Es ist: 22-04-2019, 10:05
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Mein Leben mit der Angst
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Mein Leben mit der Angst
                                        Mein Leben mit der Angst



Angst ist ein Grundgefühl von uns, es tritt dann auf, wenn bedrohliche Situationen auftreten die unsere körperliche Unversehrtheit bedrohen, doch was ist, wenn die Angst so stark ist und Sie dein Leben bestimmt, dir sagt, wie dein Alltag aussieht, … nun ja dann sprechen Mediziner von einer Angststörung.

In dieser Geschichte werde ich euch ein wenig von meinem Leben preisgeben und wie der erste Teil schon sagt, werde ich über meine Angststörung schreiben und wie Sie mein Alltag bestimmt.

Mein Tag beginnt um 08:00 Uhr morgens manchmal auch früher je, nachdem wie ich Schicht habe. Als Erstes mache ich mir eine Tasse Kaffee und rauche nebenbei eine Zigarette. Der nächste Schritt ist dann der Gang ins Badezimmer, dort fängt es, an das ich die Türe nicht schließen kann, weil ich sonst danach nicht mehr aus dem Bad gehen kann, weil ich dann denke, das dort jemand in meiner Wohnung ist und mir etwas antun will. Nun habe ich all das erledigt Duschen, Zähne putzen, anziehen etc., … doch bevor ich jetzt aus meiner Wohnung nach draußen gehen kann, muss ich Kontrollieren, ob auch alles ausgeschaltet ist. Mehrmals kontrolliere ich mein Herd, meinen Kaffeevollautomaten, meinen Fernseher einfach alles wird immer und immer wieder kontrolliert, ob es auch wirklich aus ist, denn vorher kann ich meine Wohnung nicht verlassen, weil ich sonst denke, das meine Wohnung in Flammen aufgeht, wenn noch irgendwas an ist. Die Fenster werden ebenso gecheckt, ob die auch zu sind. Es könnte ja sein das jemand einbricht, wenn ich nicht da bin. Ungefähr 1 Std. dauert es, bis ich alles gründlich kontrolliert habe und ich meine Wohnung endlich verlassen kann. Unten angekommen im Treppenhaus bleibe ich nochmal 30 min. vor der Haustür stehen und zähle 3–4 mal bis 30 ehe ich nach draußen gehen kann. Geschafft endlich draußen nun bin ich auf den Weg zur Arbeit. Der weg selber wird zu einer ernsten Mutprobe Tag für Tag, jedes kleine Geräusch erschreckt mich, wenn ich andere Leute in meine Richtung laufen sehe, drehe ich um und nehme einen Umweg, die Angst ist zu groß das sie mir etwas antun. Auf der Arbeit geht es weiter mit meiner Angststörung, was na ja sehr schlecht ist, weil ich als Altenpflegerin arbeite und ein sicheres Auftreten Pflicht ist um den Bewohnern Sicherheit zu vermitteln. Doch wie soll ich ihnen Sicherheit vermitteln, wenn ich mich selber nicht sicher fühle und jeden Moment das schlimmste befürchte. Nach Feierabend gehe ich den gleichen weg wieder nach Hause, doch bevor ich in meine Wohnung gehen kann, muss ich von außen überprüfen, ob auch niemand in meine Wohnung eingebrochen ist dies dauert ungefähr nochmal 15 Minuten. Endlich drinnen angekommen schmeiße ich mich aufs Sofa und ruhe mich etwas aus, doch lange halten tut dies nicht denn jedes knacken und knarren erschreckt mich und ich gehe in den Flur mit blick zur Tür. Am Abend bevor ich schlafen gehe nehme ich mir das Schärfste und größte Messer mit ins Schlafzimmer und lege es neben mir die Angst ist zu groß das jemand in meine Wohnung eindringt und nichts zur Verteidigung habe. Ich mache die Augen zu, doch schlafen geht nicht ich wache bei jedem Geräusch auf und letztendlich bleibe ich Nachts wach, setze mich auf meinen Küchenstuhl und starre die ganze Nacht zur Tür.


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