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Der neue Weltalmanach 1853 - Die Luchta
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Der neue Weltalmanach 1853 - Die Luchta
Die Luchtenischen Staaten 

Von Sigurður Olfurson und Einar Einarson, Königliche Hilmar Universität Kobahøvå


 
Der luchtenische Staatenraum heute – ein erster Überblick

Derzeit gibt es fünf luchtenische Staatswesen in der Welt:
1.    Luchtahinna, der älteste und zugleich größte Luchta-Staat ganz im Nordosten,
2.    das Vereinigte Königreich der Westlichen Inseln (Sammála Konungsríki Vestur Eyjan/Forent Rike Vest Øy/Yhdistynyt kuningaskunta länsi saari),
3.    Dikamik (kongeriger Dikamik),
4.    Nørskim (kongerike Nørskim) und
5.    Šeringen (kungriken Scheringen).
 
Zudem machen Luchta ca. 51 % der Einwohner der aerathischen Provinz Summum-Huggastina aus, wobei die meisten Luchta im Norden und Nordosten leben und dort etwa 90 % der Bevölkerung stellen.
124,4 Millionen Menschen sind Luchta[1], von denen etwa 97 % in den luchtenischen Staaten und Huggastina leben. Größere Minderheiten gibt es in Norodur, Gildstein und Hägimi. Mit 1.064.212 km2 ist Luchtahinna der größte, Dikamik mit 189.678 km2 der kleinste luchtenische Staat.  Zugleich hat Luchtahinna mit 30,8 Millionen Luchta-Einwohnern die höchte Bevölkerungszahl, Nørskim mit nur 7,8 Millionen die niedrigste[2].
Alle luchtenischen Staaten weisen eine ethnisch recht homogene Bevölkerung auf, einzig Huggastina hat einen nennenswerten Anteil von Summum, der sich sowohl politisch als auch kulturell deutlich auf das Staaswesen und auch die jetzige Provinz Summamum-Huggastina auswirkt[3].
In allen Luchta-Staaten werden zudem Luchta-Sprachen gesprochen, die sich alle auf eine Ursprache, das alte Hochluchtenische, zurückführen lassen.
Den Westluchtenischen Staaten, das Vereinigte Königreich eingeschlossen, gemeinsam ist eine konstitutionelle Monarchie mit Elementen der bürgerlichen Selbstbestimmung, die in den einzelnen Staaten unterschiedlich weit entwickelt sind. Besonders Dikamik, das Vereinigte Königreich und Šeringen haben starke demokratische Elemente in ihren Verfassungen verankert, während man in Luchtahinna von einem religiös dominierten autokratischen Herrschaftssystem sprechen kann.


 
Sprachen in den luchtenischen Staaten
Die luchtenischen Sprachen umfassen folgende regionale Ausprägungen und Varietäten einer ursprünglich gemeinsamen Ur-luchtenischen Sprache[4]:
 
·      Hochluchtenisch
·      Høy-Luchtansk  (Luchtahinna-Luchtenisch)
·      Oustenisch (Ostinsel Vereinigtes Königreich)
·      Westenisch (Westinsel Vereinigtes Königreich)
·      staðall tungumál (Vereinigtes Königreich)
·      rige sprog (Dikamik)
·      rik språk (Nørskim)
·      rik språk (Šeringen)
·      standard språk (Westkönigreiche, Huggastina)
Staðall tungumál und standard språk sind künstliche Sprachen, die als bewusste Mischformen der diversen Dialekte als Verständigungsmedien geschaffen worden sind. Nur in Huggastina wird standard språk auch im privaten Rahmen als Muttersprache gesprochen, da es während der I. Dynastie von Huggastina als einzige Amtssprache definiert und hier die Anzahl verschiedener Dialekte besonders hoch gewesen ist. Allerdings ist die standard språk im Wortschaft stark durch das Summum beeinflusst. Zudem wurde standard språk als dritte Verwaltungssprache nach Aerathisch und Summum in der Provinz Huggastina-Summum festgelegt und ist einzige luchtenische Unterrichtssprache.
Das moderne Høy-Luchtansk, das Westenisch, die rige sprog, die rik språk und standard språk sind sich immer noch recht ähnlich, wobei die Verständigung zwischen Sprechern zweier dieser Sprachen je nach dem gesprochenen Dialekt oft einfacher sein kann als die zwischen den Sprechern verschiedener Dialekte einer einzigen dieser Sprachen.
Das staðall tungumál und das Oustenische stehen dagegen dem klassischen Hochluchtenischen und dem Altluchtenischen noch sehr nahe und unterscheiden sich deutlich von den anderen Varietäten des Luchtenischen. Es wird daher auch als Insel-Luchtenisch bezeichnet.
Luchtenisch wird traditionell in einer Runenschrift geschrieben, der fallegur letur oder smuk skrift, wobei die altluchtenische Schrift noch nicht in der Lage ist, die zahlreichen Sonderlaute des Luchtenischen abzubilden, was eine Lesung alter Texte oft deutlich erschwert. So kann die traditionelle Schrift den Unterschied zwischen ð und d  (d) oder å und a (a) nicht darstellen. Auf Førkir entwickelte man eine eigene Runenschrift, die ný letur, während man in den Westkönigreichen auf die hesstische Standardbuchstabenschrift des internationalen Schriftverkehrs auswich, da dies den Handel und Umgang mit den Nachbarn erleicherte, die diese Schrift neben der aerathischen ebenfalls verwenden. In Huggastina wurde lange die Summum-Schrift verwendet, phasenweise immer wieder auch die alte Runenschrift, jetzt hat sich eine Schreibung in hesstischer Normalschrift durchgesetzt.
Eine Widmungsinschrift an der Kathedrale von Luchtahinna in Altluchtenisch und in Transkription in Hesstische Normalschrift:

Konungurinn hefur helgad pessari kirkju til minningar spamannanna
Konungurinn hefur helgað þessari kirkju til minningar spámannanna
 
