Es ist: 28-05-2020, 04:19
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Brandon Sanderson on Writing Science Fiction and Fantasy: #1 Introduction
Beitrag #1 |

Brandon Sanderson on Writing Science Fiction and Fantasy: #1 Introduction
Youtube-Vorlesung: Brandon Sanderson on Writing Science Fiction and Fantasy
#1 Introduction

01. - 15. Mai 2020

Der Diskussionskreis startet mit dem ersten Video: #1 Introduction.

Brandon Sanderson spricht über Fragen wie
- Warum gibt es diesen Kurs und was hat die Teilnahme für ihn ganz persönlich bedeutet?
- Was ist das Ziel beim Schreiben? Was ist für mich "Erfolg"? Spielt es eine Rolle, ob mein Buch veröffentlicht wird oder nicht?
- Gibt es Personen, die "zum Schreiben bestimmt" sind?
- Kann man jemandem das Schreiben beibringen?
- Warum geben Autoren ganz unterschiedliche Schreibtipps?
- Warum ist eine Schreibroutine so wichtig und wie kann ich sie aufbauen?
- Schreiben und das "echte Leben" - wie kriege ich das zusammen?
- Wie kann ich die Verzweiflung überwinden, wenn ich merke, ich werde nicht veröffentlicht? (Publikumsfrage)
- Wie funktionieren Schreibgruppen und welche Vor- und Nachteile haben sie?

Wer Probleme hat, der Vorlesung auf Englisch zu folgen, kann unter "Einstellungen" (Rädchen) englische Untertitel aktivieren.

Vokabeltipp:
"asteriks" = Sternchen * für eine Fußnote. Sanderson springt manchmal zu Anekdoten und Nebenthemen, wenn er das tut sagt er "asteriks" (= "Ich eröffne hier eine Fußnote als Nebenschauplatz").



Viel Spaß beim anhören und diskutieren! Read


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Übersicht über den Diskussionskreis



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Beitrag #2 |

RE: Brandon Sanderson on Writing Science Fiction and Fantasy: #1 Introduction
Ich habe gleich mal die Einführung angesehen. In meinem ersten Beitrag sind nun die Themen aktualisiert und ich habe mal noch eine ungewöhnliche Vokabel vorab erwähnt.

Ich dachte, dass mir ein Video mit dem Titel "introduction" wahrscheinlich noch nicht so viel sagen wird, aber weit gefehlt! Ich fand es nicht nur amüsant, sondern auch sehr anregend und hilfreich.
Sanderson stellt das Schreiben NICHT als "hohe Magie" dar. Er sagt ausdrücklich, zur Veröffentlichung gehört einfach auch Glück dazu.
Auf die Frage "Wie werde ich ein Schriftsteller?" bestünde die Antwort zu 90% aus: "Bleib 10 Jahre lang dran, schreib regelmäßig, versuch besser zu werden und wenn das nicht klappt ändere etwas, so lange bis es klappt." Icon_lol

Nach diesem Video habe ich das Gefühl, dass ich in vielen Punkten bereits den Weg begonnen habe, den er vorzeichnet. aber zu ungeduldig bin, das auch zu sehen und zu würdigen. Da sollte ich vielleicht öfter an Sandersons Aussage denken: "10 Jahre lang dran bleiben!" ... was sind schon zwei Wochen Flaute innerhalb von 10 Jahren Wait



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Beitrag #3 |

RE: Brandon Sanderson on Writing Science Fiction and Fantasy: #1 Introduction
Ich bin noch nicht durch, aber das ist mir auch schon aufgefallen. Der anschauliche Vergleich mit der NBA (ich glaube jedenfalls es war die NBA...  Icon_confused ), das ist doch irgendwie motivierend, wie er das formuliert.

Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen. (Konfuzius)

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Beitrag #4 |

RE: Brandon Sanderson on Writing Science Fiction and Fantasy: #1 Introduction
Ein ganz zentrales Thema bei Sanderson ist der Aufbau einer Schreibroutine. Er schildert seine: Jeden Tag zwei Mal vier Stunden, dazwischen eine Pause. Das ist natürlich für Vollzeitschreiber.
-> Wie sieht eure Schreibroutine aus? Ich bin immer noch viel am probieren und überlegen, was für mich funktioniert, von "Routine" kann da keine Rede sein ...
-> Und eine Frage, die ich gerne Sanderson gestellt hätte, wenn ich im Publikum gesessen hätte: Was versteht er unter "Schreibroutine"? Reine Schreibzeit oder auch Gedanken drumherum? Ich hatte den Eindruck, dass Sanderson tatsächlich unter "Schreiben" auch in erster Linie Schreiben fasst und nicht planen, recherchieren und so weiter. Er sagt allerdings auch über sich selbst, dass er ein "pantser" ist, und wenn man planlos drauf los planscht, dann ist das Schreiben im engeren Sinne natürlich auch ganz entscheidend. Wer eher ein "plotter" ist und mehr plant, der braucht auch mehr Vorarbeit...

