Es ist: 09-04-2020, 21:57
Es ist: 09-04-2020, 21:57 Hallo, Gast! (Registrieren)


Flechtenteppich
Beitrag #1 |

Flechtenteppich
Flechtenteppich


**~**

Gewebt, gewogen und verstrickt
In der Geschicht’ -
tausendnächtig

Baumflechten
Schwarzweißgeschillert, zerfranst und neugewachsen
Aus des Menschens Mächten

Verhasst, geliebt und betrauert
In der Weltendauer -
unzerstörbar

Leben.

**~**

"kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt)
Biancas kleine Werke

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Beitrag #2 |

RE: (Noch ohne Titel)
Hallo Bianca,

Du schreibst gleich zu Anfang: Danke an Mira für ihre Meinung - jetzt wäre ich doch etwas neugierig, wie die denn ausgefallen ist, denn irgendwie erinnert mich Dein Gedicht stark an Miras Gedichte - ein Grundgefühl, von der Wortwahl, vom Stil und der Formatierung her. Das ist jetzt natürlich nicht negativ gemeint, allerdings mag ich es, wenn man an einem Gedicht den ganz persönlichen Stil eines Autors erkennen kann bzw. zumindest das Gefühl hat, daß man "es nicht schon kenne". Aber Du bist noch jung, Du wirst Deinen Stil schon noch finden! Daß Du's prinzipiell draufhast, sieht man ja an Werken wie diesem.

Ein paar Anmerkungen noch zum Text:

Zitat:Gewebt, gewogen und verstrickt
In der Geschicht’ -
tausendnächtig
Warum Du "in der Geschicht" mit einem Großbuchstaben beginnst, ist mir schleierhaft - es ist ja ein durchgängiger Satz bzw. Sinneinheit. In der dritten Strophe machst Du das nochmal.

An den Enden der Strophen und vor allem am kursiven Letzten Wort würde ich jeweils Punkte setzen, um die Gedanken abzuschließen.

Zitat:Baumflechten
Schwarzweißgeschillert, zerfranst und neugewachsen
Aus des Menschens Mächten
Mit der Strophe hab ich ein generelles Problem. Schwarzweißgeschiller in Baumflechten - das ist in meinen Augen nicht stimmig, Bäume sind grün und braun und höchstens silbrig, schwarz und weiß ist mir auch für Schatten zu hart. Und wie die Menschenmächte (Genetiv klingt hier leider sehr gestelzt und künstlich) dazu stehen, erschließt sich mir auch nicht ganz. Und wieder die Sache mit den Großbuchstaben...
Wenn ich in meiner Interpretation nicht völlig danebenliege würde ich folgende Anordnung vorschlagen:
Zitat:Baumflechten -
schwarzweißgeschillert, zerfranst und neugewachsen
aus menschlichen Mächten.

Hat mir wirklich gut gefallen!

Auf Wiederlesen!
t.

Ich bin absolut dafür, daß man Narren von gefährlichen Waffen fernhält. Beginnen wir mit Schreibmaschinen. (Frank Lloyd Wright)

Prinzessin von Kagran

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Beitrag #3 |

RE: (Noch ohne Titel)
Hallo talblick=),

ein kommentar und das so schnell *freu* Icon_jump und dann auch noch von dir. Ich hatte nämlich noch vor einer Stunde gedacht, dass ich von dir auch mal ein Gedicht lesen wollte, tja und jetzt kommst du mir zuvor Mrgreen

Zitat:jetzt wäre ich doch etwas neugierig, wie die denn ausgefallen ist, denn irgendwie erinnert mich Dein Gedicht stark an Miras Gedichte
*lach* tatsächlich? Dann fühle ich mich geehrt und geschmeichelt Icon_wink
Aber ich schätze, Miras Meinung wird man später noch sehen, ich hoffe zumindest auf einen kleinen Kommi von ihr ^^ Solange lass ich dich noch schmoren Mrgreen Aber grundsätzlich fand sie es in Ordnung, glaub ich. Icon_smile

Zitat:ein Grundgefühl, von der Wortwahl, vom Stil und der Formatierung her.
Hm, ich glaub ich muss mir Miras Gedichte noch mal unter die Lupe nehmen *g* Aber in der Formatierung habe ich tatsächlich viel von anderen hier gelernt, da ich früher keine Ahnung von so was hatte (schreib ja auch noch nicht so viele Gedichte Icon_rolleyes )