Religion und Kirche in den Luchta-Staaten – ein Überblick[5]
Die allerersten Luchta, die um 236 die Stadt Luchtahinna (damals noch Ljósheimili) gründeten, hatten wohl eine schamanisch geprägte Naturreligion, allerdings ist das Wissen über diese Zeit systematisch unterdrückt und verfälscht worden, um eine Heilsgeschichte Luchtahinnas erzählen zu können. Da die Besiedlung fast aller Luchta-Gebiete erst nach den ersten Kultreformen einsetzen, findet man nur auf der Ostinsel des Vereinigten Königreichs noch Spuren der ursprünglichen religiösen Lehre. Ausgrabungen, wie z.B. in Wowor, sind in Luchtahinna nicht gestattet – zumal fast alle Kirchen wohl auf den älteren Heiligtümern errichtet worden sind.
Nachweisbar ist, dass Haukur I. um 327 eine Urkunde für den Bau einer Burg bei Luchtahinna ausstellte, deren Beginn lautet[6]:
Í nafni föðurins himinn og móðir jörðin, guði af skóginum og rennsli, draugar vatnið og álverið, vera steinar og loft og forfaðir, Ég,Haukur, byggi þetta kastala.
Im Namen des Vaters Himmel und der Mutter Erde, den Göttern des Waldes und der Flüsse, der Geister der Seen und Pflanzen, der Wesen der Steine und der Luft und den Ahnen baue ich, Haukur, diese Burg“.
Dies zeigt deutlich den polytheistischen und naturverbundenen Urglauben der Luchta, der sich in weiten Zügen noch im Vereinigten Königreich als gömul trú (gömul tru) erhalten hat.
Noch im Krönungsedikt Stymirs III. zum König von Luchtahinna erscheinen neben dem Himmlischen Vater  die Göttin móðir jörðin und zum ersten mal ein Gott Oskor (Oskurri) als Herr des Totenreiches[7]:
Ég sver við föðurhimna og móðir jarðar að ég vil vernda fólkið gegn hættum og sektum, að ég vili heiðra guðin og að ég muni ríkja réttlætanlega og vel! [...]
Ich schwöre bei Vater Himmel und Mutter Erde, dass ich das Volk schützen will vor Gefahren und Feinen, dass ich die Götter ehren will und dass ich gerecht und gut herrschen werde! [...]
Der Ahnenkult scheint aber bereits keine große Rolle mehr gespielt zu haben, denn die ältesten erhaltenen Friedhöfe,  so der an der Kathedrale von Luchtahinna, zeigen bereits Grabsteine ohne individuelle Namensnennung.
479, in der Regierungszeit Håkoons I., wird die Lehre des Jökull, des ersten sicher belegten Propheten als neuer Staatskult verkündet das „Alte Buch“, in dem die Schöpfung der Welt durch Himla und Oskor beschrieben wird zum zentralen Heiligen Buch. Der sehr erfolgreiche Prediger kann schnell eine große Gemeinde um sich scharren und gründet das erste Kloster des Landes. Schnell wird auch der König von den Lehren des Propheten angezogen, da sie eine Reduktion des komplizierten Pantheons und eine mögliche Erlösung der ewigen Seele durch gute Taten beinhaltet.
Über das Leben des Jökull gibt es wenig historische Fakten, auch wenn gesichert ist, dass es sich um eine tatsächliche historische Person handelt, die um 412 geboren worden ist. Die erhaltenen Viten des Propheten, so die berühmte Lög um skýrslur og kenningar spámannsins Jokull von Sigurd von Rangarping, sind sämtlich Jahrhunderte nach dem Tod des Jökull verfast worden. Einzig die anonyme Schrift Jökull. Líf og verk spámanns scheint nach sprachwissenschaftlichen Gesichtspunkten nur wenige Jahrzehnte nach dem Tod des Propheten verfasst worden zu sein. Allen Viten gemeinsam ist die Tatsache, dass man den Geburtsort des Jökull mit Hráfnagil im Osten Luchtahinnas angibt. Über die Familie sind nur wage Informationen erhalten, sie war aber wohl wohlhabend, denn übereinstimmend heißt es, dass das Erweckungserlebnis des jungen Jökull der Tod der Mutter gewesen sein soll. Obgleich der Vater fast sein ganzes Vermögen in Opfergaben an die Götter investiert habe, sei diese dann doch gestorben, was dem späteren Propheten die Sinnlosigkeit der Opferhandlungen vor Augen geführt habe. Die unbefriedigenden Antworten der Priester, was dies denn zu bedeuten habe und ihre Kälte gegenüber der Familie hätten ihn dazu veranlasst, selbt die heiligen Texte zu studieren. Die Vita des Sigurd weiß von einem Studium in Àrborg, allerdings ist das eher nicht zutreffend, da man bis 578 an dieser Hochschule nur Rechtswissenschaften studieren konnte.
Bei seinen Studien der erhaltenen Kultanweisungen, Gebete und Hymnen sei ihm dann eines Nachts im Jahr 431 der Engel Prédikari erschienen, der ihm dann in mehr als 200 Tagen das Alte Buch diktiert habe. In dieser Zeit, so heißt es, seien dem jungen Mann alle Haare bis auf einen grauen Haarkranz in Form einer Tonsur ausgefallen und sein Bart ebenfalls ergraut. Der Engel habe ihm zudem aufgetragen, Klostergemeinschaften zu gründen, in denen die wahre Lehre verbreitet werden solle und die sich der Hilfe und Seelsorge der Menschen in den Städten und Dörfern annehmen solle. Man bezeichnet dies traditionell als die Erste Verkündung (Fyrsta tilkynningin). Jökull verließ daruf die Stadt seiner Studien und zog durch das Land, wo er der Bevölkerung seine neue Lehre verkündete. Eckpunkte seiner Predigten war die Tatsache, dass nur ein gerechtes und gutes Leben die Seele der Menschen retten könne, nicht aber aufwendige Opfer. Er lehnte den Kult an den heiligen Hainen und Tempeln als Verblendung ab und baute selbst zahlreiche Guðs hús, Gotteshäuser. Der Kult sollte in Form einer Gemeindefeier abgehalten werden, in der man der Gottheit dankte und ihre Größe lobpreisen und feiern sollte. Im Alten Buch sind dann auch eine Vielzahl von Gebeten und Liedern erhalten geblieben, die man zu diesem Zwecke einsetzen solle. Zwar erscheinen Himla und Oskor als die zentralen Gottheiten 
im Alten Buch, es kommt aber an insgesamt 345 Stellen auch der Plural guði vor und es gibt kein explizites Verbot der Anbetung anderer Gottheiten neben Himla und Oskor.
Besonders bebedeutsam für die Förderung der neuen Religion, denn als solche muss man den Kult des Jökull wohl einordnen, war die Tatsache, dass ein Arzt des 434 gegründeten Kloster Himninn den bei einem Reitunfall 444 schwer verletzen König Håkoon I. rettete. Der Herrscher war in der Nähe des Klosters auf die Jagd gegangen und dabei vom Pferd gestürzt. Der erst ein Jahr zuvor gekrönte König machte dabei auch die persönliche Bekanntschaft des Jökull, der ihn in seine Lehren einwies und ihm die Erlaubnis abrang, weitere Klöster im ganzen Land bauen zu dürfen. Das erste neue Kloster entstand 447 in Luchtahinna und wurde zugleich zur ersten theologischen Hochschule des Landes ernannt. In den nächsten 30 Jahren entstanden mehr als 300 Klöster im ganzen Land, von denen 30 das Recht erhielten, als theologische Hochschulen zukünftige Priester auszubilden. Zudem entstanden überall neue Gotteshäuser, so dass 478 ein Rat von Priestern der alten Kulte zu einer Synode zusammentrat und den König offiziell aufforderte, dem Treiben der „Ketzer und Lügner“ ein Ende zu bereiten. Der König antworte 479 mit einer eigenen Synode, auf der er zusammen mit Jökull und den Äbten der 50 wichtigsten Klöster des Landes mit dem úrskurður trú umbætur die neuen Lehren als verbindlich für das ganze Reich anerkannte und zugleich mit dem Aufbau von Bistümern und einer Kirchenhierarchie begann. Der Nachfolger des 498 verstorbenen Håkoon, Bjørg II., ist der erste König, der nach einer völlig neu gestalteten Liturgie in einem Gotteshaus in Luchtahinna, dem Vorgängerbau der stór dómkirkjur von Luchtahinna, gekrönt worden ist. Er fördert die Klöster durch großzügige Spenden und baut in den wichtigsten Städten des Landes große neue Kirchen. In seiner Regierungszeit starb Jökull, der in der Gruft der Hofkirche von Luchtahinna beigesetzt worden ist, die bereits Håkoon in Auftrag gegeben hatte. 503 ernennt der König Einhårdi zum ersten Erkibiskup von Luchtahinna, es folgen die Erzbistümer von Laugar (506) und Höfn (510).
Theologisch bedeutsam ist, dass Jökull die Idee des do ut des ablehnt und damit verbunden auch den bis zu diesem Zeitpunkt wohl üblichen Opferkult. Das Gamla Bókin ist eine der wichtigsten Quellen für die Religion vor den Kultreformen, da in ihm bestimmte Praktiken beschrieben werden, die der Prophet als falsch zurückweist.  So heißt es über die Opfer an die Götter[8]:

Guðirnar eru boðin alls konar hluti, mat, bjór, ull, klæði og gull. Og maður gerir ráð fyrir að guðirnir séu þakklátur fyrir þessar litlu hlutir sem þeir hafa búið til og að gefa gjafir til manns. Sjá, það er bull. Af hverju ætti Guð að fá gjafir þínar, þar sem hann skapaði hluti fyrir þig til að lifa! Hann gaf okkur nautið, kornið, fiskinn og allt sem við þurfum. Að fórna Guði er eins og að færa hveiti til mölva eða brauðs til bakarans. Guð vill ekki hlutina þína, hann vill hjörtu þína og sálir þínar. Hann vill ekki að þú kastar gulli inn í vatnið og svelta börnin þín, hann vill ekki að þú slátra svínum og borða prestana og brenna restina og svelta bræður þína. Hann vill að þér sé annt um hvert annað, að vera gott fólk og að elska og vernda hver annan!
 
„Man opfert den Göttern allerlei Dinge, Lebensmittel, Bier, Wolle, Gewänder und Gold. Und man erwartet, dass die Götter für diese Kleinigkeiten, die sie doch selbst erschaffen haben, dankbar sind und dem Menschen ihrerseits Geschenke machen. Seht aber, dass das Unsinn ist. Warum sollte Gott eure Gaben brauchen, wo er die Dinge doch erschaffen hat, damit ihr leben könnt! Er gab uns das Vieh, das Getreide, die Fische und alles was wir brauchen. Gott Opfer zu geben, das ist als ob ihr dem Müller Mehl bringt oder dem Bäcker Brot. Gott will nicht eure Dinge, er will eure Herzen und eure Seelen. Er will nicht, dass ihr Gold in den See werft und eure Kindern hungern, er will nicht, dass ihr Schweine schlachtet und die Priester davon essen und den Rest verbrennen und eure Brüder hungern. Er will, dass ihr euch umeinander sorgt, dass ihr gute Menschen seid und einander liebt und schützt!“
 
Wohl noch zu Lebzeiten des Jökull kommt es zu ersten Zerstörungen alter Heiligtümer, die meist mit Kapellen oder Kirchen überbaut werden.
 
Die neuen Kulte werden sicherlich nicht überall auf Zustimmung gestoßen sein, die luchtenische Geschichtsschreibung hat aber mögliche Gegenbewegungen in ihren Texten stets verschwiegen. Ein einziges Dokument gibt ein wenig Auskunft über mögliche Zusammenstöße zwischen Anhängern der alten und des neuen Kultes. Es handelt sich um den Brief eines sonst nicht näher bekannten Graf Haråld Grindwøldi an den Abt eines Klosters bei Olafsvík, in dem er berichtet, mehr als vierzig Bauern und 100 freie Männer und Frauen seien bei der Erstürmung eines alten Heiligtums in einem Hain getötet, weitere 400 Personen eingekerkert worden. Zudem seien die Priester des Tempels getötet worden, als diese versucht hatten, sich an Holzpfeiler des Heiligtums zu ketten.
Der Übergang vom alten auf den neuen Kult verlief demnach sehr viel weniger glatt und friedlich, als dies die offizielle Geschichtsschreibung Luchtahinnas vermitteln möchte.

Schon kurz nach dem Tod des Propheten Jökull trat der Abt des Klosters von Luchtahinna, Gunnam, für eine Vereinheitlichung der Klosterregeln ein, die dann auch 512 verabschiedet worden ist. Sie sieht unter anderem vor, den vorbildlichen Lebenswandel des Propheten so gut wie möglich zu imitieren. Aus diesem Grund wurden auch Vorschriften zum Äußeren der Priester, Ordensbrüder und Ordensschwestern erlassen, die bis heute zumindest in Luchtahinna und Teilen Nørskims gelten. Dazu zählen der lange Bart und die Tonsur bei Männern und ein das Haar bedeckendes Kopftuch bei den Frauen. Daneben umfassen die Regeln aber auch Vorschriften zu Gebetszeiten, gemeinsamem Essen und den wichtigsten Arbeiten, die ein Ordensbruder auszufüllen hat. Zum ersten Mal werden dabei auch drei obligatorische Gottesdienste am Tag genannt, die zumindest in Luchtahinna bis heute in allen Klöstern und Kirchen des Landes begangen werden. Zudem wurde auch den Laien empfohlen, mindestens einen Gottesdienst am Tag zu besuchen und die beiden übrigen Gebetszeiten zu Hause einzuhalten. In Luchtahinna ist dies auch in modernen Zeiten noch üblich und viele Menschen beten auch während ihrer Arbeitszeit.
Ethisch gesehen ist das Buch Jökull nicht sehr genau, auch wenn es immer wieder Passagen gibt, in denen die Nächstenliebe und der Respekt zu den Mitmenschen betont werden. Was genau aber ein gutes Leben eigentlich sein sollte, wird in ihm nicht näher ausgeführt. Der Gottesbegriff des Jökull bleibt zudem etwas schwammig, läuft aber wohl bereits auf einen Dualismus zwischen Himla und Oskor hinaus.
538, unter Stymir V., tritt mit Eyþor der zweite Prophet auf, der das 1. Prophetenbuch verkündet. Dieses besteht aus Erläuterungen des Alten Buches, Gebeten und neuen Regeln für das menschliche Zusammenleben, die Gesellschaft, den Klerus und die Kultausübung. Nach Eyþor sei es die Rolle der Kirche, dem Staat bei der Herrschaftsausübung zu diensten zu sein, was später zu einem großen Problem werden sollte.
Eyþor ist oftmals sehr viel deutlicher, aber auch radikaler als sein Vorgänger. Über das Leben des zweiten Propheten gibt es sehr viel bessere Quellen, da es gut dokumentiert ist. 503 wurde Eyþor als Sohn des Eyþorfjall und der Snilla in Vesturland geboren. Der Vater war Handwerker, wohl Schuhmacher, denn er gehörte zur Ledergilde der Stadt. Ein Unfall im Jahr 516 machte den Vater arbeitsunfähig und er wurde von diesem Zeitpunkt an mit einer Rente durch die Gilde versorgt. Das Einkommen der Familie war entsprechend gering, zumal Eyþor noch mindestens sechs Geschwister hatte. 518 reiste Eyþor zu einem Bruder seiner Mutter, der als Schneider in Borgarnes tätig war. Dort kam er mit dem Prediger Jonna in Kontakt, der für das Kloster Jökullfjöll außerhalb der Stadt nach Novizen suchte. Genaueres über die Treffen der beiden Männer ist nicht bekannt, sicher ist aber, dass Eyþor 519 als Novize in das Kloster Jükullfjöll eintrat und 521 die volle Tonsur erhielt. Er galt als glänzender Student der heiligen Schriften und man sagt ihm nach, bereits ein halbes Jahr nach seinem Klostereintritt das gesamte Alte Buch auswendig gekannt zu haben. Auch ihm sei dann 521 ein Engel erschienen, als er die Nacht mit Meditation und Gebet in der Klosterkirche verbracht habe. Diese Zweite Verkündung resultierte im Ersten Prophetenbuch. Der Abt des Kloster, Einhård von Seltjarnes, sowie drei weitere Brüder, darunter Jonna, leisten einen Eid, sie haben selbst den Engel gesehen und bezeugen dies in mehreren Schreiben an Bischöfe, Nachbarklöster und letzendlich auch an den Erzbischof von Luchtahinna und den König. 523 wird Eyþor an den Königshof berufen, kann sich vorerst aber mit seinen radikalen Thesen und seiner strengen Auslegung des alten Buches nicht durchsetzen.
Eyþor wendet sich ausdrücklich gegen die Verehrung niederer Götter, die er als Aberglaube zurückweist. Auch die vielen noch immer weit verbreiteten magischen Handlungen des Volksglaubens wie Fieberzauber oder Losorakel, kritisiert er scharf. Schon die von Gläubigen in die Kirche gebrachten Blumen seien als Opfer an den Gott abzulehnen. Bei einer Predigt in der Stor  Kirken in Luchtahinna 529 spricht er sich auch gegen die bildliche Darstellung der Götter aus, insbesondere gegen Statuen, die ein Zeichen der „alten und dunklen Tage“ seien und nur dazu dienten, einfache Geister zu beeindrucken. Der Erzbischof von Luchtahinna verweist ihn daraufhin der Stadt, da es nach der Predigt zu Vandalismus in mehreren Kirchen gekommen ist. Dennoch 530 zum Abt seines Klosters gewählt, beginnt er umfassende Korrespondenzen mit Priestern und Äbten im ganzen Land und findet zahlreiche Unterstützer. Teilweise reisen bis zu 15.000 Personen zum binnen einer Woche zum Kloster Jökullfjöll und es kommt immer wieder zu teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen unter den Zuhörern, so dass sich der Bischof von Borgarnes, bereits ein glühender Anhänger Eyþors, entschließt, seine Kirchentruppen zum Schutz des Klosters und zur Aufrechterhaltung der Ordnung zu entsenden.

