Es ist: 21-10-2020, 09:14
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Graue Welt
Beitrag #1 |
Exclamation 

Exclamation  Graue Welt
Graue Welt

Ich sehe die Welt, bevölkert von Schatten,
graue Schemen mit schwarzen Gedanken.
Sie mehren sich im weltlichen Schlamm,
bestehend aus Wut,
aus Hass und Neid.
Aus allem, was nach Rache schreit.

Es ist eine Welt, bevölkert von Ratten,
deren gebissene Opfer am Pesttod erkranken.
Und doch rückt der Düsternis Ende heran,
gewonnen mit Blut,
mit wilder Entschlossenheit.
Es wird der Anfang einer neuen Zeit.

Ich werde es finden,
ich werde es richten.
Das Böse vernichten.
Das Böse wird schwinden.

Es wird eine Welt, bevölkert von Engeln,
befreit von jeglichen weltlichen Mängeln.
Friedlich wie nie,
und schön wie das Licht.
Mit mir an der Spitze, der Gerechtigkeit spricht.


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Beitrag #2 |

RE: Graue Welt
Ehrlichkeit propagierst du? Gut.
Für ein Prosagedicht zu lyrisch, für ein lyrisches Gedicht zu prosaisch, für ein Gedicht in freier Form zu holprig.
Ein unsauberer Reim verwischt auch noch den letzten Eindruck einer vorher angenommenen Form.
Zitat:Sie mehren sich im weltlichen Schlamm,
Zitat:Und doch rückt der Düsternis Ende heran,
Wenn es irgendeinen Gott gibt, der Armaggedon so ausdrücken würde, dann bin ich dankbar, ihn nicht zu kennen. Denn wenn das gut ist, wo ist dann das Böse?
Da halte ich es doch lieber mit Heine (Deutschland, ein Wintermärchen):

Ein neues Lied, ein bess‘res Lied,
O Freunde, will ich euch dichten:
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrthen, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen

Das mag zwar nicht vollständig realisierbar sein, aber zumindest ist es ein menschenbejahendes und lebenswertes Ziel.


Ninita

Glück ist eine Zuchtpflanze aus Ehrgeiz und Fleiss,
gesät in eine Mischung von Geduld und Beharrlichkteit,
regelmäßig gedüngt mit Humor. (Xelanja)

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Beitrag #3 |

RE: Graue Welt
Hi

Zitat:Ehrlichkeit propagierst du?
Jap

Zitat:Ein unsauberer Reim verwischt auch noch den letzten Eindruck einer vorher angenommenen Form.
Genau Icon_smile. Genial, oder? Wie ich erst den Eindruck einer logischen Form erwecke, und dann mit diesem unreinen Reim alles zu nichte mache. Wie ein Schlag ins Gesicht für den Leser, als würde ich sagen: Nicht einschlafen, da lauern noch Überraschungen auf euch!
Schön, dass es so schön funktioniert hat Icon_smile

Zitat:Wenn es irgendeinen Gott gibt, der Armaggedon so ausdrücken würde, dann bin ich dankbar, ihn nicht zu kennen. Denn wenn das gut ist, wo ist dann das Böse?
Du wärst froh ihn nicht zu kennen? Aber du kennst ihn doch - ich meinte mich Icon_smile
Und genau dein letzter Satz ist der Witz dabei. Gut und Böse ... alles eins, nur auf den Standpunkt kommt es an. Was einer für einen Plan für die perfekte Erlösung hält, ist für den nächsten das Böse und Grauen.

Super - insgesamt hatte mein Gedicht also genau die Wirkung, die ich erziehlen wollte. Ich verstehe deinen Kommentar also als großes Lob. vielen Dank.

Lg, -.-


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Beitrag #4 |

RE: Graue Welt
Und ist es Wahnsinn gleich, so hat es doch Methode ...

Weißt du, was? Gewisse Regelbrüche sollte man erst begehen, wenn man bewiesen hat, dass man die Regeln kennt, die man bricht.
Sonst kommt zu schnell der Verdacht auf, man mantle mit "künstlerischer Freiheit" ganz einfach "ich bin zu faul, mich mit Handwerklichen zu befassen" oder, um den alten Witz zu benutzen:

Schneiderwerkstatt:
"Wenn sie die rechte Schulter ein wenig vorziehen, den Kopf nach links neigen, sich in der Hüfte 20° nach rechts drehen und auf dem linken Bein ein wenig hinken, sitzt der Anzug doch wie auf den Leib geschnitten."
Halbe Stunde später, Straße:
"Schau mal da, der arme Krüppel! aber einen guten Schneider hat er."

Ninita

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Beitrag #5 |

RE: Graue Welt
Ich weiß nicht, wo dein Problem ist.
Ich habe deinen Kommentar doch angemessen beantwortet.

Und dann hast DU angefangen von wegen, ich wäre zu faul, mich mit Handwerklichen zu befassen. Und wenn ich das richtig sehe, unterstellst du mir, diese Stilmittel nicht absichtlich benutzt, sondern nachträglich erfunden zu haben o.O
Frechheit.

Ich tue das nicht oft - aber unter diesen Umständen will ich dich bitten, in Zukunft keine Geschichten oder Gedichte von mir mehr zu kommentieren.

Danke,
-.-


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Beitrag #6 |

RE: Graue Welt
Moin Moin.

*Mod an*
Ich denke, für heute reicht es. Der sich abzeichnende Dialog hat nicht mehr das Gedicht zum Inhalt. Lasst es gut sein und verlegt die Diskussion auf persönliche Nachrichten.

*Mod aus*

LG
D.


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