wobei mir eine Überraschung am Ende schon ein bisschen gefehlt hat. Aber es war leichte Unterhaltung, gut zu lesen. Vielleicht machst du Alexandra noch ein bisschen sympathischer und den Mr. Roqué unsympathischer.

Gern gelesen.

CU,

Teja


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #5 |

RE: Manege frei für Mr. Roqué
hi teja,

Zitat:hab gerade diese Geschichte gefunden und gelesen. Ich fang gleich an, okay?

na schau mal an, was der teja so alles findet. Icon_smile na klar, fang gleich an, lass dich von mir nicht aufhalten. Icon_smile

Zitat:Was interessieren mich irgendwelche Schuhe? Und du gebrauchst sie später auch nur noch als Staffage. Wobei ich im Moment nicht weiß und auch nicht nachsehen kann, ob die Schuhe Teil der Aufgabe waren. Wenn ja, müssen sie natürlich drin bleiben.

ja, dich interessieren die schuhe natürlich nicht. aber frag mal die frauen. Icon_wink die schuhe waren wichtig für die aufgabe.

Zitat:Sie liebte also den Zirkus und hatte soviel Angst vor Clowns, dass sie gleich nach Beginn der Vorstellung wieder raus musste? Find ich jetzt ein bisschen … ungewöhnlich.

ungewöhnlich ... ist zumindest mal kein schlechter eindruck. Mrgreen

Zitat:So, an sich nicht schlecht, wobei mir eine Überraschung am Ende schon ein bisschen gefehlt hat. Aber es war leichte Unterhaltung, gut zu lesen. Vielleicht machst du Alexandra noch ein bisschen sympathischer und den Mr. Roqué unsympathischer.

"nicht schlecht" ist doch als eindruck schonmal gut. *freu* ja, in überraschenden enden, bin ich noch nicht so geübt. das ist immer schwierig, weil ich das ende ja kenne aber der leser das nicht merken darf.
tja, aus den figuren kann man sicherlich noch mehr herausholen, mal schauen ob ich das schaffe, da muss ich mir nochmal gedanken drum machen.

vielen dank für deinen kurzen, aber netten kommentar. Icon_smile auch wenn ich dich anscheinend noch nicht restlos überzeugen konnte, freut es mich natürlich das ich dich unterhalten konnte und das du es gern gelesen hast.

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #6 |

RE: Manege frei für Mr. Roqué
Hallo Lady,

so, diese Geschichte habe ich auch schon länger in meiner Warteschleife. Heute bleibt ein wenig Zeit, um aufzuarbeiten. Bin gespannt. Vor allem freue ich mich wieder auf Krimi / Thriller.

Sie zerrte ein paar zerknitterte, bunt bedruckte Papierstücke aus ihrer Handtasche. Alexandra nahm sie entgegen und starrte den Clown an, der ihr aus leblosen Augen entgegenblickte. Christiane sah wieder auf die Uhr.
„Was? So spät schon? Tut mir leid, Alex. Ich muss gehen“, sagte sie hastig, warf ein paar Münzen auf den Tisch und war dann auch schon aus dem Café verschwunden.

=> die Einleitung mit den Christiane und Alexandra finde ich beinahe zu kurz. Beide wirken auch (vielleicht eben durch die kürze) ziemlich kühl. Christiane redet von ihren Schuhen, Alexandra von der Arbeit und im nächsten Moment, ist Christiane auch schon wieder verschwunden. Sie hat zwar wenig Zeit, aber als gute Freundinnen nimmt man sich selbst dann auch einen Moment, um sich ordentlich zu verabschieden.

Alexandra betrat das Zelt. Es duftete nach Heu, Zuckerwatte und Tieren.
=> Tiere duften nicht. Mrgreen Vielleicht so:
"Der Duft von Heu und Zuckerwatte dominierte (herrschte vor, übertünchte) den unangenehm herben Geruch von (der) Tiere(n)."

Sie liebte den Zirkus und freute sich deshalb umso mehr, dass sie von Christiane die Freikarten erhalten hatte.
=> eigentlich ist "die" unnötig.

Alexandra fand diese Artisten schon immer unheimlich. Als kleines Kind hatte sie sich so sehr vor ihnen geängstigt, dass ihre Eltern gleich nach Beginn der Vorstellung das Zelt wieder mit ihr verlassen mussten.
=> komisch dann aber, dass sie heute den Zirkus liebt.

Die roten Haare standen ihm wild vom Kopf ab und erschienen besonders grell in dem wenig beleuchteten Zuschauerraum.
=> könnte man eigentlich auch weglassen.

