Es ist: 02-12-2020, 03:54
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Lesekreis: Feuerklingen
Beitrag #21 |

RE: Lesekreis: Feuerklingen
Hallo,

ich bin noch bis Mittwoch abwesend, werd mich also erst übermorgen hier wieder zu Wort melden können. Ihr könnt warten, oder inzwischen beginnen, - ganz wie es euch gefällt. Ich hoffe, danach kommt hier ein wenig mehr Tempo rein. Mrgreen

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

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Beitrag #22 |

RE: Lesekreis: Feuerklingen
Hallo ihr!^^

Wir können ja nicht immer alles an Sternchen hängen lassen, also mach ich mal den Anfang. (Außerdem dürfen auch mal mehr als ein Beitrag pro hundert Seiten gepostet werden *nur mal anmerk* Icon_wink)

Blutige Gesellschaft

Unsere Normännerrebellen sind unzufrieden mit der Gesamtsituation, so scheint mir. Aber dann bekommen sie unverhoft doch noch Arbeit. Ich finde übrigens, dass es Abercrombie gelingt, sie nicht zu unbesiegbar wirken zu lassen, obwohl sie doch bisher jeden Kampf gewonnen haben. Irgendwie ist es durchaus immer knapp.

Also zieht Bethod auf das Lager Prinz Ladislas zu. Wer hätte das geahnt? Icon_wink Ich bin gespannt, wie sich der Prinz in seiner Unfähigkeit da rauswinden will? Dreibaum und die anderen reiten also zurück. Hätten sie das mal besser nicht getan.

Lange Schatten

Unsere Heldenfraktion mit der Mission, die Welt zuretten erreicht den großen Fluß. Erinnert euch das auch irgendwie an "Herr der Ringe"? Jedenfalls finde ich die Beschreibung des Flusses durchaus gut gelungen und noch interessanter die Reaktion der Charaktere auf seinen Anblick. Ferro wird immer umgänglicher hab ich das Gefühl. Langfuß nervt in diesem Karpitel irgendwie deutlich mehr. Bekommt aber sein Fett weg. Mrgreen

Zitat:Ein Streit zwischen den beiden hochmütigsten Männern, die er jemals getroffen hatte, versprach seiner Meinung nach höchst unterhaltsam zu werden.
Ich finde das wurde es auch. Und scheinbar wird auch Jezal langsam integriert. Gut für die Gruppe, blöd für den Leser? (Weniger aufeinanderprallen zwischen den Charakteren?) Andererseits muss das ja irgendwann so kommen, wenn die Gruppe eine Chance haben soll. Interessant wäre es ja, wenn die Gruppe scheitern würde und das Buch ein schlechtes Ende nehmen würde.

Schulden und Verpflichtungen Wie zuerwarten bekommt Glokta kein Geld von Sult. Trotzdem braucht unser Lieblingsinquisitor Geld. Aber er bekommt es dann von gänzlich unerwarteter Seite. Zunächst opfert Elder ihren Schmuck. Für mich hat sie das verdammt verdächtig gemacht. Sie gaukelt uns vor, ihre läge alles an der Stadt, das lässt mich das Gegenteil vermuten.
Und dann auf einmal die Bank ... ich weiß noch nicht was ich davon halten soll (ebenso wenig wie Glokta Icon_wink). Der Bank scheint die Stadt sehr viel wert zu sein. Doch warum? Wegen der Gewürzhändlergilde? (Ein so guter Kunde?) Kann ich mir irgendwie nur schwer vorstellen. Liegt ihnen möglicherweise so viel an Glokta und dem ominösen Gefallen, den er ihnen nun schuldet? Dafür müsste Glokta überleben und deshalb das viele Geld? Was das wohl für ein Gefallen sein wird? Meine momentane Vermutung: einen Gefangenen frei lassen, oder Beweise gegen die Bank vertuschen oder ähnliches. Habt ihr eine Vorstellung?

Einfach nur genial fand ich Gloktas Gedanken dazu:

Zitat:Und wer würde eine solche Summe zur Verfügung stellen? Tja, unsere alten Freunde vom Bankhaus Valint und Balk, Euer Eminenz, die bisher einen nicht näher bezeichneten Gefallen verlangen, den sie zu jeder Zeit einfordern können. Meine Loyalität bleibt davon selbstverständlich völlig unberührt. Das verstehen Sie doch, nicht wahr? Ich meine, es ist doch nur ein kleines Vermögen in Edelsteinen. Wasserleiche unten am Kai gefunden ...
Icon_lol

Angst
Mir hat dieses Kapitel sehr gut gefallen. Nach dem Logen Ferro auf seine Seite gezogen hat, gelingt ihm das langsam auch mit Jezal. Der beginnt ihn zumindest zu respektieren. Toll fand ich:
Zitat:Jezal hatte sein ganzes Leben darauf aufgebaut, immer wie der Schlauste, Stärkste und Edelste daherzukommen. Es war eine faszinierende Idee, dass ein Mann versuchen könnte, geringer zu erscheinen, als er eigentlich war.
Mrgreen Den Gedanken konsequent zu Ende gedacht würde doch gleich mal ein anderes Licht auf Logen werfen, oder Jezal?^^
Logen scheint wirklich ein geborener Anführer zu sein und ohne ihn wäre die Reise schneller zu Ende, als es Bayaz lieb wäre. (Aber deshalb hat er ihn vermutlich mit genommen) Von Jezal kann man das, bisher, noch nicht behaupten. Auch im Kampf hat er nicht gerade seinen Mann gestanden. Dabei fällt mir ein: wofür wird Langfuß eigentlich bezahlt? Sollte er seine Kamerade nicht vor Hinterhalten warnen? Quai dagegen wird richtig interessant, desto länger sie im alten Kaiserreich sind, desto interessanter. Allerdings hat ich ein etwas mulmiges Gefühl als er darüber philosophiert, wie einfach man Bayaz jetzt umbringen könnte. (Hm war das jetzt schon ein anderes Kapitel? Naja egal Icon_wink) Der Quai hat auch noch seine dunkle Seite, scheint mir.
Was mich zu Bayaz bringt. Magie ist eine gefährliche Angelegenheit. Und ich finde es gut, dass sie jetzt mal so aus dem Ruder läuft. Auch Bayaz ist nicht unbesiegbar (bisher war er das ja eher). Stattdessen steht die Gruppe jetzt vor der ersten Bewehrungsprobe (bzw. die erste hatten sie ja gerade).
Mir gefällt Abercrombies Darstellung von Magie. Nicht "kindische" Zaubersprüche sondern Magie in einer eher mytischen, legendenhaften Form.
Für mich jedenfalls eines der besten Kapitel bisher.

Die Hundert Worte
Ein ziemlich abartigen Traum hat Glokta da, oder? Könnte das etwas mit den Einflüsterungen der Verzehrer zu tun haben? Jedenfalls ist Yulwei wieder aufgetaucht. Und das freut mich irgendwie. Seine Art von Magie (das ungesehene Bewegen?) gefällt mir gut. Ob er sich auch einem Element zuordnen lässt (Luft/Wind?) und wie wohl die elemtare Aufteilung in dieser Welt ist? Die "europäischen" vier Elemente? Eher die chinesische Version mit ein paar mehr (Holz, Eisen)? Wozu wohl ein Magier mit den Gebiet Eisen
fähig wäre? Und Glokta ist jetzt gewarnt, auch wenn er nur langsam, langsam lernt. Gleichzeitig gibt es eine düstere Aussicht von Yulwei. Die Verzehrer kommen? Verzehrer befinden sich in der Stadt? Nicht gut. Ob Glokta denen wohl Herr werden kann? Na ja, wer wenn nicht Glokta?
Jedenfalls sehr positiv, dass Glokta eine Kaimauer bauen lässt. Das wird die Guhrkisen hoffentlich überraschen.

Der Einäugige unter den Blinden
Und jetzt ist auf einmal Logen der Anführer. Und seltsamer Weise folgen ihm auch alle. Wobei das eher die Früchte seiner Vermittlungsarbeit sind. Aber das sich selbst Ferro anpasst macht sie ungleich sympatischer für mich. (Mir kommt gerade der Gedanke an eine Liebesbeziehung zwischen Logen und Ferro Icon_ugly ) Langfuß nervt jetzt definitiv mehr als Ferro, finde ich.

Der Schlachtplan von Prinz Ladisla
Was soll man mehr dazu sagen als: Icon_lachtot
Was für ein unfähiger Idiot. Die einzige Chance die West noch hat, um da raus zu kommen, ist meiner Meinung nach, wenn er sich an Dreibaum und die anderen hält und sie irgendwie dazu bewegen kann, doch bei ihnen zu bleiben. Vielleicht kann er sie los schicken, um Bethod zu töten? Jedenfalls wäre es wohl besser gewesen, wenn sie nicht ins Lager zurückgekommen wären, sondern versucht hätten Bethod zu töten. Hätte mehr gebracht als Prinz Ladislas Schlachtplan. Meint ihr, die Nordmänner um Dreimbaum hauen jetzt wirklich ab? Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn sie Bethod aufhalten wollen, müssen sie etwas tun, müssen sie die Union unterstützen.

Bis Sonnenuntergang
Glokta und der Gesandte. Keine besonders zimperliche Art, mit ihm umzuspringen.

Zitat:Na gut, Praktikalin Vitari, wenn sie mir so gar nicht widerstehen können. Sie werden allerdings oben liegen müssen.
Icon_lol genial

In Vitari scheinen wir uns nicht getäuscht zu haben. Sie scheint eher Verbündete von Glokta zu sein (sie meint, sie hätte Sult geschrieben, Glokta hätte alles im Griff), aber kennen tut sie ihn nicht besonders. Ich hab mich richtig gefreut, als er den Gesandten auf einmal im Verlies hatte. Aber das mit den Namen ging mir dann doch etwas zu einfach. Meint ihr, dass es wirklich die beiden sind? Oder versucht der Gesandte dadurch Misstrauen zu sähen? Glokta scheint ihm jedenfalls zu glauben. Aber irgendwie war das zu einfach. Oder was denkt ihr?

Schlechte Aussichten
Ich muss zu geben, ich hab dieses Kapitel auch noch gelesen (ist ja nicht langIcon_rolleyes ), also alle, die nicht bis dahin gelesen haben, den Text jetzt überspringen. Icon_wink

Der Titel trifft es ziemlich gut, oder? Die Gefährten verschanzen sich in einem Steinkreis und die einzige auf die sich Logen verlassen kann, ist Ferro. Die überraschenderweise tatsächlich Freundschaft mit Logen schließt. (Zumindest sowas in der Art) Logen hat es tatsächlich geschafft. Jetzt müssen die nur noch daraus kommen ... ich befürchte, dass Bayaz erst danach aufwachen wird und sie so auf seine magische Unterstützung verzichten müssen. Ob es einen Sinneswandel bei ihm gibt? Schließlich hat er ja gerade eine Berührung mit der anderen Seite hinter sich (zumindest hat das Quai doch so formuliert). Nochmal zurück zum Steinkreis. Wo der wohl herkommen mag? Ob Abercrombie sich da was bei gedacht hat? Wird er möglicherweise noch einen Effekt haben, während der kommenden Schlacht? Ich hoffe wir finden noch heraus, wozu er gut ist.

So, insgesamt haben mir diese 100 Seiten wieder sehr gut gefallen. Ich bin immernoch der Meinung, dass Band zwei besser ist, als Band eins. Ob Abercrombie bei Band drei noch einen drauflegen kann? (Da machen wir doch bestimmt auch einen Lesekreis zu Mrgreen ) Ich empfinde momentan alle Handlungsfäden als spannend. Was sagt ihr dazu?

Liebe Grüße vom Wanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #23 |

RE: Lesekreis: Feuerklingen
Hallo zusammen,

ich hab mich super gefreut über deinen Beitrag, Weltenwanderer. Richtig schön, mal hier anzukommen und antworten zu können, anstatt zusammenzufassen. Und ja, ich geb dir Recht, mehr als ein Beitrag wäre fein. Ich werd mich zusammennehmen. Icon_smile
Danke!

Unsere Normännerrebellen sind unzufrieden mit der Gesamtsituation, so scheint mir. Aber dann bekommen sie unverhoft doch noch Arbeit. Ich finde übrigens, dass es Abercrombie gelingt, sie nicht zu unbesiegbar wirken zu lassen, obwohl sie doch bisher jeden Kampf gewonnen haben. Irgendwie ist es durchaus immer knapp.
=> Ja, die lieben Nordmänner. Ich finde auch, dass sie ziemlich authentisch wirken. Man merkt, dass sie kämpfen können, aber genauso wissen, dass niemand unbesiegbar ist. Sie haben nicht überlebt, weil sie übermächtig sind, sondern weil sie zum einen Glück hatten und zum anderen gute Pläne schmieden und Chancen abwiegen können.
Unzufrieden? Ja. Aber jetzt scheint Arbeit auf sie zuzukommen. Blutige Arbeit mit unfähigen Tölpeln an ihrer Seite. Außer West und ein paar wenige.

