Es ist: 30-11-2020, 08:40
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Umfrage: Mein persönlicher Favorit für den Monatssieger ist der Text von ...
Adsartha
Porter
Danster
LadydesBlauenMondes
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Fünf Wörter Teil 2 1/2
Beitrag #1 |

Fünf Wörter Teil 2 1/2
Ich zitiere hier einmal Adsartha (jetzt groß geschrieben Icon_wink), die dieses Spiel begonnen hat:

Adsartha schrieb:Hi an alle,
ich habe dieses Spiel in einem anderen Blog gefunden und dachte mir, das wäre was für uns.

Die Regeln sind ganz einfach:
Jeden Monat darf einer (der Sieger?) fünf willkürlich gewählte Wörter nennen. Daraus muss/darf dann eine Kurzgeschichte oder wahlweise auch ein Gedicht gebastelt werden. Die Reihenfolge, in der die Wörter dabei verwendet werden, ist egal, aber es müssen alle drin sein (Einzahl oder Mehrzahl).
Jeder, der Lust hat, ist erwünscht.
Bei Fragen schaut einfach mal in den Anfangsthread oder fragt Icon_wink

Und hier die Wörter für diesen Monat - ich habe gerade kein Wörterbuch zur Hand, deshalb tippe ich blind auf ein paar Wörter eines anderen Buches:

Zwiespalt - schillernd - Tag - Kartoffelernte - Elster

Bin schon gespannt auf eure Werke! Icon_smile

Ich bin ein Fragezeichen
kein Punkt
- Rose Ausländer -

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Beitrag #2 |

RE: Fünf Wörter (Teil 2 1/2)
Was für eine interessante Kombination aus Worten, hat mich gleich inspiriert.


Was für ein herrlicher Tag, dachte sich Detlef, während er zwischen den Blättern eines knorrigen Baumes hockte und die Menschen auf dem Feld bei der Arbeit beobachtete. Die Sonne schien ihm warm aufs Gefieder, und ab und zu fuhr eine leichte Brise über den Hügel und brachte eine angenehme Abkühlung. So lässt es sich leben, beschied er zufrieden, streckte träge seine Flügel und hopste etwas auf der Stelle, weil seine Füße eingeschlafen waren.
Die Ernte der unterirdischen Knollen war für ihn die schönste Zeit des Jahres, denn wann bekam man sein Essen schon mal so einfach auf dem Silbertablett serviert.
Die Menschen buddelten, plackten sich ab und holten neben den ungenießbaren, dicken Wurzeln Leckerbissen aller Art aus dem Boden. Allein bei dem Gedanken an saftige Würmer und knackige Käfer lief ihm das Wasser im Schnabel zusammen, und er plusterte sich aufgeregt auf. Sein Magen gab ein vernehmliches Knurren von sich.
Detlef wollte gerade die Flügel spreizen und zum Lebendbuffet hinüber fliegen, da fiel ihm etwas Glänzendes ins Auge. Ein Ruck ging durch seinen schwarzweißen Körper, und beinahe wäre er vom Ast gefallen. Doch Gott sei dank gelang es ihm gerade noch, sich rechtzeitig zu fangen und seine Krallen in das Holz zu schlagen. Er machte einen halben Salto, flatterte wie wild und saß schließlich wieder – zwar etwas zerzaust, aber sicher - schwer atmend auf seinem Zweig. Er krächzte erleichtert auf und hüpfte dann weiter den Ast entlang um zu sehen, was denn da so schillernd auf dem Boden lag.
Es war eine Taschenuhr - alt und edel. Pures Gold, erkannte Detlef sofort mit Kennerblick. Angezogen flatterte er auf einen tiefer gelegenen Ast. Wahrscheinlich von dem dicklichen Menschen, der in dem nahe gelegenen Haus wohnte, überlegte er sich, während er das Prunkstück betrachtete. So etwas fehlte ihm noch in seiner Sammlung. Ach, was tun, fragte er sich aufgeregt hin und her hüpfend.
Seine dunklen Augen huschten beständig zwischen der Uhr und dem Feld hin und her. Ein Zwiespalt tobte in seinem kleinen Hirn. Sein Verstand trieb ihm zum Feld, zum Essen – schließlich hatte er zu Hause fünf Mäuler zu stopfen. Aber da war auch noch die andere Stimme, der leidenschaftliche Sammler in ihm, der wollte, dass er das Futter, Futter sein ließ und sich auf die Uhr stürzte.
Ach, was soll ich nur tun? Immer aufgeregter hüpfte Detlef auf und ab, ruckte mit dem Kopf von Feld zur Uhr und wieder zurück. Das kleine Herz in der Brust begann zu rasen – immer schneller ...
Als Familie Wosniok schließlich am Abend von der Kartoffelernte zurückkehrte, fanden sie im Gras unter dem alten Apfelbaum ihren Kater Mika, der genüsslich auf einem schwarzweißen Federhaufen herumkaute.
„Die arme Elster!“, rief Frau Wosniok mitleidig und machte sich daran, dem dicken Kater seine Beute abzujagen. Mit wild wehendem Rock rannte sie ihm hinterher.
Mr. Wosniok blickte ihr nur kopfschüttelnd hinterher und bückte sich, um seine Taschenuhr aufzuheben, die er Gras hatte liegen sehen. „Hier bist du also, hab dich schon gesucht“, brummte er. Dann drehte er sich um und ging ins Haus.

