Es ist: 08-03-2021, 02:03
Es ist: 08-03-2021, 02:03 Hallo, Gast! (Registrieren)


Sonnenkind
Beitrag #1 |

Sonnenkind
Sonne die im himmel steht
die Erde unter dir
auf welcher all die Pflanzen ruhn
die Berge und das Meer
du stehst über uns allen
bringst uns Leuchten
Wärme Leben
bringst uns all das was wir brauchen um uns für dich zu bewegen
sind nur unförmige Wesen
die bei ihresgleichen stehn
sind nur unförimge Wesen die zuweilen auch vergehn
was ist Leben was sind Tränen
fragen die Du dir nicht stellst
was Gefühle
was heißt Sehnen
solange Du uns nur erhellst..
solange unsre Funken glühen
solange Seelen in uns sind
solange unsre Tage zählen
ein jeder nur ein Sonnenkind......

ein Jeder nur auf seine Weise
die ihn ganz besonders macht
ein jeder nur auf seine Weise
jeden Morgen, Tag und Nacht

Sonnenschein der auf dir liegt
um dich der kalte Wind
und jede menge andere Menschen
die auch auf Erden sind
Hände halten, Füße stehen
Münder sprechen, Augen sehen
hoch zu Ihm der sich erhebt
und dennoch nur der Eine ist der unter ihnen lebt
Wellen brechen Vögel ziehen
Blätter rauschen Wolken fliehen
in dem großen weiten Blau das alles stetes umgibt
fest umschließt und bei sich hält
und alles um sich liebt


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Beitrag #2 |

RE: Sonnenkind
Hallo Corran,


dann will ich mir dein Gedicht einmal näher ansehen - oder ist es für dich eher ein Songtext?
Jedenfalls erst mal zu dem, was mir aufgefallen ist (und das ist alles nur meine Meinung; was du übernimmst, bleibt dir überlassen):

=> sonne die im himmel steht
die erde unter dir
Hm, erst mal eher "am himmel", oder?
Und wenn du die Sonne danach mit "du" ansprichst, würde ich das schon in der ersten Zeile tun, sonst fragt man sich erst mal, wen du hier meinst: "sonne, die du am himmel stehst"

=> auf welcher all die pflanzen ruhn
"ruhn" finde ich in dem Zusammenhang nicht wirklich passend, vielleicht fällt dir ein besseres Wort ein? Vielleicht "blühn"?

=> du stehst über uns allen
"stehen" hattest du schon vier Zeilen vorher, das würde ich hier ersetzen oder vielleicht sogar weglassen ("du über allen / allem" oder so)

=> bringst uns leuchten
"bringst uns leuchten" finde ich ein wenig seltsam, richtiger wäre "licht"

=> bringst uns all das was wir brauchen um uns für dich zu bewegen
Bewegen wir uns für die Sonne? *rätsel* Diese Formulierung würde ich nur nehmen, wenn das hier ein religiöses Gedicht ist. Ansonsten "für dich" weglassen (und ganz allgemein würde ich diese Zeile teilen, sie ist zu lang)

=> sind nur unförimge wesen die zuweilen auch vergehn
Bei "unförmige" sind dir zwei Buchstaben verrutscht.
Du wiederholst die Formulierung der unförmigen Wesen, ich schätze daher, dass dieses Gedicht mehr als Songtext zu verstehen ist?
"die zuweilen auch vergehn" ist nicht richtig - wir vergehen nicht zuweilen sondern zwangsläufig. Wer lebt, stirbt irgendwann; das gehört zur Definition von "Leben".

=> solange du uns nur erhellst..
Drei Punkte und davor ein Leerzeichen wäre korrekt

=> ein jeder nur ein sonnenkind......
Siehe oben - auch hier drei Punkte und ein Leerzeichen

=> ein jeder nur auf seine Weise
die ihn ganz besonders macht
ein jeder nur auf seine Weise
jeder morgen, tag und Nacht
Hier sind dir drei Großbuchstaben reingerutscht - bitte entfernen oder konsequent alle Nomen großschreiben. Und ich schätze, dass es in der letzten Zeile "jeden morgen" heißen müsste.

=> hoch zu ihm der sich erhebt
und dennoch nur der eine ist der unter ihnen lebt
Okay, doch ein religiöses Gedicht? Hier klingt es sehr danach. Es wirkt aber seltsam, dass hier ohne Vorwarnung ein "er" auftaucht, der vorher nicht vorhanden war (vor allem, wenn du zu Beginn eher die Sonne beinah göttlich wirken lässt, die zumindest in der deutschen Sprache weiblich ist).

=> in dem großen weiten blau das alles stetes umgibt
stets

=> fest umschlißt und bei sich hält
umschließt

Okay, das war es einmal an den grundsätzlichen Dingen, die mir aufgefallen sind.
Im Großen und Ganzen entwickelst du zwar zuerst einen gewissen Rhythmus, der dann aber schnell wieder gebrochen wird - immer wieder dazwischen tauchen dann metrische Fragmente auf, aber ein durchgehender Rhythmus ist nicht erkennbar. Das hat mich ein wenig irritiert. Zudem bremsen die Kleinschreibung und die fehlenden Satzzeichen das Lesetempo doch recht; dabei habe ich den Eindruck, dass dein Gedicht eher "in einem Fluss" gelesen werden sollte. Das ist aber selbstverständlich nur meine Leseweise.
Sprachlich fehlen mir hier die Besonderheiten ... ich vermisse gute Metaphern oder schöne Bilder. Auch inhaltlich kann ich grundsätzlich nicht wirklich etwas herauslesen - außer eben in Ansätzen mögliche religiöse Inhalte. Und auch da bin ich mir sehr unsicher, ob ich mir die nicht nur einbilde.
Noch etwas: Der Titel scheint mir nicht ganz passend, da du an keiner Stelle von nur einem Sonnenkind schreibst. Wenn, dann wäre ich für die Mehrzahl, also "Sonnenkinder".

