Es ist: 28-11-2021, 07:24
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IT: Das Lachen des Piraten (302 d.E.)
Beitrag #1 |

IT: Das Lachen des Piraten (302 d.E.)
Der schrille Schrei eines Kookaburra ließ Derz aus seinem unruhigen Schlaf erwachen. Mit müden Augen blickte er um sich. Die ersten Strahlen einer blutroten Sonne im Osten spielten auf seinem Gesicht. Schon spürte er die Wärme des Sonnenballs trotz der frühen Stunde. Es würde wieder einmal ein heißer Tag werden auf Quies Insula. Der antwortende Schrei eines weiteren Kookaburra ließ ihn nach unten ins Lager blicken. Von seinem Wachposten, über den Baumwipfeln gelegen, konnte er die kleinen Holzhütten und die niedergebrannten Lagerfeuer, um die sich die Männer im Schlaf gescharrt hatten, ausmachen. Doch den Vogel konnte er nicht sehen, wie zu erwarten. Mit einem herzhaften Gähnen streckte er sich und rieb sich den Sand aus seinen immer noch verschlafenen Augen. Als er sie langsam wieder öffnete, wippte genau vor ihm ein langer Schnabel auf und ab und schwarze Kulleraugen starrten ihn an. Erschrocken wich Derz zurück, doch der Kookaburra hatte sich schon auf seinem Kopf niedergelassen und stieß sein typisch schrilles Keckern aus. So als würde er ihn auslachen. Fluchend verscheuchte Derz den Vogel von seinem kahlen Haupt, wohl wissend, dass er zurückkommen würde, wenn sein Herr nicht bald aufwachte. Denn der Kookaburra war Kriek, das zahme Haustier von Akan dem Schwarzen, dem größten Piraten auf See, dem Anführer ihrer Bande. Er war es, der sie alle hier zusammengeführt hatte, auf Quies Insula, um von diesem Lager aus ihre Raubzüge über das Meer zu starten und um immer wieder, wenn es ihm gefiel, die friedlichen Hafenstädte Athalems zu überfallen. Seit drei Jahren terrorisierten sie nun schon die Küste. Nomae, Wégrut und Beir waren ihre Opfer, doch allen voran musste Endrome, die Perle des Südens unter ihrem Terror leiden. Warum, das wusste vielleicht gerade einmal eine Handvoll der Männer, die da unten schliefen. Die meisten hatten sich ihnen in den letzten Jahren angeschlossen, aus Armut oder Abenteuerlust oder einfach aus Langweile. Doch Derz kannte Akan noch von früher, aus Endrome, als er sich noch nicht „der Schwarze“ nannte, sondern Akan Erechnor hieß, Sohn eines aufstrebenden Tabakhändlers. Geprügelt hatte er sich schon damals viel, doch immer für die gerechte Sache, wie er meinte. Um seine Ehre und die Ehre seiner Stadt zu verteidigen. Bis zu dem Tag, als die wohlhabenden alteingesessenen Händler, die wahren Herrscher Endromes beschlossen, dass Akans Vater ihnen zu reich und zu mächtig wurde. Einen Neuling, der klüger war als sie, konnten sie nicht vertragen. Mit Hilfe des Stadtrates von Endrome stellten sie ihm eine Falle und der Köder war der naive Akan. Er sollte als Abgesandter Endromes nach Gandal'har reisen und die goldene Waagschale, Endromes Symbol für Reichtum mitnehmen um sie dem Hohen Rat zu präsentieren. Kurz darauf wurde er des Diebstahls bezichtigt und sein Vater an seiner statt verurteilt, enteignet und ins Gefängnis geworfen. Aus Armut und Verzweiflung wurde Akans Mutter in die Prostitution getrieben, er selbst blieb allein und geächtet zurück. Alle glaubten, er würde in der Gosse verrotten, doch die Reichen Endromes hatten nicht mit seiner Stärke und seinem Zorn gerechnet. Akan verschwand, doch fünf Jahre später wurde die friedliche Stadt zum ersten Mal von einem Mob Piraten überfallen. Derz war unter ihnen gewesen. Es war der vielleicht aufregendste Moment in seinem Leben. Sie waren im Schatten der Nacht gekommen. Als die Stadt friedlich schlief, hatten sie das Hafengebäude gestürmt, den dort liegenden Tabak, Endromes wichtigstes Handelsprodukt in Brand gesetzt und ein schnelles Handelsschiff, die Avantis, gekapert. Es war traumhaft: Die Schreie, das Feuer, das viele Blut, die verzweifelten Angriffe der Miliz Endromes. Sie waren entkommen und hatten keinen Mann verloren. Das war der Moment, als Derz seinen Kapitän das erste Mal lachen hörte. Er würde es nie vergessen. Auf dem Heck der Avantis stehend lachte Akan aus voller Brust, tief und schreiend gleichzeitig, voller Inbrunst und Lebensfreude und im selben Augenblick so voller Abscheu und Hass auf diese Stadt. Er lachte Endrome aus, wie wahnsinnig, dass er über sie triumphiert hatte. Dieses Lachen wurde zu Akans Markenzeichen. Vielleicht war das auch der Grund, warum Kriek zu ihm gefunden hatte. Die Schreie des Vogels klangen bei Nacht nicht weniger markerschütternd als die seines Herrn. Derz hatte damals gedacht, dass Akan nun seine Rache befriedet hatte, doch das Gegenteil war der Fall. Immer wieder startete er zu neuen Raubzügen, immer gewagter und blutiger als zuvor. Und immer wieder gelang alles, so als ob die Götter Akans Taten segneten. Nomaes Händler waren verzweifelt, Wégruts Kaufleute verängstigt, Endrome aber zitterte unter dem Terror des Schwarzen. Es war die schönste Zeit in Derz Leben.
„MÄNNER!“ gellte die tiefe Stimme Akans über den Platz und ließ Derz aus seinen Gedanken hochfahren. Jene, die noch geschlafen hatten, sprangen ebenfalls auf bei diesem Schrei.
„Männer“, rief ihr Anführer noch einmal und sah sich um. Mehr als 100 Gesichter blickten zurück. „Die Zeit ist wieder einmal gekommen! Heute ist ein guter Tag, ein prächtiger Tag! Ein Tag für Gold.“
Die Männer murrten grinsend.
„Ein Tag für Mord.“
Das Lachen wurde lauter.
„Ein Tag, an dem wir alle unsterblich werden.“
Die Männer brüllten zurück.
„Ein Tag, der uns den Sieg bringen wird: Tod für Endrome!“
Erschrocken flogen einige Vögel aus den Wipfeln, als die Piraten ihre Begeisterung herausschrien.
Derz grinste. Es ging wieder los ... und Akans Feind würde fallen.