Insbesondere seine Vorstellungen davon, was ein gutes Leben eigentlich heißt, sind für die Priester von großem Interesse, da diese Frage offenbar auch viele Gläubige immer wieder beschäftigte. Eyþor zeigt sich dabei als moralisch streng, so lehnt verweist er darauf, dass Mann und Frau nur in der Ehe beieinander liegen dürften, man sich stets demütig gegenüber der Gottheit zeigen solle, strebsam und arbeitssam unnötiges Vergnügen wie Tanz und Musik zur reinen Freude vermeiden müsse, Luxus als Zeichen der Abkehr vom rechten Weg zu verstehen sei und Frauen auch im Alltag ihr Haar mit einem Tuch bedecken sollten. Zudem verwies er darauf, dass das Vorbild des Jökull nicht nur für Priester gelten solle, sondern für alle und forderte die Männer auf zum Zeichen ihres Glaubens ebenfalls einen Bart und eine Tonsur zu tragen. Während der Adel sich gegen Eyþor stellt, da er besonders ihren ausschweifenden Lebensstil kritisiert und bei den adligen Männern langes Haares als Zeichen des Reichtums und des Standes angesehen wird, vebreitet sich seine Lehre besonders unter der einfachen Bevölkerung. 538 besucht die Ehefrau König Stymirs V., Ådalgård, Eyþor und stellt sich danach hinter ihn. Auf ihr Betreiben hin werden mehrere Bischöfe ersetzt, die sich besonders vehemt gegen Eyþor stellen.  In der Öffentlichkeit erscheint die Königin seit 540 stets ohne sichtbaren Schmuck und nur in einfache Leinenkleider gekleidet, das Haar stets durch einen Schleier bedeckt. Sie erwirkt auch, dass 542 der Jonna als Jünger des Eyþor zum Erzieher der königlichen Prinzen ernannt wird und besucht betont Gottesdienste der neuen Ordnung in der Hauptstadt, trotz scharfer Proteste seitens des Erzbischöfs und großer Teile des Hofes. 542-544 amtiert Eyþor  als Hofkaplan  des Königs, 544 ernennt Stymir V. auf Drängen seiner Frau Eyþor zum Erzabt seines Klosters, das damit rechtlich einem Bistum gleichgestellt wird und es dem Propheten erlaubt, den Vorsitz des für 545 angesetzten Konzils in der Haupstadt zu leiten.
Der Adel, der traditionell auch im Klerus stark vertreten war, stellte sich fast geschlossen gegen Eyþor, insbesondere gegen seine Forderungen nach einer Reduzierung des Luxus, der Idee der Gleichheit aller Menschen vor Gott und Gericht und Laientonsur und Bart. Da aber auf Betreiben der Königin bereits zwölf Bistümer und zwei Erzbistümer neu an Anhänger des Eyþor vergeben worden waren, darunter das wichtigste Erzbistum Luchtahinna, konnte sich der Prophet auf dem Konzil knapp durchsetzen, zumal ihm die entscheidende Stimme des Königs sicher war. Verankert in der Ny undirstöðu röð waren auch die Laientonsur, das Tragen eines Bartes und der Schleier für die Frau, belegt mit schweren körperlichen Strafen bei Missachtung. Nachweislich wurden diese aber nur sehr selten verhängt, obwohl sich diese drei Vorschriften kaum im Land durchzusetzen vermochten. Der junge König jedenfall liess  sich zusammen mit 120 Männern des Hofes in einer Zeremonie in der Hofkirche des Palastes scheren und trug danach bis zu seinem Lebensende Tonsur und Bart. Kurz nach Ende des Konzils und der Kanonisierung des Zweiten Prophetenbuches stirbt Eyþor mit nur 43 Jahren und wird in der Kathedrale von Luchtahinna bestattet.
Die erneute Reduktion des Kultes, eine Ablehnung von Götterstatuen und die teilweise sehr strengen moralischen Vorgaben des Propheten führen in Norodom zur Entstehung eines eigenen Königsreichs unter Führung von Bischof Hilmar, der sich auf dem 545 abgehaltenen Konzil gegen die Annahme des neuen Buches und seiner Regeln ausspricht. Hilmar selbst war in Luchtahinna umstritten, da er den Zöllibat auch in den Klöstern ablehnte und selbst mit einer Frau zusammenlebte. Hilmar, jüngster Sohn des Grafen Huldiin von Brack, verstieß zudem nach luchtenischen Gesetzen gegen die Kirchenordnung, da er nach dem Tod seiner beiden älteren Brüder selbst die Verwaltung der Grafschaft des Vaters übernahm. Er war daher breits 541 mit dem Kirchenbann belegt worden, konnte aber durch Versprechen, nach Ablauf einer Frist von 4 Jahren von  seinen gräflichen Ämtern zurückzutreten, diesen Bann wieder lösen.
Ihm schließen sich vier von sieben Bischöfen in Norodom an, dort herrscht darauf 40 Jahre lang ein religiös motivierter Bürgerkrieg, bis sich Hilmars Nachfolger Barne I., sein leiblicher Sohn, durchsetzen kann. Ein scheinbar unbedeutender Punkt war dabei ein zentrales Motiv des Konflikts: Die Bevölkerung Norodoms war zu diesem Zeitpunkt bereits enge kulturelle und politische Bündnisse mit dem Nachbarn Suamin eingegangen. Insbesondere der Adel und das gehobene Bürgertum orientierten sich am östlichen Nachbarn. Lange, gepflegte Haare waren hier ein Zeichen der besitzenden Schicht, ebenso wie ein glattrasiertes Gesicht während man Sexualstrafstätern als Zeichen der Schande den Kopf rasierte. Für den Adel Norodoms war daher der Vorschlag, eine Tonsur un einen Bart zu tragen, nicht mit ihrer Position vereinbar, zumal viele Untertanen Suamin waren.
Barne I. musste allerdings eine Kompromisslösung finden, da viel Anhänger Eyþors auch in seinem Herrschaftsgebiet lebten. Daher wurde die von Hilmar aufgegebene Priester- und Ordenstonsur wieder eingeführt und der Zöllibat für die Klöster durchgesetzt. Der jüngere Sohn Barnes, Nilla, rebellierte offen gegen den Vater und trug selbst die Tonsur als Zeichen seines Glaubens an die Lehren des Eyþor, er wurde allerdings zusammen mit seinen Anhängern hingerichtet. Seitdem steht die Laientonsur in Norodur unter Strafe. 