Also zieht Bethod auf das Lager Prinz Ladislas zu. Wer hätte das geahnt? Ich bin gespannt, wie sich der Prinz in seiner Unfähigkeit da rauswinden will? Dreibaum und die anderen reiten also zurück. Hätten sie das mal besser nicht getan.
=> Ich frag mich, was Bethod dort will? Treibt ihn die Aussicht auf einen leichten Kampf dort hin, oder warum weicht er den Hauptstreitkräften sonst aus? Ladisla könnte er früh oder spät besiegen. Selbst wenn sie keuchend auf Knien rutschen würden. Mrgreen

Unsere Heldenfraktion mit der Mission, die Welt zuretten erreicht den großen Fluß. Erinnert euch das auch irgendwie an "Herr der Ringe"? Jedenfalls finde ich die Beschreibung des Flusses durchaus gut gelungen und noch interessanter die Reaktion der Charaktere auf seinen Anblick. Ferro wird immer umgänglicher hab ich das Gefühl. Langfuß nervt in diesem Karpitel irgendwie deutlich mehr. Bekommt aber sein Fett weg.
=> Ja, es erinnert an die typische Reise der Helden. An Herr der Ringe hatte ich dabei nicht gedacht. Eben weil dieses Buch, zwar ein herausragendes, einfach nur ein Beispiel für die Heldenquest ist, die es so eigentlich schon super oft gegeben hat. Langfuß ist für mich ein bloßes Anhängsel. Ein dummes, laberndes irgendwas. Wie gut, dass der Typ einen Nutzen hat - das ist seine Lebensversicherung. *grins*

Ich finde das wurde es auch. Und scheinbar wird auch Jezal langsam integriert. Gut für die Gruppe, blöd für den Leser? (Weniger aufeinanderprallen zwischen den Charakteren?) Andererseits muss das ja irgendwann so kommen, wenn die Gruppe eine Chance haben soll. Interessant wäre es ja, wenn die Gruppe scheitern würde und das Buch ein schlechtes Ende nehmen würde.
=> Schlecht für den Leser muss es nicht sein. Gerade als Ferro und Logan sich dort beim Schaufeln die Hand gegeben haben - war das für mich, trotz allen Vorfällen oder vielleicht sogar deshalb, schon irgendwie ein Genuss. Man hat die Charaktere so lange begleitet, kennt sie gut und dadurch wirken solche Momente noch besser. Daher kann ich mir auch gut vorstellen, gerne eine Zusammenarbeit der Charaktere zu lesen. Ihre Persönlichkeit verlieren sie ja deshalb noch lange nicht.
Was wäre an einem Scheitern denn so interessant für dich? Wie sie sich dann verhalten, oder ist es ein anderer Gedanke?

Wie zuerwarten bekommt Glokta kein Geld von Sult. Trotzdem braucht unser Lieblingsinquisitor Geld. Aber er bekommt es dann von gänzlich unerwarteter Seite. Zunächst opfert Elder ihren Schmuck. Für mich hat sie das verdammt verdächtig gemacht. Sie gaukelt uns vor, ihre läge alles an der Stadt, das lässt mich das Gegenteil vermuten.
=> Nun ich muss gestehen, dass ich ihr von Anfang an sehr getraut habe. Auch der Schmuck hat mich sogar darin bestätigt. Das er kein Geld von Sult bekommen, war klar. Eider kann ihn anscheinend auch nur begrenzt helfen. Die Bank war dann natürlich eine totale Überraschung. Ich will gar nicht wagen daran zu denken, was Glokta einmal gezwungen sein wird zu tun. Wobei - wie ich ihn kenne, tötet er sich dann einfach durch die Probleme hindurch.

Und dann auf einmal die Bank ... ich weiß noch nicht was ich davon halten soll (ebenso wenig wie Glokta Icon_wink). Der Bank scheint die Stadt sehr viel wert zu sein. Doch warum? Wegen der Gewürzhändlergilde? (Ein so guter Kunde?) Kann ich mir irgendwie nur schwer vorstellen.
=> Ich hab noch keine Ahnung, um was es genau geht. Aber ich würde sogar vermuten, dass es der Bank ganz und gar egal ist, was aus der Stadt wird. Vielleicht geht es nur darum, Glokta in ein Boot zu holen.

Dafür müsste Glokta überleben und deshalb das viele Geld?
=> Nun gut, dafür stehen natürlich die Chance schlecht.

Was das wohl für ein Gefallen sein wird? Meine momentane Vermutung: einen Gefangenen frei lassen, oder Beweise gegen die Bank vertuschen oder ähnliches. Habt ihr eine Vorstellung?
=> Nun die Bank kennen wir ja schon aus dem ersten Band. Ich kann sie aber noch nicht recht einordnen, vor allem weil sie bis jetzt ja meist nur als Namen in Erscheinung getreten ist. Erst bei den Tuchhändlern und nun in Dagoska. Ein Gefangener wird es nicht sein, dafür ist die Summe zu üppig. Beweise vertuschen, - schon eher. Ich denke, sogar mehr noch: Langfristig. Die Bank könnte sich sehr sehr langfristig Gloktas Unterstützung erhoffen. Oder ...
... sie könnten von Glokta verlangen einer anderen Bank den Gar aus zu machen. Das würde viel von dem vielen Geld wieder aufwiegen können ...

Zitat:Und wer würde eine solche Summe zur Verfügung stellen? Tja, unsere alten Freunde vom Bankhaus Valint und Balk, Euer Eminenz, die bisher einen nicht näher bezeichneten Gefallen verlangen, den sie zu jeder Zeit einfordern können. Meine Loyalität bleibt davon selbstverständlich völlig unberührt. Das verstehen Sie doch, nicht wahr? Ich meine, es ist doch nur ein kleines Vermögen in Edelsteinen. Wasserleiche unten am Kai gefunden ...
=> Ja. Absolut genial!!!

Mir hat dieses Kapitel sehr gut gefallen. Nach dem Logen Ferro auf seine Seite gezogen hat, gelingt ihm das langsam auch mit Jezal. Der beginnt ihn zumindest zu respektieren.
=> Tja, Logen entwickelt sich zur Mutterseele der ungleichen Vereinigung.

Zitat:Jezal hatte sein ganzes Leben darauf aufgebaut, immer wie der Schlauste, Stärkste und Edelste daherzukommen. Es war eine faszinierende Idee, dass ein Mann versuchen könnte, geringer zu erscheinen, als er eigentlich war.
=> Hat mir persönlich auch super gefallen! Icon_smile

Den Gedanken konsequent zu Ende gedacht würde doch gleich mal ein anderes Licht auf Logen werfen, oder Jezal?^^
=>Icon_lachtot

Logen scheint wirklich ein geborener Anführer zu sein und ohne ihn wäre die Reise schneller zu Ende, als es Bayaz lieb wäre. (Aber deshalb hat er ihn vermutlich mit genommen) Von Jezal kann man das, bisher, noch nicht behaupten. Auch im Kampf hat er nicht gerade seinen Mann gestanden. Dabei fällt mir ein: wofür wird Langfuß eigentlich bezahlt? Sollte er seine Kamerade nicht vor Hinterhalten warnen?
=> Bayaz sinkt langsam in meiner Achtung. Wenn er nicht bald ein wenig mehr zu bieten hat, als rum zu stänkern und schlechte Laune zu verbreiten, dann kann ich es kaum abwarten, bis er endlich scheitert und ich ihn nicht mehr sehen muss. Mrgreen
- Jezal wird sich entwickeln, und ich freu mich darauf. Vor allem Logan scheint dem Dummbatz gut zu tun. Das großmaulig, viel zu laute Küken wird wohl endlich mal erwachsene. Abercrombie muss seine reinste Freude beim Schreiben gehabt haben.
- Langfuß wird dafür bezahlt, den Weg zu kennen. Und wohl das sehr gut. Das scheint er auch, aber im "praktischen Anwenden" ist er wohl ne Niete. Wobei, man(n) kann ja von ihm nicht verlangen Feinde zu entdecken, die selbst für Logen - der ja sehr gut ein muss in solchen Dingen - verborgen bleiben.

Quai dagegen wird richtig interessant, desto länger sie im alten Kaiserreich sind, desto interessanter. Allerdings hat ich ein etwas mulmiges Gefühl als er darüber philosophiert, wie einfach man Bayaz jetzt umbringen könnte. (Hm war das jetzt schon ein anderes Kapitel? Na ja egal Icon_wink) Der Quai hat auch noch seine dunkle Seite, scheint mir.
=> Ganz ehrlich: Wenn ein Verräter gebraucht wird, um in dieser Gruppe ein wenig für Frischwind zu sorgen, dann kann der Quai ruhig derjenige sein. Ich mochte ihn anfangs, aber inzwischen wurde er zu einem ständig verkündenden Weisheitsmännchen. An ihm persönlich ist nicht mehr viel interessant. Aber ja, du hast Recht. Ne dunkle Seite scheint er auch zu haben. - Am Anfang war da aber noch nichts zu sehen, oder?

Mir gefällt Abercrombies Darstellung von Magie. Nicht "kindische" Zaubersprüche sondern Magie in einer eher mytischen, legendenhaften Form.
=> Stimmt. Sagt mir auch zu.

Ein ziemlich abartigen Traum hat Glokta da, oder? Könnte das etwas mit den Einflüsterungen der Verzehrer zu tun haben? Jedenfalls ist Yulwei wieder aufgetaucht. Und das freut mich irgendwie. Seine Art von Magie (das ungesehene Bewegen?) gefällt mir gut. Ob er sich auch einem Element zuordnen lässt (Luft/Wind?) und wie wohl die elemtare Aufteilung in dieser Welt ist? Die "europäischen" vier Elemente? Eher die chinesische Version mit ein paar mehr (Holz, Eisen)? Wozu wohl ein Magier mit den Gebiet Eisen fähig wäre?
=> Ist auch ein ziemlich abartiger Mann. Mrgreen Allerdings glaub ich auch, dass es an den Verzehrern liegen könnte.
- Yulwei, nun da bin ich unschlüssig. Ich bin gespannt, ob er Glokta vielleicht sogar noch weiter dienlich sein könnte, wenn die Guhrkisen erst einmal angreifen. Wäre doch was. Ungesehen ins Anführer Zelt schleichen, umbringen, fertisch. *grins* - Wie gut das Yulwei wieder abgehauen ist. Mrgreen

Und Glokta ist jetzt gewarnt, auch wenn er nur langsam, langsam lernt. Gleichzeitig gibt es eine düstere Aussicht von Yulwei. Die Verzehrer kommen? Verzehrer befinden sich in der Stadt? Nicht gut. Ob Glokta denen wohl Herr werden kann? Na ja, wer wenn nicht Glokta?
=> Die Verzehrer werden noch ein interessantes Thema einnehmen. Wobei - kann es jetzt echt noch schlimmer kommen? Zwar hat sich das Geldproblem gelöst, aber militärisch sieht es mehr als düster aus. Die Söldner lassen sie abwerben, wenn sie von den Guhrkisen besser bezahlt werden, ... die Feinde sind mehr als nur "ein wenig" in der Übermacht und zu allem Überfluss wird Glokta nicht nur vom Rat und ein paar Verrätern geplagt, sondern nun auch von Verzehrern. Ich frag mich echt, wie er das überleben soll. ^^


Jedenfalls sehr positiv, dass Glokta eine Kaimauer bauen lässt. Das wird die Guhrkisen hoffentlich überraschen.
=> überraschen wohl nicht. Schließlich sehen sie das Ding sicherlich schon von weiten. Oder wenigstens, wenn sie den ersten Probeangriff vollführt haben.

Und jetzt ist auf einmal Logen der Anführer. Und seltsamer Weise folgen ihm auch alle. Wobei das eher die Früchte seiner Vermittlungsarbeit sind. Aber das sich selbst Ferro anpasst macht sie ungleich sympatischer für mich. (Mir kommt gerade der Gedanke an eine Liebesbeziehung zwischen Logen und Ferro Icon_ugly ) Langfuß nervt jetzt definitiv mehr als Ferro, finde ich.
=> Da muss ich dir sogar Recht geben. Ferro wird jetzt langsam verträglicher, bzw. kann man mehr mit ihr anfange. Eben weil sie nicht gegen "alles" arbeitet. Aber Ferro & Logan?
Icon_lachtot
- so etwas wie ein Verhältnis könnte ich mir vorstellen, aber weiter auch nicht, bzw. fällt mir auf, dass ich so etwas Abercrombie gar nicht zusprechen würde. Für mich wäre es eine Überraschung sondergleichen, wenn sich da was entwickeln sollte. Wer weiß, ...Abercrombie scheint ja gerne zu überraschen.

