Es ist: 21-10-2020, 06:16
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VI 03 den Träumen bar
Beitrag #1 |

VI 03 den Träumen bar
Wer, wie, wo, was - das ist Versipuls


den Träumen bar

Drück doch mal ein Auge zu
oder zwei, zu lang schon
blickst du fort, immerfort
geradeaus;
zu lang schon redest du
Leerzeichen in Gesprächspausen,
damit nicht Stille ist,
zu lang schon lächelst du
weg, was mal Lachen war.

Drück doch mal ein Auge zu
oder zwei, zu viel Koffein
tagelang, zu viel Blut
durch das Herz, zu viel Frost
in den Fingern, den Lippen:
die Starre; frierst du nicht,
frierst du nicht innerlich
auf der Parkbank hinter dem Lungenflügel?

So zerzaust wie du bist,
so zerschlissen, versteckt
hinter zitternden Lidern,
die nicht schließen,
nicht öffnen, wirkst du
schon lange den Träumen bar.

Fern verklingen die Stimmen,
die deiner Stille antworten.

Und ich.

Ich drücke dich,
ich drück dein Auge zu,
bis du schläfst

mit fest geballten Fäusten.



-

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
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Beitrag #2 |

RE: VI 03: den Träumen bar
Hallo libbi=),

ich muss gestehen, zuerst war ich mir unschlüssig, ob ich hier einen Kommentar lassen soll, weil es mir irgendwie schwer fällt die richtigen Worte oder überhaupt Worte für dein Gedicht zu finden, ich weiß auch nicht warum, vielleicht weil ich mir ein wenig unsicher bin, was das Thema deines Gedichts ist.
Erst einmal würde ich vielleicht eine andere Rubrik vorschlagen. Für mich ist "Sonstiges" immer der letzte Ausweg und ich finde es immer einfach schöner, wenn ein Gedicht (das klingt jetzt dämlich Mrgreen ) irgendwo hin gehört.
Bei dir würde vielleicht Melancholie oder auch Romantik passen. Icon_smile Aber das bleibt ja dir überlassen ^^ Ein wenig nachdenklich ist es ja auch...zumindest hat es mich nachdenklich gemacht, vielleicht liegt das auch an meiner Stimmung gerade.
Zum Inhalt hatte ich ja bereits gesagt, dass ich mir ein wenig unschlüssig bin. Meinem Gefühl nach geht es um eine Rastlosigkeit, das "nicht träumen können, jenseits von träumen sein". Ich muss sagen, ein Leben ohne Träume wäre nicht lebenswert und hohl. Dieser Gedanke lässt das Gedicht ein wenig melancholisch klingen. Dein lyrisches - Ich klingt beinahe schon verzweifelt, wie es darum fleht, wieder im Leben im lyrischen - Du zu erblicken. Aber vielleicht irre ich mich, vielleicht willst du auch etwas anderes ausdrücken Icon_wink
Vom Klang her muss ich sagen, bin ich kein einziges Mal gestolpert, liest sich richtig flüssig und die Versimpulszeile ist noch einmal am Ende hervorgehoben, dadurch dass sie am Schluss steht. Sie gliedert sich auch gut ein. Alles vom Aufbau her gefiel es mir richtig gut, was will an auch den Inhalt verstehen - hauptsache es liest sich schön *lach* und das war bei mir auf jeden fall so.
Zitat:zu lang schon redest du
Leerzeichen in Gesprächspausen,
Das ist übrigens meine Lieblingsstelle Icon_smile

So, also rundum finde ich dein Gedicht gelungen und habe es gerne gelesen, trotz der Suche nach Worten (was ja nicht immer schlecht ist)^^

liebe grüße
bia

"kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt)
Biancas kleine Werke

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Beitrag #3 |

RE: VI 03: den Träumen bar
Hallo Libertine,

hach, schön, mal wieder etwas von dir zu lesen und auch zu kommentieren. Da kribbeln die Fingerspitzen gleich wieder Icon_wink ...

Fern verklingen die Stimmen,
die deiner Stille antworteten.


Ich fände hier "antworten" in der Gegenwart schöner, würde die Zeilen viel stärker wirken lassen ...

Zugegebenermaßen fiel es mir etwas schwer, in das Gedicht reinzukommen. Die erste Strophe ist durchweg gut, gefällt mir auch - aber irgendwie kommt der Funke nicht so krass rüber wie beim Rest.
Insbesondere die zweite Strophe ist unheimlich stark. Liest sich rhythmisch echt super, hat etwas ganz Eigentümliches, ohne abgehakt zu wirken. Gerade die letzten drei Zeile - wow!

