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Der neue Weltalmanach - das Zentralland, Königreich Dan
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Der neue Weltalmanach - das Zentralland, Königreich Dan
Kuningriik Dan
Königreich Dan



Austa jumalaid, aust kuningat, austada inimesi






Amtssprache(n): Emakeel

Hauptstadt: Kraslava

Regierungsform: parlamentarische Monarchie

Staatsoberhaupt: Königin Triinu I. 

Regierungschef: Premierministerin Eda Helin 

Fläche: 93.989 km2

Einwohnerzahl: 23,4 Millionen

Bevölkerungsdichte: 249 Ew./km2

Währung: Münt

Das Königreich Dan versteht sich – trotz seiner sehr freundschaftlichen Beziehungen zum Nachbarn im Norden – als der eigentliche Nachfolger der verschiedenen vadannischen Staaten. Die Königsdynastie der Ratas, die einst das Königreich Leifland gegründet hatte, regiert noch heute in Dan, auch wenn die Hiilgavalt Revolutsioon sie den Norden ihres ehemaligen Herrschaftsgebietes gekostet hat. Wirtschaftlich deutlich erfolgreicher als der Norden ist Dan heute ein moderner Staat mit einem ohen Maß an bürgerlicher Beteiligung. Auf Grund der blühenden Wirtschaft hat Dan auch keine Probleme mit rechts-konservativen und populistischen Bewegungen wie der Nachbar im Norden. 

Geographie
Landschaftlich zerfällt Dan, das im Norden an Van, im Osten an Baştu, im Westen an Tsch und im Süden an den Weiten Ozean grenzt, in vier Zonen:
Der äußerste Westen ist eher trocken und eignet sich nur in den Küstenzonen für Landwirtschaft. Der Westen ist auch der am dünnsten besiedelte Teil des Landes. 
An diese Ebene schließt sich östlich das Große Waldgebiet (suur metsamaa), im Westen vor allem Nadelwald, im Osten geht dieser dann in einem Mischwaldgebiet über in das Tiefland (Madalikud). Noch auf dem Staatsgebiet von Van entspringt im Kivine Gebirge der Sirge jõgi, der westlich von Kraslava ins Meer mündet. 
Im Nordosten liegt das Delta des Suur Valesti, von dem aber nur der idapoolne käsi und der läänes käsi ins Meer münden. Zwei Arme speisen die großen Seen Sügav und Madal, ein dritter entwässert sich in dem sumpfigen Waldland des Deltas. Dieses ist von einem reinen Laubwald bewachsen und teilweise durch sumpfige Wiesen und Auen geprägt. Das sehr feuchte Delta wurde durch aufwendige Mühlen, die man aus Dikamik importierte, Kanäle und Deiche urbar gemacht. 
Im Südosten liegt das Suur Rohumaid, das Große Grasland . 

Administrative Gliederung

Das Königreich Dan ist in vier Herzogtümer (Hertsogkonna), die den Landschaften des Landes weitgehend entsprechen, gegliedert. 
Im Westen liegt das Herzogtum Talsi, im Waldland das Herzogtum Valka, im Grasland das Herzogtum Kandava und im Nordosten das Herzogtum Smilene. Die Hauptstadt mit dem umliegenden Gebiet gehört zu keinem Herzogtum. 
Der Titel Herzogtum weckt zwar den Anschein einer feudalen Herrschaftsstruktur, allerdings sind die Adligen als landesherrliche Fürsten bereits seit Gründung des Königreichs Leifland zu Gunsten von Beamten der Zentralregierung und den alten Standesvertretungen entmachtet worden. Heute sind die Herzöge von Talsi, Valka, Kandava, Smilene die ranhgöchsten Mitglieder des so genannten Kõrge Aadel, des Hochadels wobei ihnen die Ehrenanrede Teie Kõrgu Armu, Euer durchlauchtigste Gnaden, zusteht, während den anderen Herzögen nur die Anrede Teie Armu, Euer Gnaden, zusteht. Die Dynastein der vier großen Herzöge werden auch als die esivanemate kodu, Erbhäuser bezeichnet, weil sie a) ihren Sitz im Oberhaus des Parlamentes vererben und b) beim Aussterben der Ratas-Dynastie unter sich per Wahl einen neuen König bestimmen dürfen. Seit der Verfassung von 1836 ist das Königreich aber faktisch ein Bundesstaat mit einer ganz ähnlichen Struktur wie sein Nachbarland. Die Herzöge haben keine staatsrechtliche Stellung, sondern sind nur Repräsentanten ihrer Regionen. Die Regierung der Regionen liegt in den Händen des vom Parlament gewählten Stjuuard, des Truchseßes. 
Das Parlament der Regionen, Maja hääletus, Abstimmungshaus, wird direkt gewählt. Seine Komeptenzen entsprechend weitgehend denen der Länderparlamente in Van. 
Eine Besonderheit des Königreiches sind aber die freien Reichsstädte (vabad linnad kuningriigis) Tukmus und Alükene, die wie eigene Bundesländer organisiert sind. Dies hat verschiedene historische Ursachen, die hier nicht näher ausgeführt werden sollen. Seit einiger Zeit gibt es aber Kritik an dieser als unökonomisch verurteilten Sonderverwaltung und es gibt Bestrebungen, die Städte in die Herzögtümer einzugliedern, allerdings bei Beibehaltung eines hohen Mßes an innerer Autonomie. 
Die Herzögtümer sind in Grafschaften (maakonad) aufgeteilt. Von den 27 Regionen haben aber nur nohc 14 wirklich Grafen. Verwaltet werden alle Regionen durch den piirkondlik stjuuard und ein Regionalparlement, die Maakona kogumine . 