Was soll man mehr dazu sagen als: Icon_lachtot
=> Recht geb. Mrgreen

Was für ein unfähiger Idiot. Die einzige Chance die West noch hat, um da raus zu kommen, ist meiner Meinung nach, wenn er sich an Dreibaum und die anderen hält und sie irgendwie dazu bewegen kann, doch bei ihnen zu bleiben. Vielleicht kann er sie los schicken, um Bethod zu töten? Jedenfalls wäre es wohl besser gewesen, wenn sie nicht ins Lager zurückgekommen wären, sondern versucht hätten Bethod zu töten. Hätte mehr gebracht als Prinz Ladislas Schlachtplan.
=> Ja, der liebe West hängt mit dem Kopf ganz tief im Schlamm. Ich finds aber gut, dass sie ihn warnen wollen und nicht überstürzt handeln. Überhaupt eine Chance für die "Armen von Ladisla" sehe ich in keinem Fall in einer Schlacht. Da geb ich dir Recht, Bethod zu töten wäre ungemein effektiver. Aber der wird im Zelt sicherlich nicht darauf warten.

Meint ihr, die Nordmänner um Dreimbaum hauen jetzt wirklich ab? Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn sie Bethod aufhalten wollen, müssen sie etwas tun, müssen sie die Union unterstützen.
=> Ich glaube, die bleiben da wo sie sind. Bei West. Wohin sollten sie den gehen? Zurück wo sie hergekommen sind? - Ne, da gibt es nicht wirklich viele Optionen denke ich. Sie werden wohl an der Seite von diesem Dummkopf Ladisla kämpfen. Wie steht noch aus. Aber es ist doch auf der anderen Seite so ungemein verlockend, gegen Bethod anzutreten und nicht wegzulaufen. Letzteres passt einfach nicht zu ihnen.

Glokta und der Gesandte. Keine besonders zimperliche Art, mit ihm umzuspringen.
=> Glokta ist in meinem Licht immer mehr Schlächter. Gut, natürlich hat der Kopf ein wenig was bewirkt und den Respekt untermauert, aber ich hasse es, wenn so gespielt wird. Auch wenn es die "Erwachsenen-Liga" ist, so geht mir Glokta mit seinen leeren Bekundungen herzlich am Nerv. Vor allem, wenn wer schon den Super-Arsch spielt, warum schwingt er nicht selbst die Axt. *lach* Die Drecksarbeit allen anderen zu überlassen ist auch keine Kunst. Praktikale hin oder her. Langsam bin ich seine unterirdischen Tricks sehr leid. Mrgreen Interessant wird es jetzt bei seiner Eider-Schwäche. Die dürfte nen "weichen Kern" bei ihm getroffen haben ...

In Vitari scheinen wir uns nicht getäuscht zu haben. Sie scheint eher Verbündete von Glokta zu sein (sie meint, sie hätte Sult geschrieben, Glokta hätte alles im Griff), aber kennen tut sie ihn nicht besonders. Ich hab mich richtig gefreut, als er den Gesandten auf einmal im Verlies hatte.
=> Ja, dass mit Vitari hatten wir vermutet.
- und nein, ich hab mich nicht gefreut. Ich mochte den Gesandten.
* Sternchen mit dem Fuß gegen die Wand tritt: "Verdammt Glokta, kannst mal nicht jemanden umbringen?"

Aber das mit den Namen ging mir dann doch etwas zu einfach. Meint ihr, dass es wirklich die beiden sind? Oder versucht der Gesandte dadurch Misstrauen zu sähen? Glokta scheint ihm jedenfalls zu glauben. Aber irgendwie war das zu einfach. Oder was denkt ihr?
=> Ich glaub ihm. Die Panik und der Gottesruf haben mir ziemlich gereicht. Das bleibt über, wenn man solch stolzen Kerlen alles wegnimmt oder ihnen damit droht. Außerdem, wenn Glokta im traut, dann tue ich das auch. Der Typ hat Erfahrung im Erkennen von Unwahrheiten.

Die überraschenderweise tatsächlich Freundschaft mit Logen schließt. (Zumindest sowas in der Art) Logen hat es tatsächlich geschafft.
=> daran hatte ich nie Zweifel. Er hat schon den Dreh raus, wie man ne Gemeinschaft verknüpft.

Jetzt müssen die nur noch daraus kommen ... ich befürchte, dass Bayaz erst danach aufwachen wird und sie so auf seine magische Unterstützung verzichten müssen. Ob es einen Sinneswandel bei ihm gibt? Schließlich hat er ja gerade eine Berührung mit der anderen Seite hinter sich (zumindest hat das Quai doch so formuliert).
=> Ich hoffe doch, dass Bayaz bleibt wo er ist, dass würde diesen Zusammenstoß ungemein interessant machen. Zwei gegen 13. Ja warum nicht ...
... bin schon gespannt, was das werden soll.

Nochmal zurück zum Steinkreis. Wo der wohl herkommen mag? Ob Abercrombie sich da was bei gedacht hat? Wird er möglicherweise noch einen Effekt haben, während der kommenden Schlacht? Ich hoffe wir finden noch heraus, wozu er gut ist.
* Sternchen mumelt was von "Wehe wenn da ein Effekt kommt! Ich mag Blut schwitzen sehen ... " Mrgreen

So, insgesamt haben mir diese 100 Seiten wieder sehr gut gefallen. Ich bin immernoch der Meinung, dass Band zwei besser ist, als Band eins.
=> Band zwei ist anders, als Band eins. Besser mag ich jetzt gar nicht sagen. Band eins war nicht ganz so aktiongeladen, es galt das Gewicht auf andere Seiten zu legen, um die Basis für den zweiten und dritten zu legen. Und das ist Abercrombie gut gelungen, wie ich finde. Ich lese den zweiten Band auch sehr sehr gerne. Der dritte wird in den nächsten Tage mit der Post geliefert.

Ob Abercrombie bei Band drei noch einen drauflegen kann? (Da machen wir doch bestimmt auch einen Lesekreis zu Mrgreen )
=> *lacht und guckt zu Lars* Mal sehen, ... Icon_wink

Ich empfinde momentan alle Handlungsfäden als spannend. Was sagt ihr dazu?
=> Ich bin sehr deiner Meinung. Anfangs war es für mich noch langatmiger, bis das ganze in die Gänge kam. Jetzt finde ich es durchwegs leserlich und fein. Vor allem, da Bayaz jetzt ein Schläfchen hält und nun auch auf der Seite ein wenig Aktion ist. ^^

Bin schon auf euere Antworten und auf eine kleine Diskussion bespannt. Icon_smile

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
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Beitrag #24 |

RE: Lesekreis: Feuerklingen
Hallo zusammen! Icon_smile

Blutige Gesellschaft
Das hatte ich so schon fast erwartet - weshalb sonst würde man Ladisla an den abgelegensten Platz des ganzen Nordens schicken, wenn nicht um gegen Bethod zu kämpfen?
Sehr schön finde ich auch die Beschreibung der Armeestärke - ich bin ja absolut ein Fan von riesigen, von mir aus auch übertrieben riesigen Heeren mit unglaublicher Kampfkraft. Am besten zwei davon, die dann aufeinander prallen Mrgreen
Gut, das ist jetzt hier nicht der Fall, aber trotzdem bin ich mir sicher, dass der Kampf extrem spannend wird und vielleicht eine der besten Stellen der Trilogie bezeichnen kann - aber wer weiß? Vielleicht wird ihm ja auch aus dem Weg gegangen und West kann sich mit der Armee ... dem Armeechen irgendwie retten - ich bin gespannt und freu mich drauf.

Schön, dass aus Wests Nebenhandlung so etwas geworden ist Icon_smile


Lange Schatten
Erinnert euch das auch irgendwie an "Herr der Ringe"?
--> Hm, nein eigentlich hat mich diese Trilogie bisher nur von den Beschreibungen von Midderland und Adua her ein klein wenig an 'Herr der Ringe' erinnert. - An was sie mich viel eher erinnert ist das PC-Spiel 'Oblivion', da muss ich ganz oft dran denken und sehe bei manchen Landschaftsbeschreibungen das Spiel förmlich vor mir. Finde ich aber gar nicht mal allzu schlecht, da es ja letztlich nur meiner Fantasie ein wenig nachhilft und Abercrombies Welt sehr viel mehr Substanz gibt - aber das ist sicher Geschmackssache.

Langfuß nervt in diesem Karpitel irgendwie deutlich mehr. Bekommt aber sein Fett weg.
--> Ach, ich finde ihn eigentlich ganz nett - er passt einfach irgendwie in die Gruppe, auch wenn er echt total nervig ist ... für die Charaktere, aber nicht für mich Mrgreen
Ich finde es amüsant zu sehen wie die anderen Gruppenmitglieder sich in regelmäßigen Abständen über ihn aufregen, wobei sie doch genau wissen, dass sie ohne seine Wegbeschreibungen total aufgeschmissen wären.

Und scheinbar wird auch Jezal langsam integriert. Gut für die Gruppe, blöd für den Leser?
--> Da würde ich mich Sternchen anschließen:
Man hat die Charaktere so lange begleitet, kennt sie gut und dadurch wirken solche Momente noch besser. Daher kann ich mir auch gut vorstellen, gerne eine Zusammenarbeit der Charaktere zu lesen. Ihre Persönlichkeit verlieren sie ja deshalb noch lange nicht.
Mir macht die Gruppe auch einfach viel mehr Spaß wenn es nicht alle paar Absätze die sich ewig wiederholenden Streitereien und Monologe gibt, die sich letztlich nur darum drehen, wie dumm und unfähig die anderen Mitglieder doch sind. Auf Dauer ist das ziemlich öde, weshalb ich es sehr gut finde, dass sie nun etwas zusammenwachsen und sich eine Gemeinschaft daraus bildet. Damit lässt sich im weiteren Verlauf der Geschichte auch sicherlich viel mehr machen als mit einer von Grund auf zerstrittenen Gruppe.

Schulden und Verpflichtungen
Ich denke, dass sie das Geld auf keinen Fall wegen der Stadt angeboten haben. Wenn Dagoska wirklich ein so wichtiger Punkt für die Bank ist, wieso flüchten sie dann Hals über Kopf nachdem der Deal mit Glokta steht? Nicht sehr vertrauenerweckend, aber für Glokta sicherlich die einzige Möglichkeit zu überleben. Einen anderen Ausweg als die Stadt um jeden Preis zu verteidigen bleibt ihm ja auch nicht und wenn er nicht gewinnt und die Stadt hält ist er sowieso erledigt. Entweder durch die Gurkhisen und von Sult.
Dass der Gefallen mit den ominösen Geschäften der Bank zusammenhängt ist ja auch eigentlich klar - wobei ich mich frage, ob ein Unternehmen was mal eben so 1 Million abdrücken kann wirklich Angst vor der Inquisition oder überhaupt irgendwem haben müsste. Ich bin mir da noch nicht so ganz sicher, vielleicht geht es ja auch um etwas ganz anderes, gänzlich unerwartetes.

Angst
Für mich jedenfalls eines der besten Kapitel bisher.
--> Hm, da muss ich dir leider widersprechen ... es war zwar sicherlich wichtig für die Gruppe und grade auch für Jezal, aber eines der besten Kapitel bisher? Ne, dazu fehlt mir da einfach das wirklich Neue. So ein Gespräch musste früher oder später kommen, weshalb es weder spannend, noch sonderlich interessant zu lesen war. Aber das ist augenscheinlich auch Geschmackssache Icon_wink
Sicher kein schlechtes Kapitel, aber eben auch keins der besten.

Die Hundert Worte
Der Traum passt irgendwie super zu Glokta - auch in Anbetracht der Tatsache, dass ein paar Leute an ihm rumknabbern bleibt er gelassen und macht noch lustige Bemerkungen, auch wenn's nur ein Traum war.
Yulweis Rückkehr fand ich im Gegensatz zu Sternchen dafür gar nicht mal so gut, ich finde den Kerl eine Spur zu geheimnisvoll und zu sehr auf dieses Klischee des alles-wissenden, aber nichts-sagenden Magiers getrimmt. Auch dass er Glokta nichts über den Verrat erzählt finde ich nervig und sogar komisch - was hat Yulwei davon? Er scheint doch bisher eher für die Union gearbeitet zu haben, sonst hätte er wohl kaum Ferro nach Adua gebracht. Wieso also hilft er jetzt indirekt den Gurkhisen? Vielleicht ist er selber auch ein Verräter? Und was haben die Illuminaten damit zu tun?!

