Es ist: 26-09-2021, 13:41
Es ist: 26-09-2021, 13:41 Hallo, Gast! (Registrieren)


Literarisches Tagebuch
Beitrag #311 |

RE: Literarisches Tagebuch
Ode an das Geld

Geld
regiert die Welt
bleibt es mir verwehrt
lebt es sich zwar unbeschwert
doch der Krankheit ew`ge Tücken
zwischen mir die Krücken
es fehlt das Bett, Essen, Trinken,
sie wollen mir nicht winken
ich lebe nicht in Saus und Braus
hab´ mein Auto, auch ein Haus
von meiner Frau die Liebe
2 Kinder als Folge meiner Triebe
ich bin der Ernährer
und Luxusgewährer


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Beitrag #312 |

RE: Literarisches Tagebuch
Kämpfen
Das muss jeder
Einmal

Zweimal

Dreimal

Stärkt es dich? Schwächt es dich?
Resignierst du?

Weil mein Schatten auch nur ich selber bin.

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Beitrag #313 |

RE: Literarisches Tagebuch
Manchmal muss man lernen
Dass der andre einem nicht leid tun muss

Sondern man sich selbst einfach wertschätzen

Weil mein Schatten auch nur ich selber bin.

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Beitrag #314 |

RE: Literarisches Tagebuch
Endlich frei


Fühlt sich so atmen an?
Nicht ganz

Aber ich bin auf dem Weg dahin

Und das zählt alles

Weil mein Schatten auch nur ich selber bin.

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Beitrag #315 |

RE: Literarisches Tagebuch
Die Uhr schlägt einsam ins Leere
Herzen sind schwer
Die Engel sind am Verlieren
Zu beten lohnt sich nicht mehr

Einer steht auf dem Dach
Schreit wirre Reden hinaus
Verbeugt sich tief und schweigt dann
Der Regen spendet Appplaus

(...)

Ich bin ein Satellit
Bleibe niemals stehn
Umkreisen und warten
Quelle der Manie

Ich bin ein Satellit
Der nicht näher kommt
Nur betrunkene Sehnsucht
Und hin und wieder der Mond

- Fliehende Stürme: "Satellit"


--------------------------------------------------------------------------------------------
Dieses Bild vom verwirrten Redner auf dem Dach flasht mich jedes Mal wieder.
Ich dachte ich teile es heute mit euch Icon_smile


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Beitrag #316 |

RE: Literarisches Tagebuch
Tag der Stille

Schneller und schneller dreht sich die Welt
stolpert
über ihren eigenen Atem
rast rastlos
erbarmungslos
über alle Gedanken
ein weiterer Panzer
über Leichen.

Doch heute bleibt
das Fenster geschlossen
verbarrikadiert alle Türen.

Kein Atemzug
kein Schuss
kein Schlag und
keine Schlagzeile
dringen hier herein.

Allein in der Stille:
Wo die Uhr
dem Fluss der Zeit weicht
und fremder Marsch
schlurfenden Sohlen.

Allein in der Stille:
das Eigene wagt sich wieder
aus dem Untergrund
streckt es
Fühler
ins Licht.

Allein in der Stille:
höre ich mich singen
sanft begleitet
vom Geräusch
fliehender Stürme.

Allein in der Stille:
sammle ich mich
zum Tanz
auf Barrikaden.


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Beitrag #317 |

RE: Literarisches Tagebuch
Tanzen
Einfach nur tanzen
Durch den Regen
allein?
entfernt - zu zweit?


Tanzen
Einfach nur tanzen
Die Welt stand still
Ich konnte die Trommeln
Deines Herzens hören

Weil mein Schatten auch nur ich selber bin.

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Beitrag #318 |

RE: Literarisches Tagebuch
All that is left
is the wave of sadness 
rolling over me, after fighting with you
again

Weil mein Schatten auch nur ich selber bin.

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Beitrag #319 |

RE: Literarisches Tagebuch
DdEs beschäftigt mich. Das Gefühl, dass ich diese Brücke nicht überqueren kann. Vielleicht habe ich zu sehr anderer Leute Meinungen in mir, doch ich merke wie diese Bereitschaft, dieses regelrechte Feiern, und vor allem dieses, auch Kinder, mich beschäftigen ... klar, muss ich manchmal nachdenken, was ist meine Meinung und was nicht, habe ich überhaupt schon eine? Doch es bricht mir das Herz uns so zu sehen. Mich, meine eigenen Freunde. Alle. Die Welt ist gespalten, bei diesem Thema allgemein, und ich sitze mitten drin und tu mir schwer.

Was das Erbgut betrifft, und die Aussage dieses Mannes, der den nächsten Stoff auf den Markt bringen möchte, doch selber Dinge sagt, die das ganze noch nicht so gut, noch recht risikoreich, erscheinen lässt. Das alles bringt mich zum Zweifeln. Und ich merke, ich möchte, das es vorbei ist. Maskenbefreit muss nicht überbewertet werden. Doch das Gefühl das man hat, wenn man allein so im Bus sitzt, oder bei der Arbeit im Verkaufsraum steht, im Café ansteht und nicht weiss was man jetzt tun soll - ständig den Gedanken an Kontrolleure oder Polizei im Kopf, nicht wissend wie diese auf meine Probleme reagieren - DAS macht mir Angst. Bzw. dieses Gefühl ist real, und mega unangenehm. Man wird nervös, grundlos, steht ständig unter Strom - und weiss nicht was man tun soll. Ich hätte nicht gedacht, dass es mich so beschäftigt. Hätte nicht gedacht, dass ich mich wie jemand fühle, der bei irgendwas erwischt wird, obwohl er alles hat abklären lassen auf ärztlicher Ebene und gelassener sein sollte. Sollte. Aber nein. Man sitzt da und hat Angst, dass man kontrolliert wird. Dass der "Wisch" nicht gilt, man gerügt wird, weil man das falsche trägt. Ich hasse dieses Gefühl.
Sieht so meine Zukunft aus? Krankenakte offen legen, jedes mal aufs Neue?
Ja. Ich werde nachdenklich bei vielem. Auch bei meinen Leuten. Man will tolerant sein, weil man dies auch vom andern möchte. Und doch, ist da diese Kluft.
Es macht mich traurig. Und ich glaube, ich habe nicht gedacht, dass all dies solche Ausmaße annimmt und die Menschen mitmachen würden.
Es ist wohl ein jeder gefangen. In sich und dem Versuch, das richtige zu tun.
Ich will diese Kluft nicht mehr.

Weil mein Schatten auch nur ich selber bin.

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