Es ist: 21-10-2020, 08:33
Es ist: 21-10-2020, 08:33 Hallo, Gast! (Registrieren)


Stirbt der lange Satz?
Beitrag #11 |

RE: Stirbt der lange Satz?
Icon_smile verzeihung Talblick.

natürlich meine ich Englisch, aber ich wollte damit kundtun, dass einiges aus dem amiland kommt und "aus dem amerikanisch Englischen" war mir zu aufwendig. Mrgreen

freut mich, dass mir mal jmd zustimmt. steh nämlich oft alleine da.

Gruß


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Beitrag #12 |

RE: Stirbt der lange Satz?
Ganz so alleine stehst du da nicht da ...^^
Ich habe auch oft das Gefühl, das Bücher aus dem Englischen einen eher knappen, oft auch irgendwie abgehackten Sprachstil führen ... vielleicht wirklich aufgrund eines völlig anderen Sprachgefühls ... ich habe immer den Eindruck das es im Englischen schwerer ist, (schöne) lange Sätze zu bilden, möglicherweise auch ein Grund, warum sich jetzt dieser "Internetstil" in diese Richtung entwickelt ... Verkehrssprache im Internet ist schließlich Englisch Icon_wink
Aber:
das es auch anders geht im Englischen, haben doch Autoren wie Tolkien z. B. bewiesen, oder? Seine Satzkonstruktionen würde ich nicht als kurz bezeichnen^^

Grüße vom Wanderer.

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #13 |

RE: Stirbt der lange Satz?
Prinzipiell mag ich beides.

Es kommt auf die Umsetzung und den Inhalt an, inwiefern der abgehakte / ausschweifende Stil passt oder eben nicht.
William Gibson hat einen recht abgehakten Stil, insbesondere bei "Neuromancer" - bei der neuen, deutschen Übersetzung haben sie aus zwei Sätzen einen längeren gemacht und solche Späße. Da geht das Lesegefühl total verloren (also lieber alte Übersertzung besorgen Icon_wink ) ...

Ich benutze auch beides, je nach Textart. Insgesamt neige ich aber eher zu kürzeren Sätzen bzw. einem fragmentarischen Stil. Persönliche Vorliebe Icon_ugly ...

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #14 |

RE: Stirbt der lange Satz?
Ich persönlich bevorzuge sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben den kurzen Satz.

Allen Fans des langen Satzes sei jedoch Jose Saramagos "Stadt der Blinden" empfohlen. Nach den ersten Seiten dachte ich: Das kann ich nicht lesen. Monstersätze ohne Punkt und Komma, kaum Absätze, die direkte Rede in die indirekte verwoben, keine Person hat einen Namen. Aber der Mann hat den Literaturnobelpreis bekommen. Und nicht ganz zu unrecht.

[Bild: sigpic.png]

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Beitrag #15 |

RE: Stirbt der lange Satz?
Wie hier schon mehrmals gesagt wurde: Die richtige Mischung macht's. Kurze Sätze sind für mich ein Stilmittel, wenn es abgehackt sein soll, um Spannung zu erzeugen beispielsweise. Auffällig ist das aber nur, wenn wenn vorher "normale" Sätze sind und das Kurze heraussticht.

Ich bestehe nicht auf lange, dreimal verschachtelte "Wenn-Dann-Sonst"-Sätze (hat schon jemand im MS Excel diese Formel lernen müssen?), jedoch sollte der Text etwas Fluss haben und das erreicht man nicht mit Punkten nach jedem fünften Wort.


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