Der Einäugige unter den Blinden
Was ist eigentlich mit Bayaz los? Was für eine Nudel ist der denn bitte? Erst macht er in der Halle dieses Möchtegerns einen Mordsaufstand und jetzt ist er im Koma? Ehm, what?!
Ich finde das schon ziemlich schwach und auch von Abercrombie nicht sehr toll gelöst: Er macht einen so mächtigen Mann, der die Welt zusammen mit den wirklich Großen geformt hat letztlich so unglaublich schwach? Was soll das?
Nun, das gut daran ist ja zumindest, dass jetzt Logen die Führung übernommen hat und damit sicher deutlich mehr Zusammenhalt in die Gruppe kommen dürfte - welche Rolle Quai dabei spielt dürfte zudem mindestens ebenso interessant werden wie der bevorstehende Kampf mit den Verfolgern. Erst ist er der nette, unfähige Lehrling und schon zeigt sich ein kaltblütiger Wahnsinniger in ihm. Vielleicht ist es der typische Neid des klein gehaltenen Lehrlings. Wird auf jeden Fall noch sehr interessant.
(*Atemgeräusche* Darth Vader/Anakin Skywalker lässt grüßen)

Der Schlachtplan von Prinz Ladisla
Die einzige realistische Chance für West liegt in der Flucht. Wenn er sich mit den Nordmänner aus dem Lager stiehlt und auf schnellstem Wege zu Burr stößt gibt es zumindest noch eine ganz geringe Chance auf einen letztlichen Sieg. Sie hätten zwar eine kleine Armee und den Kronprinzen verloren, aber mal ehrlich: Wäre das ein wirklicher Verlust? Burr jedenfalls würde West dafür sicher keine Vorwürfe machen und eigentlich hat die Union auf anderem Wege überhaupt keine Chance mehr.
Ich bin hier wirklich gespannt wie die Schlacht sich zutragen wird.

Bis Sonnenuntergang
In Vitari scheinen wir uns nicht getäuscht zu haben. Sie scheint eher Verbündete von Glokta zu sein (sie meint, sie hätte Sult geschrieben, Glokta hätte alles im Griff), aber kennen tut sie ihn nicht besonders.
--> Hätte mich auch etwas gewundert: Was sollte sie auch davon haben gegen einen Mann wie Glokta zu agieren? Wenn man ehrlich ist, hätte sie im Ernstfall überhaupt keine Chance gegen ihn, allein wegen Frost und Severard.

Beim Verhör des Gesandten muss ich dir zustimmen: So ein Mann würde unter keinen Umständen derart schnell Namen preisgeben und ich finde es doch sehr komisch, dass Glokta ihm so auf der Stelle glaubt. Interessant wäre es natürlich, wenn die beiden tatsächlich die Verräter sind. Damit würde Abercrombie dann mal wirklich etwas Neues bringen und wenn er daraus etwas Ordentliches macht, könnte es noch verdammt genial werden. Aber wirklich daran glauben tue ich ja nicht.

Schlechte Aussichten
Habe ich noch nicht gelesenSmiley_emoticons_blush
Aber meine Meinung dazu kommt nächste WocheIcon_smile

Zitat:Ob Abercrombie bei Band drei noch einen drauflegen kann? (Da machen wir doch bestimmt auch einen Lesekreis zu Mrgreen )
Also von mir aus gerne, das Buch ist schon hier, wird grade von meinem Vater gelesen (dem ich den ersten Band vor ein paar Wochen empfohlen hatte, nun ist er von der Trilogie kaum noch los zu bekommen :D)

Zitat:Ich empfinde momentan alle Handlungsfäden als spannend. Was sagt ihr dazu?
Dem kann ich nur zustimmen - wirklich tolle Stories und natürlich geniale Charaktere. Obwohl mir letztere im ersten Band besser gefielen. Jetzt, im zweiten Teil, wird meiner Meinung nach etwas zu sehr auf die Handlung gesetzt, die ja doch ein wenig abgegriffen ist. Das fiel im ersten Teil nicht so auf, da der ja wirklich ausschließlich von den Charakteren lebte.
Aber allein Glokta reicht für mich um beide Bücher zu lieben - wobei ich dabei keinen Favoriten habe, weil man sie im Prinzip nicht vergleichen kann, obwohl sie doch aus ein und derselben Trilogie stammen

A poet is a nightingale who sits in darkness and sings to cheer its own solitude with sweet sounds.
~Percy Bysshe Shelley

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Beitrag #25 |

RE: Lesekreis: Feuerklingen
Hallo ihr beiden! Da bin ich wieder ... Icon_smile

@sternchen

Zitat:ich hab mich super gefreut über deinen Beitrag, Weltenwanderer.
Aber gerne! Mrgreen

Zitat:Ich frag mich, was Bethod dort will? Treibt ihn die Aussicht auf einen leichten Kampf dort hin, oder warum weicht er den Hauptstreitkräften sonst aus? Ladisla könnte er früh oder spät besiegen. Selbst wenn sie keuchend auf Knien rutschen würden.
Stimmt, so betrachtet ... was hat Bethod davon, wenn er den Prinzen tötet? Er erweist der Union eher einen Dienst Icon_wink (vielleicht nimmt er Ladisla als Geisel und stellt fest, dass ihn niemand zurückhaben will) Aber er kann dann gegen die unverteidigten Städte ziehen und sich darin verschanzen, was ihm einen großen Vorteil geben würde ... wobei die Städte auch nicht völlig unverteidigt sind, oder? Rechnet er sich wirklich was aus mit dem Prinzen? Ich bin gespannt.

Zitat:Eben weil dieses Buch, zwar ein herausragendes, einfach nur ein Beispiel für die Heldenquest ist, die es so eigentlich schon super oft gegeben hat.
Na ja, "Herr der Ringe" ist ja auch die aller erste Heldenquestgeschichte überhaupt (hab mich mal damit beschäftigt) und Vater der heutigen High-fantasy ... da kommt man wohl nur schwer an Ähnlichkeiten vorbei.

Zitat:Daher kann ich mir auch gut vorstellen, gerne eine Zusammenarbeit der Charaktere zu lesen. Ihre Persönlichkeit verlieren sie ja deshalb noch lange nicht.
Da habt ihr beide recht. Wir waren ja mittlerweile alle eher genervt von den ständigen Streiterreihen, die sich vor allem inf Ferro personifiziert haben. Vielleicht wird es wirklich angenehm, wenn sie endlich an einem Strang ziehen.

Zitat:sie könnten von Glokta verlangen einer anderen Bank den Gar aus zu machen. Das würde viel von dem vielen Geld wieder aufwiegen können
Das ist ein interessanter Gedanke! Das sollten wir im Hinterkopf behalten, finde ich.

Zitat:Jezal wird sich entwickeln, und ich freu mich darauf. Vor allem Logan scheint dem Dummbatz gut zu tun. Das großmaulig, viel zu laute Küken wird wohl endlich mal erwachsene. Abercrombie muss seine reinste Freude beim Schreiben gehabt haben.
Das stimmt^^ er hat ja schon eine stetige Entwicklung hintersich, vor allem durch Ardee beeinflusst. Wenn ich mir das so überlege, ist er eigentlich der Charakter, der sich am meisten entwickelt hat bisher, oder? Apropos Ardee: irgendwie hatte ich gehofft, dass sie eine größere Rolle in dem Buch einnehmen würde. Ich empfand sie als sehr interessanten Charakter. Icon_smile Aber wer weiß. Plötzlich taucht sie als Soldatin in Wests Lager auf Icon_wink würde irgendwie zu ihr passen. Seltsam finde ich, dass Glokta versprochen hat auf sie auf zu passen, aber man jetzt kein Wort mehr davon hört.

Zitat:Aber ja, du hast Recht. Ne dunkle Seite scheint er auch zu haben. - Am Anfang war da aber noch nichts zu sehen, oder?
Am Anfang ganz und gar nicht ... damals hast du dir noch gewünscht, er würde endlich seine große Stunde bekommen ... jetzt ist es vielleicht bald soweit Icon_smile

Zitat:überraschen wohl nicht. Schließlich sehen sie das Ding sicherlich schon von weiten. Oder wenigstens, wenn sie den ersten Probeangriff vollführt haben.
Ich glaube sie rechnen nicht damit, dass man auf die Idee kommen könnte, den Hafen zu sichern. Dafür fühlt die Union sich sonst zu sicher. Dashalb glaube ich, dass sie durchaus überrascht sein werden. Aber wir werden sehen.

Zitat:Ja, der liebe West hängt mit dem Kopf ganz tief im Schlamm.
*g* wie passend, wenn man berücksichtigt, dass Schlamm auf Nordisch das Wort für die Toten ist (wieder zu Schlamm geworden). Fast schon ein Wortspiel. Icon_smile

Zitat:Aber es ist doch auf der anderen Seite so ungemein verlockend, gegen Bethod anzutreten und nicht wegzulaufen. Letzteres passt einfach nicht zu ihnen.
Hm ... da könntest du recht haben. Es würde wirklich nicht zu ihnen passen. Vor allem nicht nach ihrem Kapitel davor, wo sie noch darüber gemeckert haben, dass sie nichts heldenhaftes zu tun haben. Das wäre etwas heldenhaftes.^^ Ich frage mich wie lange es noch dauert bis sie heraus finden, dass Logen noch lebt? Meint ihr West sagt es ihnen? Er hat ja keinen Grund dazu, zu vermuten dass sie ihn kennen könnten. Also wenn, dann eher beiläufig.

Zitat:Glokta ist in meinem Licht immer mehr Schlächter. Gut, natürlich hat der Kopf ein wenig was bewirkt und den Respekt untermauert, aber ich hasse es, wenn so gespielt wird.
Geht dir das langsam auf nerven?^^ Er fragt sich immer öfter, warum er das eigentlich tut. Aber aufhören tut er nicht. Allerdings meine ich, dass das hier seine einzige Möglichkeit war, etwas zu erfahren. Und selbst töten wird schwer mit diesem Körper ...

Zitat:Interessant wird es jetzt bei seiner Eider-Schwäche. Die dürfte nen "weichen Kern" bei ihm getroffen haben ...
vor allem, wenn sie doch unschuldig sein sollte^^

@lars
Zitat:Das hatte ich so schon fast erwartet - weshalb sonst würde man Ladisla an den abgelegensten Platz des ganzen Nordens schicken, wenn nicht um gegen Bethod zu kämpfen?
Das mit dem "wer hätte das geahnt" war auch eher ironie Mrgreen Ich war sicher das es passieren würde, sonst wäre West ja ganz weit vom wichtigen Geschehen weg gewesen ... und auch unsere Nordmänner. Da musste was kommen Icon_wink

Zitat:Dass der Gefallen mit den ominösen Geschäften der Bank zusammenhängt ist ja auch eigentlich klar - wobei ich mich frage, ob ein Unternehmen was mal eben so 1 Million abdrücken kann wirklich Angst vor der Inquisition oder überhaupt irgendwem haben müsste.
Nein müssen sie nicht, der erste Schritt ist ja jetzt getan und Glokta ist gekauft Icon_wink irgendwann musst du das Geld auch anlegen, sonst bist du eben nicht sicher, egal wie viel du hast. Jedenfalls kann ich deinem Gedanken hier viel abgewinnen. Das Bankhaus hat wahrscheinlich viel mehr Einfluss, als sie bisher gezeigt haben. Ich hoffe nur Glokta kommt dazu, das Geld auch noch einzusetzen, bevor die Stadt untergeht. Momentan stehts ja 1:0 für Dagoska und Glokta, nachdem er sich den Gesandten geschnappt hat.

