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Das 10. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
Beitrag #144 |

RE: Das 10. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
Saryn schrieb:Schwierig finde ich es auch immer, nach so langen Pausen wieder in die Charakterentwicklung reinzufinden, damit ich nicht interne Sachen oder Fortschritte wiederhole, die längst schon passiert sind.
Das ist ja ein Punkt, dem ich vermutlich einen kompletten Überarbeitungsdurchgang widmen werde: Wiederholungen rausstreichen. Zu denen neige ich nämlich nicht nur bei Charakterisierungen, sondern in ALLEN Bereichen. Ich hab so viele Gespräche, wo alte Themen nochmal durchgekaut werden. Zum einen, weil ich denke, dass es logisch ist, wenn die Leute drüber reden und zum anderen, weil zwischen den Kapiteln manchmal sooo viel Zeit lag, dass ich selbst nochmal alles für mich aufwärmen musste. Wobei ich ja kein Verfechter der Theorie "Jeder Satz muss die Geschichte voranbringen" bin. Also andere Autoren würden bei mir bestimmt die Hälfte als unnützen Ballast wegstreichen Mrgreen

Saryn schrieb:Ich sage mir aber einfach immer wieder, das sei ein Problem für die Überarbeitung :D
Damit bin ich bisher auch ganz gut gefahren. Aber irgendwie rückt die Überarbeitung plötzlich in erreichbare Nähe und das lässt mich manchmal ein bisschen - ein ganz klitzekleines itzebitzebisschen - durchdrehen. Kann sich hier bestimmt keiner vorstellen, weil ich sonst immer so ausgeglichen und gelassen bin Icon_ugly Icon_panik

@Saryn
Ich find das echt superspannend, wenn du erzählst, wie du solche Dinge angehst und handhabst. Das klingt total professionell bei dir - ich kann mir nichtmal vorstellen, wie man so viel im Vorraus planen kann (und sich beim Schreiben dann noch (größtenteils) dran hält). Inzwischen hab ich ja das Gefühl, dass ich meine Geschichte beim ersten Durchgang einfach sehr, sehr, sehr detailliert plotte und beim zweiten Durchgang erst tatsächlich schreiben werde. Was an meinen fünfmillionen "Hier ändern", "da ändern", "jenes neuschreiben", Anmerkungen liegen mag, die mehr und mehr werden.
Ich versuch zwar immer wieder, mich ein bisschen mit der Theorie auseinanderzusetzen (aktive Protagonisten, Spannungsbögen in Kapiteln, all das halt), aber beim Schreiben läuft dann doch wieder alles anders als geplant.

Saryn schrieb:Alles rein, was sich organisch reinfügt oder Charaktere derart vertieft, dass es hilft, Handlungen und Entscheidungen zu verstehen, alles raus, was Füllmaterial ist.
In der Tat eine unnütze Regel Mrgreen in erster Linie, weil ich nicht zwischen "Braucht die Geschichte" und "Will ich haben, weil es toll ist" unterscheiden kann. Icon_ugly

Zitat:Ich will auch, dass du das Ding fertig hast :Icon_wink:
Write Smiley_emoticons_blush Icon_bussi

D. schrieb:Durch die jeweiligen Überarbeitungen während des Schreibens habe ich das genaue Zählen aus den Augen verloren. Ich mache also eine Gesamtabrechnung und ermittle dann die durchschnittlichen Zahlen, okay?
Du bist eh so ne Wortmaschine, da kommts auf n paar hundert Wörter mehr oder weniger eh nicht an Mrgreen

Zitat:"Nimm Deine stinkenden Pfoten von mir, Du blöder Affe."
Original gesagt von Astronaut Taylor aus dem 1968er Planet-der-Affen-Filme.
Mrgreen Find ich gut! (Ich mag zwar den Film nicht, aber der Spruch ist cool Pro )

Saryn schrieb:Habt ihr für euch schon den besten Arbeitsprozess gefunden oder stellt ihr fest, dass sich immer noch verändert, wie ihr schreibt, auch drastisch?
Abgesehen von Laune-bedingten Schwankungen läuft das Schreiben an KE eigentlich immer gleich: Ich setz mich hin, hab etwa im Kopf, wo ich hinwill oder was gerade passieren soll, und schreibe los.
Anders ist es, wenn ich Kurzgeschichten schreibe. Da sitze ich entweder vorm Monitor, weiß, was ich schreiben soll (oder auch nicht) und bekomm es nicht hin. Oder es geht in einem Rutsch durch, wie im Schreibrausch. Ohne dass vorher was geplant war.

