Es ist: 21-10-2021, 01:03
Es ist: 21-10-2021, 01:03 Hallo, Gast! (Registrieren)


OT: Schattengeburt (vor 2889 Jahren)
Beitrag #1 |

OT: Schattengeburt (vor 2889 Jahren)
Hallo,
diese Geschichte ist ein für mich ein ganz besonderes Werk und ich möchte gerne Eure Meinung dazu hören. Icon_smile

Anmerkungen: Die Namensähnlichkeit zwischen der hiesigen Protagonistin und meinem Charakter Kadiya ist beabsichtigt.

Schattengeburt

Protagonist:
Rhõfal dîn morà (Dúredhel)

Ort:
Gebirge im Norden Athalems
Höhlenfestung der Dúredhel: Tâmin leth’ihend Duâth
[etwa: Schmiede der süßen Finsternis]


Schimmernd suchte sich das Blut seinen Weg, rann über die rostigen Glieder der Ketten, hinab in den kleinen Trog aus Rotgold. Das dumpfe Leuchten von Millionen von Krêl brach sich darin, verlieh ihm die Farbe frisch geborenem Magmas.
Rhõfal, zu stark von dem Ritus des She'ach in Anspruch genommen, registrierte das Phänomen nur am Rande. Es war ihr erstes Mal ohne die Hilfe einer Priesterin, ihre Feuertaufe.
Sie wollte, nein, durfte nicht versagen. Nicht nach all den Jahren, die sie in das Studium der dunklen Künste investiert hatte!
Komm schon, Rhõ! Reiss dich zusammen! Du kannst es doch, bist das gane Prozedere so oft durchgegangen, sprach sie sich selbst Mut zu. Trotzdem zitterte die Klinge in ihrer Hand als sie fortfuhr, die rituellen Runen und Muster in das wimmernde Stück Fleisch zu zeichnen. Das leise Gejammer rieb schmerzhaft in ihren Gehörgängen, und am liebsten hätte sie es mit einem schnellen Schlag für immer zum Schweigen gebracht, aber weder der Ritus selbst noch seine Reglementarien erlaubten dies.
Das Opfer musste leben, bei vollem Bewusstsein die Malgebung erfahren und ihr, Rhõfal, war es verboten, die Klinge auch nur ein einziges Mal abzusetzen.
Wenigstens ist es keiner dieser fetten, dummen Orks, versuchte sie, ihren Ärger über das sich immer noch wehrende Stück Fleisch zu lindern. Was für eine Schmach es wäre, die Priesterweihe an einem dieser widerlichen Geschöpfe zu erlangen.
Rhõfal schloss für einen Moment die Augen - sowohl um den Gedanken zu verdrängen, als auch um ihren Kopf zu klären. Sie betete rasch zu den vergangenen Hohepriesterinnen, von denen so viele aus ihrer mütterlichen Blutlinie entstammt waren, bat um ihren Beistand und fuhr dann fort mit ihrer Arbeit, tapfer das weinerliche Gejammer ihres rituellen Opfers ertragend.
Kurze Zeit später schloss sie mit einem eleganten Schwung den vierten der sieben inneren Zirkel.
'Die vernichtenden Kräfte des Feuer', 'des Wassers Allleben', 'der Halt der Erde' und 'das gewisperte Wissen der fernen Winde' – perfekt gestaltet in dunklem Rot auf blass zitterndem Fleisch. Fehlten nur noch 'die Eckpunkte des Lebenden' und die beiden letzten, wichtigsten Zirkel 'der unbegrenzte Raum' und 'die Gewalten des Geistes'.
Als sie sich die drei Figuren im Geiste vorstellte, wurde ihr für einen Moment schwarz vor Augen. Sie wankte, hielt sich jedoch auf den Beinen, die Klinge in der Hand krampfhaft umklammert.
Angst machte sich in ihr breit, als sie sich, nun aus der Konzentration gerissen, mit einem Mal der Schwäche ihres Körpers gewahr wurde. Wie lange weilte sie schon in der heiligen Grotte? Hatte sie sich verkalkuliert? Zu viel Zeit verloren? Zu viel Blut?
Instinktiv wollte sie nach unten schauen, sehen, wie viel ihres Lebens bereits auf dem nackten Felsen weilte. Aber der Wille zu obsiegen, eine der Sieben Schwestern zu werden, die stets über ihr Volk und seine Belange wachten, war stärker.
Ein weiterer Runenabschnitt floss aus ihrer Hand – der Beginn des fünften Zirkels -, und anders als zuvor spürte sie wie das She – der magische Zwilling ihrer Klinge – in ihre Haut ritzte, spürte wie sich ihr eigenes Fleisch unter der scharfen Geistschneide teilte, auseinanderklaffte, um die Pfütze zu ihren blossen Füssen weiter zu nähren.
Ich kann nicht mehr. Der Gedanke war so klar wie das Wasser der dunklen Quellen, so übermächtig, dass ihr beinahe der Dolch aus den Fingern geglitten wäre. Aufgeregt versuchte sie, dagegen anzukämpfen, die schier unerschütterliche Kraft in sich zu finden, die sie während der letzten sechs Dekaden durch das Studium gebracht hatte, doch sie fand nichts als Leere.
Der Ritus des She'ach ist zugleich der Mächtigste als auch Unergründlichste unseres Volkes, hörte sie die Stimme ihrer Meisterin flüstern - fast so als wäre sie wieder oberhalb der Grotte, in einem der zahlreichen Studierzimmern mit all den anderen Akolyten.
Von einundzwanzig, die es versuchen, schaffen es nur ein oder zwei, ihn zu überleben. Diese Überlebenden erwartet ein Platz unter den Sieben, damit einher unendliches Wissen und eine Macht, die all eure Vorstellungen übertrifft, aber bedenket ... bedenket in diesem Ritus geht es nicht um Stärke oder Ausdauer, auch nicht um die Anwendung eures gelernten Könnens, es ist eine Frage des Schicksals. Ich habe schon wahre Meister scheitern sehen, scheinbar stumpfsinnige Schüler obsiegen. Der Ritus trifft die Wahl, ihr bietet euch nur an.
