Es ist: 02-12-2022, 20:10
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Sektor 42: Paradiesische Hölle
Beitrag #11 |

RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle
"Der Transporter ist auf der Planetenoberfläche gelandet. Ich habe einen passiven Scan des Gebietes durchgeführt und die Signatur eines weiteren Schiffes geortet. Ohne einen genaueren Scan können wir nichts genaues darüber sagen, aber die Daten die wir bekommen haben, lassen auf ein Schiff von etwa gleicher Größe wie die Spectre schließen. Außerdem hat es bis vor einigen Augenblicken noch Signaturdaten gesendet, bevor die Saranen da unten wahrscheinlich jede Übertragung gestoppt haben. Dieses Schiff verwendet allierte Codecs." Der Chazon sah D'unn an.
"Heißt das wir haben es mit eiem Übergriff des saranischen Militärs auf allierte Zivilisten zu tun?" frasgte D'unn, aber sein Gegenüber verneinte die Frage fast augenblich mit einem Kopfschütteln. "Das können wir nicht sagen. Wir wissen noch immer nicht was das Imperium in diesem System macht. Es könnte sich tatsächlich um ein unerlaubtes Eindringen einer Gruppe von Allianzbürgern in saranischen Raum handeln."
D'unn nickte verstehend. Dann zuckte er mit den Schultern. "Erstmal können wir eh nichts tun. Die nächsten fünfzehn Minuten sind wir ohnehin blind."
Das stimmte.
Die Spectre war vor dem schwarzen Hintergrund des Weltalls praktisch unsichtbar, aber sollte sie zwischen einen der Monde oder den Planeten und das saranische Schiff kommen, würde ihr Umriss klar zu erkennen sein. Zwar könnte sie Kurskorrekturen vornehmen um so eine Situation zu vermeiden, aber die entstehenden Emissionen der Triebwerke oder der Gravitationsmodule würden sie dann widerum für jeden Scanner in Reichweite sichtbar machen.
Die einzige Methode für ein Schiff wie die Spectre einen Kurswechsel vorzunehmen oder die Überwachung fortzuführen bestand im sogenannten Sanders-Manöver:
dabei würde das Schiff sich zur Rückseite des Planeten bewegen, wo die Scanner des saranischen Schiffes es nicht würden erfassen können und dort in die Umlaufbahn des Himmelskörpers einzutauchen und dessen Gravitationskräfte für ein Slingshot-Manöver nutzen. Zu dieser Zeit konnten die Triebwerke des Schiffes auf voller Leistung arbeiten, aber trotzdem würde das Schiff volle 15 Minuten brauchen, den Planeten zu umrunden. 15 Minuten in denen sie blind wären.
Die passiven Sensoren der Spectre maßen die steigende Entfernung zu dem saranischen Schiff.
"Einleiten des Sanders-Manövers ... jetzt."
Eine Minute später verschwand das saranische Schiff hinter der Halbkugel der PLanetenhälfte und ein hochtönendes Dröhnen erfüllte die Spectre als ihre Triebwerke das Schiff beschleunigten.
D'unn hasste es blind zu sein...