Insgesamt muss ich leider zugeben, dass ich persönlich nicht viel mit dem Gedicht anfangen kann - wie gesagt, ich persönlich. Anderen gefällt es vielleicht besser.
Eine Stelle muss ich aber hervorheben, weil sie für mich aus dem Gedicht heraussticht:

Zitat:wellen brechen vögel ziehen
blätter rauschen wolken fliehen

Das ist ein schönes Bild, vor allem die erste der zwei Zeilen.
Da wünschte ich fast, du würdest diese Stelle herausnehmen und noch einmal in einem verdichteten, kürzeren Gedicht einsetzen. Daraus könntest du sicher etwas machen.

Wie auch immer du mein Kommentar liest und verstehst - nimm, was du für dich annehmen kannst, den Rest lass beiseite. Es kommt in erster Linie darauf an, "am Ball zu bleiben" und weiterzuschreiben.


Mira

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Beitrag #3 |

RE: Sonnenkind
ALso erstmal, scheinbar hast du gerade angefangen zu lesen als ich die ganzen kleingeschriebenen Nomen editiert hatte( lag daran das ich , wie bei meinem anderen Text auch, irgendwie die falsche Version gepostet hatte) inzwischen dürften eigentlich alle Nomen konsequent groß geschrieben sein. Ja, der Rhytmus ist anfangs etwas merkwürdig aber durchaus vorhanden und nein es ist eigentlich kein religöses gedicht auch wenn ich wegen der stelle

"=> hoch zu ihm der sich erhebt
und dennoch nur der eine ist der unter ihnen lebt"

schonmal drauf angesprochen wurde sehe ich das ganze etwas anders.
Es geht mir an der Stelle eher um (oder gegen) Menschen die sich über andere Menschen stellen.
Ansonsten war das ursprünglich ein reines Gedicht ohne Verwendungszweck und bestand nur aus dem ersten Teil, wurde jedoch später zu einem Liedtext erweitert dessen musikalische umsetzung aber wohl noch auf sich warten lässt.
Naja, danke für die Kritik , ichs chreibe schon seid einigen Jahren und werde mich sicher nicht von sowas abhalten lassen, hat ja schließlich jeder seinen eigenen Geschmack -bis zum nächsten mal.


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Beitrag #4 |

RE: Sonnenkind
Gut, ich revidiere die zwei Bemerkungen über die Groß-/Kleinschreibung und füge dafür neue an:

=> Sonne die im himmel steht
"Himmel" groß

=> fragen die Du dir nicht stellst
"Fragen" groß, "du" klein (oder im ganzen Gedicht konsequent groß)

=> ein Jeder nur auf seine Weise
"ein jeder" klein, glaube ich

=> jeden Morgen, Tag und Nacht
Komma weg, um konsequent bei "keine Satzzeichen" zu bleiben

=> und jede menge andere Menschen
"Menge" groß ("jede Menge" ist aber nicht wirklich passend hier, zu umgangssprachlich)

=> hoch zu Ihm der sich erhebt
und dennoch nur der Eine ist der unter ihnen lebt
"ihm" und "eine" klein, sonst wirkt es noch religiöser als vorhin

Ansonsten bleiben die Anmerkungen vom letzten Kommentar bestehen. Es wäre schön, wenn du sie zumindest überdenken könntest; sonst ist es nämlich ziemlich sinnlos, überhaupt ein Kommentar zu schreiben.

Corran schrieb:Es geht mir an der Stelle eher um (oder gegen) Menschen die sich über andere Menschen stellen.
Das kommt leider gar nicht raus. Weder vorher noch nachher hast du irgendwelche kritischen Andeutungen gemacht. Auch aus dem Kontext konnte zumindest ich diese Thematik nicht herauslesen.

Es freut mich, dass du nicht zum Schreiben aufhören willst (und das war ja auch definitiv nicht mein Ziel). Ich finde es auch vollkommen in Ordnung, wenn du Kommentare kritisch betrachtest und nicht unhinterfragt jeden Vorschlag übernimmst.
Aber dass du scheinbar so gar nicht darauf eingehst finde ich schade und ehrlich gesagt ein bisschen demotivierend - schließlich habe ich mir Mühe gegeben, dir konstruktive Tipps zu geben.


Mira

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- Rose Ausländer -

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Beitrag #5 |

RE: Sonnenkind
Tja, der Text ist schon etwas älter und da werde ich sicher nichts dran ändern da er mir und anderen so gefällt, Wenn ich mal einen neuen schreibe dann kann ich mir sicher über Vorschläge gedanken machen wenn ich ihn poste oder beim Schreiben..


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