Es ist: 28-11-2021, 06:37
Es ist: 28-11-2021, 06:37 Hallo, Gast! (Registrieren)


der Sadist
Beitrag #1 |

der Sadist
hallo zusammen,

ich durfte den Text in den Horror Bereich packen danke an dreadnoughts. Zu hart für den Thriller/krimi Bereich.

ist also kein übersinnlicher Horror oder ähnliches, aber hier sicherlich gut aufgehoben.

Auf Wunsch von Dreadnoughts warne ich zurecht zuvor, dass es für Minderjährige nicht geeignet ist. das ist keine Werbung, um weiter zu lesen!

Für alle erwachsenen Freunde härteren Materials gilt: Meinungen abgeben.

:icon_danke_ATDE:




Der Sadist

Das Papiertuch saugt sich mit Blut voll. Es sind noch immer Reste an seinem Messer. Blut ist unglaublich widerstandsfähig, wenn die Gerinnung erst eingesetzt hat.
Er steigert den Druck auf die Klinge und versucht die schwierigen Stellen zu erreichen. Dann steckt er sie in ein Halfter, das er unter der Hose, direkt am Bein trägt.
Er zieht sich die Gummihandschuhe aus, die einen feine Puderschicht auf der Haut zurück lassen, stopft das blutdurchtränkte Tuch hinein und biegt in eine der schmalen Gassen zwischen den roten Backsteinhäusern ein.
Hinter einer Mülltonne kniet er nieder und zündet sie an. Erst schmilzt der Kautschuk, der einen giftigen Dunst verbreitet, dann springen die grün flackernden Flammen auf das Tuch über und verbrennen den Rest.
Es bleiben Reste übrig, aber mit dem Fuß sind sie schnell verstreut.
Ein kurzer Blick zur Sicherheit reicht. Niemand hat ihn gesehen.
Wieder erklingen seine Schritte.
Das Metall des Messers legte sich kalt auf seine Haut.
Kalter Stahl ...
Er schließt die Augen und stößt einen zufriedenen Seufzer aus.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl gewesen. Jede Minute hat er genossen und an denen fehlte es wahrlich nicht.
Die erstickten Schreie der Frau hallen noch in seinen Ohren nach.

Wie gerne hätte er ihr den Stoff aus dem Mund gezogen, sie schreien lassen und sich darauf einen runtergeholt. Aber mitten in der Stadt war es unmöglich. Zu viele Zeugen in den umliegenden Wohnungen. Auf dem Land, ja, aber in der Stadt musste er sich etwas zurückhalten.
Ihr wimmern war aber laut genug gewesen. Voller Angst und Schmerz. Zu Beginn war es nur seelischer Schmerz.
Der Schlimmste Schmerz.
Ihre Vorahnungen und ihre Fantasie waren ohne Zweifel schlimmer als alles, was er ihr hätte antun können.
Als sie so dastand auf dem Stuhl, auf ihren Zehenspitzen, damit die Schlinge um ihren Hals nicht zu eng wurde. Ihr Gesicht war von Tränen überströmt, mischte sich mit dem Blut, das aus ihrer Kopfwunde drang, und versickerte schließlich im Knebel in ihrem Mund.
Das schöne Gesicht, er wollte es nicht zerstören. Aber er war unachtsam gewesen.
Sie hatte ihn im Schatten der Treppen bemerkt, als er auf sie gelauert hatte. Sie gemustert hatte. Ihren knielangen Rock und die enge weiße Bluse, unter der sich ihre Brüste abzeichneten.
Da war schnelles Handeln gefragt.
Er war auf sie zugesprungen, hatte ihren Kopf gegen die Tür geschmettert und sie in ihre Wohnung gestoßen.
Sie hatte nicht einmal geschrieen!
Benommen war sie auf dem Parkettboden liegen geblieben.
Furcht hatte ihn übermannt, dass sie schon tot war, aber ihr Brustkorb hatte sich gehoben und gesenkte.
Das Glück war auf seiner Seite.
Mit Gummihandschuhen hatte er sie an ihren Haare gepackt und die Frau daran hochgerissen.
Schreien hatte sie gewollen, sich wehren, aber seine Hand auf ihrem Mund hatte ihr einen Ton herauszubringen verboten und der Griff war zu fest gewesen, um sich von ihm zu lösen.
Er wusste, was er tat.
Aus seinem Rucksack hatte er das Seil zum Vorschein gebracht. Dasselbe Seil, das den Tod versprach, wenn sie nicht ruhig auf ihrem Stuhl stehen blieb. Ihre Hände und Füße hatte er gefesselt.