Bei KE schreibe ich solange, bis ich nicht weiterkomme / keine Zeit mehr habe / keine Ideen mehr, und setze dann für gewöhnlich dort wieder an. Meistens lese ich ältere Kapitel nochmal, gerade wenn der POV lange nicht mehr dran war, und wenn mir da spontan was einfällt für die Überarbeitung, merke ich es an. Wenn ich in eine Sackgasse gerate, verzweifle ich solange, bis mir eine Lösung einfällt. Erfordert die Lösung Änderungen an der Vorgeschichte, werden die aufgeschrieben und liegengelassen. Das Umschreiben hebe ich mir komplett für die Überarbeitung auf. Würd mich sonst nur konfus machen, wo ich grade dran bin und wer was weiß und welche Meinung hat.
Also "Überarbeitung" verschiebe ich komplett auf später, das gehört nicht zum Schreibprozess (außer ich verwerfte den am Vortag geschriebenen Kapitelanfang zugunsten einer anderen Perspektive oder sowas.)

Saryn schrieb:Erlegt ihr euch Limits auf, was die Länge eurer Kapitel angeht? Zeichen, Wörter oder Seiten?
Nein. Die meisten werden automatisch so um die 5-7 Seiten lang, glaub ich, aber dazwischen gibt es auch mal kürzere oder längere. Wenn mehr zu der Handlung gehört, will ich das nicht künstlich runterstutzen, genauso wie ich es nicht künstlich aufblähen will, wenn ein Kapitel mal nur eine Seite lang ist. Ich arbeite inzwischen ja auch ein bisschen mit Cliffhangerspannung, so dass es stellenweise sehr wichtig ist, WANN genau das Kapitel in der Handlung aufhört. Und da würde ich dann nicht die Raumbeschreibung zum Beispiel rauskürzen, nur damit es in der Länge passt. Also bei mir geht da Inhalt definitiv vor.

Saryn schrieb:Hab gerade mal deine Pinnwand durchstöbert, nachdem ich ja länger nicht hier war. Mensch, das klingt alles sehr gut. Ich bin richtig begeistert, dass du so gut voran kommst. Wie gesagt, das eBook bestelle ich hiermit vor
Icon_bussi (Hab mich gestern sogar tatsächlich mal ein bisschen mit der Erstellung von eBooks beschäftigt. Auch wenn sich die Technik in 10 Jahren (vorraussichtlicher Erscheinungstermin: Juni 2024) stark geändert haben wird Icon_ugly
Aber ich find das echt toll, hier schon ein paar Lesezusagen zu haben. Das bedeutet mir sehr viel und treibt mich in den dunkelsten Stunden immer wieder an. (Inzwischen ist eine meiner Motivationen, KE zuende zuschreiben, tatsächlich die, dass ich will, dass endlich jemand es liest. Egal wie das Feedback dann ausfällt. Hach, allein der GEdanke daran macht mich wieder ganz hibbelig. Icon_ugly )

Zitat:Und danke für den Link zu Tom Hillebrands 10 Regeln.
Bittebitte - der Mann scheint ähnlich zu schreiben wie ich, das hat mich sehr beruhigt. Und es liest sich lustig Icon_smile

Lady schrieb:Ich glaube es liegt in der Natur der Sache, dass unterschiedliche Leute, unterschiedliche Persönlichkeiten haben.
Ja klar Mrgreen war blöd von mir formuliert ... Bei mir schlägt sich die Persönlichkeit halt auch sehr stark im Schreibstil nieder, deshalb befürchte ich manchmal, dass es sich zu "unruhig" liest. Gerade wenn die Perspektiven eher schnell wechseln.

Lady schrieb:Was mich manchmal beim Lesen stört ist, wenn die Handlungsstränge wechseln.
Da sprichst du ein weiteres Problem von mir an ... Beim Lesen mag ich es nämlich auch nicht so sehr - vor allem wenn, wie du auch sagst, ein "uninteressanter" Handlungsstrang dazwischen ist. Ich hoffe ja bei KE, beide Handlungsstränge interessant gestalten zu können, befürchte aber, dass der, den ich nicht so gern schreibe, besser beim Leser ankommt. Andererseits erhöhen die Infos, die es in diesem Handlungsstrang gibt, die Spannung im anderen, weil der Leser dann mehr weiß als die Protas und schon ahnen könnte, worauf es hinausläuft.


So, nun muss ich aber an die Arbeit. 4 große Plotpunkte hab ich noch vor mir, dann müsste ich das Finale erreicht haben. Und ich hab immer noch keine Ahnung, was ich mit meinem Anta mach. Also, mit einem von den vielen Icon_ugly
Hui, bin ich aufgeregt Icon_smile

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

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(Zack Finfrock)

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RE: Das 10. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread) - von Lanna - 02-06-2015, 14:14
RE: Das 10. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread) - von pendlbäuerin - 10-06-2015, 12:31

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