Zitat:Das ist jetzt natürlich nicht negativ gemeint, allerdings mag ich es, wenn man an einem Gedicht den ganz persönlichen Stil eines Autors erkennen kann bzw. zumindest das Gefühl hat, daß man "es nicht schon kenne". Aber Du bist noch jung, Du wirst Deinen Stil schon noch finden! Daß Du's prinzipiell draufhast, sieht man ja an Werken wie diesem.
Danke Icon_smile Ich denke, dass du sicher recht hast. In Sachen Lyrik "mixe" und probiere ich noch etwas aus. bei meinen Geschichten ist das anders, da weiß ich, wie ich schreibe und wie ich überhaupt schreiben will.
Hach ja...der Satz "Du bist noch jung" bringt mich jetzt zum Schmunzeln. Egal wie alt man ist, jünger als irgendwer ist man immer und dennoch will man bereits etwas ... Eigenes haben, ohne einfach nur "jung" zu sein *lach* Du weißt sicher, was ich meine. Nja, aber ich komme vom Thema ab, glaube ich.

Zitat:Warum Du "in der Geschicht" mit einem Großbuchstaben beginnst, ist mir schleierhaft - es ist ja ein durchgängiger Satz bzw. Sinneinheit. In der dritten Strophe machst Du das nochmal.
*lol* Tja, warum schreib ich Geschicht' groß *zur Mira zwinker* Nein, ich finde es groß auch irgendwie logischer *hm*
Zitat:Mit der Strophe hab ich ein generelles Problem. Schwarzweißgeschiller in Baumflechten - das ist in meinen Augen nicht stimmig, Bäume sind grün und braun und höchstens silbrig, schwarz und weiß ist mir auch für Schatten zu hart. Und wie die Menschenmächte (Genetiv klingt hier leider sehr gestelzt und künstlich) dazu stehen, erschließt sich mir auch nicht ganz. Und wieder die Sache mit den Großbuchstaben...
Wenn ich in meiner Interpretation nicht völlig danebenliege würde ich folgende Anordnung vorschlagen:
Schwarzweißgeschillert hatte ich nicht auf den Schatten bezogen. Der Baum, die Flechten sollten für das Leben, die verschiedenen Stränge stehen. Schwarz und weiß für die grundsätzlichen Unterschiede, Kontraste in einem Leben. ^^
Zitat:Hat mir wirklich gut gefallen!

Auf Wiederlesen!
Das freut mich wirklich, Danke für deinen Kommi und Tipps. =)

liebe grüße
bianca

"kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt)
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Beitrag #4 |

RE: (Noch ohne Titel)
Hallo bianca,

dein Gedicht ist ja wie eine Rätselaufgabe. "Was ist gewebt, gewogen und verstrickt...".
(Das würde so schön zu einem Fantasyroman passen. Wenn der Held dann eine Aufgabe lösen muss ...)
Dass es keinen Titel hat ist wirklich traurig. Aber die Titelsuche ist dann auch immer eine Aufgabe für sich. Ich würde einfach mal ganz einfallslos "Leben" vorschlagen - wobei du dann schon alles vorwegnehmen würdest, was auch schlecht wäre. Vielleicht ein anderes Wort dafür.

Vom Inhalt her finde ich das Gedicht sehr gut. Das Thema ist ja sehr weit gefasst - Leben, einfach nur Leben (Oh Gott, da kommt mir ja gleich Biounterricht in den Sinn - Was sind die Merkmale des Lebens: ...). Dann beschreibst du die unterschiedlichen ... jetzt fällt mir kein Wort ein ... "Arten" wie das Leben sein kann. "Gewebt" oder "gewogen" oder, oder, oder. Das Leben erscheint dann wie eine Art Kleidungsstück, das immer wieder gewebt und dann doch zerfranzt und wieder neuerschaffen wird. Mir gefällt auch die Länge des Gedichts, oder eher gesagt die Kürze. Du hast alles wichtige in wenigen Worten gesagt, bzw. aufgezählt. Eigentlich sollten Aufzählungen ja eher langweilig wirken, aber ich mag es, weil die Worte ja auch ... interessant sind.
Das Ende wird dann sehr optimistisch. Das Leben ist also unzerstörbar. Und vor kurzem hat man mir gesagt, dass die Welt 2012 untergehen wird. Da liest man so was ja gerne. Wenn dann 2012 Panik ausbricht, kannst du es ja groß veröfftlichen und das wird man dann "Hoffnungslyrik" nennen.
Ich frage mich, ob du hier das Leben der Menschen mit all ihren Gedanken und Gefühlen gemeint hast oder Leben an sich, also auch Blumen und Mücken und Pilze. Ich glaube es sind nur die Menschen, die du ansprichst.
Nun, ich denke ich habe alles gesagt. Verbesserungsvorschlägen wollen mir nicht einfallen. Ich finde es gut so wie es ist. Ich bin schon gespannt auf den Titel!