Dritte Strophe ist auch supergut gelungen. Schön, wie du den Bezug zum Titel herstellst.
Nur was ich mit dem Ende anfangen soll. Hat ein wenig etwas Brutales - drückt für mich schlichtweg Verzweiflung aus. Die Bitte, dass das Ich mal zur Ruhe kommen soll, sich nicht um alles sorgen, nicht durchdrehen in dieser schmerzlichen Welt.
Einfach der tiefe Wunsch: Mensch, pass endlich mal auf dich auf - sonst tu ichs!

Und dadurch hat das Ende, trotz den Fäusten, etwas ungemein Zärtliches - fand ich sehr berührend. Diese diffuse Mischung aus Verzweiflung und Willenskraft.
Vielleicht denk ichs auch falsch, aber so hab ichs empfunden.

Tolles Gedicht! Icon_smile

Liebe Grüße

- Zack

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #4 |

RE: VI 03 den Träumen bar
Hallo ihr beiden,

ich war ganz erstaunt, wie schnell die ersten beiden Kommentare gekommen sind.
Vielen Dank! Icon_smile

zu bianca
Ja, das Thema - für mich geht es um Überarbeitung, darum, dass jemand völlig in dem Stress untergeht, den er sich (teilweise selbst) macht, dass es schwer ist, dagegen etwas zu tun; zu stützen. Deswegen steht für mich "den Träumen bar" als Ausdruck zum einen für Ausweg-, zum anderen für Schlaflosigkeit. Aber man kann es auch wie du lesen, dass es darum geht, keine Träume zu haben, oder die Träume verloren zu haben, bartraum, wie andere barfuß zu laufen.
Vielleicht verstehst du mit dem Hintergrund auch, weswegen das Gedicht für mich in keine der Rubriken passt. Es hat (in meiner Interpretation) nichts mit Romantik zu tun, nur weil ein Ich und ein Du darin vorkommen, Melancholie passt inhaltlich, aber die Stimmung passt dafür nicht - und Nachdenkliches fände ich zu moralisch in diesem Fall. Aber ich verstehe, was du meinst, wenn du sagst, es gehört sonst nirgendwo hin. Dafür ist es hier aber in netter Gesellschaft Icon_smile.
Zitat:Vom Klang her muss ich sagen, bin ich kein einziges Mal gestolpert, liest sich richtig flüssig und die Versimpulszeile ist noch einmal am Ende hervorgehoben, dadurch dass sie am Schluss steht.
Icon_smile Das freut mich hier besonders, weil's ein Rhythmus-Gedicht ist.
Schön, dass es dir gefallen hat, auch wenn du ein bisschen Probleme mit dem Inhalt hattest - ich mag deine Interpretation.

zu Zack
hach, schön mal wieder einen Kommentar von dir zu bekommen Icon_wink.
Ja, ich pack das "antworten" mal in die Gegenwart, auch wenn ich irgendeinen Grund hatte, weswegen es in der Vergangenheit steht, welchen auch immer.
Hm, ja, vielleicht merkt man, dass der Anfang aus drei Fragmenten zusammengesetzt ist, die nicht am Stück geschrieben sind, die erste Strophe ist eine Art Puzzle, die anderen dagegen im Fluss entstanden. Wirklich etwas daran ändern kann ich leider nicht, ich wüsste zumindest nicht, an welcher Stelle.
Dass dir die zweite Strophe so gut gefällt, freut mich total. Besonders das mit dem Rhythmus, denn da hab ich am längsten dran rumgebastelt. Schön, wenn das dann auch Früchte trägt Icon_smile.
Wie du das Ende liest, gefällt mir, es passt zu dem ... Gefühl, das ich beim Schreiben hatte.
Mehr kann ich dir auch nicht sagen, nur dass ich wirklich erstaunt bin, dass es dir so gut gefällt, hätte ich ja nicht gedacht Mrgreen

Kommt gut ins neue Jahr!
Liebe Grüße,
Libertine

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Beitrag #5 |

RE: VI 03 den Träumen bar
Hallo Libbi,


das "demnächst" ist doch früher geworden als erwartet, und ich geb zu, dass ich dir dieses Kommi schreibe, ohne fertig zu haben, was ich morgen fertig haben will - aber ich nehme einfach dein Gedicht und sage mir selbst auch: "Drück doch mal ein Auge zu". Icon_wink

=> bis du schläfst / / mit fest geballten Fäusten.
Müsste hier nicht ein Komma nach "schläfst" hin?

Das war's mit dem Angemerke auch schon. Und ein bisschen frage ich mich, was ich jetzt noch schreiben soll, was ich schreiben wollte, wie ich erklären soll, warum mich dein Gedicht so beschäftigt hat, denn das hat es. Vielleicht damit anfangen: Dass ich nur mit Neugier hineingelesen habe weil Libbi und weil Versipuls, und dass sich dann das Gedicht eingenistet hat, irgendwie hinter die Parkbank gestellt und mir auf die Schulter getippt, eine ganze Weile lang, noch mitten im Verwandtschaftswirbel. Und wenn ich es wiederlese, ist es wieder da, das Schultertippen, das zu einem leichten Klopfen gegen das Brustbein wird, wie ein Gruß; vorsichtig, aber hartnäckig.