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Beitrag #12 |

RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle
"Achtung, Achtung! Alle Mann in Deckung, ich wiederhole:
alle Mann in Deckung. Zündung der Ladung in 5...."
Bar Khod setzte behände über die Permastahlbarriere hinweg, die am Ende des Minenschachts angebracht hatte. Als er aufkam wallte Staub aus dem Fell des Chazon. Während er sich hinter die Barriere duckte, zählte die Stimme des Vorabeiters aus den Lautsprechern herab weiter runter, gefolgt von einem Knall und einem Beben, das in dunklen Fäden Staub von der Decke rieseln ließ.
Der Mann neben ihm, einer der neuen, war bei der Explosion zusammengezuckt und als jetzt die erste dunkle Wolke über die Absperrung hinwegströmte, schloss er die Augen, obwohl er wie jeder andere hier eine Schutzbrille trug.
Bar schüttelte kaum merklich den Kopf, während die Belüftungsanlage ansprang und die Staubwolken aus der Luft reinigte.
Der Chazon mit der jahrelangen Erfahrung in den Bergwerken der Kolonie von Narojan war auch der erste, der wieder hinter der Absperrung hervorkam um sich die Sprengung anzusehen. Mit eingeschaltetem Restlichfilter der Schutzbrille ging er durch den dunklen Gang. Hinter ihm erklang bereits das klackende Geräusch, das die Spinnenbeine der Scheinwerferdrohnen an der Decke verursachten.
Wenn die Sprengung ohne Komplikationen verlaufen war - und davon war auszugehen - hatten sie heute ein völlig neues Vorkommen erschlossen, dass sich noch jahrelang abbauen ließe. Damit wäre dem Imperium...
Bar Khod erstarrte, als er um die letzte Biegung des Ganges kam.
Überall lagen Trümmer, die Sprengung hatte wie geplant einen 2x10 Meter großen Bereich des Felsgesteins weggesprengt.
Aber anstatt einer matt leuchtenden Triliziumader befand sich vor ihm ein großes schwarzes Loch, hinter dem scheinbar ein Hohlraum lag.
Ein einzelner Arm - menschlich, meinte Bar zu erkennen - lag davor, eingekleidet in eine Art Schutzanzug.
"Beim schwarzen Herz der Galaxis," murmelte Bar. "Lass uns keinen Mist gebaut haben."
Oft arbeiteten mehrere Bergwerktrupps in Parallelschächten. Bar füchtete zu Recht, dass es zu einem Kommunikationsfehler gekommen war und man aus versehen einen anderen Arbeitertrupp in der Explosion zerfetzt hatte.
Trilizium gab es hier jedenfalls nicht.
Nach einem Augenblick des Zögerns trat er durch das Loch. Es dauerte einen Sekundenbruchteil, bis der Restlichtfilter sich an die herrschende Dunkelheit anglich, aber er machte es nicht leichter für Bar, zu sehen. In unregelmäßigen Abständen flackerte eine Deckenlampe und tauchte den Hohlrauhm - Gang, das ist ein künstlicher Gang! - in scheußliche Blitze. In ihrem immer wiederkehrenden Licht, sah er, dass hier mehrere Leichen lagen, grausam zugerichtet und zerrissen. Sie alle trugen die gleiche Art Schutzanzug, ein schwarz-graues Kleidungsstück, das irgendwie wie ein Kampfpanzer wirkte. Alle schienen sie menschlich zu sein.
Das war auf keinen Fall ein weiterer Bergwerkstrupp.
Was war das?
Verdammt, er musste seine Vorgesetzten informieren, das würde sich jemand ansehen müssen, der weiter oben in der Rangliste stand.
Je länger er hinsah, desto sicherer war er sich, dass es sich wirklichum Kampfanzüge handelte. Er entdeckte mehrere zerschmolzene Metallklumpen und in der Ecke lag ein vollständiges Pulsgewehr.
Das waren Soldaten, ganz sicher.
Handelte es sich hier um einen Angriff auf eine imperiale Kolonie?
Jemand musste informiert werden.
Und wo waren eigentlich die anderen?
Das nächste was er wahrnahm, war ein Knallen und Blitzen und dann Schmerz.
Er wurde zurückgeschleudert, gegen die Felswand während die Welt um ihn herum schwarz wurde, schwärzer als der tiefste Minenschacht.
Das letzte was bar Khod in seinem Leben sah, war die Gestalt in voller Kampfmontur die sich aus der Dunkelheit schälte. Zeichen - 108 - prangten auf der Brustplatte des Körperpanzers, der irgendwie fremd wirkte, das Gewehr in seiner Hand rauchte noch aus der Mündung.
Und da waren noch andere, sie kamen hinter ihm, ein halbes Dutzend, dann ein ganzes, fünfzig, hundert. Während er starb, sah Bar Khod Krieger und Zahlen an sich vorbeiziehen...
.... 01, 02, 03, 04, 05, 06, 07 ... 211, 212

