Es ist: 11-07-2020, 00:05
Es ist: 11-07-2020, 00:05 Hallo, Gast! (Registrieren)


Lesewettbewerb :-)
Beitrag #1 |

Lesewettbewerb :-)
Kennt ihr noch Lesewettebewerbe? Die haben früher immer in der Bibliothek in unserem Dorf stattgefunden. Da wurde der Lesefluss verglichen und wie gut man betont, es hat riesigen Spaß gemacht :-) 

Das würde ich in meiner Schule gern auch machen und für die Kinder einen Pokal in Aussicht stellen, damit sie sich auch freuen etwas gewonnen zu haben :-) 

Oder findet ihr das ist zu sehr gegeneinander ausgespielt? Mir hat es damals als Kind sehr viel Spaß gemacht.


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Beitrag #2 |

RE: Lesewettbewerb :-)
Ich erinnere mich noch an die 5. (6.? 7.?) Klasse, da hatten wir das auch in der Schule. Ich fands großartig, übertriebene Konkurrenz unter den Kindern gab's da nicht. Außerdem kann man die Kids ganz gut ködern: Ne Stunde kein "normaler" Unterricht, eher mehr zurücklehnen und zuhören. Zumal da durchaus ja interessante Geschichten bei sein können, wenn die Kids selber auswählen können.

Will sagen: Do it!

There's a time when the operation of the machine becomes so odious, makes you so sick at heart, that you can't take part! You can't even passively take part! And you've got to put your bodies upon the gears and upon the wheels, upon the levers, upon all the apparatus, and you've got to make it stop!
And you've got to indicate to the people who run it, to the people who own it, that unless you're free, the machine will be prevented from working at all!

Mario Savio, 2. Dezember 1964

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Beitrag #3 |

RE: Lesewettbewerb :-)
Ich war zwar nur einmal selbst dabei, aber wir hatten das am Gymi auch, ziemlich groß angelegt sogar, in drei Altersstufen. Auf jeden Fall eine gute Sache finde ich.

Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen. (Konfuzius)

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Beitrag #4 |

RE: Lesewettbewerb :-)
Hallo!

Ich schließe mich meinen Vorschreibern an, und sage auch: mache es! Erst letztes Jahr, wurde bei meiner Nichte in der Schule erstmals nach vielen Jahren so ein Lesewettbewerb durchgeführt. Meine Nichte, die normalerweise bei schulischen Sportveranstaltungen / Sportfesten nicht so gut abschneidet, hatte sich über diese Art von Wettbewerb sehr gefreut, lesen, ist nämlich ihre große Leidenschaft.

Sie hatte auch fleißig geübt und sich auf den Wettbewerb vorbereitet, die Mühe hat sich gelohnt, außer einen Gutschein in der Stadtbücherei, hatte sie auch eine Gold-Medaille gewonnen. Ach wie stolz wir alle waren hurra 
. Dieses Jahr, konnte der Lese-Wettbewerb wegen Corona leider nicht stattfinden wie auch viele andere Veranstaltungen. 
Wenn bei euch in der Schule so ein Wettbewerb durchgeführt werden darf, dann mache es auf jeden Fall. Die Idee mit dem Pokal finde ich auch sehr gut, als passende Trophäe, würden sich auch solche Glaspokale prima eignen. Ich wünsche dir für dein Vorhaben alles Gute und drücke dir für die Umsetzung die Daumen.

Zitat:
„Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,
ash nazg thrakatulûk, agh burzum-ishi krimpatul.“


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Beitrag #5 |

RE: Lesewettbewerb :-)
Statt eines Wettbewerbs ODER zusätzlich zu einem Wettbewerb lassen sich auch Leserunden machen. Wir hatten in der Grundschule mal das Format, da hat jeder ein Kapitel aus seinem Lieblingsbuch vorgelesen (und eine schriftliche Rezension abgeben, aber das brauchts ja nicht unbedingt).
Später auf der weiterführenden habe ich so was ähnliches selbst organisiert, aber halt nur mit Mitschülern die auch gern lesen, und jeder konnte kleinere Vorlesetexte mit bringen und zum besten geben.
In diesen Formaten steht nicht im Vordergrund, wer am besten vorliest, sondern DASS jeder ein Buch / einen Text auswählt und dass jeder das Vorlesen übt. Man lernt dadurch verschiedene Bücher kennen und kriegt Lust, das ein oder andere zu lesen.

