Es ist: 28-10-2021, 05:14
Es ist: 28-10-2021, 05:14 Hallo, Gast! (Registrieren)


Verbrecher wider Willen XV
Beitrag #1 |

Verbrecher wider Willen XV
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben...

Ich werd verkünden, daß der neue Bundespräsident keine Familie hat, um sich ausschließlich für seine Bevölkerung aufzuopfern: mit aller Kraft und Energie gehört er ihr. Widmen, widmen muß ich sagen, er widmet sich vollumfänglich... Genau... Wie ein katholischer Pfarrer. Da werd ich am Ende doch noch meine Gemeinde finden, den Sprengel BRD, die Schafherde Deutsches Volk oder Bevölkerung der im jetzigen Territorium der Bundesrepublik Lebenden. Ähm, wie nun, ich bin mir nicht sicher, ich brauch einen Berater. Genau, meine Cousine aus der Stadtverwaltung, die müßte das bestimmt wissen.
Es duscht und duscht, mannomann.
Aber was tut sich dort?
Da geht ein Mann auf die beiden zu. Bestimmt der Pächter. Er stupst den einen von hinten auf die Axel.
Ich mache hier eine Ausnahme. Aber das mitgebrachte Getränk hier verschwindet!“
Hätt was bestellen sollen. Wenn der mich jetzt sieht mit meiner Flasche. Also schnell meins hinunter damit.
Ich habe diese egoistischen Schweine in diesem Land verdammt noch mal satt! Nicht mal im Regen darf man sich unterstellen, ohne Geld zu blechen. Seid ihr denn alle nur noch vom Geld verrückt geworden, ihr Halsabschneider!“
Mann, der hält dem Kraftprotzen doch glatt eine Pistole vor die Nase. Der andere ist jetzt auch aufgestanden und versetzt ihn einen Schwinger, daß er voll auf den Boden kracht, zum Glück Holz, die scheppern zwar ganz schön, diese Bohlen und Bretter, aber richten keine großen Verletzungen an!
Einige Leute stehen auf, aber trauen sich nicht. Natürlich, der Pistolero zeigt mit seiner Knarre reihum.
Aua!“ Und der am Boden vom anderen voll in die Seite, ein- zweimal getreten – aber Mann hör doch auf!
Schieijie!“
Oje, muß aber ganz schön wehtun, bei dem schrillen Aufschrei zu urteilen. Klar, so eine Fußspitze in die Nieren, womöglich gegen den Schädel ist nicht schlechten Eltern.
Und jetzt hauen die ab.
Ihnen nach, aber langsam. Ich muß ihnen trotzdem nach, auch wenn die eine Pistole haben, womit ich gar nicht gerechnet habe. Die Situation gerade war ganz schön gefährlich. Wenn die ein Massaker bei den Touristen angerichtet hätten, oh, mannomann. Besser bloß klotzen, sich nicht rühren, auf keinen Fall etwas unternehmen, was bleibt einem schließlich übrig, bevor man zu Hackfleisch verarbeitet wird.
Apropos Hackfleisch! Wo ist mein Bruder, der geniale Chirurg? Wahrscheinlich haben sie ihn im Haus zurückgelassen, hoffentlich unversehrt.
Mann, jetzt duscht das aber aus Kübeln.
Die anderen laufen bestimmt so schnell wie möglich zum Auto zurück. Wenn ich nur vor ihnen dortsein könnte.
Eine Abkürzung? Geh ich lieber dort durch um die zwei Segelvereins-Hütten, da am Segelboot vorbei.
