Es ist: 26-10-2020, 08:27
Es ist: 26-10-2020, 08:27 Hallo, Gast! (Registrieren)


Die Sache mit dem ´als´
Beitrag #3 |

RE: Die Sache mit dem ´als´
Hiho!

Mir geht's da wie Chewi, auch wenn es bei mir ein eher neues Problem ist, das mir früher - falls ich es hatte - zumindest nicht aufgefallen wäre. Überall "aber", "doch", "trotzdem" ... im Grunde ist es beruhigend, weil es ja irgendwie darauf hinweist, dass Konflikt im Text ist Icon_ugly, aber wenn eine Word-Seite dann mit roten und grünen und türkisen Markierungen übersät ist, erkennt man die Ausmaße des Problems.
Da ich auf Wortwiederholungen sowieso empfindlich reagiere, treibt es mich beim Überarbeiten manchmal in den Wahnsinn. Vor allem wenn mir alle "aber"s gleich wichtig erscheinen Mrgreen

Mit dem "als" - Cathlyn - sehe ich das etwas enger als beim "und". "Und" ist einfach ein unumgängliches Wort, so wie der/die/das oder so. Aber "als" zeigt ja eine zeitliche Verknüpfung an, also:
"Sarah erschrak, als die Tür aufging"
"Als die Erde zu beben begann, flohen alle Tiere"
"Er zog seine Brieftasche, als die Kellnerin die Rechnung brachte"
Bei solchen Konstruktionen kann man das "als" meistens durch ein "und" ersetzen, weil zwei Handlungen, die innerhalb eines Satzes stehen, ja sowieso irgendwie im Zusammenhang stehen (sollten):
(Die Tür ging auf und Sarah erschrak / Die Erde begann zu beben und alle Tiere flohen / Die Kellnerin brachte die Rechnung und er zog seine Brieftasche)

Ich glaube bei meinen "aber"s leider auch ziemlich oft, dass ich sie unbedingt und ganz dringend brauche, aber wenn man einmal rigoros überarbeitet, merkt man, dass die meisten Sätze auch ohne funktionieren.

Wichtig finde ich, dass man beim Schreiben selbst nicht zu sehr darauf achtet. Das ist eine super Sache für die Überarbeitung (einfach mal alle "Feindwörter" mit Hilfe der Suchen-Funktion ausfindig machen und farblich markieren, dann springt einem direkt ins Auge, wo es zu viel ist), aber während des Schreibens komme ich zumindest besser voran, wenn ich nicht jeden Satz sofort perfekt haben möchte.

Und ich find's auch wichtig, die eigene Sprache nicht zu stark glattzubügeln, gerade wenn man mit personalen Erzählern schreibt. Durch kleine Eigenheiten lässt sich super eine individuelle Sprache kreieren, die dann eben von Erzähler zu Erzähler anders sein kann.
Ich bin zum Beispiel kein Freund von zu vielen Substantivierungen und langen Wörtern, will das aber bewusst bei einem meiner Erzähler einsetzen, weil das einfach seine Welt ist (Bürokrat eben *lach*).

Liebe Grüße
Lanna

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(Zack Finfrock)

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Die Sache mit dem ´als´ - von Cathlyn - 27-09-2014, 06:05
RE: Die Sache mit dem ´als´ - von Chewi - 26-10-2014, 22:48
RE: Die Sache mit dem ´als´ - von Lanna - 04-01-2015, 21:27

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