Zitat:Hm, da muss ich dir leider widersprechen ... es war zwar sicherlich wichtig für die Gruppe und grade auch für Jezal, aber eines der besten Kapitel bisher? Ne, dazu fehlt mir da einfach das wirklich Neue. So ein Gespräch musste früher oder später kommen, weshalb es weder spannend, noch sonderlich interessant zu lesen war.
Es geht mir ja nicht nur um das Gespräch, sondern auch um den Kampf, in dem Jezal endlich mal in eine echte Schlacht verwickelt wird. Aber sicher, alles ist Geschmackssache und es wäre langweilig, wenn wir alle den selben hätten! Mrgreen

Zitat:Yulweis Rückkehr fand ich im Gegensatz zu Sternchen dafür gar nicht mal so gut, ich finde den Kerl eine Spur zu geheimnisvoll und zu sehr auf dieses Klischee des alles-wissenden, aber nichts-sagenden Magiers getrimmt. Auch dass er Glokta nichts über den Verrat erzählt finde ich nervig und sogar komisch - was hat Yulwei davon?
Findest du? Ich empfinde Bayaz als viel klischeehafter ... und er sagt ja, er wüsste nichts über den Verrat, vielleicht stimmt das ja! Aber auch hier, Geschmackssache. Ich finde Yulwei jedenfalls deutlich sympatischer als Bayaz.

Zitat:Was ist eigentlich mit Bayaz los? Was für eine Nudel ist der denn bitte? Erst macht er in der Halle dieses Möchtegerns einen Mordsaufstand und jetzt ist er im Koma? Ehm, what?!
*g* seltsam, ich habe mich gefreut, dass er nicht allmächtig ist, hab gedacht: yeah eine coole Art von Magie, die auch zurückschlagen kann. Aber irgendwie hast du auch recht. Er hat die Union geformt, den Schöpfer getötet und dann sowas. Er wird wohl alt Icon_wink
Ich merke, dass Bayaz in euer Gunst immer weiter sinkt. Aber vielleicht ist er so griesgrämig, weil er merkt, wie ihm alles aus den Fingern gleitet? Außerdem ist er möglicherweise wegen der Sache mit dem ersten Gebot und dem Samen gar nicht so selbstsicher, wie er nach außen tut? Ich bin gespannt, ob Abercrombie die Kurve bekommt.

Zitat:Vielleicht ist er selber auch ein Verräter? Und was haben die Illuminaten damit zu tun?!
Icon_lol
Wer weiß Icon_ugly (Abercrombie trau ich alles zu^^ hat die Unionsmark auch dieses Illuminatenzeichen auf den Münzen?)

Zitat:Erst ist er der nette, unfähige Lehrling und schon zeigt sich ein kaltblütiger Wahnsinniger in ihm. Vielleicht ist es der typische Neid des klein gehaltenen Lehrlings. Wird auf jeden Fall noch sehr interessant.
(*Atemgeräusche* Darth Vader/Anakin Skywalker lässt grüßen)
Icon_lachtot

Zitat:So ein Mann würde unter keinen Umständen derart schnell Namen preisgeben und ich finde es doch sehr komisch, dass Glokta ihm so auf der Stelle glaubt. Interessant wäre es natürlich, wenn die beiden tatsächlich die Verräter sind. Damit würde Abercrombie dann mal wirklich etwas Neues bringen und wenn er daraus etwas Ordentliches macht, könnte es noch verdammt genial werden. Aber wirklich daran glauben tue ich ja nicht.
Endlich jemand der genauso paranoid ist wie ich Icon_wink wir würden gute Inquisitoren abgeben glaube ich. Aber warum meinst du, dass Abercrombie damit was neues bringen würde? Das einer aus dem Rat der Verräter ist, war doch klar?

Zitat:Habe ich noch nicht gelesen
Dann bist du der jenige, der sich diszipliniert an die Seitenzahlen gehalten hat. Du solltest eher stolz auf dich sein! Wir sind nur kleine Suchtopfer, die nicht genug von dem Buch bekommen können.
Mrgreen

Zitat:Jetzt, im zweiten Teil, wird meiner Meinung nach etwas zu sehr auf die Handlung gesetzt, die ja doch ein wenig abgegriffen ist. Das fiel im ersten Teil nicht so auf, da der ja wirklich ausschließlich von den Charakteren lebte.
Allerdings sind die Charaktere ja immernoch dabei, prallen teilweise sogar aufeinander (nur Glokta ist außen vor ... wobei der ja jetzt Yulwei getroffen hat), andererseits kann ich nachvollziehen was du meinst. Einigen wir uns darauf, dass bisher beide Bücher sehr gut waren. Aber trotzdem muss ich sagen, dass sich der zweite Band für mich irgendwie besser ließt als der erste ... wobei sich der erste schon mehr als gut gelesen hat!^^
Daraus folgt: ich bin voll für einen dritten Lesekreis!

Liebe Grüße vom Wanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
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Beitrag #26 |

RE: Lesekreis: Feuerklingen
Hallo zusammen,

hier endlich meine Antwort, verspätet - wieder einmal. Nächste Woche wird es wohl ähnlich werden, danach, hoffe ich das mit meinem Zeitmangel in den Griff zu bekommen.
Erst zu euren Rückantworten, dann (oder morgen früh) zu den nächsten 100 Seiten des Buches. Es war wieder super schön zu lesen und gerade zu den aktuellen Seiten freue ich mich schon, auf die Diskussion und eure Meinungen.

Mrgreen Eines nach dem anderen ...

zu Lars

Gut, das ist jetzt hier nicht der Fall, aber trotzdem bin ich mir sicher, dass der Kampf extrem spannend wird und vielleicht eine der besten Stellen der Trilogie bezeichnen kann - aber wer weiß? Vielleicht wird ihm ja auch aus dem Weg gegangen und West kann sich mit der Armee ... dem Armeechen irgendwie retten - ich bin gespannt und freu mich drauf.
=> Au - dann bin ich extrem neugierig, was du zu der Kampfschilderung morgen oder übermorgen (hoffentlich) sagen wirst. Schließlich behandeln die nächsten Seiten ja genau das und es war wohl weniger, als du erwartest hast. Denk ich jetzt einmal. Der verdammte Nebel hat ja ziemlich viel Epik genommen. Aber dafür auch Spannung gebracht. So, aber genug, ich greife ja schon vor!

Schön, dass aus Wests Nebenhandlung so etwas geworden ist
=> Ja, finde ich auch! Icon_smile

--> Hm, nein eigentlich hat mich diese Trilogie bisher nur von den Beschreibungen von Midderland und Adua her ein klein wenig an 'Herr der Ringe' erinnert.
=> Da bin ich weniger streng, Leute. Es erinnert alles an "irgendwas". So ist das einfach, weil schon ziemlich viel verbraucht wurde. Manche Dinge kennt man halt einfach schon, aber negativ an irgendwas extrem erinnert Gefühl, hab ich mich noch nicht.

- An was sie mich viel eher erinnert ist das PC-Spiel 'Oblivion', da muss ich ganz oft dran denken und sehe bei manchen Landschaftsbeschreibungen das Spiel förmlich vor mir.
=> Du spielst Oblivion? Icon_ugly Ich glaube, ich muss bald einen Thread dazu erstellen, wollte ich schon lange machen. Schließlich braucht Fantasy auch in diesem Spiel-Feld Platz. - Ich würd mich freuen, bisle darüber plaudern zu können.
Da ich Oblilvion ziemlich gut kenne und daher auch die Landschaft, kann ich verstehen was du meinst. Vielleicht erinnert gerade das alte Kaiserreich an die vielen zerstörten Ruinen in dem Spiel. Kann gut sein, ja. Icon_smile

--> Ach, ich finde ihn eigentlich ganz nett - er passt einfach irgendwie in die Gruppe, auch wenn er echt total nervig ist ... für die Charaktere, aber nicht für mich
=> Ich finde es ganz witzig, wenn er in den unpassendsten Momentan wieder anfängt mit seinen "bemerkenswerten Fähigkeiten". *lach* Zum Beispiel an der Stelle, wo sie Jezal verarzten.

Ich bin mir da noch nicht so ganz sicher, vielleicht geht es ja auch um etwas ganz anderes, gänzlich unerwartetes.
=> Ich glaube, davon werden wir wohl dann im dritten Teil lesen können.

Er scheint doch bisher eher für die Union gearbeitet zu haben, sonst hätte er wohl kaum Ferro nach Adua gebracht. Wieso also hilft er jetzt indirekt den Gurkhisen? Vielleicht ist er selber auch ein Verräter? Und was haben die Illuminaten damit zu tun?!
=> Ich glaub, das wird dann irgendwie die nächste Überraschung, sobald das mit den Kämpfen abgehandelt ist. Es wirkt schon wie das Ausholen zum Schlag. Da muss noch was kommen, denn sonst, würde ich Yulweis Erscheinen absolut nicht gut finden. Es wäre unnötig. Irgendwie ...

Was ist eigentlich mit Bayaz los? Was für eine Nudel ist der denn bitte? Erst macht er in der Halle dieses Möchtegerns einen Mordsaufstand und jetzt ist er im Koma? Ehm, what?!
=>
Icon_lachtot

Ich finde das schon ziemlich schwach und auch von Abercrombie nicht sehr toll gelöst: Er macht einen so mächtigen Mann, der die Welt zusammen mit den wirklich Großen geformt hat letztlich so unglaublich schwach? Was soll das?
=> Nun ja, ich denke, er wollte, dass die Gruppe kurzfristig auf sich allein gestellt ist. Und um ehrlich zu sein, ist mir Bayaz auch ziemlich wurscht, muss ich sagen. Ich hoffe, der fällt um und gibt dann mal Ruhe - ich finde nichts an ihm wirklich interessant - aber vermutlich wird er dann für das große Finale gebraucht, also derzeit wohl als Charakter einfach mitgeschleppt. Denk ich mal.

Die einzige realistische Chance für West liegt in der Flucht. Wenn er sich mit den Nordmänner aus dem Lager stiehlt und auf schnellstem Wege zu Burr stößt gibt es zumindest noch eine ganz geringe Chance auf einen letztlichen Sieg.
=> Stimmt, aber dafür ist West glaub ich einfach zu treu, bzw. gehorcht uneingeschränkt dem Befehl Burrs. Vor allem, er ist für Ladisla verantwortlich. Wenn dem Prinzen was in seiner Abwesenheit passiert, wäre das für ihn auch das Ende. Die einzige Option wäre dann gewesen, Ladisla mitzunehmen, verschnürt und geknebelt. Mrgreen Das würd dann aber auch schlecht bei den Männern ankommen, vor allem bei den Gefährten des Prinzen. Aber gut, sind auch nur Großmäuler.

Was sollte sie auch davon haben gegen einen Mann wie Glokta zu agieren? Wenn man ehrlich ist, hätte sie im Ernstfall überhaupt keine Chance gegen ihn, allein wegen Frost und Severard.
=> Man darf aber nicht vergessen - sie hat Sult im Rücken und zwar als stärkende Hand. Glokta würde sich hüten, gegen sie anzugehen, denn das würde ja gleichzeitig heißen, sich mit Sult anzulegen. Und sie verschwinden zu lassen, ist zwar einfach. Aber erklären wie und warum se fort ist, ist dann alles andere als das.

Beim Verhör des Gesandten muss ich dir zustimmen: So ein Mann würde unter keinen Umständen derart schnell Namen preisgeben und ich finde es doch sehr komisch, dass Glokta ihm so auf der Stelle glaubt.
=> So unglaubwürdig ist es doch gar nicht, oder? Eigentlich sogar typisch für Abercrombies Heldenbild: Die Strahlemänner sind im Notfall meist die, die richtig wenig aushalten. Glokta hat deutlich gemacht, dass er keine Zeit hat, um lang rum zu tun und sich so ner Situation ausgesetzt zu fühlen ... - ist doch nicht verwunderlich, wenn so ein gesäckelte Mann dann auspackt. Allerdings kann ich die Enttäuschung gut verstehen. Man hat sich mehr erwartet - ich mir an der Stelle eigentlich auch.

Also von mir aus gerne, das Buch ist schon hier, wird grade von meinem Vater gelesen (dem ich den ersten Band vor ein paar Wochen empfohlen hatte, nun ist er von der Trilogie kaum noch los zu bekommen)
=> Icon_smile

zu Weltenwanderer

Stimmt, so betrachtet ... was hat Bethod davon, wenn er den Prinzen tötet? Er erweist der Union eher einen Dienst (vielleicht nimmt er Ladisla als Geisel und stellt fest, dass ihn niemand zurückhaben will)
=>
Icon_lachtot

Na ja, "Herr der Ringe" ist ja auch die aller erste Heldenquestgeschichte überhaupt (hab mich mal damit beschäftigt) und Vater der heutigen High-fantasy ... da kommt man wohl nur schwer an Ähnlichkeiten vorbei.
=> Stimmt. Ähnlichkeiten kann man da wohl nie vermeiden.