In Luchtahinna selbst nahmen besonders die Bischöfe der vier westlichen Bistümer Seltjan, Olfus, Vagar und Olafsvík die neuen Lehren nicht an, was zwischen 545 und 678 immer wieder zu teilweise gewalttätig ausgetragenen Konflikten führte und 678 die erste luchtenische Landnahme auslöste in deren Verlauf die östliche Insel des Vereinigten Königreichs besiedelt worden ist. Hier sind es aber andere Gründe als in Norodum: Die Bischöfe lehnen zwar einen großteil der strengen moralischen Vorschriften ebenso ab, wie den Vorschlag der Laientonsur, besonders aber sind sie gegen die Verengung des Kultes auf Himla und Oskor. Nach der ersten luchtenischen Landnahme 678 kommt es nach weiteren Protesten in anderen Bistümern zu einem weiteren Konzil, auf dem dann mildere Formulierungen gefunden werden: Es sei gut, dem Vorbild des Propheten zu folgen, aber jeder müsse sich selbst fragen, in wie weit er dies tun könne. Der damals amtierende König Håkoon IV. selbst trug zwar eine Tonsur, aber nach den Darstellungen aus seiner Zeit nur einen kurzgeschnitten Kinnbart. Die ihm folgenden Könige sind dann meist glattrasiert und ohne Tonsur dargestellt, während die Königinnen durchgängig mit Schleiern bedeckt erscheinen. Es ist allerdings zu bedenken, dass ein Großteil der Bilder das Königspaar beim Gebet zeigt, ob der Schleier bei den Frauen der Oberschicht auch im Alltag verbreitet war, muss eher bezweifelt werden.
In den Kirchen selbst sind ab 648 verstärkt gemalte Bilder der ersten beiden Propheten zu finden, die von den Gläubigen als mynd af sannleikanum verehrt werden, zudem entstehen in den Bistümern immer größere und prächtigere Kirchen, so wird 700 die große neue Kathedrale von Luchtahinna eingeweiht. Neben den Propheten werden auch Heilige verehrt, so der erste Bischof von Luchtahinna, dem man eine prunkvolle Prozession im Sommer widmete.

712 tritt dann mit Gunnåram/Guntram der 3. Prophet auf. In seiner Offenbarung wird auf den dualen Charakter der Gottheit verwiesen und die dienende Rolle des Klerus nochmals unterstrichen. Die Verehrung Heiliger, auch der Propheten, sei auf ein Minimum zu beschränken und das Leben soll in schlichter Demut vor der Gottheit begangen werden. Zu großer Luxus sind ebenso abzulehnen wie ein überbordener Kult oder der Bau prunkvoller Gotteshäuser.
Guntram selbst war Priester einer kleinen Gemeinde im Norden und zog durch seine Predigten zahlreiche Gläubige, besonders der Unterschicht, an. Seine Lehre war deutlich milder formuliert als dies des Eyþor. Er betont aber nochmals, dass es nur zwei Gottheiten gebe, Himla und Oskor, und das ein prächtiger Kult nicht notwendig sei. Zudem betonte er die wichtige Rolle der Fürsorge und des Schutzes für die Ärmsten und forderte die Einrichtung von öffentlichen Schulen und Krankenhäusern. Seinem Aufruf folgten viele der kleineren Klöster auf dem Land, unter den größeren und reicheren Abteien gab es dagegen Widerstand, so dass Guntram 721 vor ein Konzil zitiert wurde. Überraschend wird er dort von einer großen Gruppe von Höflingen um König Gjorn II. und den Landadel unterstützt, die durch den wachsenden Reichtum der Klöster und Kirchen ihre eigene Machtgrundlage gefährdet sehen. Zudem scheint der deutlich gemäßigtere Guntram auch noch bestehende Spannungen wegen der Lehre des Eyþor zu beseitigen, denn zum Thema der Kleider- und Haartrachten äußert sich Guntram nur am Rande. „Das Herz ist wichtiger als das Kleid“. Auch interpretiert er das Luxurverbot des Eyþor vor allem als eine kultische Vorgabe und unterstreicht die dienende Rolle des Klerus. Wenn sich die Besitzenden gut um die Armen kümmerten und ihren Reichtum zum Wohle aller einsetzten, sei privater Luxus keine Sünde. Zu diesem Zeitpunkt kommt das Gerücht auf, Guntram habe ebenfalls seine Weisungen von einem Engel erhalten, doch äußert sich der Prophet selbst nie zu diesen Spekulationen. Auf Druck des Königs und des Adels, aber auch durch einige gewalttätige Ausschreitungen in den Provinzen, nimmt das Konzil die Lehre mit großer Mehrheit an und das Buch des Guntram wird als 2. Prophetenbuch anerkannt.

