Es ist: 17-01-2020, 16:24
Es ist: 17-01-2020, 16:24 Hallo, Gast! (Registrieren)


Die Götter der Germanen - Teil 3
Beitrag #1 |

Die Götter der Germanen - Teil 3
Ohne Hast griff der Mann nach dem klingelnden Telefon auf dem sauberen Schreibtisch. Nur eine Akte lag aufgeschlagen vor ihm.
„Ja?“
„Tyr und Wotan!“
Die Antwort kam zögernd, so als müsste sich der Sprecher davon überzeugen, dass er allein sei. Vielleicht musste er sich erneut überzeugen.
„Loki und Hel.“
„Der Transport ist schiefgelaufen!“, knirschten die Worte aus dem Hörer.
„Was?“
„Der Fahrer hatte einen Unfall und das Begleitkommando hat die Polizei informiert. Unser Mann konnte uns nicht schnell genug erreichen!“
„Weiter!“
„Ein Kommissar der Kripo Wittenberg kam und hat die ganze Sauerei gesehen. Er vermutet etwas hinter der Leiche.“
„Womit er wohl nicht ganz unrecht hat!“, lachte der Mann hinter der beinahe leeren Schreibtischplatte.
„Dann kam einer ihrer Männer und wollte ihm den Fall wegnehmen. Der Kripo-Mann, Hahn, Walter Hahn, hat den Fall aber nicht hergegeben. Ihr Mann musste unverrichteter Dinge abziehen.“
„Mit dem muss ich wohl ein paar Takte reden. Wer war der Mann?“
„Ahlers, Sturmbannführer Ahlers. Sagt, er hätte einen Auftrag vom SS-Hauptamt. Hat ihm trotzdem nichts genutzt.“
„Sturmbannführer Ahlers?“ Der Mann hinter dem Schreibtisch schwieg. „Ich kenne keinen Ahlers. Jedenfalls keinen Sturmbannführer. Und alle Aufträge vom Hauptamt gehen über meinen Tisch, bevor sie an eine meiner Dienststellen weitergeleitet werden. Verdammt! Was ist da am Kochen?“, fragte der Mann und lehnte sich sinnend in seinem Stuhl zurück.
„Woher soll ich das wissen, ihr Mann war doch dort, fragen Sie doch den. Mein Mann hat sich klugerweise so abseits wie möglich gehalten.“
„Keiner meiner Männer heißt Ahlers“, fauchte der Mann am Schreibtisch in die Sprechmuschel aus schwarzem Bakelit, fuhr dann fort:
„Gut. Irgendwelche Vorschläge?“
„Sie organisieren die Leiche. Das könnt Ihre Geheimen Jungs doch so gut.“
„Im Leichen organisieren ist Ihr Amt ja wohl um hunderttausende besser“, lachte der Mann hinter dem Schreibtisch respektlos in den Hörer zurück.
„Werden Sie nicht unverschämt!“
Wie brüskiert sein Gesprächspartner war, interessierte den Mann hinter dem Schreibtisch nicht. Er war nur an der Lösung dieses Problems interessiert.
„Weiter! Sie bringen diesen Hahn zum Schweigen“, sagte der Mann.
„Und wie?“
„Stellen Sie sich nicht so an. Lassen Sie sich was einfallen. Lassen sie ihn versetzen! Nach Stalingrad am besten!“ Der Mann hinter dem Schreibtisch lachte gehässig.
„Und Sie?“
„Wir kümmern uns um diesen ominösen Ahlers und die Leiche! Heil Hitler!“, schloss der Mann hinter dem Schreibtisch das Gespräch und legte auf, bevor sein Gesprächspartner den Gruß erwidern konnte. Der Mann in der Uniform eines SS-Gruppenführers lehnte sich in seinem Sessel hinter dem Schreibtisch zurück und starrte sinnend an die Decke.