Da habt ihr beide recht. Wir waren ja mittlerweile alle eher genervt von den ständigen Streiterreihen, die sich vor allem inf Ferro personifiziert haben. Vielleicht wird es wirklich angenehm, wenn sie endlich an einem Strang ziehen.
=> Ich glaub, dass müssen sie ganz unbedingt, wenn se überleben wollen. Je weiter die Reise sich von ihrer Heimat entfernt, umso mehr müssen sie sich dann schließlich doch noch auf die anderen verlassen. Und ja, ich bin echt froh, dass jetzt man die groben Streitereien vorbei sind.

Das ist ein interessanter Gedanke! Das sollten wir im Hinterkopf behalten, finde ich.
=> Icon_smile Ich kann mir einfach sonst nichts vorstellen...

Das stimmt^^ er hat ja schon eine stetige Entwicklung hintersich, vor allem durch Ardee beeinflusst. Wenn ich mir das so überlege, ist er eigentlich der Charakter, der sich am meisten entwickelt hat bisher, oder?
=> Auf alle Fälle. Die anderen Charaktere sind ja meist sie selbst geblieben.

Apropos Ardee: irgendwie hatte ich gehofft, dass sie eine größere Rolle in dem Buch einnehmen würde. Ich empfand sie als sehr interessanten Charakter. Aber wer weiß. Plötzlich taucht sie als Soldatin in Wests Lager auf würde irgendwie zu ihr passen. Seltsam finde ich, dass Glokta versprochen hat auf sie auf zu passen, aber man jetzt kein Wort mehr davon hört.
=> Stimmt, an Ardee konnte man sich gewöhnen, aber genau das ist wohl das Gefühl, das Abercrombie da aufgreift. Vermutlich soll der Leser Adree ein wenig vermissen, bzw. sie gut gefunden haben, da er so mit Jezal besser mitfühlen kann, wenn er sich nach ihr sehnt. Denk ich jetzt mal. Dass sie im Lager auftaucht, kann ich mir eher weniger vorstellen. Das mit Glokta ist allerdings echt merkwürdig. Aber gut, ich glaube er hatte ja zum Zeitpunkt seines Versprechens noch nichts davon gewusst, dass er nach Dagoska geht, oder? hmmm, ...

Am Anfang ganz und gar nicht ... damals hast du dir noch gewünscht, er würde endlich seine große Stunde bekommen ... jetzt ist es vielleicht bald soweit
=> Ich fürchte nur, ich kann mich jetzt nimmer darüber freuen. *g*

*g* wie passend, wenn man berücksichtigt, dass Schlamm auf Nordisch das Wort für die Toten ist (wieder zu Schlamm geworden). Fast schon ein Wortspiel.
=> Mrgreen Mrgreen Mrgreen

Ich frage mich wie lange es noch dauert bis sie heraus finden, dass Logen noch lebt? Meint ihr West sagt es ihnen? Er hat ja keinen Grund dazu, zu vermuten dass sie ihn kennen könnten. Also wenn, dann eher beiläufig.
=> Ich glaub eigentlich auch, dass sie davon erfahren werden, früher oder später. Icon_smile

Geht dir das langsam auf nerven?^^ Er fragt sich immer öfter, warum er das eigentlich tut. Aber aufhören tut er nicht. Allerdings meine ich, dass das hier seine einzige Möglichkeit war, etwas zu erfahren. Und selbst töten wird schwer mit diesem Körper ...
=> Ja, ja, auf den Körper ausreden. *lach* Neee - ist klar. Trotzdem, ... ich mag mal sehen, dass er auch zu seinem Wort stehen kann. Irgendwie ist das langsam schon überfällig für mich.

Daraus folgt: ich bin voll für einen dritten Lesekreis!
=> *lach* Das hier wird wohl ein Abercrombie-Stammlesekreis! Reserviert euch schon mal für Rachklingen ein wenig Zeit ... Mrgreen - wenn’s so weiter geht. ^^

Ich find, über dieses Buch kann man sich jetzt fast noch mehr streiten, bzw. unterhalten. Langsam wird es richtig interessant und ich find, dass zweite hat momentan echt eine Geschwindigkeit drauf, mit der das Erste nicht mithalten kann. So schnell wie jetzt sind mir noch keine 100 Seiten vergangen.
War wieder schön, .. wie gesagt, ... ich schupf spätesten morgen Vormittag die nächste Zusammenfassung nach. Und dann haben wir am Wochenende Zeit, uns darüber auszulassen. Wird sicher wieder total interessant. Icon_smile

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
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Beitrag #27 |

RE: Lesekreis: Feuerklingen
Guten Morgen,

*auf die Uhr guckt und sich wünscht noch im Bett zu sein.* Dann wieder einmal los. Seite 300 - 400 wartet und wie es aussieht, haben wir schon wieder Halbzeit. Unglaublich, - wie schnell das diesmal geht.

Die Strasse zum Sieg
Der Titel in Verbindung mit dem Inhalt ist einfach nur herrlich. Wieder Abercrombies Sarkasmus und wie ich feststellen muss, schafft er den immer ungezwungen einfach "nur" mitschwingen zu lassen. Es ist meist der Witz zwischen den Zeilen, der einen dann auch manchmal herzlich zum Lachen bringt.
Und hier muss man lachen.
Lachen über diese sehr tolle Armee, auf dem weg zum Sieg. - Wenn Sieg bedeutet, völlig zu versagen. Ich glaube eigentlich ist hier schon eindeutig genug, dass sie nicht gewinnen können. Gerade das überqueren des Flusses in diese eher unwegsame Gelände, mit so einem Haufen - den schon ein Tauber von weitem hören muss - zeigt doch, wie das ganze aus dem Ruder läuft. Um zu gewinnen, mit solchen Vorraussetzungen, bräuchte es ein Mindestmaß an Taktik, eine gute Stellung, um den Kampf zu eröffnen, Weitblick und Moral. Und ich kann nichts davon entdecken. Auch West sagt das Ende voraus und schickt Jalenhorm zu Burr. Ehrlich gesagt bin ich von West ein wenig enttäuscht, ich dachte, er würde mehr tun, als sich nur Befehlen zu beugen. Aber gut, man kann es ihm nicht verdenken ... Trotzdem schade.

Notwendige Übel
Glokta erwischt endlich seine Verräter. Hat Cosca auf seine Seite gezogen und seine Eide in eine Zelle verfrachtet. Ich muss sagen, Eider ist eine Frau, die sehr stark, aber trotzdem noch authentisch an den Leser (zumindest an mich) kommt. Genau ab hier fing es für mich wieder an spannend zu werden, wenn es um Gloktas Innenleben geht. Schließlich hatte er, bzw. hat für Eider eine Schwäche. So etwas verspricht, gerade bei einem Menschen den wir die Gnadenlosigkeit in Person nennen könnten, dann immer interessant zu werden. Mrgreen
Das Cosca sich auf Gloktas Seite schlägt war irgendwie klar, so Vermögend, wie Glokta nun ist.
Seite 313 schrieb:"So", meinte Glokta und sah zu Vissbruck hinüber. "Möchte noch jemand den Kapitulationsvorschlag des Gesandten annehmen?"
=> Danke nein. Ich häng am Leben.
Icon_lachtot

Zwischen den Steinen
Endlich kommt es zum Kampf, dem ich schon eine ganze Weile entgegengefiebert hatte. Große Erwartungen - und bitte ohne Magie! Schön, das wirklich auf das verzichtet wurde. Es wird statt magisch endlich mal actionreich und blutig. Wieder beweißt Abercrombie, dass er selbst nicht den Überblick verliert und seinen Sinn für Realität. Der Wechsel zwischen Ferro und Logan war gut gemacht und vermutlich das einzig sinnvolle. Schöner Kampf! Hat mir gut gefallen.
Jezal war dann natürlich die Krönung des Kapitels und ich muss ehrlich sagen, ich bin froh, dass er so eine aufs Maul bekommen hat. Er hatte zwei Männer besiegt und war dann stolz wie ein Hahn am Misthaufen. Nein, begeistert! Wie gut, dass am Ende sein Ego doch nicht die Gelegenheit hatte, Frischluft im Himmel zu tanken. Mrgreen

Die Früchte der Kühnheit
Was für ein treffender Titel. Nur von einer Frucht, hat man meist was Positives. Zumindest etwas, womit man seinen Hunger stillen kann. Hier ist es kein Kampf, sondern ein Blutbad. Wie schön, dass dieser Smund das Zeitliche segnen durfte - mir haben seine völlig dämliche Bemerkungen nämlich schon langsam gereicht.
Wie ich den Nebel finden soll, weiß ich noch nicht. Er nimmt dem Ganzen schon etwas Epik und Raum, macht es dann aber auch gleichzeitig geheimnisvoll und real. Reizvoller hätten mich aber ein paar dolle Schlachtformationen gefunden, die man bestaunen darf. So war es hauptsächlich ein Chaos, dem Ladisla - wie könnte es anders sein - niemals gerecht werden konnte. Auch West wohl nicht. Und Glokta, selbst und jungen Jahren, hätte bestimmt auch seine Probleme gehabt. Eigentlich wäre nur Rückzug drin gewesen, oder am Besten, gar nicht erst losmarschieren.
Es kommt wie es kommen muss - die Flucht und West ist doch tatsächlich so dämlich den Affen von einem Prinz mitzunehmen. Gemeinsam mit Pik, seiner Tochter, Ladisla und "unseren" Nordmännern geht es dann ab Richtung Burr.
- Verspricht interessant zu werden. Sehr interessant. *g*
Seite 357 schrieb:"Dreibaum ... wird sich ... bepissen."
=>
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Ein Gast zum Abendessen
Endlich war es da, dass Kapitel, auf das ich gewartet hab. Glokta vs. Eider. Mrgreen Die sich erstaunlich gut für ihre Position hält. Ich hatte die fixe Idee, dass niemand an Glokta je so rann kommen kann, dass er wirklich ernsthaft eingesteht, etwas wirklich falsch zu tun, obwohl es im Auftrag der Union passiert.
Wenn man Eider hört - die ja jetzt, wie wir wissen, doch schuldig ist - gibt man ihr aber doch Recht, oder? Glokta hat der Stadt mehr geschadet als genützt. Auch wie sie die Sache mit der Union und der Gewürzhändlergilde schildert, leuchtet mir ein. Sie als Verräterin zu bezeichnen ist zwar wohl oder übel Wahrheit, aber doch ein wenig hart. Trotzdem - gute Absichten sind ja nicht weiter wichtig vor Gericht. Jedenfalls nicht vor solch einem, in dem Glokta Richter und seine Praktikahle Henker spielen.
Seite 369 schrieb:"Warum?", zischte sie.
Ja, warum? "Ich gebe hier die Befehle", bellte Glokta, "und keine verdammten Begründungen!"
=> JA, warum? *lach* Armer Glokta, jetzt scheint er völlig aus dem Konzept geworden zu sein.
Das Schickel ein Verzehrer gewesen sein soll, will mir nicht in den Kopf. Dazu gab es nie eine Andeutung, nie etwas, das man wirklich greifen konnte. Jedenfalls für mich. Es liest sich fast wie ne Suche nach nem willkommenen Sündenbock.

Einer von ihnen
Seite 378 schrieb:"Was ist das?"
"Was?"
"Das da, was da so herausguckt?"
"Sein Kieferknochen, du Narr, was hast du denn gedacht?"
"Ich glaube mir wird schlecht. Heilen gehört nicht zu meinen bemerkenswerten ..."
=>
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Ach, der arme Jezal. Ich hab mir gewünscht, dass es ihn ein wenig erwischt, aber gleich so - das hatte ich Abercrombie in diesem Ausmaß eher weniger zugetraut. Aber es will passen. Jezal mit entstellten Gesicht. Komisch, darüber kann ich jetzt nicht mehr so lachen. Der tut mir ja jetzt echt schon leid. Mrgreen

Auf nach Norden
Jadisla, West, Pike & Tochter mit den Nordmännern unterwegs. So zusammen mit Hundsmann, Dow, Dreibaum und Co. macht das doch gleich wieder mehr Spaß. Vor allem, weil der dümmliche Prinz endlich auch mal ein wenig sein Fett wegbekommt. - Wobei ich West dafür treten könnte, dass er dem Deppen seinen Mantel gegeben hat.
> Seite 388 schrieb:"Wen interessiert denn, wessen Sohn du bist, wenn du nicht mehr taugst als ein Haufen Scheiße? Ich würde nicht mal auf den pissen, wenn er brennt."
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Gemeinsam geht es also auf, Bethod hinterher, um Burr zu warnen. Na ich bin gespannt, ob das klappen wird.

