Es ist: 15-11-2019, 21:53
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Der neue Weltalmanach - Königreich Mynma
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Der neue Weltalmanach - Königreich Mynma
Nongyangan tyaww s nyya Mynma
Königreich Mynma




Von Dr. Shwe Taik, königlicher Archivar von Mynma




Parwar, aahchamya saat ti, yonekyihkyinn

Amtssprache(n): Bharsarhcakarr
Hauptstadt: Tachilek
Regierungsform: Militärdiktatur in einer Monarchie
Staatsoberhaupt: König Ne Win
Regierungschef: General Paksim
Fläche: 213.457 km2
Einwohnerzahl: 12,3 Millionen
Bevölkerungsdichte: 57,6 Ew. /km2
Währung: Brak

Klassischerweise zählt man Mynma nicht zu den Khishim-Staaten, obwohl das dortige Volk, die Luuthu, sprachlich und ethnisch gesehen eng mit den Phasason und Khn von Luas von Shi-Am verwandt sind. Allerdings ist Mynma trotz mehrfacher Eroberungen durch den westlichen Nachbarn Khmi’a niemals in gleicher weise durch die Khishim-Kultur durchdrungen worden. Weder sprachlich noch religiös sind die Einflüsse Khmi’as besonders bedeutsam gewesen. Das Land bildet vielmehr eine Brücke zwischen den ursprünglichen Völkern Luas‘, Shi-Ams, Viên-Viêns und den angrenzenden Manche-Staaten, mit denen ebenfalls eine – entferntere – Verwandschaft besteht . 

Historischer Überblick
Mein Kollege Professor Numnonda hat in seinem Kapitel zu den eigentlichen Khishim-Staaten einen großen Fokus auf die Geschichte dieses Gebietes gelegt und dabei immer wieder auch Mynma gestreift. In diesem Beitrag soll der Blick auf die Vergangenheit nur kurz sein, im Fokus steht die in einem Wandel und Umbruch begriffene Gesellschaft des modernen Mynma.
Unser Wissen über die Frühphase Mynmas ist ohnehin sehr eingeschränkt und muss sich fast immer auf Chroniken und Berichte der Nachbarländer oder sehr viel jüngere Quellen stützten, da ein Schriftsystem erst im 7. Jahrhundert eingeführt worden ist. Ursprünglich scheint auch in Mynma eine Reihe von regionalen Stadtsstaaten existiert zu haben, die allerdings nicht die Größe der Staatswesen in Khmi’a erreichte, wohl auch, weil die naturräumlichen Gegebenheiten weniger günstig gewesen sind. Eine erste überregional bedeutende Dynastie war das Herrscherhaus von Hpa-An, dass von König Saw Lu 431 gegründet worden war und zumindest nominell eine Art Vorherrschaft über die übrigen Staaten ausgeübt hat. Der bedeutendste Herrscher der Dynastie ist nach Aussage späterer Quelle König Kyansittha gewesen, der etwa zwischen 444 und 450 regierte und 447 sogar die Khmi’a-Stadt Soung erobern konnte. Etwa um diese Zeit kamen wohl auch die ersten Missionare aus dem Gebiet des heutigen Bhanthan nach Mymna und verbreiteten dort die Sām̐cō-viśvāsa-Religion, die bis heute die dominierende Religion Mynmas, wenn auch in einer sehr eigenen Ausprägung, ist. Die kurze, explosive Blüte der Dynastie von Hpa-An deutet darauf hin, dass das Land auch zuvor bereits gut organisiert gewesen sein dürfte, denn nur so sind die große und schlagkräftige Armee zu erklären, die Kyansittha gegen Soung führen konnte. Allerdings war man sich wohl der wahren Stärke der Khmi’a nicht bewusst geworden, die 451 nicht nur Soung zurückerobern konnten, sondern die Armme Kyansitthas vor sich her trieb und im Sommer des Jahres die Hauptstadt Hpa-An erreichte, eroberte und brandschatzte, Kyansittha, der heute als ein großer nationaler Held und Gott der Volksreligion verehrt wird, wurde nach der Niederlage zusammen mit seinem ältesten Sohn öffentlich hingerichtet. 
Die Fremdherrschaft Khmi’as über Mynma sollte in den ersten 60 Jahren immer wieder durch Aufstände erschüttert werden, die Bevölkerung halbierte sich in dieser Periode von geschätzten 8 auf nur 4 Millionen, die Städte verfielen und die meisten Formen von staatlicher Organisation brachen zusammen. 