Hahn schloss die Tür zu seinem Büro hinter sich, nachdem er sich davor stampfend den Schnee von den Stiefeln getreten hatte. Er sah auf den gusseisernen Ofen. Natürlich war das Feuer mangels Nahrung erloschen und Kälte hatte die Gemütlichkeit während seiner Abwesenheit vertrieben. Noch zwei Stunden, dann würde die Ablösung von der Nachtschicht kommen und er könnte sich zu Hause im Bett verkriechen.
Er sah sich um, zündete dann den Ofen wieder an, um etwas gegen die Kälte zu tun.
Ein kleiner Raum, der vor dem Krieg das letzte Mal gestrichen worden war, zwei alte Schreibtische, voll mit Akten, Memoranden und Anweisungen. Obwohl sein Schreibtisch, verglichen mit dem von Kamenz, seinem Kollegen, der mit ihm das Büro teilte und diese Woche Frühschicht hatte, als sauber und aufgeräumt bezeichnet werden konnte.
In letzter Zeit waren viele gute, kriegsverwendungsfähige Assistenten und niedere Ränge der Kripo und anderer Dienststellen eingezogen und nur teilweise durch ungeschulte, mangelhaft ausgebildete und kriegsuntaugliche Männer ersetzt worden. Hahn führte die Unordnung auf seinem Schreibtisch hauptsächlich auf diesen Umstand zurück. Alles musste er jetzt selbst erledigen, Akten an- und ablegen, auf der alten Adler-Schreibmaschine Protokolle tippen, Assistentenarbeit eben.
Die totale Unordnung auf Kamenz Schreibtisch lag natürlich an dessen offensichtlicher Faulheit, über die Hahn nur den Kopf schütteln konnte. Wie konnte ein Volksgenosse, und noch dazu einer mit Kamenz Position, sich in diesen Zeiten so verhalten? Aber er hatte schon immer etwas an Kamenz Linientreue gezweifelt.
Mittlerweile brannte das kleine Feuer im Ofen und bald würde es wenigstens etwas wärmer werden.
Aufseufzend setzte er sich auf den unbequemen Stuhl, nahm ein Blatt zur Hand und begann damit, das Wenige, das er bis jetzt wusste, aufzuschreiben.
Bis die Tür aufflog und an den am Boden festgeschraubten Stopper knallte.
„Heil Hitler!“, grüßte Voecks, stürmte ins Büro, schlug die Tür hinter sich zu, ging bis zum Fenster und drehte sich dann um, und blieb gerade stehen, ohne sich an die Fensterbank zu lehnen.
Hahn sah da, wo Voecks Stiefel aufgetreten waren, Schnee auf den Dielen liegen und in kurzer Zeit würden sich Pfützen auf dem Holz bilden. Von den Schneespuren aufsehend sah Hahn seinem Chef überrascht ins Gesicht. Mit seinem Auftauchen hatte Hahn nicht gerechnet.
„Hahn, was soll das? In welches Wespennest haben Sie jetzt wieder gestochen?“, fragte der lange, hagere Voecks, Leiter der Kripo-Dienststelle Wittenberg.
„Was?“
„Tun Sie nicht so, Hahn! Haben Sie den Vorfall mit dem Standartenführer, der Devisen verschoben hat, schon vergessen? Ich habe Sie damals mit rauspauken müssen und wenn Nebe nicht gewesen wäre, würden Sie jetzt eine Kompanie an der Ostfront führen. Das haben Sie nur mir zu verdanken, weil ich und Nebe zusammen auf der Polizeischule waren. Noch kein Jahr ist der Vorfall her! Und heute? Eben ruft mich einer aus dem SS-Hauptamt an und fragt, warum Sie diesen Fall nicht sofort an die Geheimen abgegeben haben. Ich bin gar nicht zu Wort gekommen. Als er mich zur Sau gemacht hatte, legte der Kerl auf. Ich bin froh, wenn ich mit denen nichts zu tun habe und denke mir: Natürlich, der Hahn hat Dienst, der ist wieder dabei. Ich dreh mich gerade wieder zu meiner Frau als der nächste Anruf kommt.“ Voecks hatte sich in Rage geredet und schrie Hahn jetzt an, der ihn trotz allem gleichmütig betrachtete. Hahn kannte seinen Vorgesetzten zu gut, um diese Ausfälle und Schreiereien Ernst zu nehmen.
„Vom Rasse- und Siedlungshauptamt! Um es Ihnen zu verdeutlichen, Hahn: Von den Blut und Boden-Theoretikern! Derselbe Inhalt. Allerdings erlaubte mir dieser Mann, nachdem er mich abgekanzelt hat und bevor er wütend auflegte, ein paar Fragen zu stellen. Ich durfte also herausfinden, dass Sie sich geweigert haben, eine Leiche an die Gestapo zu übergeben. Morgen weiß es der Reichsführer! Und dann, wie steh´ ich dann da? Unser junger Kriminaler wittert einen Fall hinter einem toten Juden und weigert sich, die Leiche und den Fall abzugeben. Bestimmt erhalten wir morgen Besuch von der Gestapo. Sie wissen, dass ich in Gegenwart dieser Herren vor Grausen immer Gänsehaut bekomme.“ Unwillkürlich schüttelte er sich, sagte ein paar Momente nichts. Hahn würde in dieser Pause, in der sein Vorgesetzter immer seine Gedanken ordnete und danach beinahe wieder normal war, nie etwas sagen. Schon gar keine Entschuldigung oder Verteidigung.
„Diese Herren wissen immer alles!“, fügte Voecks dann in schon wieder fast normalem Ton hinzu.
„Ahlers?“ Hahn konnte sich diesen Einwurf jetzt doch nicht verkneifen.
„Ja genau, alles. Wie wenn Sie selbst das nicht wissen würden!“ Mittlerweile war Voecks auf Kamenz Seite an den Schreibtisch getreten und sah Hahn an.
Hahn sah offen in das vor verflogener Wut und kürzlichem Ärger immer noch rot angelaufene Gesicht seines Vorgesetzten.
Der „Lange“ musste direkt aus dem Bett hierher gekommen sein, so wie er es gesagt hatte. Er hatte sogar seine Schirmmütze vergessen und deswegen standen seine kurzen Haare in alle Richtungen ab. Leider konnte sich Hahn in dieser Situation nicht erlauben, darüber zu lächeln.
„ Nein, ... Chef, ... ich meine, hat ein Sturmbannführer Ahlers angerufen?“ fragte Hahn und nannte Voecks bei seinem Lieblingstitel. Chef.
Er ließ sich von allen seinen untergeordneten Mitarbeitern Chef nennen. Seit Reinhard Heydrich gehört hatte, dass sich der Direktor des Secret Service „C“ nennen ließ, ließ sich auch Heydrich „C“ nennen. Bis zu seiner Ermordung jedenfalls. Und der Stiefellecker Voecks ließ sich daraufhin Chef nennen. Ihm selbst hatte Voecks erklärt, dass der Direktor des Scotland Yard sich auch Chef nennen ließ. Und darum wollte sich der lange Chef des kleinen Scotland Yard im mickrigen Wittenberg auch Chef nennen lassen. Diese Angeberei Voecks gab immer wieder Anlass zu kleinen Scherzen und Witzen über den „Langen“, wie er genannt wurde. Aber nur, wenn weder er und noch irgendwelche Fremden dabei waren.
Solange keine Vorgesetzten oder Männer aus geheimnisumwitterten Dienststellen zugegen waren, war die Zusammenarbeit mit Voecks von Kameradschaft und Pragmatismus geprägt. Wenn er in Ruhe gelassen wurde, ließ er jeden machen, wie er wollte, schaute ihm nur ab und zu über die Schulter, um zu sehen, ob alles seinen Gang ging. Aber wehe es machte einer einen Fehler, für den dann Voecks einen Rüffel bekam.
„Ahlers? Wieso Ahlers? Reicht es nicht, dass das SS-Hauptamt und das Rasse- und Siedlungshauptamt angerufen haben?“
„Also hat das Geheime Staatspolizeiamt nicht angerufen?“
„Nein! Verdammt, Hahn, ich habe auch keine Lust nachts von der Gestapo angerufen zu werden. Ich war gerade im Bett, Hahn!“
Voecks sprach jetzt wieder normal und in seinem Gesicht war nur noch ein Hauch der Röte von vorhin, als er weitersprach.
„Ich kümmere mich jetzt noch ein bisschen um meine Frau, wenn sie noch will. Und Sie werden noch heute Abend einen Bericht über den Vorfall schreiben und meiner Sekretärin auf den Tisch legen. Ich will morgen früh sofort wissen, was heute Abend los war. Und jetzt will ich nichts mehr davon hören, Hahn! Heil Hitler!“
Voecks verschwand genauso schnell wie er gekommen war, allerdings weniger laut.
Hahn wusste, dass er bei so einer Frau wie der von Voecks gar nicht erst hierher gekommen wäre. Grinsend versank er in wilden Phantasien, bis er von einem Knall im Holzofen in die Wirklichkeit zurückgeholt wurde. Widerstrebend begann er mit dem Bericht.
Warum hatte Ahlers seinen Chef nicht angerufen? Oder eine Ahlers vorgesetzte Stelle? Warum direkt das SS-Hauptamt? Und vor allem: Warum das Rasse- und Siedlungshauptamt? Das Rasse- und Siedlungshauptamt hatte doch überhaupt nichts mit der Polizei zu tun?
Selbst intensives Nachdenken und Durchdenken des Erlebten und der Folgen brachten ihm keine Antworten und so beeilte sich Hahn, den Bericht zu beenden, bevor seine Ablösung kam.