Ein zweites zentrales Thema des Videos ist, welches Ziel verfolge ich mit dem Schreiben. Sanderson meint, es ist vollkommen legitim, wenn man einfach zum Spaß schreibt und nicht primär eine Veröffentlichung anstrebt. Er schildert sogar, wie ihm diese Erkenntnis eine enorme Last von den Schultern genommen hat, als er noch nicht ein publizierter Autor war.
Als er sein Leben als Vollzeitautor beschrieb merkte ich ziemlich schnell, dass das für mich überhaupt nicht attraktiv ist. Ich will mehr an die Realität der meisten Menschen angebunden sein und nicht nur allein am Schreibtisch sitzen. Ich glaube ich wüsste auch gar nicht, woher ich da die Ideen nehmen soll. Sanderson beschreibt eine Freundin, die noch kein Buch veröffentlicht hat, was aber seiner Meinung nach nicht als "Fehlschlag" gesehen werden kann: Er meint, sie schreibe sehr gute Geschichten und wird bestimmt irgendwann noch etwas veröffentlichen, allerdings macht sie das eben nebenher und stellt "nur alle zwei bis drei Jahre" ein Buch fertig und ist damit zufrieden. Bei dieser Stelle dachte ich, "alle zwei bis drei Jahre.... ich wäre VOLLKOMMEN zufrieden damit!" Also für mich klingt das erstrebenswerter als ein Leben à la Sanderson, das vollständig und nahezu ausschließlich aufs Schreiben ausgerichtet ist.

Wie seht ihr das?
Und Korbinian wie weit bist du mit dem Video? Icon_smile



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Beitrag #5 |

RE: Brandon Sanderson on Writing Science Fiction and Fantasy: #1 Introduction
Routine ist da bei mir definitiv gar nichts. Immer mal wieder was, und dazwischen völlig andere Sachen...  
Tja, welches Ziel ich verfolge ist eine gute Frage...  ich denke, ich schreibe (oder versuche es jedenfalls), weil ich da über gewisse Themen sprechen kann, weil über Dinge spreche kann, die mich interessieren, aber sonst keinen  Mrgreen  Wenn ich in einem Gespräch damit anfange, hört mir keiner zu, und das verstehe ich, aber das ist eben ein Problem, dass sich lösen lässt, wenn man stattdessen schreibt. Daher kommt wohl auch mein Chaos. Unfassbar viele Ansätze, aber sehr wenig, was darüber hinausgeht.
Ich habe mir vorgenommen, das Video heute fertig zu schauen, aber weiß noch nicht, ob das was wird. Ich dreh zu Hause durch, muss mal wieder länger raus. Ganz raus.

Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen. (Konfuzius)

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Beitrag #6 |

RE: Brandon Sanderson on Writing Science Fiction and Fantasy: #1 Introduction
Mir fällt gerade auf, mir gefällt das Wort "Schreibrhythmus" besser als "Schreibroutine".
Eine "Routine" zu haben weckt bei mir die Vorstellung, dass immer alles glatt geht und eingespielt ist, als würde man nur noch einen Schreibflow abspulen. Und diese Vorstellung ist vermutlich einfach nicht korrekt Icon_ugly
Außerdem gefällt mir am "Rhythmus", dass er ein Wechselspiel beinhaltet. Schreiben - Nichtschreiben. Plotten - pantsen. Im Zimmer verkriechen - rauskommen. Das halte ich schon für ganz wesentlich.
In diesem Sinne, viel Spaß beim "ganz raus gehen" Korbinian, es ist bestimmt gut Icon_smile



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Beitrag #7 |

RE: Brandon Sanderson on Writing Science Fiction and Fantasy: #1 Introduction
Mir ist gerade etwas eingefallen. Schreiben ist gerade schwer für mich. Routine ist auch schwer für mich. "Schreib + Routine" sind also zwei schwere Dinge, die ich gleichzeitig lernen muss.
Ist das pädagogisch sinnvoll?
Nein!
Man lernt einen Baustein nach dem anderen und am Schluss setzt man sie zusammen, das ist pädagogisch sinnvoll.
Meine Idee ist daher, mir eine "Routine" aufzubauen mit etwas, das mir leicht fällt. Ich hatte im Herbst mal angefangen, eine Kurzgeschichte vom Englischen ins Deutsche zu übersetzen, damals aus Spaß und als sprachliche Übung, mittlerweile würde mich auch der Aufbau interessieren. Das hat was mit Sprache und Schreiben zu tun, aber es setzt mich nicht unter Druck und bringt mir in absehbarer Zukunft ein Erfolgserlebnis. Vielleicht werde ich also mal schauen, dass ich die Übersetzung fertig mache und zwar auf eine Art, dass ich dabei einen Rhythmus generiere.

Ansonsten ist mir noch ein Tipp zum Thema Schreibrhythmus in die Hände gefallen: Von wem der stammt, weiß ich nicht mehr, aber diese Person schreibt morgens 2x 1,5 Stunden und dann später nochmal 2x 1,5 Stunden. Sprich dieser Rhythmus lebt von vielen Pausen und sehr überschaubaren Konzentrationseinheiten.



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Beitrag #8 |

RE: Brandon Sanderson on Writing Science Fiction and Fantasy: #1 Introduction
Das Video und der Nachdenkprozess darüber haben mir bei folgenden, sehr sehr schweren Dingen geholfen: Locker bleiben und sich in Geduld üben.

Sanderson sagt sinngemäß: Have fun and carry on.
Er sagt, schreibe regelmäßig, und wenn du nicht weiterkommst, dann ändere so lange etwas bis du weiter kommst. Wenn ich also etwas an meinem Schreiben aufgeben und ändern muss, dann brauche ich das nicht als Scheitern zu betrachten, sondern als "carry on".

So konnte ich jetzt das Schreiben vorerst auf Eis legen, OHNE mich dabei schlecht zu fühlen!! Was sonst zweifelsohne passiert wäre bzw. vielleicht hätte ich die Entscheidung auch gar nicht getroffen.

Stattdessen widme ich mir dem Übersetzen, schaffe mir damit ein greifbares Erfolgserlebnis und die Möglichkeit, Routine auszuprobieren. Ich notiere mir auch fleißig, was in der Methode gut klappt und was weniger gut.

Danke Brandon Sanderson Write

Wie sieht es bei dir aus Korbinian? Bist du fertig? Hast du aus dem Video etwas für dich ziehen können?
Ich bin jetzt schon ziemlich gespannt auf die nächste Doppelfolge zum Thema "Plot". Ich würde vorschlagen, dass ich 1 Topic mache, in dem 2 Folgen besprochen werden, denn sie gehören ja thematisch zusammen.
Nach denen steigt dann auch Sniffu in den Kreis mit ein Icon_jump



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Beitrag #9 |

RE: Brandon Sanderson on Writing Science Fiction and Fantasy: #1 Introduction
Nun, ganz fertig nicht, aber weitestgehend. Einfach ein Motivationsvideo würde ich fast sagen. Also alles normal, wenns nicht weitergeht, es geht eben um Spaß. Das ist zwar keine große neue Erkenntnis, aber man muss es sich doch immer wieder klar machen (und es wahrscheinlich auch von anderen, Erfahrenen hören), wenn man in Schreibschwierigkeiten steckt. Und das gilt für meine wissenschaftliche Arbeit ganz genauso.

Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen. (Konfuzius)

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Beitrag #10 |

RE: Brandon Sanderson on Writing Science Fiction and Fantasy: #1 Introduction
Die nächsten Videos werden "technischer", da stehen dann die Erzähltechniken im Mittelpunkt.

Man darf halt auch nie vergessen, dass Schreiben im Kopf beginnt (Inspiration, Ideen sammeln, sortieren, etc.) und damit in erster Linie eine Kopfsache ist. Wer von Beginn an weder an die eigenen Texte noch an sich selbst glaubt, hat schon verloren und wird nie über den ersten Schritt hinauskommen. Von daher finde ich es legitim, dass er mit einem "Motivationsvideo" beginnt, um auf die Materie einzustimmen.

Hmm, Schreibroutine oder -rhythmus? Lesen, brainstormen, Notizen machen, tatsächlich schreiben und nichts tun sind für mich alles Phasen meines Schreibens. Es gibt Tage, da schreibe ich kein einziges Wort, weil meine Nase zwischen den Buchdeckeln stecken bleibt. Ich versuche dabei, gleichermaßen Fachbücher als auch Belletristik zu lesen, um mich sowohl inhaltlich als auch stilistisch zu "füttern".


Mein Rhythmus lässt sich daher nicht im Stundentakt, sondern vielmehr im Tages- oder sogar Wochentakt beschreiben. Wenn ich recherchiere, dann wälze ich mich tagelang durch Bücher. Sobald dann die Recherchen abgeschlossen sind, lese ich dann mehrere Wochen nichts anderes außer meine Texte, um sie weiterzuschreiben/überarbeiten/zu vervollständigen.

Auch intensives Plotten schließt für einen gewissen Zeitraum akitves Schreiben aus. Das ist irgendwo logisch, weil ich im Plotten viel schneller bin als im eigentlichen Schreiben und ich mich selbst nur ausbremsen würde, würde ich parallel zum Plotten auch schreiben. Ich glaube, als ich die Vorgeschichte meiner Lieblingsfigur geplottet habe, habe ich fast zwei Wochen kein Wort geschrieben, weil ich so drinnen war in diesen hypothetischen Szenen, dass ich keinen Kopf für etwas anderes gehabt hatte/hätte.

Eine kleine Sniffu-Dröhnung

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