Im Jahr 797 kam es zu schweren Sturmfluten an den Küsten Luchtahinnas, begleitet von Stürmen, Starkregen und Hagel im Sommer und einem schneereichen Herbst. Zehntausende Menschen kamen ums Leben, später verhungerten mindestens 100.000 Menschen, 70.000 weitere starben an Seuchen. 798 zogen daher hunderte von Propheten durch das Land, die die Abkehr von den Sünden forderten. Von den so genannten „1000 Propheten“ sind 12 durch das Konzil von 804 als wahre Propheten aufgenommen worden, 78 wurden heilig, 134 selig gesprochen. 
Die meisten Bücher enthalten nur Kommentare zu den bereits bestehenden, sie alle betonen aber die Rolle der Kirche und deuten das Wort dienen um zu unterstützen, beistehen. Zudem wird die Bedeutung der Verehrung von Heiligen im richtigen, also kirchlichen Rahmen, herausgearbeitet. Teilweise berühren die Bücher sehr intime Details auch des Privatlebens, so das Buch Hjölgi, dass sich lange mit der Sexualmoral und der untergeordneten Rolle der Frau beschäftigt oder das Buch Vettø, dass genaue Vorschriften zu Haar- und Barttracht der Männer und Kleidervorschriften für beide Geschlechter enthält. Im Buch Árni sind zudem strenge Speisevorschriften enthalten, so unter anderem ein Verbot alkoholischer Getränke, insbesondere von Wein.
Erneut werden die Laientonsur und der Bart für Männer und der Schleier für Frauen, die zudem keine eigenen Recht mehr haben und auf einen männlichen Vormund angewiesen sind, als verbindlich durchgesetzt. Ein angestrebtes Alkoholverbot im ganzen Königreich scheitert zwar, der Ausschank wird aber streng reglemengtiert und in Sichtweite von Gotteshäusern ganz untersagt. Zugleich wird die Rolle des Klerus neu definiert, die aus den Worten der Propheten jetzt ein Mitspracherecht in der Politik und Verwaltung ableitete. Tatsächlich werden die alten Grafschaften nun den Bistümern untergeordenet, die zugleich kirchliche Organisationseinheit als auch Provinz sind. Den Klöstern wird volle Steuerfreiheit gewährt und der Kirche die Einrichtung eines Kirkjan Evrópudómstóllinn zugestanden, dass Vergehen gegen religiöse Vorschriften ahnden kann.
Eine große Zahl luchtenischer Adliger empfindet die neuen Regeln zunehmend als belastend. So wandern ab 865 mehrere zehntausend Personen in der Zweiten Luchtenischen Landnahme auf den Kontinent aus, einige tausend verbleiben in Summum, die meisten ziehen aber weiter und gründen im Westen 878 das Fürstentum Dikamik, vorerst noch nominell als Vasallenstaat des Königs von Luchtahinna.
Die Auswanderung religiös Andersdenkender nach Summum und Dikamik ist zwar eine Belastung für Luchtahinna, insbesondere da viele gebildete Mitglieder der Oberschicht das Land verlassen, andererseits erleichtert es die Durchsetzung der religiösen und damit verbundenen politischen Veränderungen deutlich, die der Kirche immer mehr Macht zubilligen.
Seit den 920er Jahren ist aus Briefen und anderen Dokumenten eine wachsende Unruhe sowohl in der Bevölkerung als auch im Klerus herauszulesen. Kritisiert wurde der Reichtum der Kirche und ihr enormer politischer Einfluss, das üppige Leben der Bischöfe und Äbte, der immer prunkvollere Heiligenkult. An mehreren Orten im ganzen Reich tauchen seit 939 Prediger auf, die in verschiedener Form Kritik am bestehenden System äußern. Bevor einzelne Positionen näher beleuchtet werden, soll zuerst auf die allen gemeinsamen Punkte eingegangen werden:
Die Kernfrage war, wie viele Propheten nach Guntram noch anerkannt werden sollten.
Daneben waren es vor allem Fragen der Interpretation des Alten Buches, die aber bisweilen sehr massive Folgefragen lostraten.

1.    Wie ist der Satz „tveir eru allt guðir“ zu verstehen? Auf Grund der Grammatik der luchtenischen Sprache kamen nämlich drei Interpretationen in Frage:
Zwei sind alle Götter, verstanden als „alle Götter haben einen zweiseitigen Charakter“
Zwei Götter sind alle, verstanden als „es gibt nur zwei Götter“ (Staatskirche)
Zwei ist Gott, verstanden als ein bipolarer, monotheistischer Gott.
 
2.    Ist der Bilderkult durch den Satz Stytta eru guðir svívirðilega verboten?
Auch hier gab es verschiedene Richtungen:
Alle Bildnisse sind verboten, innerhalb und außerhalb des sakralen Rahmens
Alle Bildnisse sind im sakralen Rahmen verboten
Statuen sind verboten, innerhalb und außerhalb des sakralen Rahmes
Statuen sind im sakralen Rahmen verboten
Jede Dekoration im sakralen Rahmen ist verboten
Statuen und Malereien von Lebewesen sind generell verboten
Schmuck und Dekorationen sind generell Sünde
Schmuck und Dekoration sind auf ein Minimum zu reduzieren
Bilder, Bauornamentik und andere Dekorationen sind von den Gebot ebensowenig betroffen wie Statuen außerhalb von Kirchen (Staatskirche)
Statuen sind verboten, Kultbildnisse aber nicht, aller übriger Schmuck ist erlaubt (Förkin)
 
3.    Ist die Rolle des Klerus in der Gesellschaft zu rechtfertigen? Darf es nach dem Alten Buch überhaupt einen Klerus geben? : Prestur eru hjarta einhver
Gestützt auf die ersten beiden Prophetenbücher vertraten die meisten die Ansicht, dass es grundsätzlich einen Klerus geben dürfe, ja sogar müsse. Allerdings lehnten einige die Klöster ab, da sie nicht explizit in der Schrift genannt seien, während die Staatskirche die Auffassung vertrat, Klöster seien durch die Handlungen Jökulls klar als gottgewollt anzusehen.
Daneben gab es aber die Ansicht, dass es gar keine Priester sondern nur Laienprediger geben dürfe. Hier gab es Befürworter und Gegner von Klostergemeinschaften.
4.    Darf es außer dem Wortgottesdienst andere Formen der Liturgie geben?
Orðið guaðir spádómurinn eru allt
Es gab zum einen Vertreter der Ansicht, dass jede Form von ritueller Handlung während des Gottesdienstes zu unterlassen sei. Es solle nur aus dem Buch gelesen werden und gemeinschaftlich gebetet werden.
Andere setzten die Predigt in den Mittelpunkt.
Es gab Befürworter einer Aufwertung der Predigt innerhalb der kanonischen Liturgie.
Bei anderen wurde die Stelle gegen jede Form von Gesang intepretiert.
 
Unter den diversen Predigern, die besonders viele Anhänger um sich versammeln konnten gehörten Klårs von Trøda, damals einer der Hauskaplane des Königs, Ludram von Vidabørg, Gildi von Borø und Gålvein von Huggastina zu den bedeutendsten.
942 predigt von Trøda in der Guntram-Kirke zum ersten Mal zum Thema der „Dreizehn Dringlichen Dinge „þrettán brýn hlutir“, die noch im gleichen Jahr in einer kleinen Schrift „Zu den dreizehn notwendigen und dringlichen Dingen in der Reformation der Heiligen Kirche“, að þrettán nauðsynlegt brýn hlutir í siðbót heilög kirkjan. In diesen positioniert er sich ganz deutlich zu allen wichtigen Fragen:
1.    Es gibt nur einen Gott, der sowohl das Licht, als auch die Dunkelheit ist.
2.    Alle „Kleinen Propheten“ (lítið  profet) sind als falsch abzulehnen. Ihre Schriften sind nichtig.
3.    Kein Priester kann die Gnade Gottes vermitteln, dies kann nur im Herzen geschehen.
4.    Der Kult an Bildern jeder Art ist im Gottesdienst nicht gestattet, Dekorationen zum Ruhme der Gottheit und Kunst im Alltag, die einen Zweck erfüllt, sind aber gestattet, wenn sie nicht ausschweifend und moralisch verwerflich sind.
5.    Der Klerus als leitende Instanz für die Gemeinde ist wichtig, aber der Priester steht nicht über dem Herzen des Einzelnen. Er darf daher auch nicht zu Gericht über ihn sitzen. Der Klerus hat eine dienende Funktion, da seine Aufgabe die Seelsorge ist.
6.    Der Klerus darf nicht herrschen und nicht besitzen, was er nicht zum überleben braucht.
7.    Kein Bischof darf dem Klerus vorstehen als Herr. Entscheidungen müssen alle Mitglieder der Kirche gemeinsam treffen.
8.    Klöster als Orte der inneren Einkehr und Hinwendung zu Gott sind gut und richtig.
9.    Das Wort muss im Mittelpunkt jedes Gottesdienstes stehen. Es muss vorgelesen und durch den Priester in der Predigt erläutert werden.
10. Kultische Handlungen sind nicht notwendig.
11. Gesang dient der Reinigung des Herzens und der Befreiung der Seele.
12. Die Verehrung von Heiligen und Reliquien ist abzulehnen.
13. Jeder Mensch wird rein und ohne Sünde geboren und muss anstreben, diesen Zustand der ursprünglichen Reinheit so gut zu erhalten wie möglich
 