Die Bilder sind bis ins letzte Detail in seinem Kopf gespeichert. So etwas vergisst man nicht. Es war nicht das erste Mal, aber damit der Reiz bleibt, denkt er sich immer etwas Neues aus.

Zu dem Zeitpunkt, als er auf ihrem Bett saß und sie beobachtete, wie ihre zusammengebundenen Füße durch die Belastung verkrampften und sie mit schmerzverzerrtem Gesicht um ihre Leben kämpfte, wusste er nicht, wie er sie sterben lassen und ihr Erlösung bringen würde.
Das Genick würde kaum brechen, dazu war sie nicht schwer genug.
Sicher war er sich, dass Fäkalien unvermeidlich waren, ob es ihm gefallen würde, wusste er nicht.
Er entschied sich dagegen und zückte sein Messer. Der Griff war warm von seinem Körper. Das Seil leistete keinen Widerstand.
Ihr Leib brach zusammen, kippte einfach zur Seite, sodass er sie auffangen musste.
Die Verschnaufpause für sein Opfer jedoch war nur kurz.

Die kalte Luft des frühen Morgens ist ihm unangenehm. Die Dunkelheit der Nacht verflüchtigt sich und raubt den Vögeln den Schlaf, die sich lautstark beschweren.
Inzwischen passieren ihn Menschen, die auf dem Weg zur Arbeit sind. Der Alltag der Menschen ...
Die unzufriedenen Gesichter, der Passanten belustigen ihn. Wie sie dahin trotten. Individuen, die zusammen doch alle gleich sind, sich anpassen
und ihre Fantasien unterdrücken.
Er erinnert sich an die Wärme, die ihn bis vor Kurzem umgab und lächelt still.


Den wehrlosen Körper der Frau warf er auf das Bett. Ihr Kampfgeist war gebrochen, der Zorn aus ihren Augen gewichen. Flehen und Angst blieben zurück und ekelten ihn an. Ein weiteres Mal musste er feststellen, wie armselig das weibliche Geschlecht war.
Er packte sie an den Beinen und zog sie zum Fuß des Bettes. Der Rock verrutschte dabei nach oben und gab ihre Unterwäsche frei. Wie eine zweite Haut bedeckte das Höschen den Hintern. Es war kein sonderlich aufreizendes Höschen. Ein Alltagshöschen, wenn man keinen Geschlechtsverkehr erwartete.
Er drehte die Frau um. Sie zappelt, erreichte aber nichts.
Das Messer war scharf genug, um mühelos den Bund zu durchtrennen.
Der Stoff verrutschte und gab den Blick auf ihren Venushügel frei. Feine Stoppeln waren zu erkennen und in der Mitte trug sie einen dünnen Streifen.
Seine Erregung überstieg das Vorstellbare. Eine Berührung seiner Eichel hätte gereicht, um zu kommen, aber das wäre Verschwendung gewesen.
Sein Opfer keuchte leise, als die Klinge ihre Schamlippen zur Seite drückte, ohne sie zu verletzen.
Ihr Geruch ließ ihn fast die Besinnung verlieren. Er verlor sich in den Fantasien, in der Vorstellung in sie einzudringen.
Mit Bedauern hatte er festgestellte, dass sie nicht feucht war.

Er schiebt seine Hand in die linke Hosentasche, um seine Erektion zu kaschieren. Die Menschen im Bus müssen ihn nicht bemerken, dass sein Zustand derselbe ist wie der in seiner Erinnerung.

Zur Sicherheit hatte er drei Kondome übergezogen. Keine Beweise hinterlassen und den Höhepunkt so weit wie möglich hinausschieben.
Sie war warm. Sie war eng.
Ihren kläglichen Widerstand empfand er noch stimulierender.
Seine Stöße wurden heftiger, sein Glied praller.
Der Orgasmus war intensiver als je zuvor.
Sie sollte mit ihm kommen!
Das Messer drang durch Haut, Fleisch, Muskeln, Lunge ... dann Herz.
Er machte ihr den Knebel ab und lauschte ihrem flachen Keuchen. Wie sie nach Luft rang und ihre Ohnmacht bekämpft. Nur ein Pfeifen entweicht ihrer Kehle, dann lag sie still.

