Es ist: 15-01-2021, 21:56
Es ist: 15-01-2021, 21:56 Hallo, Gast! (Registrieren)


Es verstehen
Beitrag #1 |

Es verstehen
Es verstehen

Wie eine Decke
Legt sie sich über mich
Diese Müdigkeit
Eine Hülle aus Blei

Mein Körper wird so schwer
Wie gelähmt liegt er da
Der Kopf auf deiner Brust
Deinen Herzschlag hörend

Und in der anderen Welt
Begreife ich endlich
Die Ewigkeit gibt es nicht
Auch du wirst verschwinden

Am nächsten Morgen, gewiss
Wirst du weg sein
Dass wir uns geliebt haben
Vergangenheit

Auch wenn du mich verlässt
Deinen Ring hab ich noch
Und er erinnert mich
Dass ich kurz glücklich war


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Beitrag #2 |

RE: Es verstehen
Hallo Eva,

dann machen wir uns mal an ein erstes Gedicht von dir Icon_wink

Auch wenn mich manche hier wahrscheinlich steinigen werden: Satzzeichen tun einem Gedicht manchmal ganz gut. In deinem Fall geht es noch, aber mit Satzzeichen kann man auch schön hervorheben, sie als Stilmittel verwenden, da geht es nicht nur um grammatikalische Korrektheit Icon_smile
Zum Beispiel hier:
Zitat:Dass wir uns geliebt haben
Vergangenheit

Da könntest du hinter das "haben" einen Doppelpunkt setzen, dann fliegt man auch nicht ganz so raus wie man es jetzt tut (jedenfalls bin ich kurz rausgeflogen). Das ist jetzt aber nur eines von vielen Beispielen, die ich anführen könnte.


Insgesamt ist dein Gedicht ja sehr direkt gehalten, ich bin mehr ein Freund von Metaphern, aber selbst wenn du diese sprachliche Direktheit beibehalten möchtest, kann man jedoch an manchen Stellen bisschen mehr rauskitzeln:

Zitat:Mein Körper wird so schwer
Wie gelähmt liegt er da
Der Kopf auf deiner Brust
Deinen Herzschlag hörend

Mein Vorschlag für hier:

"Mein Körper wird schwer,
wie gelähmt liegt der Kopf
auf deiner Brust,
auf deinen Herzschlag lauschend."


Oder hier:

Zitat:Auch wenn du mich verlässt
Deinen Ring hab ich noch
Und er erinnert mich
Dass ich kurz glücklich war

"Auch wenn du mich verlassen wirst,
deinen Ring hab' ich noch
und er wird mich daran erinnern,
dass ich kurz glücklich war."
(Wobei mir hier "für einen kurzen Moment" oder etwas ähnliches besser gefallen würde, dann müsstest du aber vielleicht noch eine Zeile dranhängen.)


Das sind jetzt natürlich nur Anregungen. Du schreibst bisher noch mehr eine Geschichte auf, so wie du sie auch vielleicht jemandem erzählen würdest, es fehlt noch ein bisschen das Besondere daran, auch wenn es wohl ein sehr persönliches Gedicht ist. Man merkt dem Gedicht noch ein wenig die Ungelenkheit an, aber wenn du länger schreibst, wirst du auch mehr Übung bekommen - schließlich haben alle mal irgendwann angefangen Icon_smile Also immer schön weitermachen!


Grüße,
Isola.


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Beitrag #3 |

RE: Es verstehen
Ich für meinen Teil finde es (Ja auch ohne Reime xD) ausgesprochen gelungen und ich auf Satzzeichen verzichten kann ( Das geht tatsächlich liebe Isola *g*) stört mich deren Abwesenheit auch nicht im mindesten.

Mir bleibt nur zu sagen: Weiter so!

Ich freue mich auf weitere Werke

M

Ich bin der Geist, der stets verneint. Denn alles was entsteht ist wert das es zu Grunde geht. Drum besser wärs das nichts entstünde! So ist denn alles was ihr Sünde, Zerstörung, kurz: das Böse nennt, mein eigentliches Element

J.W. von Goethe - Faust I

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