He, wie die schweren Wolken am Himmel so schnell über den Himmel ziehen, von in Aufruhr getriebene, massige Luftmassen. Und die mitwanderten Schatten am Boden bewegen sich wie Monster über den Rasen, Monster, die auf- und abtauchen, weil abwechselnd Licht und Schaden erscheinen, Licht, wenn schnell mal ein paar Löcher in die grauschwarzen Massen gerissen werden und für ein paar Sekunden sogar ein blendend blaues Himmelsstück zeigen.
Da muß man sich mit aller Kraft gegen die Naturgewalten, Regen, Schauer, Sturmböen stemmen, um überhaupt die paar Terrassenstufen hinunterzukommen, aber ich bewerkstellige das, indem ich mich am Geländer festhalte und nach unten ziehe.
So – und jetzt dort um die Ecke.
Und das Auto!?
Da versteck ich mich dahinter.
War richtig, daß ich die Reifen durchstochen habe.
Halt, ist doch keine gute Idee sich hinter derem Auto zu verstecken, weil erstens könnten die die um das Auto herumschauen und zweitens, was wenn die losfahren. Mit platten Reifen? Unwahrscheinlich, geht ja nicht, aber was machen sie dann?
Ne, lieber in meinen Beobachtungstransporter zurück.
Hopp, hopp, hopp, jetzt aber schnell, bevor die dortsind - wie ein Springteufel.
Lauf weiter schnell zu!
Und jepp, die Tür auf. Und zack, Tür zu. Zum Ausguck!
Da kommen sie schon, sehen von weitem den Platten, weil einer deutet fuchtelnd auf das Auto, schaun ganz schön blöd aus der Wäsche, haha. Machn die Tür auf, zerrn die Frau heraus, stoßn sie vor sich her und kommn auf mich zu. Die wolln doch nicht etwa hierherein? Dann bin ich verratzt.
Wohin? Unter die Bank, da ist ein Decke darüber. Wohin sonst? Mach!
Und dunkel wirds, wunderbar! Wie ein Hecht, ein Fisch, der den Kopf ins dunkle Loch steckt, aber dessen Schwanz noch heraussteht, bin ich, also rein mit den Füßen. Zum Glück liegen noch Mappen, Broschüren, Ordner, Kopierschablonen hier unter der Bank, so daß ich etwas abgefedert bin, wenn ich mich ab- und drauflegen muss.
Es kracht, die Schiebetür geht auf, hab ichs grad noch geschafft.
Wohin mit der Schnalle?“
Da, auf die Bank!“
Bleib bloß ruhig!“
Und über mich drauf wird sie gesetzt. Auf den Sitz über mir ist sie, das Mädel ists, mit Sicherheit.
Das ist aber ein ganzer schöner Krach, wenn die die Schiebtür zuhauen. Da kriegt man gleich Ohrenschmerzen.
Ob die den Wagen ankriegen? Ohne Schlüssel? Mir würds nicht gelingen! Startet! Sauber!
Ob ich die Frau an den Füßen berühren soll? Bestimmt, daß wird sie beruhigen, wenn sie weiß, jemand steht ihr bei. Aufschreien kann sie ja nicht, hat ja einen Knebel im Mund. Als kann ich es machen.
Vorsicht, die schlägt zurück, Mann. Aber jetzt hört sie ja schon auf. Erste Reaktion war das Ausschlagen. Bis sie es kapiert hat, daß unter einer sitzt. Ihr möglicher Retter, ihr Helfer, der Erlöser.
Sehr gut!