Politisches System

Dan ist eine parlamentarische konstitutionelle Monarchie. Der König ist „riigi sümbol“, also das Symbol des Königreiches. Darin erschöpft sich auch weitestgehend seine Funktion. Zwar tragen alle Gesetze seine Unterschrift, aber er hat kein Veto-Recht. Er eröffnet das Parlament und ernennt die Regierung. Das Parlament auflösen kann er allerdings nur auf Antrag des Parlaments selbst. Nur in dem Fall, dass keine Mehrheiten nach einer Wahl binnen drei Monaten zustande kommen, kann der König lenkend eingreifen und entweder eine Minderheitenregierung ernennen oder Neuwahlen ausschreiben. Der König ist ehrenhalber Oberbefehlshaber der Streitkräfte, hat aber keine exekutive Gewalt über die Streitkräfte. Zweimal in der Woche wird der König durch den Premierminister über die politische Lage informiert und er hat das Recht, den Regierungschef zu beraten.
Die Exekutive liegt in der Hand der riigi valitsus, der Reichregierung. Diese besteht aus dem Premierminister, Peaminister und dem von ihm bestimmten Kabinett. Der Premierminister hat die so ganannte Richtlinienkompetenz. In der Ausgestaltung der Verfassung – ein vom Parlament aus der größten Fraktion gewählter sehr mächtiger Regierungschef mit Richtlinienkompetenz, ein starkes Parlament und ein vor allem symbolisches Staatsoberhaupt – sind die Bezüge auf die ältere Bundesverfassung von Van nicht zu übersehen. 

Die Legislative liegt bei der riigi kohtumine, der Reichsversammlung. Diese ist ein Zeikammerparlament mit einer Vertretung der Regionen im Oberhaus (Maakonade Maja, Haus der Grafschaften). Die 14 noch amtierenden Grafen sowie die vier Herzöge sind in diesem Oberhaus vertreten, allerdings haben die Grafen kein Stimmrecht, anders als die Herzöge. Alle 27 Regionen haben jeweils drei Abgeordnete, die durch die regionalen Parlamente entsandt werden, weswegen der Stimmenanteil der Herzöge eigentlich nicht ins Gewicht fällt. Dennoch gibt es seit einigen Jahren Kritik am Stimmrecht der Herzöge, da diese nicht demokratisch legitimiert sind. Gerade die Bürgerpartei für Demokratie und Transparenz (Kodanike partei demokraatia ja läbipaistvuse jaoks, KPDLJ), derzeit mit 21,2 % die drittstärkste Kraft im Parlament und in einer Koalitionsregierung mit der Sozial-Liberalen Partei (Sotsiaaldemokraatide partei, SDP) ist, setzte sich im letzten Wahlkampf stark für eine Abschaffung der Sonderrechte der Herzöge ein und bezeichnete diese als überkommene Reste einer alten, feudalen Ordnung. Die übrigen Parteien – und auch eine Mehrheit der Bevölkerung – sieht dies aber als wenig problematisch an, da das Oberhaus über eine nur sehr beschränkte Kompetenz verfügt. 
Die zweite Kammer des Parlaments, die Valimiste Kambris, ist die eigentliche gesetzgebende Kraft in Dan. Das Parlament hat 125 Mitglieder die nach einem Mehrheitswahlrecht direkt alle vier Jahre durch das Volk gewählt werden. Das Mehrheitswahlrecht hat bisher eine Zersplitterung des Parlaments verhindert, macht es andererseits aber kleineren Parteien und freien Kandidaten schwer, einen Sitz zu erringen. Die vier wichtigsten Parteien des Landes (siehe dazu weiter unten) verhindern bisher erfolgreich eine Reform des Wahlgesetzes, sind jetzt aber durch das Verfassungsgericht dazu aufgerufen worden, bis zur nächsten Wahl in drei Jahren ein neues Gesetz vorzulegen, das es auch kleineren Partei erlaubt, in das Parlament einzuziehen . 


Parteien
Auf Grund des oben beschriebenen Wahlrechts sind nur vier Partein von landesweiter Bedeutung, nämlich die Bürgerliche Partei für Fortschritt und Frieden (Kodanikupartement edu ja rahu saavutamiseks, KERS), die Sozial-Liberalen Partei (Sotsiaaldemokraatide partei, SDP), die Bürgerpartei für Demokratie und Transparenz (Kodanike partei demokraatia ja läbipaistvuse jaoks, KPDLJ) und die Partei für den Schutz der Natur und für Nachhaltigkeit (Looduskaitse ja jätkusuutlikkuse kaitse osapool, LJKO). Derzeit stärkste Kraft im Parlament ist die SDP mit 39 %, die zusammen mit der KPDLJ mit 20 % in einer Koaltion regiert. 
Die KERS hat derzeit 31 %, die LJKO 10 %. Die letzte Regierung war eine Alleinregierung der KERS, davor regierte die KERS mit der LIJKO. Ein politischer Beobachter aus Tzra hat sich einmal sehr beeindruckt von der Kompatibilität der verschiedenen Parteien in Dan gezeigt und tatsächlich gab es schon Koalitionen aller Parteien miteinander. Alleinregierungen sind dagegen in Dan eher selten. Ein Grund für den Verlust der Mehrheit der KERS sehen Wahlanalytiker in deren „Programm zur Einheit des Vaterlandes“ (Isamaa Saatus), dass eine mittel- oder langfristige Wiedervereinigung mit Van anstrebt. Diese Idee hatte eine Zeit lang recht viele Anhänger, seit dem wirtschaftlichen Niedergang des Nachbarn und dem Erstarken anti-demokratischer Elemente hat aber die Begeisterung für das Projekt im Volk deutlich an Zustimmung verloren. 
Hoffnungen auf einen Parlamentssitz bei einem Verhältniswahlrecht können sich die konservativ-ländlich orientierte Heimat- und Bauernpartei (Tšehhi ja maamajade partei, TMP), die Arbeiterpartei (Tööpartei, TÖÖP) und die bürgerlich-intelektuelle (Haridus- ja teadusparte, HTP) machen. Die TÖÖP ist bereits in mehreren Regionalparlamenten des Herzogtums Valka vertreten, die TMP in Regionalparlamenten in Kandava, die HTP ist bisher nur im Stadtparlament der Hauptstadt sowie der freien Stadt Alükene vertreten . 

Medien
Die Medienlandschaft Dans ist sehr bunt und die Presse kann als frei und kritisch bezeichnet werden. Es gibt insgesamt sechs überregionale Zeitungen, von denen das Õhtune leht als eher bürgerlich-konservativ, die Hommikune Leht, die Postille und die Aeg bürgerlich-liberal und die TÕDE links-sozial eingestuft werden können. Die wichtisgte Zeitung der Hauptstadt ist der Kuninga Suu, die auch das offizielle Verlautbarungsorgan des Königshauses ist. Daneben gibt es regionale und lokale Zeitungen . 

Bildungssystem
Wie oben bereits erwähnt, hat man vor einigen Jahren das sehr gut organisierte Bildungssystem Vans auch auf Dan übertragen, was auch als Teil der Wiedervereinigungspläne der KERS angesehen werden kann.



Wirtschaft
Anders als der nördliche Nachbar hat Dan auch seit der Teilung des Landes die großen Waldgebiete, einst meist Jagdreviere des Königs und des hohen Adels, geschützt und gepflegt. Heute sind die Wälder Dans in einem hervorragenden Zustand und liefern große Mengen von enorm hochwertigem Holz, das als Rohmaterial exportiert, aber auch zu Papier, Möbeln und Gebrauchsgegenständen verarbeitet und exportiert wird. Die Landwirtschaft und der Fischfang dienten bis vor wenigen Jahrzehnten vor allem der Versorgung der eigenen Bevölkerung, jetzt werden aber Kohl und Kartoffeln in großen Mengen exportiert, ebenso Salz- und Konservenfisch. Nach einer Anleitung durch Ingenieure aus Dikamik hat sich auch die Verwendung von Windmühlen zur Entwässerung der sumpfigen Landschaften in Dan durchgesetzt. Die komplizierten Mühlen werden jetzt auch dort gefertigt und sowohl als Wasserpumpen als auch als Getreidemühlen an die Nachbarstaaten geliefert und dort montiert. Bedingt durch das warme Meer im Süden und die zahlreichen, schönen historischen Städte ist Dan dazu auch ein wichtiges Tourismusziel und Sitz einer international wichtigen Getreidebörse .


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