Die unheilvolle Vorhersage Iav' Gwas in den Ohren sank Rhõfal auf die Knie, hinein in die klebrigen Reste ihres Lebens. Sie hörte das leise schmatzende Geräusch des Blutes, hörte wie die rituelle Klinge dumpf darin aufschlug und schrie. Schrie ihre Verzweiflung hinaus, schmetterte ihre Wut gegen die kalten Wände, die schon so viel Tod gesehen hatten.
Sterben hatte auch Rhõfal gewollt, aber nicht auf diese endgültige, klamme Weise, die sie nun nach ihrer Seele greifen fühlte, sondern den einen, reinen Moment, in dem sie ihre elbischen Grenzen abstreifen würde, um vollkommen in den sieben Zirkeln aufzugehen, mit ihnen eins zu werden.
Noch trotzte sie brüllend dem Schicksal, dann begann sie, zu Schluchzen, rollte sich auf dem Boden zusammen und verfluchte die Wege des Schicksals, die sie um ihre Bestimmung betrogen hatten. Über ihrem Kopf schwangen lautlos die Netze der Krêl, verbreiteten ihr diffuses Rotlicht – fast wie zum Trost.
Rhõfal betrachtete es lautlos, dachte an ihre Mutter, die sich vor Scham wahrscheinlich das Leben nehmen würde, gedachte ihrer Ahnen. Verfolgte die Linie zurück bis an den Anfang:
Sha’riel dîn morà.
Sie war die erste 'Abtrünnige' ihrer Familie gewesen, und somit die erste Hohepriesterin der Dúredhel, von den Caladhir zuerst verachtet und schliesslich geächtet, als sie die Rückkehr zur 'wahren' Lebensart der Elben verweigert hatte.
Rhõfal fragte sich unbewusst, wie es sich wohl angefühlt haben musste, die Ausgrenzung von Familie und Volk, die absolute Einsamkeit des Alleinseins. Ein Tod der anderen, qualvollen und schier endlos dauernden Art. Wohl kein Vergleich zu dem, was ihr bevor stand.
Sie wandte träge den Kopf und betrachtete das erste Mal mit Interesse ihr Opfer – ihr einziger Gefährte in der Dämmerung des Todes. Still war es geworden, doch in den braunen Augen stand nach wie vor ein Hauch von Leben.
„Ich war dazu bestimmt, etwas Großes zu werden. Ich war dazu bestimmt, dieses Volk zu führen ... mein Volk“, flüsterte sie ihm zu. „Zurück an die Oberfläche, zurück an die Macht, dem Platz, der ihm zusteht.“ Sie richtete sich mühsam auf, zuerst auf die Ellbogen, dann weiter, den Blick der braunen Iriden nicht loslassend. Ein seltsamer Gedanken war dabei, hinter ihrer dunklen Stirn Formen anzunehmen.
„Ich kann es nicht mehr, der Tod ist zu nahe, ... doch du ...“, ihre blutverschmierten Finger suchten Halt an den Ketten, krallten sich daran fest, „du bist jung ... und ein Mensch.“
Mit einem Keuchen zog sich Rhõfal empor, ein irres Leuchten in den Augen. „Zu auffällig sind wir geworden, zu verhasst unser Anblick, um lange ungestört an der Oberfläche zu walten.“
Endlich hatte sie es geschafft und hing schwer atmend an dem zitternden Leib des Mannes, den Iav' Gwa für sie als Opfer ausgewählt hatte. Ihre Finger tasteten nach seinem Gesicht, zogen weitere blutige Striemen – fremde, nicht dem Ritus zugehörige, doch ebenso mächtig. Ihr Opfer protestierte dumpf schreiend durch den Knebel, begann, sich zu winden, um sie abzuschütteln.
Vergebliche Bemühungen, die Rhõfalnur zum Kichern brachten. Sie hatte einen Plan, eine Vorstellung der Zukunft. Nichts, weder dieses Gewürm unter ihren Nägeln noch der nahende Tod konnten sie davon abhalten, ihr Werk zu vollenden.
Nur noch einen Moment, mein kalter Freund, verhalte nur noch einen Moment, dann bin ich für immer dein.
„Du wirst der Erste sein ... von vielen ... unser Werkzeug ... der Weg zurück an die Oeberfläche, zurück ... an die Spitze der Völker“, stieß sie abgehackt hervor, während ihr der Schweiß der Anstrengung die Sicht zu trüben begann.
Es war nahezu vollbracht - die Runen der Bindung mit ihren feinen Schnörkeln, verbotenerweise verbunden mit dem wilden Muster der Wandlung. Fehlte nur noch eines: eine Wesenheit.
Düster und krankhaft schrill war das Lachen, das sich alsbald darauf in den Netzen der Krêl verfing. Darunter vollendete Rhõfal ihr, wie sie jetzt wusste, Lebenswerk, erfüllte die Bestimmung, die ihr von Geburt an zugedacht gewesen war. Nicht der Titel einer Hohepriesterin war ihr Schicksal gewesen, sondern etwas viel Größeres, Besseres: die Schaffung einer neuen Rasse von Sklaven.
Unter den blutgetränkten Nägeln ihrer Finger nahm ein Name Gestalt an. Ein letzter Gruß an all die Feinde ihres Volkes, eine Hommage an ihre Ahnen.
Als es vollbracht war, sank Rhõfal erschöpft zu Boden. Ein letzter Seufzer entwich ihren Lippen, als sie auf dem Felsen aufschlug, ein letzter Befehl ihren Gedanken.
Das Aufschnappen der Schlösser, das Rasseln und Poltern der zu Boden fallenden Ketten hörte sie schon nicht mehr - träumte sie doch den ewigen Schlaf, zufrieden begleitet von dem Symbol, das in der Welt der Lebenden auf der Wange eines niederen Wesens brannte:
lyg
Schlange – die Beleidigung, die sie und alle ihres Volkes zu oft hatten hören müssen.

