Es ist: 17-11-2019, 06:56
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Luziel - (Eine göttliche Geschichte) Kapitel 3+4
Beitrag #1 |

Luziel - (Eine göttliche Geschichte) Kapitel 3+4
Es freut mich, wenn ich Leute dazu gebracht habe es bis zum dritten Kapitel durchzuziehen. Selbst wenn man nur wissen will, wie schlecht es noch werden kann.

durchhalten heißt die Devise Icon_jump

Das vierte Kapitel ist kurz deshalb beim 3. mit dabei. Einführung einer wichtigen Figur: Ich sag nur: Träger des Lichts.

Allen den es vllt doch gefällt, Viel Spaß!


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Beitrag #2 |

RE: Luziel Kapitel 3+4
3

„Ich nehme vier Karten“, forderte Kleron und schaute siegessicher auf sein Kartenblatt, das er mit seinen Händen vor fremden Blicken zu verstecken versuchte.
„Och komm schon. Ist es wirklich so schwer? Kleron, du kannst keine vier neuen Karten haben! Wir spielen Texas Hold’em. Wieso solltest du vier Karten bekommen, wenn du nur zwei auf der Hand hast?“ Eretel hasste es Kleron jedes Mal von neuem die Regeln zu erklären.
Kleron schaute erneut auf sein Blatt, das tatsächlich nur aus zwei Karten bestand. Das hatte er nicht bemerkt.
Er war einfach nicht fähig die neue Version des Pokerspiels zu verinnerlichen. Es hatte Jahre gedauert, bis er die alten Pokerregeln einigermaßen intus hatte und nun, da sie sich vom alten Spiel abgewandt hatten, musste Kleron sich erneut umstellen. Zu seiner Verteidigung muss man erwähnen, dass er selbst zum Zweitältesten in der Runde noch mehrere Jahrhunderte Vorsprung hatte. Eigentlich war er alt genug Erzengel zu werden. Genau genommen Seraphim, den höchste aller Ränge, wenn er sich mehr zugetraut hätte. Er zog es jedoch vor noch einige Jahre zu seiner Prüfung zu warten. Er fühlte sich einfach nicht bereit. Wie sollte er die Prüfung bestehen, wenn er sich nicht einmal simple Kartenregeln merken konnte?
„Hm.“ schnaufte Kleron und kratzte sich an seinem weißen Bart. „Kann ich wenigstens zwei neue Karten haben?“
„Herr im Himmel!“ raunte es durch den Raum.
„Leute seid geduldig! Ein geduldiger Geist ist besser denn ein hoher Geist.“ Verteidigte Luziel seinen alten Freund. (Es muss hier erwähnt werden, dass „alt“ bei den Engeln nicht das gleiche, wie beim Menschen bedeutet, schließlich sind sie unsterblich. Aber das erklärt sich ja von selbst.)
Eretel quittierte die Moralpredigt mit einem süffisanten lächeln. „Wir wissen, dass du der Beste im Bibelunterricht warst und bist. Du kennst die ganze Bibel auswendig, wobei du natürlich einen gewissen Vorteil hast, da du bei den meisten Verfassern über die Schulter geschaut hast.“
Ein Lachen ging rund um den Tisch.
„Ich habe nicht geschaut, ich habe eingeflüstert.“, berichtigte Luziel.
„Du bist eine tolle Muse. Nichtsdestotrotz, können wir nicht jedes Mal die Regeln eine Stunde lang durchkauen.“
„Du kannst ja gehen wenn’s dir nicht passt.“ Schlug Kleron vor, den Eretels Genörgel davon abhielt einen vernünftigen Spielzug zu machen.
„Wer kann denn die Regeln nicht, ich oder du?“
Sofort schaltete sich Luziel ein. „Wohl dem, der barmherzig…“
„Luziel hör auf! Erklärt ihm einer die Regeln?“ Eretel stand auf, um sich die Beine zu vertreten und die Luft aus seinem Glas zu lassen.
Niemand nahm Eretels Verhalten falsch auf. Alle kannten und mochten ihn wie er war. Schon immer war er sehr aufbrausend und auf der Suche nach Streitgesprächen gewesen, aber aus dem Rahmen gefallen war er nie. Seine Charakterzüge sollten ihm aber, wenn seine Zeit gekommen war, dass er in den Rang eines Erzengels oder gar eines Seraphim aufsteigen konnte, zu gute kommen. Sein Ziel war es in die Fußstapfen Gabriels zu treten.
Eretel konnte sehr bedrohlich und furchteinflößend sein, was hauptsächlich an seinen schwarzen Flügeln lag (man nahm an, dass seine seltene Färbung von der Tatsache herruhe, dass er der Neffe fünften Grades von Luzifer persönlich war), eine optimale Voraussetzung für den Posten. Scheinbar gehörte das dazu, wenn man ein Rache- und Todesengel werden wollte.
In der Zwischenzeit wurde Kleron aufgeklärt und Eretel kam mit einem luftarmen Glas zurück an den Tisch.
„Alles klar?“ Fragte er Kleron, der seinen Kopf hin und her wiegte und das ganze in Gedanken durchging, um schließlich zuzustimmen.
Es konnte losgehen.
Die Runde, die aus fünf Spielern bestand, sah aus wie jede andere von Menschen geführte. Es hing dicker, schwerer Rauch in der Luft, der von billigen Tankstellen Zigarren stammte. Rockmusik hallte durch den Raum. Verschieden Sorten an Chips und anderen ungesunden Fressalien standen auf dem Tisch, direkt neben den Bierdosen und Flaschen. Wenn man von den Flügeln absah die jedem einzelnen aus dem Rücken ragten, war nichts Auffälliges zu entdecken.
Die Flügel konnten sie verschwinden lassen, was aber unbequem war, wie zu enge Hosen im Schritt, deshalb machte das niemand. Und da alle sechs Wächter in einer (aber nicht der Selben) Kirche waren und in den unmöglichsten Schichten arbeiten mussten, kannten sie keine Menschen, die dem Pokerabend beiwohnen konnten. Zumal niemand freiwillig einen eingeladen hätten. Wenn ein Mensch erst ein Mal herausfand, dass sie Engel waren, konnten sie unglaublich dumme Fragen stellen!
Die Stimmung war gut. Alle waren heiter und Kleron, der zwar immer noch rebellierte, wenn man ihm keine neuen Karten austeilen wollte, hatte die Regeln soweit begriffen und war sogar Chipleader, als es an der Tür klopfte.
Alle schauten sich um nach demjenigen der freiwillig aufstand. Sie hatten alle Vertrauen in den anderen, aber das hier war Poker! Alle schauten auf ihre Chips und taten so als hätten sie es nicht gehört.
„Also gut“ Luziel hatte als erster resigniert. Zu schwer wog die Tatsache, dass sie in seinem Heim spielten. „Aber ich warne euch“ deutete er auf die anderen. „Denn ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfest, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm.“
Mit diesen Worten ging er zur Tür, an der es erneut klopfte.
Als er zurück kam war er nicht alleine.
„Hermes altes Haus, na, wie ist es dir ergangen?“ begrüßte ihn Saziel als erster.
Hermes der Götterbote. Eigentlich hatte man ihm einen neuen, christlichen Namen aufzwängen wollen, nachdem die Ära der griechischen Götter vorbei ging, aber er weigerte sich diesen anzunehmen, denn die Griechen waren es, die ihn erst berühmt gemacht haben. Oder kennt jemand Boris den Götterboten? Oder hat jemand schon einmal vom Domrim-Vesand gehört? Wohl kaum, denn es gibt viele Götterboten, denen man aber keine große Beachtung schenkte. Nur Hermes wurde bekannt, was nicht zuletzt an seiner Erfindung lag: Den geflügelten Sandalen, die er sich hatte patentieren lassen. Und alle Götterboten, die so schnell sein wollten wie er, mussten zahlen. Er war wohlhabend, aber der Beruf machte ihm zu viel Spaß, um ihn an den Nagel zu hängen.
Nach einer herzlichen Begrüßung allerseits, wich die Freude leider aus seinem Gesicht.
„Ihr könnt euch vielleicht denken, dass ich hier nicht aus Spaß aufgetaucht bin.“ Man konnte sehen, dass es ihm nicht leicht fiel es zu sagen und sich an der Pokerrunde nicht beteiligen zu können. „Ich habe auch gar nicht soviel Zeit und muss weiter. Darf nicht verweilen bis ich euch alle aufgesucht habe.“
„Was meinst du mit alle?“ fragte Luziel.
„Alle, wie alle. Jeden einzelnen der Engel auf Erden muss ich finden und ihm verkünden, dass Ausnahmezustand herrscht.“
„Wie kann man so schnell fliegen, aber sich jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen lassen?“ Regte sich Eretel auf. „Was ist los?“
„Die Herrschaften haben eure Nachricht gestern erhalten. Im ersten Moment haben sie die Geschichte ignoriert. Leider blieb das nicht die einzige Nachricht.“
„Es gab einen weiteren Vorfall?“ Luziel konnte nicht an sich halten.
„Einen ist gut! Von allen Seiten strömen ähnliche Nachrichten ein. Berichte von ominösen Erscheinungen dunkler Kreaturen, die die Erdoberfläche nicht mehr gesehen haben, seit die letzte von ihnen bei Ragnarök erschlagen wurde. (Ragnarök: Das jüngsten Gericht, bei dem die Asen, von Thor und seinem Hammer angeführt, gegen die Riesen aufmarschierten.)“ Hermes schmunzelte. „Ich sollte Thor mal einen Besuch abstatten und erwähnen, dass er wohl einige übersehen hat.“
Hermes schaute in verdutzte Gesichter.
„Ich schweife wohl ab“, stellte er fest. „Auf jeden Fall, wie gesagt, gab es mehrere solcher Vorfälle. Überall auf der Welt geschehen seltsame Dinge, was die Menschen nervös macht. Vielleicht sollte ich eher sagen, dass sie sich in die Hosen machen? Was man häufig wortwörtlich auffassen darf. Die sind es nicht gewohnt in die hässlichen Gesichter der Dämonen und den anderen zu schauen. Vor wenigen Stunden wurde ein Pfarrer von einem Dämon angegriffen. Er hat sich seines Körpers bemächtigt und einem dicken Kerl den Tag versaut.“
„Ist ihnen was passiert?“ fragte Saziel.
„Wem?“
„Dem Mann und dem Pfarrer!“
„Der dicke kam mit einem Schreck davon und der Pfarrer…na ja, nach meinem letzten Wissensstand, wurde er von seinen Brüdern überwältigt und mit geweihtem Wasser bespritzt und man hat ihm ein Kreuz auf die Stirn gelegt.“ Hermes winkte lachend ab. „Ach, diese Menschen. Wie soll ein hölzernes Kreuz helfen? Wir haben jemanden losgeschickt der sich darum kümmert.“ Wieder lachte er über die wirkungslosen Methoden der Menschen.
„Wie kann das sein?“ fragte Luziel, der dabei auf die Vereinbarung der beiden Seiten (der hellen und der dunklen) anspielte. Es wurde ein Pakt geschlossen, der höchstens alle eintausend Jahre ein Aufstand erlaubte. Warum eintausend Jahre wusste niemand mehr. Den Rest der Zeit jedoch sollte Ruhe herrschen.
„Genau das versuchen die Herrschaften jetzt herauszufinden. Jemand denkt nicht daran sich an die Regeln zu halten, was ihn sicherlich teuer zu stehen kommen wird. Man kann sich sowieso denken wer dahinter steckt.“
Alle nickten zustimmend.
„Na gut, meine lieben Freunde, ich hab noch einiges zu erledigen. Ihr solltet in Bereitschaft sein, man weiß ja nie. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend, genießt es. Wer weiß wann ihr das nächste Mal Gelegenheit dazu bekommt.“
Hermes verbeugte sich tief und übertrieben höflich und schwirrte davon, um die restlichen Engel zu besuchen.
„Wer würde es wagen den Pakt zu brechen?“ Fragte Saziel.
„Denk mal nach. Es gibt nur einen der sich gegen unseren allwissenden Schöpfer stellt.“ Sagte Luziel. Geistesabwesend spielte er mit dem kleinen Stapel Pokerchips, die noch vor ihm lagen.
„Ach jetzt hört doch auf. Warum sollte er dafür verantwortlich sein? Warum sollte jemand einen Pakt unterschreiben um ihn dann wieder zu brechen.“ Warf Eretel ein.
„Weil er, er ist! Du weißt selber, dass nur er es sein kann und du musst natürlich auf seiner Seite sein, weil er zu deiner Familie gehört.“ Sagte Kleron.
„Luzifer ist auch mit dir verwandt.“ Regte Eretel sich auf.
„Aber um viel mehr Ecken herum, als mit dir.“
„Ach lass mich doch in Ruhe! Ich sage, dass er nicht schuld ist.“




4

Luzifer, der gefallene Engel, der von vielen Verehrern auch gerne als Satan, Belzebub, Teufel bezeichnet und von denen, die ihn weniger mögen auch als Schlange, Lindwurm oder auch Verführer betitelt wird, lief unruhig umher.
In der Hölle!
An dieser Stelle sollte klargestellt werden, dass die Hölle, so dramatisch das Wort auch klingt, kein brennender Ort ist wie es sich manch einer gerne zurecht legt. Die Hölle ist automatisch immer der Ort, an dem Luzifer gerade residiert. In diesem Fall war die Hölle ein Anwesen auf dem Land, denn selbst der Herr der Finsternis, wie er übrigens auch genannt wird, mag es bequem. Aus Datenschutz Gründen und zu Ihrem eigenen Schutz, wird die Adresse hier nicht genannt. Aus Sicherheitsgründen wird das Land ebenfalls geheim gehalten.
Aber es steht definitiv fest, dass der Mensch nicht in fleisch- und seelenverzehrenden Flammen landen wird, die ihm bis in die Ewigkeit jeden Tag von neuem unerträgliche Schmerzen zufügen, nachdem er dem Licht entgegengeschritten ist. Wenn ein Mensch sich nicht an die gottgegebenen Regeln hält, huldigt er automatisch Luzifer. Je nach dem welche Huldigungen überwiegen, kommt der Verstorbene in die Hölle oder ins Himmelsreich. Unterscheiden tun sich die Orte aber nur von ihrer Lage. Regelmäßig wird die Zahl der Seelen im Himmelsreich und in der Hölle verglichen. Eine Art Punktestand wer führt.
Luzifer hatte die Arme auf dem Rücken gekreuzt und seinen Blick streng auf den Boden gerichtet und dachte über seine nächsten Worte nach.
Das Zimmer war übrigens bemerkenswert elegant eingerichtet. Luzifers Fetisch war klar zu erkennen: Edelstahl, Glas und schwarzes Leder. Er hatte viele Bücher in seinen Regalen, die bis an die Decke reichten. Die meisten davon handelten von ihm. Es gab viele Bücher über ihn. Über einige hat er sich gefreut, weil sie ihm schmeichelten und ihn als den Guten der ganzen Gott-vs-Luzifer-Sache darstellten. Andere waren überaus lustig gewesen, bei denen er sich vor Lachen weggeschmissen hatte, dabei machte er keinen Unterschied zwischen freiwillig oder unfreiwillig komisch. Aber er war selbstkritisch und deshalb besaß er auch die Bücher, die weder lustig noch schmeichelhaft waren (zumindest aus seiner Sicht) wie die Bibel zum Beispiel.
Die haben ein ganz falsches Bild von mir, pflegte er dann immer zu sagen und dachte darüber nach, wer ihm eigentlich die Hörner und die behaarten Beine angedichtet hatte.
„…und deshalb fände ich es gut. Nein, anders.“ Diktierte Luzifer. „Und deshalb fände ich es angebracht wenn wir uns treffen würden, oder besser: uns zusammensetzen würden.“
Erebos, Luzifers Notar, haute heftig in die Tasten.
„Ist das gut?“ fragte ihn Luzifer. Bevor er eine Antwort bekam,
bat er ihn das Geschrieben zu wiederholen.
„Sehr geehrter Gott, ich möchte mit diesem Brief kundtun…“
„Ist das nicht zu unpersönlich?“ unterbrach ihn Luzifer. „Ich
meine ich kenne ihn schon so lange, schließlich war ich einer seiner ersten Engel. Man sollte doch meinen ich könne ihn Duzen.“ Luzifer stöhnte laut auf. „Jetzt wo ich darüber nachdenke hat er mir, glaube ich, das Du angeboten. Allerdings war das vor der Sache. Was meinst du Erebos?“
Erebos zuckte nur mit den Schultern. Es war wieder einer der Tage, an denen er sich fragte, warum und wie er in dieser Position enden konnte.
Er, der Sohn des Chaos, dem Vater des Universums. Erebos die Dunkelheit, die Finsternis in Person. Sein Alter war unmessbar. Noch bevor die Sonne erschaffen wurde gab es ihn.
Allerdings legte sich sein Element – die Dunkelheit – auf sein Gemüt. Er war chronisch mürrisch und schlecht gelaunt. Und nun eine Tippse bei Luzifer.
„Du bist mit keinerlei Hilfe. Warum habe ich dich eingestellt?“ Fragte Luzifer.
Schulterzucken.
Erebos die Dunkelheit…
„Ich weiß schon: Weil du so gesprächig bist.“
Erneutes Schulterzucken.
…die Finsternis.
„Du nervst. Also zurück zum Brief. Schreibe um! Das ich möchte mit diesem Brief kundtun kannst du stehen lassen.“ setzte Luzifer an.
„Kann ich nicht!“
„Wie, kannst du nicht?“
„Weil du so geizig bist, dass ich auf dieser alten Schreibmaschine tippen muss, die du dir damals von Hitler geliehen hast, statt auf einem Computer zu schreiben, wie ihn inzwischen so ziemlich jeder hat. Wenn, dann müsste ich alles neu schreiben.“
„Dann wirst du wohl, alles neu schreiben müssen mein Lieber. Ich muss mich an meine eigenen Sünden halten, also bin ich geizig. Und um das klar zu stellen: Nicht ich habe sie mir geliehen sondern ich hatte sie an ihn verliehen.“ Luzifer lächelte siegesgewiss.
„Wie auch immer.“, seufzte Erebos resignierend.
„Gut dann hätten wir das geregelt. Und nun, nimm ein neues Blatt Papier und lese mir den Rest vor! “
Erebos riss das Papier aus der Maschine und las: „Sehr geehrter Gott, ich möchte mit diesem Brief kundtun, dass ich dieses Mal nichts mit den aktuellen Geschehnissen zu tun habe. Ich schwöre.“
„Das ist alles?“ wunderte sich Luzifer.
„Alles!“
„Du meinst in der Stunde, in der wir hier sitzen und ich dir diktiere, ist das alles was wir bis jetzt haben?“
„Alles!“
„Also gut schreibe folgendes“
Erebos zerknüllte das Papier und warf es im hohen Bogen zu dem Haufen vorheriger misslungener Briefe. Dann nahm er ein neues und drehte es klickend hinein. Seine Finger legten sich auf die Tasten.
„Hallo Gott, ich möchte dir mit diesem Brief sagen, dass ich mit den Geschehnissen, die dich zurzeit erzürnen, nichts zu tun habe. Ich schwör. Ja, das ist gut.“ Stellte Luzifer fest. „Aber ich weiß vielleicht etwas, dass du nicht weißt…
„…und das ist grün.“ Flüsterte Erebos.
„Du bist nicht lustig!“
Obwohl Erebos sichtlich anderer Meinung war, erwiderte er nichts.
„Wo war ich? Genau. Und deshalb sollten wir uns mal treffen.“ Erwartungsvoll schaute Luzifer seinen Notar an. „Besser?“
Erebos zuckte mit den Schultern.
„Ach, schick die Nachricht einfach los!“


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Beitrag #3 |

RE: Luziel Kapitel 3+4
hallo jeronimus,

so schnell wirst du mich nicht los, wenn ich einmal angefangen hab zu lesen, dann will auch wissen wie es weitergeht.Icon_smile

Zitat:"Ich habe nicht geschaut, ich habe eingeflüstert.“ Berichtigte Luziel.

eingeflüstert", berichtigte; diesen fehler hast du übrigens noch öfter drin

Zitat:Eretel stand auf, um sich die Beine zu vertreten und die Luft aus seinem Glas zu lassen.

was bedeutet den das glas? ich würde ja beinah sagen er füllt etwas zu trinken rein, also luft raus -> flüssigkeit rein. ich muss zugeben, dass ich mich mit dieser kneipensprache nicht auskenne.Icon_irre

Zitat:Wenn man von den Flügeln absah die jedem einzelnen aus dem Rücken ragten, war nichts Unauffälliges zu entdecken.

nichts Auffälliges, oder?
an dieser stelle hätte es mir, glaube ich, besser gefallen, wenn du die szene ausführlich beschrieben hättest, sodass dem leser der gedanke durch den kopf geht: "hey, genau wie bei menschen." denn im moment sagst du einfach, dass es so ist und das wirkt "erklärend" was ich nicht so mag.

Zitat:Darf nicht verweilen bis ich euch alle aufgesucht habe.“
„Was meinst du mit alle?“ fragte Luziel.

ich würde das "euch" weglassen, denn dadurch klingt das so als solle er nur diese (alle) fünf besuchen. dann fragt der leser sich auch automatisch: "was meint der mit alle?"

Zitat:(Ragnarök: Das jüngsten Gericht, bei dem die Asen, von Thor und seinem Hammer angeführt, gegen die Riesen aufmarschierten.“ Hermes schmunzelte.

hier fehlt die schließende klammer.

Zitat:„Ich schweife wohl ab“ Stellte er fest. „Auf jeden Fall, wie gesagt, gab es Mehrere solcher Vorfälle.

irgendwie stimmt die zeichensetzung nicht. versuch: „Ich schweife wohl ab“, stellte er fest." so siehts besser aus. Icon_smile und: mehrere

Zitat:Vor wenigen Stunden wurde ein Pfarrer von einem Dämon angegriffen. Er hat sich seines Körpers bemächtigt und einem dicken Kerl den Tag versaut.“

ach ja, unser pfarrer christian und mortimer mit seinem versauten tag. sehr schön, dass hier die erzählfäden sich überkreuzen. außerdem ist es schön genauers zu wissen, als die engel. Icon_smile

Zitat:„Wie kann das sein?“ fragte Luziel, der dabei auf die Vereinbarung der beiden Seiten (der hellen und der dunklen) anspielte.

erklärst du das mit dem pakt später nochmal genauer? den hier und in den fogenden sätzen erklärst du das kaum, sodass ich das entsetzen der engel leider nicht so ganz nachfühlen kann. aber ich les erstmal weiter bevor ich dazu vllt noch mehr sage. Icon_smile

Zitat:„Wer würde es wagen den Pakt zu brechen?“ Fragte Saziel.

fragte/sagte immer klein schreiben bei der obigen textstelle hast du es doch auch (zufällig) richtig gemacht. Icon_wink

Zitat:In diesem Fall war die Hölle ein Anwesen auf dem Land, denn selbst der Herr der Finsternis, wie er übrigens auch genannt wird, mag es bequem.

Icon_lachtot

Zitat:Aber es steht definitiv fest, dass der Mensch nicht in fleisch- und seelenverzehrenden Flammen landen wird, die ihm bis in die Ewigkeit jeden Tag von neuem unerträgliche Schmerzen zufügen, nachdem er dem Licht entgegengeschritten ist.

nein? und wo komme ich dann hin? auf ein kitschiges anwesen auf dem land, wo ich dazu gezwungen werden kitschige liebesromane zu lesen. ja, das wäre wahrlich höllenhaft. Icon_lachtot

Zitat:Andere waren überaus lustig gewesen, bei denen er sich weggeschmissen hat,

hatte, außerdem fehlt das "vor lachen", oder etwas ähnliches

Zitat:Aber er war auch selbstkritisch und deshalb besaß er auch die Bücher, die weder lustig noch schmeichelhaft waren

hier hast du zweimal das "auch" drin, entweder einfach das zweite weglassen, oder ganz umformulieren

Zitat:Er ist chronisch mürrisch und schlecht gelaunt.

Er war chronisch

Zitat:"Das ich möchte mit diesem Brief kundtun kannst du stehen lassen.“ setzte Luzifer an.

korrekterweise müsste das: "ich möchte mit diesem Brief kundtun" auch in anführungszeichen stehen, da er sich ja selbst zitiert. da es aber eh in der wörtlichen rede steht benutzt man da diese: ' einfachen anführungszeichen.

Zitat:„Wie auch immer.“ Seufzte Erebos resignieren.

seufzte; resignierend

Zitat:„Du meinst in der Stunde in der wir hier sitzen und ich dir diktiere ist das alles was wir bis jetzt haben?“

mein sprachgefühl sagt mir: diktiert habe

Zitat:Dann nahm er ein neues und drehete es klickend hinein.

drehte

Zitat:„…und das ist grün.“ Flüsterte Erebos.
„Du bist nicht lustig!“
Icon_lachtot

ach, wie schön. ich mag es wie du die engel darstellst. jeden auf seine art und doch sitzen sie da recht "menschlich" zusammen bei einem richtigen männerabend. prima. dann klopft hermes und überbringt schlechte nachrichten. genau diese stelle war es doch, wo du mir den pakt zu wenig erläutert hast. andeutungen an dieser stelle wären an sich nicht schlecht, wenn du das dann im nächsten kapitel ausführlicher erklären würdest, oder vllt im übernächsten, aber dann doch recht bald.
so dann kommt ein kapitel (ein recht kurzes) über luzifer. auch wie du ihn darstellst find ich total klasse. stellenweise ist die szene mit seinem (chronsich depressiven) sekretär wirklich lustig. zuerst fand ich es gar nicht so ungewöhnlicher luzifer wie einen "managertyp", mit anzug und moderner einrichtung zu zeigen. das gabs ja schon öfter. aber dadurch das er nur die drei sätze diktiert hat, ist die ganze situation doch noch super lustig geworden und luzifer ein bisschen ... ja ich will nicht sagen "dumm", ein bisschen "trottelig"? ich weiss nicht, ich mag ihn jedenfalls. Mrgreen

es freut mich übrigens, dass du das mit dem verlinken hinbekommen hast bis zum nächsten kapitel.

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #4 |

RE: Luziel Kapitel 3+4
hallo Lady,


Zitat:so schnell wirst du mich nicht los, wenn ich einmal angefangen hab zu lesen, dann will auch wissen wie es weitergeht.Smile

ich bin sehr dankbar, dass es jmd tatsächlich bis zum nun 4. kapitel geschafft hat und dir scheint es auch noch spaß zu machen, was natürlich das beste ist

Zitat:eingeflüstert", berichtigte; diesen fehler hast du übrigens noch öfter drin
ich weiß ich bin einfach zu faul!!!!

Zitat:Zitat:
Eretel stand auf, um sich die Beine zu vertreten und die Luft aus seinem Glas zu lassen.


was bedeutet den das glas? ich würde ja beinah sagen er füllt etwas zu trinken rein, also luft raus -> flüssigkeit rein. ich muss zugeben, dass ich mich mit dieser kneipensprache nicht auskenne.Icon_irre

deine kommentare zu lesen ist echt jedes mal so witzig, wie ich meine eigenen Texte finde *einbildung*

es heißt tasächlich "die luft aus dem glas lassen" wie trinken einschenken


Zitat:Zitat:
Wenn man von den Flügeln absah die jedem einzelnen aus dem Rücken ragten, war nichts Unauffälliges zu entdecken.


nichts Auffälliges, oder?
an dieser stelle hätte es mir, glaube ich, besser gefallen, wenn du die szene ausführlich beschrieben hättest, sodass dem leser der gedanke durch den kopf geht: "hey, genau wie bei menschen." denn im moment sagst du einfach, dass es so ist und das wirkt "erklärend" was ich nicht so mag.

stimmt danke.
werd schauen, dass es präziser wird, wobei mir das rauchen und trinken und chips essen gereicht hat.

Zitat:Zitat:
Darf nicht verweilen bis ich euch alle aufgesucht habe.“
„Was meinst du mit alle?“ fragte Luziel.


ich würde das "euch" weglassen, denn dadurch klingt das so als solle er nur diese (alle) fünf besuchen. dann fragt der leser sich auch automatisch: "was meint der mit alle?"

das wörtchen euch klingt etwas gehobener..find ich, gottesnaher. vllt irre ich mich.


Zitat:Zitat:
In diesem Fall war die Hölle ein Anwesen auf dem Land, denn selbst der Herr der Finsternis, wie er übrigens auch genannt wird, mag es bequem.


Icon_lachtot

Zitat:
Aber es steht definitiv fest, dass der Mensch nicht in fleisch- und seelenverzehrenden Flammen landen wird, die ihm bis in die Ewigkeit jeden Tag von neuem unerträgliche Schmerzen zufügen, nachdem er dem Licht entgegengeschritten ist.


nein? und wo komme ich dann hin? auf ein kitschiges anwesen auf dem land, wo ich dazu gezwungen werden kitschige liebesromane zu lesen. ja, das wäre wahrlich höllenhaft. Icon_lachtot

ich steh nicht auf das stereotype schwarz vs weiß bzw gut/böse...


Zitat:Zitat:
Er ist chronisch mürrisch und schlecht gelaunt.


Er war chronisch

weiß nicht so genau...das ist nun mal so. auch jetzt.

Zitat:Zitat:
„Du meinst in der Stunde in der wir hier sitzen und ich dir diktiere ist das alles was wir bis jetzt haben?“


mein sprachgefühl sagt mir: diktiert habe

diktiert habe ist nicht korrekt, da fehlen glaub ein kommas zwischen: stunde, in der...diktiere, ist...



den rest zitier ich nicht mehr. korrektionen sind erledigt und dein Kritik ist ja schön positiv ausgefallen.

es freut mich wirklich, dass jmd meinen humor teilt. ich bin mir nicht sicher mit den weiteren kapiteln. schließlich sind es 22 !!! möchte hier nicht alles zumüllen.

gibts da möglichkeiten?

ansonsten wie gesagt suche ich leute, die sich gerne den Rest antun. da ist dann keine richtige korrektur gesucht sondern nur die meinungen, gute und schlechte teile, verständlichkeit usw.

für tipps bin ich dankbar. sonst stell ich auch auf genug interesse Kapitel 5 rein.

Will nicht zu viel verraten aber neue imposanten personen stehen auf dem programm...

Gruß


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Beitrag #5 |

RE: Luziel - eine göttliche geschichte Kapitel 3+4
Hi Jeronimus,
ich bin jetzt mit allen Teilen durch und muss sagen, dass mich wirklich nur die Geschichte bei Stange hält.
Klingt jetzt vielleicht hart, aber irgendwie schaffst du es nicht bei mir eine richtige Stimmmung für den Tet zu erzeugen, was daran liegt, dass du zu viel beschreibst und erklärst.
Ja, man könnte sagen, schwafelst.
Immer wieder unterbrichst du die Handlung0 erzählst uns, was Ragnarök ist, wie die Hölle aufgebaut ist, von dem Punktestandt etc.
Das ist mir alles zu trocken. Würde mir wünschen, dass du mir das zeigst. Lass Luzifer doch auf ne Digitalanzeige gucken, wo die Zahlen der Einwohner stehen! oder ihn aus dem Fenster auf seine "Opfer" schauen, die draußen Ball spielen etc.
Figuren sollte man durch Handlungen und Dialoge kennenlernen und nicht, indem der Autor einen erzählt, wie der Charakter der Figur angelegt ist.

(Zudem fällt mir auf, dass du Ladys Anmerkungen von ersten Kapitel über die Satzzeichen in der wörtlichen Rede immer noch nicht übernommen hast. Es sit ermüdend immer wieder die selben Fehler zu sehen.)

Tut mir leid, aber aufgrund all dieser Dinge kann deine Story mich nicht überzeugen.

LG
Adsartha

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #6 |

RE: Luziel - eine göttliche geschichte Kapitel 3+4
so hallo nochmal,

Zitat:ich bin jetzt mit allen Teilen durch und muss sagen, dass mich wirklich nur die Geschichte bei Stange hält.

immerhin.

Zitat:Würde mir wünschen, dass du mir das zeigst. Lass Luzifer doch auf ne Digitalanzeige gucken, wo die Zahlen der Einwohner stehen! oder ihn aus dem Fenster auf seine "Opfer" schauen, die draußen Ball spielen etc.

ich muss sagen, auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. müsst ich überlegen in wie weit das umsetzbar ist. das mit der Anzeige gefällt mir auch wenn ich es wegen seinem Geiz abändern muss.

ich weiß deine meinung zu schätzen, allerdings waren das erst 4 kapitel noch dazu recht kurze. in 20 Seiten sollten Nebenbemerkungen, die es nun mal nur sind, erlaubt sein. Die Geschichte fängt ja gerade erst an... geduld ist angesagt. wenn du mir das auf seite 100 nochmal sagen würdest, dann müsst ich ernsthaft darüber anchdenken. So ist für mich nicht ersichtlich ob alles umwühlen muss.


Zitat:(Zudem fällt mir auf, dass du Ladys Anmerkungen von ersten Kapitel über die Satzzeichen in der wörtlichen Rede immer noch nicht übernommen hast. Es sit ermüdend immer wieder die selben Fehler zu sehen.)

die zeichensetzung ist bis auf seite 175 immer gleich falsch. wobei ich eigentlich keine Gänsefüßchen benutzen wollte sonder die Pfeile, wie in Büchern, finds aber nicht. kann sein, dass es dort aber trotzdem gleich ist.

Das sollte aber nicht das hauptargument sein dafür, dass die geschichte nichts taugt. Ist es ja aber scheinbar nicht.

dennoch (oder grad weil dich durchkämpfen musstest) danke

Gruß


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Beitrag #7 |

RE: Luziel - eine göttliche geschichte Kapitel 3+4
Hi Jeronimus:

Zitat: Ich weiß deine meinung zu schätzen, allerdings waren das erst 4 kapitel noch dazu recht kurze. in 20 Seiten sollten Nebenbemerkungen, die es nun mal nur sind, erlaubt sein. Die Geschichte fängt ja gerade erst an... geduld ist angesagt. wenn du mir das auf seite 100 nochmal sagen würdest, dann müsst ich ernsthaft darüber anchdenken. So ist für mich nicht ersichtlich ob alles umwühlen muss.
--> Das seh ich etwas anderes. Die ersten 30 - 40 seiten müssen fesseln. Viele Dinge, die du hier in der Nebenbemerkungen abarbeitest, könntest du zudem auch einfach später in die Geschichte einbauen.

LG
Adsartha

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"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

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Beitrag #8 |

RE: Luziel - eine göttliche geschichte Kapitel 3+4
Sanyasala, Jeronimus,

So, das hätten wir dann auch. Hatte erst befürchtet, es würde vielleicht ein bisschen viel werden, so zwei Kapitel zusammen, aber nein, es war gerade richtig. Nur ein bisschen schade, dass ich jetzt mit dem Warten anfangen muss, bis ich wieder ein Stückchen hiervon zu lesen bekomme. Aber hey, warten ist auch nicht schlimm, das macht die Vorfreude nur noch ein bisschen größer, denke ich. Bisher weiterhin bestätigt, dass sich meinen Vermutungen gemäß jedes Kapitel wieder ein bisschen besser erweist als das voran gegangene. Und ebenfalls jedesmal mehr zum lachen bringt. Wo die erste Beschreibung des Dämons in der Kirche noch relativ trocken und ernst, sogar etwas düster gehalten war, kommt hier eine schöne, humorvolle Stelle nach der anderen. Ich hab schon Bauchschmerzen! Mrgreen Natürlich macht das Lesen dann noch viel mehr Spaß. Es ist einfach locker, man kommt schnell durch den Text und freut sich auf das, was noch kommen wird. Bei jedem neuen Lachflash fragt man sich irgendwie, was wohl als nächstes kommen wird - und wenn's dann da ist... bin immer noch richtig happy, dass ich weitergelesen habe & dass du mich so mit deiner Story aufmunterst. Du machst dich echt! Großes Lob für diese Verbesserung!:icon_thumbs1:

Vom Inhalt her springen einem natürlich die Informationen ins Auge, jedes Mal wenn man wieder eine kriegt. Die sind einfach so selten, das sie auffallen, viel mehr als am Anfang weiß ich immer noch nicht, die Handlungen wirken eher nebensächlich, halt Sachen, die Routine sind, nichts wirklich ungewöhnliches - mal von den schlechten Nachrichten abgesehen (aber davon wussten wir ja bereits im ersten Teil). Trotzdem macht es einfach Spaß, davon zu hören und du musst nicht dauernd auf überraschende Wendungen, neu hinzu kommende Hauptcharaktere oder neue, wichtige Orte zurückgreifen um die Spannung zu halten. So umgehst du geschickt die Gefahr, dass es irgendwann zu verwirrend ist. Es ist okay, die Leute mit kleinen Häppchen zu füttern, wenn du es so schön umschreibst und trotzdem immer wieder etwas spannendes hinzufügst - auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Du machst das einfach gut und dann drängelt man automatisch nicht so nach mehr Info.

Zum Inhalt -> das mach ich jetzt mit Zitaten, sonst kommen wir völlig durcheinander, befürchte ich. Wenn das zwei Kapitel sind und ich werfs in einen Topf kann ja nur Chaos bei rauskommen und ist auch so schon Chaos genug.
Ich denke, es ist fast nicht mehr nötig, dass der Inhalt mir inzwischen genau so gut gefällt, wie dein Stil!Icon_jump

Kapitel 3
Zitat:Er fühlte sich einfach nicht bereit. Wie sollte er die Prüfung bestehen, wenn er sich nicht einmal simple Kartenregeln merken konnte?
Können Engel senil werden?
Auf jeden Fall wirkt Kleron ein bisschen zerstreut und als ich diese beiden Sätz hier las dachte ich: 'Warte bloß nicht zu lange, sonst kommst du vorher ins Altersheim!' Mrgreen Mal vorausgesetzt, dass es so was im Himmel gibt, wenn ich mir die Heime so anschaue, passen die eigentlich mehr zu Fegefeuer und ewiger Verdammnis... Er sollte sich eben entscheiden, irgendwie, weil, auf der Frage kann er noch Jahrtausende hängen bleiben. Lieber einmal den Sprung gewagt als sich soooo viele Jahre mit Zweifeln und Hin&Her-Überlegungen zu quälen...
Zitat:Verschieden Sorten an Chips und anderen ungesunden Fressalien standen auf dem Tisch, direkt neben den Bierdosen und Flaschen.
Icon_shocked Zweite Frage, diesmal leicht geschockt: Können Engel fett werden? So fett, dass sie vielleicht nicht mehr fliegen können? Obwohl... Hummeln fliegen ja auch... Icon_lachtot Und diese Bilder von den Putten, das sind schließlich auch Engel und die sind auch recht fett. Sieht aber auf jeden Fall ganz schön lächerlich aus, der Schwabbelbauch und dann die Flügelchen, die auf einmal zu klein werden. Ich meine... ein fetter Todesengel! Den lacht man doch erst mal ne halbe Stunde lang aus, bis man sich eingesteht, dass es ein Todesengel ist... und dann nochmal zehn Minuten mieses Lachen, bis das arme Engelchen dann frustriert seinen Job machen kann.
Davon mal abgesehen: Engel und Komasaufen - ich wüsste zu gerne, ob es für Engel so was wie Koma gibt und wie das aussieht. Außerdem überlege ich, mit wieviel Promill ein Engel fluguntüchtig wird bzw. ob es da eine "Engelkontrolle" gibt - so was wie unsere Bullen - wo die pusten müssen und dann Ausnüchterungszelle oder gar so etwas wie "Flugverbot".... Ja, ja Saufen... ist nicht grade etwas sehr... nun ja, etwas das in den Himmel gehört - zu denen, die eigentlich nicht sündigen...
Erinnert mich an nen Text von den böhsen Onkelz: Glaub mir, du kannst mir nicht glauben, ich hab den Teufel in den Augen und ich weiß: Schnaps und der Teufel sind eins...
Zitat:„Die Herrschaften haben eure Nachricht gestern erhalten. Im ersten Moment haben sie die Geschichte ignoriert.
Hihi... genau wie ich. Hab ja beim ersten Kapitel auch nicht wirklich damit gerechnet, dass diese Dämonenbesuche etwas ernsthaftes sein könnten... Schön, dass ich damit nicht alleine dastehe, dass der Unfehlbare es genau so gesehen hat, gibt irgendwie ein gutes Gefühl. Allerdings passiert auch so viel auf einmal auf der Welt, da kann man solche Kleinigkeit echt schon mal übersehen.
Zitat:Vor wenigen Stunden wurde ein Pfarrer von einem Dämon angegriffen. Er hat sich seines Körpers bemächtigt und einem dicken Kerl den Tag versaut.“
"den Tag versaut"Icon_lachtot Fand ich, war einfach ne geniale Zusammenfassung für die Vorkommnisse im Beichtstuhl! Fein!!
Zitat:„Denk mal nach. Es gibt nur einen der sich gegen unseren allwissenden Schöpfer stellt.“ Sagte Luziel. Geistesabwesend spielte er mit dem kleinen Stapel Pokerchips, die noch vor ihm lagen.
Jaja... der liebe Gott und dieses Etikett von wegen "allwissend"... sich "allwissend" nennen und dann die Hälfte nicht mitkriegen. Weil sonst würde er a) keine Berichte brauchen und b) schon längst Name und Adresse des Übeltäters bereit liegen haben - inklusive Lösung des Problems.

Kapitel 4
Zitat:Unterscheiden tun sich die Orte aber nur von ihrer Lage. Regelmäßig wird die Zahl der Seelen im Himmelsreich und in der Hölle verglichen. Eine Art Punktestand wer führt.
Wüsste zu gerne, wer im Moment die Oberhand hat und ob man darauf Wetten abschließen kann... Ich find's lustig, dass Glücksspiel eigentlich als Sünde zählt, aber im Himmel an der Tagesordnung ist. Erst Pokern sie und jetzt auch noch dieses einem Wettstreit mehr als ähnliche Verhalten bezüglich der Anzahl der Seelen. Nee, nee, nee...
Ich bin mir sicher, die Hölle führt mit großem Vorsprung.
Ist eben einfacher, zu sündigen. Und wenns da nicht so schlimm ist, muss man nicht mal dafür grade stehen. Eigentlich ganz okay, deine Version vom Leben nacht dem Tod.
Zitat:„Weil du so geizig bist, dass ich auf dieser alten Schreibmaschine tippen muss, die du dir damals von Hitler geliehen hast,
&
Zitat:Nicht ich habe sie mir geliehen sondern ich hatte sie an ihn verliehen.
Oh ja, ich denke, viele sehen das genauso: Hitler und Satan müssen einfach ein gutes Verhältnis haben, soviel Scheiße wie Hitler im Kopf hatte - das kann man fast nicht mehr toppen. Eigentlich müsste für den ein neues Jenseits geschaffen werden. Wer will den Drecksack denn bitte auf andere Leute loslassen?
Gleich ob Himmel oder Hölle - der Mann braucht strikte Isolationshaft! Gut, dass Satan ihm die Schreibmaschine weggenommen hat, da kommt er wenigstens nicht auf die Idee, seine Ideologie im Jenseits zu verbreiten und Haufenweise Flugblätter, Reden oder Todesurteile zu tippen! Arschloch!
Zitat:„Aber ich weiß vielleicht etwas, dass du nicht weißt…
„…und das ist grün.“ Flüsterte Erebos.
Icon_lachtot Einfach nur geil!!!!

Fehlerchen:

Kapitel 3
Zitat:„Herr im Himmel!“ raunte es durch den Raum.
„Leute seit geduldig! Ein geduldiger Geist ist besser denn ein hoher Geist.“ Verteidigte Luziel seinen alten Freund.
seid...
Zitat:„Luziel hör auf! Erklärt ihm einer die Regeln?“ Eretel stand auf, um sich die Beine zu vertreten und die Luft aus seinem Glas zu lassen.
Ich kenne das nicht: "die Luft aus seinem Glas lassen...". Kann mir absolut gar nichts darunter vorstellen? Noch nie gehört. Ists okay, dass du mir das erklärst? Wäre wirklich lieb von dir!
Zitat:Nur Hermes wurde bekannt, was nicht zuletzt an seiner Erfindung lag: Den geflügelten Sandalen, die er sich hat patentieren lassen.
hatte...
Zitat:Man konnte sehen, dass es ihm nicht leicht fiel es zu sagen und nicht leicht fiel sich an der Pokerrunde nicht beteiligen zu dürfen.
Wiederholung -> einfach beim zweiten Mal weglassen...
Zitat:(Ragnarök: Das jüngsten Gericht, bei dem die Asen, von Thor und seinem Hammer angeführt, gegen die Riesen aufmarschierten.)
Würde ich eher ein Sternchen oder eine Zahl oder so an das Wort machen und die Erklärung dann unter dem Ende des Kapitels machen. Hier in Klammern, das hat mich irgendwie beim lesen rausgebracht. Erst mal wegen Klammern (die mag ich sowieso nicht so gern während einer Geschichte) und dann passt's stilistisch auch nicht so wirklich zum Text (jedenfalls in meinen Augen). Eher ein Vorschlag als ein Muss.
Zitat:„Ich schweife wohl ab“, stellte er fest. „Auf jeden Fall, wie gesagt, gab es Mehrere solcher Vorfälle.
"mehrere" klein schreiben...

Kapitel 4
Zitat:An dieser Stelle sollte klargestellt werden, dass die Hölle, so dramatisch das wort auch klingt,
"Wort" groß schreiben...
Zitat:kein brennender Ort ist wie es sich manch einer gerne zu Recht legt. Die Hölle ist automatisch immer der Ort, an dem Luzifer gerade residiert.
zurecht...
Zitat:Erebos Luzifers Notar haute heftig in die Tasten.
Ich kenn mich jetzt mit Kommata echt kein Stück aus, aber hier bin sogar ich ganz sicher: Nach "Erebos" musst du eins hinmachen...
Zitat:Noch bevor die Sonne erschaffen wurde gab es ihn.
Allerdings legte sich sein Element – die Dunkelheit – auf sein Gemüt. Er ist chronisch mürrisch und schlecht gelaunt.
war...

Liebe Grüße,
Lain

Schmetterlinge weinen nicht

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Beitrag #9 |

RE: Luziel - eine göttliche geschichte Kapitel 3+4
Hallo Lain,

hab zu kapitel 2 nichts geschrieben, dafür hier ausführlicher.

Ich bin ganz schön erleichtert, dass ich noch die kurve bekommen habe. Es ist furchtbar, dass leute meine spontanen kurzgeschichten mögen und dann das, was ich am besten finde und unglaublich dran hänge in der luft zerreißen, wenn auch dezent.

Zitat:Zitat:
Verschieden Sorten an Chips und anderen ungesunden Fressalien standen auf dem Tisch, direkt neben den Bierdosen und Flaschen.

Icon_shocked Zweite Frage, diesmal leicht geschockt: Können Engel fett werden? So fett, dass sie vielleicht nicht mehr fliegen können? Obwohl... Hummeln fliegen ja auch.

diese frage wird tatsächlich geklärt!!! ich glaube in kapitel 7

übrigens war es nicht die gleiche kirche, weil sonst wäre jemand zur hilfe gekommen von den engeln, allerdings gebe ich zu da ist wohl ne kleine logiklücke, denn eigentlich sollten engel dort schon sein. gut, dann sagne wir halt ... selber schuld wenn sie keine engelsstatuen dort abstellen. so erledigt ...


Zitat:
„Luziel hör auf! Erklärt ihm einer die Regeln?“ Eretel stand auf, um sich die Beine zu vertreten und die Luft aus seinem Glas zu lassen.

Zitat:Ich kenne das nicht: "die Luft aus seinem Glas lassen...". Kann mir absolut gar nichts darunter vorstellen? Noch nie gehört. Ists okay, dass du mir das erklärst? Wäre wirklich lieb von dir!

gerne, hab ich aber lady schon erklärt, vllt hilfts:

Zitat:Zitat:
Zitat:
Eretel stand auf, um sich die Beine zu vertreten und die Luft aus seinem Glas zu lassen.


was bedeutet den das glas? ich würde ja beinah sagen er füllt etwas zu trinken rein, also luft raus -> flüssigkeit rein. ich muss zugeben, dass ich mich mit dieser kneipensprache nicht auskenne.Icon_irre


deine kommentare zu lesen ist echt jedes mal so witzig, wie ich meine eigenen Texte finde *einbildung*

es heißt tasächlich "die luft aus dem glas lassen" wie trinken einschenken

Zitat:Zitat:
(Ragnarök: Das jüngsten Gericht, bei dem die Asen, von Thor und seinem Hammer angeführt, gegen die Riesen aufmarschierten.)

Würde ich eher ein Sternchen oder eine Zahl oder so an das Wort machen und die Erklärung dann unter dem Ende des Kapitels machen. Hier in Klammern, das hat mich irgendwie beim lesen rausgebracht. Erst mal wegen Klammern (die mag ich sowieso nicht so gern während einer Geschichte) und dann passt's stilistisch auch nicht so wirklich zum Text (jedenfalls in meinen Augen). Eher ein Vorschlag als ein Muss.

hatte ich auch schon überlegt ... da ich so etwas öfters machen wollte. so wie bei bartimäus von stroud, falls dir das was sagt.


soo ... die fehler sind behoben, danke dafür.

natürlich würde ich gerne mehr von der Geschichte preisgeben. wenn du tatsächlich an weiteren Kapiteln interessiert bist, lass ich dir gerne was zukommen. Die anzahl der Leser von Luziel ist eher gering, als das ich unbedingt weitere reinstellen müsste.
lass es mich wissen, wenn du nicht nur aus reiner Höflichkeit gesagt hast.

Du hast am anfang gesagt, dass dir der anhang "eine göttliche geschichte" nicht so zusagt. es ist natürlich eher als schlechter deutscher anhang zu sehen, wie bei den ganzen kinofilmen ... ich hasse es.
komplett sollte es eigentlich heißen: Luziel - eine göttliche Geschichte in der Delux edition. ist aber doch recht lang.

Es gibt eigentlich nicht mehr viel zu sagen. ich bin glücklich, dass ich dich bekehren konnte in deiner meinung und werde mir gedanken machen, ob ich das erste kapitel neu mache. schließlich wachse ich mit dem text und bin vllt jetzt in der lage einen reißerischen anfang zu machen. überzeugen tut er ja scheinbar keinen. Macht ja nütz.

Für die viele arbeit, die du dir gemacht hast, werd ich mich natürlich revanchieren, sobald ich wieder bereit bin in die tiefsten tiefen der seelischen abgründe zu tauchen.

Danke nochmal und Gruß


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Beitrag #10 |

RE: Luziel Kapitel 3+4
Hallo Jeronimus,

so und ab mit mir zu Teil drei und vier. Ich bin gespannt, was auf mich zukommt und ob ich dich mit Lob, oder Kritik überhäufen werden. *lach*

„Ich nehme vier Karten.“ Forderte Kleron und schaute siegessicher auf sein Kartenblatt, das er mit seinen Händen vor fremden Blicken zu verstecken versuchte.
„Och komm schon. Ist es wirklich so schwer? Kleron, du kannst keine vier neuen Karten haben! Wir spielen Texas Hold’em. Wieso solltest du vier Karten bekommen, wenn du nur zwei auf der Hand hast?“

Dieser Kleron muss ein ziemlicher Strohkopf sein, wenn er siegessicher auf seiner Karten schaut und dabei noch nicht mal die Regeln verstanden hat.

aus zwei Karten bestand. Das hatte er nicht bemerkt.
Nicht? Wieso war er dann so siegessicher? Wenn man siegessicher ist, weiß man doch, was man tut, oder nicht. Also muss er mindestens die Kartenanzahl gewusst haben, denn sonst wäre das "siegessicher" sehr unpassend.

Es hatte Jahre gedauert bis er die alten Pokerregeln einigermaßen intus hatte, und nun, da sie sich vom alten Spiel abgewandt hatten (nach Jahrzehnten des gleichen Spiels kann man das auch nachvollziehen) musste Kleron sich erneut umstellen.
Kein Komma, vor "und".
Klammern im Text finde ich verdammt unschön. Wenn man etwas zu sagen hat, dann entweder fließend im Text, oder man lässt es sein. Ich weiß, in manchen Bücher werden sie auch benutzt, aber wie gesagt, ich finde, sie sind völlig unnötig.
Genauso gut, könntest du die Klammern durch Kommas ersetzen. Icon_smile

Er zog es jedoch vor noch einige Jahre zu seiner Prüfung zu warten. Er fühlte sich einfach nicht bereit.
Beide Sätze mit er angefangen. Vielleicht so:
*Er zog es jedoch vor, noch einige Jahre bis zur Prüfung abzuwarten. Womöglich fühlte er sich einfach nicht bereit.

„Hm.“ schnaufte Kleron und kratzte sich an seinem weißen Bart. „Kann ich wenigstens zwei neue Karten haben?“
"Hm", schnaufte Kleron ...

„Herr im Himmel!“ raunte es durch den Raum.
Komma nach Anführungszeichen.

„Leute seit geduldig! Ein geduldiger Geist ist besser denn ein hoher Geist.“ Verteidigte Luziel seinen alten Freund.
Das zweite Geist würde ich weglassen.
~ Ein geduldiger Geist ist besser dann ein Hoher.

(Es muss hier erwähnt werden, dass „alt“ bei den Engeln nicht das gleiche, wie beim Menschen bedeutet, schließlich sind sie unsterblich. Aber das erklärt sich ja von selbst.)
würde ich ganz rauslassen, denn es erklärt sich ja wirklich von selbst.

„Wir wissen, dass du der Beste im Bibelunterricht warst und bist. Du kennst die ganze Bibel auswendig, wobei du natürlich einen gewissen Vorteil hast, da du bei den meisten Verfassern über die Schulter geschaut hast.“
Ich finde den Dialog sehr holprig zu lesen, zumindest diese Stelle.
~ "Wir wissen, dass du der Beste im Bibelunterricht warst und bleibst. Du kennst sie auswendig, wobei das kein Wunder ist, schließlich hattest du den meisten Verfassern über die Schulter geschaut."
- wäre mein Vorschlag.

„Ich habe nicht geschaut, ich habe eingeflüstert.“, berichtigte Luziel.
Kein Punkt nach eingeflüstert.

„Du kannst ja gehen wenn’s dir nicht passt.“ Schlug Kleron vor, den Eretels Genörgel davon abhielt einen vernünftigen Spielzug zu machen.
.... passt", schlug Kleron vor, den Eretels Genörgel davon abhielt einen vernünftigen Zug zu spielen.
- das "machen" am Ende des Satzes hört sich ein wenig hilflos an.

„Wer kann denn die Regeln nicht, ich oder du?“
Sofort schaltete sich Luziel ein. „Wohl dem, der barmherzig…“
„Luziel hör auf! Erklärt ihm einer die Regeln?“ Eretel stand auf, um sich die Beine zu vertreten und die Luft aus seinem Glas zu lassen.

Icon_lachtot - das ist eine gelungene und witzige Stelle.

Alle kannten und mochten ihn wie er war. Schon immer war er sehr aufbrausend und auf der Suche nach Streitgesprächen gewesen, aber aus dem Rahmen gefallen war er nie.
Das hört sich nicht so gut an, ich finde an dieser Stelle muss man noch ein wenig arbeiten.
~ Alle kannten und mochten ihn mitsamt seinen Launen. Schon immer war er sehr aufbrausend und auf der Suche nach Streitgesprächen gewesen, doch behielt er den Rahmen des erträglichen.

Seine Charakterzüge sollten ihm aber, wenn seine Zeit gekommen war, dass er in den Rang eines Erzengels oder gar eines Seraphim aufsteigen konnte, zu gute kommen. Sein Ziel war es in die Fußstapfen Gabriels zu treten.
Ich glaube du bist nicht so versessen auf diese Kleinigkeiten, aber ich merke es hier doch an, weil ich finde, es fällt unangenehm in einem Text auf.

„Alles klar?“ Fragte er Kleron, der seinen Kopf hin und her wiegte und das ganze in Gedanken durchging, um schließlich zuzustimmen.
"Alles klar?", fragte er ...

Es hing dicker, schwerer Rauch in der Luft, der von billigen Tankstellen Zigarren stammte.
=> Tankstellen-Zigarren. Ich glaube das schreibt man so.

Wenn man von den Flügeln absah die jedem einzelnen aus dem Rücken ragten, war nichts Auffälliges zu entdecken.
=> "einzelnen" könntest du streichen. "Jedem" reicht da eigentlich vollkommen.

Die Flügel konnten sie verschwinden lassen, was aber unbequem war, wie zu enge Hosen im Schritt, deshalb machte das niemand.
=> Vorschlag: "Die Flügel konnten sie verschwinden lassen, war jedoch so unbequem, wie eine zu enge Hose im Schritt. Darauf verzichtet jeder gerne."
~ vielleicht so in der Art.

Zumal niemand freiwillig einen eingeladen hätten.
=> "hätte"

Wenn ein Mensch erst ein Mal herausfand, dass sie Engel waren, konnten sie unglaublich dumme Fragen stellen!
=> "einmal"

Alle schauten sich um nach demjenigen der freiwillig aufstand.
=> ich glaube nach "demjenigen" gehört ein Komma.

Sie hatten alle Vertrauen in den anderen, aber das hier war Poker! Alle schauten auf ihre Chips und taten so als hätten sie es nicht gehört.
=> Vorschlag: "Für gewöhnlich war ihr Vertrauen in einander grenzenlos, doch das hier war Poker! Achtsam besahen sie ihre Chips und taten so al hätte sie nichts gehört."
- "schauten" benutzt du schon zwei Sätze zuvor.

„Aber ich warne euch“ deutete er auf die anderen.
=> Komma nach Anführungszeichen.

„Hermes altes Haus, na, wie ist es dir ergangen?“ begrüßte ihn Saziel als erster.
=> Komma nach Anführungszeichen. Meinst du hier „Raziel“?

Oder kennt jemand Boris den Götterboten? Oder hat jemand schon einmal vom Domrim-Vesand gehört?
=> Beim zweiten Satz kannst schreiben "Hat jemand ... " - dann ist die Doppelung dahin.

Man konnte sehen, dass es ihm nicht leicht fiel es zu sagen und nicht leicht fiel sich an der Pokerrunde nicht beteiligen zu dürfen.
=> Vorschlag: "Man konnte sehen, dass es ihm nicht leicht fiel es zu sagen und wohl ebenso schwer wog die Tatsache, sich nicht an der Pokerrunde beteiligen zu dürfen."

„Was meinst du mit alle?“ fragte Luziel.
=> Komma fehlt.

„Ich sollte Thor mal einen Besuch abstatten und erwähnen, dass er wohl einige übersehen hat.“
*lach*

„Wie kann das sein?“ fragte Luziel, der dabei auf die Vereinbarung der beiden Seiten (der hellen und der dunklen) anspielte.
=> fehlt auch ein Komma nach den Anführungsstrichen. Ich höre jetzt auf das anzumerken, vielleicht magst mal drüber schauen.

Es wurde ein Pakt geschlossen, der höchstens alle eintausend Jahre ein Aufstand erlaubte.
=> "einen Aufstand"

Aus Datenschutz Gründen und zu Ihrem eigenen Schutz, wird die Adresse hier nicht genannt. Aus Sicherheitsgründen wird das Land ebenfalls geheim gehalten.
*grins*

„Sehr geehrter Gott, ich möchte mit diesem Brief kundtun…“
„Ist das nicht zu unpersönlich?“ unterbrach ihn Luzifer. „Ich
meine ich kenne ihn schon so lange, schließlich war ich einer seiner ersten Engel. Man sollte doch meinen ich könne ihn Duzen.“


„Weil du so geizig bist, dass ich auf dieser alten Schreibmaschine tippen muss, die du dir damals von Hitler geliehen hast, statt auf einem Computer zu schreiben, wie ihn inzwischen so ziemlich jeder hat. Wenn, dann müsste ich alles neu schreiben.“
=> /me lacht Tränen

Ich hab’s am Ende aufgegeben dir jeden Komma- oder Rechtschreibfehler vorzuhalten. Es ist eine ältere Geschichte, bzw. eine, die du überarbeiten könntest. Die Fehler, die den Text jetzt besetzen, erkennst du auch ohne mir.
Die Geschichte hat mich ja bis jetzt noch nicht wirklich beflügelt gehabt. Ich hab lange gebraucht für diesen Kommentar, aber diese zwei Kapitel waren lustig und ich glaube, die Geschichte kann insgesamt schon was werden. Bei Gelegenheit, lese ich gerne weiter. Icon_smile Dir sind viele Stellen gut gelungen, bzw. die witzigen Inhalte über Gott und den Unterschied von Himmel und Hölle, bis hin zum Kartenspiel.
Luzifer gefällt mir am Besten bis jetzt. Da ist dein Humor wirklich angekommen. Vom Stil, muss ich dir nichts sagen, du bist weiter als das hier. Deshalb lasse ich meine Meinung dazu aus.

Freu mich auf mehr,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

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