Interpretieren - wie geht das, wie geht das hier? Mir scheint das so gar nicht notwendig bei diesen klaren Worten, da ist für mich ein Du, das dem Ich entgleitet, vielleicht so beschäftigt, aber auch irgendwie bedrückt; und da scheint Nähe und Lebendigkeit gewesen zu sein, aber irgendwie huscht der Blick des Du immer wieder über das Ich hinweg oder durch es hindurch, flüchtiges Lächeln und flüchtige Leerzeichensätze, aber niemals ist es wirklich anwesend, nie ganz da. So vom Leben in Beschlag genommen? Was genau los ist, schreibst du nicht, aber es ist auch nicht wichtig; wichtig ist diese Ferne auf einmal und das Bedürfnis des Ich, zu rufen: Jetzt hör doch mal auf, mach mal halblang und drück ein Auge zu, statt so scheubeklappt geradeaus zu starren; komm endlich einmal wieder zur Ruhe. Und wenn's sein muss, drück ich dir die Augen selbst zu, damit du schlafen kannst; zwar immer noch mit geballten Fäusten, aber doch - schlafen.

Da lese ich viel Nähe heraus, Zuneigung: Du, es ist mir nicht egal, wie's dir geht und wie du vor dich hin flüchtest, es ist mir nicht egal, wie verhuscht du auf einmal bist und wie du ausweichst. Ich will dich drücken, anfassen, dir helfen.
Und zugleich lese ich gerade daraus ein bisschen das Unvermögen, diesem Bedürfnis gerecht zu werden ...

Nein, mir bleibt wirklich nichts mehr zu sagen; nur, dass das Gedicht beschlossen hat, noch eine Weile zu bleiben bei mir und mir hin und wieder eine kleine Botschaft zu morsen mit seinen Klopfzeichen.
Ich hab's sehr gern gelesen, diese irgendwie selbstverständlichen Worte, die fast etwas von einem festen, beruhigenden Griff haben, behutsam, aber ohne loszulassen. Ruhige Worte. Worte, die sagen: Ich hab dich gesehen, hab gesehen, wie's dir geht, und jetzt komm doch einfach mal her und zu dir.

Schön. Wirklich schön. Gefällt mir ausgesprochen gut! Icon_smile


Mira

Ich bin ein Fragezeichen
kein Punkt
- Rose Ausländer -

Avatar von Zwielichtstochter

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Beitrag #6 |

RE: VI 03 den Träumen bar
Hallo Mira,

dafür ist aus meinem Bald ein (Dem)nächstes Jahr geworden.
Auf deinen Kommi war ich nach der Vorankündigung ja schon sehr gespannt. Vielen Dank Icon_smile.

Über das Komma habe ich auch schon nachgedacht, aber ich finde, es sieht nicht aus. Und ich glaube, es muss nicht unbedingt hin, könnte aber.
Dass dich das Gedicht so lange beschäftigt hat, mit Tippen, Klopfen, Grüßen freut mich sehr, irgendwie schön, das zu lesen Icon_smile
Mir fällt es schwer, dir viel zu antworten, vielleicht merkt man das, denn vielmehr als Nicken und "achja" denken kann ich nicht recht. Mir gefällt, wie du das Gedicht liest, dass du die Ferne siehst, die Distanz, und gleichzeitig die Nähe, die war (und am Ende etwas wiederkommt?).
Zitat:Nein, mir bleibt wirklich nichts mehr zu sagen; nur, dass das Gedicht beschlossen hat, noch eine Weile zu bleiben bei mir und mir hin und wieder eine kleine Botschaft zu morsen mit seinen Klopfzeichen.
Icon_smile Gut, dass ich kein todtrauriges Gedicht versucht habe zu schreiben, was? Denn die Botschaft ist ja eine recht positive. Treffender kann man das nicht sagen als:
Zitat:Ich hab dich gesehen, hab gesehen, wie's dir geht, und jetzt komm doch einfach mal her und zu dir.