Erst seit etwa 510 kehrte langsam Ruhe ein, wohl vor allem, weil die Aufständischen in Mynma erschöpft waren und von der Bevölkerung kaum noch unterstützt wurden. Erst danach begann die Regierung Khmi’as mit einem langsamen Wiederaufbau der verfallenden Städte und dem Ausbau einer Infrastruktur in Form von Strassen zwischend den Städten. Es entstanden zwar auch Königstempel, doch respektierten die Fremdherrscher die eigene Religion und Kultur der Mynma. Als 689 das Reich der Khmi’a in sich zusammenbrach, ergriff der am Hof von Lop Buri erzogene Prinz Tannet von Shweba die Chance und machte sich in Absprache mit den anderen Stadtfürsten zum König von Mynma (mynma shinbhurain). Mit ihm beginnt die bis 910 regierende Dynastie von Shweba. Angeregt durch seine Erfahrungen aus Shi-Am und die kulturellen Impulse aus Khmi’a entstand erst jetzt ein ganz eigener Stil der Kunst, insbesondere der Architektur. Ähnlich wie in Luas baut man auch in Mynma große Pagodentempel, die oft über und über mit Gold bedeckt sind und in denen Statuen oder Reliquien aufbewahrt werden. In der Palastarchitektur übernahm man viele Anleihen aus Shi-Am, baut aber immer schon mehr mit Stein als in den Nachbarländern. Interessant ist, dass es zwar einige Tempelinschriften gibt, diese aber in Pheasea verfasst sind. Verwaltungstexte dagegen werden seit der Regierungszeit des Tannet in einer eigenen Schrift verfasst, der hpaw int (ဖောင့်). 
Unter dem vierten König der Dynastie von Shwebo, Sokkate (812-867) wurde die Verwaltung des Landes massiv umgebaut. Dafür dürften zwei Gründe ausschlaggebend gewesen sein: Durch Erbschaft waren die Fürstentümer Likaw (788) und Myede (801) an die Königsfamilie gefallen, 811 war dann auch Thanbyuzayats Dynastie ausgestorben und Sokkate annektierte den Stadtstaat, statt ihn als neues Lehen zu vergeben, zum anderen strebte Sokkate eine expansive Außenpolitik an und wollte durch eine stärkere Zentralisierung der Königsherrschaft auch die militärische Schlagkraft durch ein stehendes Reichsheer verbessern. In den drei genannten Städten wurden königliche Gouverneure eingesetzt (bhurainhkan). Als halbautonome Stadtfürstentümer verblieben vorerst Hpa-an und Myaungmya bestehen, die dann aber unter Sokkates Nachfolger Kyiso (867-908) ebenfalls unter die Herrschaft der Zentralmacht gebracht wurden, Hpa-an durch einen Hochverratsprozess gegen den dortigen Fürsten, den man der Zusammenarbeit mit Khmi’a bezichtigte, während der Fürst von Myaungmya zusammen mit seiner Familie bei einem rätselhaften Brand im Palast ums Leben kam. 


Doch konnte die Dynastie die Früchte der Zentralisierungspolitik nicht mehr ernten: Der Aufbau des Heeres dauerte deutlich länger als erwartet und es mangelte noch an einer guten Infrastruktur, um die Armee schnell durch das Staatsgebiet zu bewegen, als mit Jasovarman I. wieder ein aggressiver Gegner in Khmi’a auf den Thron gelangte und noch 909 einen ersten Angriff auf Mynma startet. Es scheint so, als ob Teile der Armee Mynmas sich ohne größere Not dem Feind ergab, wohl Truppen aus Myaungmya und Hpa-An, die wenig Liebe für den König in Shwebo aufbrachten. Jasovarman I. jedenfalls konnte plündernd und brandschatzend das Land durchziehen und nahm Hpa-An und Myaungmya ohne größeren Widerstand. An anderen Orten des Reiches aber metzelte der fremde König ganze Dörfer und kleinere Städte nieder, vernichtete die Ernten und plünderte die reich ausgestatteten Tempel. Zudem ist feszuhalten, dass Mynma nicht über Kriegselefanten verfügte und die Mauern der Städte nicht für die ganz neuartigen Belagerungsmaschinen des Khmi’a-Heeres ausgelegt waren. Stadt um Stadt fiel und am Ende des Jahres 910 belagerte Jasovarman I. die Hauptstadt Shwebo. Nach einer drei monatigen Belagerung fiel die Stadt und wurde gebrandschatzt. Der junge König Theinhko und seine drei jüngeren Brüder wurden hingerichtet, der Staatsschatz nach Khmi’a geführt, ebenso wie die übrige königliche Familie. Damit endete die Dynastie von Shwebo erneut in Feuer, Blut und Zerstörung. Der mit großer Brutalität geführte Krieg zerstörte auch viel der gerade erst mühsam ausfgebauten Infrastruktur und warf den Staat sicherich um 30 Jahre in der Entwicklung zurück, zumal Khmi’a, dessen Herrschaft bis 1011 andauerte, in Mynma nicht investierte, sondern das Land auspresste und faktisch keinen Wiederaufbau betrieb. 
Es gab zwar noch immer Widerstand gegen die Fremdherrschaft, jetzt zeigten sich aber die negativen Seiten der Zentralisierungpolitik der letzten Jahrzehnte, denn es fehlte an charismatischen Führern und wohlhabenden Förderern der Aufständischen, da es keines der großen Fürstenhäuser mehr gab. Seit etwa 980 übernahmen aber die Tempel und Klöster in gewisser Weise die Funktion einer Führung und Koordinierung der Rebellen. Strafaktionen Khmi’as gegen die Klöster entfachte den nationalen Widerstand nur noch mehr. 1009 trat dann ein junger Mann von 20 Jahren als ein Anführer der Revolte auf, Narathihapate, genannt der Geschorene (Rate). Der achte Sohn einer armen Bauernfamilie aus der Gegend von Hpa-an hatte bereits drei Brüder und zwei Onkel bei den immer wieder aufflammenden Kämpfen zwischen den Besatzungstruppen und den Aufständischen verloren, war aber auf Grund seiner schwächlichen gesundheitlichen Kondition von der Mutter in ein Kloster geschickt worden, um Mönch zu werden. Als 1008 sein Kloster von Khmi’a zerstört wurde, übernahm er die Führung der überlebenden Mönche und zog mit ihnen von Dorf zu Dorf, versteckte sich in Ruinen, Höhlen und bewaldeten Gebieten und scharrte dabei immer mehr unzufriedene Bauern und auch Mönche um sich, die wo sie konnten Wachposten der Khmi‘a überfielen. Wie Narathihapate so schnell zu einer charismatischen Anführerfigur werden konnte, ist heute noch etwas schleierhaft, aber seine Bewegung, die man die Kahlen (hkawngya pwayar ngya saw) nannte, weil sich die teilnehmendne Männer die langen Haare abrasierten, wuchs in einem enormen Tempo. Es war keine Armee, sondern ein wahrer Volksaufstand, der auch die Bürger in den Städten erfasste und sich zu einer nationalen Erhebung auswuchs. Mit dem Tod des Khmi’a-Herrschers 1010 setzte sich eine regelrechte Kettenbewegung in Gang, in deren Verluf Shi-Am seine Nachbarn bezwang und große Teile ihres Gebietes besetzen konnte. In Mynma nutzte man dies aus und ging nun unter Führung von Narathihapate zum offenen Kampf über. Die Kämpfe dauerte nur wenige Wochen, bevor 1011 der neue Khmi’a-König die Truppen aus Mynma abzog und damit das Land faktisch in die Unabhängigkeit entließ. Nur wenige Wochen später erfolgte die Krönung Narathihapates zum König des Landes. Hauptstadt wurde wieder die alte Königsstadt Hpa-An, weswegen man die Dynastie Narathihapates auch als II. Dynastie von Hpa-An bezeichnet. Mit Hilfe der Klöster und vieler Freiwilliger wurden in der langen Regentschaft des Königs (1011 – 1082) das Land wiederaufgebaut, besonders die zerstörten Tempel und Klöster, das Ackerland neu unter den Bauern verteilt und die Stadtbefestigungen ausgebaut. Auch die Armee wurde durch die Einführung einer Wehrpflicht reformiert. Die Bevölkerungszahl war aber noch immer gering und die Armee musste vor allem beim Wiederaufbau eingesetzt werden, war also militärisch wenig gut ausgebildet und insgesamt auch eher schlecht ausgestattet. Dennoch konnte 1089 ein völlig überraschender Angriff aus Bhanthan zurückgeworfen werden, allerdings unter schweren Verlusten. Zudem offenbarten sich taktische Schwächen des Heeres und seine Schwerfälligkeit, da es noch immer an geeigneten Verkehrswegen fehlte. Dies blieb auch dem Erzfeind in Khmi’a nicht verborgen, wo mit Vibol gerade die neue Dynastie von Jhoghavan an die Macht gekommen war. Vibol, ein General, wollte die alte Größe Khmi’as wiedererstehen lassen und griff 1091 Mynma an. Das Land konnte schnell unterworfen werden, auch weil Vibol auf Gewaltexzesse verzichtete und der Königsfamilie gestattete, weiterhin in der Hauptstadt zu residieren. Nur der König selbst musste als Gefangener nach Jhoghavan gehen. Trotz großer Proteste in der Hauptstadt willigte der junge Herrscher Uzana, ein Enkel des Dynastiegründers, ein, um sein Volk vor den Khmi’a zu schützen. Zuvor ließ er sich aber als Zeichen des Protestes den Kopf scheren. Das abgeschorene Haar sollte in den kommenden Jahrzehnten zum Erkennungszeichen der Rebellen gegen die Fremdherrschaft werden. Uzana, genannt der Selbstlose (Kyaoe) wurde zuerst in ein Kloster in Jhoghavan verbracht, später dann nach Luas. Er starb 1167 als hochverehrter Mönch in einem Kloster nahe Lop Buri. 

Nach seinem Tod brachen in Mynma offene Aufstände los. Zehntausende junger Männer rasierten sich als Zeichen der Trauer und Solidarität den Kopf und protestierten wochenlang, zum Teil gewalttätig, um eine Überführung des Leichnams des Herrschers zu erreichen. Letztlich hatten sie Erfolg, doch die gewünschte Beruhigung im Land hielt nur kurz an. Immer wieder flammten Proteste auf und die Fremdherrscher erließen ein Verbot, sich den Kopf zu scheren, dass sogar auf Mönche ausgedehnt wurde. Das neue Oberhaupt der Herrscherfamilie, Prinz Htilominlo, ein Neffe des Uzana, verließ zusammen mit einigen hundert Personen und seinem ältesten Sohn Uzana (II.) um 1201 heimlich die Hauptstadt Hpa-An, was den Mitgliedern der königlichen Familie eigentlich verboten war, und setzte sich an den Hof des Ilkhans von Anadolü ab. Dort trafen sie auch auf Gesandtschaften des Kaiserreichs Shi-ie-La, mit denen enge Kontakte geknüpft wurden. Wahrscheinlich waren die Mynma über die mittelfristigen Pläne der Anadolü unterrichtet und arbeiteten eng mit ihnen zusammen. Sowohl über Shi-ie-La als auch über Anadolü wurden in den nächsten 20 Jahren Waffen, Nahrungsmittel und Geld nach Mynma verschoben, zudem scheinen Militärausbilder beider Mächte im Geheimen die Freie Rebellenarmee (aahkamae suupone tautmataw) ausgebildet zu haben. Das Scheren des Kopfes unterblieb in dieser Zeit, um möglichst unauffällig zu bleiben. 1224 erreichte Uzana (II). aus Anadolü kommend Mynma und begann mit gezielten Anschlägen und Attacken auf Khmi’a-Stützpunkte und Warentransporte, ab 1226 war dann ein offener Bürgerkrieg eröffnet – gefeiert mit einer Zeremonie in der Hauptstadt, bei der die Kopfschur aller am Aufstand beteiligten Männer in einem religiösen Akt dem Geist Uzanas I. gewidmet wurde. Die Rebellion der Kahlen (pyaung eat myinttaat) ging sehr gezielt und planvoll vor und eroberte das Land in kleinen Schritten zurück. Dies war auch deswegen möglich, weil bereits seit 1209 Luas von den Anadolü besetzt war und Khmi’a einen größeren Teil seiner Streitkräfte im Norden des Landes konzentrierte. 1235 waren faktisch alle Khmi’a-Truppen aus Mynma vertrieben und man begann im Folgejahr mit Attacken auf Grenzorte in Khmi’a selbst. Durch Spione völlig falsch informiert zog der Khmi’a-König Ney Kann IV. nun doch mit großer Heeresmacht gegen Mynma, wurde aber in eine Falle gelockt und getötet. Damit war die Gefahr durch Khmi’a beseitigt. 1238 wurde Uzana II. (1238-1261) zum König gekrönt und beendete dann den Kriegszustand mit dem neuen König Sakrigeas, wobei enorme Tributsummen sowohl in Edelmetallen als auch Naturalien an Mynma gezahlt werden mussten. Von diesem Zeitpunkt an sollte Mynma ein selbstständiger Staat bleiben. Durch den Zufluss der Tribute aus Khmi’a, dass in eine Phase der absoluten Schwäche eintrat, konnte in den nächsten Jahrzehnten ein großes Aufbauprogramm gestartet werden, allerdings war die Infrastruktur durch den Aufstand bewusst kaum geschädigt worden. 
Uzana II. empfing 1246 einen Gesandten des Kaisers von Shi-ie-La, der Mynma von seinem engen Bündnis mit den Anadolü entfernen sollte. Die genauen Gründe für diesen 180° Wandel in der Außenpolitik Shi-ie-Las, das bisher eng mit den Anadolü verbunden gewesen war, ist nicht einfach zu erklären. Ein Grund dürfte sein, dass das Kaiserreich stets verschiedene Mittelmächte gegeneinander ausspielte, um das Entstehen einer größeren, überregionalen Macht zu verhindern. Die Anadolü hatten aber binnen weniger Jahre ein enormes Imperium erobert, während nun Khmi’a als Mittelmacht im Grunde völlig ausgeschaltet war. Zu ersten Zerwürfnissen zwischen Shi-ie-La und den Anadolü war es allerdings schon früher auf Grund von protokollarischen Streitigkeiten gekommen: Der Ilkhan nannte sich seit einiger Zeit Ümparatör, die Kanzleien des Auswärtigen Amtes übersetzen diese Titel – vielleicht aus Ignoranz gegenüber den Gepflogenheiten, vielleicht aus mangelnden Sprachkenntnissen, möglicherweise aber auch aus einem tatsächlich empfundenen Anspruch auf Gleichrangigeit – in den Sinu-Dokumenten als huángdì, also als „Kaiser“. Der Sinu-Kaiser reagierte mit dem Abzug seiner ständigen Gesandten. Auch auf Druck Sinus schluss Uzana II. 1259 einen Freundschafts- und Bündnisvertrag mit König Barom Prachea I. von Khmi’a. Sein Nachfolger Uzana III. (1261-1318) unterstützte zuerst auch die Koalition aus Khmi’a, Shi-Am, Luas und Sinu bei den Kriegen gegen die Anadolü 1268, wandte sich dann aber rasch von Khmi’a ab, nicht nur wegen der Greueltaten im Krieg gegen die Anadölü, sondern auch, weil Khmi’a gegen alle Versprechungen Luas besetzt hielt. Das Verhältnis zwischen Khmi’a und Mynma kühlte in den nächsten Jahrzehnten merklich ab, trotzdem wurde der Freundschaftsvertrag (ohne Büdnisverpflichtungen und damit faktisch wertlos) unter Uzana IV. (1318-1367) nochmals erneuert wurde. Tatsächlich bestanden zu diesem Zeitpunkt aber schon sehr rege Beziehungen nach Viên-Viên und weiterhin nach Shi-ie-La. Experten aus dem großen Nachbarland wurden zum Aufbau einer effektiven Staatsverwaltung angeworben. Diese Personengruppen bilden den Kern der noch existierenden Sinu-Mynma. König Uzana V. (1367-1414) stärkte die Verbindungen nach Viên-Viên, so dass sein Sohn und Nachfolger Uzana VI. nicht nur eine Vao-Prinzessin zur Frau nahm (1401), sondern 1414 auch ein offizieller Bündnis- und Freundschaftsvertrag geschlossen wurden. Im kommenden großen Krieg zwischen den Vao und den Khmi’a verhielt sich Mynma neutral, erlaubte aber den Truppendurchzug Viên-Viêns.
Seit dieser Zeit war Mynma weder direkt noch indirekt an kriegerischen Handlungen beteiligt, blickt demnach nun auf eine über 400jährige Phase des Friedens zurück. Diese geriet nur 1768 einmal ersthaft in Gefahr, als die Königsfamilie ausstarb. Mehrere Gruppen im Land stritten um die Besetzung des Throns mit einem ihnen genehmen Kandidaten. Um einen drohenden Bürgerkrieg zu verhindern, einigte man sich auf einen recht schwachen Kandidaten, den Ehemann einer Schwester des letzten Königs, der selbst keine großen Ambitionen auf den Thron hegte. 1770 wurde Shwetaungtet dann aber zum König gekrönt. Gleichzeitig trat eine Verfassungskommission zusammen, die vor allem einen Mechanismus erarbeiten sollte, der in einem Fall der Thronvakanz einen geordneten Übergang auf einen neuen Kandidaten sichern sollte. Faktisch aber riss der Verfassungsrat (ninengantawhpwalhcaeeponeaahkyayhkanupaday), der maßgeblich von Mitgliedern des Militärs und des besitzenden städtischen Bürgertums bestand, fast alle politische Macht an sich. König Shwetaungtet griff in dieses Verfahren fast gar nicht ein und sah der angestrebten institutionellen Entmachtung des Herrschers mehr oder weniger tatenlos zu. 1775 wurde dann die erste Verfassung des Staates Mynma durch den König in einer feierlichen Zeremonie unterzeichnet. Der Verfassungsrat sollte unter dem neuen Namen Reichsrat (kaunghce) eine feste Institution werden, Wahlen waren allerdings nicht vorgesehen, vielmehr sollte das Militär 50 % der Sitze besetzen dürfen und 50 % als erbliche Lebenssitze an die bürgerlichen Mitglieder gehen. Faktisch entstand damit zum ersten Mal seit Jahrhunderten wieder eine Adelsschicht in Mynma. Der Rat sollte aus seinen Mitgliedern eine Regierung bilden, die der König dann ernennen sollte. Abwechselnd sollten dann für jeweils zwei Jahre Vertreter des Militärs und des Bürgertums den Regierungschef (aahcoereat u hkaunggko) stellen. Die Rolle des Herrschers war stark eingeschränkt, er blieb aber immerhin der oberste Richter und hatte ein weitreichendes Veto-Recht. Faktisch scheiterte dieses System aber schnell: Das Militär stellte den Regierungschef 1775-77 (General Tarabya), 1777-1779 dann die Bürgerlichen (Kyaswa Okoon), 1779-1781dann wieder General Tarabya. Als der nächste Wechsel anstand, also 1783, wurden zahlreiche Bürgerliche verhaftet und ihrer Sitze im Rat für verlustig erklärt, so dass das Militär dort eine Mehrheit von 70 % erreichte. Die verbleibenden Mitglieder wurden mit hohen Geldzahlungen und der offiziellen Verleihung von Adelstiteln durch den König belohnt. Als dieser allerdings formellen Protest gegen den offensichtlichen Putsch einreichte, wurde er unter Hausarrest gestellt. Erst der Sohn seines Nachfolgers, Shwetaungtet III. wurde auf enormen Druck Shi-ie-Las und Shi-Ams, sowie der Drohung, das Problem auf dem Weltkongress zu diskutieren, im letzten Jahr freigelassen. 


Geographie
Mynma grenzt im Ost und Südosten an Viên-Viên, im Norden an Bhanthan und im Westen und Südwesten an Khmi’a. 
Geograpisch kann man Mynma in vier Zonen aufteilen:
Ganz im Nordosten beginnt das Sansārakō-chata-Gebirge mit der südlichen Hochebene (kone pyin myang), die eher trocken und nur sehr spärlich bewachsen ist. 
Es schließt sich im Zentrum des Landes das Mittelland (Aalaal Baho) an, dass sehr fruchtbar ist und sich besonders gut für die Landwirtschaft eignet. 
Den Süden des Staatsgebietes nimmt ein dichter tropischer Regenwald ein, der kyeemarrtae saittaw.
Der einzige große Fluss des Staates ist der im Sansārakō-chata entspringende Aasaat tar eat lhauu, meist kurz Ihauu genannt. Dieser teilt das Land etwa in der geographischen Mitte in eine West- und eine Osthälfte. 

Bodenschätze
Mynma verfügt über große Vorkommen sehr hochwertiger Jade und anderer Edelsteine wie den Blut-Rubinen, die bei Loikaw gefördert werden. Dort gibt es auch größere Vorkommen sehr hochwertiger Saphire und Spinelle. Am Fluss liegen zahlreiche Goldwäschereien und kleinere Goldminen, die sehr ertragreich sind. 

Völker und Sprachen
Die große Mehrheit der Bevölkerung Mynmas stellen mit etwa 80 % die Luuthu, hauptsächlich im Grenzgebiet zu Viên-Viên lebt die Minderheit der Ít người, die eng mit den Vao verwandt sind, aber in einem viel geringeren Maße mit der Sinu-Kultur in Berührung gekommen ist. Die Ít người sind die einzige anerkannte ethnische Minderheit in Mynma, stellen aber nur etwa 0,2 % der Bevölkerung. Etwa 7,8% sind Sinu-Mynma, Nachfahren der Sinu-Experten, die einst nach Mynma gerufen worden sind. Diese Bevölkerungsgruppe pflegt in den Familien ihre Sinu-Kultur und Sprache, ist ansonsten aber nahezu völlig in die Mehrheitsbevölkerung integriert. Noch immer stellen die Sinu-Mynma in etwa 40 % der Staatsbediensteten, allerdings sind dies nur Schätzungen, da der Staat diese Volksgruppe unter die Luuthu rechnet. 9 % der Bevölkerung werden in den Statistiken als aimyanee hk ngyaya myarr, Nachbarn bezeichnet. Diese Gruppe umfasst sowohl Personen, die aus Khmi’a, als auch auch Luas und Shi-Am stammen. Genauere Zahlen liegen nicht vor, aber die Shi-Am leben hauptsächlich in den größten Städten des Landes und sind meist sehr erfolgreiche Kaufleute. Schätzungen gehen davon aus, dass sie etwa 90 % der als aimyanee hk ngyaya myarr bezeichneten Volksgruppe ausmachen. 2 % sind Sinu, die ebenfalls vor allem als Kaufleute und Händler arbeiten und 1 % sind Vao die oft mittlere Posten im Militär bekleiden. 
Die einzige anerkannte Staatssprache ist das Bharsarhcakarr, dass wohl noch recht eng mit einer angenommenen Ursprache der verschiedenen regionalen Sprachvarianten verbunden ist. Die verwandtschaftlichen Beziehungen zum P̣hās̄ʹā Shi-Ams, dem Phasa Luas‘ und dem Ngôn Ngữ sind heute im Grunde nur noch für einen Linguisten auszumachen. Das Bharsarhcakarr blieb am freisten von Einflüssen anderer Sprachen – während P̣hās̄ʹā und Phasa stark vom Pheasea Khmi’as beeinflusst wurden, war es in beim Ngôn Ngữ vor allem das Yǔyán Shi-ie-Las. Im Alltag eher bedeutungslos sind die Einflüsse des Hizkuntza der Manche-Völker in religiösen Texten und höfischer Literatur. 
Die meisten Zuwanderer sprechen heute neben ihrer Muttersprache auch Bharsarhcakarr, nur die ethnische Minderheit der Ít người spricht ausschließlich ihre Sprache, das Phong trào miệng.

Religion
Schon sehr früh brachten Missionare aus den Manche-Staaten die dortige Religion, Satyakō bāṭō, nach Mynma, dass sich dort mit der animistischen Naturreligion verband . Zwar übernahm man in Mynma auch den Glauben an den Ewigen Erleuchteten (Nihc hcahtarwar Sage) als einer zentralen Gestalt des Glaubens sowie die Einrichtung von Klöstern und die Verehrung von Reliquien besonderer heiliger Lehrer, doch entwickelte sich dazu parallele eine volkstümlichere Religion, in welcher der Glaube an Götter, Geister und vergöttlichte Helden der Vergangenheit eine große Rolle spielen. Die Geister und niederen Götter bezeichnet man als Nat, die durchaus menschliche Charkterzüge haben und die sowohl gut und hilfreich als auch böse, gehässig und schädigend sein können. Nats können sowohl in Naturerscheinungen wie Blitzen oder Nebel erscheinen als auch in bestimmten Orten in der Natur wie Flüssen, Teichen, Bäumen oder Steinen leben. Sie wohnen aber auch in Städten, in den Häusern der Menschen, die ihnen dafür eigens kleine Geisterhäuser aufstellen. Der Glaube an die Nats ist so weit verbreitet, dass sie auch in den großen Tempeln des Landes Schreine erhalten haben. 
Besondere Verehrung genießen auch einige verstorbene Könige wie Uzana I. Diesen Königen sind Schreine und Tempel gewidmet und man bittet sie vor allem im Alltag um ihre Unterstützung und Hilfe. An den großen Festen des Uzana ist es noch immer üblich, dass sich zehntausende junger Männer den Kopf scheren lassen. Den lebenden Königen kommt in Mynma übrigens, anders als in fast allen Nachbarstaaten, keinerlei besondere religiöse Verehrung zu. 
Die Religion der Klöster ist strenger nach den Regeln des Satyakō bāṭō ausgerichtet und daher eine eher philosophische Interpretation der Welt. Anders als in den Nachbarländern ist es in Mynma nicht üblich für junge Männer, eine gewisse Zeit in ein Kloster einzutreten. Die Mönchsgelübde in Mynma gelten ein Leben lang, ein Austritt wird mit dem Tod bestraft. Man geht davon aus, dass etwa 20 bis 25 % der Mönche nicht freiweillig Mitglieder ihrer Orden sind. Gerade arme Familien geben oftmals ihre Söhne in die religiösen Gemeinschaft, aber auch jugendliche Straftäter werden oft bei geringeren Vergehen mit einem Klostereintritt bestraft. Die Klöster in Mynma rechnen sich keiner der drei großen Schulen des Satyakō bāṭō zu, stehen inhaltlich aber den Rātō kōṭa aus Bhanthan am Nächsten. 


Administrative Gliederung
Die in der Verfassung festgelegte Gliederung des Staates in zwölf Provinzen (Naalpaal) wurde niemals durchgesetzt. Offiziell bestehen noch sieben Provinzen, nämlich

Provinz Hauptstadt
Myint marr tae tinepyi Loikwaw
Mwhaayy saw aasang Myede
Nuunyan sainmwae saw paann pw int Tachilek
Shway myayyar Shwebo
Denayrarmhar takaal aahcaimraung Thanbyuzayat
Shngya bhur ngya k demhar Hpa-An
Aatawlayy wayy taungbhaat Myaungmya

Die in den Provinzen amtierenden und vom Reichrat ernannten Gouverneure sind aber faktisch völlig machtlos. Die bedeutsamere Gliederung des Staates ist die in Naal, (Militär-)Distrikte, die jeweils von einem Major (Bolmhauu) verwaltet werden, der auch Chef der Militärpolizei (hcaittaut rell a) ist. Diese Distrikte umfassen in etwa ein Gebiet von 20 x 20 km, die Grenzen sind durch Kontrollposten gesichert, Einwohner eines Distrikts dürfen ohne Sondergenehmigung dieses nicht verlassen. In den sieben größten Städtend es Landes gibt es ebenfalls Distrikte für jeweils 2000 Einwohner umfassende Bereiche sowie einen Stadtkommandanten (Myahoet Bolmhauu), die zivile Verwaltung wurde seit dem Putsch des Militärs fast völlig abgeschafft.

Regierungssystem und aktuelle Problematik
Seit dem Mitlitärputsch 1783 ist das Land faktisch eine Militärdiktatur und wird von vielen Beobachtern weniger als Staat denn als militärische Organisation bezeichnet. Das Militär besetzt derzeit 75 % der Sitze im Reichsrat und stellt auch die deutliche Mehrheit der Minister im Regierungsrat. Nur der Minister für religiöse Angelegenheiten ist ein Zivilist. Das Amt des Regierungschefs liegt in den Händen des ranghöchsten Generals des Staates, derzeit ist dies General Paksim. 

Dieser regiert mit diktatorischen Vollmachten, die dem letzten Regierungschef, General Thun U 1801 vom Reichsrat verliehen worden sind. Damit liegen sowohl die Exekutive, als auch die Legislative in den Händen der Regierung bzw. des Generals. Militärische Sondergerichte wurden mit einer allgemeinen Vollmacht ausgestattet, ebenso die Militärpolizei. Beide Behörden dürfen nun auch Zivilisten verfolgen und anklagen. Der militärische Geheimdienst überwacht und kontrolliert die Bevölkerung zusätzlich. Durch die Einführung einer allgemeinen, vierjährigen Wehrpflicht sind große Teile der männlichen Bevölkerung in das Militär eingebunden, nur Mönche sind von diesem Dienst ausgenommen, weswegen diese in den letzten Jahren einen enormen Zulauf erhielten. Um zu verhindern, dass sich die Klöster in Zentren einer Opposition wandeln, wurde eine Quote erlassen, wieviel Prozent der Männer eines Geburtenjahrgangs in ein Kloster eintreten dürfen. Einzelkinder dürfen dies überhaupt nicht. Das Militär kontrolliert auch fast die gesamte Wirtschaft des Staates und besitzt enorme Landmengen, die von mehr oder weniger unfreien Bauern bearbeitet werden, dazu wurden auch die Tempel und Klöster fast völlig enteignet. Das Militär kümmert sich aber nur in einem sehr geringen Maße um den Erhalt der staatlichen Strukturen, die es selbst nicht benötigt. Strassen und Kanäle im ländlichen Raum verfallen zusehends, ebenso wie das öffentliche Bildungs- oder Gesundheitssystem. Kulturförderung durch den Staat findet faktisch nicht statt und nur noch von privaten Spendern vor allem der Sinu-Mynma halten ein kleines kulturelles Angebot in den Städten am Leben. Auch die Tempel verfallen langsam, da den Klöstern und Priestern die Mittel zu ihrem Erhalt fehlen. Dagegen hat das Militär eine parallele Struktur mit eigenen Schulen für Angehörige des Berufsheers, Krankenhäusern, Gasthäusern und kulturellen Einrichtungen wie Bibliotheken und Theatern eingerichtet, die der Bevölkerung nicht zur Verfügung stehen. In den letzten Jahren führte dies bereits vermehrt zu Protesten vor allem der jungen Männer im Land. Die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe liegt bei etwa 60 % (andere Quellen sprechen sogar von 85 %), Arbeitsmöglichkeiten außerhalb des Militärs sind kaum vorhanden. Auch in den Klöstern gärt es und vereinzelt sind Gruppen von jungen Männern mit geschorenen Köpfen als dem traditionellen Zeichen des Widerstandes verhaftet und gefoltert worden. Überhaupt haben auch grundlose Verhaftungen von Menschen zugenommen, die danach meist „verschwinden“, Schauprozesse gegen Oppositionelle sind an der Tagesordnung und enden oft mit martialischen Strafen. Sippenhaft ist ein oft angewandtes Mittel. Diese drakonischen Maßnahmen haben eine geordnete und große Opposition bisher verhindert, doch sind die Klöster mehr und mehr zu Zentren des Widerstandes geworden. Kristallisationspunkt der Oppositionsbewegung ist der König, in dessen Namen man kämpft. Aus diesem Grund ist das Militär auch äußerst besorgt über die erzwungene Aufhebung des Hausarrests für den König. Der amtierende Herrscher hat sich auch sogleich aus der Haupstadt Tachilek entfernt und Residenz in der alten Königsstadt Hpa-An bezogen. Im Rahmen dieser Freilassung wäre es fast zu einem Eklat gekommen: Um die Sicherheit des Königs zu gewährleisten, entstanden Shi-Am und Shi-ie-La eine 1000 Mann umfassende „Ehrengarde“. Diese wurde an der Grenze durch das Militrregime aufgehalten, nach massiven Drohungen Shi-ie-Las dann aber doch durchgelassen. Die Ehrengarde geleitete den König nach Hpa-An und besetzt dort den Palastbezirk. Die modernen Waffen aus Shi-ie-La machen diese Truppe zu einer sehr schlagkräftigen Eliteienheit. In Hpa-An zelebrierte der König öffentlich und unter Beteiligung fast aller jungen Zivilisten der Stadt die traditionelle Schur des Kopfes und sprach von einer Befreiung des Landes aus den Klauen des Feindes, was Begeisterungsstürme in der Bevölkerung auslöste. Versuche des Militärs, die Versammlungen zu stören oder aufzuhalten konnten von der kaiserlichen Garde unterbunden werden. Im Moment erweist sich auch die Wehrpflicht als ein großes Problem des Militärs, da die Regierung befürchtet, dass sich diese bewaffneten Männer gegen das Regime und auf die Seite des Königs stellen könnten, sollte dieser offen zu einer Revolte aufrufen. Khmi’a, die Anadolü-Staaten, Šturi, Viên-Viên, Luas, Patalipūtra, Aerath, Tzra, die Westlichen Königreiche, Hägimi, Suamin und Norodur müssen im Vorfeld durch Shi-Am und Shi-ie-La über ihre Pläne informiert worden sein, denn die Botschafter der genannten Länder zogen gemeinsam mit dem König nach Hpa-An, andere Gesandtschaften kündigten diese Schritt bereits an. Der kaiserliche Hof in Aerath hat zudem die bereits erteilte Einladung an General Paksim für den Weltkongress zurückgezogen und stattdessen den König offiziell eingeladen.


Wirtschaft
Wichtigste Exportgüter sind Edelsteine und Edelhölzer, daneben auch Gold. Die Wirtschaft ist ganz auf die Bedürfnisse des Militärs zugeschnitten, allerdings müssen fast alle Fertigwaren importiert werden, darunter auch Waffen. Durch die zunehmende außenpolitische Isolierung des Militär-Regimes sind aber Waffenverkäufe an den Staat schwierig geworden und das Heer droht massiv zu veralten. 
Über 80 % der landwirtschaftlichen Erzeugnisse kommen dem Militär zu, so dass es auf dem Land immer wieder zu Engpässen und kleineren Hungersnöten kommt. Im Zentrum des Landes wird traditionell Reis angebaut, im Norden Hirse. Zur Selbstversorgung haben viele Bauern kleine Gärten, die mittlerweile auch in den Städten, z.B. auf Dächern, angelegt werden, da auch hier die Versorgungslage immer schlechter wird. 

Bildungssystem
Schulen im klassischen Sinne gibt es derzeit in Mynma überhaupt nicht. Alle Kinder müssen aber ab dem 4. Lebensjahr dem Patriotischen Jugendkorps (myoehkyit luungaal aasainn) beitreten. Hier wird den Kindern auch das Lesen und Schreiben beigebracht, im Zentrum steht aber eine militärisch ausgerichtete körperliche und moralische Erziehung, wobei Gehorsam und Liebe zum Vaterland die wichtigsten Aspekte darstellen. Auch Mädchen werden diesem Drill unterzogen. Die Ausbildung in diesen Gruppen dauert bis zum 16. Lebensjahr, da dann die Wehrpflicht für die Männer einsetzt. Bis zu vier Monaten im Jahr sind die Kinder und Jugendlichen dabei in so genannten Aufbau-Camps, in denen Manöver abgehalten werden, aber auch Feld- oder Forstarbeit werden von den Kindern abverlangt. Das städtische Bürgertum und die Angehörigen des Berufsheeres beschäftigt daneben oft Privatlehrer, um die Ausbildung ihrer Kinder zu ergänzen. Chancen, eine höhere Bildung zu erhalten haben nur Berufssoldaten und Mönche. Die Klöster unterhalten sowohl weiterführende allgemeinbildende als auch religiöse Schulen und es besteht die Möglichkeit, ein Religionsstudium abzuschließen, dass es de Absolventen ermöglicht Priester zu werden. Das Militär bietet Soldaten die Möglichkeit diverser Studiengänge wie der Medizin, des Militärrechts, des Ingenieurswesens usw. an. In den wohlhabenden Händlerfamilien wird dagegen meist im privaten Rahmen das Wissen von einer Generation zur nächsten weitergegeben. 


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