Es ist: 06-07-2020, 03:14
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Anicetus
Beitrag #1 |

Anicetus
Anicetus war 154 - 166 Bischof von Rom. Er war ein Assyrer aus Emesa. Er bestimmte den Sonntag als Tag des Osterfestes. Anicetus verdammte auch den Montanismus - erstmals wurde eine Häresie verdammt. Ähnlich erging es dem Markionismus.

Bei der Osterfeier
gibt es viele bunte Eier
auch das Osterlamm
schmeiß ich nicht vom Kamm
Nur das Osterfeuer
ist mir nicht geheuer.


Die schriftlichen Überlieferungen aus der Anfangszeit des Christentums sind natürlich spärlich. Es wurde aus Sicherheitsgründen nicht alles schriftlich oder bildlich aufgezeichnet.

Für mich ist das natürlich eine Katastrophe. Ich bin religionswissenschaftlicher Forscher und christlicher Archäologe. Obwohl (oder vielleicht ich auch deswegen) ich evangelischer Freikirchler bin, soll ich für die germanisch-katholische Kirche in verschiedenen Medien eine kritische Geschichte der römisch-katholischen Kirche vorstellen.
Sie kennen ja bestimmt die germanisch-katholische Kirche, nicht wahr? Diese Glaubensrichtung verbindet Elemente des Katholizismus mit sanften neuheidnisch-germanischen Elementen. Die germanisch-katholische Kirche steht der römisch-katholischen Kirche äußerst kritisch gegenüber - bei uns dürfen Priester heiraten, heterosexueller Geschlechtsverkehr nur unter Erwachsenen, mehr Umweltschutz, weniger Protz, Frauen im Priesteramt und in Führungspositionen sein: Dies sind nur die sichtbaren Unterschiede.

Aber ich merke, daß ich abschweife. In der St. Aloysius - Kirche im Münchener Süden gibt es Knochensplitter von Anicetus als Reliquien aufbewahrt. Sie scheinen auch echt zu sein.

Ich habe - auf eigene Kosten, wohlgemerkt - aus einer Zelle das Erbgut herausgefiltert, vervielfältigen und in Zellen einpflanzen, die schnell wachsen.

Und was ist passiert? Innerhalb weniger Tage stand ein älterer Herr vor mir, der ängstlich um sich blickte und in einer fremden, mir unbekannten wimmerte. Heureka - ich hatte einen Menschen als Zeitzeugen von Papst Anicetus, der mir etwas über den antiken Kirchenchef berichten könnte.

"Können Sie mir helfen?" fragte ich meinen alten Lateinlehrer.
"Natürlich," antwortete er spontan, und sagte dann: "Ich bin begeistert. Endlich höre ich Latein in seinem Urzustand. Der Mann stammt aus einem Dorf in Assyrien. Er ist schon in jungen Jahren zum Christentum übergetreten. Das war im Jahre 130. Zehn Jahre später, also im Jahre 140, ging Anicetus nach Rom, engagiierte sich in der dortigen wachsen Kirchengemeinde, nicht nur im praktischen Gemeindeleben, sondern auch in theologisch-theoretischen Fragen. Im Jahre 154 war er dann auf dem Höhepunkt seines Wirkens angelangt, Papst geworden und hatte die Jahre der Verfolgung unbeschadet überstanden. Im Jahre 166 n. Chr. war er dann friedlich in seinem Bett gestorben."

Daß sich Anicetus in unseren heutigen Tagen nicht mehr zurechtfindet, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden. All die technischen Erfindungen, und der Bischof von Rom angeblich eine moralische Instanz...


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