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #2 |

RE: Schattengeburt (vor 2889 Jahren)
wui --- ausgesprochen düster und böse :icon_gucker:

aber gefällt mir trotzdem irgendwie *lach*

mit wenigen worten schaffst du es dem leser ein bild von dem ritual zu zeichnen, das ich gruslig und beeindruckend zugleich finde ^^
die namen der verschiedenen zirkel fand ich toll und wunderbar geheimnisvoll - meine lieblingsstelle in dem text Icon_smile

zur story selbst fällt mir eine frage ein, und zwar wenn das die erste erschaffung der alsini war, wie kann dann aus dieser einen geschaffenen gestalt ein volk werden? müssten es nicht zumindest zwei sein? oder wie geht es weiter *g* aber das kannst du ja dem leser auch offen lassen - hätte mich nur interessiert.

das wars auch schon von mir

lg, mondi

"Enttäuschungen kommen nur dann zustande wenn man Erwartungen hegt."

~ Haruki Murakami, Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt

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Beitrag #3 |

RE: Schattengeburt (vor 2889 Jahren)
Hi addi!^^

Eine neue Geschichte von dir ... und dann auch noch von den Dunkelelben. Icon_smile Bisher bin ich ja Vorreiter auf dem Gebiet ... aber erst nachdem sie sich in den Untergrund zurück gezogen haben. Wo stehen wir eigentlich bei dir in der Hinsicht? Ich bin jedenfalls sehr, sehr gespannt! Mrgreen

Zitat:Höhlenfestung der Dúredhel
Ah, wir befinden uns schon unterirdisch ... da muss ich natürlich ganz genau hinschauen Icon_wink

Zitat:Schimmernd suchte sich das Blut seinen Weg, rann über die rostigen Glieder der Ketten, hinab in den kleinen Trog aus Rotgold. Das dumpfe Leuchten von Millionen von Krêl brach sich darin, verlieh ihm die Farbe frisch geborenem Magmas.
Sehr schöner Einstieg!

Zitat:Sie betete rasch zu den vergangenen Hohepriesterinnen, von denen so viele aus ihrer muetterlichen Blutlinie entstammt waren, bat um ihren Beistand und fuhr dann fort mit ihrer Arbeit, tapfer das weinerliche Gejammer ihres rituellen Opfers ertragend.
Bisher hatten die Duredhel keine Religion ... auch einen Ahnenkult? Außerdem vielleicht ein Hinweis darauf, dass es nur weibliche Magierinnen bei den Dunkelelben gibt. Eine gewisse Sonderstellung der Frau in ihrer Gesellschaft hatte sich ja bereits angedeutet. ^^

Zitat:Die vernichtenden Kraefte des Feuer', 'des Wassers Allleben', 'der Halt der Erde' und 'das gewisperte Wissen der fernen Winde' – perfekt gestaltet in dunklem Rot auf blass zitterndem Fleisch. Fehlten nur noch 'die Eckpunkte des Lebenden' und die beiden letzten, wichtigsten Zirkel 'der unbegrenzte Raum' und 'die Gewalten des Geistes'.
Eine sehr interessante Stelle! Sind das die Elemente, die die Dunkelelben anerkennen? Die typischen vier und dazu das Leben, der Raum und der Geist. Daraus könnte man später auch die menschlichen Magieformen entwickeln: während z.B. die Weiße Gilde sich auf das Leben konzentriert, fokussiert sich z.B. mein kleiner Hellseher deutlich auf den Geist. Was da noch reinpassen würde, wäre die Zeit.

Übrigens: so stark, wie sie sich das Gelingen wünscht ... da muss es ja schief gehen. (irgendwie erwarte ich das)

Zitat:Aber der Wille zu obsiegen, eine der Sieben Schwestern zu werden, die stets ueber ihr Volk und seine Belange wachten.
Ah, also sozusagen die Regierung der Dunkeleben? Eine Art Rat der Hohepriesterinnen?

Zitat:und anders als zuvor spuerte sie wie das She – der magische Zwilling ihrer Klinge – in ihre Haut ritzte, spuerte wie sich ihr eigenes Fleisch unter der scharfen Geistschneide teilte, auseinanderklaffte, um die Pfuetze zu ihren blossen Fuessen weiter zu naehren.
Tolle Idee, tolle Stelle!

Zitat:Rhõfal fragte sich unbewusst, wie es sich wohl angefuehlt hatte, die Folter mit den Or'roa-Wuermer, die sich unter der Haut durch den Koerper frassen;
*schüttel*

Zitat:Ihre Finger tasteten nach seinem Gesicht, zogen weitere blutige Striemen – fremde, nicht dem Ritus zugehoerige, doch ebenso maechtig.
Woher nimmt sie jetzt aufeinmal wieder die Kraft dazu? Ich dachte sie wäre halbtot.

Zitat:Schlange – die Beileidung, die die ersten Angehoerigen ihres Volkes zu oft hatten hoeren muessen.
Und die Alsini wurden geschaffen ... eine sehr interessante Idee, auch wenn ihr Plan anscheinend nicht aufgegangen ist ... denn die Alsini leben oberirdisch, die Dunkelelben aber nicht. Das würde einen ganz neuen Strang von Geschichten und Spielmöglichkeiten eröffnen. Vielleicht haben sie auch einen "Flucht"-Mythos?