Natürlich kann das auch so gehen dass die Klasse nur 1 Buch liest und jeder bereitet ein Kapitel zum vorlesen vor, das hatte ich jetzt noch nie ausprobiert.

Meine Erinnerung an den Lesewettbewerb der Grundschule ist eher durchwachsen. Diejenigen, die nicht gut lesen, sind schon ganz früh draußen obwohl sie eigentlich am meisten üben müssten. Ich war unter den besten drei in der Endrunde. Meine Erinnerung ist, dass es für mich unmöglich zu überprüfen war, ob das Urteil jetzt angemessen ist;  meine Mutter meinte ich hätte besser gelesen, die Jury hat einen Mitschüler gekürt, blabla ... Außerdem hatte ich nach der Meinung meiner Familie eine schwierigere Passage zu lesen als der Preissieger. Also ihr seht schon wie da vollkommen bescheuerte Aspekte reinkommen die mit dem Spaß am Lesen einfach nichts zu tun haben.
Beim Wettbewerb steht eher im Vordergrund, diejenigen anzuerkennen die Talent und etwas Mühe mitbringen, aber aus meiner Sicht fördert man dadurch nur die, die eh schon gerne lesen.

Ein Deutschprojekt, das ich in sehr guter Erinnerung habe, war unser Schattentheater. Ebenfalls in der Grundschule. Es gab unterschiedlich große Sprechrollen zu verteilen, Schattenfiguren zu basteln und dann natürlich zu proben. In dem Stück, das die Lehrerin auswählte, gab es unterschiedlich große Sprechrollen und die Schüler die besser vorlesen konnten haben größere Rollen erhalten. Aber es gab auch kleinere Rollen, so dass auch schwächere etwas mitmachten. Und es gab auch Kinder die gar keine Sprechrolle hatten sondern sich um die Figuren kümmerten. Die hätten sicher auch eine Leseförderung verdient, aber zumindest war km Rahmen von diesem Projekt wirklich niemand auf die Zuschauerrolle verbannt, sondern jeder in der Klasse trug etwas bei.

Bei dem Lesezeug war ich immer vorne, deshalb weiß ich nicht wie man sich da in der Zuschauer Rolle fühlt. Ich weiß aber wie es beim Mathe-König war, gleich als erstes rauszufliegen. Da saß ich ewig rum, hörte zu wie die anderen Kinder kopfrechneten, musste ewig warten bis die nächste Runde startete bei der ich wieder gleich rausfiel ... Letztlich blieb bei mir das Gefühl, "ich bin so schlecht in Mathe". Das ist so kontraproduktiv. Deshalb sollte man sich schon fragen, was ist das Ziel des Projekts und wenn das Ziel ist, möglichst viele Kinder zu fördern, würde ich nicht einen Wettbewerb wählen. Wenn man einen Wettbewerb durchführt dann sollte er mE auf Freiwilligkeit beruhen ( als ZUSÄTZLICHES Projekt zum Unterricht), da gehen dann eh nur die hin die schon Selbstbewusstsein in Deutsch/ vorlesen haben, und diese Kinder können da dann sicher Ansporm finden und Spaß haben. Aber alle die sich nicht trauen oder wirklich schlecht lesen oder einfach noch nicht gut Deutsch können, sollten auf keinen Fall zu einem Wettbewerb gezwungen werden bei dem sie sowieso keine Chance haben, da fühlt man sich nur bloßgestellt und das macht in der Motivation mehr Schaden als Nutzen.


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