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #3 |

RE: Fünf Wörter (Teil 2 1/2)
Die Geschichte spielt im österreichisch-bayerischen Sprachraum, weshalb ich allzu ausführliche Dialoge vermieden habe. Weil es in diesem Sprachraum üblich ist, vor Personennamen den dazu gehörenden Artikel zu setzen (z. B. der Stirner Michi), habe ich mir das manchmal erlaubt. Falls irgendein sprachliches Problem auftritt ...

Schillernd spannte sich der Regenbogen über dem grünen, sonnenbeschienenen Tal. Weit vorne am Horizont trat er ein das bewaldete Halbrund eines niedrigen Hügels. Das silberne Band der Donau, das sich im Osten zwischen hohen Baumbeständen mit dem Regenbogen vereinte und nach Westen hin in mehreren deutlichen Windungen zwischen einigen grasbewachsenen Hängen verlor, lag direkt vor mir. Unten im Tal konnte ich ein kleines Dorf erkennen, umgeben von riesigen in allen Brauntönen leuchtenden Äckern.
Aus dem Dunkel des Waldes war ich hervor getreten, hatte den letzten nassgrünen Buckel erklommen und war wie geblendet gewesen vom glitzernden Zauber des anbrechenden Sommertages. Den gerade durchquerten Fichtenwald im Rücken blickte ich hinab und verharrte unwillkürlich, fasziniert vom Schauspiel der Natur.
Seit vier Wochen war ich nun unterwegs, aus der heimischen Steiermark über die Alpen bis hierher ins bayerische Donaumoos. Bis nach München war ich bei schönstem Wetter weitgehend mit den Pferdekutschen gekommen, die auf den Handelswegen zwischen Deutschland und Österreich zuhauf verkehrten. Von dort aus hatte ich mich überwiegend zu Fuß durch die Wälder und Hügel geschlagen, um rechtzeitig zur Kartoffelernte hier zu sein. Die letzten drei Tage hatte es ununterbrochen geregnet und meine Kleidung war vollständig durchnässt. Die kleine Plane, die mir meine Mutter zum Schutz vor dem Regen mitgegeben hatte, war schon nach dem ersten Tag ziemlich durchlöchert gewesen. Der Wind hatte sie von den Bäumen losgerissen, an die ich sie gebunden hatte und die spitzen Zweige am unteren Stamm der Fichten hatten sie regelrecht aufgespießt und -gerissen. Feucht war auch meine Reisetasche, die das wichtige Kleinod enthielt, das ich im Auftrag vom Stirner Michi, meinem Onkel aus Hautzenbichl, nicht weit von meinem Heimatort Apfelberg, überbringen sollte. Der Michi war nicht mein richtiger Onkel, ich hab ihn nur von Kindesbeinen an so genannt. Der Toni Sonnleitner, sein Cousin, sollte es bekommen. Es war eine in kunstvoller Handarbeit geschnitzte Christopherusfigur, die seit Generationen in der Famile vererbt wurde, um eine gute Kartoffelernte zu bringen. Bisher war das auch immer so gewesen. Doch der Michi war alt und schon schwach. Er sah die jetzt die Zeit gekommen, zu der er die Ikone innerhalb der Familie weitergeben musste. Nur, es gab in der ganzen Gegend, in der ganzen Steiermark und in ganz Österreich keinen einzigen legitimen Verwandten mehr. Der Michi war verzweifelt gewesen und glaubte, den wertvollen Schatz seiner Ahnen an jemand Fremden weitergeben zu müssen. Da kam ihm der Zufall zu Hilfe. In der Scheune nahe des Hühnerstalls, ganz oben im Dachwinkel, hatte im letzten Frühjahr ein Elsternpaar ihr Nest gebaut. Der Michi wollte den Vogel von da vertreiben. So nahe bei seinen Hühnern konnte er diese unberechenbaren Eierfresser nicht gebrauchen. Er stieg deshalb im Inneren der Scheune auf den Boden hinauf, den er, wie er später erzählte, Zeit seines Lebens noch nicht betreten hatte. Neben vielem anderen Gerümpel hatte mein Onkel dort oben eine große Kiste gefunden. Es vergingen mehrere Stunden, bis der alte Michi an diesem Tag wieder zum Vorschein kam. Er trug unter seinem Arm ein verwittertes altes Buch, das er, wie er meinem Bruder Alois und mir erläuterte, in der Kiste gefunden und interessiert durchgeblättert hatte. "Do is a Ahnentafel drin, Buam. Des geht zruck bis zu de Habsburger!", hatte er uns erzählt, "Do gibt's a Linie, de wo bis nach Deutschland nüber reicht, nach Bayern, znächscht bei Ingolstadt. Sonnleitner hoaßn de." Gespannt hatten wir seinen Ausführungen gelauscht und erfahren, dass in der Woche danach ein Lieferung von besonderen Kartoffelsamen eintreffen sollte, die direkt aus dem Donaumoos in der Nähe von Ingolstadt stammten.

