Es ist: 27-10-2020, 13:28
Es ist: 27-10-2020, 13:28 Hallo, Gast! (Registrieren)


Roter Regen
Beitrag #21 |

RE: Roter Regen
Huch, scon über ein Jahr her? Da die Spielewiese gerade regen Besuch erlebt, aktiviere ich diese Geschichte einmal wieder. Also wer will, ergänze ein bis zwei, oder auch drei, wenn es nötig ist. Icon_wink Einzige Auflage: Die Geschichte muss in sich einen Sinn ergeben!!

Kayleena starrte benommen auf ihre Hände hinunter. Zähe Tropfen, warm und rot, rannen über ihre zitternden Finger und perlten auf die scherbenübersäte Erde. Es war nicht ihr Blut, sondern das all derer, die für sie gefallen waren. Ihr Leben hatten sie riskiert - und verloren.
So viele, seufzte sie und sank schluchzend zu Boden, krümmte sich unter der Last, die ihre Seele quälte. Sie spürte nicht die Kälte, die der frostige Wind mit sich brachte und ihren geschundenen Körper umwehte, durch die verklebten Haare strich und den Gestank der Kadaver in ihre Nase trug.
Plötzlich vernahm Kayleena ein leises Geräusch, ein Rascheln, das sich wie aus weiter Ferne durch die Mauer ihrer Gedanken drängte. Die aufkeimende Angst unterdrückend drehte sie sich langsam um und warf einen Blick auf das kleine Wäldchen, das sich in ihrem Rücken befand.
Sie nahm einen Schatten wahr, der sich ihr unaufhaltsam näherte. Sie probierte sich aufzurichten, brach aber mit einem Aufschrei wieder zusammen als sich ihre Handflächen in die Scherben gruben.
Langsam schälte sich eine geduckte Gestalt aus dem Schatten der Bäume. Licht fiel auf das verhärmte Gesicht des Mannes, und als Kayleena ihn erkannte, stieß sie ein japsendes Keuchen aus.
"Nicht du auch," flüsterte sie kaum hörbar, bevor sie verzweifelt in die Knie brach und ihren Gegenüber fassungslos anstarrte. "Alle anderen, aber nicht du auch noch!" Der Mann deutete ein Lächeln an, doch es geriet mehr zu einer grausamen Grimasse.
"Fass mich nicht an!", schrie Kayleena, als er eine verkrümmte Hand nach ihr ausstreckte.
Sie versuchte, zurückzuweichen, doch es war bereits zu spät - die Finger des Mannes trafen auf ihre Haut.
Ein Ruck lief durch seinen ausgemergelten Körper. Seine Finger krallten sich in ihrer Haut fest, sie versuchte sich loszureißen, aber brach mit einem Stöhnen wieder zusammen.
Ein scharfes Brennen schoss durch ihren Körper, bahnte sich einen Weg nach draußen und entlud sich in einem gleißendem Blitz, der den alten Mann von seinen Füßen riss.
Mehrere Meter flog er durch die Luft, ehe er mit einem dumpfen Schrei auf dem Boden aufschlug, weiterschlitterte und schließlich zwischen zwei toten Berserkern liegenblieb.
Ungläubig starrte Kaileena auf ihre Hände, erschrocken über das eben Erlebte. Was war DAS?, dachte sie und warf einen vorsichtigen Blick auf Jarif, den sie soeben von den Beinen gerissen hatte.
Umständlich stemmte sie sich auf die Füße, und zu ihrer eigenen Überraschung gelang es. Gedankenverloren wischte sie ihre blutverschmierten Hände an ihrem Kleid ab, diese Hände, die Unvorstellbares getan hatten. Sollte ihr Opfer doch nicht umsonst gewesen sein?, dachte sie bei sich. Die Luft anhaltend ließ sie ihren Blick über die Ebene vor sich gleiten, die im Licht der Dämmerung trügerisch friedlich aussah. Sie konnte sich nicht mehr erinnern, wie es zu all diesen Geschehnissen kommen konnte, doch sie wusste, dass sie allein die Aufgabe hatte, etwas zu verändern.
Plötzlich wurde sie sich bewusst, woran sie sich gerade die Hände abgewischt hatte, und sie blickte ungläubig an sich herab. Ein Kleid? Ein verdammtes Kleid? Was ist mit meiner Rüstung passiert?!

Jarif lachte. Hohl klang es, schüttelte seinen ausgemergelten Körper, trotzdem wirkte er alles andere als schwach, als er sich erhob und seine Schattenaugen auf sie richtete.

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #22 |

RE: Roter Regen
"Du weißt nichts, Kleine."
Kayleena stöhnte auf, als sie die Anzeichen erkannte, die Jarif zeichneten. Untot!

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #23 |

RE: Roter Regen
*lach* (Sorry, der musste sein.) Erst Berserker, nun Untote.
Ich bin gespannt, ob sich Kayleena in eine Alice verwandelt und sage mal nichts, weise stattdessen nur darauf hin, die bisherige Handlung nicht aus den Augen zu verlieren. Icon_wink
Vielleicht schafft ihr es ja noch, Aliens einzubauen?

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
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Beitrag #24 |

RE: Roter Regen
Die Berserker liegen doch nur gestorben in der Gegend, von Jarif war nie die Rede ... oder? Wenn ja, tut es mir leid! Ich fand es nur so passend, wenn da jemand auf dem Schlachtfeld rumrennt und sie erschreckt ...

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
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Beitrag #25 |

RE: Roter Regen
Hi Trin!
Jarif ist der alte Mann, den Kayleena gerade mit Hilfe (magischer?) Kräfte vom Boden gerissen hat.

Zitat:Ungläubig starrte Kaileena auf ihre Hände, erschrocken über das eben Erlebte. Was war DAS?, dachte sie und warf einen vorsichtigen Blick auf Jarif, den sie soeben von den Beinen gerissen hatte.


Aber das ist nicht so gravierend, vielleicht können wir eine neue Art von Untoten kreieren?

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Beitrag #26 |

RE: Roter Regen
Ich meinte nur, dass Jarif kein Berserker ist. Ich stelle mir das so vor, dass er eigentlich jappsend auf dem Boden liegen müsste, zwischen all den Toten, aber er nur so hohl lacht und komische Sachen sagt ... Untot eben.

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
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Beitrag #27 |

RE: Roter Regen
Okay, dann einigen wir uns, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Icon_wink Solange keiner aus Jarif einen Zombie macht, der Kayleena essen wil, bin ichs zufrieden.

So, und weil wir eine Weile diskutiert haben, hier nochmal der Text für den Überblick.
(Bitte beim Schreiben nicht vergessen, dass Kayleenas Rüstung verschwunden ist. Vielleicht kann man das mit einbeziehen in Jarifs wörtliche Rede?)

LG und viel Vergnügen
Addi



Kayleena starrte benommen auf ihre Hände hinunter. Zähe Tropfen, warm und rot, rannen über ihre zitternden Finger und perlten auf die scherbenübersäte Erde. Es war nicht ihr Blut, sondern das all derer, die für sie gefallen waren. Ihr Leben hatten sie riskiert - und verloren.
So viele, seufzte sie und sank schluchzend zu Boden, krümmte sich unter der Last, die ihre Seele quälte. Sie spürte nicht die Kälte, die der frostige Wind mit sich brachte und ihren geschundenen Körper umwehte, durch die verklebten Haare strich und den Gestank der Kadaver in ihre Nase trug.
Plötzlich vernahm Kayleena ein leises Geräusch, ein Rascheln, das sich wie aus weiter Ferne durch die Mauer ihrer Gedanken drängte. Die aufkeimende Angst unterdrückend drehte sie sich langsam um und warf einen Blick auf das kleine Wäldchen, das sich in ihrem Rücken befand.
Sie nahm einen Schatten wahr, der sich ihr unaufhaltsam näherte. Sie probierte sich aufzurichten, brach aber mit einem Aufschrei wieder zusammen als sich ihre Handflächen in die Scherben gruben.
Langsam schälte sich eine geduckte Gestalt aus dem Schatten der Bäume. Licht fiel auf das verhärmte Gesicht des Mannes, und als Kayleena ihn erkannte, stieß sie ein japsendes Keuchen aus.
"Nicht du auch," flüsterte sie kaum hörbar, bevor sie verzweifelt in die Knie brach und ihren Gegenüber fassungslos anstarrte. "Alle anderen, aber nicht du auch noch!" Der Mann deutete ein Lächeln an, doch es geriet mehr zu einer grausamen Grimasse.
"Fass mich nicht an!", schrie Kayleena, als er eine verkrümmte Hand nach ihr ausstreckte.
Sie versuchte, zurückzuweichen, doch es war bereits zu spät - die Finger des Mannes trafen auf ihre Haut.
Ein Ruck lief durch seinen ausgemergelten Körper. Seine Finger krallten sich in ihrer Haut fest, sie versuchte sich loszureißen, aber brach mit einem Stöhnen wieder zusammen.
Ein scharfes Brennen schoss durch ihren Körper, bahnte sich einen Weg nach draußen und entlud sich in einem gleißendem Blitz, der den alten Mann von seinen Füßen riss.
Mehrere Meter flog er durch die Luft, ehe er mit einem dumpfen Schrei auf dem Boden aufschlug, weiterschlitterte und schließlich zwischen zwei toten Berserkern liegenblieb.
Ungläubig starrte Kaileena auf ihre Hände, erschrocken über das eben Erlebte. Was war DAS?, dachte sie und warf einen vorsichtigen Blick auf Jarif, den sie soeben von den Beinen gerissen hatte.
Umständlich stemmte sie sich auf die Füße, und zu ihrer eigenen Überraschung gelang es. Gedankenverloren wischte sie ihre blutverschmierten Hände an ihrem Kleid ab, diese Hände, die Unvorstellbares getan hatten. Sollte ihr Opfer doch nicht umsonst gewesen sein?, dachte sie bei sich. Die Luft anhaltend ließ sie ihren Blick über die Ebene vor sich gleiten, die im Licht der Dämmerung trügerisch friedlich aussah. Sie konnte sich nicht mehr erinnern, wie es zu all diesen Geschehnissen kommen konnte, doch sie wusste, dass sie allein die Aufgabe hatte, etwas zu verändern.
Plötzlich wurde sie sich bewusst, woran sie sich gerade die Hände abgewischt hatte, und sie blickte ungläubig an sich herab. Ein Kleid? Ein verdammtes Kleid? Was ist mit meiner Rüstung passiert?!
Jarif lachte. Hohl klang es, schüttelte seinen ausgemergelten Körper, trotzdem wirkte er alles andere als schwach, als er sich erhob und seine Schattenaugen auf sie richtete.
"Du weißt nichts, Kleine."
Kayleena stöhnte auf, als sie die Anzeichen erkannte, die Jarif zeichneten. Untot!

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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