Vollstreckung ohne Gnade
Ja, auch wenn man es im ersten Moment, vor allem im Schreiben an Sult nicht gedachte hätte (wieder schön Spannung aufgebaut) so fasst sich Glokta doch noch irgendwie ein Herz und lässt die Magisterin gehen. Sehr mutig von ihm und seine Lieblingspraktikahlin findet das wohl alles andere als gut. Wobei sich in diesem Kapitel herausstellt, dass sie nur halb so viel vor Sult kriecht, wie sie tut. Anscheinend scheint die Panik vor dem Tod doch noch jeden zu ergreifen und ihn zum Handeln zu zwingen. Viel, vor allem live, bekommt man von den Kämpfen ja überhaupt nicht mit. Findet ihr das gut, oder eher schlecht?
Ich hatte mir schon erwartet, nähe am Kampfgeschehen zu sein, allerdings, vielleicht hebt sich das Abercrombie ja bis zum Schluss auf ...

So, das war es für heute. Ich bin gespannt auf eure Meinungen. Findet ihr es schade, dass dem Kämpfen, vor allem dem wirklich spannenden, so weit wie möglich aus dem Weg gegangen wird? Oder könnte ihr das recht gut verschmerzen und aufwägen mit dem, was uns ansonsten geboten wird?
War es überraschend für euch, dass Glokta Eider dann doch tatsächlich gehen lässt?

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
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Beitrag #28 |

RE: Lesekreis: Feuerklingen
Die Strasse zum Sieg
Was West anbetrifft kann ich dir zustimmen - ich hätte hier doch etwas mehr von ihm erwartet als nur relativ tatenlos zuzusehen wie die Vorbereitungen auf die Schlacht noch mehr den Bach runtergehen als es bisher schon der Fall war.
Ansonsten braucht man zu dem Kapitel wohl nicht viel sagen: Ladisla = unfähig, Armee = verloren

Notwendige Übel
Ich fand das Kapitel etwas enttäuschend - es ist schade, dass Glokta nun doch so leicht an seine Verräter herankam und letztlich aus diesem Handlungsstrang überhaupt nichts gemacht wurde. Eben verhaften, verhören, töten, gut ist.
Zumindest mit Eider geht es ja noch ein bisschen weiter, obwohl ich ehrlich gesagt bezweifle, dass sie noch mal groß in Erscheinung treten wird ... aber wer weiß.

Insgesamt bin ich also sehr enttäuscht von den Verrätern und hoffe, dass da zumindest noch ein klein wenig draus gemacht wird, ansonsten hat Abercrombie hier sehr viel verschenkt.

Zwischen den Steinen
Schönes Kapitel - endlich mal wieder ein etwas größerer Logen-Kampf, der wie gewohnt sehr toll beschrieben ist.
Auch dass Jezal neben seinen unglaublichen Fechtkünsten die Probleme seines Riesen-Egos beweist hat mir sehr gut gefallen und alles in allem braucht man zu diesem Kapitel wohl nicht viel mehr hinzuzufügen als das, was du schon gesagt hast, Sternchen. Icon_smile

Die Früchte der Kühnheit
Ganz grauenhaftes Kapitel, wirklich - also so langsam finde ich den ersten Teil doch besser als diesen zweiten.
Natürlich macht der Nebel die Schlacht geheimnisvoll, aber das passt einfach nicht: Wir haben hier zwei riesige Heere, die aufeinander treffen und dann so ein bisschen Geplänkel und der Leser bekommt nicht mal das geringste davon mit? Ne, tut mir Leid, aber hier hat Abercrombie wieder unglaublich viel verschenkt und eine toll angefangene Handlung sehr schlecht zu Ende gebracht - hoffentlich kommt im Norden jetzt mir Burr noch was Besseres nach.

Ein Gast zum Abendessen
Und wieder bin ich enttäuscht - diesmal aber nicht von Abercrombie, sondern von Glokta, der viel zu schnell schwach wird ... aber vielleicht ist die Entscheidung richtiger gewesen, als wenn er Eider ebenfalls umgebracht hätte.
Zu seinen Absichten: Sollte er die Stadt halten können, dann hätte er ihr sicherlich mehr geholfen als Eiders schlichte Auf- und Übergabe an die Gurkhisen ... aber es bleibt abzuwarten ob er nicht vielleicht doch ganz Dagoska ins Verderben gestürzt hat.

Auf nach Norden
Schönes Kapitel - die Handlung im Norden scheint also doch nicht so schlecht zu werden, wie ich nach dem Schlacht-Kapitel erst dachte. Grade Ladisla kann hier noch richtig interessant werden und für viele Lacher sorgen, zumal die Barbaren ja von ihm so gar nicht angetan sind Mrgreen

Ich freue mich schon, wenn die wieder auf Burr treffen *hehe*

Vollstreckung ohne Gnade
Hm ... ich glaube Eider gehen zu lassen war eine richtige Entscheidung - unwahrscheinlich, dass sie ihm noch mal begegnet oder Probleme bereitet. Aber falls doch hätte Glokta echt die Kacke am Dampfen: Wie Sult erklären?

Zu den Kämpfen: Finde ich gar nicht mal schade, nach dem zu urteilen was da noch an Armeestärke vor Dagoskas Toren lauert dürfte das hier alles nur die Vorhut der Vorhut sein - da wird sicherlich noch sehr viel kommen, auf das wir uns freuen dürfen! Icon_smile

Zitat:War es überraschend für euch, dass Glokta Eider dann doch tatsächlich gehen lässt?
Nein, dass er sie mehr mag als den Rest war ja schon nach den ersten Begegnungen der beiden klar und ein Mann wie Glokta, der ja nun nicht grade viel Kontakt mit Frauen hat, dürfte da schon schnell schwach werden - kann ich also voll und ganz verstehen.

A poet is a nightingale who sits in darkness and sings to cheer its own solitude with sweet sounds.
~Percy Bysshe Shelley

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Beitrag #29 |

RE: Lesekreis: Feuerklingen
Hallo ihr!

Tut mir Leid, dass ihr so lange auf meine Antwort warten musstet (die kommt jetzt echt auf den letzten Drücker). Ich war Zuhause und da werde ich immer sehr in Beschlag genommen.

Aber dann jetzt frisch ans Werk:

@sternchen

Die Straße zum Sieg

Zitat:Es ist meist der Witz zwischen den Zeilen, der einen dann auch manchmal herzlich zum Lachen bringt.
Absolut!^^ Abercrombie gelingt es meiner Meinung nach sehr gut seinen manchmal etwas eigenen Humor einfließen zu lassen. Dieses Buch lese ich mit einem Schmunzeln.

Zitat:Ehrlich gesagt bin ich von West ein wenig enttäuscht, ich dachte, er würde mehr tun, als sich nur Befehlen zu beugen.
Was hätte er denn tun sollen? Fahnenflucht? Den Prinzen absetzen und zum Hochverräter werden?^^ Außerdem ist er auch in seinem eigenen Ehrgefühl gefangen.

Notwendige Übel

Zitat:Hat Cosca auf seine Seite gezogen und seine Eide in eine Zelle verfrachtet.
War für mich einfach etwas zu einfach ... aber dafür wird es ganz und gar nicht einfach für Glokta, mit der Situation um zugehen ... schon daran, dass er sie nicht töten lässt, kann man eine Veränderung feststellen. Glokta wird weicher? War der erste Schritt dazu die Erkenntnis, dass West doch ein Freund ist?
Bisher schien sich nur Jezal zu entwickeln. Aber hier scheint mir eindeutig eine Entwicklung mit Glokta vor zu gehen Icon_wink das Problem: diese "neuen" Eigenschaften sind nicht gerade förderlich für Gloktas Sicherheit, oder? (Wasserleiche am Kai gefunden)

Zwischen den Steinen
Hat mir gut gefallen die Szene ... auch wenn sie bei genauerer Betrachtung nicht wirklich was besonderes war ... Logen und Ferro als überlegene Kämpfer, die zwar einige Kratzer abbekommen, sich aber letztendlich trotzdem gegen eine Übermacht behaupten, die ihnen wenige Stunden zuvor noch Todesangst bereitet hat. Aber die Soldaten haben sich auch dämlich angestellt. Was war das denn für ein Vorgehen? Warum haben sie sich nicht als Trupp jeweils einen vorgenommen und so ihre zahlenmäßige Überlegenheit zum tragen gebracht? So konnten sich Logen und Ferro immer einzelne vornehmen ... das wirkt doch in etwas wie das vorgehen unseres geliebten Oberbefehlshaber Ladisla, der würde doch auch sagen: "Los, stürmt den Hügel! Zermalmt sie unter euren frisch gewachsten Stiefen" oder so Mrgreen

Jezal steht endlich seinen Mann, hat aber keinen Grund, wieder überheblich zu werden. Fand ich schön gelöst!^^ Er könnte einem ja fast schon leidtun (aber nur fast Icon_wink)

Die Früchte der Kühnheit

Zitat:Wie ich den Nebel finden soll, weiß ich noch nicht. Er nimmt dem Ganzen schon etwas Epik und Raum, macht es dann aber auch gleichzeitig geheimnisvoll und real.
Stimmt schon ... Epik hatten wir hier nicht ... aber irgendwie wäre sie für mich auch fehl am Platz gewesen. Wir haben hier eine sehr gut organisierte Truppe, geführt von einem brillianten Befehlshaber ... und ein Haufen Idioten, die von dem größten Idiot geführt wurden. Wo ist da Raum für Epik? Außerdem scheint es nicht zu Abercrombie zu passen^^ er hat einfach keine Epik drin, sonder gerade das kleine, schmutzige, reale. Ich glaube ich finde den Nebel gut Mrgreen

Ein Gast zum Abendessen
wie ich schon oben geschrieben habe: Glokta wird weich ... was Eider angeht ... ich bin nicht so sicher wie sie, dass der Imperator sich wirklich an die Abmachung gehalten hätte ... immerhin ist er eine Marionette diese Verzehrer (zumindest glaub ich das Icon_smile)

Zitat:Das Schickel ein Verzehrer gewesen sein soll, will mir nicht in den Kopf. Dazu gab es nie eine Andeutung, nie etwas, das man wirklich greifen konnte. Jedenfalls für mich. Es liest sich fast wie ne Suche nach nem willkommenen Sündenbock.
Hm ... ich hatte sie auch gar nicht auf dem Schirm ... *Buch aufschlägt*

"Es ist deshalb von Bedeutung, Herr Inquisitor Harker, weil Verschwörungen in den seltensten Fällen von vierzehnjährigen Mädchen angeführt werden."

Hier hätte ich Verdacht schöpfen müssen ... oder?^^ Das schreit nach einer Überraschung.

"Schickel stand mit gesenktem Kopf in der Tür. Die Verletzungen und Schwellungen, die ihr dunkles Gesicht bedeckt hatten, waren verheilt. Äußerlich gab es kei Zeichen der Qualen mehr, die sie in den Zellen unter der Zitadelle durchlitten hatte."

Und das ging viel zu schnell mit dem verheilen ... vor allem, weil sie angeblich nur gerade so am Leben gewesen war, in der Zelle ... Aber auf sowas achtet man doch nicht, oder?^^
Wenn man das überhaupt als Hinweise werten will, dann aber nur als sehr spährliche ... was mir hier aber auffällt:
Glokta macht sich an dieser Stelle Gedanken darüber, dass er zumindest eine Person gerettet hat und fragt sich, ob es schon zu spät ist, noch ein guter Mensch zu werden ...
was für eine bittere Ironie, dass gerade dieses Mädchen ein Verzehrer ist.

Einer von ihnen
Jezal mit entstelltem Gesicht ... er wird verzweifeln und glauben, dass Ardee nun nichts mehr von ihm wissen wollen wird. Ich sehe das Trübsahlblasen schon vor mir -.- Andererseits sagt Logen extra noch, wie gut Ferro nähen kann ... vielleicht bleibt unsere Prinzessin doch weiterhin jung und hübsch?^^
Aber der Titel ist sehr passend, oder?

Auf nach Norden
Zitat:Vor allem, weil der dümmliche Prinz endlich auch mal ein wenig sein Fett wegbekommt.
Oh, wie ich das genieße!^^ Meint ihr der Prinz könnte noch seine Lektion lernen? Ich meine er wird jetzt wahrscheinlich Wochen an der Seite der Nordmänner verbringen ... vielleicht bekommt die Union doch noch einen vernünftigen Anführer?

Vollstreckung ohne Gnade
Zitat:so fasst sich Glokta doch noch irgendwie ein Herz und lässt die Magisterin gehen.
Der bisher letzte und extremste Schritt in Gloktas Veränderung ... der Glokta aus dem ersten Band, hätte das niemals getan!

