Es ist: 04-12-2020, 12:04
Es ist: 04-12-2020, 12:04 Hallo, Gast! (Registrieren)


weihnachtlicher Lesekreis (2008): Eine Weihnachtsgeschichte
Beitrag #21 |

RE: weihnachtlicher Lesekreis: Eine Weihnachtsgeschichte
Hallo Lady,

ich bin mal gespannt, wann sich unsere nachzügler mal sehen lassen. Icon_smile
=> ja, dass bin ich auch. Icon_wink

ich fand es auch ein klein wenig übertrieben, aber wenn ich jetzt genauer drüber nachdenke, find ich es nachvollziehbar. wenn man bedenkt das scrooge jahrzehntelang keine solche freude, kein solches glück gespürt hat. es wird sich einfach in ihm aufgestaut haben, keinen grund gehabt haben hervorzukommen und jetzt bricht es einfach aus ihm heraus.
=> Ja, dass ist eine gute Erklärung und von daher ist es auch akzeptabel gewesen. Für den Moment guckt man allerdings schon dumm, wenn sich eine Charakter so aufführt. *lach* Aber genau das macht das ganze auch wieder schön. Im Grunde ist die Reaktion nämlich auch sehr menschlich.

auf der anderen seite gehören solche überschwenglichen emotionen einfach zu dickens schreibweise. (inzwischen hab ich nämlich noch drei weitere geschichten von ihm gelesen.)
=> Was sind denn das für Geschichten? Und wie haben sie dir gefallen? Was würdest du sagen, macht Dickens aus, rückblickend auf die drei Geschichten betrachtet?

find ich auch bewundernwert und ich denke, genau dieser lebensweg ist es, der die geschichten so glaubhaft macht, sowohl die darstellung der armen, als auch der reichen.
=> Da stimme ich zu. Obwohl ich das Buch auch überzeugend fand, ohne den genauen Hintergrund der Familie zu kennen. Rückblickend gibt einem natürlich das Wissen um Dickens Leben noch ein wenig Rückhalt zur Moral der ganzen Geschichten. - Trägt also zur Glaubwürdigkeit noch mehr bei, ja.

der lesekreis hat mir wirklich spaß gemacht und mich dazu gebracht diesen klassiker endlich mal zu lesen, dazu noch eine silvestergeschichte von dickens, die optimal in die nachweihnachtszeit gepasst hat. daher war unsere zeiteinteilung optimal. Icon_smile
=> Ich freu mich sehr, dass es dir Spaß gemacht hat, trotz der Verzögerung und dem Fernbleiben unserer Nachzügler (die hoffentlich noch kommen). Icon_smile

* Sternchen fragt sich schon die ganze Zeit, welches Buch wir nächstes Weihnachten zerpflücken können. Vorschläge? Mrgreen

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

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Beitrag #22 |

RE: weihnachtlicher Lesekreis: Eine Weihnachtsgeschichte
Argghh, da hab ich mich angemeldet, das Buch gelesen und noch nichts gepostet. Sooorryyyy.

Also... die Geschichte war ganz nett erzählt, und Dickens hat einen angenehmen Stil. Scrooge fand ich ganz gut dargestellt. Erst war ein total harter und miesepetrieger alter Mann und nach und nach hat er sich gewandelt.
Sehr genial fand ich auch seinen Neffen dargestellt. Er hat nie den Glauben an seinen Onkel verloren und ahnte immer das unter der hartherzigen Schale ein guter Kern steckt.
Ein bisschen komisch fand ich das Scrooge nicht sofort geahnt hat, das er selber gestorben ist als der dritte Geist bei ihm war. Da hätte ich ihm schon ein bisschen mehr Verstand zugetraut.

Jetzt ist es schon über nen Monat her seit ich das Buch gelesen hab, und mehr fällt mir auch grad nicht ein.


Wie wär es denn nächstes Jahr hiermit: Das Fest der Vampire - Carsten Polzin (Hrsg.)

Wenn Vampire in der Weihnachtsnacht zuschlagen. Wenn Dämonen in kalten Welten Unheil anrichten. Wenn Abenteurer im ewigen Eis ihr Schicksal finden … Die beliebtesten phantastischen Autoren unserer Zeit führen mit neuen unheimlichen, überraschenden und humorvollen Geschichten in magische Winterreiche. Ein unverzichtbarer Band mit Originalerzählungen von Michael Peinkofer, David Wellington, Julia Conrad, Jonathan Barnes, Thomas Finn, WIlliam King und vielen anderen, dazu zwei weihnachtliche Klassiker von Terry Pratchett und Ian Watson. (Piper)


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Beitrag #23 |

RE: weihnachtlicher Lesekreis: Eine Weihnachtsgeschichte
Hallo Amber,

ich freu mich von dir hier noch etwas zu lesen. Ist ein wenig überraschend, aber eine schöne Überraschung!