Etwa zeitgleich publizierten auch Gildi von Borø und Gålvein von Huggastina die Schrift „Wege aus der Finsternis“, leiðin frá myrkur, in der sie die in ihren Augen notwendigen Reformschritte beschreiben. Schon in dieser ersten Schrift ist zu sehen, dass die beiden Reformatoren deutlich radikalere Vorstellungen hatten als Klårs von Trøda, insbesondere was seine Position zum Klerus anging, dem er selbst angehörte. Gildi und Gålvein beschreiben die Kirche in einem Zustand des völligen Zusammenbruchs:
Sjá, kirkjan er rotna hvernig gamall brauð og óþefur hvernig mýri viður, þeirra grunnur er rotnun, þeirra vegg sveiflast og ógna falla á okkar höfuð.
 Siehe, die Kirche ist verfault wie altes Brot und modrig wie sumpfiges Holz, ihr Fundament ist zerfallen, ihre Mauern wanken und sie droht auf unser aller Häupter zu stürzen!
Ihrer radikalen Diagnose entspringt dann auch eine radikale Therapie:
·      Es gibt nur einen Gott und ihm allein gehört jede Anbetung und Verehrung. Der Kult von Heiligen und Seligen, Reliquien und Amuletten sind böse Magie und falsche Religion und müssen verboten werden.
·      Alle Propheten nach Guntram sind falsch und müssen verworfen werden.
·      Der Mensch wird beschmutzt geboren und muss sich durch ein moralisch strenges und gläubiges Leben in Demut und Schlichtheit von dieser Befleckung reinwaschen.
·      Weil alle Menschen Sünder sind, kann keiner als Priester über dem anderen stehen. Ein Klerus darf nicht existieren. Die Gemeinden sollten selbst aus ihren Reihen einen Prediger bestimmen, der aus dem Buch liest und darüber spricht.
·      Jede Form von klösterlichem Leben ist als selbstsüchtig abzulehnen. Jeder Mensch muss im Dienst der Gemeinschaft sein Bestes geben und sich für den Erhalt der Gemeinschaft einsetzen.
·      Kunst ist generell ein Weg weg von einem moralischen Leben, da sie keinem unmittelbaren Zweck dient. Kirchen dürfen daher nicht geschmückt werden, Statuen sind auch im alltäglichen Leben als Anmaßung von Schöpfungskraft durch den Menschen eine Sünde.
·      Außer dem Wort der Schrift, der Predigt und dem Gemeindegebet darf es keine andere Form der Anbetung geben, außer das private und stille Gebet. Gesang und rituelle Handlungen sind falsch und Sünde.
 
Beide Denkschulen können binnen kürzester Zeit zehntausende von Gläubigen überzeugen. Klårs bereist als Redner sogar die Luchta-Siedlungen in Huggastina und Dikamik, wo er viele Anhänger gewinnen kann. Allerdings bilden sich in Dikamik bald darauf eigene Reformströmungen unter Ludram von Vidabørg, die besonders bei der Kultgestaltung mehr Konzessionen an die Staatskirche machen wollen, aber wie Klårs z.B. die untergeordnete Rolle der Frau, die Laientonsur und die politische Macht des Klerus ablehnen.
Gildi von Borø und Gålvein von Huggastina finden dagegen vor allem in Norodur und Suamin Anhänger wo mit Håbbåd noch ein weiterer Reformator auftritt, der als radikalster Prediger zu verstehen ist, da er eine wörtliche Auslegung der Schrift vertritt und jede Form weltlicher Herrschaft ablehnt. Er findet vor allem in Norodur Anhänger und wird sogar heimlich von den lokalen Grafen gestärkt, um Luchtahinna zu schwächen. Da aber die luchtagläubigen Menschen in Norodor und Suamin nur eine kleine Minderheit im Land darstellen, sind dies vor allem Nebenschauplätze der Reformation.
952 ist der Aufruhr im ganzen Reich so groß geworden, dass der Erzbischof von Luchtahinna das Konzil von Luchtahinna einberuft, an dem alle Bischöfe und Äbste, ausgewählte Priester und vor allem die fünf führenden Reformatoren auftreten sollen.
Nach hitzigen Debatten, die mehrfach handgreiflich werden und einmal in einem Mordversuch an Gildi von Borø und Gålvein von Huggastina enden, verlassen die Bischöfe Dikamiks, Førkirs und Huggastinas trotz massiver Drohungen des Erzbischofs das Hauptkonzil und tagen als kleines Konzil weiter in Kobahøvå. Durch die Initiative Ludram von Vidabørgs, kommt es zum „Erlass der Vereinigung der Kirchen von Dikamik, Huggastina und Førskin zur nyhet skole“ im Jahr 953.
Kernpunkte des neuen Kirchenprogramms sind:
·      Es gibt nur einen Gott
·      Guntram war der letzte wahre Prophet
·      Der Klerus hat eine dienende Funktion und soll nicht herrschen
·      Dem Wort kommt im Gottesdienst die größte Bedeutung zu
·      Statuen der Gottheit sind verboten
·      Die Gemeinschaft der Gläubigen hat ein Mitspracherecht in der Kirche
·      Der Erzbischof von Luchtahinna ist nur der Erste unter Gleichen
·      Der Mensch kann nur durch ein gutes Leben sein Seelenheil erlangen
·      Der Mensch muss der Gemeinschaft nützlich sein.
·      Klöster als Orte der Besinnung auf Gott sind gut und richtig.
·      Der Prunk in den Kirchen soll reduziert werden.
·      Gesang ist Ausdruck der Herzensfreude und soll einen wichtigen Platz im Gottesdient einnehmen.
 