Sie setzte sich auf den ihr angebotenen Stuhl und wartete auf den Beginn der Vorstellung, welche sie so oft gesehen hatte.
=> Diese Vorstellung hatte sie schon so oft gesehen? Ich dachte eigentlich, diese Vorstellung wäre für sie neu - den Eindruck hat man bekommen, als sie den Clown auf den Karten mit den zwei weißen Pferden verglichen hatte.

Der letzte dressierte Dackel verließ die Manege. Dann wurde das Rund abgedunkelt.
=> Rund? Ist das ein bekanntes und benutztes Wort im Zirkus?

Alexandra, welche die Vorstellung nur halbherzig verfolgt hatte, richtete sich in ihrem Stuhl auf.
=> wieso nur halbherzig, ich dachte sie liebt den Zirkus?

Sein riesiger, schwarzer Schnauzbart begann zu zittern, kurz bevor er sprach.
=> sicher, dass es bevor ist. Der Bart dürfte sich eigentlich nur bewegen, wenn er spricht, oder die Nase ihm juckt. Mrgreen
"Sein riesiger, schwarzer Schnauzbart begann zu zittern, als er sprach."

Die Geräusche im Zelt verstummten augenblicklich, nur ein asthmatisches Husten unterbrach die Stille.
=> das mit dem asthmatischen Husten ist dir hier gut gelungen. Der Satz wirkt dadurch sehr authentisch.

So. Überall Blut habe ich mir immer noch nicht angesehen. Weiß also nicht, um was genau es geht. Daher bin ich auch vollkommen unvoreingenommen. Handwerklich war es gut geschrieben. Ein paar Stolpersteine, ab und an ein Wort zu viel - wenn man an "straffes - schreiben" denkt, aber nichts weltbewegendes. Flüssig zu lesen. Icon_wink
Mir persönlich hat wie Teja die Überraschung am Schluss gefehlt, vor allem aber eine intensivere Charakterisierung. Christiane hast du für meinen Geschmack viel zu wenig gezeigt. Sie ist nur anfangs da, rennt wieder weg und außer, dass sie bezaubernd aussieht und mit ihrer Liebe Mr. Roqué arbeitet, wissen wir nichts über sie, haben nicht viel von ihr mitbekommen. Ich will nicht sagen, dass mir Hintergrund fehlt, darum geht es nicht. Mir fehlt die Intensität deiner Prots. Eigenheiten, mehr Leben. So, wie es jetzt ist, ist es eine nette Erzählung, die atmosphärisch sehr sehr gut aufgebaut ist, aber genau da liegt auch der Schwachpunkt. Du hast den Zirkus und Hintergrund so gut beleuchtet, dass es umso mehr auffällt, wie schwach Christiane und Alexandra in Wahrheit an den Leser gebracht werden.
Alexandra selbst widerspricht sich auch in ihrem denken und handeln. Anfangs schreibst du sie liebt Zirkus, doch während der ganzen Geschichten merkt man davon überhaupt nichts. Im Gegenteil, sie scheint sich verdammt unwohl zu fühlen. - Auch hier, fehlt dir die Klarheit. Es ist in sich nicht 100 % stimmig. Solche Kleinigkeiten sind es, die dem ganzen ein wenig Glaubwürdigkeit und damit Spaß nehmen. Nur ein Stück. Ich klinge wohl negativer, als ich will. Mir hat die Geschichte gut gefallen, aber ich sehe noch großes Potenzial, sich noch zu verbessern. Ein wenig mehr Christiane am Anfang, damit man sie gerne hat und um sie zittert. Klarheit in Alexandra - liebt sie nun Zirkus oder nicht. Da es eine Kurzgeschichte ist und es also keine großen charakterlichen Entwicklungen gibt, wäre es besser, du würdest dir Widersprüche eher sparen und wenn nur mit guter Begründung einbringen. Zwar wäre die Geschichte aus ihrer Kindheit als Begründung ausreichend, doch es wird damit irgendwie in dieser Knappheit zu unglaubwürdig, dass sie Zirkus tatsächlich liebt.
Das für mich dramatischste an der Geschichte ist, dass Mr. Roqué seine Liebe, seine Freundin getötet hat. Das ist die große Stärke deiner Geschichte. Das schlimmste überhaupt - solltest du ausnutzen. Ich würde daher Mr. Roqué nicht mit bewundernden Blicken auf Christine sehen lassen, sondern mit Liebe. Alexandra kann ihn nicht leider, gut, ist kein Problem, dass lässt sich dennoch transportieren, aber ich würde sie seine Liebe für ihre Freundin erkennen lassen. Ich war nämlich überrascht, als plötzlich stand, Mr. Roqué wäre Christianes Freund, da hast keinerlei Andeutung gemacht.