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Beitrag #13 |

RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle
« Es ist seltsam, General », entfuhr es Shaira Walon stirnrunzelnd, « auch meine Sensoren hier zeigen keine ungefwöhnlichen Werte. Ich kann nicht erklären, was die Transporterstrahlen ablenkt. »
Ritualde nickte kurz. « Wie zu erwarten. Können Sie wenigstens das Innere des Schiffes scannen? »
« Selbstverständlich. »
Walon hielt das handliche Sensorgerät zu dem Schiff, dass in einiger Entfernung auf der Lichtung stand. Das Bild, was sich den sechs Saranen präsentierte, war das Gleiche, dass sie schon auf der Thordok I gesehen hatten. Vier der sechs Eindringlinge lagen nach wie vor regunslos und gefesselt im Gras. Der Fünfte, den die Spinne am See überwältigt hatte, lag ebenfalls bewegungsunfähig am Strand. Nun hatten sich die Robotorspinnen dem Schiff zugewandt, ohne dieses jedoch weiter anzugreifen.
«Das Schiff hat keinen allierten Identifizierungscode. Meine Sensoren zeigen lediglich « Gambit Queen » als Schiffsname an. Womöglich illegal oder gestohlen. Eine Lebensform im Inneren als menschlich registriert.  Waffen- und Schildsysteme des Schiffes sind online », schloss Walon den Bericht ohne den Blick von der Gambit Queen zu nehmen.
Ritualde, Walon und die vier saranischen Soldaten waren hinter dichtem Gebüsch außerhalb der Lichtung in Stellung gegangen, von der sie aus den Kampfplatz übersehen konnten. Anscheinend hatte der letzte Eindringling ihre Landung auf dem Planeten entweder nicht registriert oder nichts dagegen unternommen.
« Es hat keinen Sinn, so zu den Gefangenen vorzudringen », knurrte Ritualde missmutig, « er könnte uns jederzeit im offenen Gelände treffen.  Wenn der Kerl sich nicht zuckt, werden wir das Schiff doch gewaltsam entern müssen. »
Ritualde war nicht wohl bei dem Gedanken überflüssige Gefechte zu beginnen, vor allem in so einer aussichtslosen Situation für ihren Gegner. Nach einer kurzen Anweisung an Leyr, erklang die Stimme des ersten Offiziers via Lautsprecher der Robotorspinne erneut auf der Lichtung.
«Hier spricht die Thordok I. Dies ist ihre letzte Warnung! Kommen Sie mit erhobenen Händen aus dem Schiff oder wir werden das Feuer eröffnen! »
Keine Reaktion.
Ritualdes Miene verfinsterte sich. Die Soldaten hinter ihm stellten die mitgebrachte Plasmakanone auf und warteten. Leise sprach Ritualde in sein Funkgerät und zu den Soldaten: « Feuer! »
Drei Plasmasalven, aus den Rohren der Spinnen und der Plasmenkanone trafen die Gambit Queen und ließen das Schiff kurz erbeben.
Ltd. Walon riss ihren wieder ihren Sensor hoch.
«Ihre Schilde halten, werden jedoch schwächer! »
« Commander Leyr, zielen Sie auf die Einstiegsluke! », schnarrte Ritualde in sein Funkgerät.
« Feuer! »

