Es ist: 26-09-2022, 19:08
Es ist: 26-09-2022, 19:08 Hallo, Gast! (Registrieren)


Literarisches Tagebuch
Beitrag #311 |

RE: Literarisches Tagebuch
Ode an das Geld

Geld
regiert die Welt
bleibt es mir verwehrt
lebt es sich zwar unbeschwert
doch der Krankheit ew`ge Tücken
zwischen mir die Krücken
es fehlt das Bett, Essen, Trinken,
sie wollen mir nicht winken
ich lebe nicht in Saus und Braus
hab´ mein Auto, auch ein Haus
von meiner Frau die Liebe
2 Kinder als Folge meiner Triebe
ich bin der Ernährer
und Luxusgewährer


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Beitrag #312 |

RE: Literarisches Tagebuch
Kämpfen
Das muss jeder
Einmal

Zweimal

Dreimal

Stärkt es dich? Schwächt es dich?
Resignierst du?

Weil mein Schatten auch nur ich selber bin.

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Beitrag #313 |

RE: Literarisches Tagebuch
Manchmal muss man lernen
Dass der andre einem nicht leid tun muss

Sondern man sich selbst einfach wertschätzen

Weil mein Schatten auch nur ich selber bin.

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Beitrag #314 |

RE: Literarisches Tagebuch
Endlich frei


Fühlt sich so atmen an?
Nicht ganz

Aber ich bin auf dem Weg dahin

Und das zählt alles

Weil mein Schatten auch nur ich selber bin.

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Beitrag #315 |

RE: Literarisches Tagebuch
Die Uhr schlägt einsam ins Leere
Herzen sind schwer
Die Engel sind am Verlieren
Zu beten lohnt sich nicht mehr

Einer steht auf dem Dach
Schreit wirre Reden hinaus
Verbeugt sich tief und schweigt dann
Der Regen spendet Appplaus

(...)

Ich bin ein Satellit
Bleibe niemals stehn
Umkreisen und warten
Quelle der Manie

Ich bin ein Satellit
Der nicht näher kommt
Nur betrunkene Sehnsucht
Und hin und wieder der Mond

- Fliehende Stürme: "Satellit"


--------------------------------------------------------------------------------------------
Dieses Bild vom verwirrten Redner auf dem Dach flasht mich jedes Mal wieder.
Ich dachte ich teile es heute mit euch Icon_smile


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Beitrag #316 |

RE: Literarisches Tagebuch
Tag der Stille

Schneller und schneller dreht sich die Welt
stolpert
über ihren eigenen Atem
rast rastlos
erbarmungslos
über alle Gedanken
ein weiterer Panzer
über Leichen.

Doch heute bleibt
das Fenster geschlossen
verbarrikadiert alle Türen.

Kein Atemzug
kein Schuss
kein Schlag und
keine Schlagzeile
dringen hier herein.

Allein in der Stille:
Wo die Uhr
dem Fluss der Zeit weicht
und fremder Marsch
schlurfenden Sohlen.

Allein in der Stille:
das Eigene wagt sich wieder
aus dem Untergrund
streckt es
Fühler
ins Licht.

Allein in der Stille:
höre ich mich singen
sanft begleitet
vom Geräusch
fliehender Stürme.

Allein in der Stille:
sammle ich mich
zum Tanz
auf Barrikaden.


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Beitrag #317 |

RE: Literarisches Tagebuch
Tanzen
Einfach nur tanzen
Durch den Regen
allein?
entfernt - zu zweit?


Tanzen
Einfach nur tanzen
Die Welt stand still
Ich konnte die Trommeln
Deines Herzens hören

Weil mein Schatten auch nur ich selber bin.

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Beitrag #318 |

RE: Literarisches Tagebuch
All that is left
is the wave of sadness 
rolling over me, after fighting with you
again

Weil mein Schatten auch nur ich selber bin.

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Beitrag #319 |

RE: Literarisches Tagebuch
Ich will nichts mehr damit zu tun haben.
Mit euch, die alles untergraben
Und die andern, die vor Angst eingeh'n, berechtigt, während sie dem Untergang ihrer Welt entgegen seh'n.
Ich will es nicht mehr seh'n, kann's nicht versteh'n, wie Freunde zu Feinde werden, als lauschte ich Geschichten, von damals in Kroatien.
Sich alles wandelt,
Ich nicht mehr weiss, wohin ich gehöre, zu wem ich gehöre, und was ich tun soll. Lasst mich alleine, alleine mit meinem Groll, bevor ihn nutzlos jemand anders spürt, womöglich jemand noch schürt, kanns nicht mehr sehen, diese Taten, diese Worte, ich gehöre zur Menschheits Sorte. Zu wem auch sonst.
Wollte dir die Hand nur reichen, gemeinsam durchs Felde streichen, uns die Welt gestalten wie wir sie wollten, sollten, Hand in Hand, wo niemandes Finger sind verbrannt, vom unendlichen Versuchen, endlich anzukommen.

Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Eure bösen Blicke sehen, die Haut spüren, wie sie zuckt, vor Angst, nicht wissend, was als nächstes kommt. Wo ist der Friede hin? Und unsre Köpfe? Waren wir vor kurzem noch nicht alle klug und tolerant, wann hast du dich zum letzten mal im Spiegel erkannt?
Ich, schon lange nicht mehr. Zu sehr, hat all dies genagt, gejagt und mich verfolgt. Bin kein Opfer, will auch kein Täter sein. Lasst es sein, lasst es sein.
Ich will doch nur Frieden haben. Diese alte Welt hinter mir begraben, neu geboren, aus der Asche, glücklich und keinen Cent in der Tasche. Die Vögel singen, das Grün mischt sich mit Beton, ausgewogen, böse Zungen sind längst ausgeflogen.
Aufs Gleichgewicht kommt es an. Haltet inne eine Weile, und lasst euch nicht reissen, weder nach links noch rechts,  seht dem Menschen in die Augen und vergesst - nicht, wer ihr einst gewesen seid. 

Weil mein Schatten auch nur ich selber bin.

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