Liebe Grüße,
Meluse


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Beitrag #5 |

RE: Flechtenteppich
Hallo Meluse=),

Zitat:dein Gedicht ist ja wie eine Rätselaufgabe. "Was ist gewebt, gewogen und verstrickt...".
(Das würde so schön zu einem Fantasyroman passen. Wenn der Held dann eine Aufgabe lösen muss ...)
ja, gedichte sind doch immer rätsel Mrgreen

Zitat:Dass es keinen Titel hat ist wirklich traurig. Aber die Titelsuche ist dann auch immer eine Aufgabe für sich. Ich würde einfach mal ganz einfallslos "Leben" vorschlagen - wobei du dann schon alles vorwegnehmen würdest, was auch schlecht wäre. Vielleicht ein anderes Wort dafür.
Ich hab mir jetzt den Titel "Flechtenteppich" aus meinem kopf rausgezogen *lach* ist nicht das Beste, stimmig wirkt es auch noch nicht ganz, aber naja...
leben hätte tatsächlich alles vorweggenommen, aber der Vorschlag hat mich trotzdem wieder ans Denken gebracht Icon_smile

Zitat:(Oh Gott, da kommt mir ja gleich Biounterricht in den Sinn - Was sind die Merkmale des Lebens: ...)
na, bio ist nun wirklich nicht gerade lyrisch *g*
Zitat:Dann beschreibst du die unterschiedlichen ... jetzt fällt mir kein Wort ein ... "Arten" wie das Leben sein kann. "Gewebt" oder "gewogen" oder, oder, oder. Das Leben erscheint dann wie eine Art Kleidungsstück, das immer wieder gewebt und dann doch zerfranzt und wieder neuerschaffen wird. Mir gefällt auch die Länge des Gedichts, oder eher gesagt die Kürze. Du hast alles wichtige in wenigen Worten gesagt, bzw. aufgezählt. Eigentlich sollten Aufzählungen ja eher langweilig wirken, aber ich mag es, weil die Worte ja auch ... interessant sind.
eine schöne interpretation und stimmt auch mit meiner überein *freu*

Zitat:Das Ende wird dann sehr optimistisch. Das Leben ist also unzerstörbar. Und vor kurzem hat man mir gesagt, dass die Welt 2012 untergehen wird. Da liest man so was ja gerne. Wenn dann 2012 Panik ausbricht, kannst du es ja groß veröfftlichen und das wird man dann "Hoffnungslyrik" nennen.
*lol* 2012 ist ja gar nicht mehr so lang hin O.o...aber das mit der Hoffnungslyrik, das merk ich mir Mrgreen

Zitat:Ich frage mich, ob du hier das Leben der Menschen mit all ihren Gedanken und Gefühlen gemeint hast oder Leben an sich, also auch Blumen und Mücken und Pilze. Ich glaube es sind nur die Menschen, die du ansprichst.
Hm, ich glaube mit dem Leben, das es unzerstörbar ist, meinte ich das Leben generell, weil eines Tages wird es keine Menschen mehr geben...irgendwann zerstören sie sich ja doch selbst, aber das Leben an sich, das gibt es immer, irgendwann wird es neugeborgen, selbst wenn die Erde untergeht oder so *lach*

Zitat:Nun, ich denke ich habe alles gesagt. Verbesserungsvorschlägen wollen mir nicht einfallen. Ich finde es gut so wie es ist
Icon_smile

Danke für deinen Kommentar und die Titelanregung, auch wenn es letztlich was völlig anderes geworden ist Icon_wink

liebe grüße
bianca

"kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt)
Biancas kleine Werke

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Beitrag #6 |

RE: Flechtenteppich
Oh, ich habe deine Antwort ja fast übersehen, weil es ja nicht mehr "ohne Titel" hieß.
Ich wollte nur nochmal anmerken, dass mir Flechtenteppich gefällt. Vor allem der Teppich darin. Das hat dann auch noch was von Alladin :D


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Beitrag #7 |

RE: Flechtenteppich
*lach* Alladin Mrgreen
gut, dann belass ich es bei flechtenteppich Icon_smile

"kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt)
Biancas kleine Werke

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