----------
« Gouverneur, ich habe die Übertragung zu Stollen 12 verloren. »
Takis wirbelte herum und fuhr sich nervös durch die Haare.
« Was meinen Sie? Sie haben kein Signal mehr? Verständigen Sie den zuständigen Stollenleiter! »
« Das ist es ja », antwortete der Programmierer ohne seinen Blick vom Zentralrechner zu nehmen, « er gibt keine Antwort. Ich kann auch keine Bilder mehr kriegen. Alle Signale sind vollkommen tot. »
« Gouverneur, ich habe das selbe Problem in Stollen 15 », berichtete der Programmierer am Rechner neben ihm. «Es scheint, als fallen alle Systeme dort aus.  Ein Stromausfall womöglich. »
« Ein Stromausfall? », quiekte Takis zwei Oktaven über seiner normalen Tonlage. « Vor zwei Minuten hat mir General Ritualde versichert, es gäbe keine Gefahr und sie erzählen mir was von einem Stromausfall! Ich wusste, der Mann lügt. Man darf dem Militär kein Wort glauben. Die interessieren sich nicht, was mit uns Zivilisten passiert! »
Wieder fuhr sich Takis durch sein schütteres, graues Haar und blickte gehetzt zu den Programmierern um sich, als sollten sie ihm sagen, was zu tun wäre.
«Ich wusste, diese Eindringlinge sind eine Gefahr für uns. Verriegeln sie den zentralen Bereich ... und den östlichen Stollengang. Und ... die Arbeiter in den angrenzenden Stollen sollen sich bewaffnen und die Zugänge dort schützen. ... Und stellen sie eine Verbindung zu Ritualde her! »


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Beitrag #14 |

RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle
Er rannte um sein Leben. Hinter ihm war das Stakkato der Pulsgewehre zu hören. Schreie erklangen und er wusste, dass sie von seinen Leuten kamen. Selbst wenn sie einen der anderen erwischten, so starb er still und ohne Klagen.
Angst hatte sich in den Reihen der Miliz breit gemacht, als die Angreifer auf ihre völlig überforderten Stellungen zumarschiert waren. Schnell war daraus Panik geworden, als deutlich wurde, wie sehr sie ihnen unterlegen waren.
Die Miliz war mit Pulsgewehren ausgestattet, aber nicht einer von ihnen verfügte über Personenschilde oder Granaten - immerhin waren sie im Grunde nur Zivilisten.
Innerlich verfluchte er den Governeur und - es schmerzte ihn in der Seele - den Kaiser, dafür, dass sie sich zum Schutze Narojans alleine au die Tarnung der Kolonie verlassen hatten. Immerhin lag sie weit unter der Oberfläche des Planeten. Wie sollte man sie schon finden.
Jetzt aber hatte sich herausgestellt, dass noch tiefer, noch
näher am Planetenkern noch etwas anderes versteckt gewesen war.
Sein Herz stolperte unter der Anstrengung. Eine Explosion ließ die Wände des Stollens erzittern. Staub und Sand fiel von der Decke. Mit einem Mal verklangen die Schreie.
Eine furchterregende Stille kehrte ein, dann hörte er das Geräusch von Stiefeln, die sich schnell durch den Gang hinter ihm bewegten.
Zuerst hatten viele von ihnen geglaubt, dass sie es mit Maschinen zu tun hatten, aber das stimmte nicht. Einem der Angreifer hatte ein Glückstreffer die Front seines Helmes zerstört. Er hatte genau gesehen, wie alles Leben aus dem menschlichen Gesicht darunter wich.
Von Anfang an hätten sie es wissen müssen.
Er hatte zu den ersten Teams gehört, die den Planeten erkundet hatten. Narojan war eine Unikum gewesen, ein seltsames Einzelstück, ein Planet der als unbewohnbar verzeichnet war, kahler Fels inmitten unwegbaren Territoriums - es war kaum mehr als Zufall gewesen, dass eine der automatisierten Drohnen des Kaiserreichs die die Galaxis durchstreiften diesen vor Leben überquellenden Himmelsköprer gefunden hatten.
Man hatte sich keine Gedanken gemacht, manchmal konnte es halt passieren, dass Fehlinformationen und mangelnde Erkundung dazu führten, dass ein Planet falsch klassifiziert wurde.
Er stolperte.
Während er fiel, dachte er noch, dass es spätestens hätte auffallen müssen, dass irgendetwas mit Narojan nicht stimmte, als die Kaiserlichen Inspektoren eingetroffen waren. Sie waren mit einem Trupp Ingenieure in den Tiefen von Stollen 3 verschwunden waren.
Das war vor vier Tagen gewesen. Er hatte es nur zufällig mitbekommen, weil einer der Sicherheitsmänner vergessen hatte, einen Funkkanal zu sperren.
Der Aufschlag war hart, aber er rappelte sich sofort wieder auf.

