Es ist: 21-10-2020, 08:56
Es ist: 21-10-2020, 08:56 Hallo, Gast! (Registrieren)


Vorbilder
Beitrag #11 |

RE: Vorbilder
Hallo zusammen,

bis vor einigen Monaten hätte ich noch sehr vehement abgestritten, Vorbilder zu haben. Ganz einfach weil allein schon der Ausdruck mich daran erinnert, dass sich jemand versucht das Kleid (oder den Anzug) der Nachbarin (od. des Nachbars) überzuziehen. Wurst ob es passt oder nicht, nur der Stoff muss teuer und edel wirken. Mrgreen
Ich hab eigene Kleider. Auch einen eigenen Stil. Allerdings merke ich, je mehr ich lesen, dass es durchaus Autoren gibt, die ich sehr bewundere. Deren Schreibweise mich fesselt, sogar auch dann, wenn es sprachlich Pannen gibt. Allem vorweg steht momentan Joe Abercrombie (Stil & Storyaufbau) neben Tolkien (Weltaufbau), Pratchett (Humor) und Wolfgang Hohlbein (Massentauglichkeit) an erster Stelle. Jeder macht etwas anderes wirklich gut, wenn ich es mir aussuchen könnte, so würde ich von diesen Herren (O Gott! Sind ja nur Männer! Icon_ugly ) ihre besten Eigenschaften stibitzen und in einen eigenen Stil wandeln. Jedenfalls versuche ich so etwas ähnliches mit der Zeit zu mischen.
Einen Autor völlig zu kopieren ist nicht erstrebenswert. Dann geht ja die eigene, persönliche Schreibweise total verloren.

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

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Beitrag #12 |

RE: Vorbilder
Hi ihr,

Nachdem Sternchen gestern Abend den Thread wieder hochgeholt hat, habe ich den ganzen Abend darüber nachgedacht ob ich Vorbilder habe.

Literarisch gesehen sind mir sofort die ganz großen Namen eingefallen, die ich für irgendwas bewunder. Ken Follett (Säulen der Erde) und Noah Gordon (Medicus, Schamane) für ihre historischen Recherchen und das Talent, mir diese fremde Welt richtig nahe gebracht zu haben.
Dann sind mir die Krimi-Damen eingefallen Minette Walters, Elisabeth Georg und Agathe Christie, die die Hinweise für ihre Prots so streuen, dass ich als Leser mit ihnen rätseln kann.
Und dann noch Stephen King, der Horror so erzeugt, dass es nicht splattermäßig ist, sondern eher dieses Gänsehaut-Kribbeln erzeugt.
Vorallem schafffen es alle, ihren Figuren eine Geschichte zu geben, sodass sie mir heute noch einige im Gedächtnis geblieben sind.

Ich sage mir nicht „Ich will mal so schreiben können wie …“ sondern ich denke eher „Der oder die hat das auch hingegriegt, dann kann ich das auch.“

Ganz allgemein gesehen bewunder ich ja Menschen, denen man ihre Lebensfreude ansieht. Denen man ansieht, dass sie z.B. einfach in ihren Beruf gehören und nichts anderes in ihrem Leben tun wollen. Oder denen man ansieht, dass sie glücklich sind, dort wo sie leben und nie woanders wohnen wollen. Einfach zufriedene Menschen.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #13 |

RE: Vorbilder
Hallo miteinander,

hab ich echt noch nichts zum Thema gesagt? Icon_ugly ...

Vorbilder direkt hab ich keine - eher Autoren, die ich "bewundere". William Gibson zum Beispiel. Ich liebe es, Bücher zu lesen, wo ich mich auf jeder Seite gleich mehrmals über tolle Sätze freu. Ich steh ungemein auf seine Verbindung von gelungener Metaphorik und Gossensprache! Icon_smile ...

Auch bei Blutmusik - ein Buch, bei dem ich mir immer wieder dachte: "Verdammt, ist das geil, wie kommt man auf so krasse Ideen? VERDAMMT, WIE KANN MAN SO WAS GUTES SCHREIBEN????" ...

... und dann ist man auch ein bisschen neidisch und sehnsüchtig, weil man sich genau dieses Gefühl für den eigenen Roman / die eigene Geschichte wünscht.

Aber nacheifern bringt meiner Meinung nach wenig - gewiss orientiert man sich hin und wieder an Autoren, die man bewundert. Seien es bekannte und veröffentlichte oder Leute aus Foren, die einfach richtig gut schreiben. Aber bloß nichts Nachmachen! Das wird nie so gut wie das Original - außerdem ist ein eigener Stil, den man wiedererkennt bzw. allgemein das "ganz Eigene" genau das, was sich ein Autor wünschen sollte ... wenn man das erreicht hat, Respekt!

Aber hin und wieder ein Blick zur Seite oder auch nach oben schadet nicht Icon_smile - mich inspirieren andere Geschichten manchmal. Ich "klaue" dann keine Ideen oder so - aber Geschichten vermitteln ja ein Gefühl, eine Stimmung. Und manchmal komm ich dann in die richtige Stimmung, an eigenen Texten zu arbeiten. Auch wenn ich Fantasy lese und dann Sci-Fi schreibe *lach* ...

Grüße

- Zack

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #14 |

RE: Vorbilder
VOrbilder? Hmm...

Besonders Geprägt haben mich mein Gitarren Lehrer. Als ich angefangen habe, E-Gitarre zu spielen, war ich ein ziemlicher "anstands Bube". Der Klassenbeste, eine Klasse übersprungen und ein ziemliches Know How (zugegeben, es ist leider bis jetzt ein wenig erschlafft, Klassenbester bin ich lange nicht mehr, aber mein Schnitt hält sich gut, und Allgemeinbildung habe ich immer noch Icon_wink )
Und welchen Gitarren Lehrer bekam ich? Chuks, Blonde, verfranzt-fettige Haare, Beiges Hemd und Jeans an, mit eigener Band (Dead Flowers, später Tim Beam) und einer ziemlich coolen/toleranten einstellung. Allerdings war er weder Ungebildet, noch sah er aus wie ein Landstreicher. Er hätte Court Cobains Bruder sein können, aber war beileibe anständiger als erster.


Wer mich noch stark geprägt hat, war der Dalai Lama. genaueres muss ich ja nicht erwähnen.
Menschenwürdig, Nett, ein Ehrenhafter Mann.

Und dann waren da noch eine nette Demonstranten Gruppe in Freiburg, die jedes Halbjahr eine Demo zu allen möglichen Themen gemacht haben. Was mir immernoch in Erinnerung bleibt: die Demo gegen die Misshandlung von einer Yoga Spalte in China, dem Falun Gong(die Bewegung selbst ist sehr friedlich, genauso wie ihre Übungen auch Helfen. Allerdings ist ihr Gründer ein... unanst... blö... Arsch----). Da war ich ungefähr 10 Jahre Alt, und da habe ich bilder von Menschen, deren Fleich bis zu den Organen weggebrannt wurde, um sie ihnen Illegal zu entnehmen gesehen. Mit dem Bügeleisen...

Zudem hatt mich Karl Marx einwenig geprägt. ein paar wenige ideen fand ich damals als ich jünger war seltsam... Aber mich beeindruckt es, wie in so einer Zeit ein Mann solche Gedanken haben kann.

Leicht geprägt haben mich Greenpeace und HP Lovecraft. Ich bin zwar ein ziemlicher Naturbursche im Lotter-Look (ich selbst bezeichne es als "Askese in bezug auf überflüssige sachen" Icon_wink ) und begeisterter Umwelt Aktivist, allerdings lässt das Greenpeace fieber bei mirlangsam nach...


MfG, Bahnhof Icon_smile

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