Das mit Sperma gefüllte Kondombündel wartet in seiner Hosentasche darauf, sicher beseitigt zu werden.
Der Bus hält an, er steigt aus. Gläserne Wolkenkratzer ragen wie gigantische Pilze gen Himmel und verdecken ihn.
Er läuft auf das Gebäude auf der anderen Straßenseite zu. Die Menschen in der Firma würdigen ihn keines Blickes.
Sanft dringt eine Melodie aus den Lautsprechern im Fahrstuhl, der ihn im dreizehnten Stock ausspuckt.
Er öffnet eine Tür, ohne anzuklopfen.
„Was haben Sie hier noch zu suchen? Wie dumm sind Sie eigentlich. Sie sind gefeuert, fristlos, Sie sind ein Versager und haben hier in der Firma nichts mehr zu suchen!“
Er schaute ihn nur an, seinen Chef. Mit seinem einfältigen Grinsen im Gesicht. Fühlt sich stark in seiner Position in der Firma und versklavt seine Untergebenen.
„Sie sollen sich verpissen!
Sein Blick fällt auf das Bild auf dem Tisch seines Chefs mit dem vertrauten Gesicht.
„Was starren Sie meine Frau so an? So einer Frau sind Sie nicht gewachsen. Dafür braucht man Eier in der Hose.“
Er hat nur ein Lächeln für den Mann im Chefsessel übrig. Ein Lächeln frei von Mitleid.
Dann dreht er sich um und geht.


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Beitrag #2 |

RE: der sadist
hallo jeronimus,

ich beginne meinen kommentar jetzt einfach mal mit einem zitat von dir aus einer PN an mich:

jeronimus schrieb:Hab noch eine Kurzgeschichte bei nachdenkliches und thriller. Letzteres nichts für Mädchen Mrgreen

inzwischen steht die geschichte zwar in horror, aber ich werde sie trotzdem lesen, den auch literatopia ist mittlerweile emanzipiert und ich will mal nicht hoffen das wir demnächst eine/n gleichstellungsbeauftragte/n wählen müssen. Icon_smile

Zitat:Auf dem Land, ja, aber in der Stadt musste er sich etwas eingrenzen.

das "eingrenzen" passt mMn nicht rein. vllt eher "zurückhalten"

Zitat:Ihre Vorahnungen und ihre Fantasie waren ohne Zweifel schlimmer, als alles was er ihr hätte antun können.

ein genialer satz.

Zitat:Als sie so da stand auf dem Stuhl, auf ihren Zehenspitzen, damit die Schlinge um ihren Hals nicht zu eng wurde.

dieser satz liest sich so, als müsste es eigentlich noch weitergehen. als sie so dar stand, war was?

Zitat:Das schöne Gesicht, er wollte es nicht zerstören. Aber er war unachtsam gewesen. Sie hatte ihn bemerkt im Schatten der Treppe, als er auf sie gelauert hatte.

hmm, irgendwie passt das vom zeitlichen ablauf her nicht so. also sie steht da ja schon geknebelt auf dem stuhl und diesem moment erinnert er sich daran, wie er ihr auflauert? Icon_shocked find ich komisch. indem moment sollte er doch eher daran denken, was er alles mit ihr anstellen könnte. wie er ihr auflauert, hättest du ganz an den anfang, als die rückblende beginnt stellen sollen, damit alles der reihe nach abläuft.

Zitat:Die Gummihandschuhe hatten sich in ihr Haar vergriffen und sie vom Boden gehoben. [...] Sie wollte schreien, sich wehren, aber seine Hand auf ihrem Mund verbot ihr einen Ton herauszubringen und der Griff war zu fest, um sich von ihm zu lösen. [...] Mit einem schnellen Griff in den Rucksack brachte er das Seil zum Vorschein.

ein bisschen viel "griff" in einem abschnitt, oder? vllt kannst du den einen oder anderen satz umformulieren.

Zitat:Es war nicht das erste Mal, aber damit der Reiz bleibt, denkt er sich immer etwas neues aus.

irgendwie stimmt ihr die zeit, glaube ich, nicht. ich würde schreiben: "damit der Reiz blieb, musste er sich immer wieder etwas neues ausdenken."
aha, das sagt uns auch, dass er offensichtlich ein serienkiller ist, ein psychopat. sehr interessant ...

Zitat:Der Griff war warm von seinem Körper.
Die Verschnaufpause für sein Opfer war nur kurz.

beide sätze sind von der struktur her ähnlich. kann man die beiden vllt zusammenfassen? oder einen umstellen? oder einfach: "Der Griff fühlte sich warm an" dann hast du schonmal das doppelte "war" weg.

Zitat:Die kalte Luft des frühen Morgens ist ihm unangenehm. Die Dunkelheit der Nacht verflüchtigt sich und raubt den Vögeln den Schlaf, die sich lautstark beschweren.

aha, jetzt hab ichs kapiert, die gegenwart, also der teil, wo er die beweise vernichtet und durch die stadt läuft und die vergangenheit in der die tat begeht vermischen sich miteinander. der eine teil steht im präsens und der andere in der verganenheit. ich würde das noch deutlicher trennen, entweder indem du eins von beiden kursiv setzt, oder indem du einen absatz mit leerzeile einfügst, denn im ersten moment hat es so auf mich gewirkt, als wärst du versehentlich mit den zeiten durcheinander gekommen.

Zitat:Inzwischen passieren ihn Menschen, die sich auf den Weg zur Arbeit machen.

entweder: "die auf dem Weg zur Arbeit sind" oder "die sich auf dem Weg zur Arbeit befinden"

Zitat:Der Stoff verrutschte und kam den Blick auf ihren Venushügel frei.

gab den Blick

Zitat:Zur Sicherheit hatte er drei Kondome übergezogen. Keine Beweise hinterlassen und den Höhepunkt so weit wie möglich hinausschieben.

zufälligerweise habe ich gerade im fernsehen eine sendung darüber gesehen, wo jugendliche davor gewarnt wurden mehrere kondome übereinander zu ziehen. dabei soll die gefahr nämlich noch größer sein, dass "was daneben geht", weil sich nämlich eines ganz schnell ablösen könnte. und das sich dadurch der höhepunkt hinauszögern lässt ist auch ein gerücht. Icon_wink

Zitat:Das Messer drang durch Haut,Fleisch, Muskeln und Lunge. Dann Herz.

vor "fleisch" fehlt ein leerzeichen. und der satz "dann herz" wirkt etwas lieblos drangehängt und ist genaugenommen, gar kein satz. du solltest ihn einfach noch ein bisschen ausbauen, z.b. "dann durch das herz"

Zitat:Wie sie nach Luft ringt und ihre Ohnmacht bekämpft.

nach luft rang, oder? irgendwie komme ich bei deinen zeiten ganz durcheinander, weil ich mir nie so sicher bin, ob das nicht vllt ein gedankengang aus der gegenwart sein könnte.

Zitat:„Hat es ihnen die Sprache verschlagen? Sind sie zu blöd...ach was rede ich mit ihnen eigentlich? Verlassen sie das Gebäude oder ich rufe den Sicherheitsdienst! Ich habe besseres zu tun, als mich mit ihnen abzugeben. Ich war heute Abend nicht einmal zu Hause, wegen der Geschäftsreise und habe meine Frau nicht gesehen. Sie sind das Letzte, das ich heute brauche.“

ich habe den eindruck bekommen, dass der chef eigentlich nicht mit ihm reden will, dafür redet er aber ganz schön viel. also ich würde ihm das nicht erzählen, dass er nicht zu hause war und seine frau nicht gesehen hat, ich hätte ihn mit einer kurzen, patzigen bermerkung einfach rausgeschmissen. Icon_fies

Zitat:„Was starren sie meine Frau so an? So einer Frau sind sie nicht gewachsen. Dafür braucht man Eier in der Hose.“

genau das würde als "auflösung" mMn schon reichen, oder? einfach deutlich machen, dass das auf dem bild genau die frau ist, die er heute abend "besucht" hat.

also erstmal zur idee: eigentlich ganz einfach. ein mann wird entlassen und aus rache und aus lust am töten, rächt er sich indem er die frau seines ex-chefs vergewaltigt und dann tötet. find ich eigentlich keine schlechte idee, zumal man am anfang annimmt es handelt sich um einen "gewöhnlichen" psychopathen und erst am schluss erfährt, dass es sich um einen racheakt handelt.

und jetzt zur ausführung: als "sinnloses" blutvergießen kann man das ganze nicht bezeichnen. zumal mir gerade aufgefallen ist, dass du kaum blut vergießt ausser in diesem einen satz : "Das Messer drang durch Haut,Fleisch, Muskeln und Lunge. Dann Herz." und eben das überwältigen am anfang. aber auf mich wirkt alles irgendwie verwirrend, weil du so in der zeit hin und her gesprungen bist. die ganze tat ist ja, als erinnerung geschrieben und gleichzeitig auch sein weg zum chef. da fällt mir grade auf: warum ist er nochmal zu seinem chef? er sagt ja nicht mal was zu ihm, lässt sich nur beschimpfen und geht wieder. ein kleiner satz indem er ihm sagt, dass seine frau tot ist hätte mir schon gericht, irgendetwas was diesen gang dorthin rechtfertigt. im moment wirkt das so, als wolltest du as ganze unbedint so auflösen.
ein bisschen verwirrend fand ich auch den ablauf. erst steht sie auf dem stuhl, dann zeigst du wie er sie überwältigt, dann schmeisst er sie auf das bett. da könnte mehr struktur nicht schaden, sodass sich der grusel nach und nach aufbaut, denn das er sie vergewaltigen will wurde mir indem moment klar, wo er sie auf dem stuhl stehend beobachtet und sich einen runterholen will.