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Beitrag #15 |

RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle
Die Einstiegsluke wurde wie von einer gewaltigen Faust getroffen nach innen gedrückt und flog auf einer Feuerwolke durch den Gang, bevor sie mit der Wand kollidierte und auf den Boden kippte. Charlie hatte sich in den hinteren Bereich des Laderaums gekauert und hielt ein Pulsgewehr in den Händen. So ruhig wie möglich zielte er damit auf die Luke.
Ein Laserzielstrahl tastete ruckhaft durch den Explosionsqualm und Charlie gab eine Salve in Richtung der Tür ab, woraufhin der Strahl zurückzuckte, als der Soldat in Deckung ging.
"Ich habe mich hier einegraben," rief Charlie den Gang herunter. "Wenn ihr mich mich Gewalt holen wollt, dann nehm ich ein paar von euch mit und ich bin mir ziemlich sicher, dass es der größte Teil sein wird!" Das war zwar nicht der Plan, den er versucht hatte, sich einfallen zu lassen, aber er war sich verdammt sicher, dass er funktionieren würde.
"Ich bin bereit zu verhandeln. Wir können über alles reden!" Na, wenn DAS nicht mal wild und entschlossen klang, dachte er sarkatisch.

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Beitrag #16 |

RE: Sektor 42: Paradiesische Hölle
Noch immer umkreiste der Sichtlukenlose Panzerstahlsarg der Spectre den Planeten mit höchstgeschwindigkeit. Die halbe Strecke lag bereits hinter ihnen und bald würden die Triebwerke des Schiffes sich automatisch drosseln und Gegenschub geben, bevor sie sich abschalteten, wenn das Spionageschiff den Himmelskörper endgültig passiert hätte.
D'unn befand sich auf seiner Kontrollliege und überwachte den Kurs und die Mittelstreckensensoren des Schiffes. Auch von der Schattenseite Narojans hatten sie verschiedene Störmeldungen aufgefangen, aber bisher war es ihnen nicht gelungen, Sinn in die zerhackten Nachrichten zu bringen. Diese Übertragungen empfingen sie seit einigen Minuten, aber sie waren immer unvollständig, ganz so als würde irgendetwas sie blockieren.
"Sir, ich habe etwas."
D'unn wandt sich dem Ongkai zu, der in der Liege neben ihm Platz genommen hatte.
"Was ist es?"
"Das Schiff auf der Planetenoberfläche:
ich habe seine Signatur durch die Datenbank laufen lassen. Scheint so, als stimme sie überin mit den Daten eines gesuchten Piratenschiffes. Die Datei die es betrifft hatte einen Sicherheitsvermerk, deshalb habe ich sie nicht sofort gefunden."
"Was für einen Sicherheitsvermerk?"
"Halten sie sich fest:
es sieht ganz so aus, als wäre dieses Schiff eine Aethersprite, die vor etwa einem Standardmonat in Sektor 42 an einem Überfall auf die Installation 42-0983 beteiligt war. Haben dort allem Anschein fette Beute gemacht."
"Was wurde gestohlen?"
"Ein Luna-Klasse-Zerstörer mit experimenteller Ausstattung."
D'unn wäre vor Überraschung beinahe von seiner Liege gefallen.
"Was?"
"Es handelte sich um eine Testplattform für irgendwelche KI-Forschungen. Wurde in Zusammenarbeit mit LUMEN entwickelt. Der Konzern hat versucht die genauen Umstände des Diebstahls zu verschleiern, aber scheinbar sind doch einige Sachen durchgesickert."
"Das da unten sind also die dreistesten Diebe der Randwelten?"
"Ja. Und obendrein noch Mörder. Die Rumpfcrew des Zerstörers ist allem Anschein nach bei dem Überfall ums Leben gekommen. Ein NISC-Agent bleibt verschollen."
D'unn atmete tief durch.
In was waren sie da nur geraten?

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