Jetzt mal abwarten, Mädel. Bevor dein Messias kommt.
Aber hehe, die fahren wie die gesenkten Säue, da muß ich mich verflixt noch mal irgendwo festhalten, sonst werd ich noch schlimmer hin- und hergeworfen. Und meine Schmerzen tun eh schon weh. Das gibt nur mehr Schmerzen. Allmählich komm ich mir schon vor wie Jesus, den man den Essigschwamm in den Mund gesteckt hat, als er um durststillendem Wasser bat!
Aua, ich verspür bald gar nichts mehr im einzelnen, nur noch ein großes Ziehen und Schmerzen in meinem Schmerzzentrum.
Und ich merk schon, daß ich automatisch weine. Aber besser als schreien!
Ruhig bleiben, obgleich die eh nichts hören dürften bei dieser Fahrerei.
Eigentlich läuft's gut. Ist doch gut, daß ich meine Feinde so nah bei mir habe jetzt. Jetzt können sie mir bestimmt nicht entkommen und davonfahren.
Ha!
Und ich fühl mich so was von stark. Ja, ich bin kräftig. Ich bin stabil, das macht mich richtig stark, diese Gefahr, diese Herausforderung!
Was für ein Geheul, Sirenen, klar die Polizei, die ist gerufen worden vom zusammengeschlagenen Terrassenrestaurant-Chef und fischen mir jetzt am Ende den großen Hecht weg!
WER ZU SPÄT KOMMT, BESTRAFT DAS LEBEN!“, wie der 4. Kanzler der Bundesrepublik Deutschland Willi Brandt zum Fall der Mauer richtig gesagt hat, aber nein, „Wende“, oder doch „Fall der Mauer!“, Cousine, nach diesem Abenteuer habe ich Dir viel Fragen zu stellen.
Vergiß jetzt alles andere und fühl deine Stärke!
Ja, ich fühl es, ich schaff es, jetzt muß ich zuschlagen, wenn ich so Stärke fühle!
So krieche ich aus meinem Versteck – he, ich mach es ja tatsächlich - bleib aber auf allen Vieren, ja, ja, so ists richtig, und krabbel zum Vordersitz. Und nun?
Ich werde mich jetzt langsam erheben und - hm – schlag dem Beifahrer mit irgendetwas übern Kopf. Aber nur was?
Ein Schraubenschlüssel wär grad richtig.
Aber wo hier?
Keine Idee, hm.
Oder eine Schnur, irgendetwas verdammt und zugenäht!
Tja, Präsidenten müssen Ideen haben, müssen sich in jeder Situationen zurechtfinden, Politiker müssen immer reagieren können, egal, was kommen mag.
Also!
Mir fällt einfach nichts ein...
Aber ich bin stark, stark, stark, und das Martinshorn ist immer deutlicher zu hören, so daß ich jetzt einfach mal aufsteh!
Oder?
Wie die Frau mich anstiert! Ja, Dein Retter bin ich! Leider kann ichs dir nicht nicht sagen. Na, Du weißts schon. Ich streck mal den Daumen noch hoben, damit alles klar wird, wie Nero dies gemacht hat und die Sklaven wußten, sie sind befreit.
Glaub mir, Sklavin bist du auch nicht mehr, lange, Gefesselte!
Genau, Du hast verstanden.
Alles wird gut, Mädel!
Ja, nick nur heftig, Du hast Grund zur Freude.
Alles wird gut, bald bist Du erlöst, aber mit dem Nicken darfst du auch nicht übertreiben, sonst sehen dich die Entführer im Rückspiegel und merken, daß da etwas nicht stimmt.
Ich nehme lieber die flache Hand und senke sie: Bedeutung: Immer-mit-der-Ruhe.
Siehst Du, es ist gut, Du beruhigst Dich...
Wo aber ist ein Gegenstand?
Aufm Busboden liegt auch nichts rum, daß man verwenden könnt. Und die Handwerker-Sachen hängen doch dort an den Karosseriewänden: eine Eisensäge, Bohrer, Zangen, Drahtschneider, Scheren, eine ölverschmierte Schürze. Die anderen Sachen sind lederne Verbände eingewickelt, verklebt mit einem Klettverschluß. Das aufzumachen verursacht schon ein Geräusch, wird abe nicht zu laeid. Aber quatsch, wenn ich mich erhebe und danach greife, können die mich im Rückspiel sehen.
Aber da, da liegt etwas zufällig zwischen Vordersitz und Boden. Ein altes Eisenrohr, wo immer her, darf hier nicht liegen, kommt wie gerufen, wartet, jetzt blüht euch was.
Ja, ich schaffs trotz Geschaukle, aufzustehen und zu brüllen: „Anhalten, oder ich schlag zu!“
Jetzt fall ich über den Rand auf den Beifahrer, der Fahrer ist voll auf die Bremse getreten, der Blödmann, und auf diesem drauf, der schnell noch seinen Kopf nach vorne gebeugt hat. Den hätts ansonsten glatt den Kopf weggerissen.
Meine Füße hängen dem anderen unter der Nase und vorm Gesicht und das ist gar nicht gut für die Fahrersicht. Zumal es noch immer schüttet wie aus Kübeln. Die Windschutzscheiben-Wischer kommen gar nicht nach, den Wasserbelag sichtfrei wegzuwischen. Das allein schon ist gefährlich zu fahren, und dann noch mit überhöhter Geschwindigkeit und noch einen gefährlichen Verfolger im Nacken – das war absolut kamikazimäßig gefährlich.
Schnell, schlag das Lenkrad rechts ein, zur Fahrbahnseite, bevors kräscht – Mann, ich seh schon ein Auto auf uns zukommen!“
Und ua...


