Es ist: 11-11-2019, 21:08
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Der neue Weltalmanach - das Zentralland, Zharkhat z Baştu
Beitrag #1 |

Der neue Weltalmanach - das Zentralland, Zharkhat z Baştu
Zharkhat z Baştu
Kaiserreich von Baştu




Von Ywan Vlydymow, Professor für politische Studien und Sprachen des Ostens, Universität Tzra



Na zvoroti koney lezhytʹ shchastya zemli



Amtssprache(n): Ridna Mova

Hauptstadt: Achalziche

Regierungsform: ständische Wahl-Monarchie

Staatsoberhaupt: Zharkhat Vlodymyr III.

Regierungschef: Truchsess Dmytro Ogschinko

Fläche: 1.438.212 km2

Einwohnerzahl: 89,2 Millionen

Bevölkerungsdichte: 62 Ew./km2

Währung: Dribnytsya

Das Zharkhat von Baştu ist der größte und bevölkerungsreichte Staat des Zentrallandes und einer der zehn größten Staaten der Welt. Verglichen mit seiner Größe ist die Bevölkerung von etwa 89,2 Millionen allerdings nicht sehr groß und zudem sehr ungleichmäßig auf das Staatsgebiet verteilt. Baştu ist ein wahrer Vielvölkerstaat, in dem acht Volksgruppen offiziell anerkannt sind. Die einigende kulturelle und politische Klammer, das Kaisertum, überdeckt die ethnischen, sprachlichen und religiösen Unterschiede nur mit einem dünnen Firnis einer Reichskultur. 
Die in der Verfassung als „staatstragendes Volk“, derzhavni lyudy, bezeichnete ethnische Gruppe sind die Kozaky, zugleich auch das größte Volk im heutigen Staatsgebiet. Dies ist historisch zu erklären (siehe dazu auch die bahnbrechende Arbeit von Sergeij Iliwitschionawi ). Bereits im 2. Jahrhundert gab es mehrere große und mittlere Fürstentümer auf dem Gebiet des heutigen Baştu von denen einige eine hegemoniale Stellung anstrebten und sich immer wieder in kriegerische Handlungen gegeneinander verstrickten. Insbesondere das dicht besiedelte Fürstentum Bol'shiye yaytsa, größter Machtblock im Siedlungsgebiet der Yazyk, versuchte seine Grenzen auf Kosten der Nachbarn deutlich auszudehnen, stieß dabei aber mit den Interessen der Kozaky-Großfürsten (Velykyy knyazʹ) von Kieva zusammen, die ihrerseits versuchten, die Kozaky unter ihrer Führung zu vereinen. Der politische Gegensatz zwischen Yazyk und Kozaky prägte über einen langen Zeitraum die politische Karte Baştus wobei die Reyndzher und Totorho ebenfalls eigene, meist kleinere Herrschaften begründeten und Bündnisse mal mit den Yazyk, mal mit den Kozaky eingingen. Es zeigte sich aber im Verlauf des 9. Jahrhunderts, dass die Yazyk andere Ziele verfolgten, als die Kozaky: Während letztere zwar eine hegemoniale Stellung als wichtigster Fürstenstaat in einem System kleinerer und abhängiger Bundesgenossen anstrebte, war das Ziel des Gosudar‘ der nun zu einem Staatswesen vereinten Yazyk die politische Unterwerfung von Assimilierung der Nachbarn. 
Nach anfänglichen Erfolgen mussten die Yazyk aber empfindliche Niederlagegen gegen die immer stärkere Koalition, die nun unter dem Namen Soyuz Bashtum auftrat, hinnehmen. 1021 wurde dann der letzte Krupnny Gosudar‘ durch den Velykyy knyazʹ der Kozaky vernichtend geschlagen und das Fürstentum in den neuen Staatsverband Bashtum integriert. Dieser war von Beginn an als ein eher loses und auf persönlichen Treuebündnissen basierendes Reich konstituiert, nur im Siedlungsgebiet der Yazyk wurde eine strenge Zentralverwaltung eingeführt. Nach einer Phase der politischen Stabilisierung und des wirtschaftlichen Aufschwungs geriet Bashtum durch das aufsteigende Ilkhanüt massiv unter Druck, zugleich nutzen die Yazyk den unerwarteten Gegner als Bündnispartner: Während also auf der einen Seite die riesigen Anadolü-Heere und Flotten besonders die Südküste Bashtums angriff und rasch erobern konnte, erhoben sich die Yazyk in einem großangelegten Aufstand. Sie wurden dafür von den Anadolü zu sadık arkadaşlar ve müttefikler erklärt, mussten sich allerdings zu Waffenhilfe und Tributzahlungen verpflichten. Bei den folgenden Angriffen auf Hägimi wurden dessen südlichsten Provinzen ebenso wie die Tohortischen und Reyndzherischen Gebiete ebenfalls unter yazykische Verwaltung gestellt. Mit dem Zusammenbruch des Anadolü-Reiches und dem Erstarken der Khmi’a auf der einen und der Sabran auf der anderen Seite, hatten die Kozaky vorerst die Hand frei für eine Stabilisierung ihrer Machtposition im Land. An der Südküste entstanden in diesen Jahren mehr als 40 kleine und kleinste Fürstentümer, die sowohl von Kozaky, als auch Yazyk und Anadolü beherrscht wurden und als „Bölücü durumu” oder “Oskolok Stan”, also Splitterstaaten, bezeichnet werden. Es dauerte fast 100 Jahre, bis die letzten dieser kleinen Fürstentümer durch die Kozaky beseitigt werden konnten, die danach die Tohorto und Reyndzher in ihrem Kampf gegen die Yazyk unterstüzten. 1434 waren auch diese besiegt und das Kaiserreich Baştu wurde ausgerufen. Seit dieser Zeit besteht die Wahlmonarchie, seit 1490 eine erste föderale Verfassung, die 1778 in ihre heutige Form gebracht worden ist.


Geographie
Das Kaiserreich grenzt im Westen an die Staaten Van und Dan, im Norden an Hägimi, im Nord-Osten an die Anadolü-Staaten, im Südosten an Patalipūtra und im Süden an die Inseln von Ederne. Der Staat lässt sich grob in zwei Großbereiche unterteilen, einen im Westen und einem im Osten, die durch das hostryy i skelyastyy-Gebirge voneinander getrennt sind. Diese Großregionen zerfallen aber in mehrere, zum Teil sehr unterschiedliche Mittel- und Kleinregionen. Der Westen ist vor allem durch die großen Grasebenen geprägt, die besonders ausgeprägt den Nord-Westen prägen. Waldgebiete gibt es nur im Norden, im Hochland zwischen Küste und Gebirge. Die beiden Flüsse Balis und Trebor münden im Nordwesten aus Van kommend ins Meer. Der Zentralbereich des Westens wird durch das weit im Westen liegende Karlykovyy-Gebirge und die östlich bis zum hostryy i skelyastyy reichende Hügellandschaft Hrafstvo geprägt. Der Süden wiederum ist enorm fruchtbar und durch Auen, Sümpfe und Feuchtwiesen geprägt.
Im Südosten setzt sich dieses fruchtbare Gebiet fort, wird aber im Nordosten und Südosten vom hostryy i skelyastyy begrenzt, dessen südöstlicher Teil auch als Gunung Besar bekannt ist. Zwei enorm große Süßwasserbinnenmeere, das kleinere, nördliche Bile More und das große, weiter im Südosten gelegene Synye More oder Laut Biru. Diese Südebene ist durch das große hostryy i skelyastyy vom nördlichen Grassteppenland getrennt.

Völker und Sprachen

Wie bereits angeklungen ist, handelt es sich bei dem Kaiserreich um einen wahren Vielvölkerstaat. Die nebenstehende Karte veranschaulicht die Verteilung der verschiedenen Volksgruppen und Sprachen im Staatsgebiet. Vier Völker sind wohl als die ursprünglichen des Staates zu bezeichnen, nämlich die Kozaky (weiß), die Tohorto (dunkelgrün), die Reyndzher (rot) und die Yazyk (blau). Die Kozaky, Reyndzher und Yazyk sind sprachlich, kulturell und ethnisch betrachtet recht eng verwandte Völker, die ursprünglich als Viehzüchter-Nomaden in größeren Stammesverbänden gelebt haben. In der Forschung wurde angenommen, dass die verwandten Gruppen möglicherweise ursprünglich vor allem die fruchtbaren Küstengebiete bewohnten und nicht wie einige Mythen vermuten lassen die Grassteppen. Die Reyndzher dagegen dürften aus dem Norden eingewandert sein. Im Verlauf der Herausbildung von frühstaatlichen politischen Systemen setzten sich die ethnischen Gruppen bereits in etwa in den Regionen fest, in denen sie noch heute die Bevölkerungsmehrheit stellt. Einzig die Yazyk konnten ihren Sprach- und Kulturraum als Vasallen der Anadolü fast verdoppeln. Die vier weiteren Sprach- und Volksgruppen sind die Hägimi im Norden, die Baltiže im Westen, die Anadolü im Osten, an der Ostküste und im Südwesten sowie die Orang Yang Benar im äußersten Südosten. Ihre Anwesenheit aus dem Staatsgebiet hat verschiedene Gründe: 
Der äußerste Westen war lange Zeit kaum in die frühen politischen Einheiten einbezogen und wurden daher zu freiverfügbarem Siedlungsland für Einwanderer aus Vadanna, die hier im 8. und 9. Jahrhundert unter Führung des Austatud korraldus, eines Ritterordens, Ostkolonien errichteten. Nach dem Zusammenbruch des Ordens im 12. Jahrhundert gerieten diese halbautonomen Städte unter die Autorität der Kozaky, behielten aber dennoch ihre recht autonomen Stellungen innerhalb des neuen Herrschaftsverbandes. Weitere größere Gruppen von Siedlern aus Vadanna kamen als Flüchtlinge während des Krieges zwischen dem sabranischen Reich und Vadanna in das Staatsgebiet von Baştu, während ein Teil später in die Heimat zurückkehrte, blieben mehrere hunderttausend Personen im Land und bildeten so zusammen mit den bereits lange dort lebenden Vadanna den Grundstock der heutigen Bevölkerung. 
Die Hägimi-Bevölkerung lebt ausschließlich im Norden, an der Grenze zu Hägimi. Etwa 75 % der heute von ihnen bewohnten Landfläche gehörte einst zum Königreich Hägimi, wurde aber durch die Anadolü vom Reststaat abgetrennt und den Vasallenstaat der Yazyk zur Verwaltung übergeben. Nach dem Zusammenbruch des Imperiums verblieben diese Landstriche vorerst unter Yazyk-Verwaltung wurden dann aber wie deren gesamte Siedlungsgebiet von der von Kozaky geführten Koalition besetzt und in das neue Zharkat eingegliedert. Da den Hägimi, wie allen Volksgruppen mit (vorläufiger) Ausnahme der Yazyk die innere Selbstverwaltung zugestanden wurde, entschieden sich die als selbstständige Republiken organisierten Stadtstaaten für einen Verbleib im Baştu-Reich und gegen einen erneuten Anschluss an Hägimi. 
Die Orang Yang Benar kamen als Flüchtlinge ins Land, da auch Patalipūtra durch das aufstrebende Khmi’a-Reich bedroht wurde. 
Die Anadolü kamen während der Besatzungszeit ins Land und ihre Siedlungsschwerpunkte im heutigen Staatsgebiet entsprechen den besonders straff organisierten neuen Provinzen, die besonders fruchtbar und daher für die Wirtschaft des Imperiums von besonderer Bedeutung waren. 
Die heutige Verteilung der verschiedenen Volksgruppen im Staat ist die folgende:

Volksgruppe Zahlen Prozent an der Gesamtbevölkerung
Kozaky 23 Mio. 25,7 %
Yazyk 20,75 Mio. 23,26 %
Anadolü 16,2 Mio. 18,1 %
Baltiže 14 Mio. 15,69 %
Hägimi 8,7 Mio. 9,75 %
Tohorto 4,8 Mio 5,38 %
Reyndzher 1,1 Mio. 1,23 %
Orang Yang Benar 650.000 0,72 %

Als Verkehrssprache zwischen den Völkern dient Ridna Mova, dass von etwa 75 % der Bevölkerung gut oder sehr gut beherrscht wird. Es ist auch die einzige verbindliche Amtssprache für das Gesamtreich. Dies bedeutet, dass alle öffentlichen Dokumente zumindest auch in Ridna Mova ausgefertigt werden müssen, ebenso müssen alle öffentlichen Beschilderungen auch in dieser Sprache ausgefertigt sein. Ansonsten bestimmt das Zakon pro zberezhennya movnoho riznomanittya ta avtonomiyi, das Gesetz zur Wahrung der sprachlichen Vielfalt und Autonomie den Umgang mit den verschiedenen Idiomen im Staatsgebiet (siehe dazu auch den Abschnitt zur administrativen Gliederung). 

Religionen
Ähnlich vielfältig wie die ethnische und sprachliche Situation stellt sich auch die religiöse Landkarte des Landes dar. Die Angehörigen der verschiedenen Völker sind zumeist auch Anhänger der jeweiligen ethnischen Religion. Zur Religion der Hägimi und Baltiže wurde bereits in den entsprechenden Kapiteln ausreichend viel gesagt, zu den Kulten der Orang Yang Benar sei auf das Kapitel zu Patalipūtra verwiesen. 
Die Kulte und Religionen der Kozaky, Yazyk und Reyndhzer gehen auf einen gemeinsamen Ursprung zurück, so wie ja auch die Völker und Sprachen eng miteinander verwandt sind. Die Durchdringung der verschiedenen Kulturen ist so groß, dass es heute im Grunde kaum noch Unterschiede zwischen den lokalen Religionen gibt, allerdings haben die Kulte der Yazyk noch immer einen stark national gefärbten Charakter. 
Die polytheistische Religion kennt ein straff organisiertes Pantheon mit einem unerreichbaren und allmächtigen Schöpfer- und Universalgott an der Spitze, der allerdings im alltäglichen Kultgeschehen so gut wie keine Rolle (mehr) spielt. Dieser Allvater heißt Radzanista, ein Name, der wie der aller Götter auf die gemeinsame Ursprache, das Slavjanskyy zurückgeht. 
Er bildet zusammen mit dem Sonnengott Zhriburg und der Lichtgöttin Zhriwa die Große Dreiheit (Velyka Triytsya/ Velikaya Troitsa/ Vialikaja Troica). 
Das erste Götterpaar gilt als Schöpfer des eigentlichen Lebens, indem sie selbst das nächste Götterpaar, Shwara, die Luft, und Mokos, die Erde, hervorbrachten. Die drei Göttergenerationen bilden zusammen die Fünf Alten (p'yatʹ starykh/ pyat' starykh/ piać starych). Sie gelten als die Schöpfer der Welt, der Menschen, Tiere und Pflanzen. 
Shwara und Mokos gebaren drei Söhne, Dhrazburg, den Gott der Tiere und des Ackerbaus, Svarozhis, den Gott des Krieges und des Todes und Jutrburg, den Gott des Meeres und der Gewässer. 
Zusammen mit den Fünf Alten bilden diese drei Götter die Glorreichen Acht (Slavnyy visim/ Slavnaya Vos'merka/ Cudoŭnaja vosiem). 
Aus jedem dieser drei Götter gingen wiederum drei Gottheiten hervor, nämlich die Göttinnen Zviwa, der Abendstern, Zvowa, der Morgenstern und Zvewa, der Mond, Kamostrama, der Gott des Handwerks, Morošhky, der Gott des Windes, Poshwist, der Gott der Jagd und des Waldes, Smirgal, die Göttin der Liebe und Sexualität, Shkotburg, der Gott der Weisheit und Schrift und Brengyia, die Göttin der Krankheiten und Seuchen. 
Diese neun Gottheiten werden als die Neun Kleinen (dev'yatʹ malenʹkykh/ devyat' malen'kikh/ dzieviać dziaciej) bezeichnet. 
Unterhalb dieser neun Gottheiten gibt es die als Duhla bezeichnten unzähligen niederen Götter und Geister, wobei man mit dem Namen Duhla auch die 18 Schicksalsgöttinnen bezeichnet. 
Die Götter werden in Tempeln verehrt, die oft an besonderen Naturplätzen wie Lichtungen, an Höhlen, Quellen, Seen und Bächen errichtet werden. Daneben gibt es aber auch in allen Dörfern und Städten mindestens ein Heiligtum. Meist ist dies einem Hauptgott geweiht, enthält aber auch Nebenschreine für seine Gäste. Fast alle Tempel haben neben dem Hauptschrein zumindest individuelle Schreine für die Fünf Alten, die großen Tempel meist auch für die Acht Großen. Nur in den allergrößten Heiligtümern findet man auch zusätzliche Schreine für die Neun Kleinen Gottheiten. Die Duhla werden vor allem an Hausschreinen verehrt. Betreut werden die Tempel von Priestern und Priesterinnen, die den Opferdienst versehen. Die Tempel sind grundsätzlich für das Volk geöffnet und es gibt regelmäßige öffentliche Gottesdienste, die vor allem durch das gemeinsame Gebet von chorale Musik geprägt sind. 

Die Tohorto dagegen haben eine völlig andere Religion, die in manchen Punkten mit den Kulten Hägimis vergleichbar ist. Wie dort verehren auch die Tohort eine anonyme Gruppe von Göttern die man allgemein als Sonne/Erde/Wasser (Oft, Zamin und Ob) oder als Kinder des Himmels (Kudakon az osmon) bezeichnet. Den Göttern bringt man auf offenen Erdaltären Opfer dar, vor allem vor größeren Handlungen wie Hochzeiten, Reisen, Aussaat, Ernte oder dem Krieg. Eine größere Bedeutung haben die Ahnen, die jede Familie in einem Ahnenschrein verehrt. Man nimmt an, dass diese ein größeres Interesse am individuellen Schicksal der Menschen haben, als die großen kosmischen Götter. Den Ahnen werden individuelle Opfergaben, vor allem Alkohol und Fleisch, dargebracht. Priester kennen die Tohorto nicht, die großen Opfer an den Erdaltären werden von den politschen Führern, den Kohin, vorgenommen. 



Administrative Gliederung und politisches System

Man unterscheidet grundsätzlich die Zony pid pryamym kerivnytstvom, Zonen unter direkter Kontrolle sowie die Zony pid nepryamym ta etnichnym kontrolem; Zonen unter indirekter und ethnischer Kontrolle. Beide Verwaltungsgrößen werden auch als Großprovinzen (Spolucheni provintsiyi) bezeichnet. Die Zonen unter direkter Kontrolle tragen keine Namen, sondern sind von I-X durchnummeriert. Mit Ausnahme der Provinzen I, VI, VII und X handelt es sich um fast ausschließlich von Kozaky bewohnten Gebieten. In Provinz I leben in der Fläche 99 % Kozaky, allerdings liegt auch die Hauptstadt in dieser Provinz und in dieser spiegelt sich die Bevölkerungsverteilung des Gesamtstaates recht genau wieder. In Provinz VI leben etwa 30 % Yazyk, ebenso in VII, in X sind es 20 % Yazyk und etwa 30 % Anadolü. Mit Ausnahme der Hauptstadt ist aber die alleinige Amtssprache dieser Provinzen Ridna Mova. Die Provinzen II, III, IV, V und VIII sind insgesamt sehr dünn besiedelt, während allein in Provinz I 12,2 Mio Einwohner, davon 4 Millionen in der Hauptstadt leben. Die Provinzen entsprechen in etwa den ehemaligen Stammesgebieten und späteren Fürstentümern der Kozaky. Der Terminus „Zonen unter direkter Kontrolle“ ist insofern etwas irreführend, als die Zentralregierung auch auf diese Provinzen nur in einem gewissen Rahmen direkten Zugriff hat: Die Provinzen II-X unterstehen jeweils einem Velykyy knyaz’, einem Großfürsten, der sein Fürstentum recht autonom regiert. Der Großfürst der Provinz I ist zugleich der Zharkat, der Kaiser. Da er die bevölkerungsreichste Provinz beherrscht kommt ihm auch wirtschaftlich eine Führungsposition unter den Fürsten der Kozaky zu. (siehe dazu auch weiter unten Staatsaufbau und Regierung). 
Daneben gibt es 14 Zonen unter indirekter und ethnischer Kontrolle. Es handelt sich um Gebiete, in denen die Bevölkerungsmehrheit (meist deutlich über 90 %) zu den Malenky Narody, den Kleinen Völkern, zählt. Während man den Hägimi, Tohorto, Reyndzher und Orang Yang Benar zusammenhängende Herrschaftsgebiete übertragen hat, wurden die Anadolü und Yazyk auf mehrere, kleinere Herrschaftsgebiete aufgeteilt, auch um ihren Einfluss und ihre natürlichen Ressourcen im Staatswesen zu beschränken. Diese beiden ethnischen Gruppen sind auch die einzigen, die in Zentralprovinzen bedeutende Minderheiten stellen. 
Die Regierungsformen und innere Organisation der einzelnen ethnischen Großprovinzen sind sehr verschieden und sollen hier in der gebotenen Kürze dargestellt werden:
Die Baltiže bilden die Großprovinz Vabade linnade vürstiriik. Provinzoberhaupt ist der suursugune prints ja esimene linnapea, der erhabene Fürst und erster Leiter der Städte. Das Fürstentum geht, wie oben bereits erwähnt, auf Stadtgründungen eines freien Ritterordens zurück nach dessen Auflösung die Städte als autonome politische Größen weiter bestanden. Daran hat sich im Grunde bis heute nichts geändert. Die Städte sind weiterhin als selbstständige Staaten organisiert, wählen aber jetzt alle zehn Jahre den Fürsten als Vertreter der Städte. Faktisch ist die Provinz damit, obwohl dem Namen nach eine Monarchie, eine Republik. Alle Städte verfügen über einen Linnapea, einen gewählten Bürgermeister der dem senat, der Stadregierung, vorsteht und einen ebenfalls gewählten linnavolikogu, einen Stadtrat. Als Organ der Vertretung der Städte gegenüber der Zentralregierung fungiert der Kõrge nõukogu, der Hohe Rat, dem der Fürst mit dem Suur Senat vorsteht. Das Wahlrecht ist ein Zensuswahlrecht und schließt Frauen von der aktiven und passiven Wahl aus. Nur etwa 25 % der (männlichen) Bevölkerung haben daher das aktive und nur etwa 12 % das passive Wahlrecht. Das städtische Bürgertum dominiert daher die Verwaltung und die Stadtregierungen, wobei den Kaufleuten eine besonders wichtige Stellung zukommt. 


Die Tohorto sind im Sarlavhi aspo asosī organisiert, einem Fürstentum. Die heutige Provinz entspricht genau dem ehemaligen Malakut Aspo Asosī und die ehemalige Königsdynastie der Rohbarijati aspho stellt heute den Şohzoda, den Fürsten. Die traditionell auf Klanherrschaften basierende Gesellschaft der Tohorto kannte in ihrer gesamten Geschichte keine wirklich starke zentrale politische Macht und der König war vor allem Vorsitzender des Klanrates, oberster Priester und der Heerführer der vereinigten Klans. Während er diese letzte Rolle heute nicht mehr in vollem Umfang ausüben kann – er ist allerdings Ehrengeneral der Streitkräfte des Gesamtstaates und Kommandant der berittenen Tohorto-Einheiten – hat sich sein Aufgabengebiet bis heute kaum verändert. Es bestehen weiterhin die kleinen und kleinsten Klanherrschaften unter der Führung eines adligen Sar als militärischem Anführer, eines spirituellen Anführers, des Kohin und der politischen Führerin, der Az Avlodi. Diese spielt heute in den Klans die mit Abstand wichtigste Rolle, da das Heer und dessen Unterhalt in die Kompetenz des Zentralstaates fällt. Allerdings sind die Tohorto noch immer wichtige Mitglieder der Armee und im Vergleich zu ihrer geringen Bevölkerungszahl von nur 4,8 Millionen überproportional stark im Heer vertreten (Sie stellen 5,38 % der Bevölkerung, aber 17 % der Heeresangehörigen). Die Klanherrscher bilden den Şūroi xunin, den Blutrat, der in voller Größe alle Sar, Az Avlodi und Kohin umfasst und einmal im Jahr zum gemeinsamen Opfer am Sitz des Fürsten zusammenkommt. Der verkleinerte Şūroi xunin bildet dagegen eine Art ständiges Parlament. In ihm sitzen die ältesten Töchter der Az Avlodi und fungieren als beratendes Gremium für den Fürsten, zugleich aber auch als Kontrollgremium. Aus ihren Reihen stammen auch alle Minister der Provinzregierung. Die eigentliche Regierungsgewalt liegt dabei nicht in den Händen des Fürsten, sondern bei einem Dreiergremium bestehend aus der Mutter des Fürsten, Şohçoi ʙuzurg, der Großen Stute, mit der Funktion einer Regierungschefin, der Ehefrau des Fürsten, der Zani Homliador, der edlen Mutter als „Außenministerin“ und der ki muƶdadihanda va şamşer, der Schwertträgerin als oberster Richterin, die aus den Reihen der Töchter der Av Avlodi gewählt wird. Die älteste Tochter des Fürsten – oder falls diese zu jung ist, die Schwester der Fürstin – ist zudem als ständige Vertreterin in der Hauptstadt des Zentralstaates anzutreffen. 


Die Reyndzher, die zweitkleinste Bevölkerungsgruppe des Staates, sind im Kniastva Šjenbierh, dem Fürstentum Schönberg, organisiert. Der Fürst entstammt der alten Königsdynastie der Reyndzher. Dieser hat, wie in früheren Tagen, die mehr oder weniger absolute Macht über die Bevölkerung, die fast zu 80 % in der Regionshauptstadt Kionihštajn lebt. Ein Parlament oder Formen der bürgerlichen Selbstverwaltung gibt es nicht. Die Macht des Fürsten in den Bergdörfern des sehr gebirgigen Herrschaftsgebietes ist aber als eher begrenzt zu bezeichnen. Die Dörfer sind meist von Familienklans bewohnt und werden durch das Familienoberhaupt regiert. 

Ganz anders ist dagegen das Siedlungsgebiet der Hägimi, die Megye Kis-Hägimi (Grafschaft Klein-Hägimi) organisiert. Zwar steht auch hier ein Adliger offiziell an der Spitze, der Graf, doch ist dieser nur der symbolische Vertreter der Provinz. Die eigentliche Regierungsgewalt liegt in den Händen des Első miniszter, des Ersten Ministers, und seiner Regierung. Die Regierung wird formell durch den Grafen ernannt, aber durch die Mehrheitsfraktion des Államtanács, des Staatsrates, dem Einkammerparlament der Großprovinz, bestimmt. Dieses Parlament, dass die Legislative der Großprovinz darstellt, wird alle drei Jahre in freien und geheimen Wahlen gewählt. Passives und aktives Wahlrecht besitzen alle Einwohner der Großprovinz ab dem 23. Lebensjahr. Zudem besitzen die Städte ein gewisses Maß an Autonomie. In ihnen existiert ein gewählter városi tanács, Stadtrat, aus dessen Mitte der Bürgermeister, polgármester, gewählt wird. 

Die Orang Yang Benar, die den äußersten Südosten des Kaiserreichs bewohnen, sind die jüngste politische Selbstverwaltungseinheit. Bis 1723 war ihr heutiges Gebiet auf die Provinzen IX und X aufgeteilt. Die neue Großprovinz Empayar Pangeran Malagam, ist, wie das Mutterland Patalipūtra, eine Monarchie. Der derzeitige Raja yang mulian entstammt einem Nebenzweig der Königsdynastie des Nachbarlandes. Ethnisch gesehen sind die Bewohner, trotz ihrer Selbstbezeichnung als Orang Yang Benar, zumeist Sooraj (etwa 430.000). Dies ist damit zu erklären, dass die zuletzt eingewanderten Sooraj ausschließlich das sehr dünn besiedelte Land im Grenzgebiet zu den Khmi’a-Gebieten zugewiesen bekommen haben, um dieses zu erschließen. Sprachlich und kulturell sind diese Sooraj gut in die neue Heimat integriert worden, Vermischungen mit der Urbevölkerung haben aber nur in einem sehr geringen Maße stattgefunden. Bei den Angriffen der Kmh’ia auf die Grenzgebiete im 13. Jahrhundert waren diese Gebiete besonders von den kriegerischen Handlungen betroffen, weswegen ein großer Teil der Bevölkerung in das heutige Empayar ausgewichen sind. Der Gouverneur der überfallenen Provinzen erhielt das Siedlungsrecht in Baştu sowie eine Bestätigung seines halbautonomen Status, der sich aber vorerst nur auf die Personen, nicht das Land bezog. Dies wurde, wie oben erwähnt, erst 1723 geändert, womit aber faktisch nur die bestehende Situation politisch sanktioniert wurde. 
Das Empayar ist eine Monarchie mit dem Raja yang mulian als Staatsoberhaupt. Er ist auch zugleich der Regierungschef, wird darin aber von einem Gremium, dem Nasihat para pembesar yang hebat, dem Rat der großen Würdenträger, unterstützt. In diesen entsenden die Städte Mitglieder, die von der Bevölkerung gewählt werden, dazu die Vertreter der verschiedenen Berufsgruppen, die in so genannten kasta organisiert sind, des Priesterstandes und des Militärs entsandt. Aus den Reihen dieser Ratsmitglieder werden dann 10 Personen durch den Raja yang mulian ausgewählt, die den majlis mulia yang terkenal, den edlen Rat der allergrößten Würdenträger, als Regierung bilden. Chef der Regierung in Abwesenheit des Herrschers ist dabei der Hebat Wazir, der Großwezir. Der Nasihat para pembesar yang hebat hat beratende Funktion, kann dem Herrscher aber Vorschläge für Gesetze vorlegen, die dieser dann erlassen kann – oder nicht. Zumeist hat sich in der politischen Praxis aber ein System etabliert, bei dem der Rat die eigentliche Legislative des Staates ist, und der höhere Rat unter Leitung des Hebat Wazir die Regierungsgeschäfte führt während der Raja vor allem die Repräsentation und wichtige religiöse Funktionen übernimmt.

Die Anadolü wurden dagegen in mehrere Großprovinzen aufgeteilt. Diese entsprechen in etwa den nach dem Zusammenbruch des Imperiums entstanden Kleinstaaten. Da sich diese auch gegenseitig bekriegten, erschien es der Zentralregierung sinnvoll, diese konkurrierenden Staatsgebilde als Provinzen neu zu organisieren und so eine nationalistische und gemeinsame Politik der Anadolü in dem neuen Staat nachhaltig zu behindern. Nur das ehemalige Herrschaftsgebiet des Prenslik Büştüm wurde der Großprovinz X zugeschlagen und die Fürstenfamilie ausgewiesen. Der Prens von Büştüm entstammte, anders als seine Amtskollegen, der imperialen Familie des Ilkhanüts. Der letzte Emparatör hatte die Großprovinz Büştüm, wie dies üblich war, einem seiner Söhne zur Verwaltung übertragen. Zwar konnten sich dessen Nachfolger nur in dem kleinen Fürstentum behaupten, sie galten aber in vielen der kleineren und kleinen Andaolü-Nachfolgerstaaten als Repräsentanten einer nationalen Idee mit dem Ziel der Errichtung eines West-Ilkhanüts auf dem Gebiet des neuen Staates Baştu. Heute sind die Anadolü in sechs Großprovinzen organisiert, von denen vier Monarchien und zwei Republiken sind. 
Der westlichste Herrschaftsbereich ist das Dükalik. Es handelt sich dabei um den kleinen Rest einer andolüischen Provinz, die in der größten Ausdehnung des Ilkhanüts auch die GP II, III und das Gebiet der Baltiže umfasste. Aus der Familien der Statthalter, der Herzöge, ging das deutlich verkleinerte Gebiet des heutigen Dükalik hervor. Es war der erst der Kleinstaaten, der sich freiwillig der Kontrolle durch den neuen Staat ergab. 

Das Prenslik Acak ging aus einem deutlich kleineren Staat hervor, der nach und nach 12 Kleinststaaten unter seine Kontrolle brachte, sich dann aber den Kozaky unterwarf.

Das Ilçe Yüceltma war ursprünglich eine Anadolü-Unterprovinz des größeren Dükalik Balik Tutma (heute Prenslik balik Tutma), dass sich im Rahmen des Zusammenbruchs des Imperiums von diesem abgetrennt hatte. 

Alle vier Monarchien der Anadolü sind im Grunde gleich aufgebaut, auch wenn der Herrscher in zwei Gebieten den Titel Prens, in einem den Titel Dük und in einem Kont trägt. Der Monarch ist oberster Herrscher, der einen Geheimen Rat, Özel Konsey, als Regierung beruft. Die Mitglieder sind Angehörige der höchsten Beamtenschaft, des Adels, des Militärs und der Kaufleute. Im Namen des Herrschers agiert meist der başkan als eine Art Regierungschef. Die Staaten sind streng zentralistisch aufgebaut und kennen weder auf lokaler noch auf staatlicher Ebene Elemente der bürgerlichen Beteiligung an der Regierungstätigkeit. Der jeweilige Herrscher ernennt z.B. auch die Stadtkommandanten, Vali, aber auch alle Richter, die kadi. Eine wichtige Rolle zur Kontrolle der Bürger spielt die Moralpolizei, Ahlaki Polis, die Verstöße gegen „die guten Sitten, den Herrscher und die Religion“ ahndet. 
Zwei Staatsgebilde innerhalb des Gesamtstaates sind historisch und politisch betrachtet Kuriositäten. Es handelt sich dabei um die beiden Anadolü-Republiken Üsmüler und Toğlü. Es handelt sich um zwei Dükalik des ehemaligen Imperiums. Die sehr fruchtbaren Böden führten hier zur Ansiedlung von zehntausenden von Bauern, die als Leibeigene die großen Staatlichen Landwirtschaftsbetriebe, tarım için emperyal topluluk, eingesetzt worden sind. Bei Zusammenbruch des Imperiums erhoben sich diese Bauern und forderten von ihren Provinzherren die sofortige Aussetzung der Leibeigenschaft und die Übertragung des Grund und Bodens an die Bauern. Als sich diese verweigerten, wurden in beiden Provinzen die Adligen von aufgebrachten Bauern gelyncht und die Macht durch Bauernräte, Çiftçi Konseyi, übernommen. Das Land wurde gleichmäßig auf die Bauern verteilt, die Landwirtschaftsbetriebe also privatisiert. Zugleich wurden Erklärungen der Freiheit, Özgürlüğün açıklaması, aufgesetzt, die man als eine Art Verfassung bezeichnen kann. Beide Provinzen wurden in Republiken des Volkes, Halk cumhuriyeti, umgewandelt und man plante eine Zusammenlegung der beiden selbstständigen Staatsgebiete. Allerdings kam es zu Streitigkeiten über die Details der Staatsformen, so dass diese Vereinigung dann doch nicht vollzogen worden ist. In Üsmüler wurde darauf hin eine Nationalversammlung, millet meclisi, als Legislative eingesetzt, die seit dem alle 3 Jahre von allen Bürgern und Bürgerinnen Üsmülers ab dem 16. Lebensjahr gewählt wird. Die Nationalversammlung ernennt zwar Fachminister, aber keinen Regierungschef. Ebensowenig gibt es ein Staatsoberhaupt. Dieses wird nur im Bedarfsfall für eine begrenzte Amtsamt von maximal 4 Monaten (bei möglicher einmaliger Wiederwahl) aus den Reihen der Volksversammlung gewählt. Diese Form der direkten Demokratie ist bis in die Gemeindeebene durchgesetzt worden, in denen Stadt- und Gemeinderäte gewählt werden, aber keine dauerhaft amtierenden Bürgermeister. Städte und Gemeinde haben ein hohes Maß an innerer Autonomie, wies es dem Prinzip der direkten Volksherrschaft in der Republik entspricht. Auf lokaler Ebene gibt es zudem Bürgerentscheide, die absolut bindend sind. Selbst die Leiter der örtlichen Polizeibehörden werden durch die Bevölkerung gewählt. 
Auf ein Militär wurde völlig verzichtet und der Beitritt zum Zharkhat erfolgt bei Garantierung der politischen Autonomie im Inneren nach einer Volksabstimmung, die eine überwältigende Mehrheit von 98 % erreichte. Ein Grund dafür dürfte auch in der direkten Nachbarschaft zu Şüfür liegen, das als einer der Nachfolgestaaten des Imperiums dem sozialen Experiment in den beiden Republiken an seiner Westgrenze äußerst feindlich gegenüberstand – und noch immer steht. 

In Toğlü wählte man eine stärker repräsentative Form der Volksherrschaft als im nördlichen Nachbarland. Hier wird das Parlament, Oy evi, alle fünf Jahre von allen Bürgern und Bürgerinnen ab dem 18. Lebensjahr gewählt. Das Parlament wählt dann den şansölye als Regierungschef, der seine Minister selbst aus den Reihen der Regierungspartei wählen kann. Das Staatsoberhaupt ist der başkan, der die Minister und den Kanzler ernennt, die Gesetze unterzeichnet, aber vor allem repräsentative Aufgaben hat. Der başkan wird direkt vom Volk für eine Amtszeit von sieben Jahren gewählt. Anders als in Üsmüler gibt es in Toğlü politische Parteien, von denen die IIP (Ilerleme için parti), Partei für den Fortschritt, die CP (Çiftçi Partisi), Partei der Bauern, und die UBP (Ulusal Birlik Partisi), Partei für die Nationale Einheit, die bedeutendsten sind. Derzeit regiert eine Koalition aus IIP und UBP wobei die IIP den Kanzler und die UBP sechs der elf Ministerien stellt. Der Präsident ist derzeit Mitglied der kleinen LDIP (Liberal değerler için parti), der Partei für liberale Werte. In den Städten werden Stadträte und Bürgermeister in freien Wahlen alle drei Jahre von der lokalen Bevölkerung gewählt. 

Die Yazyk, die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe des Zharkats von Baştu nutzten die Gelegenheit des Zerfalls des Imperiums für eine eigenständige Politik und dehnten ihren Einfluss sowohl nach Westen als auch nach Süden hin aus. Gerade die Südexpansion sollte den Zugang zum Meer ermöglichen. Dieser wurde um so wichtiger, als das Kniastva Šjenbierh mit Hilfe der Kozaky aus dem Yazyk-Staatsverband ausbrach und damit von der Nordküste abschnitt. Die ursprüngliche Regierungsform des Reiches der Yazyk, des Imperiya Yazykov, war die samoderzhaviye, die Selbstherrschaft. An der Spitze des Reiches stand der absolutistisch regierende Avtokrat. Der letzte Avtokrat, Nikolaj II., beginn zusammen mit seiner Familie Selbstmord, als seine Hauptstadt Nikolajgrad, von den Truppen Baştus eingenommen worden ist. 

Obwohl das Militär noch einigen Widerstand leistete, wurde die Armee aufgelöst, die Truppen unter Baştu-Kontrolle gestellt und das Herrschaftsgebiet des Avtokrats in drei teilautonome Provinzen aufgeteilt. Andere Bereiche kamen unter direkte Baştu-Kontrolle. Zwar wurden drei neue Fürstentümer eingerichtet, in denen Yazyk-Fürsten nominell die Herrschaft ausüben, faktisch regieren aber von der Zentralregierung eingesetzte Sonderbevollmächtigte zusammen mit einem Rat bestehend aus dem Baştu-Militär und lokalen Würdenträgern. Allerdings ist die Bevölkerung berechtigt, kommunale Räte und ihre Bürgermeister zu wählen. Parteien sind in den drei Großprovinzen verboten, nachdem sich mehrfach extrem nationalistische Gruppierungen bildeten, die erst nur mehr Autonomie, später aber eine völlige Unabhängigkeit des Yazyk-Gebiete forderten. 
Der Gesamtstaat hat in Baştu nur eine sehr geringe Rolle. Er ist vor allem zuständig für den Schutz der Grenzen, unterhält dazu also das Militär, einen Zoll und eine übergeordnete Polizeieinheit. Zudem unterliegt dem Staat die Kontrolle und Herausgabe der Währung, Handelsabkommen mit anderen Staaten, das nationale Eichamt zur Kontrolle der Maße und Gewichte sowie die letztliche Aufsicht über das komplizierte Schul- und Bildungssystem. Zudem unterhält der Staat die höchsten Berufungsgerichte. Die Organe des Zentralstaates sind der Zhar, der Kaiser, die Regierung, das Hohe Parlament des Reiches, der Hof der höchsten Gerichte und der Militärrat. Der Kaiser wird auf Lebenszeit durch alle Oberhäupter der Großprovinzen gewählt, allerdings besteht die Einschränkung, dass er stets ein ethnischer Kozaky sein und einer der großen Adelsfamilien entstammen muss. Der Kaiser ist Vorsitzender des Militärrates und Präsident des Parlamentes, er ernennt die Obersten Richter sowie die Regierung und muss alle Erlasse des Parlaments gegenzeichnen. Zudem ist er der oberste Priester der Kozaky-Religion. In Friedenszeiten ist seine Macht aber durch den komplizierten Staatsaufbau sehr beschränkt. Dies gilt auch für die paritätisch nach ethnischen Gruppen besetzte Regierung, allerdings sind die Yazyk sowohl in der Regierung als auch im Hohen Parlament unterrepräsentiert: Es gibt stets 20 Ministerien zu besetzen, von denen fünf den Kozaky zukommen, vier jeweils den Hägimi und Baltiže, zwei den Tohorto und jeweils einer den Reyndzher und den Orang Yang Benar. Obgleich die zahlenmäßig zweitgrößte Gruppe des Reiches, stellen die Yazyk demnach nur zwei Minister. Auch bei der paritätischen Zusammensetzung des Parlaments sind die Yazyk deutlich unterpräsentiert:
Gruppe realer Anteil Vertretung im Parlament
Kozaky 25,7 % 30 %
Yazyk 23,26 % 9 %
Anadolü 18,1 % 20 %
Baltiže 15,69 % 16 %
Hägimi 9,75 % 15 %
Tohorto 5,38 % 6 %
Reyndzher 1,23 % 2 %
Orang Y. 0,72 % 2 %

Zudem ist Yazyk, als einzige der ethnischen Sprache nicht im Parlament zugelassen und Dokumente der Zentralregierung werden auch nicht in dieser Sprache publiziert. 
Das Oberhaupt der Regierung ist der vom Kaiser ernannte hubernator, der Truchsess. Dessen ethnische Zugehörigkeit ist nicht festgelegt, meist handelt es sich aber um einen Kozaky. 
Das Parlament wird im Übrigen von allen Bürgern der jeweiligen Großprovinzen gewählt, wenn diese das 18. Lebensjahr vollendet haben. Dies gilt auch in den Großprovinzen, in denen die Bürger ansonsten keine Möglichkeit der politischen Betätigung haben. Da auch das passive Wahlrecht für alle Bürger gilt, ist eine politische Karriere im Hohen Parlament gerade für die Angehörigen der wachsenden Mittelschichten in den Provinzen eine gute Aufstiegsmöglichkeit neben der Verwaltung und dem Militär. 

Das Bildungssystem ist eine der Hauptaufgaben des Zentralstaates und trotz der enormen Unterschiede in den politischen Strukturend der Großprovinzen ist es insgesamt betrachtet sehr einheitlich. Grundsätzlich besteht eine zehnjährige Schulfplicht für alle Kinder ab dem 5. Lebensjahr. Sie besuchen die gesamten zehn Jahre eine Schulform, die Gemeinsame Schule (Spilʹna shkola/ Ob"yedinennaya shkola/ Maktaʙi muştarak/ahuĺnaja škola/ Ühiskool/ Közös iskola/ Ortak okul/ Sekolah bersama). Der Unterricht findet dabei zu 70 % in der jeweiligen Hauptsprache der Provinz und zu 30 % in Ridna Mova statt, dass die meisten Kinder in den Großprovinzen erst mit dem Eintritt in die Schule erlernen müssen, wofür zwei Jahre angesetzt werden. In den Zentralprovinzen wird der Unterricht zu 80 % in Ridna Mova und zu 20 % in einer der anderen Sprachen des Reiches gehalten. Die Eltern können wählen, welche Sprache dies sein soll, da die Schulen voneinander getrennt sind. Alle Prüfungungen im Verlauf der Schulzeit müssen übrigens zu 50 % in Ridna Mova und zu 50 % in der Hauptsprache der Provinz abgelegt werden, in den Zentralprovinzen gilt das gleiche Prinzip. Nur in den Yazyk-Gebieten ist die Quote eine andere: Hier wird der Unterricht ausschlißelich in Ridna Mova gehalten während Yazyk als “erste Fremdsprache” unterrichtet wird. Prüfungen dürfen nicht in Yazyk abgelegt werden. 
Nach der zehnjährigen Grundschule haben die Schüler drei Möglichkeiten, sich weiter zu bilden: 
Sie können eine berufliche Ausbildung beginnen, die von den staatlichen Ausbildungsbehörden überwacht wird oder in das Militär eintreten. 
Sie können zwei Jahre eine staatliche Akademie besuchen, die einen Einstieg in die Verwaltung, die Offizierslaufbahn oder die staatliche Polizei ermöglicht.
Sie können die zweijährige Oberschule besuchen, nach deren Abschluss sie ein Studium aufnehmen können. In den Oberschulen werden 70 % des Unterrichts in Ridna Mova gehalten und 30 % in der Hauptsprache. Hinzu kommt eine weitere Landessprache. 
Die kostenlosen staatlichen Universitäten halten ihren Unterricht ausschließlich auf Ridna Mova. 

Wirtschaft
Das Kaiserreich verfügt über eine äußerst komplexe Wirtschaft. Dabei sind die großen Naturreichtümer des Landes die wohl wichtigste Basis für die Wirtschaft. In Kaiserreich befinden sich 10 Prozent aller mineralischen Naturressourcen der Welt, darunter die fünftgrößten Goldvorkommen der Welt. Daneben beträgt der Anteil der Weltvorräte an Eisen und Zinn jeweils etwa 15 %, an Blei 5 % und etwa 20 % aller weltweiten Kohlevorkommen. Mehr als 70 % der geförderten Rohstoffe werden exportiert, weitere 20 % weiterverarbeitet und dann exportiert. 
Auch die Holzindustrie spielt eine wichtige Rolle in der Wirtschaft des Landes. Viel Holz wird nach Van exportiert. Daneben ist auch Landwirtschaft ist nach wie vor eine wichtige Branche der Wirtschaft. Der Ackerbau macht 36 Prozent der landwirtschaftlichen Bruttoerzeugung aus, die Tierzucht über 60 Prozent. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse sind Getreide, Zuckerrüben, Sonnenblumen, Kartoffeln und Flachs. Die Binnenfischerei liefert mit dem Stör den begehrten Kaviar und Lachs. 

Medien
Jede der Großprovinzen, mit Ausnahme der Yazyk-Provinzen, hat mindestens eine Zeitung, die in der Landessprache gedruckt wird. Daneben gibt es zwei landesweit erscheinende Zeitungen in Ridna Mova, die Bezkoshtovna presa und die Holos narodu. Die Presse kann als frei und durchaus regierungskritisch bezeichnet werden, weswegen Sie in einigen der ethnischen Großprovinzen mit wenig freien Regierungssystemen in ihrer Arbeit behindert wird. Der Presserat des Reiches, Rada presy Reykhu, mit Dependancen in allen Provinzhauptstädten kümmert sich um die Einhaltung der Pressefreiheit und kann bei Nichtbeachtung und versuchter Zensur hohe Strafen gegen die Regierungen der Provinzen verhängen. 


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