in die horror rubrik passt die geschichte auf jedenfall und ich muss sagen, dass ich nach dem lesen nicht sehr erschüttert bin. liegt vllt daran, dass ich opfer nicht näher kennengelernt habe. Icon_smile

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #3 |

RE: der sadist
zunächst einmal möchte ich sagen Lady, dass es ein genuss ist wenn du rezensionen Schreibst. Konstruktiv und offen für alles....sehr erfreulich.

Zitat:Zitat:
Das schöne Gesicht, er wollte es nicht zerstören. Aber er war unachtsam gewesen. Sie hatte ihn bemerkt im Schatten der Treppe, als er auf sie gelauert hatte.


hmm, irgendwie passt das vom zeitlichen ablauf her nicht so. also sie steht da ja schon geknebelt auf dem stuhl und diesem moment erinnert er sich daran, wie er ihr auflauert? Icon_shocked find ich komisch. indem moment sollte er doch eher daran denken, was er alles mit ihr anstellen könnte. wie er ihr auflauert, hättest du ganz an den anfang, als die rückblende beginnt stellen sollen, damit alles der reihe nach abläuft.

Es hat sich so ergeben. Blut läuft aus ihrer Wunde am Kopf. tja hm wo kommt die denn her? er hatte ihr aufgelauert und wurde entdeckt. fand ich gut. und bleibt vorerst.


Zitat:Zitat:
Zur Sicherheit hatte er drei Kondome übergezogen. Keine Beweise hinterlassen und den Höhepunkt so weit wie möglich hinausschieben.


zufälligerweise habe ich gerade im fernsehen eine sendung darüber gesehen, wo jugendliche davor gewarnt wurden mehrere kondome übereinander zu ziehen. dabei soll die gefahr nämlich noch größer sein, dass "was daneben geht", weil sich nämlich eines ganz schnell ablösen könnte. und das sich dadurch der höhepunkt hinauszögern lässt ist auch ein gerücht. Wink

Icon_lachtot das ist echt ein brüller. dazu muss ich sagen der Sadist und ich wussten das nicht und hoffen, dass keine Reste übrig geblieben sind.


Zitat:Zitat:
Das Messer drang durch Haut,Fleisch, Muskeln und Lunge. Dann Herz.


vor "fleisch" fehlt ein leerzeichen. und der satz "dann herz" wirkt etwas lieblos drangehängt und ist genaugenommen, gar kein satz. du solltest ihn einfach noch ein bisschen ausbauen, z.b. "dann durch das herz"

lieblos dranggehängt beschreibt das was ich wollte. es soll lieblos klingen.


zum Rest gebe ich die recht,. hab noch nicht alles geändert kommt aber noch.
der chef redet mit ihm eigentlich nicht mehr, denn das Bild reicht tatsächlich.


Ich persönlich find den Text auch nicht sooo wild. wenn einer so etwas nicht liest dann vllt, aber so. Wollt einfach etwas kurzes fieses schreiben.

zu dem verwirrt sein. in word ist das "jetzt" kursiv. hier war ich zu faul gewesen, ist jetzt aber umgestellt.

Zitat:da fällt mir grade auf: warum ist er nochmal zu seinem chef? er sagt ja nicht mal was zu ihm, lässt sich nur beschimpfen und geht wieder. ein kleiner satz indem er ihm sagt, dass seine frau tot ist hätte mir schon gericht, irgendetwas was diesen gang dorthin rechtfertigt. im moment wirkt das so, als wolltest du as ganze unbedint so auflösen.

du hast es am Ende aber scheinbar verstanden, also ist eine Erwähnung nicht notwendig. er kommt vom Mord. es ist früh morgen, die Aktion hat lang gedauert und nun geht er zu seinem Chef, um ihn zu sehen und sich gut zu fühlen. schwierig, wenn man es selbst schreibt das zu beurteilen.