Ludram von Vidabørg bietet dem Erzbischof in wochenlangen Verhandlungen an, dass er noch bestimmte Rechte bei der Ernennung von Bischöfen behalten könne, droht aber insgeheim damit, wieder in das Lager der radikaleren Reformatoren abzuwandern. Kurz vor Ende des Jahres 953 kommt es zu einem Abschluss des Konzils, das in einem Eklat endet und die Beziehungen zwischen der nyhet skole und der konservativ skola bis heute belastet:
Der Erzbischof von Luchtahinna erklärt die Gründung der Kirchengroßprovinz Dikamik, Førkir und Huggastina unter dem Vorsitz des zum Erzbischof ernannten Bischof von Kobahøvå mit „eigener lokaler Tradition, die wir als nyhet skole bezeichnen“. Zugleich verkündet er das Reformprogramm für die Staatskirche, die konservativ skola:
·      Reduktion ritueller Handlungen im Kult
·      Verbot, im ganzen Reich Statuen aufzustellen
·      Festlegung des Dogmas der Zwei Götter, die einer sind
·      Ablehnung der Verehrung von Seligen, Verbot der Reliquienverehrung
·      Anerkennung von fünf Großen und drei Kleinen Propheten nach Guntram
·      Reduktion der Prophetenverehrung
·      Verbot für den Klerus, politische Ämter zu bekleiden
·      Laientonsur und Bart als verpflichtend für alle Staatsbürger Luchtahinnas
·      Schleier für Frauen
 
Zugleich verkündete der Erzbischof aber auch den Kirchenbann gegen die Reformatoren und ihre Verurteilung als Ketzer, was zu Tumulten auf der Versammlung führte. Ein Versuch der Bischofsgarde, die fünf festzunehmen scheiterte, da die Leibwache des Fürsten von Ligahimma, Norodur, eingriff.
Da der König von Norodur sich gegen das Konzil stellt und den Reformatoren Unterschlupf bietet, fordert der Erzbischof von Luchtahinna den König auf, dem Nachbarn den Heiligen Krieg zu erklären, was dieser auch aus politischen Gründen gerne annimmt, so dass 953 der I. Nordische Krieg zwischen Norodur und Luchtahinna beginnt. Um nicht in den Krieg hineingezogen zu werden und auf Grund der guten Beziehungen zu Klårs von Trøda erklärt sich der Fürst von Dikamik zum König, Tjark III./I., und trennt so auch die letzten politischen Bande zur alten Heimat.  Bezeichnenderweise verweigert auch jarl Bjarki II. auf der Ostinsel die im folgenden Jahr geforderte militärische Unterstützung des Königs von Luchtahinna und bereitet auch den Austritt seiner Insel aus der Staatskirche in vollem Umfang vor, der allerdings erst 1030 offiziell vollzogen wird.
Anfangs kann sich, bei wechselndem Schlachterfolg, die Nordkoalition mit dem so genannten Reformationsheer, siðbót her, gegen die Reichsarmee, rik hær, durchsetzen. Allerdings schwindet in den folgenden drei Jahren die Unterstützung der Adligen in Norodur für die Reformatoren, insbesondere für Gildi von Borø und Gålvein von Huggastina, die sich auch mehr und mehr mit den Anhänhegern Klårs‘ von Trødes überwerfen. Als Auslöser offener Feindseligkeiten gilt ein Dankgottesdienst nach der gewonnen Schlacht von Hjølbakka: von Trøde stimmte ein Dankeslied an, woraufhin Gildi von Borø und Gålvein von Huggastina und ihre Anhänger aus Protest das Gotteshaus verließen und am nächsten Tag über das sündige Verhalten von Trødes Predigten halten und ihn einen Bakover nennen. Der zur Schlichtung angerufene Ludram von Vidabørg, jetzt Erzbischof von Kobahøva und Primas der nyhet skole, kann die Gemüter nur oberflächlich beruhigen. Politisch neuer Druck entsteht, als einzelne Grafen Separatfrieden mit Luchtahinna schließen und das nordische Reformationsbündnis so massiv unter Druck setzen. 957 bedroht eine Luchtahinna-Armee sogar die Hauptstadt Ljóshöfnin. In den besetzten Gebieten werden die Anhänger der Reformation zu Zwangskonversion gezwungen oder gefoltert und getötet, so dass sich Klårs von Trøde entschließt, dem Angebot Ludgrams zu folgen und mit seinen Anhängern das Land zu verlassen. In Huggastina stirbt er allerdings, so dass die Führung der etwa 123.000 Personen seinem Stellvertreter Knådur, dem ehemaligen Bischof des neuen Bistums in Ljóshöfnin und zweitältester Sohn des Herzogs von Kumbåland, zufällt. Stärker noch als von Trøde selbst beharrt er auf der Einhaltung der 13 Vorschläge als Grundlage der neuen Kirche, was ihn in einen Konflikt mit Ludram und einigen tausend Anhängern bringt. Etwa 28.000 Menschen lassen sich daraufhin in Huggastina nieder, die übrigen bekommen von König Tjark I. das unbewohnte Land im Norden seines Königreichs zugewiesen, wo sie das Fürstentum Nørskim gründen, dass vorerst noch als ein Lehen Dikamiks gilt.
959 endet der I. Nordkrieg mit einem Friedensvertrag zwischen Luchtahinna und Norodur. Der Grenzverlauf von 953 wird wieder hergestellt und Reformierte aus Norodur dürfen nicht mehr nach Luchtahinna einreisen. Der Besitz reformatorischer Schriften oder das Feiern reformierter Gottesdienste wird in Luchtahinna seitdem mit dem Tod bestraft. Ein Gesetz das noch heute gültig ist.
 
Die Reformation führte demnach zu folgenden Kirchen und Teilkirchen
·      die konservativ skole als Staatskirche von Luchtahinna
·      die Forent og assosiert nyhet skole von Dikamik, Grånland, Huggastina und Šeringen
·      die Frie nyhet skola als Staatskirche von Nørskim
·      die fornyet radikalet frie kirke in Norodur
·      die Vekke kirke in Norodur und Suamin
·      zahlreiche frie lokalsamfunn stark reformierter Richtung in Norodur, Suamin und Dikamik
·      sowie die nur noch lose mit den verschiedenen Kirchen verbundene gömul trú in Førkir.
 
Offiziell waren alle Kirchen bis auf die frie lokalsamfunn bis 1851in einer Union mit der Kirche von Luchtahinna verbunden, der Ezbischof von Luchtahinna gilt als Repräsentant der ganzen Kirche, nur Førkir hatte die Union bereits früher verlassen. 1851 entschieden sich dann auch Šeringen, Dikamik und Grånland für einen völligen Austritt aus der Kirchenunion. Auf einem Kirchentag in Kobahøvå wurde die Loslösung von der Kirche Luchtahinnas offiziell bestätigt und zugleich die uafhængigt kirke/ uavhengig kirke/ oberoende kyrka gegründet, die sich stark am Modell der Staatskirchen von Dikamik und Šeringen orientiert und aus der Reihe ihrer Bischöfe jeweils für fünf Jahre einen Vorsitzenden des Rates für Religion wählt. Der König von Nørskim erklärte bei zunehmendem religiösen Druck in seinem Land, der von Luchtahinna befördert wurde, 1852 ebenfalls seinen Austritt aus der Kirche, konnte sich aber mit seinem Plan der Unabhängigen Kirche beizutreten nicht gegenüber seinen Bischöfen durchsetzen, so dass in Nørskim die Gammel troende kult felleskap og rik kirke entstand. Es ist daher grundsätzlich gerechtfertigt, von einer gemeinsamen religiösen Grundlage aller Luchta zu sprechen.
 
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