Es ist: 24-10-2020, 20:45
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Feuchtgebiete - Charlotte Roche
Beitrag #1 |

Feuchtgebiete - Charlotte Roche
Buchrückseite:

"Hygiene wird bei mir klein geschrieben."

Nach einer missglückten Intimrasur liegt die 18-jährige Helen auf der Inneren Abteilung von Maria Hilf. Dort widmet sie sich jenen Bereichen ihres Körpers, die gewöhnlich ubmädchenhaft gelten. "Feuchtgebiete" erzählt die wunderbar wilde Geschichte einer ebenso genusssüchtigen wie verletzlichen Heldin.

"Radikal, drastisch und ebenso zart. Ich erninner mich nicht, ein Debüt-Manuskript in der Hand gehabt zu haben, so sicher, so mutig und so voller Gegenwart wie dieses." Roger Willemsen

"Angenehm unzimperlich" Silvia Bevenschen



Nachdem ich in Tübingen war und mir dort in der Wohnung meiner Verwandten der Stern in die Hände gefallen ist, war ich neugierig auf das Buch. Was ist das für ein Buch, was gleichzeitig schockt und fasziniert? In der Buchhandlung "Osiander" hab ich es dann gesehen und als mein persönliches Mitbringsel eingekauft. Hier erstmal eine Leseprobe für euch:

Zitat:Ein lächelnder Pfleger mit Kakadufrisur kommt rein. »Guten Tag, Frau Memel. Mein Name ist Robin. Ich sehe schon, Sie machen sich mit Ihrem Arbeitsmaterial für die nächsten Tage vertraut. Sie werden am Anus operiert, eine sehr unhygienische Stelle, eigentlich die unhygienischste Stelle überhaupt am Körper. Mit den Sachen aus der Kiste können Sie Ihre Wunde nach der OP komplett selber versorgen. Und wir empfehlen Ihnen, sich mindestens einmal am Tag breitbeinig in die Dusche zu stellen und die Wunde mit dem Duschkopf abzuduschen. Am besten so, dass einige Wasserstrahlen auch reingehen. Mit ein bisschen Übung klappt das ganz gut. Die Wunde mit Wasser zu reinigen ist wesentlich weniger schmerzhaft für Sie, als sie mit Tüchern sauberzuwischen. Nach dem Abduschen einfach vorsichtig mit einem Handtuch abtupfen. Und hier habe ich eine Beruhigungstablette, die können Sie jetzt schon nehmen, macht den Übergang in die Vollnarkose weicher, geht gleich los, die lustige Fahrt.«
Diese Informationen sind für mich kein Problem. Mit Duschköpfen verstehe ich mich sehr gut. Und ich weiß genau, wie ich ein paar Wasserstrahlen in mich reinbefördert kriege. Während Robin mich in meinem Rollbett durch Flure schiebt und ich die Neonröhren über mich hinwegsausen sehe, lege ich heimlich die Hand unter der Bettdecke auf meinen Venushügel, um mich vor der Operation zu beruhigen. Ich lenke mich von der Angst ab, indem ich daran denke, wie ich mich schon als ganz junges Mädchen mit dem Duschkopf aufgegeilt habe.
Erst mal habe ich die Strahlen nur von außen gegen meine Muschi geschossen, später die Vanillekipferln hochgehalten, damit ich die Hahnenkämme und den Perlenrüssel mit dem Wasserstrahl treffe. Je fester, desto besser. Das soll richtig zwiebeln. Dabei hat mal der eine oder andere harte Strahl voll in die Muschi reingetroffen. Da hab ich schon gemerkt, dass das genau mein Ding ist. Volllaufen lassen und – genauso geil – alles wieder rauslaufen lassen.
Dafür setze ich mich immer im Schneidersitz in die Dusche, bisschen zurückgelehnt, Po etwas hoch. Dann fummele ich die ganzen Schamlippen zu den Seiten, wo sie hingehören, und schiebe mir ganz langsam und vorsichtig den dicken Duschkopf rein. Dafür brauche ich kein Pjur, weil meine Muschi bei der bloßen Vorstellung, dass ich mich gleich volllaufen lasse, Unmengen von hilfreichem Schleim produziert. Pjur ist das beste Gleitmittel, weil es nicht einzieht und geruchsneutral ist. Ich hasse parfümierte Gleitcremes. Wenn also der Duschkopf endlich drin ist, was wirklich lange dauert, weil ich mich sehr stark auseinanderdehnen muss, drehe ich ihn so, dass die Seite mit den Wasserdüsen nach oben zeigt, also Richtung Gebärmutterhals, -mund, -auge oder wie das da oben heißt, wo ein Mann mit langem Schwanz bei bestimmten Stellungen leicht gegenklopft. Jetzt wird das Wasser stark aufgedreht, ich verschränke die Hände hinterm Kopf – hab ja beide Hände frei, weil die Muschi den Duschkopf selber hält – mache die Augen zu und summe »Amazing Grace«.
Nach gefühlten vier Litern drehe ich das Wasser ab und ziehe ganz vorsichtig den Duschkopf wieder raus, damit so wenig Wasser wie möglich rausläuft. Das brauche ich nachher noch zum Abspritzen. Mit dem Duschkopf klopfe ich so lange meine vom Aufspreizen geschwollenen Vanillekipferln, bis ich komme.
Das geht bei mir meistens sehr schnell – wenn ich nicht gestört werde. Durch das Gefühl, komplett gestopft zu sein, wie jetzt von dem Wasser, schaffe ich das in wenigen Sekunden. Wenn ich gekommen bin, walke ich mit einer Hand feste meinen Unterbauch durch und stecke gleichzeitig alle Finger der anderen Hand tief in die Muschi rein und spreize sie alle auseinander, damit das Wasser nur so rausschießt, genauso wie es reingeschossen ist. Meistens komme ich vom rauslaufenden Wasser gleich noch mal. Das ist für mich eine schöne, erfolgreiche Selbstbefriedigung. Nach so einer großen Wassersause muss ich noch stundenlang viele Schichten Klopapier in meinem Unterhosenschritt türmen, weil bei jeder Bewegung immer wieder stoßweise Wasser rausschießt und in Klamotten so aussähe wie Pipi. Das will ich nicht.
Eine andere Sanitäranlage, die sich hervorragend für so was eignet, ist das Bidet. Das Bidet wurde mir immer von meiner Mutter nahegelegt, um sich nach dem Sex mal schnell untenrum wieder frisch zu machen. Warum sollte ich?
Wenn ich mit jemandem ficke, trage ich doch mit Stolz sein Sperma in allen Körperritzen, an den Schenkeln, am Bauch oder wo der mich sonst noch vollgespritzt hat. Warum immer dieses bescheuerte Waschen danach? Wenn man Schwänze, Sperma oder Smegma ekelhaft findet, kann man’s mit dem Sex auch direkt bleiben lassen. Ich mag es gerne, wenn Sperma auf der Haut trocknet, Krusten bildet und abplatzt.
Wenn ich mit meiner Hand einen Schwanz wichse, achte ich immer darauf, dass etwas Sperma an meinen Händen bleibt. Das kratze ich mit meinen langen Fingernägeln auf und lasse es darunter hart werden, um es später am Tag als Andenken an meinen guten Fickpartner mit den Zähnen unter den Nägeln rauszuknabbern, im Mund damit rumzuspielen, drauf rumzukauen und es nach langem Schmecken und Schmelzenlassen runterzuschlucken. Das ist eine Erfindung, auf die ich sehr stolz bin: Mein Sexandenkenkaubonbon.
Das Gleiche gilt natürlich auch für Sperma, das in der Muschi gelandet ist. Eben nicht mit dem Bidet zerstören! Sondern mit Stolz tragen. In die Schule zum Beispiel. Und Stunden nach dem Sex läuft es als kleine Überraschung warm aus der Muschi raus. Ich bin zwar im Klassenraum, mit den Gedanken aber ganz da, wo das Sperma hergekommen ist. Ich sitze selig lächelnd in meiner warmen Spermapfütze, während der Lehrer vorne über Gottesbeweise spricht. So lässt sich Schule aushalten. Über diese Flüssigkeitsverbindung zwischen meinen Beinen freue ich mich immer sehr und schreibe sofort eine SMS an den Verursacher: Dein warmes Sperma läuft mir grad raus! Danke!
Gedanken zurück zum Bidet. Ich wollte mir noch ausmalen, wie ich mich mit dem Bidet volllaufen lasse. Es bleibt aber keine Zeit mehr dafür. Wir sind jetzt im Voroperationszimmer angekommen. Kann ich mir ja später weiter Gedanken drüber machen. Mein Betäuber ist schon da und wartet auf uns. Er schließt eine Flasche an meinen Armkanal an, hängt sie falsch rum an eine Stange mit Rollen und sagt, ich soll zählen.
Robin, der nette Pfleger, geht weg und wünscht viel Erfolg. Eins, zwei ...


DuMont Buchverlag Presse & PR Amsterdamer Straße 192 50735 Köln

( 0221/224-1840 4 0221/224-


So geht es dann weiter und sie widmet sich noch ganz anderen Themen. Unter anderen redet sie über Bakterien, Urin, Eiter, Sperma und von ihr angewendeten
Selbstbefriedigungspraktiken.

Ich fand das Buch an vielen Stellen sehr eklig, und mir was nicht ganz klar, ob mir von lesen im Auto schlecht war, oder von dem Buch. Mein Ding ist es ganz und gar nicht, und deshalb würde ich gerne mal eure Meinung dazu hören...


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Beitrag #2 |

RE: Feuchtgebiete - Charlotte Roche
Hallo, Amber!

Gelesen habe ich es (noch) nicht, da es mich auch bisher abgeschreckt hat. Ich habe gehört, dass es mit dem Ekel des Lesers spielt.
Das Buch wird ja angepriesen als "neue Offenheit" oder so, aber ich finde es eher bedenklich, da es einfach nur schockieren und ekeln will - mehr sehe ich in dem Buch nicht.

Und durch deine Meinung bin ich noch mehr abgeschreckt als vorher Icon_wink


Grüße,
Isola.


Hast du das Zitat aus dem Buch oder von der Homepage des Verlages? Wenn du es aus dem Buch abgeschrieben haben solltest, musst du es leider löschen, da wir da Schwierigkeiten bekommen könnten, sorry!


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Beitrag #3 |

RE: Feuchtgebiete - Charlotte Roche
Hi Isola,

hab jetzt die Leseprobe von Dumont Verlag reinkopiert. Ist das O.k? Sorry, hab da gestern nicht dran gedacht.


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Beitrag #4 |

RE: Feuchtgebiete - Charlotte Roche
..irks.. das sind Sachen, die niemand wissen können will *angewidert*

ich hab zwar von dem Buch gehört, vorgehabt, es zu lesen, hab ich aber nicht.. und jetzt erst recht nicht..

Krawehl, Krawehl!
Taubtrüber Ginst am Musenhain!
trübtauber Hain am Musenginst!
Krawehl, Krawehl!


"Kunst ist nichts anderes als das Portrait einer Idee." Manfred Kröplein.

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Beitrag #5 |

RE: Feuchtgebiete - Charlotte Roche
Ein unnötiges Buch von einer Frau, die wohl nichts besseres zu tun hat im Leben ...

Mich würde es ehrlich gesagt gar nicht wundern, wenn es ein Verkaufserfolg ist! Was sind schon tolle Romane gegen Bücher, wo oft genug Wörter wie ficken, fingern, Muschi, Schwanz vorkommen? Das ist ja weder eklig noch sexgeil, sondern wie es der Willemsen so schön schildert "mutig"...

Was ich geil finde: Nichtmal die Amazon-Rezensionen sind positiv!


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Beitrag #6 |

RE: Feuchtgebiete - Charlotte Roche
@ Holy: Ich denke nicht mal, dass es dabei um den Inhalt an sich geht, sondern dieses "Alle lesen das Buch, ich will mitreden können, wie eklig es ist.". Das ist eben ein typisches Phänomen ...

Trotzdem werde ich vielleicht mal einen Blick reinwerfen, aber kaufen würde ich mir so etwas auf keinen Fall, dafür wäre mir das Geld wirklich zu schade (mal ganz davon abgesehen, dass ich mir sowieso fast nie Bücher über der magischen 10er-Grenze kaufe).


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Beitrag #7 |

RE: Feuchtgebiete - Charlotte Roche
Hi,

und danke für die Leseprobe.

"Sexandenkenkaubonbon"

"Dein warmes Sperma läuft mir grad raus! Danke!"

Ja, was sagt man dazu? Ich habe mich jedenfalls totgelacht. Etwas widerlich, das Ganze. Aber ich bin sicher, den einen oder anderen interessiert das wirklich. Ich bin dafür glaube ich zu gesittet. Da ziehe ich mir lieber Pornos rein. Icon_lachtot

Aber mal im Ernst: Hat das Ding ne FSK-Freigabe? Für Kinder ist das nicht unbedingt etwas, denke ich.

Und der Erfolg, trotz Aufschrei und Kritik, ist klar: Es polarisiert. Und was polarisiert, wird gelesen. Das ist Gesetz.


Liebe Grüße: Rorschach-Phoenix


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Beitrag #8 |

RE: Feuchtgebiete - Charlotte Roche
Typisches Designer-Buch: junge, hübsche Autorin, Erstlingswerk, Inhalt der Schocken soll. Was sie schreibt, haben aber auch schon Autoren vor fünfzig Jahren ähnlich erzählt. Nur ist ihre Sprache wenig ausgereift und eher platt. Wohl etwas für Leute, die Bücher nach Bestsellerlisten kaufen.
Ein unnötiges Buch einer Autorin, die nie zur Schriftstellerin werden wird.


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Beitrag #9 |

RE: Feuchtgebiete - Charlotte Roche
Irgendwie erinnert mich das Ganze an "Das sexuelle Leben der Catherine M.", das zu seiner Zeit ganz Frankreich schockte ... Habe das Buch mal aus Neugier angefangen, aber dann abgebrochen, weil es mich zu sehr angewidert hat.


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Beitrag #10 |

RE: Feuchtgebiete - Charlotte Roche
Ich bemüh mich auch das Buch ganz schnell loszuwerden, und hab es gleich bei ebay reingestellt.... so wie es aussieht wollen es wirklich noch andere lesen...mein Glück!! So bekomm ich wenigstebs etwas von dem verlorenem Geld wieder.


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