Ich danke dir auf jeden Fall für die Kritik...immer wieder hilfreich

Gruß


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Beitrag #4 |

RE: der sadist
Sei gegrüßt!

Die Warnung war nicht übertrieben. Obwohl ich ihre Wirksamkeit anzweifle.

Die Idee ist recht einfach, aber sehr gut umgesetzt.
Hätte nicht gedacht, dass die Tat ein Racheakt war. Spuer Pointe!

Ich kann nicht beurteilen, wie der Text zu lesen war, bevor du die Szenen offentsichtlicher getrennt hast. Aber das du den Teil nach der Tat kursiv gesetzt hast, macht das Umschalten für den Leser einfacher. So kann man sich ohne Stolpersteine, in der Grausamkeit des Sadisten verlieren.

Obwohl das Innenleben deines Sadisten recht glaubwürdig ist, verhält er sich mMn zu rational, zum Beispiel als er sich ihre Todesart überlegt. Er ist bis an die Grenzen des möglichen Erregt und hat noch komplexe Gedanken?

Als er sie aufs Bett wirft, ist sie zwar noch gefesselt, könnte sich aber zur Wehr setzen, immerhin hat sie keine Schlinge mehr um den Hals. Ein letztes Aufbäumen von ihr hätte mir gefallen, ein kurzer Kampf vielleicht.

Insgesamt eine gute Geschichte. Sehr viel Brutalität auf niedrigster Stufe. Eine "schöne" Abwechslung zu übermotivierten Hollywoodkillern wie John Doe (Sieben) oder Jigsaw (Saw), die durchs töten die Welt verbessern wollen.

MfG
Andi S. Remner

In meinem Hirn herrscht Chaos - und es macht seine Sache gut.

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Beitrag #5 |

RE: der sadist
Sei zurück gegrüßt,

Zitat:Die Idee ist recht einfach, aber sehr gut umgesetzt.
Hätte nicht gedacht, dass die Tat ein Racheakt war. Spuer Pointe!

Das ist doch mal ein Lob. danke dafür. Dachte mir, dass es dir gefallen könnte, bei der Gamble- Geschichte.

Zitat:Obwohl das Innenleben deines Sadisten recht glaubwürdig ist, verhält er sich mMn zu rational, zum Beispiel als er sich ihre Todesart überlegt. Er ist bis an die Grenzen des möglichen Erregt und hat noch komplexe Gedanken?

Ist das nicht gerade das geängstigende, dass ein Mann, der Menschen umbringen kann, ohne mit der Wimper zu zucken, so berechnend und rational ist? Ein gestörter, dessen Gedanken klischeehaft unlogisch sind, weil sein Vater ihn vergewaltigt hat oder was es so gibt, ist zu einfach und schwieriger sich zu indentifizieren.

Zitat:Als er sie aufs Bett wirft, ist sie zwar noch gefesselt, könnte sich aber zur Wehr setzen, immerhin hat sie keine Schlinge mehr um den Hals. Ein letztes Aufbäumen von ihr hätte mir gefallen, ein kurzer Kampf vielleicht.

Könnte man machen, aber in meiner Vorstellung hing die Frau lange. Wenn man eine Std. (wenn das möglich ist) versucht nicht umzufliegen mit dem Stuhl und elendig zu ersticken, ist die Kraft zur Wehr nicht mehr vorhanden. Zumindest hab ich mir das so gedacht, aber man kann sicher darüber diskutieren.

Freut mich, dass es auch mal einem gefällt. Schlimm diese NörglerIcon_ugly

Ist natürlich Spaß, hab die Geschichte reingestellt in dem Wissen, dass sie spalten wird.

Gruß


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Beitrag #6 |

RE: der sadist
Hallo jeronimus,

Zitat:Auf Wunsch von Dreadnoughts warne ich zurecht zuvor, dass es für Minderjährige nicht geeignet ist. das ist keine Werbung, um weiter zu lesen!
Keine Werbung. => Ich war ehrlich gesagt schon sehr gespannt, was darauf wohl folgen will.

Zitat:Für alle erwachsenen Freunde härteren Materials gilt: Meinungen abgeben.
Freilich - wer lässt sich denn so etwas nehmen.