Zitat:Wobei sich in diesem Kapitel herausstellt, dass sie nur halb so viel vor Sult kriecht, wie sie tut.
Das haben wir ja schon geahnt.^^

Zitat:Viel, vor allem live, bekommt man von den Kämpfen ja überhaupt nicht mit. Findet ihr das gut, oder eher schlecht?
Ich hatte mir schon erwartet, nähe am Kampfgeschehen zu sein, allerdings, vielleicht hebt sich das Abercrombie ja bis zum Schluss auf ...
Ich denke, dass es ganz clever von Abercrombie ist, die Kämpfe nicht dauernd zu beschreiben. Wir würden sowieso immer das selbe lesen: eine Horde Guhrkisen läuft auf die Stadt zu und wird abgeschlachtet. Deshalb ist es für mich in Ordnung da nichts mitzubekommen.

Zitat:War es überraschend für euch, dass Glokta Eider dann doch tatsächlich gehen lässt?
Nein^^ ich hab damit gerechnet. Es musste so kommen, wenn Glokta nicht für immer der verbitterte Schlächter bleiben soll, der er war.

@lars
Zitat:Ich fand das Kapitel etwas enttäuschend - es ist schade, dass Glokta nun doch so leicht an seine Verräter herankam und letztlich aus diesem Handlungsstrang überhaupt nichts gemacht wurde.
seh ich ähnlich. Es war einfach zu einfach ... anscheinend hat Abercrombie diesen Handlungsstrang nicht für so wichtig gehalten?

Zitat:Wir haben hier zwei riesige Heere, die aufeinander treffen und dann so ein bisschen Geplänkel und der Leser bekommt nicht mal das geringste davon mit?
Das ist aber realistisch, meiner Meinung nach. "Wirkliche" Schlachten sind nunmal nicht übersichtlich und schon gar nicht episch Icon_wink
(und wie man im Interwiew lesen kann, legt Abercrombie sehr viel Wert auf den Realismus in seinem Fantasy)

So das war's.^^

Dann morgen mit den nächsten hundert Seiten?

Gruß vom Wanderer

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Beitrag #30 |

RE: Lesekreis: Feuerklingen
Hallo, da bin ich wieder!^^

Und weiter mit den nächsten Seiten. Icon_smile

Wahrer Schmerz
Unsere Prinzessin erwacht ... und es ist doch schlimm! Sehr schmerzhaft vor allem. Fast jeder versucht auf seine Weise, Jezal Trost zu spenden. Allen voran Logen, der weiter die gute Seele der Truppe spielt. Eine Eigenschaft die anscheinend einen guten Anführer ausmacht und die unserem Freund Ladisla ja mal völlig abging Icon_wink
Bayaz Erzählungen aus alter Zeit beginnen endlich zu fruchten. Jezal wird demütiger und darf trotzdem noch darauf hoffen, dass Ardee ihn noch will.

Die große Überraschung dieses Kapitels: Quai hat was getan? Er hat einen schwer bewaffneten Soldaten mit einer Bratpfanne niedergeschlagen? Icon_shocked
Was ist nur mit ihm los, warum hat er sich so verändert? Wenn ich an den Quai denke, der auf der Suche nach Logen fast gestorben wäre ...
sehr seltsam ...

Bemerkenswert auch der letzte Satz:

"Und so lag Jezal da, gegen einen Sack mit Stroh gelehnt, den Kopf zur Seite geneigt; er ließ sich von den Bewegungen des Karrens schaukeln und sah zu, wie das Land an ihm vorüberglitt. Sah den Wind im Gras. Sah die Sonne auf dem Wasser."
Jezals Wahrnehmung verschiebt sich, er kann Freude an den kleinen Dingen des Lebens finden? Diese Reise tut ihm wirklich gut, auch wenn er dafür sein perfektes Kinn eingebüßt hat. Fällt mir nämlich gerade auf: im ersten Band gibt es eine Stelle in der er sein Kinn bewundert ... Abercrombie ist genial!

Zu Bayaz: ganz klanglos ist er aufgewacht. Immer noch kaputt, älter und schwächer den je? Wie will er denn die Welt retten Icon_wink
Ging euch das zu schnell mit dem Aufwachen?

Ein Schritt nach dem anderen

Die Leiden des jungen West ... West hat arg zu kämpfen mit der Situation in der er sich befindet. Er sucht bei sich selbst die Schuld für die Niederlage, hält sich für nutzlos und stellt fest, dass selbst Pike und Cathlin mehr Mumm zu haben scheinen als er. (Prinz Ladisla ist aber unangefochtene Rote Laterne Icon_wink)
Obwohl doch etwas "anderes" zum Vorschein kommt als West mit Dow aneinander gerät ... da brennt noch ein Feuer in West. Er scheint Cathlin sehr zu mögen ... (merkt man ja auch unter der Decke)
Am Ende kommt er dann zu dem Schluss, dass er Ladisla retten muss, um seine Ehre zu retten. Das könnte ein größeres Problem werden, denn Ladisla könnte sich glatt auf seinen eigenen Schuhen aufspießen, so unfähig wie er ist.
In dem Zusammenhang:

"Ladisla hob die Schultern. >>Ich nehme an, ich muss einen Teil der Schuld für diese ganze Situation auf mich nehmen.<<"

Nein Ladisla, wirklich? Icon_lol

Verschwendeter Atem
Verschwendeter Atem, gleich zweimal in diesem Kapitel. Erst das Gespräch zwischen Logen und Ferro. In der wir eigentlich über ihren Charakter erfahren, was wir zumindest schon geahnt haben: sie ist nicht gerade umgänglich und sehr verbittert. SEHR verbittert. Wobei sie durchaus Grund dazu hat. Aber ich glaube dieses Gespräch war nicht völlig verschwendet. Ferro wehrt sich zwar dagegen, aber langsam dringt Logen vor, auch wenn es immer wieder Rückschritte gibt.

Dann verschwendet Zacharus seinen Atem. Ein weiterer Magus, Herr über das Tierreich und Mentor eines jungen Kriegsherren tritt auf und versucht Bayaz von seinem Plan abzubringen. Wir erfahren grob, was mit den anderen Magi passiert ist und Bayaz Situation erscheint immer düsterer. Wir erfahren ein weiteres pikantes Detail über Bayaz und seine Vergangenheit.

Ich fand das Gespräch zwischen den beiden sehr interessant. Das Bild über die Magi vervollständigt sich langsam. Das Bayaz keineswegs pefekt ist, haben wir ja bereits geahnt.
Was ich nicht lassen kann: Zacharus erinnert mich sehr stark an Radagast den Braunen aus Herr der Ringe! Mrgreen
Trotzdem ein interessanter Charakter, der sehr nahm am Wahnsinn steht, wie mir scheint. Der normalste der Magi scheint aber Yuweil zu sein ... der hat irgendwie noch die meisten Sinne beisammen Icon_wink

Eine Frage der Zeit
Die Stadtmauer ist durchbrochen worden. Zwar können die Gurkhisen wieder zurück geschlagen werden, aber lange wird Glokta die Stadt nicht mehr halten können. Vissbruck schlägt vor, zu fliehen, Glokta lehnt aber ab, obwohl die Situation hoffnungslos erscheint. Hat er schon mit dem Leben abgeschlossen? Dann wird Schickel befragt, wenn man von einer Befragung sprechen kann. Wir erfahren einiges übere die Verzehrer und doch nichts wichtiges. Gerade genug, um beunruhigt zu sein.
Dann noch eine philosophische Diskussion zwischen Glokta und Cosca über Ehre Icon_wink
Cosca macht sich ja ziemlich gut. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er noch lange treu bleiben wird, denn langsam wird die Situation aussichtslos und bis zum Tod wird er sicherlich nicht kämpfen, oder?

Gloktas Situation kann man gut mit "düster" zusammenfassen, finde ich. Die Stadt kann nicht mehr lange gehalten werden. Die Verzehrer sind auf dem Vormarsch. Da haben Glokta und Bayaz ja mal was gemeinsam Icon_wink

Die Dinge, die wir über die Verzehrer erfahren haben, fand ich sehr interessant und vor allem schön schaurig Icon_wink
(Schickel musste ihre Mutter verspeisen?) Trotzdem wissen wir kaum etwas. Ich bin schon sehr gespannt auf den Propheten. Hier stellt sich die Frage: wer ist schlimmer ist, Khalul der das zweite, oder Bayaz der das erste Gebot bricht?

Narben

Jezal ist seinen Verband los und Ferro scheint ein kleines Wunder vollbracht zu haben. Wieder ist der Titel gut gewählt, denn es geht keineswegs um die Narben von Jezal, sondern um die seelischen Narben, die Logen, Bayaz und vor allem Ferro tragen.
Bayaz ist viel schuldiger an der ganzen Angelegenheit, als zunächst gedacht, Logen offenbart den blutigen Neuner und Ferro erzählt von ihrer Zeit im Freudenhaus (?) und ihrer Selbstverstümmelung.

Interessant finde ich zunächst, dass Ferro für Logen in die Bresche springt. Hat mich gerfreut. Ich hatte schon ein wenig Angst, dass sich wieder anfängt nervig zu werden Icon_wink

Und Quai: es wird immer seltsamer mit ihm. Selbst Logen ist es aufgefallen. Mient ihr vielleicht, dass Quai den geplanten Verstoß seines Meisters gegen das erste Gebot nicht billigt? Oder vielleicht ist er auch mittlerweile ein Verzehrer! Icon_shocked (man kann ja nie wissen, bei Abercrombie!)

Jedenfalls stimmt da etwas nicht. Ich hoffe, er wird nicht zum Feind ... ich beginne ihn nämlich zu mögen (seltsam nicht wahr? Mrgreen )

Das der Schöpfer seltsame Experimente vollführt hat, hätten wir uns in Anbetracht der Schanka wohl denken können ... was ich mich frage: wie hat so jemand eine Tochter zeugen können? Hat er sie nicht vielleicht auch gebaut? Icon_shocked Würde auch ihre Schönheit erklären Icon_wink Bayaz ist also ein Verräter. Wahrscheinlich trägt er schwer an der Bürde, oder was denkt ihr? Sein Charakter gewinnt endlich an Profil.

Nun wissen wir also deutlich mehr über drei wichtige Charaktere und den weniger wichtigen Langfuß (Icon_wink), schon einer sehr seltsame Gruppe, die sich da zusammen gefunden hat ... nur Quai ist immernoch ein unbeschriebenes Blatt.

Wildzorn
@lars
sternchen hat mich förmlich gezwungen weiter zu lesen, ich musste es tun *Ausflüchte sucht* nein Quatsch, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Icon_smile Aber wenn du das Kapitel noch nicht gelesen hast, dann solltest du jetzt auf keinen Fall weiterlesen:

denn es gibt eine riesen Überraschung! Ladisla ist tot (lang lebe West). Da wird der vorhergehende Kampf fast zur Nebensache. West begräbt seine Herldentumwünsche und wird zum Hochverräter. Rettet damit aber vermutlich die Gruppe und damit möglicherweise den Krieg. Denn Ladisla war nur ein Ärgernis, ein Klotz am Bein. Und überraschender Weise, auch ein Vergewaltiger. So viel Kraft hätte ich ihm niemals zugetraut. Aber er ist wohl einfach gewöhnt alles zu bekommen, was er will ... jedenfalls kann ich West nachfühlen. Er hat schon Dow mit dem Tod gedroht und wird wohl kaum vor Ladisla halt machen, wenn er Cathlin anfasst.
Ich bin immernoch überrascht. Ladisla ist tot. Vermutlich hat er Abercrombie genauso genervt wie die Nordmänner Icon_wink

Noch einmal zurück zum Kampf: West hat sich einen Namen verdient. Da ist das Feuer aus ihm herausgebrochen. Wildzorn also? Ich hoffe, dass West jetzt endlich aus der Versenkung auftaucht. Er hat sich ja irgendwie als minderwertig zwischen den Nodmännern gesehen. Wenn nun Dow in akzeptiert ... übrigens sehr geschickt gemacht, von dem, wie er West in Rage gebracht hat.^^

So, wir haben ja ziemlich viel neues in diesen (etwas mehr als) hundert Seiten
erfahren, gleichzeitig ist einiges passiert. Mir haben diese Kapitel sehr gut gefallen. Was sagt ihr? Ist Khalul euch vielleicht zu übermächtig? Findet ihr Bayaz zu schwach? Findet ihr vielleicht, dass uns die Hintergründe schon zu früh enthüllt wurden? (Da hab ich mir noch keine Meinung zu gebildet. Für mich hängt das auch davon ab, wie's weiter geht)

Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Gruß vom Wanderer

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