Es ist: 28-09-2022, 21:20
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VR: Blaues Blut (453 d.D)
Beitrag #9 |

RE: VR: Blaues Blut
„Hör schon auf zu jammern. Immerhin ist es deine Schuld, dass Chavan sich den Fuß verstaucht hat.“
Arjuk fand ganz und gar nicht, dass ihn Schuld traf - es war Chavan, der sich stets die waghalsigsten Spiele ausdachte -, doch er hatte keine Puste, um Widerspruch einzulegen. Katrina hatte Milena und ihm mit dem Großteil ihrer Einkäufe zur Herberge voraus geschickt, während sie den wimmernden Chavan vorsichtshalber zu einem Heiler brachte.
„Allerdings frage ich mich, ob unsere Geldbörse nicht schon bald bedenklich schrumpfen wird.“ Stirnrunzelnd musterte Milena die Einkäufe. „Großzügiger Proviant, die beiden Herbergszimmer, und dann auch noch Chavans Behandlung... Lumnar hat sich einiges kosten lassen.“
Arjuk aber schüttelte den Kopf. „Katrina weiß schon, was sie macht“, meinte er. Er war zuversichtlich, dass sein Vater ihnen ein großzügiges Reisegeld mit auf den Weg gegeben hatte - vermutlich mehr, als sich Milena jemals erträumt hätte.
Im Augenblick interessierte sich Arjuk allerdings mehr dafür, dass sie gerade in die schmale Straße eingebogenen waren, an deren Ende die Herberge in Sicht kam.
Als er endlich die Tür zum Zimmer der beiden Frauen aufgestoßen und den schweren Korb vom Rücken genommen hatte, stieß er einen Stoßseufzer aus. Auch Milena wischte sich den Schweiß von der Stirn. Kopfschüttelnd ließ Arjuk den Blick über die Berge an Trockenfrüchten und Pökelfleisch, die weichen warmen Decken und den großen blitzenden Kochtopf gleiten.
„Katrina hat sich wirklich zu sehr an den Luxus des Palastlebens gewöhnt“, brummte er.
Zu seiner Überraschung lachte Milena auf. „Es ist wirklich absurd, so etwas ausgerechnet aus deinem Mund zu hören“, kicherte sie.
Arjuk biss sich auf die Lippe. Es gab nicht viele Leute, mit denen er nicht als ein Prinz, sondern einfach nur als er selbst reden konnte. Wenn er es sich recht überlegte, war vielleicht auch das kein unwichtiger Grund gewesen, warum er sich verkleidet auf die Straßen Noatos begeben hatte und sich dort schließlich mit Milena, der Tochter des Schmieds, anfreundete. Seit der Enthüllung seiner wahren Identität hatte sich Milenas Verhalten ihm gegenüber zwar nicht wesentlich verändert, doch hin und wieder erinnerte ihn eine ihrer üblichen spitzen Bemerkungen nun an den Standesunterschied zwischen ihnen.
„Vergiss nicht, ab jetzt bin ich Seyjuk“, sagte er. „Wie wir gehört haben, ist der Prinz bereits tot.“
Milenas Lachen erstarb. Sie hatten auf dem Markt schnell feststellen können, dass die Todesnachricht bereits bis nach Lumnar gedrungen war und sich darüber hinaus bereits allerlei Gerüchte und Vermutungen um den mysteriösen Fall rankten. Milena schien etwas sagen zu wollen, doch eine schüchterne Kinderstimme unterbrach sie.
„Hallo.“
Verdutzt wandten sich die beiden um. Das kleine Mädchen, das sie bereits am Morgen begrüßt hatte, war unbemerkt in die offene Tür getreten.
„Hallo“, antwortete Arjuk verdattert. „Bist du schon wieder hier? Man könnte geradezu meinen, du beschattest uns.“
„Ich pass’ nur auf euch auf“, antwortete die Kleine zu ihrer Überraschung. „Ihr habt ja gesagt, ihr seid am Abend wieder da. Aber wo sind denn die anderen?“
Schon huschten ihre kleinen nachtschwarzen Äuglein suchend durch den Raum.
„Die kommen erst später“, antwortete Arjuk vage, was ihm einen Seitenblick von Milena einhandelte. Zwar war es Chavans Idee gewesen, auf die Mauer zu klettern, aber vielleicht hätte Arjuk ihn doch nicht ausgerechnet dort zu einem Wettkampf herausfordern sollen...
„Erst später?“ Die Kleine blickte zufrieden drein. „Dann kann ich euch ja jetzt meinen Tanz vorführen. Wollt ihr meinen Tanz sehen?“
Das Mädchen wartete die Antwort erst gar nicht ab. Schon begann sie, mit klarer Kinderstimme ihr Lied zu singen und dabei eifrig ihre Tanzschritte im Kreise zu führen. Arjuk erkannte die Melodie sofort. Es war eines der ostländischen Lieder, die Katrina ihm vor langer Zeit gezeigt hatte. Er erinnerte sich an jede einzelne Silbe, und so stimmte er unwillkürlich mit ein, während Milena begeistert im Takt dazu klatschte. Das Kind sah auch einfach zu drollig aus, wie es seine kleinen Ärmchen in die Luft warf. Es schien seine Vorführung sehr ernst zu nehmen und jeden Schritt genauestens auszuführen. Schließlich beendete es seine Darbietung in einer Verneigung.
Milena und Arjuk klatschten Beifall, doch sie wurden jäh unterbrochen, als urplötzlich die Tür mit lautem Krachen aufgesprengt wurde.
„Hände über den Kopf!“
Noch ehe die beiden recht begriffen, was geschah, sahen sie sich schon umringt, die gezückten Waffen auf sie gerichtet. Die Angreifer hatten ihre Gesichter mit Lumpen vermummt, so dass nur noch die Augen hervor blitzten.
Unwillkürlich waren Milena und Arjuk zusammen gerückt. Verschreckt befolgten sie die harschen Befehle: „Los, los, Arme nach oben! Hände über den Kopf!“
Das kleine Mädchen aber lief furchtlos auf einen der kräftigen Männer zu.
„Papa!“
Arjuk verschlug es die Sprache, als der Mann das Mädchen auf den Arm nahm und ihr das Haar zauste.
„Das hast du sehr gut gemacht, meine Kleine. Deinem Charme kann einfach niemand widerstehen, was?“ Er sprach mit seiner Tochter auf Khami, doch Arjuk hatte das dumpfe Gefühl, diese Stimme schon einmal auf Meir gehört zu haben.
Milena und Arjuk wechselten einen Blick. Sie waren voll und ganz in die Falle getappt. Aber wer hatte sie gestellt? Konnte es sein, dass Vulun ihnen so schnell auf die Schliche gekommen war?
„Kommen wir zur Sache.“ Arjuks Herzschlag beschleunigte sich, als der Vater mit dem Kind auf dem Arm auf ihn zutrat. „Durchsucht den Burschen nach Waffen und den Papieren.“
„Papiere?“ Arjuk blickte auf und in die Augen des Angreifers, die ebenso nachtschwarz waren wie die seiner Tochter.
„Sie mal einer an.“ Der Mann musterte Arjuk interessiert, während dieser grob durchsucht wurde. „Du verstehst Khami, nicht wahr, Junge? Bist du am Ende doch der echte Seyjuk?“
Arjuk biss sich auf die Lippe. Hätte er sich besser unter Kontrolle gehalten, hätte er vielleicht einige Gespräche auf Khami heimlich belauschen können.
Als ihm sowohl der Dolch, der unter Arjuks Hemd versteckt gewesen war, als auch das in Wachspapier gewickelte Dokument gereicht wurde, setzte der Anführer seine Tochter ab. In dem Moment, da er das Pergament öffnete und eingehend begutachtete, fiel es Arjuk plötzlich wie Schuppen von den Augen: Es war der Wachposten, der sie auch am Stadttor von Lumnar kontrolliert und nach Caralmur gefragt hatte. Offenbar war ihm damals irgendetwas aufgefallen, so dass er ihnen sofort sein Töchterchen nachgeschickt hatte.
„Wie um alles in der Welt“, sagte der Wachmann nun, indem er mit dem Pergament vor Arjuks Nase herumwedelte, „kommst du an Seyjuks Papiere, die zudem noch so echt aussehen?“
Arjuk schwieg verdattert. Er war davon ausgegangen, dass sich sein Vater gut überlegt hatte, wie er ihn aus der Provinz schmuggeln konnte. Anscheinend war das nicht der Fall gewesen. Irgendwo musste sein Vater einen schwerwiegenden Fehler begangen haben.
Andererseits aber fiel ihm auch ein Stein vom Herzen, dass sich diese Leute offenbar kein bisschen für den toten Arjuk, sondern vielmehr für einen gewissen Seyjuk interessierten.
„Nun? Willst du mir verraten?" Arjuk wich zurück, als der Mann sich ihm drohend näherte.
„Ich... ich habe es von einem Fälscher erstanden“, antwortete er schnell. „Ich wusste nicht, dass es ein echtes Dokument ist...“
„Er versucht, sich aus der Affäre zu ziehen, damit wir ihn nicht zu Yerim bringen“, rief einer der Umstehenden. „Sicherlich ist es Seyjuk!“
„Seyjuk hätte keine Angst vor Yerim“, erwiderte einer seiner Kameraden. „Seyjuk würde sich auch nicht so in die Hosen machen wie dieser Waschlappen.“
„Fängst du schon wieder damit an?“, fiel ihm ein anderer ins Wort. „Ich sage dir, Seyjuk ist ein Feigling, der seinesgleichen sucht. Aber ich gebe dir recht damit, dass dieses Würstchen nicht der echte Seyjuk ist. Seht ihn euch doch nur an, mit seinem fein gearbeiteten Gürtel und der weißen, verwöhnten Haut, wie er uns auf Meir antwortet. Ein Westländer durch und durch.“
„Kein normaler Westländer! Er kannte das Lied vorhin und er versteht Khami.“
„Aber ein echter Kham ist er auch nicht.“
„Seyjuk ist doch auch kein echter Kham...“
Arjuk konnte der hitzigen Diskussion kaum folgen.