Zitat: Wie gerne hätte er ihr den Stoff aus dem Mund gezogen, sie schreien lassen und sich darauf einen runtergeholt. Aber mitten in der Stadt war es unmöglich.
Okay - spätestens hier konnte ich mir vorstellen, was du mit der Warnung bezwecken wolltest. Stimmt - liest man nicht alle Tage und wenn ich die Geschichte im Ganzen betrachte, bin auch ich der Meinung, dass die Warnung ihre Daseinsberechtigung hat. Der Gesamteindruck - ist sehr gut. Es war super zu lesen. Satz um Satz war spannend und wirklich gut geschrieben. Ich habe mich leicht durch den Text gefunden, da gab es keine Stolpersteine und das "Kursive" war sehr schön getrennt, umso abzugrenzen was, wann ist. Eine gute Geschichte - hat mir gefallen.

Zitat:Er hatte nur ein Lächeln für den Mann im Chefsessel übrig. Ein Lächeln frei von von Mitleid.
ein "von" zu viel. *zwinker*

Ich habe nichts zu kritisieren und bin immer noch sehr positiv überrascht. Du hast das mit der nötigen Kälte rübergebracht, es aber nicht zu sehr ins "Grausige" abrutschen lassen. In Wahrheit wäre es sogar sicherlich noch schlimmer gegangen. Oft lese ich solche Geschichte mit dem Impuls wegzusehen, weil mir die blutigen Bilder ganz schön den Magen verdrehen. Bei dir was das nichts so. Viel Blut war ja nicht. Der Tod ging ganz schnell. Der Schwerpunkt lag ganz bei der Gesinnung des Mannes und seine Sichtweisen. Bei dem Genuss einen Menschen nicht nur zu töten, sondern sich an dem Leid zu laben. So etwas wirkt schnell überladen, - ist dir aber nicht passiert. Gut, glaubhaft und spannend. Handwerklich super umgesetzt. Mehr als ein Lob, wirst nicht hören, denn ich wüsste nicht, was ich bemängeln könnte. => gut gemacht!

Gerne gelesen,
Sternchen

PS - Doch noch was gefunden. *lach* => der Sadist

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

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Beitrag #7 |

RE: der Sadist
hallo Sternchen und Holla wer hätte das gedacht.

Hab grad gesehen: Beitrag von Sternchen. Dachte schon durch deinen Status (Moderator) gibts wieder eine auf die Glocke. Da kommt so ein Lob völlig unerwartet und ist umso schöner zu sehen.

Du hattest nichts zu meckern, also habe ich mich nicht rechtzufertigen. Deshalb danke nochmal und solche Beiträge darfst du gern öfters machen.

an alle: Übrigens habe ich eine gemeinsame Geschichte am Laufen.

Unter den 7 Armen des Gesetztes

Wäre nett, wenn noch jemand mitmachen würde.

Gruß


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Beitrag #8 |

RE: der Sadist
Hallo Jeronimus!
Respekt vor deinem Mut. Ich habe mich auch lange Zeit an Geschichten der doch eher härteren Gangart (insbesondere Grenzbereich Erotik/Pornographie/Fantasy oder Alltag) versucht und immer gezögert, sowas woanders als auf meinen eigenen Seiten einzustellen. Nicht, weil ich Angst vor Kritik habe, sondern weil das ein glibberiges Terrain ist - niemand soll auf Geschichten ausrutschen, die sein Inneres verletzten, nicht aus Versehen und auch nicht aus Neugier. Ein Kommentar solchen Inhaltes hätte mich wirklich zu sehr verletzt, denn wehtun will ich sicher keinem.
Ich finde, du hast das wunderbar hinbekommen, mir gefällt sowohl die Handlung, als auch der Schreibstil (Zeitformen und Rechtschreibung lass ich mal außen vor, da renn ich selbst viel zu oft in die Falle).

Ninita

Glück ist eine Zuchtpflanze aus Ehrgeiz und Fleiss,
gesät in eine Mischung von Geduld und Beharrlichkteit,
regelmäßig gedüngt mit Humor. (Xelanja)

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Beitrag #9 |

RE: der sadist
Hi Jeronimus,
ich kann mich den vorherigen Kritiken leider nicht anschließen.
Abgesehen davon, dass ich die Tat und deine Beschreibung dazu absolut widerlich finde, strotzt dein Text nur so vor Fehlern - rechtschreibliche und zeitliche.
Die Vermischung von Gegenwart und Vergangenheit ist sehr verwirrend, vor allem da du in den beiden Zeitformen ebenfalls noch Fehler hast.
Du schreibst einfache Vergangenenheit "sie schrie" und dann einen Satz später oder sogar im selben Perfekt etc.

Zitat:Der Griff des Messers ist aus Metall, das sich kalt auf seine Haut legt.
--> Hier würde ich folgende Formulierung besser finden: Kalt drückt sich der metallene Griff gegen seine Haut.