Insgesamt war dieser Text sehr atmosphärisch und eindringlich, zeichnete ein düsteres, mythisches Bild vor meinen Augen.
Dass die Priesterin scheitern würde, war vielleicht absehbar, aber wichtiger ist ja, was sie am Ende schuf.

Sprachlich hatte ich überhaupt nichts auszusetzen!

Deshalb: sehr gerne gelesen!^^

(Ich wäre übrigens einverstanden mit den Inhalten, aber letztendlich entscheiden natürlich die mods)

Liebe Grüße vom Wanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #4 |

RE: Schattengeburt (vor 2889 Jahren)
Hallo mondenschein! Icon_smile
Danke fuer diesen schnellen Kommentar. Das er so positiv aufgefallen ist freut mich natuerlich nochmehr.Icon_wink

Zitat:wui --- ausgesprochen düster und böse :icon_gucker:
- Schoen, wenn der Eindrucck rueberkommt.

Zitat:aber gefällt mir trotzdem irgendwie *lach*
- Gut zu hoeren. Icon_wink
Aber warum nur "irgendwie"? Man darf auch boese Sachen moegen, zumindest in litarischer Form. Icon_wink

Zitat:mit wenigen worten schaffst du es dem leser ein bild von dem ritual zu zeichnen, das ich gruslig und beeindruckend zugleich finde ^^
- Smiley_emoticons_blush Sweet (Kiwi fuer Cool.)

Zitat:die namen der verschiedenen zirkel fand ich toll und wunderbar geheimnisvoll - meine lieblingsstelle in dem text Icon_smile
- Joah, hat meine grauen Zellen auch einiges an Energie gekostet.

Zitat:zur story selbst fällt mir eine frage ein, und zwar wenn das die erste erschaffung der alsini war, wie kann dann aus dieser einen geschaffenen gestalt ein volk werden? müssten es nicht zumindest zwei sein? oder wie geht es weiter *g* aber das kannst du ja dem leser auch offen lassen - hätte mich nur interessiert.
- Die geschaffene Kreatur ist maenlicher Natur und ich lasse bewusst offen, in wie weit er den heutigen Alsini entspricht. In meiner Vorstellung hat sich dieser ERSTE Alsini mit Frauen gepaart, ob freiwillig oder nicht bleibt jedemselbst ueberlassen, und so die Wurzeln fuer die Rasse gelegt.

Zitat:das wars auch schon von mir
- Kurz aber praegnant und mit Lob. Akzeptiert!
Beim naechsten Mal darfes aber gerne etwas mehr sein Icon_wink

Greets
Addi
Hallo mein Wanderer,
eine neue Geschicchte von mir und - wie ich es gern hab - auch gleich ein Kommi von dir. *freu*

Zitat:... und dann auch noch von den Dunkelelben. Icon_smile Bisher bin ich ja Vorreiter auf dem Gebiet ...

- Joah, ich dachte mir, ich leiste dir mal etwas Gesellschaft.Icon_wink

Zitat:
Zitat:Höhlenfestung der Dúredhel
Ah, wir befinden uns schon unterirdisch ... da muss ich natürlich ganz genau hinschauen Icon_wink
- Oi. Icon_panik

Zitat:Sehr schöner Einstieg!
- Grazie. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, hatte ich wirklich Probleme mit dem Einstieg und daher habe ich einfach mal im Chat Mauriel nach einem Adjektiv gefragt. Et voila! Icon_wink

Zitat:Bisher hatten die Duredhel keine Religion ... auch einen Ahnenkult?
- Naja, Ahnnenkult wuerde ich nun nicht sagen. Ich habe mich da versucht an deinen Vorgaben zu orientieren. In der Story um Dako geht es ja auch um Stolz und darum, seine Ehre zu behalten. Ich habe das nur etwas ausgebaut.

Zitat:Außerdem vielleicht ein Hinweis darauf, dass es nur weibliche Magierinnen bei den Dunkelelben gibt. Eine gewisse Sonderstellung der Frau in ihrer Gesellschaft hatte sich ja bereits angedeutet. ^^
- Joah, deshalb habe ich auch keine Maennlichen drin, wollte dir danicht wiedersprechen. Waere ja auch unlogisch, wenn die Maenner unter den Frauen stehen sollen, aber ebenfalls in den hohen Kasten der Magierkudigen vertreten sind. Icon_wink

Zitat:Sind das die Elemente, die die Dunkelelben anerkennen? Die typischen vier und dazu das Leben, der Raum und der Geist. Daraus könnte man später auch die menschlichen Magieformen entwickeln: während z.B. die Weiße Gilde sich auf das Leben konzentriert, fokussiert sich z.B. mein kleiner Hellseher deutlich auf den Geist. Was da noch reinpassen würde, wäre die Zeit.
- Nun ja, es sind die uebliche Verdaechtigen, wenn es um Elemente geht. Ich wollte halt nur nicht Erde, Wasser etc. einfach Aufzaehlen.
Zur Zeit, diese ist eigentlich im 'unbegrenzten Raum' enthalten. Zeit und Raum halt. Wird anscheinend nicht ganz klar. Mhh. Icon_confused

Zitat:Übrigens: so stark, wie sie sich das Gelingen wünscht ... da muss es ja schief gehen. (irgendwie erwarte ich das)
- Tja. Das es schief geht, ist ja nicht das Wichtige, sondern was daraus resultiert. Ich hoffe, das war nicht klar?
Sollte schon richtig ueberraschend kommen.

Zitat:
Zitat:Aber der Wille zu obsiegen, eine der Sieben Schwestern zu werden, die stets ueber ihr Volk und seine Belange wachten.
Ah, also sozusagen die Regierung der Dunkeleben? Eine Art Rat der Hohepriesterinnen?
- Ja, vielleicht, oder nur die Fuehrung in spirituellen Belangen, was in einigen Voelkern ja auch sehr wichtig genommen wird. Ich will mich da nicht so festlegen.