Ich freu mich noch ein bisschen über die Wirkung.
Danke dir Icon_smile

Liebe Grüße,
Libertine

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Beitrag #7 |

RE: VI 03 den Träumen bar
Hi!
Was man so für Schätze findet. Hm, kann das sein, dass diese Werke entstanden, bevor ich hier war? Muss wohl so sein, wie konnte ich sie sonst übersehen haben?
Ich muss ehrlich sagen, es sind meist die Titel, die mich ansprechen. *lach*
Okay, was auch sonst, wenn man so durch ein Werkeverzeichnis geht. Dennoch, ich wollte es mal anmerken. Ich mag sie. Ihre schlichte Eleganz, die subtil, aber kräftig an den Saiten der Emotionen zu zupfen vermag.
"den Träumen bar" berührt mich sehr stark, denn es weckt Gefühle, die ich nur zu gut kenne. Ja, man könnte sogar sagen, dass ich mich im Du wiederfinde. Dieses Funktionieren, dass du beschreibst. Keine wirklichen Emotionen mehr, sondern vieles nur gute Miene zum Spiel. Viel Gerede, um bloß keine Leere zuzulassen. Denn in der Leere sind die Gedanken besonders laut.
Irgendwann verliert man sich, wird zu einer Karikatur seiner selbst. Kann vielleicht auch nicht aufhören, will nicht aufhören?
Es ist gut, wenn man dann Freunde hat, die den Schmerz sehen, sehen, wie qualvoll dieses Funktionieren ist. Dieses hast du sehr schön in den ersten beiden Strophen eingefangen. Es liest sich zuerst flott, entwickelt daher erst langsam seine Wirkung - das mag ich ja ohnehin am Liebsten.
Die stärkste Strophe, die mich auch gerade wortlos stehen lässt und auch stehen kann, finde ich die Dritte.

Zitat:So zerzaust wie du bist,
so zerschlissen, versteckt
hinter zitternden Lidern,
die nicht schließen,
nicht öffnen, wirkst du
schon lange den Träumen bar.

Zitat:Fern verklingen die Stimmen,
die deiner Stille antworten.
-- Kann das Du sie nicht hören, weil es in seiner Welt gefangen ist, oder sind die Stimmen fern, weil sie sich nicht wirklich für das Du interessieren?

Der letzte Teil, sehr stark auch vom Aufbau her!, lässt beide Deutungen zu, denn nur das Ich scheint es schaffen, durchzudringen. Vielleicht weil auch nur das Ich will? Es schwingt ein Hauch von sanfter Gewalt mit, muss doch das Ich drücken, nicht halten. Ich sehe richtig vor mir, wie sich das Du sträubt, weitermachen will, dann aber doch erschöpft in sich zusammensinkt.

Zitat:Und ich.

Ich drücke dich,
ich drück dein Auge zu,
bis du schläfst

mit fest geballten Fäusten.

Die Fäuste erinnerten mich zuerst an ein Baby. Nun jedoch wird der Eindruck stärker, dass das Du auch im Schlaf nicht wirklich loslassen kann. Vielleicht ist es auch deshalb nachgeschoben. Die Ruhe des Du ist nur scheinbar.

*hach*
Ja, was soll ich sagen, wahrscheinlich ist eh alles Humbug. *lach*
Dennoch wollt ich es nicht unkommentiert stehen lassen.
Ein sehr bewegendes Gedicht.

Adsartha

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #8 |

RE: VI 03 den Träumen bar
Hallo Addi,

vielen Dank für deinen Kommentar! Icon_smile
Ich hab dir ja schon geschrieben, dass mir persönlich dieses Gedicht auch sehr gut gefällt. Und deswegen bin ich immer sehr gespannt, wie es auf andere wirkt, was sie darin lesen, für sich herausziehen.

Das Gedicht ist auf jeden Fall online gegangen in der Zeit, in der du da warst. Aber vllt war das dein Australien-Jahr? Nee, glaube ich nicht. Wo warst du denn im Dezember 2008? Aus der Zeit ist ja sowohl dieses Gedicht als auch Grabmallos

Zitat:Dieses Funktionieren, dass du beschreibst. Keine wirklichen Emotionen mehr, sondern vieles nur gute Miene zum Spiel. Viel Gerede, um bloß keine Leere zuzulassen. Denn in der Leere sind die Gedanken besonders laut.
Irgendwann verliert man sich, wird zu einer Karikatur seiner selbst. Kann vielleicht auch nicht aufhören, will nicht aufhören?
Ja, genau, darum ging es mir hier auch, wie jemand hinter seinem Alltag verloren geht, wie keine Zeit zum Durchatmen, keine Zeit die Falten in der Stirn zu glätten bleibt. Oder keine Kraft. Vllt vielmehr das.
Zitat:Die Fäuste erinnerten mich zuerst an ein Baby. Nun jedoch wird der Eindruck stärker, dass das Du auch im Schlaf nicht wirklich loslassen kann. Vielleicht ist es auch deshalb nachgeschoben. Die Ruhe des Du ist nur scheinbar.
Ja. Es ist ja oft so, dass man in Stresssituationen "schlaflose Nächte" hat - oder eben nur schwer ein- und durchschlafen kann. Und dann kommt erst recht keine Ruhe.

Dein Kommentar ist kein Humbug. Vielen Dank für deine Gedanken. Und es freut mich sehr zu sehen, wie das Gedicht auf dich wirkt. Es trifft. Das ist sehr schön.

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
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