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Rümelüm’ünTeokrasis
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Rümelüm’ünTeokrasis
Rümelüm’ünTeokrasis

     Gottestaat von Rümelüm


Tanrı dışında Tanrı yoktur
 
 
                                                                                                  
 
 
                                                                      


 
Amtssprache(n): Anadolü
Hauptstadt: Dağ Kalesi
Regierungsform: theokratische Republik
Staatsoberhaupt: Vorsitzender des Rates der Ulema, derzeit Altuğ Akıler
Regierungschef: Präsident Alparslan Rücülü
Fläche: 589.706 km2
Einwohnerzahl: 11,2 Millionen
Bevölkerungsdichte: 18,9 Ew./km2
Währung: Gümüş


 
Rümelüm, flächenmäßig der zweitgrößte Anadolü-Staat, aber mit nur 21 Millionen Einwohnern nur mäßig dicht besiedelt und wenig urbanisiert. Der Staat ist nicht Mitglied der Anadolü-Union und sein Verhältnis zu den Nachbarn ist als angespannt bis schlecht zu beschreiben. Dies ist vor allem damit zu erklären, dass die heute regierenden Kräfte maßgeblich an der Ermordung Mürdadim I. mitgewirkt hatten und so die erneuten Vereinigungsbestrebungen zu nichte gemacht haben. Seit nun mehr als 450 Jahren ist der Staat eine theokratische Republik.
 
Geographie
Rümelüm grenzt im Nord-Westen an Şüfür, im Westen an Ülüdağ und Hilğiş, im Süden an Patalipūtra und Luas und im Osten an Anadolü. Es ist damit der einzige Anadolü-Staat, der eine Grenze mit allen anderen Anadolü-Staaten hat. Das Land lässt sich in drei Zonen einteilen: die fruchtbare Tiefebene im Norden, durch die der Tanrı'nın nehir fließt und wo auch die Hauptstadt (und einzige größere Stadt des Landes mit 4,9 Mio. Einwohnern) Dağ Kalesi liegt, das Zentrale Hochland, aus dem alle wichtigen Anadolü-Flüsse entspringen, dass aber durch seinen trockenen, sandig-salzigen Boden kaum zu besiedeln ist, sowie die südliche Ebene, die intensiv landwirtschaftlich genutzt wird.
Vom zentralen Hochland aus fließen der At nehir, der çobanlar nehir und der Koyun nehir nach Süden und münden in Patalipūtra bzw. Shi-Am ins Meer, der westliche Gargara nehir fliesst weiter nach Ülüdağ und Hilğiş, der Dağ Nehir fließt weiter nach Şüfür[1].
 
Administrative Gliederung
Zur besseren Kontrolle ist das Staatsgebiet in so genannte Tempelbezirke, tapınak alanı, gegliedert, von denen es 456 gibt. Die Vorsteher der Tempel, die Ulema, sind zugleich religiöse als auch weltliche Herren in ihren Bezirken und sorgen für die öffentliche Ordnung und sind zugleich Exekutive und Judikative. Die Tempelbezirke sind zu 25 Großbezirken (Birleşik ilçe) unter der Leitung eines Müftüm zusammengefasst, die wiederum in 5 Großprovinzen (Birleşik İl) unter der Aufsicht eines Groß-Müftüm eingeteilt sind. Eine zivile Verwaltung im eigentlichen Sinne gibt es nicht, auch die Polizei ist eine religiöse Polizei und neben der Verbrechensbekämpfung auch für die „öffentliche Moral und das sittsame Zusammenleben“ zuständig und mit weitreichenden Befugnissen ausgestattet. Die Müftüm und Groß-Müftüm sind zwar an die Gesetze des Reiches gebunden, bei ihrer Auslegung und Interpretation aber sehr frei.
Die fünf Groß-Provinzen sind benannt nach der jeweiligen Hauptstadt bzw. dem Sitz des Groß-Müftüms. Die Hauptstadt Dağ Kalisi bildet einen regierungsunmittelbaren Verwaltungsbezirk (devlet idari bölgesi). Hier leben insgesamt mit knapp 6 Millionen Menschen mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Keine andere städtische Siedlung in Rümelüm hat mehr als 30.000 Einwohner, die Urbanisierungquote liegt bei etwa 60 %, dabei ist aber zu beachten, dass auch ein großer Teil der Bewohner der kleineren Städte auf den Tempelgütern, also fast immer in der Landwirtschaft arbeitet[2].
Die Großprovinzen sind
Dağ Kalisi                    6,1 Mio.
Rize                             1.129.567
Ordu                            897.678
Niğde                          609.345
Nevşehir                      3,2 Mio.

Politisches System

Rümelüm ist der einzige republikanische Anadolü-Staat, aber ein sehr viel autoritäreres Regime als selbst das nur wenig parlamentarische Hilğiş. Es gibt nur ein kollektives Staatsoberhaupt, den Rat der Wächter (Muhafızlar Konseyi), über dessen Besetzung wenig bekannt ist. Oberster Wächter ist der Groß-Groß-Müftüm  Altuğ Akıler, der in vielen Bereichen die Aufgabe eines Staatsoberhauptes erfüllt. Allerdings hat Rümelüm keine Verfassung und die Macht- und Aufgabenbereiche der einzelnen Staatsorgane sind nirgendwo klar definiert. Der Leiter der Exekutive wird als Präsident bezeichnet. Dieser Präsident wird durch den Rat der Wächter ernannt, der auch die Minister bestimmt. Ein Parlament gibt es nicht, nur den Rat der Müftüm (Müftüm Konseyi), in dem die 456 Vorsteher der Tempelbezirke sowie die 25 Müftüm durch Stellvertreter präsent sind. Diese Versammlung hat das Recht, Gesetzesvorschläge des Hohen Rates und der Regierung zu diskutieren und Eingaben an diese zu senden, hat aber ansonsten keine Kompetenzen. Tatsächlich ist wohl auch die Macht des Präsidenten stark eingeschränkt, das politische System ist aber von außen nur schwer durchschaubar. Ausländern ist der Aufenthalt in Rümelüm aber grundsätzlich nur unter strengen Auflagen gestattet. Alle Informationen über das Regierungssystem stammen daher von Dissidenten, die in einen der anderen Anadolü-Staaten oder in das weitere Ausland geflohen sind

Grenzpolitik, Geheimpolizei, Konzentrationslager

Das autoritäre und autokratische Herrschaftssystem Rümelüms stützt sich auf eine in allen anderen Anadolü-Staaten abgelehnte und teilweise scharf verurteilte Auslegung der beiden Heiligen Schriften. Die Religion hat daher eine alles beherrschende Rolle im Leben der Menschen, die Teilnahme am Tempelgebet zweimal am Tag ist gesetzlich vorgeschrieben, ein Fehlen wird mit Freiheitsentzug und öffentlich ausgeführten körperlichen Strafen geahndet. Auch das sehr archaische Rechtssystem basiert auf den Heiligen Büchern, wobei man in den anderen Anadolü-Staaten davon ausgeht, dass diese entweder als Gleichnis für eine strenge Behandlung von Straftaten oder als Sittengemälde der Entstehungszeit der Bücher verstanden werden. Schon kleinste Vergehen können mit Verstümmelungen, langjähriger Haft oder dem Tod bestraft werden, so auch „unzüchtiges Verhalten“, „Gotteslästerung“ oder „atheistisch-revolutionäre Gedanken“. Frauen haben keine Rechte, dürfen nicht arbeiten und benötigen einen männlichen Vormund. Diese untergeordnete Rolle der Frauen wird damit gerechtfertigt, dass sowohl Gott Ilahüm als auch dessen türüm männlich seien und auch immer nur in Männern reinkarniert sind. Im Staat gibt es keine Freizügigkeit, die Bauern sind also abhängig von den Tempeln und dürfen ihren Geburtsort nicht verlassen. Subversive Elemente, also alle, die in den Augen der Regierung gegen die Gesetze der Bücher und der guten Sitten verstoßen, können zudem in Konzentrationslagern, so genannten Gebets- und Geisteszentren (Dua ve akıl merkezleri) durch massive Indoktrinierung, körperliche Züchtigungen bis hin zur Amputation von Gliedmaßen, Folter und körperlich schwerster Arbeit umerzogen werden. Das Motto der Lager ist „Gott macht frei!“ (Tanrı özgür bırakır). Derzeit sind etwa 12 % der Bevölkerung in solchen Lagern interniert. 

Seit mehr als 20 Jahren versucht die Zentralregierung mit allen Mitteln die Ausreise seiner Staatsbürger zu verhindern. Zwischen 1801 und 1823 verließen 2,3 Millionen Menschen auf meist illegalen Wegen das Land und siedelten sich hauptsächlich in Anadolü und Şüfür an, ein nicht unerheblicher Teil ging allerdings auch nach Baştu. Um ein weiteres Ausbluten der ohnehin sehr geringen Bevölkerung zu vermeiden – da hauptsächlich Bauern das Land verlassen hatten, lagen ganze landwirtschaftliche Betriebe brach und in einigen Teilen des Landes drohten zeitweise Hungersnöte – wurden seit 1824 die Grenzen massiv befestigt und gesichert. Es ist bei Androhung der Todesstrafe verboten, den Staat ohne eine fast unmöglich zu erhaltende Genehmigung des Staates zu verlassen. Solche Passierscheine sind seit 1825 nur noch für Angehörige des Klerus und deren Familien ausgestellt worden und auch für diese nur für Pilgerfahrten nach Anadolü. Eine eigene Grenzschutzpolizei, die sınır koruması, überwacht die Grenzen und ist auch berechtigt, gefangene Flüchtlinge hinzurichten[1].

 
Wirtschaft
Die Wirtschaft Rümelüms ist nur sehr schwach entwickelt und als rückständig zu bezeichnen. Hauptzweig der Wirtschaft ist die Landwirtschaft, aber auf Grund des massiven Bevölkerungsrückgangs durch Auswanderung und Hungersnöte, sowie den schlechten Böden im Zentrum des Landes reicht der Ertrag gerade aus, um die Bevölkerung grundsätzlich zu versorgen. Im Hochland wird Schafzucht betrieben[2].
 
Verhältnis zu den anderen Anadolü-Staaten
Rümelüm ist als einziger der selbstständigen Anadolü-Staaten nicht Mitglied der Union der Anadolü-Staaten und unterhält nur in Anadolü eine ständige Botschaft. Das Verhältnis zu den anderen Staaten muss als grundsätzlich angespannt betrachtet werden, da die übrigen, monarchisch regierten Anadolü-Länder streng laizistisch sind unr nur Rümelüm eine extrem religiöse Politik verfolgt. Die Abschottung der Grenzen hat den Handel mit den übrigen Staaten fast völlig unterbunden und zwingt zudem die östlich gelegenen Länder große Umwege in Kauf zu nehmen, um ihre Waren mit Anadolü und den weiter westlich gelegenen Staaten zu verhandeln. Die große Zahl von Flüchtlingen, meist ungelernte Bauern, stellte die Nachbarn ebenfalls vor massive Probleme, zumal die Neubürger nur schwer in die offenen und pluralistischen Demokratien zu integrieren waren. Ein weiteres Spannungsfeld ist die Tatsache, dass Rümelüms Staatspartei, die Bütün güç Tanrı'ya aittir, ultrakonservative Kräfte in den Nachbarstaaten finanziell und logistisch unterstützt und so versucht, die demokratischen Strukturen dort zu untergraben. Während in Şüfür die Canlanma partisi mit 14 % im Parlament vertreten ist, läuft gegen die Adalet ve Kalkınma Partisi in Anadolü ein Verbotsverfahren. In Hilğiş wurde die Tanrı harikadır (TH) ebenso verboten wie die İman yoluyla ilerleme (İYİ) in Ülüdağ. Einzig in Ederne gibt es bisher keine religiös-konservative Partei[3].
 
Bildungssystem
Rümelüm hat kein normales Bildungssystem. Es gibt ausschließlich Medresa genannte religiöse Schulen für Jungen, in denen diese Lesen, Schreiben und Rezitation der Heiligen Schriften lernen. Nur etwa 10 % aller Schüler besuchen die Schule länger als drei Jahre. Dies sind im wesentlichen Kinder aus den Familien der Ulema, der Rechtsgelehrten und Kleriker. Diese besuchen die Medresa etwa 10 Jahre lang bevor sie dann zwischen den Studienfächern Theologie und Rechtskunde, Medizin und Theologie, Theologie und Theologie und allgemeine Naturkunde wählen können. Nur Absolventen von Theologie und Rechtskunde können selbst Ulema werden, den übrigen bleibt nur eine Stellung als Lehrer an der Medresa. Frauen sind vom Bildungssystem gänzlich ausgenommen[4].
 
Medien
Seit drei Jahren erscheint im ganzen Land die Zeitung Tanrı bizimle olsun, die als Sprachrohr des Wächterrates dient. Eine freie Presse gibt es nicht, nur im Ausland erscheint eine Oppositionszeitung (siehe Anadolü)[5].


[1]Sezai Tosun, Kölelik ve şiddet. Allah'ın Rümelüm Cumhuriyetinin baskıcı sistemi, Izmü 1852.
[2]bağnaz yalancı, Kutsal Cumhuriyet'in bilgi sayfası, Dağ Kalesi 1845.
[3]Sezai Tosun, Kölelik ve şiddet. Allah'ın Rümelüm Cumhuriyetinin baskıcı sistemi, Izmü 1852.
[4]bağnaz yalancı, Kutsal Cumhuriyet'in bilgi sayfası, Dağ Kalesi 1845.
[5]Sezai Tosun, Kölelik ve şiddet. Allah'ın Rümelüm Cumhuriyetinin baskıcı sistemi, Izmü 1852.
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