Zitat:und anders als zuvor spuerte sie wie das She – der magische Zwilling ihrer Klinge – in ihre Haut ritzte, spuerte wie sich ihr eigenes Fleisch unter der scharfen Geistschneide teilte, auseinanderklaffte, um die Pfuetze zu ihren blossen Fuessen weiter zu naehren.
Tolle Idee, tolle Stelle!
- Icon_jump Danke. Das mit der Geistklinge kam ganz spontan. Umso besser,wenn es gefaellt.

Zitat:
Zitat:Rhõfal fragte sich unbewusst, wie es sich wohl angefuehlt hatte, die Folter mit den Or'roa-Wuermer, die sich unter der Haut durch den Koerper frassen;
*schüttel*
[/code]
- Mrgreen

Zitat:
Zitat:Ihre Finger tasteten nach seinem Gesicht, zogen weitere blutige Striemen – fremde, nicht dem Ritus zugehoerige, doch ebenso maechtig.
Woher nimmt sie jetzt aufeinmal wieder die Kraft dazu? Ich dachte sie wäre halbtot.
- Nope, das sie auf dem Boden liegt, ist eher eine Art von depressiver Schub, sie hat sich haltaufgeben, doch dann gibt ihr der Plan, der Wunsch, unsterblich zu werden, neuen Antrieb.

Zitat:
Zitat:Schlange – die Beileidung, die die ersten Angehoerigen ihres Volkes zu oft hatten hoeren muessen.
Und die Alsini wurden geschaffen ... eine sehr interessante Idee, auch wenn ihr Plan anscheinend nicht aufgegangen ist ... denn die Alsini leben oberirdisch, die Dunkelelben aber nicht. Das würde einen ganz neuen Strang von Geschichten und Spielmöglichkeiten eröffnen. Vielleicht haben sie auch einen "Flucht"-Mythos?
- Wer sagt, dass er nicht aufgegangen ist?
Die Alsini leben oberirdisch, wachsen stetig, sind also der perfekte Ausgangspunkt fuer eine Rueckkehr der Dunkelelben. Ein Zeitpunkt dafuer habe ich ja nie festgelegt. Vielleicht ist das alles ja Teil des Plans. Icon_wink

Zitat:Insgesamt war dieser Text sehr atmosphärisch und eindringlich, zeichnete ein düsteres, mythisches Bild vor meinen Augen.
- Sweet. Icon_bussi

Zitat:Dass die Priesterin scheitern würde, war vielleicht absehbar, aber wichtiger ist ja, was sie am Ende schuf.
- *bestaetigend nick*

Zitat:Sprachlich hatte ich überhaupt nichts auszusetzen!
- So muss es sein.Icon_wink
(auch wenn ich durch deine Zitate einen Fehler entdeckt habe.)

Zitat:Deshalb: sehr gerne gelesen!^^
- Icon_jump Icon_jump Icon_jump

Zitat:(Ich wäre übrigens einverstanden mit den Inhalten, aber letztendlich entscheiden natürlich die mods)
- Jupp, aber schoen zu wissen. Danke fuer dein tolles Feedback.
*dich virtuell knuddel*

LG
Addi

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Beitrag #5 |

RE: Schattengeburt (vor 2889 Jahren)
Hey addi=),

Tut mir leid, dass mein Kommi erst jetzt kommt, ich wollte deine Geschichte eigentlich schneller gelesen haben *seufz* Icon_nosmile

So, aber jetzt fange ich mal mit den Anmerkungen an:

Zitat:Komm schon, Rhõ! Reiss dich zusammen! Du kannst es doch, bist das gane Prozedere so oft durchgegangen
ganze

Zitat:Wenigstens ist es keiner dieser fetten, dummen Orks, versuchte sie, ihren Aerger
Hinter Orks kein Komma, das erste steht da ja nur wegen einer Aufzählung, nicht wegen einem eingeschobenem Nebensatz


Zitat:die Anwendung eures gelernten Koennens, es ist eine Frage des Schicksals. Ich habe schon wahre Meister scheitern sehen, scheinbar stumpfsinnige Schueler obsiegen.
obsiegen hast du oben schon einmal verwendet. Da der Begriff sehr selten ist und sofort ins Auge sticht - zumindest für mich - würde ich ein Synonym dafür einsetzen Icon_smile
Zitat:Sterben hatte auch Rhõfal gewollt, aber nicht den endgueltigen, klammen, den sie nun nach ihrer Seele greifen fuehlte, sondern den einen, reinen Moment, in dem sie ihre elbischen Grenzen abstreifen wuerde um vollkommen in den sieben Zirkeln aufzugehen, mit ihnen eins zu werden.
Zuerst war ich verwirrt, weil ich dachte: was denn "klammen"? dass sich das "klammen, endgültigen" auf den Moment bezieht ist also erst einmal unklar: Daher vielleicht: Sterben hatte Rhofal gewollt, aber nicht den endgueltigen klammen Moment, den sie nun auch ... So weiß man direkt, dass sich das klamm auf den Moment bezieht....mah, ich kann mich heute echt nicht ausdrücken Mrgreen naja...an der Stelle war ich zumindest verwirrt Icon_wink

Zitat:Noch trotzte sie bruellend dem Schicksal, dann begann sie zu Schluchzen, rollte sich auf dem Boden zusammen und verfluchte die Wege des Schicksals, die sie um ihre Bestimmung betrogen hatten.
zu schluchzen

Zitat:Ueber ihrem Kopf schwangen lautlos die Netze der Krêl, verbreiteten ihr diffuses Rotlicht – fast wie zum Trost.
Rhõfal betrachtete es lautlos, dachte an ihre Mutter, die sich vor Scham wahrscheinlich das Leben nehmen
zweimal lautlos hintereinander..
Zitat:um an ihr Wissen zugelangen,
zu gelangen

Zitat:Ein seltsamer Gedanken war dabei hinter ihrer dunklen Stirn Formen anzunehmen.
... war dabei, hinter ihrer Stirn ....