„Wenn es nicht der echte Seyjuk ist, warum sollte er dann so dumm sein, sich mit vollem Bewusstsein als ein Mann auszugeben, der sich so viele Feinde gemacht hat wie Seyjuk?“
„Da hast du Recht. Aber warum sollte Seyjuk so dumm sein, seinen echten Namen zu verwenden, obwohl Yerim auf der Jagd nach ihm ist?“
Ein gellender Aufschrei unterbrach die Debatte. Arjuk erschrak nicht minder als die Angreifer, als sein Blick auf das kleine Mädchen fiel, das sich in Milenas Griff wand. Ein Aufschrei ging durch den Kreis der Männer, als Milena mit unbewegter Mine die Klinge eines kleinen Dolches an die Kehle des Kindes setzte.
„Keine Bewegung.“ Milenas Stimme war hart.
„Niemand rührt sich!“, brüllte der Vater des Kindes hektisch. „Niemand krümmt auch nur einen Finger, verstanden?“
Die Männer, groß und stark wie Ochsen, standen nunmehr hilflos und mit flehendem Blick vor Milena.
„Sich an einem unschuldigen Kind zu vergreifen“, schnaubte der entsetzte Vater. „Du solltest dich schämen!“
Milena lachte auf. „Du warst es, der sein Kind für seine Zwecke missbrauchte und in Lebensgefahr brachte“, antwortete sie nur.
„Warum zum Teufel hat sie niemand entwaffnet?“, entfuhr es einem der Umstehenden.
„Aber es gab keinen Befehl dazu“, verteidigte sich sein Kamerad neben ihm.
„Ihr habt einfach nur den selben Fehler begangen wie wir zuvor, als ihr annahmt, ein kleines Kind oder aber eine junge Frau sei keine Gefahr für euch“, erwiderte Milena gelassen. „Wie ihr seht verwende ich nur die Waffen, die ihr auch einsetzt.“
Unwillkürlich schauderte Arjuk bei der Szene. Auch er hatte nicht damit gerechnet, dass das schlanke Mädchen, geboren in einfachen Verhältnissen, einen Dolch so geschickt und selbstverständlich einsetzen würde. Die kaltblütige junge Frau vor ihm schien ein vollkommen anderer Mensch zu sein, als die Tochter eines einfachen Schmiedes, die er zu kennen geglaubt hatte.
„Und jetzt geh.“
Arjuk brauchte einen Moment, bis er begriff, dass Milena mit ihm sprach.
„Aber was wird mir dir...“, setzte er an, doch das Mädchen unterbrach ihn.
„Ich werde nachzukommen, aber erst einmal verschaffe ich dir einen Vorsprung“, sagte sie. „Du weißt genau, dass dein Schicksal nun wichtiger ist als meines. Also geh schon!“
In Arjuks Kopf überschlugen sich die Gedanken. Er konnte Milena doch nicht einfach im Stich lassen! Sicherlich hatte sie Recht damit, dass sich die Angreifer offenbar nicht für sie interessierten. Aber falls sie ihnen in die Hände fiel, dann würden sie sie sicherlich als Geisel einsetzen.
„Hör mal“, sagte Milena eindringlich. „Ich habe da noch ein paar Tricks, mit denen ich hier rauskommen kann. Ich weiß schon, was ich mache. Du kannst mir dabei ohnehin nicht helfen.“
Einen Moment lang zögerte Arjuk, doch der Blick aus Milenas eisblauen Augen war fest und voller Entschlossenheit. Sollte sie tatsächlich eine gerissenere Kämpferin sein, als er angenommen hatte, dann war er ihr in der Tat kaum von Nutzen - im Gegenteil, er würde sie wohl eher behindern.
Arjuk ging. Hastig stolperte er aus der Tür, den muffigen Gang entlang, wäre beinahe über eine Kiste gefallen. Geblendet kniff er die Augen zusammen, als er die Eingangstür der Herberge aufstieß und in das helle Sonnenlicht hinaus eilte. Im selben Moment, da ein Schatten auf seinen Weg fiel, verfluchte er seine eigene Dummheit. Wieso hatte er nur, für jeden sichtbar, den Hauptausgang aus der Herberge gewählt? Etwas zerbarst auf seinem Hinterkopf, dann versank die Welt um ihn herum in Dunkelheit...


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