Es ist: 21-10-2020, 09:22
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Vorbilder
Beitrag #1 |

Vorbilder
Und noch eine Frage aus dem alten Forum, die ich hier interessehalber neu stellen will:

Habt ihr Vorbilder?

Wenn ja, wen? Und warum? Ob im literarischen Bereich oder ganz allgemein ...
Wie beeinflussen euch solche Vorbilder?
Denkt ihr überhaupt, es ist wichtig, ein Vorbild zu haben? Jemanden, zu dem man aufschaut, den man bewundert? An dem man sich orientiert? Oder findet ihr es grundsätzlich unnötig, ja sogar falsch, dass man anderen nacheifert?

Mein erstes literarisches Vorbild hatte ich mit vier Jahren, soweit ich mich erinnern kann, und es war Astrid Lindgren - damals wollte ich einmal so schreiben können wie sie Mrgreen
Seither haben sich meine Vorbilder gewandelt, ich hatte immer wieder neue - Menschen, an denen ich mich orientiert habe, die ich bewunderte und die mir auch Mut gemacht haben ... die mich meine eigenen Ziele und Wege finden ließen.

Schwierig wird es für mich, wenn man diese Vorbilder zu Idealen hochstilisiert, denen man gleichen will - denn das vermag man nie, und bei diesen Versuchen ist Verzweiflung an der eigenen Unzulänglichkeit vorprogrammiert. Ganz zu schweigen davon, dass man in Gefahr ist, sich selbst aus den Augen zu verlieren.
Aber grundsätzlich liegt es für mich im Wesen des Menschen, dass er sich nach oben orientiert und nach Höherem strebt; und Vorbilder können da sehr hilfreich sein ...

Was ist eure Meinung?

Ich bin ein Fragezeichen
kein Punkt
- Rose Ausländer -

Avatar von Zwielichtstochter

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Beitrag #2 |

RE: Vorbilder
Hallo Mira.

Hab ich den Beitrag übersehen? Hm, ...

Vorbilder? Nun gut. Da gibts ein paar. Zum einen solche, die mich ein Leben lang begleiten. Oder, besser gesagt, zu denen ich zwar nicht aufschaue, wohl aber deren Meinung/Wirken mich beeinflusst. Da wäre zum einen ein Vorgesetzter, der durch seine menschliche Art einfach unschlagbar ist. Beispiel:

Er: "Und dann brauche ich noch die Auflistung über die letzten Controllingdaten ..."
Dread: "Okay - bis wann genau?"
Er: "Am besten morgen früh."
Dread: "Hm, morgen habe ich frei ..."
Er: "Gut, dann macht das der andere Kollege."
Dread: "Ich kann versuchen, es bis zum Feierabend ..."
Er: (unterbricht mit einer Handbewegung) "Nein - wenn sie frei haben, haben sie frei. Punkt"

Vorbilder im literarischen Sinne gibt es bei mir eigentlich nicht, allerdings versuche ich meistens so zu schreiben, wie ein spannender, mitreißender Film. Und da denke ich sehr oft an James Cameron und seine epische Erzählkunst. (Meistens müssen seine Filme gekürzt werden.) Bei etlichen Szenen denke ich: "Hätte Jim das jetzt auch so gemacht? Geht es noch spannender/mystischer/lebendiger?"

Hm, zu guter letzt: Ich lese momentan keine Bücher oder Romane, da ich nicht (in welcher Art und Weise auch immer) unbewusst kopieren will. Da stehen noch unendliche Bücher in meinem Regal, die ich sehr gerne lesen würde, aber bis dahin sollte ich alles (!), was ich schreiben will, bereits fertig haben. Das soll alles 100% Dread sein ... äh, ja. Eher ICH sein - okay? *g* Ist mir manchmal passiert, dass man ein tolles Buch gelesen und unbewusst den Stil kopiert hat.

Hm, Beeinflussung?
Ich habe mich einmal mit einem "Problem" an Andreas Franz gewandt - und was soll ich sagen. Ich habe von ihm eine sehr nette Antwort erhalten, die mich tatsächlich weitergebracht hatte. Allerdings blieb ich dann bei einem anderen Problem hängen und hatte an einem (kennt ihr sicher) sehr frustrierten Tag Andreas Eschbach einfach so eine Mail geschickt, ob er nicht noch gute Ideen bräuchte. (Ich hatte keine Zeit mehr nur für mich. Nur noch Verpflichtungen.)
Nun, was eigentlich eher humoristisch gemeint war (ich hatte nicht mit einer Mail von ihm gerechnet) brachte mir eine sehr nette Antwort ein. Ich zitiere Herrn Eschbach:
Zitat:Herzlichen Dank für das Angebot, aber mir geht es genauso. Ich müßte 350 Jahre alt werden, nur um all die Romane zu schreiben, zu denen ich bis jetzt Ideen habe - und dann dürfte mir aber nichts Neues mehr einfallen. Was es aber natürlich trotzdem tut. Icon_wink
Da habe ich gedacht, wenn er das schafft, warum ich nicht? Und seitdem denke ich jedesmal an ihn, wenn ich mal wieder verzweifle.
Hey, der Mann hat 350 Jahre was zu tun und hat trotzdem noch Zeit, anderen Leuten zu antworten! Was für ein Problem habe ich eigentlich?

Vorbilder als Motivation, sozusagen. *g*

LG
D.


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Beitrag #3 |

RE: Vorbilder
Dreadnoughts schrieb:Allerdings blieb ich dann bei einem anderen Problem hängen und hatte an einem (kennt ihr sicher) sehr frustrierten Tag Andreas Eschbach einfach so eine Mail geschickt, ob er nicht noch gute Ideen bräuchte. (Ich hatte keine Zeit mehr nur für mich. Nur noch Verpflichtungen.)
Nun, was eigentlich eher humoristisch gemeint war (ich hatte nicht mit einer Mail von ihm gerechnet) brachte mir eine sehr nette Antwort ein. Ich zitiere Herrn Eschbach:
Zitat:Herzlichen Dank für das Angebot, aber mir geht es genauso. Ich müßte 350 Jahre alt werden, nur um all die Romane zu schreiben, zu denen ich bis jetzt Ideen habe - und dann dürfte mir aber nichts Neues mehr einfallen. Was es aber natürlich trotzdem tut. Icon_wink
Da habe ich gedacht, wenn er das schafft, warum ich nicht? Und seitdem denke ich jedesmal an ihn, wenn ich mal wieder verzweifle.
Hey, der Mann hat 350 Jahre was zu tun und hat trotzdem noch Zeit, anderen Leuten zu antworten! Was für ein Problem habe ich eigentlich?

Vorbilder als Motivation, sozusagen. *g*

LG
D.
Ach du warst das :D


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Beitrag #4 |

RE: Vorbilder
Hallo ihr,

was die Literatur betrifft, so habe ich zwei Vorbilder - ein großes aus der Welt da draußen und ein großes aus der Welt, die ich auch erreichen kann.

Der erste ist Stephen King. Ich vergöttere den Mann, obwohl ich es nicht immer getan hab. Ein progressiver Lehrer damals in der 9. hat in WP Deutsch Misery lesen lassen. Das mochte ich gar nicht (hat sich aber komplett geändert heute - eines seiner besten Werke!)

Angefangen hat meine Sucht durch den TV-Vierteiler "The Stand - Das letzte Gefecht". Nach dem Film musste ich unbedingt den Roman lesen, und schwupps hatte King mich in seiner Macht.
Der Mann schreibt fantastisch. Es ist nicht der Horror, der mich so beeindruckt. Horror im Sinne von Splatter und so schreibt er auch gar nicht - sein Horror ist einer, auf den ich nie kommen würde. Total faszinierend.
Was aber an Kings Büchern wirklich fasziniert, ist seine Gabe, Menschen zu porträtieren. Ihre Beziehungen untereinander, ihren Charakter, ihre Geschichte, ihr Handeln und Denken. Er schreibt so unglaublich dicht und mitreißend, dass ich einen Roman kaum aus der Hand legen kann, habe ich ihn erst mal angefangen.

Ich wünschte, ich könnte auch nur annähernd so gut schreiben wie er ... aber ich übe fleißig. :D

Das zweite meiner Vorbilder ist einer meiner Kollegen aus dem alten Forum. Nennen wir ihn mal Etlev. *g*
Da ist es, was das Zwischenmenschliche betrifft, ganz ähnlich. Er schreibt über Menschen, die sich begegnen, einen Moment ihres Lebens miteinander verbringen und dann war's das vielleicht auch schon wieder.
Oder er schreibt über Menschen, die das Schicksal gezeichnet hat. Ohne jemals rührselig zu werden.
Was mich an diesen Geschichten besonders berührt, ist der "Funke", den jede Geschichte hat. Egal, wie sie ausgeht - man kann immer auch etwas Gutes darin entdecken, etwas Wertvolles, etwas, das man mitnehmen kann.

Ja, das war's. Mrgreen

Lilly


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Beitrag #5 |

RE: Vorbilder
Hallo Ihr

Ja, ich habe Vorbilder. Einige "Große" wie Coetzee, Irving, Boyle oder Murakami, auch das Buch "Schlafes Bruder" waren/sind meine Motivationshämmer, aber eigentlich kann jeder mein Vorbild sein. Ich liebe es, wenn ich spüre, wie Autoren in sich horchen und dann mit ihren Gefühlen, in bunte Geschichten verkleidet, meine Phantasie erreichen, wecken und Bilder malen, durch die ich reisen kann. z.B. Zack erzählt Geschichten, die mich in ein mir fremdes Universum entführen. Ich nenne es schon seit einiger Zeit das zacksche Universum. Lain schreibt Geschichten, in denen die Gefühle über den Boden schrammen und nie klar ist, ob am Schluss der Start gelingt oder tödlich endet. Oder Lilly, die gerne Menschen malt, in denen sich das Leben findet und - das will ich hier hochhalten - entwickelt, lernt, übt und die bestimmt manchmal die Maus nach mir warf ob der herben Kritik, aber ... wir haben gelernt, uns zu helfen und das soll das Ziel eines Forums sein ... alle, die ich jetzt nicht genannt habe, ihr seid alle super und jeder, der mich hier kennt, weiß, dass ich nicht mit Lob spare, wenn es mir gefällt - und wenn mir etwas gefällt, dann ist es auch ein Vorbild für mich.
Liebe Grüße
Detlev


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Beitrag #6 |

RE: Vorbilder
Hallo zusammen

Mein allererstes, literarisches Vorbild hatte ich als ich noch sehr jung war - sieben Jahre glaube ich. Leider aber kann ich mich nicht mehr an den Namen des Autors erinnern. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass wir seine Geschichten lasen, nachdem er zu Besuch in der Schule war und ich liebte sie alle.
Danach war ich vernarrt in Astrid Lindgren - ich fand sie die beste Schreiberin überhaupt :P

Ein etwas grösseres Vorbild von mir ist J.R.R. Tolkien. Nicht weil ich unbedingt wie er schreiben will oder so - mehr weil ich so unglaublich fasziniert bin, wie ein Mann eine ganze Welt bis ins kleinste Detail in seinem Kopf erschaffen hatte und uns Geschichten davon erzählt. Als ich von Tolkien erfuhr und auch eine Biografie von ihm gelesen hatte, wollte ich meine bereits vorhandene Liebe für Details "verbessern", "erweitern" - ich weiss nicht genau, wie ichs ausdrücken soll :P. Jedenfalls hat mich Tolkien und seine Welt inspiriert Icon_smile und ihn so zu meinem Vorbild gemacht.

Liebe Grüsse

Lijana

"I wish none of this had happend!"
"So do all who live to see such times. But it's not for them to decide. All you have to decide is what to do, with the time that is given to you!"
- Frodo & Gandalf the Grey by J.R.R. Tolkien

Lijana's Fire Magic ~ Werkeverzeichnis ^.^

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Beitrag #7 |

RE: Vorbilder
Hi ihr!
Es gibt genau zwei Autoren die ich als (literarisches) Vorbild bezeichnen würde ... das wären eimal ebenfalls J.R.R. Tolkien und zum zweiten Terry Pratchett!^^

Tolkien: Für mich der Großmeister und "Erfinder" des heutigen Fantasy-Genres ... ich bin einfach beeindruckt davon, dass er sich da seine eigene Welt ausdenkt und auch noch einen Roman dazu schreibt (auch mein großer Traum ...^^), obwohl er dabei viele Anleihen bei der nordischen Mythologie (z.B Die Edda) nimmt. Vor allem seine Tiefe ist genial (finde ich).

Pratchett: Ich finde er zeigt, dass man mit Fantasy mehr kann, als nur stupides Orkmetzeln. Er bringt das politische mit in seine Romane ein ... er gibt seinen Geschichten einen Sinn, eine Aussage, die sich auf die Realität beziehen lassen ... das würde ich gerne mit meinen Geschichten auch erreichen!

Allerdings versuche ich verzweifelt gerade nicht ihren Stil zu kopieren sondern meinen eigenen zu entwickeln (leichter gesagt als getan ...)!

Liebe GRüße, der Weltenwanderer!

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #8 |

RE: Vorbilder
/EDIT: Ups, ist das lang geworden :D........

Literarische Vorbilder habe ich in dem Sinne nicht, vor allem weil ich kaum mehr schreibe :D ...

Leute, die ich nicht persönlich kenne, können nicht so wirklich zu "Vorbildern" werden. Zum Beispiel finde ich Hundertwasser voll klasse, aber irgendwie fehlt der direkte Bezug. Er bleibt eine Inspiration.

Dann gibt es natürlich noch die ganz kleinen Begegnungen. Zum Beispiel im Starbucks randvoll mit Touristen, wo mir ein Typ aufgefallen ist. Ich fand ihn einfach schön - nicht etwa weil er gut ausgesehen hätte, nicht weil ich was von ihm wollte (war eh 'ne Runde zu alt), sondern einfach so wie er da stand als Mensch, wie er einfach so ganz grundlos in den Tag gelächelt hat, auf seine Freundin gewartet hat die an der Kasse stand, wie er sich neugierig umgeguckt hat und als sich unsere Blicke treffen lächelt er zu mir rüber.
Ich sage: Nice smile.
Meine Stimme wird oft überhört, aber nicht von ihm. Er grinst: Thanks.
Ich sage: I like strangers smiling at me.
Er strahlt über's ganze Gesicht: I like smiling.
Damit hatten wir alles geklärt, was es zu klären gab, und die Freundin kam mit dem Kaffee rüber. Ein Vorbild im engeren Sinne ist so eine Begegnung nicht. Aber vielleicht ein Wegweiser.

Meistens berühren und beeinflussen mich Leute auch nicht, weil sie so 100% perfekt sind, sondern weil sie als Menschen (einschließlich ihrer Macken) so ... positiv sind.
In meiner Schulzeit hatte ich zwischenzeitlich so zwei bis drei Lehrerinnen, die ich vielleicht Vorbilder genannt hätte und es zum Teil noch tue.
Eine, weil sie es geschafft hat, uns in Geschichte wirklich was beizubringen, weil sie so ruhig und fest in ihrem Leben steht. Weil sie Autorität ausstrahlt ohne bedrohlich zu sein. Weil sie immer bereit ist, zuzuhören, sich für ihre Schüler zu interessieren, was neues zu lernen. Vor allem weil sie bereit ist, ihren Horizont zu erweitern, und sich nicht blind auf einen Standpunkt festnagelt. Sie hat mir beigebracht, wie man sich eine Meinung bildet und was Diskussionskultur bedeutet. Trotz ihrer Ticks, über die wir uns immer lustig gemacht haben :D
Eine andere Lehrerin, weil sie immer ein offenes Ohr für ihre Schüler hat, weil sie für die Schüler unterrichtet und nicht um den Lehrplan abzuarbeite, weil sie total klug ist und ein gigantisches warmes weiches Herz hat. Einfach ein toller Mensch, obwohl sie schusselig ist :D besonders letzteres macht mir ja Hoffnung... :D

Bald könnte ein weiterer Lehrer zu einem sehr großen Vorbild heranwachsen, aber den muss ich noch ein bisschen kennen lernen. Wenn ich jemals Sprachlehrer werde, dann so wie er! Dieser Mensch HÖRT SEINEN SCHÜLERN ZU - das ist eine Kunst für sich. Er gibt ihnen das Gefühl, dass sie als Person mit allen Stärken und Schwächen wichtig und interessant sind. Er macht ihnen Mut, er merkt es wenn sie Fragen haben oder wenn sie etwas nicht verstehen. Auch wenn er seine Zeit dabei überziehen muss, führt er ein Gespräch bis zu Ende (obwohl er echt viel zu tun hat). Und ist dabei ein ganz ausgeglichener, unauffälliger Mensch, der gerne lacht, sich für asiatische Geschichte interessiert und sich an Blumen und dem Geruch von Tee erfreut.


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Beitrag #9 |

RE: Vorbilder
halle zusammen,

wieder ein schönes Thema, das wir auch gerade im Pilosophieunterricht durchnehmen *lach* Ich könnte jetzt also SEHR viel schreiben *gg*

Aber jetzt nur meine Meinung:

Im literarischen Bereich habe ich sehr viele Vorbilder, deren Namen ich nur nicht weiß *räusper*. Ich lese ein Buch, finde den Stil und alles super und nehme mir diesen Stil als Vorbild oder auch den Autor. Ich vergesse zwar ihre Namen, aber niemals ihre Schreibart und das sind meine Vorbilder. Da gibt es diesen Spruch : Vom du zum ich. Man sieht etwas an anderen und eignet es sich irgendwann selber an, wobei das nichts mit nachahmen zu tun hat. Naja, das könnte ich jetzt noch lange erläutern, aber auf jeden Fall habe ich nur im literarischen Bereich und im familiären Vorbilder. Die eigene Mutter, denke ich, das bei den meisten, oder? Mrgreen ...zum Teil wenigstens.
Vorbilder prägen uns schließlich. Irgendwann mixt man all seine Vorbilder, bis ein Ich daraus wird, das bin ich, ein Pulk von verschiedenen Ansichten, die ich teile und weitergebe.

Ich denke, es ist sehr wichtig ein Vorbild zu haben, schließlich leitet es einem, bringt einem Vorsätze bei und belehrt....wenn man nicht die falschen Vorbilder nimmt :D

So, hier mache ich Schluss, alle Gedanken kann man ja sowiso nicht immer aufschreiben Icon_smile

liebe grüße
bianca

"kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt)
Biancas kleine Werke

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Beitrag #10 |

RE: Vorbilder
>> Irgendwann mixt man all seine Vorbilder, bis ein Ich daraus wird, das bin ich, ein Pulk von verschiedenen Ansichten, die ich teile und weitergebe.
Ich denke, es ist sehr wichtig ein Vorbild zu haben, schließlich leitet es einem, bringt einem Vorsätze bei und belehrt....

Jein...
Ich denke, dass Vorbilder meistens halt nicht 100% perfekt sind, und irgendwann die "Vorbild"-Vorstellung zerbricht. Wenn zB. der Autor, der soooo toll schreibt, persönlich ein unausstehlicher Mensch ist :D
Vorbilder sind nicht schlecht und - ob wir es Vorbild nennen oder nicht - wir werden natürlich automatisch von unserer Umgebung beeinflusst. Aber letztendlich ist es wichtiger, sich selbst kennen zu lernen und sich selbst zu finden. Bianca schreibt "vom du zum ich" - wenn das funktioniert, ist es gut. Ein Vorbild kann aber auch bedeuten, dass es nur noch "du" und kein "ich" mehr gibt.

Zum Beispiel, wenn man sich (nicht im literarischen Bereich) hinter dem Vorbild vor sich selbst versteckt. Wenn man aus seiner eigenen „Unfähigkeit“ flüchtet, indem man sich am Glanz des Vorbildes labt und davon träumt, genauso zu sein (aber nie Schritte dazu unternimmt es zu werden). Anstatt zu fragen: „Warum mag ich mich selbst eigentlich nicht? Weiß ich eigentlich wer ich bin?“, kann man sich in seinen Vorbild-Traum flüchten.

Es kann einen auch hindern, wenn man es unhinterfragt nachahmt. Sich inspirieren lassen ist etwas anderes als nachahmen - ersteres lässt sich selbst anstoßen, letzteres will sich selbst durch eine Kopie des Vorbilds ersetzen.

Ein gutes Vorbild ist nur eines, das auch tatsächlich "vom du zum ich" führt.
„Hey, der hat den Friedensnobelpreis gewonnen. Was hat der eigentlich so gemacht? Hmmm, cool, spannend, irgendwie will ich das auch machen - ich wusste es nur vorher noch nicht.“ Also nicht nachahmen, sondern Stücke von sich selbst entdecken, die man noch nicht kannte. Von guten Vorbildern wird man nicht in den Schatten gestellt, sondern ermutigt, seine eigenen Träume und Hoffnungen zu finden und zu verfolgen.


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