Glossar:
Arthur Nebe – historische Person, Reichskriminaldirektor und Leiter des Reichskriminalpolizeiamtes (Amt V des RSHA). Seine Handlungen in dieser Geschichte sind reine Fiktion, seine hochinteressante Person und Geschichte ist historisch.
Rasse- und Siedlungshauptamt (RuSHA) – Eines der ältesten Unterämter des SS-Hauptamts, zuständig für die Reinhaltung der Rasse und der Gewinnung von Siedlungsraum für die Rasse
Reinhard Heydrich – historische Person. Er war Leiter des Reichssicherheitshauptamtes und beauftragt mit der Endlösung der Judenfrage. Er wurde bei einem Attentat vor Beginn dieser Geschichte getötet.


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Beitrag #2 |

RE: Die Götter der Germanen - Teil 3
Hey Teja!

Dann mal auf zum dritten Teil:icon_buch:. Hab mich sehr gefreut, als ich ihn eben online fand. Irgendwie hat mich die Geschichte inzwischen doch in ihren Bann gezogen, trotz der Nazis. Ich bin immer noch begeistert von all den Beschreibungen, den vielen Details. Man fülhlt sich einfach in diese Zeit zurück versetzt, alles wirkt so echt und lebendig.
Ich bin mir einfach sicher, dass es genau so gewesen sein könnte und wirklich Respekt für deine Formulierungen und Ideen. Ich finde es weiterhin sehr spannend und mit jedem Teil fällt es mir irgnedwie leichter, mich in die Geschichte hinein zu versetzen.

Vor allem das Gespräch am Anfang fand ich sehr interessant, hier vor allem, dass die keinen Ahlers kennen. Das ergibt ganz neue Vermutungen. Hinter der Sache scheint doch mehr zu stecken, vermutlich noch mehr, als Hahn es bisher schon geahnt hat. Bin mal gespannt, ob die das mit der Versetzung nach Stalingrad ernst gemeint haben - ist ja schon ziemlich mies, auf jeden Fall mag ich die beiden Ämter jetzt schon ein ganzes Stück weniger. Icon_igitt Ja, ja, ich weiß, immer diese Vorurteile, aber so ganz ausgestellt bekomme ich die dann eben doch nicht immer.

Den Vorgesetzten von Hahn finde ich irgendwie putzig. :icon_angel: Wie er da an die Decke geht! Und man merkt, dass er seinen Untergebenen doch irgendwie mag, sonst würde er sich nicht so schnell wieder fangen. Er tut mir fast ein bisschen leid, dass er Hahn so anmotzen muss, obwohl er's eigentlich nicht ganz so dramatisch meint. Ich meine, ist schon scheiße, Stress mit den Männern "ganz oben" zu bekommen, aber die mag er ja auch nicht so wirklich.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, was hinter dem ganzen steht! Freue mich schon auf Teil vier! Icon_jump

Zitat:„Keiner meiner Männer heißt Ahlers“, fauchte der Mann am Schreibtisch in die Sprechmuschel aus schwarzem Bakelit,
ich hab jetzt keine Ahnung, was "schwarzer Bakelit" ist... aber eben solche Wörter und Stellen machen deine Geschichte so authentisch und glaubhaft. Wirklich gut gemacht!:icon_thumbs1:
Zitat:Sie wissen, dass ich in Gegenwart dieser Herren vor Grausen immer Gänsehaut bekomme.“
Icon_lachtot Und noch einer, der die Leute nicht leiden kann *freu*. Dann sind sie ja jetzt schon zu zweit. Aber trotzdem rätselhaft, diese ganzen "Zufälle", die hier passieren.
Zitat:„Also hat das Geheime Staatspolizeiamt nicht angerufen?“
„Nein! Verdammt, Hahn, ich habe auch keine Lust nachts von der Gestapo angerufen zu werden. Ich war gerade im Bett, Hahn!“
Meine Lieblingsstelle... absolut mitreißend, wie er sich hier aufregt und ich liebe die Formulierungen und dass er so schön flucht:icon_coolnew:

Fehlerchen:
Zitat:„Der Transport ist schiefgelaufen!“, knirschten die Worte aus dem Hörer. „Was?“
"schief gelaufen" auseinander schreiben...
Zitat:Voecks sprach jetzt wieder normal und in seinem Gesicht war nur noch ein Hauch der Röte von vorhin, als er weitersprach.
"weiter sprach" auseinander schreiben...

Liebe Grüße,
Lain

Schmetterlinge weinen nicht

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Beitrag #3 |

RE: Die Götter der Germanen - Teil 3
Hallo Teja,

habe nun alle drei Teile gelesen und kann Dich nur beglückwünschen, wie Du Spannung aufbaust. Ich nehme an, dass die Geschichte weiter geht, denn es sind in diesem Intrigantenverein jetzt so viele Möglichkeiten der Fortsetzung angelegt, dass ich keine bevorzugen möchte. Ich sehe allerdings eine Gefahr: Wird der Hahn weiter so in die sympathische Ecke gerückt, kann die Geschichte von der Aussage her kippen. Ich hoffe, dass da noch mehr kommt.

Herzlichen Glückwunsch für Deinen Mut, ein solches Thema anzugehen und Glückwunsch auch für Dein Können, es in dieser Weise zu bewältigen. Doch wie gesagt, es ist noch nicht aller Tage abend.

Grüße von
kbusc


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Beitrag #4 |

RE: Die Götter der Germanen - Teil 3
Hallo ihr zwei,

sorry, dass es im Moment mit meinen Antworten so lange dauert, aber ich bin im Baby-Stress und das hält mich ganz schön auf Trab.

Machen wir’s wie immer:
Ladies first.

Lain, danke für das große Lob gleich am Anfang:

Zitat:Irgendwie hat mich die Geschichte inzwischen doch in ihren Bann gezogen, trotz der Nazis. Ich bin immer noch begeistert von all den Beschreibungen, den vielen Details. Man fülhlt sich einfach in diese Zeit zurück versetzt, alles wirkt so echt und lebendig.
Ich bin mir einfach sicher, dass es genau so gewesen sein könnte und wirklich Respekt für deine Formulierungen und Ideen. Ich finde es weiterhin sehr spannend und mit jedem Teil fällt es mir irgnedwie leichter, mich in die Geschichte hinein zu versetzen.
Freut mich, dass dich die Geschichte in ihren Bann gezogen hat. Ich habe versucht, möglichst authentische Details reinzubringen, um ein Gefühl für diese Zeit zu vermitteln und möglichste nah an der realen Historie zu bleiben.
Ja, und die Spannung, mal schaun, was noch so kommt.

