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Das 10. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
Beitrag #136 |

RE: Das 10. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
So, die letzten beiden Tage war ich aktiv, muss mal schauen ob ich heute noch Zeit habe, da ich noch einiges für die Uni tun muss. Aber notfalls gibt es halt eine Nachtschicht.

Zitat: Wo sind die anderen Schnarchnasen?
Sir, eine Schnarchnase meldet sich zum Dienst, Sir! (Oder wie das bei Frauen heißt …)
Zitat: Passiert euch eigentlich auch manchmal, dass ihr so eine innere Distanz zu euren Charakteren verspürt?
Bei mir ist das vor allen Dingen dann ein Problem, wenn ich ein Kapitel bzw. eine Perspektive längere Zeit nicht mehr anfasse. Das kann leider schon mal passieren, weil ich mitunter in der Handlung hängen bleibe, deutlich schlimmer und anhaltender, als es mir bei Die Stadt passiert ist. Eine Zeit der Dornen ist eine ganze Ecke komplexer und die Pausen sind manchmal notwendig. Nur merke ich dann schon, wie schwer es mir manchmal fällt, die Stimme des Charakters aus den vorigen Kapitel wieder einzufangen. Das ist dann doppelt frustrierend, wenn man nach langer Zeit endlich einen Ausweg aus einer Handlungssackgasse gefunden hat. Inzwischen handhabe ich das so/versuche das so zu handhaben, dass ich an Charaktereigenheiten im ersten Durchlauf einbaue, was mir so in den Sinn kommt und in Überarbeitungen darauf achte, das noch auszubauen oder anzupassen.
Schwierig finde ich es auch immer, nach so langen Pausen wieder in die Charakterentwicklung reinzufinden, damit ich nicht interne Sachen oder Fortschritte wiederhole, die längst schon passiert sind. Ich habe auch festgestellt, dass ich inzwischen für jeden Perspektivträger drei wichtige Elemente wissen muss, bevor die Kapitel fließen: Ich muss wissen, wie seine Stimme ist und wie er denkt. Das ist aber eher weniger wichtig, da ich hier ausbessern kann. Ich muss dazu wissen, wie der Charakter sich intern entwickelt, wie er sich hier und da verhält und wie sich das im Laufe der Zeit vielleicht verändert. Das ist eng verknüpft mit der Handlung der einzelnen Perspektivkapitel, die ich auch im Voraus schon wissen muss, damit ich vorankomme. Im Endeffekt heißt das, dass ich Kapitel oft komplett neu schreiben muss, wenn sich aus den Motivationen und Handlungen der Charaktere andere Subplots etc. ergeben. Ein wenig ätzend, aber im Großen und Ganzen hebt das die Qualität, hoffe ich.
Zitat: Normalerweise erzählt jeder Perspektiventräger bei mir seine eigene Geschichte - aber bei Janis geht es nur um das große Ganze, so als hätte er keine eigene Geschichte zu erzählen.
Darum bemühe ich mich auch, alleine schon, weil die drei Perspektiven zwar alle in der gleichen Stadt sind, aber ganz unterschiedliche Rollen, Ziele und soziale Umfelder haben. Das Ganze ist von einer Geschichte über eine Morde in einer Stadt zu einer Geschichte über eine Stadt geworden, die aus verschiedenen Gründen auf Messers Schneide steht. Und darin eingebettet sind die drei Einzelhandlungen, die zunehmend ineinander greifen.
Ich habe also eher das umgekehrte Problem: Ich habe drei Einzelgeschichten und keiner will sich um den Hauptplot kümmern :D

Zitat: Auf der anderen Seite hab ich dann einen Perspektiventräger, der zu introvertiert ist.
Das Problem habe ich auch. Wenigstens zwei meiner POVs sind viel in ihren Köpfen unterwegs. Da muss ich noch das richtige Maß finden, da meine Charas in der Regel eher intro- als extrovertiert sind. Ich sage mir aber einfach immer wieder, das sei ein Problem für die Überarbeitung :D