Der Zusammenstoß mit einem Lkw von der gegenüberliegenden anderen Seite war so heftig, daß förmlich die Fetzen flogen, naturgemäß vor allem Glas- und andere Splitter. Der Rumsch war heftig, die Stoßwelle wuchtig und die Menschen verletzlich: Fahrer und Beifahrer waren sofort tot. Ernst schlug es glücklicherweise nach hinten über den Sitz auf den Boden mit einem Krach, einer Heftigkeit und einem Schmerzensstoß, daß ihm nun völlig die Besinnung raubte.
Einmal muß selbst der größte Held das Handtuch werfen, ob er und will oder nicht!
Aber, zu aller Leute Beruhigung gesagt: er wachte rechtzeitig auf, um nach Berlin zu fahren, um sich zum Präsidentenkandidaten aufstellen zu lassen. Dort werden wir noch mehr von ihm hören.
Seien wir gespannt!

alle Rechte beim Autoren Werner Pentz

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #2 |

Verbrecher wider Willen XVI
Das Nachspiel

Der Kriminaler, der für diesen Fall angesetzt war, krauste die Stirn, nachdem er die Unterlagen durchgelesen hatte. Er war ein systematisch denkender Kopf, langsam, aber unerbittlich zielführend.
Zunächst an den Anfang der Erpressung kommen.
Wie begann die Erpressung?
Das hängt davon ab, welches Motiv dahinter steckte.
Und das Motiv war das am schwersten zugängliche Ding an einer Mordsache.
Nun gut, es gibt zwei Möglichkeiten:
Die Erpressung geschah
a) aus einer Verschwörung heraus
b) aus Zufall.
Beginnen wir mit dem am wenigsten wahrscheinlichen Motiv, wenn auch die am faszinierensten Variante.
Alle stecken unter einer Decke.
Hm, außer vielleicht der Krankenschwester, die keinen auffallenden Vorteil aus dieser Erpressung zieht, vielmehr das Opfer überhaupt war oder vorsichtig formuliert, das am meisten Haare und Federn ließ, kurzum, der am opfervollsten mitgespielt wurde. Wurde sie vielleicht mit Geld dazu verleitet, mitzuspielen, sich scheinbar zu opfern und zu schweigen – wenn eben alles stimmt, was die Beteiligten, vor allem dieser Arzt, sagte?


Fing es so an?
Die drei Verwandten saßen zusammen.
Ernst sollte nach Berlin gehen!“
Die Aussicht, Ernst aus dem Blickfeld, aus der Kleinstadt, der näheren Umgebung zu haben, war eine schöne. Es hob die Stimmung am Tisch, denn jeden erfreute diese Vorstellung, am meisten natürlich Ernst.
Nur, wie können wir das erreichen?“
Der Arzt hatte gesagt: „Da kommt mir eine Idee. Ich kenne da aus meiner Klinik zwei Drogenabhängige, zwei Kleinkriminelle und Möchte-Gern-Ganoven, mit denen man Pferde stehlen kann. Die machen wahrscheinlich alles, Hauptsache, sie können sich ein bisschen Geld verdienen.“
Klingt interessant.“
Und schon steckten sie die Köpfe zusammen.
Diese verschworene Verbrecherbande stand nunmehr bestimmt vor diesem Problem: die Kleinganoven hatten keine Knarre, da es sehr schwer war in Deutschland, eine in die Hände zu bekommen, zumal für Drogenabhängige und allemal für Vorbelastete und bereits einmal mit dem Gesetz in Konflikt Gekommene. Aber richtige Entführer brauchten eine Pistole.
Also lieh der Polizist ihnen seine.
Das erklärte diesen merkwürdigen Sachverhalt mit der Pistole, hm.
Alle hatten doch damit gerechnet, die Entführung klappe und der Polizist bekomme bestimmt wieder seine Dienstpistole und falle bestimmt nicht in die Hände von polizeilichen Ermittlern nach so einem undenkbaren, unwahrscheinlichen Desaster.
Dann kommt aber noch hinzu? Wozu das viele Geld? Wer hatte ein Interesse an diesem, es war ja quasi ohnehin Familieneigentum. Hatte sich jemand verschuldet, war spielsüchtig, hatte eine Mätresse, außer der Krankenschwester. Hm, dann aber mußten nicht nur der Arzt, wenn der in Frage kommt, auch der Polizisten-Neffe einen guten Grund für das Geld haben.
Das wäre allerdings ein unwahrscheinlicher Zufall.
Jedenfalls, mit der Entführung und dem Gelderlös, würden die Entführer zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen haben: Geldeinnahme und den unliebsamen Onkel und Bruder von der Bildfläche verschwinden lassen.


Zur zweiten Variante.
Gehen wir davon aus, der Kollege Polizist hatte dazu noch keine Angaben gemacht, er war so dämlich oder der Zufall wollte es, daß es so unglücklich lief, daß ihm seine Pistole irgendwie abhanden gekommen war. Oder geklaut worden, nein. Stellen wir das einmal hinten an.
Aber warum diese extreme Geldhöhe?
Hm!', stieß der Kriminaler aus.
'Weshalb gleich solch eine hohe Summe von einer Million Euro erpressen? Wie kommen sie darauf, daß es möglich war? - Hm. - Sie haben diese Erpressung nicht geplant. Es wurde bestimmt keine Vorbereitung durchgeführt, keine Auswahl des Opfers getroffen, wie auch? Sind die zufällig am Cabrio vorbeigekommen und haben sich dazu entschieden, einen Menschen zu erpressen? Nur, was hat sie dazu bewogen? Ein Arzt muß auch nicht unbedingt ein Goldesel sein. Außerdem sieht man es keinem Menschen an der Nase an, daß er Arzt ist. Warum sind sie darauf verfallen, von diesem Doktor gleich eine Million Euro zu erpressen?'
Nochmal.
Zufällig entdecken die Ganoven also zwei Menschen in einem Auto gerade beim Sex. Sie machen sich anfänglich etwas lustig über die Beschämten, Entdeckten, Entblößten.
Der eine sagt zum anderen, vielleicht nur erst zum Spaß: „Das ist doch ein gefundenes Fressen, was? Das ergibt einen fetten Happen? Die erpressen wir ein klein wenig. Das könnte sich lohnen, was Kumpel?“ „Hm, vielleicht hast Du recht. Das ist ein guter Anlaß, Sex im Auto, auf Video aufgezeichnet, ideal für eine Erpressung, hm!“ „Hm, meinst da springen ein paar Tausend Euro heraus, was!“ „Meine ich schon!“ „Wau!“ Wie gesagt, anfänglich ist es nicht ernst gemeint von den dahergelaufenen Kleinkriminellen, keine wirkliche Absicht, nur mal so ein klein bißchen Auf-dem-Busch-klopfen.
Aber einer der Entblößten verliert plötzlich die Nerven, der Mann, hier der Chefarzt, denkt, er würde wirklich entführt und treibt die Summe in die Höhe, nur aus Angst heraus, sein Fremdgehen könnte an die Öffentlichkeit gelangen, seine Karriere, sein Prestige, sein Status, den der ganzen Familie steht auf dem Spiel, und nicht zuletzt, wenn seine Ehefrau davon erfahren würde, wäre der Teufel los.
Ihr kriegt so viel ihr wollt!“
Vielleicht ne halbe Million?“
Auch das, wenn's sein muß!“
Die beiden Zufallsentführer verschlägt's den Atem.
Sie starren sich an. So eine Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder, was?
Ne Mille muß es schon sein?“
Meinetwegen!“ Die Schweißperlen auf der Stirn des Arztes schimmern silbern.
Hauptsache es kam nicht heraus, daß er mit einer Krankenschwester, einer Untergebenen, einer Komparsin Sex im Auto gehabt hatte, was einen gehörigen Skandal verursachte, den er sich als Chefarzt und zumal als wohlsituierter Ehemann nicht leisten konnte.
War es so?
Oder war es diejenige, mit der der Arzt die Million Euro verprassen wollte, untertauchen mit ihr, ein neues Leben beginnen, aber das ist doch zu abstrus. Schließlich hat er eine sehr gut bezahlte Anstellung als Chefarzt. Aber einmalig das Geld ausgeben, für eine Weltreise, eine Jacht kaufen, was immer? Welche Rolle aber spielte hierbei der Polizisten-Neffe?
'Na, dann verhören wir einmal die Beteiligten!'

alle Rechte beim Autoren Werner Pentz

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2021 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme