Es ist: 28-01-2021, 16:40
Es ist: 28-01-2021, 16:40 Hallo, Gast! (Registrieren)


Auftragsdichtungen
Beitrag #1 |

Auftragsdichtungen
Kennt Ihr das? :rolleyes:

"Ach, du schreibst doch Gedichte als Hobby ... dicht' uns doch was!"

Nachdem ich jahrelang zu jedem familiären Geburtstag ein mühsam zusammengereimtes Gedicht zum Besten geben mußte (welches standardmäßig alle Jahre wieder begann mit "Mein lieber, guter Opapa / der wird heute ["uralt"] Jahr'" aber sei's drum) hatte ich schon gehofft, den endgültigen Absprung vom Familienchronikdichtungszug geschafft zu haben. Bin ja nicht mehr in dem Alter, wo man sowas süß findet, sondern herangewachsen zur ernsthaften Literat(opianer)in, fertig aus.

Aber nix da ... kaum gibt die Familie einen Frieden (und ist froh, daß ich endlich "was G'scheits" mach, ohne mitzubekommen, daß die meiste Zeit, die ich für das G'scheite bräuchte für meinen Roman draufgeht) kommt der Freundeskreis, die natürlich viel mah von meinem schriftlichen Schaffen mitbekommen. Und ohne es zu wollen, wurde ich dazu vergattert, ein Gedicht anläßlich der Hochzeit zweier mir sehr nahestehender Menschen zu verfassen...

Argh, ich mag nicht. Doch da ich sie nicht enttäuschen mag, werde ich noch einen anderen Reim auf "Ehe" als "oh wehe" finden müssen.

Kennt Ihr das auch? Wie geht es Euch dabei? Wie geht Ihr damit um?

fragt sich
Icon_jump die t.

Ich bin absolut dafür, daß man Narren von gefährlichen Waffen fernhält. Beginnen wir mit Schreibmaschinen. (Frank Lloyd Wright)

Prinzessin von Kagran

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Beitrag #2 |

RE: Auftragsdichtungen
Hallo talblick,

noch nie erlebt Icon_wink Aber vielleicht liegt das auch daran, dass meine Familie ein Haufen von Banausen ist, wenn es um Literatur oder gar Lyrik geht *g*
Meine Freunde haben so was auch noch nie verlangt ... Die gucken nur manchmal, wenn ich gerade am schreiben bin und wollen dann mitlesen (Ich halte dann immer das Blatt zu ^^).

Und selbst wenn das jemand verlangen würde: Gibt es nicht, aus. Ich bin doch nicht der Hofnarr für andere Leute und dichte so wie die es gerne hätten :rolleyes: Die Art von Gedichten, die zu Anlässen wie Hochzeiten erwartet werden, kann ich eh nicht schreiben ...


Grüße,
Isola.


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Beitrag #3 |

RE: Auftragsdichtungen
*g* talblick, ich fühle mit dir. Ich hasse Auftragsdichtungen. Inzwischen ignoriere ich aber solche Wünsche geflissentlich. In den letzten Jahren hab ich einmal einen Hochzeits-Rap (*grauuuus* Mrgreen) geschrieben, den mein kleiner Bruder vortragen durfte (haha Icon_wink), einmal hab ich ein anderes Gedicht zweckentfremdet, das auch im alten Forum stand (und das "lyrisch" war, nicht lustig *g*). Jetzt werde ich - nach zahlreichen Weigerungen - erst mal in Ruhe gelassen.

Was anderes sind dann Schreibwerkstätten, das ist herrlich *lach*
Da bekommt man Aufgabenstellungen, bei denen man sich erst mal denkt "na toll - da soll ich was Gutes draus machen?" ... Zum Beispiel ein Dialog zwischen linker und rechter Hand. *gg* Man hat aber nicht viel Zeit zum Nachdenken; nimmt die Aufgabenstellung und bürstet sie gegen den Strich und verzwirbelt sie ein wenig und plötzlich ist der Gedankenknoten gelöst und alles fließt. Und das Ergebnis ist ganz anders als man es erwarten würde bei so einer Aufgabe Mrgreen
Aber das ist eigentlich eine ganz andere Kategorie.

Auftragsdichtungen kann ich gar nicht ab. Die wollen nämlich eher so haha-lustiges Zeug voller Insiderwitze ... und das kann ich schlecht, wenn ich mich nicht als Insider fühle, ne? *g* Klappt nur bei LästeraTopia einigermaßen, und da muss ich auch nicht dichten Icon_wink

Aber der Gipfel war, als meine Klasse (meine! Klasse!) auf die glorreiche Idee kam, dass ich doch etwas für unseren Klassenvorstand schreiben könnte zum Abschied - halloho?? Die, die fast an die Decke gegangen wären, als einem Lehrer mal ein Lob über den Stil meiner Deutschschularbeit über die Lippen kam? Die Klasse, die - nee, ich hör schon auf.
Sie haben dann auch aufgehört. Meine Reaktion war wohl eindeutig genug.

Ich bin ein Fragezeichen
kein Punkt
- Rose Ausländer -

Avatar von Zwielichtstochter

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