Zitat: Da frage ich mich in letzter Zeit oft: Stört es beim Lesen, wenn die einzelnen Perspektiventräger ganz unterschiedliche Persönlichkeiten sind und somit ihre eigene Art haben, die Geschichte zu erzählen (oder gar hauptsächlich ihre eigene Geschichte erzählen), ihren Fokus auf ganz andere Dinge legen als die anderen und sowas
Also mich stört das gar nicht, im Gegenteil. Wenn das gut gemacht ist (woran ich bei dir nicht zweifle)), dann ist das das spannendste überhaupt. (Gut, ich habe das gleiche vor, deshalb bin ich sicherlich befangen :D). Es gibt nichts langweiligeres als einen allwissenden Erzähler, der einfach alles aus der gleichen Perspektive betrachtet und bei dem es keine Nuancen gibt.
In „Eine Zeit der Dornen“ versuche ich das dadurch zu verstärken, in dem ich zentrale Motive habe (die Stadt, die Menge …), die von den drei Charakteren ganz unterschiedlich aufgefasst werden. Für den einen ist die Stadt die Heimat, die Menge, der Lärm, der Gestank ist für ihn eine wärmende Decke, ein Gemisch, in dem er sich lebendig fühlt, umso mehr, wenn er im Laufe seiner Handlung sich auf einmal auf Distanz zu all dem befindet. Für einen anderen Charakter ist die Stadt neu, aufregend, aber auch abschreckend in vieler Hinsicht. Er kommt aus einem behüteten Umfeld, ist mit Geschichten und Gleichnissen groß geworden und so begeistert er auch ist, so oft stößt ihn auch fort, was er erlebt. Der dritte Charakter … joa, die macht sowieso ihr eigenes Ding. :D

Zitat: Gerade wenn die Kapitel nicht so lang sind und dann viel gewechselt wird - wenn ein Kapitel hauptsächlich aus Dialog besteht und der Erzähler viel beobachtet, was andere tun - und das nächste quasi fast nur Dinge erklärt, die irgendwann mal geschehen sind - und wiederum das nächste ist voller Emotionen und viel mehr auf Zwischenmenschliches gerichtet als auf das eigentliche Geschehen vor Ort.
Früher mussten meine Kapitel immer strikt chronologisch sein, von A nach B, der Einstieg war dann der chronologisch passende, nicht der beste. Inzwischen springe ich hin und her, es wird Vergangenheit wieder in Erinnerung gerufen. Im Kern ist das immer noch alles chronologisch aber weniger strikt und ich kann den interessantest-möglichen Einstieg wählen und von da aus mal hierhin, mal dahin navigieren. Ich „erkläre also auch viele Dinge, die irgendwann mal geschehen sind“, aber ich versuche das immer in eine gegenwärtige Handlung einzubetten. Es gibt also keine „A long, long time ago …“ Kapitel, die komplett in der Vergangenheit spielen.

Zitat: Ich denke zum Beispiel, mit Yelena und Nate hätte ich auch eine eigene, ganz andere Geschichte erzählen können. Eine emotionale, dramatische Liebesgeschichte. Aber die ist jetzt nunmal in Kumen-Esh drin, neben der von dem Typen, der langsam irre wird, und neben der von dem Typen, der seinen persönlichen Überlebenskampf ausficht.
Meine völlig unnütze Faustregel lautet in diesem Fall: Alles rein, was sich organisch reinfügt oder Charaktere derart vertieft, dass es hilft, Handlungen und Entscheidungen zu verstehen, alles raus, was Füllmaterial ist.

Zitat: Oh Mann, ich will das Ding fertig haben
Ich will auch, dass du das Ding fertig hast Icon_wink

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RE: Das 10. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread) - von Saryn - 29-05-2015, 15:56
RE: Das 10. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread) - von pendlbäuerin - 10-06-2015, 12:31

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