Bei dem Kutscher dieser Fracht hatte er sich erkundigt, ob er jemanden namens Sonnleitner aus der Gegend um das Donaumoos herum kenne. Der Fuhrmann hatte sofort mehrere Sonnleitners aus dem Hut gezaubert, aber als der Michi ihm die Geschichte mit der Figur erzählt hatte, konnte er sich erinnern, dass ihm ein Toni Sonnleitner aus Schwetzingen einmal das gleiche Geschehen mitgeteilt hatte. Der Onkel Michi hatte sich narrisch gefreut, der fahrende Händler an diesem Tag einen guten Preis für seine Samen erzielt und ich den ehrenvollen Auftrag erhalten, die Figur zu seinem letzten lebenden Verwandten nach Bayern zu bringen. Ich! Nach Bayern! Wie, in Gottes Namen, sollte ich dahin kommen? Was bitte will ich denn da, es waren seine Verwandten und nicht meine. Mit Engelszungen habe ich versucht, es ihm auszureden, aber ich musste es sein. Der alte Starrkopf! Ein Zwiespalt tat sich in meiner Seele auf, der mich in der Nacht darauf immer wieder aufweckte. Tags darauf fragte ich meine Eltern, wie ich denn reagieren sollte. Die beiden sahen mich traurig an und berichteten, dass der Michi in der vergangenen Nacht überraschend gestorben war. Da halfen alle Bedenken nichts mehr. Ich hatte ihn sehr gemocht, den Michi. Deshalb wollte, ja musste ich ihm diesen letzten Gefallen tun. Mein Vater meinte dann noch, ich solle gleich bei der Kartoffelernte helfen und recht fleißig sein. "De solln nur sehng, dass mir do aa arbatn könna!" Ausgerüstet mit diesem ermunternden Spruch, ein wenig Speisung für unterwegs und der erwähnten Plane von meiner Mutter und mit der säuberlichst verpackten Figur in meiner Tasche begann ich tags darauf meine lange beschwerliche Tour.
Jetzt stand ich hier, auf diesem Hügel und blickte hinunter nach Schwetzingen, wo der Toni Sonnleitner nichts von mir und meiner Order wusste. 'A Misserntn werd er jedenfalls so schnell nimmer habn', dachte ich lächelnd und marschierte los.


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Beitrag #4 |

RE: Fünf Wörter (Teil 2 1/2)
Schön, dass ihr mit den Worten was anfangen könnt Icon_smile

@Adsartha:
Zitat:Was für eine interessante Kombination aus Worten, hat mich gleich inspiriert.
Das Lob freut mich, aber es gebührt nicht mir, sondern dem Zufall und Eva Fischer - ich wusste, in ihrem Buch sind schöne Worte *g* (und zugegeben, einmal hab ich geschummelt und bin von "und" auf "schillernd" weitergerückt Icon_wink)

"Lebendbuffet" ist genial. *grins*
Und dann dein Schock-Ende:

Zitat:Als Familie Wosniok schließlich am Abend von der Kartoffelernte zurückkehrte, fanden sie im Gras unter dem alten Apfelbaum ihren Kater Mika, der genüsslich auf einem schwarzweißen Federhaufen herumkaute.
Boah! O_o Mrgreen ... Du bist ja gemein *lach*

Definitiv eine überraschende Wendung. Icon_wink


@Porter: Interessant, zu was dich die Worte inspiriert haben ...
Gut geschrieben. Und erinnert mich ein wenig an Adalbert Stifter (frag mich nicht, warum Icon_wink).


@Danster: Äxte? Wälder? Das ist ja mal interessant, was du mit Kartoffelernten verbindest.
Und dann schillern die Lieder sogar - soso, ein Synästhetiker Icon_wink ...
*grins* ...


Mhm, mir wurde gerade bewusst, dass ich ja Ende des Monats einen Sieger küren soll O_o ... oje.
Ich glaube, ich werde eine Umfrage erstellen und das Publikum voten lassen. Icon_wink

Ich bin ein Fragezeichen
kein Punkt
- Rose Ausländer -

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Beitrag #5 |

RE: Fünf Wörter (Teil 2 1/2)
Roland befand sich in einem Zwiespalt. Gestern Abend hatte er sich fest vorgenommen seine Steuererklärung zu machen, aber als er heute morgen aufgestanden war, hatte ihm die Sonne fröhlich entgegen gelacht.
Nun hatte er erst recht keine Lust mehr sich mit dem ELSTER (Elektronischesteuererklärung)-Programm auseinander zu setzen. Angeblich sollte man damit seine Erklärung innerhalb von wenigen Minuten erledigen können, aber Roland hatte das Gefühl allein schon zum installieren Stunden gebraucht zu haben. Er seufzte. Heute befand er sich nun wirklich nicht in der Stimmung sich durch die Papierberge seiner Belege zu wühlen. Stattdessen beschloss er einen Spaziergang zu machen.
Fröhlich vor sich hinpfeifend verließ er sein Haus und ging die Straße hinab. Solange bis er sein kleines Heimatdorf verlassen hatte und sich auf einem Feldweg stand. Roland fand, dass es ein perfekter Tag zum Spazierengehen war. Die Sonne brannte vom Himmel, die Vögel zwitscherten und auf den Feldern waren die Bauern fleißig mit der Kartoffelernte beschäftigt. Plötzlich zog etwas seinen Blick auf den Weg vor seinen Füßen. Etwas schillerndes lag vor ihm im Staub. Nein, es schillerte nicht, es glitzerte und funkelte. Roland hob es auf und als er die Finger wieder öffnete, sah er, dass es eine Münze war. Aber keine die er kannte. Wahrscheinlich hatte sie einer dieser ausländischen Gastarbeiter verloren, dachte sich Roland. Gerade hatte er seinen Weg fortgesetzt, als ihm Wolfgang auf einem Fahrrad entgegen kam. Wolfgang hielt an und begrüßte seinen langjährigen Freund. Doch dann erzählte er ihm, dass er eine Münze verloren hätte, auf genau diesem Feldweg. Roland holte, ohne weiter darüber nach zu denken, seinen Fund hervor und zeigte ihn Wolfgang. Dieser war hocherfreut seine Münze wieder zu sehen, schnappte sie sich und fuhr fröhlich mit seinem Fahrrad davon. Der verdutzte Roland blieb allein zurück und quer über seinem Gesicht erschienen in großen, roten Buchstaben die Worte: „Er hätte wohl doch seine Steuererklärung machen sollen!“
Gabi griff zur Fernbedienung und schüttelte den Kopf: „Jetzt macht sogar schon das Finanzamt Werbung.“ Mit einem seufzen schaltete sie den Fernseher aus.