So, genug geschwafelt. Icon_wink Eine nette, kurzlebige Geschichte, die (trotz dem eigentlich ungenützten Potenzial) ich dennoch sehr mag. Schöne Idee und dichte Umsetzung. Es mangelte mir nur ein wenig an den Feinheiten. Ansonst von mir natürlich an der Stelle ein Lob. Ist dir großteils gut gelungen.

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #7 |

RE: Manege frei für Mr. Roqué
hallo sternchen,

na dann will ich mal schauen was du von meiner zirkusgeschichte hälst. ich freu mich jedenfalls schonmal einen kommentar von dir gegriegt zu haben. Icon_smile

Zitat:die Einleitung mit den Christiane und Alexandra finde ich beinahe zu kurz. Beide wirken auch (vielleicht eben durch die kürze) ziemlich kühl. Christiane redet von ihren Schuhen, Alexandra von der Arbeit und im nächsten Moment, ist Christiane auch schon wieder verschwunden. Sie hat zwar wenig Zeit, aber als gute Freundinnen nimmt man sich selbst dann auch einen Moment, um sich ordentlich zu verabschieden.

ich glaub da könntest du recht haben. muss ich mal schauen, ob ich da noch was einfügen kann. denn irgendwie wollte ich durch die kürze auch zeigen, wie eilig es christiane hat.

Zitat:Alexandra fand diese Artisten schon immer unheimlich. Als kleines Kind hatte sie sich so sehr vor ihnen geängstigt, dass ihre Eltern gleich nach Beginn der Vorstellung das Zelt wieder mit ihr verlassen mussten.
=> komisch dann aber, dass sie heute den Zirkus liebt.

warum denn? sie mag doch nur die clowns nicht. den rest vom zirkus schon. außerdem war sie damals ja noch ein kind. Icon_wink

Zitat:Sie setzte sich auf den ihr angebotenen Stuhl und wartete auf den Beginn der Vorstellung, welche sie so oft gesehen hatte.
=> Diese Vorstellung hatte sie schon so oft gesehen? Ich dachte eigentlich, diese Vorstellung wäre für sie neu - den Eindruck hat man bekommen, als sie den Clown auf den Karten mit den zwei weißen Pferden verglichen hatte.

oh, ich glaub da ist was falsch rübergekommen. sie geht sich die vorstellung ziemlich oft angucken, weshalb sie auch die eintrittskarten aus dem letzten jahr kennt. das mit den eintrittskarten sollte eigentlich ein hinweis darauf sein, dass sie eben öfters hingeht.

Zitat:Alexandra, welche die Vorstellung nur halbherzig verfolgt hatte, richtete sich in ihrem Stuhl auf.
=> wieso nur halbherzig, ich dachte sie liebt den Zirkus?

halbherzig, weil ich ja während der vorstellung die erinnerungen eingeflochten hatte. außerdem interessiert sie ja hauptsächlich christianes show.

Zitat:Sein riesiger, schwarzer Schnauzbart begann zu zittern, kurz bevor er sprach.
=> sicher, dass es bevor ist. Der Bart dürfte sich eigentlich nur bewegen, wenn er spricht, oder die Nase ihm juckt. Mrgreen

ich dachte der zittert, weil er luft holt.Icon_lol aber dein vorschlag gefällt mir auch ganz gut.

Zitat:So, wie es jetzt ist, ist es eine nette Erzählung, die atmosphärisch sehr sehr gut aufgebaut ist, aber genau da liegt auch der Schwachpunkt. Du hast den Zirkus und Hintergrund so gut beleuchtet, dass es umso mehr auffällt, wie schwach Christiane und Alexandra in Wahrheit an den Leser gebracht werden.

das find ich ja echt interessant. ich glaube das ist mir schon öfters passiert, dass ich mich arg auf die atmosphäre konzentriert habe und daher die personen nicht genug entwickelt habe. aber es freut mich, dass es dir trotzdem irgendwie gefallen hat. hmm, dir fehlt also mehr klarheit in den personen. ich hab mich jetzt echt gefragt, wieviel klarheit chistiane wirkich braucht. sie ist ja eigentlich nur da um getötet zu werden. aber du hast natürlich recht, der leser soll am schluss um sie trauern. da werd ich mir nochmal gedanken machen müssen. alexandra hingegen, ist eigentlich nur die beobachterin der ganzen szene. ich finde, sie kann den zirkus ruhig mögen und sich trotzdem unwohl fühlen, als eine art "vorahnung", deshalb taucht auch der clown sooft auf. er war sozusagen als "schlechte omen" gedacht. sie fühlt sich ja nicht unwohl, weil sie im zirkus ist, sondern weil der clown ständig um sie ist.

aber totzallem werd ich mir nochmal gedanken um deine anmerkungen machen, natürlich auch um die textlichen. es freut mich, dass du die geschichte trotzdem magst und mir immerhin die atmosphäre gelungen ist. Icon_smile

danke, stenchen, für deinen kommentar, bei dem du dir wie immer viel mühe gegeben hast.

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #8 |

RE: Manege frei für Mr. Roqué
Hi Lady,
hab dir ja schon lange mal nen Kommentar unter diese Geschichte versprochen, nicht? Nun ja, ich werd mich später in einen Haufen Asche werfen, nun sag ich aber erst mal ein paar Worte zu deiner Lösung bzw. der des Spiels. Icon_wink

Zitat:„Sie sind mindestens zwei Zentimeter höher als meine Alten.“
„Musst du heute noch arbeiten?“
- *g* Was für ne tolle Antwort. Entweder ist sie ne suuuper Freundin oder total genervt von dem Schuhtick :D

Zitat:Alexandra betrat das Zelt.

- ziemlich abrupte Überleitung. Wie wäre es mit "Am Abend ..."

Zitat:Im letzten Jahr waren darauf noch ein Paar weißer Pferde abgebildet. Nun ein Clown.
- abgebildet gewesen ...

Zitat:Christiane und Alexandra waren schon lange befreundet und hatten den Schulabschluss gemeinsam geschafft. Doch dann hielt das Leben für sie getrennte Wege bereit. Während die eine Journalismus studierte und Kurse für kreatives Schreiben besuchte, meldete sich die andere an einer Schule für Artistik an. Erst Jahre später trafen sie sich wieder, als Alexandra eine Zeitungskritik über eine Varieteevorstellung verfassen sollte und Christiane zufällig als Interviewpartnerin bekam.
Bei dieser Begegnung hatten sie beschlossen, die alte Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Regelmäßig trafen sie sich. Doch dann hatte sich Christiane in ein Mitglied des Zirkus verliebt und war ihm bereitwillig gefolgt. Alexandra hatte Postkarten von fast allen Kontinenten erhalten. Aber immer wieder kehrte der Zirkus in seine Heimatstadt zurück und gab den Freundinnen die Gelegenheit, sich zu sehen.
- für meinen Geschmack viel zu viel Infos für ne Kurzgeschichte. Wichtig ist nur, dass eine Freundin Alex eingeladen hat. Punkt.

Zitat:Zufrieden lächelnd nahm er den verhaltenen Applaus des Publikums entgegen.
- "verhalten" ist wenig, warum lächelt er da zufrieden?

Zitat: Bitte begrüßen Sie mit mir meine charmante Assistentin Chrissi!“
- wie wärs mir Chrystal?

Zitat:Christiane ging langsam auf die Zielscheibe zu, sodass die Zuschauer genügend Zeit hatten um sich überlegen, was wohl passieren würde.
- ja, was wohl? Icon_wink

Sodele, mein Eindruck ist leider nicht besonders positiv. Warum?
1. Finde ich das Ende viel zu schwach, da hätte man mehr draus machen können.
2. Versteh ich nicht, was der Clown und ihre Angst eingentlich sollen, denn wirklich von Bedeutung ist das in deiner Geschichte nicht.
3. Erzählst du zu viel Unwichtiges, wie die Freundschaft oder das Treffen am Anfang _ beides unnötig, während wichtige Dinge wie das Ende untergehen

insgesamt finde ich einfach, dass du viel mehr aus dieser idee hättest machen können. tut mir leid.

lg
addi

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #9 |

RE: Manege frei für Mr. Roqué
hi addi,

schön, dass du doch noch hergefunden hast. Icon_smile
Zitat:
Zitat: „Sie sind mindestens zwei Zentimeter höher als meine Alten.“
„Musst du heute noch arbeiten?“

- *g* Was für ne tolle Antwort. Entweder ist sie ne suuuper Freundin oder total genervt von dem Schuhtick :D

ich glaube, mit dieser antwort wollte ich die info über die schuhe, ein bisschen untergehen lassen, sodass der leser das erstmal nicht mehr so genau weiss und das ende überraschender wird.

Zitat:
Zitat:Zufrieden lächelnd nahm er den verhaltenen Applaus des Publikums entgegen.

- "verhalten" ist wenig, warum lächelt er da zufrieden?

weil er grundsätzlich lächelt. er ist eben ziemlich von sich überzeugt. Icon_smile

Zitat:- für meinen Geschmack viel zu viel Infos für ne Kurzgeschichte. Wichtig ist nur, dass eine Freundin Alex eingeladen hat. Punkt.

schade. ich wollte so gerne ihre vergangenheit ein bisschen beleuchten, sodass man alex ein bisschen besser verstehen kann, bzw. man sich besser mit christine anfreunden kann.

Zitat:2. Versteh ich nicht, was der Clown und ihre Angst eingentlich sollen, denn wirklich von Bedeutung ist das in deiner Geschichte nicht.

der clown war nur zum atmosphäre erzeugen da. alex und ihre angst sollten sich auf den leser übertragen.

im prinziep muss ich dir schon recht geben, ich hätte mehr draus machen können. mal sehen, ich hab ja jetzt urlaub, vllt schaff ich es ja, mir auch gedanken um diese geschichte zu machen, Icon_wink

ich werde mir mal gedanken machen über das ende und die infos. danke, für deinen kommentar, auch wenn dich die geschichte nicht überzeugen konnte.

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #10 |

RE: Manege frei für Mr. Roqué
*schaut auf die Uhr*

Moin Moin, Lady.

Na, dann werde ich auch mal was zu Mr Roqué beisteuern. Icon_wink

Zitat:Alexandra nahm sie entgegen und starrte den Clown an, der ihr aus leblosen Augen entgegenblickte.
Das hat mich (gleich am Anfang) ein wenig rausgeschmissen. Ich sah vor meinem geistigen Auge tatsächlich einen Clown - und da er spezifisch benannt wurde (der) hatte ich schon befürchtet, ich hätte etwas überlesen. Zusätzlich schreibst Du im nächsten Abschnitt ...

Zitat:Im letzten Jahr waren darauf noch ein Paar weißer Pferde abgebildet gewesen. Nun ein Clown.
... den könntest Du prima eher oben (also am Anfang) einbauen.

Zitat:Alexandra fand diese Artisten schon immer unheimlich.
Hm, sie liebt den Zirkus - aber die Artisten sind ihr unheimlich. Das klingt im ersten Moment sehr entgegengesetzt, ich würde empfehlen, da eine genaue Trennung vorzunehmen. Also, sie liebt (meinetwegen) den Duft, die Atmosphäre, die Tiere, allerdings sind ihr die Artisten trotzdem unheimlich. Irgendwie so. Okay?

Zitat:und tropfte auf die neuen Schuhe, deren Absätze sie so wundervoll hoch gefunden hatte.
Und damit wären wir bei einem Ende, das ich so nicht unbedingt erwartet hätte.

Okay, es liest sich recht flüssig, allerdings hast Du viele Sätze drin, die fast gleich "klingen". Beispielsweise:
Zitat:Christiane und Alexandra saßen zusammen in einem Café. Die beiden Freundinnen waren sich zufällig beim Einkaufsbummel begegnet. Nun hatten sie die Stühle neben sich mit vollen Tüten belegt und zwei große Kaffeetassen zwischen sich stehen.
Insgesamt lesen sich einige Sätze am Anfang dadurch auch sehr ... hm, "erzählend". Erst im Zirkuszelt wird es besser, als wörtliche Rede aufkommt, Gedanken und Ängste zu spüren sind. So leid es mir tut, das Ende ist besser als der Anfang. Ich meine, okay, ich kenne die Vorgaben nicht unter denen diese Geschichte entstand und will mich da auch nicht allzuweit aus dem Fenster lehnen. Vielleicht muss das so sein - dann habe ich nichts gesagt. Icon_wink

Insgesamt: Schön, die Schuhe. Das habe ich echt nicht kommen sehen und war eine schöne Abwechslung. (Im Grunde trifft Mr Roqué ja genau da, wo er immer trifft - nur diesmal passt es einfach nicht mehr.)
Letzter Gedanke: Ich bin mir unschlüssig, ob der kurze Absatz über die Vergangenheit der beiden Frauen wirklich notwendig ist, denn Du hast eigentlich alles, was benötigt wird gut in die Geschichte eingearbeitet - allerdings werden die beiden Frauen dadurch auch mit ihrem Hintergrund plastischer. Ich bin da wie gesagt unschlüssig - aber im Zweifel erstmal abwarten. Vielleicht liege ich da auch völlig daneben. Smiley_emoticons_blush

Liebe Grüße
D.


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2019 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme