Es ist: 30-11-2020, 08:51
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Eine Odysee namens "Roman"
Beitrag #1 |

Eine Odysee namens "Roman"
Hallo,

ich wollte mal rundfragen, ob wir hier Leute haben, die bereits einen Roman sozusagen in der Schublade liegen haben? Icon_smile

Oder an einem Werk schreiben, aber auch mit dem festen Willen es zu beenden?

Ich finde, dass es eine ungeheuer schwierige Arbeit ist an einem Roman zu arbeiten. Professionelle Autoren haben es da einfacher, weil sie die Gewissheit haben, dass der Roman dann auch vom Verlag übernommen wird. Da gibt es meistens Verträge etc.

Junge Autoren oder generell Einsteiger kämpfen mit der Schwierigkeit, dass man sich zunächst "alleine" (oder mit Probelesern) den ganzen Roman über motiviert halten muss, damit man das entsprechende Projekt auch zum Abschluss bringt.

Wer bastelt an einem Roman, wer hat bereits einen geschrieben, wie war oder ist die Arbeit? Icon_smile

Grüße

Holy


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Beitrag #2 |

RE: Eine Odysee namens "Roman"
Öhm - ja, ich schreibe seit ungefähr zwei Jahren an einem Fantasy-Roman. :-)

Also, wenn ich vorher gewusst hätte, was für ein Mammutprojekt letztendlich daraus wird, dann hätte ich wahrscheinlich nie damit angefangen >.<

Eigentlich hatte ich nur mal wieder eine Idee, die ich dann grob zu Papier gebracht habe. Dann kamen immer mehr Ideen dazu, ich hab angefangen zu schreiben (so, wie ich das immer mache, nach dem Patchwork-Prinzip: Lauter Szenen die kreuz und quer im Buch zu finden sind, und dann "verbinde" ich sie sozusagen ^^) und es wurde mehr und mehr und mehr...
Am Anfang dachte ich, okay, das werden wohl so an die zweihundert Seiten. Ist ja schon ne ordentliche Sache.
Denkste. xD
Mittlerweile habe ich an die dreihundert Seiten und bin von der Handlung her gerade so über die Hälfte weg - ich kalkuliere mittlerweile fünfhundert Seiten.

Wenn's das dann auch wäre...
Wie das halt so ist, wenn man eine Fantasy-Welt entwirft, man bastelt daran rum, hat Ideen, hier gibt es noch ein paar Details, und aus Überlegungen, was es da sonst noch so alles geben könnte, wurden irgendwann Ideen für eine Fortsetzung. Da das aber alles irgendwie auch nicht so ganz in einen Handlungsstrang passen wollte habe ich dann noch mal dran rum gefeilt und weiter ausgearbeitet und hin und her überlegt - kurzum, mittlerweile bin ich so weit, dass ich insgesamt vier Bände geplant habe. *seufz*

Ich habe nicht die geringste Ahnung, ob ich die Bücher jemals fertig schreiben werde, und noch weniger glaube ich, dass ich da irgendwann mal einen Verlag finde, der sich meiner Erbarmt und sie auch noch veröffentlicht.
Aber daran denke ich meistens gar nicht.
Ich schreibe hauptsächlich für mich selbst und für die Leute, die die Geschichte vielleicht lesen (von denen gibt's hier im Forum sogar welche ^^).
Wie das dann mit einem Verlag oder so aussieht... Das schau ich dann mal, wenn ich den ersten Band fertig habe. ^^

Schwierig fand ich es bisher nie.
Könnte aber auch daran liegen, dass meine Geschichten bisher fast immer in "Roman-Größe" angelegt waren. Okay, die erste Geschichte, die ich mit neun Jahren geschrieben habe, hatte 25 DIN A 4 Seiten. Kein wirklicher Roman, aber definitiv keine Kurzgeschichte. ;-)
Mir fällt es viel schwerer, eine Kurzgeschichte zu schreiben.
Weil ich meistens eine Idee für ein Ereignis habe und dann direkt einen Haufen Ideen drumherum, was für Charaktere ich habe, wie die mit einander zu tun haben, was ihnen alles passieren könnte... Das passt einfach nicht in eine Kurzgeschichte. Zumindest würde es den Rahmen sprengen, und ich müsste viel zu viel offen lassen.

Deshalb finde ich es viel leichter, einen Roman zu schreiben, einfach, weil man keine Begrenzung hat. Man kann ja rein theoretisch 5000 Seiten oder so schreiben - ob die dann einer liest ist wieder eine andere Frage, aber man hat allen "Platz", den man braucht, um auch wirklich alle Ideen mit einzubringen.

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Albert Einstein)

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Beitrag #3 |

RE: Eine Odysee namens "Roman"
Hi ihr!^^

Ich gehöre dann zu denen, die an einem Roman "basteln". Allerdings bin ich noch nicht besonders weit ...

hab aber auch schon Ideen für eine Fortsetzung!Icon_confused

Es begann damit, dass ich mir unbedingt eine Fantasy-welt ausdenken wollte, die anders ist als andere ... nun ich glaube letztendlich ist sie gar nicht so anders geworden ...
naja, trotzdem ist sie mir ans Herz gewachsen und es macht mir richtig Spaß, daran zu arbeiten!Mrgreen

lg,
der Weltenwanderer!^^

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #4 |

RE: Eine Odysee namens "Roman"
Eine Odyssee??
Ich habe gleich mehrere ... *seufz*

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #5 |

RE: Eine Odysee namens "Roman"
Hallo!

"Odysee" ist wahrhaftig der richtige Ausdruck!

Meinen ersten Roman habe ich vor etwa drei oder vier Jahren begonnen. Angefangen hat das Ganze mit einem Traum, der mich so lange beschäftigt hat, bis ich nicht mehr anders konnte, als ihn niederzuschreiben. Eine Seitenanzahl hatte ich da noch gar nicht (hatte bisher nur wenig mit Textverarbeitungsprogrammen zu tun gehabt). Das Ganze plätscherte ziemlich lange vor sich hin, und ich hab geschrieben und geschrieben und geschrieben ...

Die Geschichte hat sich immer mehr verändert, hat an Umfang zugenommen. Zuerst habe ich Details verändert, die einfach mit der Realität nicht konform gingen, und irgendwann war das eigentliche Motiv komplett in den Hintergrund gerückt.

Ich habe etwa zwei Jahre an dem Projekt gearbeitet und hatte dann, nach hunderten von Überarbeitungen einen Riesenstapel mit 1200 Buchseiten. "Durststrecken" gab es natürlich auch, da ich meistens nur 30 Seiten in die Zukunft dachte und manchmal mit dem Abtippen schneller war als mit der Planung. Das hat sich übrigens als durchaus ertragreiche Technik herausgestellt, obgleich ich mittlerweile auf Konzepte umgestiegen bin, die bei mir jedoch eher so aussehen, dass ich einen Anfang habe und ein Ende, und die Mitte entwickelt sich dann fast ausschließlich von selbst. Oft kommt es vor, dass ein Charakter aus seiner vorgesehenen Rolle fällt und sich verselbstständigt - das ist nicht immer angenehm, aber manchmal sogar ein Segen, weil es die Geschichte oft sehr viel überzeugender macht.

Mittlerweile arbeite ich am 4. Buchprojekt, das 2. wird voraussichtlich diesen Sommer erscheinen, das dritte harrt noch einer Überarbeitung (kommt eventuell 2009), das vierte wird diesen Sommer wohl noch ins Reine geschrieben und vom 5. habe ich auch schon eine sehr genaue Vorstellung.

Jaaah, ich bin dem Schreiben komplett verfallen Mrgreen

Und anders würde ich es auch gar nicht wollen Icon_wink



Liebe Grüße,

Melanie

Worüber man nicht schweigen kann,
darüber muss man sprechen,
denn die Grenzen der Sprache
sind die Grenzen der Welt,

Ludwig Wittgenstein


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Beitrag #6 |

RE: Eine Odysee namens "Roman"
hallo ihr,

ich befinde mich im moment auch auf dieser odysee, die mal mit einem fertigen roman enden soll.

es fing eigentlich alles mit einer recht einfachen idee an, komischer weise mit dem ende. dann begann ich ganz grob mit der planung an, was in welchem kapitel stehen soll, was auch noch ganz gut ging. auch der prolog und das erste kapitel waren schnell geschrieben.
aber jetzt hab ich meine figuren in schwierigkeiten stecken, aus denen ich sie im moment nicht rausschreiben kann, ich weiss auch nicht wie sie da herein geraten sind. Icon_smile
es fing damit an, dass ich eigentlich nur eine figur haben wollte, die die umgebung ein bisschen beschreiben kann und schwupps hab ich da ein kleines kind rumwandern, was nichts besseres zu tun hat als in o.g. schwierigkeiten zu geraten. Icon_irre

tja und dann gibt es ja noch diese kleine geschichten die mal so nebenbei abfallen. sei es um sich über die vergangenheit der figur klar zu werden oder über deren charakter, da hab ich auch schon so ein oder zwei ideen im kopf, die eigentlich raus wollen, aber irgendwie noch nicht konkret genug sind. :rolleyes:

aber ich seh gerade, dass es euch nicht viel anders geht, was mich irgendwie beruhigt. Icon_smile

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #7 |

RE: Eine Odysee namens "Roman"
Hihi ... die losen Fäden. Das kenne ich nur zu gut. Ich wollte schon bei Michael Ende eine Anleihe aufnehmen und einfach jedes Mal an den entsprechenden Stellen schreiben "Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden."
Seufz - warum sind die besten Ideen eigentlich immer schon vergeben?
Na ja, momentan bekommt gerade ein Buch mit Kindergeschichten den letzten Schliff, vielleicht fällt mir ja danach ein, wie ich meine persönliche Odyssee zwischen Skylla und Charibdys durchbringe.

Ninita

Glück ist eine Zuchtpflanze aus Ehrgeiz und Fleiss,
gesät in eine Mischung von Geduld und Beharrlichkteit,
regelmäßig gedüngt mit Humor. (Xelanja)

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Beitrag #8 |

RE: Eine Odysee namens "Roman"
Moin Moin zusammen.

@Holy:
Zitat:Oder an einem Werk schreiben, aber auch mit dem festen Willen es zu beenden?
Oh, der Wille ist da. Auch die Ideen lassen nicht auf sich warten. Nur die Zeit ... die Zeit ist es, die mir zu schaffen macht. Und zwar in vielfältiger Hinsicht.

Zitat:Ich finde, dass es eine ungeheuer schwierige Arbeit ist an einem Roman zu arbeiten. Professionelle Autoren haben es da einfacher, weil sie die Gewissheit haben, dass der Roman dann auch vom Verlag übernommen wird. Da gibt es meistens Verträge etc.
Warum? Ich schreibe das blöde Ding nur, damit ich was für meine Kinder habe. Und alles, was da reinkommt, wird hier vorher veröffentlicht - damit ich auch ganz klar sehe, wo die Ungereimtheiten, Unlogiken und vor allem blöde RS-Fehler sind.
Mit anderen Worten: Gerade der Verfasser eines Textes neigt dazu, blind vor dem Wald zu stehen und diesen nicht zu sehen. Öhm ...

Ja, wo fange ich an? Oder besser gesagt, wann kam mir die Idee zu all dem hier? Echt keine Ahnung. Vielleicht die Autobahnfahrten in den letzten Jahren, wenn man so mutterseelenallein durch das Land fährt. Tiefgreifende Gespräche, das Leben selbst vielleicht? Hm, ich glaube, es war ein Mix daraus. Irgendwie alles. Und nach einem bestimmten Zeitpunkt brauchte ich mich über Ideen nicht beklagen - sie flogen mir einfach so zu. Besser: In den unmöglichsten Situationen hat sich mein Gehirn einen Wolf geschrubbt - und plötzlich leuchtete irgendwo in mir etwas. So ein zaghafter, unschuldiger Gedanke à la "Wie sieht eigentlich das Paradies aus? Sind da wirklich Jungfrauen dort oben?" (hust*) Oder die Frage, was einen Menschen wirklich treffen kann - außer den marktüblichen Beleidigungen und Flüchen.
Joar - eigentlich wollte ich (nachdem man mich so liebevoll in den Allerwertesten getreten hatte *g*) mit einer ganz anderen Geschichte anfangen. Völlig harmlose Geschichte mit einem Mörder, der meint, alle Frauen sind Ausgeburten der Hölle.
Aber dann hat sich dieser Jemand selber aus seiner Statistenrolle rausgenommen und sich als Hauptdarsteller eingeschrieben. Und da merkte ich, dass es noch viel mehr zu erzählen gibt.
Kennt bestimmt jeder. Irgendwann ist soviel an Fakten, Ausblicken, Momenten da, dass man mit einer eigenen Geschichte anfangen kann.
Und so hat sich das Stück für Stück entwickelt. Bis auf das Ende. Das hat Sternchen "verbockt". *g* Ne, im Ernst. Sie gab mir zwei Stichworte, zu der ich eine eigene Geschichte schreiben sollte. Also, quasi wie in einem Wettbewerb - nur eben kein Satz oder Bild.
Kaum hatte sie die fraglichen Worte erwähnt, wusste ich plötzlich, wie das Ende aller Geschichten auszusehen hatte. Da sitzt man vor dem Monitor und eine wahre Bilderflut stürzt auf einen ein. Genial.
Ich freue mich auf das Ende, das könnt ihr mir glauben. Icon_wink

Nicht unerwähnt bleiben sollte natürlich noch die Rebellion verschiedener Charaktere, die mich eine Zeitlang quälten und mich daran hinderten, weiterzuschreiben, weil jeder Blickwinkel, jede Perspektive literarisch ins Nichts ging. Das ist Verzweiflung pur - vor allem, wenn man weiß, wohin man will, aber die Personen *hust* nicht mitspielen wollen. Oder wollten - besser gesagt. *Keule hinter dem Rücken versteckt* Manche Protagonisten muss man einfach nur zwingen. *g* Auch wenns schwer fällt, ne?

Last but not least ...
Odyssee? Ich muss jetzt schon ein wenig grinsen. Wenn ich es schaffe, auch nur halbwegs verständlich das zu schreiben, was ich vor meinem inneren Auge sehe, dann wird das wirklich eine Odyssee. Besser als "Ilias" oder "2001". Icon_wink

Ich hoffe auch, dass ich das alles in den von mir gesetzten Zeiten schaffe, denn das was hier steht, ist echt nur ein Bruchteil von dem, was hier auf dieser Tastatur noch getippt werden muss.
Abwarten. Kaffeetrinken, ne? *duck*

LG
D.


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Beitrag #9 |

RE: Eine Odysee namens "Roman"
Ah ja ... ich waere froh, wenn mein Roman Ein Ende haette ...
Wenn ich erlich bin, habe ich es bislang noch nie geschaft eine Geschichte bei 700 Seite zu beenden. Aber das muss ich, mit meiner "Odysee" von fuenf Buechern (die letzten beiden noch in Planung und erstes und zweites noch in der Ueberarbeitung) und dann noch etliche Nebengeschichten kann ich mich bei keinem Verlag bewerben.
Dafuer brauch ich ein abgeschlossenenes Buch auf mindestens 700 Seiten ... aber wenn ich erlich bin, faellt mir keine "KG" ein. Ideen habe ich, aber die erstrecken sich dann erneut ins endlose ........ ich kann es einfach nciht lassen, zu fantasieren und fantasieren ...

Mein jetziges Werk war zu beginn auch nur eine kurze Geschichte, welche ich mir als 10 jaehriges Maedchen ausgedacht hatte. Einige Jahre hatte sie geruht ... bis ich die Grundidee wieder aufgegriffen habe und die Einfluesse von Digimon und Xena abgeschuettelt hab. Nun hab ich in die Geschichte sooooooo viel reinfantasiert ... ich weis nicht woher ich den optimismus naehme, aber ich werde sie auf jeden Fall zu Ende schreiben. Wird wohl so was wie mein Lebenswerk (und das denk ich mit 20 ^^).

Naja, ich wuensche allen die mit ihren Mamut Projekten schwer zu tun haben viel Erfolg! (Und natuerlich auch allen anderen Icon_wink

Liebe Gruese
Chrissi


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Beitrag #10 |

RE: Eine Odysee namens "Roman"
Es ist schon spät, also die beste Zeit für meine kleine Odyssee.

"Gell Mame, wenn ich selber Bücher schreib, dann brauch ich nicht immer auf Weihnachten warten!" (meiner selbst vor langer Zeit)

Meine ersten Bücher verfasste ich im zarten Alter von fünf Jahren. Text, Illustrationen, Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche und umgekehrt, Vielfarbenwachsmalkreidendruck und Buchbinderei (mit Tacker und Isoband) - alles aus einer Hand. Da gab es ein "Schlittenfahrbuch", "Die Geschichte vom Osterhasen", "My Cat Book", ein "Beirut Book" und noch so ein paar, alle so ca. 10-15 Seiten. Diese Dinger existieren noch und werden zum unsäglichen Gaudium meiner Mutter und ihrer besten Freundin - die dummerweise später meine Deutschlehrerin werden sollte - immer wieder hervorgeholt.

Zum Glück wurde auch ich älter! Mit so ca. 11 Jahren, als ich aus einem Schulaufsatz die erste Idee für ein Buch gebar. Wie könnte es in dem Alter denn anders sein - eine Pferdegeschichte mit leichten Anflügen von Herzschmerz! Das Projekt ist damals gestorben, als ich draufgekommen bin, daß das reale Pferd und der reale Herzschmerz doch viel spannender sind und meine lieben, fürsorglichen Eltern - selbst vielveröffentlichte Autoren, allerdings von wissenschaftlichen Standardwerken auf ihrem Gebiet - die ihre Tochter selbstverfreilich in allem unterstützen, mir mitgeteilt haben, daß ich mit dem Veröffentlichen eines Buches niemals soviel Geld verdienen würde, um mir ein zweites Pferd leisten zu können. Hmpf - aus der Traum, letzteres war nämlich der eigentliche Plan hinter meiner Buchschreiberei, nicht die Liebe zur holden Kunst oder vergleichbar schwülstiges. Egal - es ist so ca. zu 3/4 fertig und die Idee gefällt mir immer noch. Schau ma mal, in ein paar Jahren freut sich meine Nichte sicher drüber!

Als ich dann 14 war, passierte ein gravierender Einschnitt in meinem Leben, eine private Katastrophe. Um diese zu verarbeiten, habe ich erneut zum Griffel gegriffen und gut war's. Doch als ich irgendwann, als mein Geisteszustand sich schön langsam wieder entnebelt hatte, das Ganze von vorne nochmal las, hätte ich den Computer am Liebsten aus dem Fenster geschmissen und mich selber hinterher. Es ist mir bis heute unbegreiflich, wie man so viel Schmonzes schreiben kann! Danach habe ich mir erst mal geschworen, es zu lassen... halt, ich sagte: erstmal.

Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen, und die Geschichte bedeutet mir - na no na, es ist ja meine eigene - ziemlich viel, also habe ich mich an die Arbeit gemacht und begonnen, das Ganze mit einem gewissen kritischen Abstand neu zu schreiben. Müßte diesen Sommer fertig werden - den Anfang habe ich heute mal in "Nachdenkliches" gepostet, wen's interessiert.

In diesem Sinne, keep on writing everyone!
Gute Nacht, Icon_jump t.

Ich bin absolut dafür, daß man Narren von gefährlichen Waffen fernhält. Beginnen wir mit Schreibmaschinen. (Frank Lloyd Wright)

Prinzessin von Kagran

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