Zitat:den vergangenen Hohepriesterinnen, von denen so viele aus ihrer muetterlichen Blutlinie entstammt waren,
entstammen würde heißen, die Hohepriesterinnen sind praktisch "Nachfahren" von deinem Prot, also daher eher "stammten"

So, das war genug des Nörgelns ^^

Vom Sprachlichen habe ich auch überhaupt nichts anzumerken, liest sich flüssig (auch wenn mich die Umlaute was rausgebracht haben Icon_wink )
Inhaltlich auch eine interessante Idee, besonders, wie sie diese Zeichen ritzt, alles wirkt magisch / mystisch und du hast hier ein sehr schönes Bild geschaffen. Dein Story basiert vom Inhalt ja mehr auf der Idee, viel Handlung geschieht ja nicht, aber wie du diesen Moment der Entstehung der Alsini geschrieben hast, ist dir wirklich gelungen. Mehr kann man da glaube ich gar nicht zu sagen *lach* War also insgesamt eine runde Sache. ^^

liebe grüße
bia

"kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt)
Biancas kleine Werke

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Beitrag #6 |

RE: Schattengeburt (vor 2889 Jahren)
Hi kleine Schwester ^^

Zitat:Tut mir leid, dass mein Kommi erst jetzt kommt, ich wollte deine Geschichte eigentlich schneller gelesen haben *seufz* Icon_nosmile
- Das macht doch nichts, frueher oder spaeter, Hauptsache es kommt ueberhaupt ein Kommi. Icon_wink

Die Fehler habe ich soweit korrigiert. Danke dafuer. Icon_bussi
Nur bei der "Sterben" - Szene und dem "entstammten" bin ich nicht mit dir konform gegangen, nicht, weil ich deine Argumente nicht verstehe, sondern einfach, weil es sich anders in meinen Ohren einfach schlechter anhoert. Icon_wink

Zitat:Vom Sprachlichen habe ich auch überhaupt nichts anzumerken, liest sich flüssig (auch wenn mich die Umlaute was rausgebracht haben Icon_wink )
- Na, frag mich mal,ichmuss damit jeden Tag leben und habe das Gefuehl, deutsch zu verlernen. Icon_wink

Zitat:Inhaltlich auch eine interessante Idee, besonders, wie sie diese Zeichen ritzt, alles wirkt magisch / mystisch und du hast hier ein sehr schönes Bild geschaffen.
- Freut mich, dass es dir gefaellt. Genau solche Wirkung wollte ich erziehlen.

Zitat:Dein Story basiert vom Inhalt ja mehr auf der Idee, viel Handlung geschieht ja nicht, aber wie du diesen Moment der Entstehung der Alsini geschrieben hast, ist dir wirklich gelungen.
- Smiley_emoticons_blush Grazie.

Zitat:Mehr kann man da glaube ich gar nicht zu sagen *lach* War also insgesamt eine runde Sache. ^^
- Mehr wollte ich auch gar nicht hoeren. Icon_wink

Danke nochmal.

LG
Addi

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Beitrag #7 |

RE: Schattengeburt (vor 2889 Jahren)
Hi Addi,

da ich mich in der letzten Zeit eh ziemlich viel in Athalem rumtreibe kann ich auch gleich noch deine Geschichte lesen. Icon_smile

Zitat:Instinktiv wollte sie nach unten schauen, sehen, wie viel ihres Lebens bereits auf dem nackten Felsen weilte.

Achso, da fließt auch ihr eigenes Blut. Das hatte ich bisher gar nicht so wahrgenommen und gedacht da würde das Blut ihres Opfers tropfen.

Zitat:[i]lyg. [i/]
Schlange –

Aha. Das ist der entscheidene Hinweis, sie erschafft den ersten Alsini, einen Schlangenmenschen.
Sie selbst ist eine Dúredhel, oder? Hmm, aber wie kommt sie dazu ausgerechnet einene Alsini zu erschaffen?

Ja, ansonsten hat es mir gut gefallen. Du hast eine wirkliche gruselige, dunkle Stimmung aufgebaut. Man hofft mit ihr, dass sie dieses blutige Ritual überlebt und sich ihre Träume erfüllen. Der Moment, wo sie dann erkennt, dass sie es doch nicht schafft, ist dann die Wendung und ich konnte sie richtig gut verstehen, wie enttäuscht sie ist.

Schön finde ich das Ende, indem du offen gelassen hast, wie sich die Rasse nun entwickeln wird. Schon seine nächsten Nachkommen könnten Schlangenmenschen werden, oder auch erst die kommenden Generationen.

Sehr gerne gelesen!

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #8 |

RE: Schattengeburt (vor 2889 Jahren)
Hi Lady,
es freut mich, dass dir die Geschichte gefaellt. Insbesondere das offene Ende, ist ja nicht nach Jedermanns Geschmack, aber ich mag es irgendwie. Ausserdem laesst es viel Spielraum fuer die naechsten Athalemmer, wenn ich mich nicht selber noch einmal ran wage. Icon_wink
Ja, meine Prota ist eine Dunkelelbin. Es geht ihr hauptsaechlich darum, nicht umsonst gelebt zu haben. Sie will ebenso wertvoll fuer ihr Volk sein, wie ihre Vorfahren es waren. Die Schaffung einer Sklavenrasse, die ihrem Volk irgendwann einmal die Rueckkehr ermoeglicht, waere so ein Beitrag. Das es ausgerechnet Schlangen sind, ist dabei eher Zufall, beruft sie sich doch auf die Beleidigung, die ihre Vorfahren von den anderen Elben erdulden mussten.
Die Schlange steht nun mal von jeher fuer Hinterlist und Verrat - der Bibel sein Dank.
Ich habe das einfach mal uebernommen, denn irgendwie musste ich ja zu den Alsini, nicht? Icon_wink

Auf jeden Fall habe ich mich sehr ueber deinen Kommi gefreut.

LG
Addi

PS: Keine Sorge,
das auch ihr Blut fliesst sollte erst spaeter rauskommen. Icon_wink

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Beitrag #9 |

RE: Schattengeburt (vor 2889 Jahren)
Hallo Addi,

ein IT muss, wenn es nach mir geht, nicht unbedingt sein. Es sind sowieso nur OT´s wirklich vom Inhalt mit Athalem stimmig. Daher passt es auch so.

Ort:
Gebirge im Norden Athalems
Höhlenfestung der Dúredhel: Tâmin leth’ihend Duâth
[etwa: Schmiede der süßen Finsternis]

=> Hört sich so an, als würdest du eine eigene Sprache für die Dúredhel erfinden. Deine Namen klingen jedenfalls danach.

Schimmernd suchte sich das Blut seinen Weg, rann über die rostigen Glieder der Ketten, hinab in den kleinen Trog aus Rotgold.
=> Vom Lesefluss hätte ich das zweite Komma gestrichen. Kommt mir sehr unnötig vor.

Das dumpfe Leuchten von Millionen von Krêl brach sich darin, verlieh ihm die Farbe frisch geborenem Magmas.
=> Kél?

Trotzdem zitterte die Klinge in ihrer Hand als sie fortfuhr, die rituellen Runen und Muster in das wimmernde Stueck Fleisch zu zeichnen. Das leise Geraeusch rieb schmerzhaft in ihren Gehoergaengen, und am liebsten haette sie es mit einem schnellen Schlag fuer immer zum Schweigen gebracht, aber weder der Ritus selbst noch seine Reglementarien erlaubten dies.
=> Ehrlich gesagt kommt mir hier Geräusch ein wenig "arm" vor. Es will daher nicht recht zum Geschehen passen oder zu dem wimmernden Ding. Wie wäre es mit "Das leise Schluchzen .." o. "Das leise Gejammer" - irgendwie einfach das Wimmern nochmals schöner aufgreifen. Geräusch klingt dafür ein wenig unwürdig.

Instinktiv wollte sie nach unten schauen, sehen, wie viel ihres Lebens bereits auf dem nackten Felsen weilte. Aber der Wille zu obsiegen, eine der Sieben Schwestern zu werden, die stets ueber ihr Volk und seine Belange wachten.
=> Klingt ein wenig unvollständig der letzte Satz. Also würde ein "überwog" fehlen oder so.
"Aber der Wille zu obsiegen, eine der Sieben Schwestern zu werden, die stets über ihr Volk und seine Belange wachten, überwog."
- Verstehst du was ich mein. So hört es sich an, als hättest du mitten im Text einen Rückzieher gemacht.

Sie war die erste 'Abtruennige' ihrer Familie gewesen, die erste Hohepriesterin der Dúredhel, von den Caladhir gefoltert, um an ihr Wissen zu gelangen, und getoetet als sie dieses und eine Rueckkehr zur 'wahren' Lebensart der Elben verweigert hatte.
=> Hört sich böse an, ... ob das auch zu den Caladhir passt?

„Ich war dazu bestimmt, etwas grosses zu werden. Ich war dazu bestimmt, dieses Volk zu fuehren ... mein Volk“, fluesterte sie ihm zu. „Zurueck an die Oberflaeche wollte ich es fuehren, zurueck an die Macht, dem Platz, der ihm zusteht.“
=> Ich finde das passt sehr zu der allgemeinen Verbitterung der Dunkelelben, wie sie auch von Welti mit Dako angedeutet wird. Sie wollen ihren angestammten Platz! Dürsten danach.

So und das war es mit meinen Anmerkungen. - Mir gefällt deine Geschichte sehr sehr gut. Du schreibst, wie man es von dir gewohnt ist, flüssig und sehr stimmungsvoll. Die Atmosphäre der Grotte, das Licht, Rhõfals Opfer. Alles sehr wirkungsvolle Details, grauenvoll und nah ausgearbeitet. Trotz der Magie und des Themas, dass du aufgreifst liest es sich, als wäre es schon immer so gewesen. Sicher, authentisch und auch durchweg überzeugend. Stilisch sowieso - ich glaub da muss ich gar nicht so sehr ins Detail gehe. Du weißt was du kannst und ich weiß es auch. Gutes Handwerk, gute Wirkung = so einfach ist das. Icon_wink

Gegen die Idee an sich für die Entstehung der Alsini spricht an sich nichts. Die Dunkelelben sind vertrieben, ihre Ork-Sklaven (wenn es nach Welti geht) wohl auch sehr geschwächt und ausgelichtet und nun muss etwas neues her, Etwas, das vielleicht zwischen den Menschen wandeln könnte, um zu spionieren und auch zu Kämpfen. Ja, warum nicht. Wäre eine gute Begründung. Dass die Alsini später in Clans leben und sich völlig selbstständig entwickeln was ihre Kultur anbelangt wäre dann zukünftig auch erspielenswert. Sie Inspiriert also, deine Idee.

Mir gefällt es. Von Drakir weiß ich, dass er einen Einwand hat, was die Methoden der Lichtelben angeht. Er wird sich bei dir noch melden, daher momentan noch kein OT. - Aber das wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Gerne gelesen!
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
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Beitrag #10 |

RE: Schattengeburt (vor 2889 Jahren)
Hi Sternchen,
sorry, dass du so lange warten musstest, aber ich war die letzten Tage und Wochen nach der arbeit einfach zu geschafft, um mich ins Internetcafe zu bewegen.

Nun aber:

Zitat:Ort:
Gebirge im Norden Athalems
Höhlenfestung der Dúredhel: Tâmin leth’ihend Duâth
[etwa: Schmiede der süßen Finsternis]

=> Hört sich so an, als würdest du eine eigene Sprache für die Dúredhel erfinden. Deine Namen klingen jedenfalls danach.
-- Icon_smile Nicht wirklich. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, habe ich im Internet die einzelnen Woerter nachgeschlagen. Den Link zu dem ELbisch-Woerterbuch habe ich dir gleube ich schon gegeben, oder?

Zitat: Das dumpfe Leuchten von Millionen von Krêl brach sich darin, verlieh ihm die Farbe frisch geborenem Magmas.
=> Kél?
-- Diese kleinen Dinger habe ich einfach mal aus Neuseeland uebernommen. Hier gibt es kleiner Wuermer, die in Hoehlen und anderen feuchten Orten leben. Sie spinnen Faeden und leuchten des Nachts, um so Beutetiere in ihre Falle zu locken. An so etwas habe ich gedacht. Auch wenn die Krel eher Spinnenaehnlich sind und bei den Orks als Delikatesse dienen. *lach*

Zitat:=> Ehrlich gesagt kommt mir hier Geräusch ein wenig "arm" vor. Es will daher nicht recht zum Geschehen passen oder zu dem wimmernden Ding. Wie wäre es mit "Das leise Schluchzen .." o. "Das leise Gejammer" - irgendwie einfach das Wimmern nochmals schöner aufgreifen. Geräusch klingt dafür ein wenig unwürdig.
-- REcht hast du, ist jetzt abgeaendert.

Zitat:Instinktiv wollte sie nach unten schauen, sehen, wie viel ihres Lebens bereits auf dem nackten Felsen weilte. Aber der Wille zu obsiegen, eine der Sieben Schwestern zu werden, die stets ueber ihr Volk und seine Belange wachten.
=> Klingt ein wenig unvollständig der letzte Satz. Also würde ein "überwog" fehlen oder so.
"Aber der Wille zu obsiegen, eine der Sieben Schwestern zu werden, die stets über ihr Volk und seine Belange wachten, überwog."
- Verstehst du was ich mein. So hört es sich an, als hättest du mitten im Text einen Rückzieher gemacht.
-- Ja, da habe ich wohl ein Wort vergessen. Danke. Ist jetzt ebenfalls geandert.

Zitat:Sie war die erste 'Abtruennige' ihrer Familie gewesen, die erste Hohepriesterin der Dúredhel, von den Caladhir gefoltert, um an ihr Wissen zu gelangen, und getoetet als sie dieses und eine Rueckkehr zur 'wahren' Lebensart der Elben verweigert hatte.
=> Hört sich böse an, ... ob das auch zu den Caladhir passt?
-- Wohl eher nicht. Diese allesliebenden Wesen *wuerg*. Icon_wink
Ist geaendert.

Zitat:„Ich war dazu bestimmt, etwas grosses zu werden. Ich war dazu bestimmt, dieses Volk zu fuehren ... mein Volk“, fluesterte sie ihm zu. „Zurueck an die Oberflaeche wollte ich es fuehren, zurueck an die Macht, dem Platz, der ihm zusteht.“
=> Ich finde das passt sehr zu der allgemeinen Verbitterung der Dunkelelben, wie sie auch von Welti mit Dako angedeutet wird. Sie wollen ihren angestammten Platz! Dürsten danach.
-- Jupp, ich habe versucht, mich an das erste Bild, das Welti geschaffen hat, zu halten, um Widersprueche zu vermeiden. Waere ja auch komisch, wenn die Dunkelelben mal so und mal so waeren.

Zitat:So und das war es mit meinen Anmerkungen. - Mir gefällt deine Geschichte sehr sehr gut.

-- Icon_jump

Zitat:Du schreibst, wie man es von dir gewohnt ist, flüssig und sehr stimmungsvoll. Die Atmosphäre der Grotte, das Licht, Rhõfals Opfer. Alles sehr wirkungsvolle Details, grauenvoll und nah ausgearbeitet.

-- Dankeschoen. Ist auch eine meiner Lieblingsgeschichten, auch wenn ich ich die Idee mit den verschiedenen Ebenen der Magie, die verschiedenen Zirkel schon sehr sehr lange fuer etwas anderes im Kopf hatte. Daher wirkt es dann wohl auch so:

Zitat:Trotz der Magie und des Themas, dass du aufgreifst liest es sich, als wäre es schon immer so gewesen. Sicher, authentisch und auch durchweg überzeugend.


Zitat:Gegen die Idee an sich für die Entstehung der Alsini spricht an sich nichts. Die Dunkelelben sind vertrieben, ihre Ork-Sklaven (wenn es nach Welti geht) wohl auch sehr geschwächt und ausgelichtet und nun muss etwas neues her, Etwas, das vielleicht zwischen den Menschen wandeln könnte, um zu spionieren und auch zu Kämpfen. Ja, warum nicht. Wäre eine gute Begründung.

-- Supi.
* Adsartha strahlt jetzt gerade und erhellt die neuseelaendische Nacht. *lach*

Zitat:Dass die Alsini später in Clans leben und sich völlig selbstständig entwickeln was ihre Kultur anbelangt wäre dann zukünftig auch erspielenswert. Sie Inspiriert also, deine Idee.

-- So war es gedacht, und vielleicht auch der ein oder andere Konflikt, wenn Alsini auf Duredhel trifft. Icon_wink

Zitat:Mir gefällt es. Von Drakir weiß ich, dass er einen Einwand hat, was die Methoden der Lichtelben angeht. Er wird sich bei dir noch melden, daher momentan noch kein OT. - Aber das wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
-- Jo, der Einwand ist jetzt denke ich behoben.
Dir einen herzlichen Dank fuers lesen, Fehlerchen finden und loben. Icon_wink

Icon_bussi

Liebe Gruesse
Addi

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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