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #6 |

RE: Fünf Wörter (Teil 2 1/2)
@ Danster: Wie passend!!

"Die reinste Provokation ", schrie die blonde Senatorin, als sie RETSNADs neuesten Artikel las. Schon lange war ihr der seltsame Knilch ein Dorn im Auge, weil er die schöne Dynamik der Stadt mit seltsam blöden und beleidigenden Beiträgen zerstörte.
Die anderen Senatoren nickten zustimmend. Ihre Geduld mit dem leidigen Stadtbewohner war langsam aber sicher erschöpft und es wäre eine Lüge gewesen, zu behaupten, dass sie RETSNAD nicht an andere Ende der Welt wünschten - natürlich ohne Laptop und Internetzugang.
Einer der beiden Vorsitzenden sprang auf, den Zeigefinger hoch erhoben und das Gesicht puterrot vor Zorn. "Dieser beständigen Sabotage muss ein für alle Mal ein Ende gesetzt werden", verlangte er und erntete ebenfalls zustimmendes Gemurmel.
"Aber ist das nicht falsch?", meldete die Senatssprecherin Bedenken an. Sie trat vor zum Rednerpult, strich dabei ihr blaues Kostüm glatt und holte dann das städtische Grundgesetz hervor, in dem die Rechte aller Mitbürger verankert waren. Die Worte Redefreiheit, Kreativität und Integrität waren vorne auf dem Einband eingreprägt. "Wollten wir uns nicht nach diesen Grundsätzen richten?", fragte sie in die Runde.
Die Senatoren betrachteten das Buch nachdenklich, bis einer von ihnen sich erhob, kurz gnarfte und dann erklärte: "Wenn RETSNAD sich nicht an diese Grundsätze hält und meint unser Regime durch störende und provokative Beiträge untergrabenvzu müssen, verliert er auch das Recht in unserer Stadt Mitbürger zu sein. Die Freiheit der Rede steht nicht für absolute Narrenfreiheit, Regeln wie Höflichkeit, Bescheidenheit und soziale Integrität müssen beachtet werden."
Der Senatsaal erbebte unter zustimmenden Beifallsbekundungen - Knöchel trommelten auf Tischplatten, Füße stampften auf dem Boden und immer wieder mischten sich bejahende Rufe in den Lärm.

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Beitrag #7 |

RE: Fünf Wörter (Teil 2 1/2)
*applaudiert gar heftig*

... weil das Leben seltsame Wege geht ...

Der Sprung über den eigenen Schatten gelingt leichter,
wenn wir ihn für jemanden wagen,
der Licht in unser Leben bringt.
(unbekannt)

Eine Schattengestalt und ihre Schattengedanken


[Bild: 12.gif]

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Beitrag #8 |

RE: Fünf Wörter (Teil 2 1/2)
Moin zusammen.

*Mod an*
@Danster:
Zitat:Ich sehe mich also nun dazu gezwungen mich selber als Sieger zu küren.
Und ich sehe mich gezwungen dich daran zu erinnern, wer hier das "Sagen" hat. Außerdem kann ich mich nicht erinnern, dass du Moderator geworden bist, also würde ich dir empfehlen zu warten, bis meine geschätzte Kollegin Mira den Sieger kürt.

Ungeachtet dessen ist es erstaunlich zu sehen, wie einige Worte innerhalb weniger Augenblicke in eine Geschichte eingebaut werden können. Dafür mein ...

*Mod aus*
... Respekt!

LG
D.


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Beitrag #9 |

RE: Fünf Wörter (Teil 2 1/2)
@ Dread: Danke.
Ich könnte sogar noch eine Icon_wink
*verstohlen kicher*

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Beitrag #10 |

RE: Fünf Wörter (Teil 2 1/2)
*lol* Bis jetzt habe ich mich ja mit meiner eigenen Stimme zurückgehalten, aber jetzt ... kriegst definitiv du sie, Adsartha Mrgreen

Ich lasse die Abstimmung mal bis Montag laufen. Eingreifen werde ich nur, wenn Schummelverdacht besteht.
Aber es scheint ja, dass sich hier schon jemand einen ordentlichen Vorsprung erschrieben hat Icon_wink ... speziell wenn man berücksichtigt, wie groß die Beteiligung bei solchen Umfragen generell ist. *g*

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- Rose Ausländer -

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