Zitat:Ihr wimmern war aber laut genug gewesen. Voller Angst und Schmerz.
--> "Wimmern" groß, und ich würde das "aber" weglassen.

Zitat:Ihr Gesicht war von Tränen geflutet, mischte sich mit dem Blut, das aus ihrer Kopfwunde drang und versickerte schließlich im Knebel in ihrem Mund.
--> Würde nur "versickerte im Knebel" schreiben. Knebel befinden sich bekanntermaßen im Mund, dass muss nicht noch erwähnt werden, das im (...) in ihrem (...) komisch klingt.

Jetzt ein paar der Zeitfehler:

Zitat:Aber er war unachtsam gewesen. Sie hatte ihn bemerkt im Schatten der Treppe, als er auf sie gelauert hatte. (...)
Da war schnelles Handel gefragt.
--> Da war schnelles Handeln gefragt gewesen.

Zitat:Sie hatte nicht einmal geschrien. Benommen blieb sie auf ihrem Parkettboden liegen.
--> war einfach benommen auf dem Parkettboden liegen geblieben.

Zitat:Furcht überkam ihn, dass sie schon tot war, aber ihr Brustkorb hob und senkte sich. Das Glück war auf seiner Seite.
--> Furcht, sie könne bereits Tod sein, hatte ihn überkommen.

Zitat:Das Ziehen hatte die Frau geweckt. Sie wollte schreien, sich wehren, aber seine Hand auf ihrem Mund verbot ihr einen Ton herauszubringen und der Griff war zu fest, um sich von ihm zu lösen.
Er wusste was er tat.
--> hatte sie geweckt, sie hatte schreien wollen (...) Aber die Hand auf ihrem Mund hatte jeglichen Ton unterdrück.

Zitat:Ihr Geruch ließ ihn fast die Besinnung zu verlieren.
--> Das "zu" gehört raus.


Zitat:Mit bedauern hatte er festgestellte, dass sie nicht feucht war.
--> Bedauern groß

Zitat:Sein Opfer keuchte leise, als die Klinge ihre Schamlippen zur Seite drückte, ohne sie zu verletzen.
Ihr Geruch ließ ihn fast die Besinnung zu verlieren. Er verlor sich in den Fantasien, in der Vorstellung in sie einzudringen.
Mit bedauern hatte er festgestellte, dass sie nicht feucht war.
--> abstoßend
--> Auch hier folgt auf Präteritum plötzlich Perfekt!

Zitat:Er hatte nur ein Lächeln für den Mann im Chefsessel übrig. Ein Lächeln frei von von Mitleid.
Dann dreht er sich um und geht.
--> Er hat nur ein Lächeln übrig, dreht sich um und geht.

Wie gesagt dass sind nur einige Fehler. Würde dir eine ordentliche Analyse des Textes hinsichtlich der Zeitformen empfehlen.
Inhaltlich möchte ich jetzt nichts mehr dazu sagen ...

Adsartha

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #10 |

RE: der Sadist
@Ninita

auch dir danke. Hätte nicht so viel positives erwartet.

@Adsartha

Solang es eine konstruktive Kritik ist habe ich kein Problem damit. Und du weißt, dass ich auch anders kann, schließlich beteiligst du dich mit mir an judge fred und auch sonst sind wir geschmacklich nicht so weit von einander entfernt.

Was die Zeit angeht...
Ich könnt dir nicht mehr zustimmen! Es ist und war ein Grauß, was die Zeit angeht. Ich wechsle wahllos in den Zeiten. Ich hab mir selbst ein Bein gestellt durch die Erinnerung. Aber einfach Perfect zu benutzen wäre mMn nicht korrekt. Stilistisch zumindest. Es wundert mich, dass niemand zuvor rebelliert hat. Werde mir das genauer ansehen, was du vorschlägst und entsprechen korrigieren.
Es tut mir Leid deinen Augen wehgetan zu haben!
:icon_buch: muss noch üben.

Das es dir inhaltlich nicht gefällt ist natürlich auch ok. Wobei ich davon ausgehe, dass du keine Thriller dieser Art liest. Dann ist das weniger eine objektive Meinung.

Zitat:Abgesehen davon, dass ich die Tat und deine Beschreibung dazu absolut widerlich finde, strotzt dein Text nur so vor Fehlern - rechtschreibliche und zeitliche.

Danke für das Lob. Außer das mit der Rechtschreibung, aber inzwischen bin ich bequem und lasse das von den Lesern machen. Mrgreen


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