Ein bisschen komisch fand ich das Scrooge nicht sofort geahnt hat, das er selber gestorben ist als der dritte Geist bei ihm war. Da hätte ich ihm schon ein bisschen mehr Verstand zugetraut.
=> Stimmt. Man denkt eigentlich, müsste Scrooge ein wenig "heller" sein. Im Grunde kann ich es mir dann nur so erklären, dass Dickens das Motiv dahinter versteckt hat, des nichts "wahrhaben wollen". Vermutlich wollte und konnte Scrooge sich die Wahrheit nicht eingestehen, bzw. das, was offensichtlich war. Nach und nach.

Wie wär es denn nächstes Jahr hiermit: Das Fest der Vampire - Carsten Polzin (Hrsg.)
Wenn Vampire in der Weihnachtsnacht zuschlagen. Wenn Dämonen in kalten Welten Unheil anrichten. Wenn Abenteurer im ewigen Eis ihr Schicksal finden … Die beliebtesten phantastischen Autoren unserer Zeit führen mit neuen unheimlichen, überraschenden und humorvollen Geschichten in magische Winterreiche. Ein unverzichtbarer Band mit Originalerzählungen von Michael Peinkofer, David Wellington, Julia Conrad, Jonathan Barnes, Thomas Finn, WIlliam King und vielen anderen, dazu zwei weihnachtliche Klassiker von Terry Pratchett und Ian Watson. (Piper)

=> Eine schöne Idee. Icon_smile Wirkt auch ein wenig skurril zur Weihnachtszeit.
* Sternchen sich den Buchtitel notiert.
Danke für den Vorschlag. Hoffe man sieht sich bald wieder in einem Lesekreis und hat die Gelegenheit, ein wenig mehr Meinung auszutauschen.

Liebe Grüße,
Sternchen

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Vaclav Havel
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Beitrag #24 |

RE: weihnachtlicher Lesekreis: Eine Weihnachtsgeschichte
hallo ihr zwei,

Zitat:auf der anderen seite gehören solche überschwenglichen emotionen einfach zu dickens schreibweise. (inzwischen hab ich nämlich noch drei weitere geschichten von ihm gelesen.)
=> Was sind denn das für Geschichten? Und wie haben sie dir gefallen? Was würdest du sagen, macht Dickens aus, rückblickend auf die drei Geschichten betrachtet?

das waren: "Der Behexte und der Pakt mit dem Geiste", "Die Silvesterglocken" und "Auf der Walstatt des Lebens".
alle drei haben mir sehr gut gefallen. und waren prima zu lesen, da ich mich ja schon an den stil gewöhnt hatte.
"der behexte" spielt auch zur weihnachtszeit und es taucht mal wieder ein geist auf, er verzaubert den prot, sodass dieser sich nicht mehr an seine schmerzhaften erlebnisse erinnern kann. und diese "gabe" gibt er an alle weiter, die ihm begegenen. so verhext hat er schon an unseren scrooge erinnert. Icon_smile
"Die Silvesterglocken" haben mich auch sehr an unser weihnachtslied erinnert. es erscheinen nämlich die geister der glocken und zeigen dem prot wie das leben der tochter nach seinem tod abläuft und als er wieder aus diesem traum erwacht, ist am ende natürlich wieder alles prima, nachdem er seiner tochter dann doch zum heiraten verholfen hat.
"Auf der Walstatt des Lebens" ist eine liebesgeschichte. mal etwas ganz anderes, als die anderen. inhaltlich verläuft es aber völlig anders als man zunächst vermutet. was jetzt ganz typisch für dickens ist (zumindest ist das mein eindruck nach dem lesen gewesen) das er unheimlich gerne familien beschreibt und wie sie leben. das merkt man ja auch im weihnachtslied und immer gibt es ein happy end.
ebenfalls auffällig ist auch (was wohl an der epoche liegen mag): frauen sind immer die gutmütigen, zarten, netten wesen die am herd stehen und für das eigentiche glück des prots sorgen. was auch immer wieder deutlich wird: arme sind irgendwie die glücklicheren menschen, weil sie eine (meist große) familie haben. ich denke, man muss mit diesen "familiengeschichten" etwas anfangen können um dickens zu mögen, aber gerade in zur weihnachtszeit hat mir das großen spaß gemacht zu lesen. Icon_smile

aber, schön, dass du auch hergefunden hast.

Zitat:Sehr genial fand ich auch seinen Neffen dargestellt. Er hat nie den Glauben an seinen Onkel verloren und ahnte immer das unter der hartherzigen Schale ein guter Kern steckt.

der neffe scheint hier irgendwie zur beliebtesten figur in diesem lesekreis zu werden, den mochten irgendwie alle. Icon_smile ja, er ist schon knuffig dargestellt, unerschütterlich in seinem glauben und natürlich hat auch er seine super heile familie. Icon_smile

ein vorschlag für nächstes jahr fällt mir jetzt gerade nicht ein, aber ich werds mir mal im hinterkopf behalten. Icon_wink

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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