Zitat:Vor allem das Gespräch am Anfang fand ich sehr interessant, hier vor allem, dass die keinen Ahlers kennen. Das ergibt ganz neue Vermutungen. Hinter der Sache scheint doch mehr zu stecken, vermutlich noch mehr, als Hahn es bisher schon geahnt hat.
Oh ja, und wie! *ggggg

Zitat:Bin mal gespannt, ob die das mit der Versetzung nach Stalingrad ernst gemeint haben - ist ja schon ziemlich mies, auf jeden Fall mag ich die beiden Ämter jetzt schon ein ganzes Stück weniger.
Naja, *g, ich kenne niemanden, der die ehemaligen Ämter der SS mag. Die SS und ihre Teilorganisationen sind ja nicht umsonst als verbrecherisch verurteilt und dann verboten worden.

Zitat:Den Vorgesetzten von Hahn finde ich irgendwie putzig. Wie er da an die Decke geht! Und man merkt, dass er seinen Untergebenen doch irgendwie mag, sonst würde er sich nicht so schnell wieder fangen. Er tut mir fast ein bisschen leid, dass er Hahn so anmotzen muss, obwohl er's eigentlich nicht ganz so dramatisch meint. Ich meine, ist schon scheiße, Stress mit den Männern "ganz oben" zu bekommen, aber die mag er ja auch nicht so wirklich.
Putzig! Hihihi. Ist auch nicht schlecht. Nun, er ist eigentlich nur ein cholerischer, aber nicht nachtragender Charackter. Die verhalten sich oft so und ich finde es wahnsinnig interessant, so jemanden zu beobachten. Da gibt’s dann öfter mal was zu lachen.

Zitat:ich hab jetzt keine Ahnung, was "schwarzer Bakelit"
Hm, wenn du mal in einem sehr alten Haus warst, das noch eine uralte Elektroinstallation hatte, dann waren die Stromleitungen zu sehen und die führten in so schwarze, runde Dosen, die einen Drehschalter hatten, mit dem man das Licht ein und ausschalten konnte. Ich weiß nicht, ob du das noch kennst, aber Schalter und Dose waren aus Bakelite. Einem der ersten Kunststoffe, die es gegeben hat.

Zitat:Aber trotzdem rätselhaft, diese ganzen "Zufälle", die hier passieren
Jepp. Ziemlich rätselhaft. *heftig nickt

Die Fehler mach ich raus.

Also, Lain, vielen Dank, dass du dabei geblieben bist und ich schau, dass ich den nächsten Teil vielleicht heute noch online stelle.


Hi kbusc,

willkommen bei den Göttern.

Zitat:habe nun alle drei Teile gelesen und kann Dich nur beglückwünschen, wie Du Spannung aufbaust.

Freut mich, dass du die Geschichte so weit gelesen hast, und danke für das Lob. *strahl

Zitat:Ich nehme an, dass die Geschichte weiter geht, denn es sind in diesem Intrigantenverein jetzt so viele Möglichkeiten der Fortsetzung angelegt, dass ich keine bevorzugen möchte.
Jepp, es geht weiter. Die Geschichte ist auch schon komplett geschrieben und ich werd sie einstellen.

Zitat:Ich sehe allerdings eine Gefahr: Wird der Hahn weiter so in die sympathische Ecke gerückt, kann die Geschichte von der Aussage her kippen. Ich hoffe, dass da noch mehr kommt.
Hm. Ich glaube ich weiß was du meinst: Dass der Hahn ein guter Mensch und vielleicht sogar noch Widerständler war und das Regime bekämpft hat und so was, oder? Nein, das passiert nicht. Er ist im Moment ein Kind seiner Zeit, auch wenn ich versucht habe, kein Nazi-Klischee zu bedienen. Er ist weder im Widerstand, noch ist er ein hirnlos „Heil Hitler“ schreiender Anhänger. Ich hoffe, es ist mir gelungen, ihn irgendwie dazwischen anzusiedeln. Er nimmt die Vorteile mit, die er kriegen kann und umgeht, so gut es geht, die Nachteile.
Ein Mensch eben.
Und: Was denkst du, ist bis jetzt die Aussage der Geschichte? Das wäre extrem interessant für mich zu hören.

Zitat:Herzlichen Glückwunsch für Deinen Mut, ein solches Thema anzugehen und Glückwunsch auch für Dein Können, es in dieser Weise zu bewältigen.
Danke. *stahlt
Weißt du, es hat mich immer geärgert, dass in dieser Zeit, die so schöne Hintergründe für spannende Geschichte hergibt, so wenige Geschichten spielen.

Zitat:Doch wie gesagt, es ist noch nicht aller Tage abend.
Hm. *schluckt
Sollte es zu schnulzig werden, sag es mir bitte.

Danke, dass du die Geschichte gelesen hast und dass du mir deine Meinung reingeschrieben hast.

So ihr zwei, ich wünsch euch noch eine schöne Woche.

CU,
Teja


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Beitrag #5 |

RE: Die Götter der Germanen - Teil 3
Nummer 3 - Moin Teja.

Zitat:schloss der Mann hinter dem Schreibtisch das Gespräch und legte auf, bevor sein Gesprächspartner den Gruß erwidern konnte
Hm, besser wäre vielleicht "Telefonat":
schloss der Mann hinter dem Schreibtisch das Telefonat und legte auf, bevor sein Gesprächspartner den Gruß erwidern konnte

Zitat:Hahn sah da, wo Voecks Stiefel aufgetreten waren, Schnee auf den Dielen liegen
Da? Hm, lass es weg, könnte sonst verwirren. Icon_wink
Zitat:Hahn sah, wo Voecks Stiefel aufgetreten waren, Schnee auf den Dielen liegen ...

Zitat:der ihn trotz allem gleichmütig betrachtete. Hahn kannte seinen Vorgesetzten zu gut, um diese Ausfälle und Schreiereien Ernst zu nehmen.
Hm, mir dünkt, da müsste ein "nicht weiter" zwischen Schreiereien und Ernst, denn ansonsten passt es nicht für mich. Gleichmütig = Ernst nehmen?

Zitat:„Nein! Verdammt, Hahn, ich habe auch keine Lust nachts von der Gestapo angerufen zu werden. Ich war gerade im Bett, Hahn!“
Vielleicht das erste "Hahn" streichen damit das zweite besser rüberkommt? Gefrusteter, empörter?

Okay, war nicht viel. Kurz zum Dialog: Ich kann mich daran erinnern, dass dieser mal sehr dialektischer war - aber so passt es immer noch besser. Möchte hiermit nur mal ganz öffentlich sagen, dass Du Dir für die landestypischen Dialekte echt eine Menge Arbeit gemacht hast - auch wenn sie in dieser Fassung nicht drin sind. Wollt ich mal gesagt haben - spricht für Dich und Deine Recherche.

LG
D.


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Beitrag #6 |

RE: Die Götter der Germanen - Teil 3
Hi Dread,

das hört sich wirklich mies an:
Zitat:Hahn sah da, wo Voecks Stiefel aufgetreten waren, Schnee auf den Dielen liegen
Da? Hm, lass es weg, könnte sonst verwirren.
Sollte mir was überlegen …

Zitat:der ihn trotz allem gleichmütig betrachtete. Hahn kannte seinen Vorgesetzten zu gut, um diese Ausfälle und Schreiereien Ernst zu nehmen.
Hm, mir dünkt, da müsste ein "nicht weiter" zwischen Schreiereien und Ernst, denn ansonsten passt es nicht für mich. Gleichmütig = Ernst nehmen?
Das überleg ich mir. Hm.

Zitat:Okay, war nicht viel.
Hm, mir reicht es … *gggg
Fällt dir auf, dass es weniger zu bemängeln gibt? Scheint, als hätten „meine“ Lektoren damals ganze Arbeit geleistet …

Zitat:Kurz zum Dialog: Ich kann mich daran erinnern, dass dieser mal sehr dialektischer war - aber so passt es immer noch besser.
Einen späteren Dialog hab ich dialektischer gemacht und diesen hier nicht nachgeführt. Bin mir eigentlich nicht sicher, welche Version besser ist.

Zitat:Möchte hiermit nur mal ganz öffentlich sagen, dass Du Dir für die landestypischen Dialekte echt eine Menge Arbeit gemacht hast - auch wenn sie in dieser Fassung nicht drin sind. Wollt ich mal gesagt haben - spricht für Dich und Deine Recherche.
Danke. Du hast irgendwann mal gesagt, dass das mein ganz besonderes Baby zu sein scheint. Und dem ist auch so. *stolz ist

Danke für die neuerliche Rückmeldung. Vielleicht schaffe ich noch eine Antwort, wenn nicht, dann nächste Woche.

CU,
Teja


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Beitrag #7 |

RE: Die Götter der Germanen - Teil 3
Hiho Teja!

Direkt los:

Zitat: Ohne Hast griff der Mann nach dem klingelnden Telefon auf dem sauberen Schreibtisch. Nur eine Akte lag aufgeschlagen vor ihm.
Ja … »der Mann« … ich weiß jetzt nicht, WER er ist, aber wenn sein Name kein bekannter ist, würde ich seinen Namen einfach nennen. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass seine Identität geheimbleiben soll, weil der Name später auftaucht und der Leser noch nicht wissen soll, wer er ist … musst du wissen *lach*
Oder ich würde die Szene noch anonymer gestalten, die konkrekte Erwähnung des Mannes rausnehmen:
Auf dem Schreibtisch lag eine aufgeschlagene Akte, daneben ein Telefon. Als es klingelte, wurde der Hörer ohne Hast abgenommen.
Das fände ich auch ganz interessant, so wäre die Anonymität auf die Spitze getrieben, in dem der Telefonierer gar nicht erwähnt wird.
Ach, ich seh grad, dass im Gespräch immer wieder Handlung vom Mann kommt, das hatte ich übersehen. Ich dachte, der Dialog würde nur aus wörtlicher Rede bestehen. Dann ist die letzte Lösung natürlich nicht so gut anwendbar, bzw. sehr umständlich. Aber »der Mann« … hach, das klingt so doof.
Wenn du mit seinem Dienstgrad arbeitest? Das gäbe ihm zumindest ein bisschen Profil.

Zitat: „Tyr und Wotan!“
Die Antwort kam zögernd, so als müsste sich der Sprecher davon überzeugen, dass er allein sei. Vielleicht musste er sich erneut überzeugen.
„Loki und Hel.“

Hier ist durch die Absätze unklar, welche Sprecher zögert. Wenn es der Anrufer ist, würde ich den Absatz hinter »Tyr und Wotan« weglassen, wenn es der Kerl am Schreibtisch ist, würde ich den Absatz vor »Loki und Hel« weglassen.
germanische Götter! Tyr und Wotan kenn ich nur vom Namen, Hel ist die Todesgöttin und Loki so ein durchgeknallter Irrer, oder? Icon_smile

Zitat: „Woher soll ich das wissen, ihr Mann war doch dort,
»Ihr«

Also das Gespräch zwischen dem Mann hinter dem Schreibtisch und dem … anderen ist so … gewollt mysteriös und bedrohlich und … mir gefällt es nicht. Allein schon dadurch, dass da ständig »der Mann hinter dem Schreibtisch« steht und der Inhalt des Gesprächs eigentlich recht klar ist, außer dass man den zweiten Mann noch nicht zuordnen kann. Der Mann hinter dem Schreibtisch ist Gestapo, Ahlers ist offenbar keine Gestapo sondern tut nur so um an die Leiche zu kommen (vielleicht einer vom Gut Weidenau) und der andere hat einen Mann von seinem Amt am Tatort gehabt. Wer war denn da? Der Arzt, der Assistent (beide aber nicht Teil des Leichentransports), vermutlich der Fahrer oder der Beifahrer, oder natürlich einer vom Begleitkommando, das bisher noch nicht näher beschrieben und vorgestellt wurde.
Im Prinzip sagt das Gespräch: »Wir haben überall unsere Finger drin, aber hier nicht unbedingt, trotzdem erledigen wir alle.«
Es ist halt so wenig geheimniskrämerisch, dass ich die Verschweigung des Namens vom Mann hinterm Schreibtisch und die Zugehörigkeit seines Gesprächspartners verstehe. Wobei ich auch sagen muss, dass ich die personale Perspektive sehr, sehr viel lieber mag als die auktoriale – und das ganze Gespräch läuft für mich auf auktorialer Ebene ab.
Ich les lieber mal bei Hahn weiter Icon_smile

Zitat: In letzter Zeit waren viele gute, kriegsverwendungsfähige Assistenten
Wenns in die Sprache passt, sag ich nix, aber ich fände »kampffähigen / kampftauglichen« weitaus leichter lesbar

Zitat: „Tun Sie nicht so, Hahn! Haben Sie den Vorfall mit dem Standartenführer, der Devisen verschoben hat, schon vergessen? Ich habe Sie damals mit rauspauken müssen und wenn Nebe nicht gewesen wäre, würden Sie jetzt eine Kompanie an der Ostfront führen. Das haben Sie nur mir zu verdanken, weil ich und Nebe zusammen auf der Polizeischule waren. Noch kein Jahr ist der Vorfall her! Und heute?
Im Prinzip ist die ganze Erzählung reiner Info-Dump für den Leser. In dieser aktuellen Situation ist Voecks doch sauer über das, was gerade passiert ist, nicht über einen Vorfall, der ein Jahr her ist. Und Hahn das vorzukauen, als litte der unter Altersdemenz … Wenn es wichtig für die weitere Geschichte ist, würde ich das irgendwo anderes einbringen, vielleicht später im Gespräch. Wenn man sich über ein aktuelles Problem aufregt und ins Büro seines Untergebenen stürmt, kommt man doch direkt zur Sache und erzählt nicht erst Dinge, die der Gegenüber sowieso wissen müsste.

Zitat: um diese Ausfälle und Schreiereien Ernst zu nehmen.
*lach* ganz schreckliches Wort, würde ich rausstreichen, »Ausfälle« reicht, vielleicht auch »Wutausbrüche«, »cholerischen Anfälle« oder sowas

Zitat: Von den Blut und Boden-Theoretikern!
»Blut-und-Boden-Theoretikern« ? bin da aber bei der Zeichensetzung selbst nicht sicher

Zitat: Sie wissen, dass ich in Gegenwart dieser Herren vor Grausen immer Gänsehaut bekomme.
Ähm, ist das echt seine größte Sorge, wenn die Gestapo vorbeikommt? Da kann er doch froh sein, dass er nur Gänsehaut bekommt und nicht etwa Angst hat, man könne ihn weißgottwo einsperren oder Hahn mitnehmen oder seine Karriere ruinieren oder sowas. Mit Gänsehaut kann man doch leben Icon_wink Ich würds etwas drastischer formulieren:
»Sie wissen, das mit diesen Herren nicht zu spaßen ist« oder sowas, denn »Gänsehaut« klingt nach reichlich wenig, worum man sich Sorgen machen sollte und drückt nicht aus, dass Voecks womöglich Angst vor den Maßnahmen der Gestapo hat

Zitat: „Ja genau, alles. Wie wenn Sie selbst das nicht wissen würden!“
»Als ob Sie selbst ...«

Zitat: Er ließ sich von allen seinen untergeordneten Mitarbeitern Chef nennen. Seit Reinhard Heydrich gehört hatte, dass sich der Direktor des Secret Service „C“ nennen ließ, ließ sich auch Heydrich „C“ nennen. Bis zu seiner Ermordung jedenfalls. Und der Stiefellecker Voecks ließ sich daraufhin Chef nennen. Ihm selbst hatte Voecks erklärt, dass der Direktor des Scotland Yard sich auch Chef nennen ließ. Und darum wollte sich der lange Chef des kleinen Scotland Yard im mickrigen Wittenberg auch Chef nennen lassen.
Hä? *lach* Ohne jetzt Ahnung zu haben, was der Secret Service (Innere Sicherheit der USA?) und Scotland Yard (britische/englische Polizei) mit der Kripo Wittenberg zu tun haben … ist diese Information wichtig?
Versteh mich nicht falsch, vor allem in historischen Geschichten finde ich kleine Anekdoten und Randinformationen sehr nett, aber das hier scheint so … belanglos. Und so verwirrend, durch die ganzen Begriffe, die ich nicht in Zusammenhang bringen kann.
»Er ließ sich von all seinen untergeordneten Mitarbeitern Chef nennen. Denn angeblich ließ sich auch der Direktor des Scotland Yard Chef nennen und so fühlte sich Voecks im mickrigen Wittenberg beinahe wie in der großen Welt« … ich weiß nicht, so als kurze Randbemerkung halt. Denn Hahn sollte jetzt eigentlich andere Sorgen haben, als die Marotten seines Chefs.

Zitat: Grinsend versank er in wilden Phantasien,
Wilde Phantasien über die Frau seines Chefs Icon_shocked
Scheint mir merkwürdig, dass er sich erst danach Gedanken über Ahlers macht

Leider schwindet meine anfängliche Begeisterung allmählich. Hahn wird mir unsympathischer, einfach weil er ständig grinst und lacht und nix ernstnimmt, aber selbst ernstgenommen werden will und sehr merkwürdige Prioritäten hat (erst feuchte Träume von der Chef-Frau, dann mal die Frage, was da überhaupt abgeht (also bei Ahlers!)) … Ich weiß nicht, je mehr ich von ihm erfahre, umso weniger mag ich ihn.

Ein weiteres Problem ist – soweit ich das für mich beurteilen kann – dass du dich bei der Erzählung bisher nur auf die wirklich, wirklich wichtigen Elemente beschränkst (Auffinden der Leiche, Konflikt mit Ahlers, Geheimes Telefonat, Konflikt mit Voecks), wodurch alle Informationen, die nicht direkt der Geschichte zuträglich sind, fehl am Platz wirken. Bei der Sache mit dem Schreibtisch und dass alle Assisstenten im Krieg sind und so, das geht noch, weil Hahn selbst da auch eher eine ruhige Minute hat. Aber wenn er gerade von seinem Chef angeschissen wird, ist mMn kein Raum für Anekdoten und den Gedanken an die Frau. Für sowas bräuchtest du mehr ruhige Szenen zwischen den wichtigen Ankerpunkten, Hahn vielleicht auch mal Privat oder so. Wobei ich halt unsicher bin, wie viel solcher Randinfos reinmuss. Mir persönlich war das mit dem Chef zum Beispiel zu viel. Weil ich andere Dinge wichtiger fände, zum Beispiel ob Hahn sich irgendwie Sorgen macht, dass sein Streit mit Ahlers Konsequenzen haben könnte oder sowas. Oder dass er selbst mal dran denkt: Ach, scheiße, jetzt hab ich wieder Probleme gemacht, das gibt bestimmt ärger mir dem Chef, wenn er davon erfährt.
Bisher ist mir das alles ein bisschen zu sehr zwischen Tür und Angel.

Auch wenns mich schreibtechnisch nicht überzeugt, bleibe ich doch mit Spannung dran, denn das Setting gefällt mir und auch die Tatsache, dass du zügig voranschreitest Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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