Akans Worte waren natürlich übertrieben gewesen. Zumindest, was die Bedeutung von „Tag“ anging. Sie hatten allein zwei volle Tage gebraucht um vor Endromes Küste vor Anker zu gehen. Seit ihre Raubzüge immer grausamer und gewinnbringender geworden waren, versuchten die Städte Athalems die Küste durch Kriegsgaleeren zu sichern. Zunächst war dies kein Problem gewesen, da die Schiffe der Flotte Akans, die mittlerweile auf drei mächtige Koggen, der Avantis, der Storaya und der Nabukon angewachsen war, ihnen problemlos trotzen konnte. Doch inzwischen fuhr auch das Militär nur noch mit mindestens drei Schiffen aus, um die Piraten aufzuspüren und da Akan nicht eine verlustreichere Schlacht auf offenem Meer suchte, umfuhren sie diese Kontrollen, die sie schon immer von weitem erspähten.
Es war Abend, einzelne Sterne blitzten an dem großen, dunkelblauen Firmament. Und selbst von ihrem Schiff aus konnte Derz das Leuchten der Stadt Endrome ausmachen. Dort gingen die Geschäfte noch weiter, selbst während der nächtlichen Feiern. Die reichen Leute Endromes wollten noch reicher werden, in jeder Sekunde brauchten sie mehr Geld, so als ob sie es fraßen und nie satt werden konnte. Derz rotzte ins das graue Meer. Es wäre wundervoll, wenn er heute Nacht einem von ihnen den Bauch aufschlitzen könnte, der Länge nach und ganz langsam, um zu sehen, ob nicht aus seinen Eingeweiden das Gold rausflöße. Er musste bei dem Gedanken lachen. Von oben herab sah er das Winken des Beobachters hoch oben auf dem Mast der Avantis. Die Anker wurden gelichtet und die Schiffe setzten sich in Bewegung...

Derz hatte das Gefühl, dass dies wirklich der aufregendste Raubzug Akans werden würde. Sobald sie in Schussweite gekommen waren, hatten alle drei Schiffe gleichzeitig, die brennenden Kugeln auf die Stadt abgeschossen. Akan hatte riesige Stoffballen mit Petroleum getränkt und darin kleine Häufen eines seltsam riechenden Pulvers gefüllt. Die Dinger brannten wie Zunder und nachdem die Schiffskatapulte sie Richtung Stadt schossen, explodierten sie auch noch und steckten noch mehr in Brand. Innerhalb weniger Minuten waren große Teile des alten Hafens von Endrome feuerrot. Mehrere Schiffe und Häuser waren bereits mehrmals getroffen und brannten lichterloh. Entsetzte Schreie tönten zu ihnen herüber.
„Schießt weiter!“, hörte Derz Akans Stimme durch die Nacht, „Brennt die Stadt nieder!“
In diesem Moment hörte er das leise Pfeifen eines herannahenden Geschosses. Unweigerlich duckte er sich, doch die brennende Kugel fiel neben dem Schiff ins Wasser und heißer Dampf zischte zu ihm herauf. Akan hatte das Geschoss auch gesehen und zeigte zu der Burg, hoch über ihren Köpfen auf den Klippen, die sowohl alten als auch neuen Hafen überwachten.
„Die Hunde wehren sich“, zischte er, „Zeigt es ihnen!“
Derz rannte über das Schiff zu ihrem neuesten Schatz. Ein Katapult, größer als ihre anderen, das fast die gesamte Breite der Avantis einnahm. Nicht nur konnte es größere Geschosse abwerfen, sie flogen auch noch höher und weiter als ihre bisherigen Brandkugeln. Die Männer hatten eine schwere Kugel in die Schaufel des Katapults geladen, Derz warf einen brennenden Scheit hinein und zog gleichzeitig kräftig am Auslöser. Wie ein Komet sah er die Kugel durch die Nacht fliegen und in der Burg einschlagen. Weitere Schreie drangen zu ihnen.
„Macht weiter! Lasst nicht nach!“, schrie Akan aufgeregt. „Sie sollen brennen, alle. Ihre Häuser, ihre Schiffe, ihre Burg ... alle miteinander!“
Immer weiter drangen die Schiffe in das Hafenbecken vor und immer weiter flogen ihre Geschosse, um mehr Häuser in Brand zu stecken. Derz konnte durch den dichten Rauch den Marktplatz mit dem großen Waagschalenbrunnen ausmachen. Schemenhaft rannten Menschen umher und versuchten die Feuer zu löschen, vergebens. Die Flammenheerde waren überall und für jeden Eimer Wasser, den die Menschen verschütteten, kam sofort eine neue Flammenkugel von ihren Schiffen.
Die Männer der Nabukon, die mit kleinen Booten einen der Kais erreichten, hoben zu einem wilden Geschrei an. Derz hörte den Gleichschritt der Miliz, die ihnen entgegen stürmte, um die Bevölkerung zu schützen. Es würde ihnen nichts nützen.
Ein schriller Schrei von der Storaya, die noch an der Einfahrt des Hafens lag ließ Derz herumfahren.
Für einen Moment ließ ihn der dichte Qualm die Augen zusammenkneifen, doch dann sah er es auch. Vom offenen Meer her strömten fremde Schiffe in den Hafen, fünf Militärkoggen und eine große Galeere, die das Banner Nomaes trug. Zu viele!
Derz hatte gerade noch Zeit leise zu fluchen, als die Luft vom Geräusch hunderter Pfeiler zerrissen wurde. Eine Sekunde flog der Mann neben ihm schreiend ins Wasser. Akan hatte die Schiffe auch gesehen. Er wirkte aufgeregt, doch nicht verzweifelt, eher als freue er sich auf eine wahre Schlacht. Er wollte einen große Herausforderung, nun hatte er sie.
„Wenden, ihr Hunde! Wenden!“, schrie er wild übers Deck. „Die Katapulte ausrichten, wenn ihr nicht krepieren wollt! Versenkt sie!“
Immer wieder tönte seine raue, tiefe Stimme über das Deck, seine Männer anfeuernd, während Derz zusammen mit anderen eines der Katapulte in Richtung der angreifenden Schiffe drehte. Doch noch bevor sie eine Kugel aufladen konnten, trafen sie die gegnerischen Geschosse. Der erste Flammenball schlug ins Heck der Avantis ein, das zweite raste ein paar Meter neben Derz übers Deck und schleuderte weitere Männer ins Meer. Als er zur Storaya hinsah, bemerkte er, dass das Schiff bereits an vielen Stellen brannte. Es würde nicht mehr zu retten sein.
Falls ihr Kapitän es auch gesehen hatte, ließ er es sich nicht anmerken. Wie ein Baum stand er auf dem Achterdeck des Schiffes und schrie trotzig der feindlichen Flotte entgegen. Plötzlich zischte eine weiterer Feuerball heran und Sekunden später explodierte das Deck, wo Akan noch eben gestanden hatte. Entsetzt sprang Derz über Taue, brennende Holzscheite und tote Körper über das Schiff in Richtung Achterdeck. In der verrauchten Luft sah er schemenhaft eine riesige Gestalt auf dem Boden liegen, Akan. Sein linkes Bein war völlig verdreht und in seiner Schulter steckte ein großer Holzscheit, doch er lebte. Als sich Derz zu ihm herunterbeugte, blickte er ihn kurz mit seinen wilden, dunklen Augen an, doch schnell wandten sie sich ab, mal da und dort hin, als suchten sie etwas. Immer wieder hörte er das dumpfe Einschlagen und die Explosion der Feuerkugeln auf dem Schiff. Sie mussten alle schwer getroffen sein.
Akan brabbelte etwas. Derz beugte sich näher heran, doch Akan spuckte nur Blut und ein paar Zähne heraus. Dann holte er wieder Luft und flüsterte etwas lauter:
„Meer ... raus aufs Meer!“
Derz nickte eifrig und lief ans Steuerrad. Er wusste nicht, wie sie bei einer so großen Gegenmacht aufs offene Meer gelangen sollten, schon gar nicht, wenn mindestens die Hälfte ihrer Mannschaft tot war. Aus dem Augenwinkel sah er seinen Kapitän übers Deck robben und sich langsam an der Reling auflehnen. Er hob einen Arm und öffnete den Mund, doch wieder kam nur ein Schwall erbrochenen Blutes heraus. Erschöpft brach Akan zusammen. Es war seltsam für Derz ihn so zu sehen: So klein und zerbrechlich und ... schwach. Er wand sich auf dem Deck, hielt sich die Brust und atmete schwer. Fast angewidert wandte Derz sich ab und starrte wieder aufs Meer. Er musste einen Weg finden, durch die Hafeneinfahrt zu kommen. Plötzlich hörte er ein leises Keckern. Derz sah um sich, doch konnte nirgends etwas entdecken. Dann blickte er wieder zu seinem Kapitän. Zu seinem Erstaunen hüpfte Kriek, der Kookaburra auf Akans Brust auf und ab und lachte. Und Derz erkannte auch warum, denn sein Herr lachte selbst. Es war nur ein leises Krächzen, ein Lachen, welches immer wieder durch ein blutiges Husten unterbrochen wurde, doch die beiden, Mensch und Tier, lachten gemeinsam. Derz versuchte sich wieder auf das Meer zu konzentrieren. Auch wenn zwei der Schiffen an ihnen vorbei weiter ins Hafeninnere geglitten waren, blockierten noch immer drei Koggen den Weg. Immer wieder schweifte sein Blick hin und her, doch er sah keine Lücke. Bei seinem jetzigen Kurs würde er eines der Schiffe rammen, was ihr Untergang wäre. Da hörte er wieder Akans Lachen. Es schwoll ständig an, als sammle der Schwarze mit seinem Lachen neue Kräfte. Bald schon tönte sein Lachen über das ganze Schiff. Er lachte aus vollem Bauch, doch seine Stimme war nicht mehr menschlich. Es war ein Teufel, ein wahnsinniger Dämon, der dort lag und lachte und zwischendurch immer wieder röchelte, Blut spuckte, nur um dann wieder lauter zu lachen. Krieg keckerte mit. Mit Mühe riss sich Derz von diesem absurden Bild wieder los und richtete seine Augen auf die Koggen und versuchte das abscheuliche Lachen aus seinem Kopf zu verbannen. Es gelang nicht. Da ließ ihn ein Feuerschein herumfahren. Ohne dass es Derz bemerkt hatte, war die brennende Storaya herangefahren und mit ihnen gleich gezogen. Das Schiff war stark gezeichnet. Derz konnte nur noch wenige Männer an Bord ausmachen, die Segel hingen in Fetzen und große Teile des Rumpfes waren verkohlt oder besaßen große Einschusslöcher. Wieder ließ ihn Akans irres Gekreische zu dem Kapitän blicken. Er lag noch immer da, doch schrie und wieherte, als sei er ein wildes Pferd. Hecktisch lenkte Derz die Avantis nach Steuerbord, so dass sie die Storaya nicht rammen würden, doch das Schiff hielt weiter zielstrebig auf die Koggen zu, die sie unablässig beschossen. Jetzt verstand er. Die Storaya würde sie rammen um für sie eine Fluchtmöglichkeit zu schaffen. Wieder riss er das Steuerrad um und lenkte den Bug Richtung offenes Meer. Die Storaya würde vorher auftreffen. Auch die gegnerischen Soldaten mussten deren Absicht erkannt haben. Derz konnte erschreckte Rufe hören, doch sofort wurden sie wieder von Akans Lachen übertönt. Noch wenige Meter. Akan kreischte. Mit einer gewaltigen Explosion fuhr die Storaya auf zwei der Militärkoggen auf. Akans Lachen schwoll noch einmal an, selbst die Götter mussten ihn nun hören. Vielleicht lachte er auch sie aus. Eine gewaltige Welle aus Staub, Gischt und Rauch schlug Derz entgegen und nahm ihm für einen Moment den Atem. Mit einem Knall rammte auch die Avantis eine der Koggen. Unter Derz Händen begann das Ruder zu zittern, doch er ließ nichts los. Völlig blind vor dichtem Nebel klammerte er sich an das Steuerrad. Akan kicherte immer noch, als sich das Schiff knirschend und knarrend weiterschob. Der Beschuss hatte aufgehört. Nach einer Zeit, die Derz wie Stunden vorkam, blickte er wieder hinter dem Ruder hervor. Vor sich sah er das Dunkelblau des Meeres bis zum Horizont. Akan hörte er nicht mehr.

Derz hatte nicht verstanden, warum sie nicht verfolgt wurden. Sie hatten es auf die offene See geschafft, doch er wusste nicht, wie weit sie kommen würden. Die Avantis hatte Schlagseite, nur noch ein Segel war nicht irgendwo zerrissen und ihre Crew auf ein Dutzend Männer zusammengeschrumpft. Müde schleppte sich Derz übers Deck und ließ sich neben Akan fallen. Er blickte dem Kapitän ins Gesicht. Er hatte die Augen geöffnet, doch sah ihn nicht an. Derz dachte, er wolle etwas sagen und beugte sich wieder zu ihm herunter. Doch aus seinem Mund hörte er nur ein leises Lachen, von weit unten im Rachen kommend; aus seinem tiefsten Inneren heraus lachte Akan noch immer. Müde erhob sich Derz wieder, holte aus und schlug dem Kapitän so fest er es konnte seine Faust ins Gesicht. Seine Augen schlossen sich und das Lachen erstarb.
Er hatte Ruhe.


Epilog: Noch einige Freibeuter ahmten Akan nach und segelten unter seiner Flagge. Auch Andere versuchten immer wieder es dem berühmten Piraten gleich zu tun. Doch bis heute hatte die Stadt Endrome nie wieder solch Überfälle abzuwehren gehabt wie unter Akan dem Schwarzen oder Akan dem Lachenden, wie er in Endrome seit jener Nacht hieß.
Ich hab mal noch ne Karte von Endrome gemacht ... könnte man ja übernehmen.

Ansonsten ist die Geschichte jetzt frei für Kritik und natürlich offen für den Status OT Icon_wink

[Bild: b77rhx8y7bqqha6hn.jpg]

-Was wiegt 180 Gramm, sitzt auf einem Baum und ist sehr gefährlich?
-Ein Spatz, der eine Pistole trägt.
-Richtig, das ist die einzig mögliche Lösung!

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Beitrag #2 |

RE: IT: Das Lachen des Piraten (302 d.E.)
SO! Nachdem Word mir per Spontanabsturz die Hälfte meiner Quotes geklaut hat, bin ich jetzt so weit. Ich hab mich sehr gefreut, dass endlich Leben auf den Westinseln und in Endrome einkehrt! Noch dazu gleich mit Karte usw. Sehr reizvoll finde ich sowie so dieses tropische Flair mit Kookabura und Co - und der Kookabura passt ganz wunderbar zu seinem ebenso absonderlichen und ebenso rumkreischenden Herrn :D
Was mir gefehlt hat:
- Du verrätst sehr viel sehr schnell. Ich persönlich glaube, dass es meistens spannender ist, die Informationen und Hintergründe erst allmählich aufzudecken. Gegen Ende habe ich mir noch irgendwas...neues, unerwartetes gewünscht (neue Info/Hintergrund der am Spannungsgipfel aufgedeckt wird!), während ich Akans Rache & Tod eher voraussehbar empfand.
- Besonders bei den extremen Passagen, wo man eigentlich viel fühlen sollten, hab ich den „Kontakt“ zu Derz manchmal verloren, weil er so gar nichts fühlt oder denkt oder auch nur körperliche Symptome zeigt (im Qualm tränende Augen, Aufregung, stimmt in das Grölen der Mannschaft mit ein etc)
- Ich habe noch viele Fragen zu Derz, die mir unbeantwortet blieben.

Beschreibungen:

Wie genau sieht Akan aus bzw. wirkt er? Akans Rede „Es geht wieder los“ wäre ein guter Punkt, um noch zwei drei Sätze dazu zu schreiben.

Wie steht Derz zu Akan?? Das ist mir unklar geblieben...

Eng damit verknüpft: Warum hat sich Derz ihm angeschlossen? Warum ist er Pirat geworden? Wenn sich jemand freut, Städte in Brand zu setzen, erwarte ich da schon eine gute Begründung für ;-) Einen Ansatzpunkt habe ich gefunden:

Zitat:Dort gingen die Geschäfte noch weiter, selbst während der nächtlichen Feiern. Die reichen Leute Endromes wollten noch reicher werden, in jeder Sekunde brauchten sie mehr Geld, so als ob sie es fraßen und nie satt werden konnte.

Derz scheint die Raffgier der Bewohner Endromes zu verachten. Hat das einen Hintergrund? Was hat Derz eigentlich früher in Endrome gemacht? etc...

Zitat:Derz hatte das Gefühl, dass dies wirklich der aufregendste Raubzug Akans werden würde. Sobald sie in Schussweite gekommen waren, hatten alle drei Schiffe gleichzeitig, die brennenden Kugeln auf die Stadt abgeschossen. Akan hatte riesige Stoffballen mit Petroleum getränkt und darin kleine Häufen eines seltsam riechenden Pulvers gefüllt. Die Dinger brannten wie Zunder und nachdem die Schiffskatapulte sie Richtung Stadt schossen, explodierten sie auch noch und steckten noch mehr in Brand. Innerhalb weniger Minuten waren große Teile des alten Hafens von Endrome feuerrot. Mehrere Schiffe und Häuser waren bereits mehrmals getroffen und brannten lichterloh. Entsetzte Schreie tönten zu ihnen herüber.

Derz behauptet, mitgerissen zu sein, aber bei mir kommt das noch nicht so überzeugend rüber --> Herzklopfen, trockener Mund, Blut rauscht in den Schläfen, etc pp... Um zu verstehen, warum Derz sich so am Brandschatzen berauscht, muss ich auch verstehen warum sich Derz den Piraten angeschlossen hat und was er den Bewohnern Endromes gegenüber empfindet. (Diese Stelle des Angriffs wäre sicherlich eine gute Stelle, um das auszubreiten.)

Auch bei den Details kann es spannender sein, wenn man allmählich das Bild zusammen puzzelt statt gleich alles zu verraten. Schließlich hat auch Derz nicht sofort den Überblick über die Situation. Diese Stelle nur als Beispiel dazu:

Zitat:Für einen Moment ließ ihn der dichte Qualm die Augen zusammenkneifen, doch dann sah er es auch. Vom offenen Meer her strömten fremde Schiffe in den Hafen, fünf Militärkoggen und eine große Galeere, die das Banner Nomaes trug.

zB:
Derz kniff die Augen zusammen, die vom dichten Qualm brannten. Im zuckenden Feuerschein blähte sich ein Segel; nein, nicht eines - Derz zählte fünf Koggen und eine große Galeere, die vom offenen Meer her in den Hafen strömten. An ihrem Mast flatterten (farben/symbole) im Wind. Das Banner Nomaes! Was in aller Welt hatte Nomae in Endrome zu suchen?

Was fühlt /denkt Derz, als Akan niedergestreckt wird?
Warum führt er den Befehl, das Schiff zu rammen, aus? Er könnte auch kapitulieren und sich stellen lassen. Denkt er nicht an die Lebensgefahr?


Dramaturgie:

Vorab: Ich habe beim Kommentieren die Angewohnheit, auch Gedanken zu entwickeln die ziemlich stark in das Konzept der Story eingreifen -- nimm es einfach als Anregung ;-)

Zitat:Warum, das wusste vielleicht gerade einmal eine Handvoll der Männer, die da unten schliefen. Die meisten hatten sich ihnen in den letzten Jahren angeschlossen, aus Armut oder Abenteuerlust oder einfach aus Langweile. Doch Derz kannte Akan noch von früher, aus Endrome, als er sich noch nicht „der Schwarze“ nannte, sondern Akan Erechnor hieß, Sohn eines aufstrebenden Tabakhändlers. Geprügelt hatte er sich schon damals viel, doch immer für die gerechte Sache, wie er meinte. Um seine Ehre und die Ehre seiner Stadt zu verteidigen. Bis zu dem Tag, als die wohlhabenden alteingesessenen Händler, die wahren Herrscher Endromes beschlossen, dass Akans Vater ihnen zu reich und zu mächtig wurde. Einen Neuling, der klüger war als sie, konnten sie nicht vertragen. Mit Hilfe des Stadtrates von Endrome stellten sie ihm eine Falle und der Köder war der naive Akan. Er sollte als Abgesandter Endromes nach Gandal'har reisen und die goldene Waagschale, Endromes Symbol für Reichtum mitnehmen um sie dem Hohen Rat zu präsentieren. Kurz darauf wurde er des Diebstahls bezichtigt und sein Vater an seiner statt verurteilt, enteignet und ins Gefängnis geworfen. Aus Armut und Verzweiflung wurde Akans Mutter in die Prostitution getrieben, er selbst blieb allein und geächtet zurück. Alle glaubten, er würde in der Gosse verrotten, doch die Reichen Endromes hatten nicht mit seiner Stärke und seinem Zorn gerechnet. Akan verschwand, doch fünf Jahre später wurde die friedliche Stadt zum ersten Mal von einem Mob Piraten überfallen. Derz war unter ihnen gewesen. Es war der vielleicht aufregendste Moment in seinem Leben. Sie waren im Schatten der Nacht gekommen.

Hm. Ein Absatz und schon ist alles verraten. Und eigentlich ist auch klar, dass Akan auf irgendwie tragisch-grausame Weise Rache nehmen wird. =( Lässt sich das irgendwie vermeiden? Lassen sich diese Hintergründe Stück für Stück enthüllen? Oder diese Infos um noch ein NEUES Stück Info ergänzen, eine NEUE unerwartete Wendung einbringen?

Derz sitzt im Ausguck -> „Doch Derz kannte Akan noch von früher, als er sich noch nicht „der Schwarze“ nannte .. etc pp... Bis zu dem Tag, an dem Akan voller Stolz verkündete, dass seine große Stunde gekommen sei, dass er einen Auftrag bekommen hätte, der ihn mit Ruhm überschütten würde, endlich einen Auftrag der seiner würdig war. Drei Tage später war seine Familie im Gefängnis und Akan wie vom Erdboden verschluckt..." --- Mehr nicht... Der Leser wundert sich, fragt sich und ... liest gespannt weiter ;-)

Dann: weitere Andeutungen, z.B. wenn Akan seine Rede hält, z.B. à la
Wie immer, wenn es auf Beutezug ging, leuchtete wieder jenes unstetige Flackern in Akans Augen. Derz begann sich zu fragen, wann er genug Rache gekostet hatte - Rache für jene Falle, in die er damals blindlings getappt war.

Auf dem Schiff -> Akan könnte zB auch mit Derz direkt reden und das Vergangene rekapitulieren; vielleicht sogar die letzten Details ausplaudern, die Derz bis dahin selbst noch nicht wusste und die ein irgendwie neues Licht auf die Sache werfen...

Akans Tod -> Gibt es eine tiefere Bedeutung von Akans Tod?
zB: Derz erkennt, dass Akan im Grunde genommen genauso wie die Bewohner Endromes ist: Er strebte nach Reichtum, Macht und Ruhm - und Derz scheint das ja zu verachten??? -, und er will sich eigentlich nur dafür rächen, dass ihm das alles genommen wurde ... falls Derz zuvor Bewunderung für Akan empfunden hatte, sollte die verpuffen...
Und/Oder: Derz löst sich endlich von Akan, allerdings müssen wir dazu vorher wissen, in welcher Art er dem Anführer eigentlich verbunden war...


Stilistisch:

Was mich gewundert hat, weil mir das bisher irgendwie noch nie aufgefallen ist, sind diese Nachschübe, hier nur ein paar Beispiele:

Doch den Vogel konnte er nicht sehen, wie zu erwarten.
(Doch wie zu erwarten konnte er den Vogel nirgends sehen)

Er war es, der sie alle hier zusammengeführt hatte, auf Quies Insula,
(Er war es, der sie alle hier auf Quies Insula zusammengeführt hatte)

Geprügelt hatte er sich schon damals viel, doch immer für die gerechte Sache, wie er meinte.
(in dem Fall so lassen oder: Geprügelt hatte er sich schon damals viel, doch - wie er meinte - immer für die gerechte Sache.)

Schemenhaft rannten Menschen umher und versuchten die Feuer zu löschen, vergebens.
(und versuchten vergebens die Feuer zu löschen)

Es sind nur Beispiele, d.h. nicht in allen Fällen muss die Satzstellung unbedingt geändert werden, nur wenn es sich so häuft fällt es mir irgendwann auf. Allgemein würde ich Nachschübe eher sparsam verwenden, bei begründeten Fällen wie zum Beispiel „immer für die gerechte Sache, wie er meinte“; oder, wenn du den Nachschub machst um ihn zu betonen, könnte man auch einen Gedankenstrich setzen: „versuchten, die Feuer zu löschen - vergebens.“

Einzelner Wörter:
- starten: mag ich nicht so, warum kann mich nicht einfach etwas beginnen oder so?
- Synonyme für schreien: brüllen, ...........tja ^^ such welche...
- Akan brabbelte etwas. - hmm...

Noch ein paar Details:

Zitat:In diesem Moment hörte er das leise Pfeifen eines herannahenden Geschosses. Unweigerlich duckte er sich
Unwillkürlich duckte er sich, oder?

Zitat:Eine Sekunde flog der Mann neben ihm schreiend ins Wasser.
Eine Sekunde später?

Zitat:Doch noch bevor sie eine Kugel aufladen konnten, trafen sie die gegnerischen Geschosse.

Wer trifft wen? ^^

Zitat:Als die Stadt friedlich schlief, hatten sie das Hafengebäude gestürmt, den dort liegenden Tabak, Endromes wichtigstes Handelsprodukt in Brand gesetzt und ein schnelles Handelsschiff, die Avantis, gekapert.

Ich sehe ein dass sie Angst und Schrecken verbreiten wollen, aber wäre der Tabak gestohlen nicht mehr wert als verbrannt?^^

Zitat:Mit Mühe riss sich Derz von diesem absurden Bild wieder los und richtete seine Augen auf die Koggen und versuchte das abscheuliche Lachen aus seinem Kopf zu verbannen.

Zu viele unds... ich hau normalerweise nicht mehr als zwei pro Satz rein.

So weit von mir --- jetzt siehst du, warum meine Beiträge immer so lang sind ;-) Vielleicht solltest du meine Postings kürzen und ich deine etwas verlängern und irgendwann finden wir die goldene Mitte o_O ...


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Beitrag #3 |

RE: IT: Das Lachen des Piraten (302 d.E.)
Hallo,

danke Ichigo, ich antworte später und kümmer mich drum.
Ich poste bloß ma gleich drakirs Kritik, damit nicht jetzt alle das gleiche kritisieren, das wäre irgendwie "doppelt gemoppelt" Mrgreen

Zitat:Hallo Dende,

erstmal muss ich sagen, dass es ja echt schnell ging, mit deiner Geschichte, Respekt.


Und dann habe ich jetzt noch ein paar Anmerkungen zu deiner Geschichte selbst, sozusagen mein Kommentar dazu an dieser Stelle.
Der Grundgedanke der Geschichte ist ziemlich gut finde ich, nur bei der Umsetzung hapert es für mich. Noch nicht mal so im sprachlichen Bereich, sondern am inhaltlichen, sobld etwas mit Segeln zu tun hat.
Ich schreib dir mal auf, was mir alles aufgefallen ist, zuerst die Begriffe:
Es heißt nicht Beobachter, sondern Ausguck
und er ist auch nicht auf dem Mast, sondern im Krähennest, denn so etwas hatten Koggen.
Dann lenkt man ein Schiff nicht, sondern steuert es.
Dann sind Koggen nur sehr schwer zu manövrieren und sehr langsam. Sie verhalten sich eher wie ein Faß im Wasser, da sie enorm breit im Verhältnis zu ihrer Länge sind. Gegen den Wind segeln war mit ihnen bei weitem nicht leicht bis gar nicht möglich. In deiner Geschichte scheint das aber kein Problem zu sein, da sie schnell wenden und davon segeln und das Schiff reagiert immer sofort, wenn das Steuerrad gedreht wird. Das wäre ebenfalls nicht möglich, bei keinem Schiff. Eine Richtungsänderung braucht im Prinzip bei so einem Schiff, schon eine gewisse Zeit. Als Beispiel: Moderne Großschiffe fangen schon mehrere Meilen vorher an ihr Ruder neu zu setzen, bevor das Schiff ihm überhaupt folgt.
Dann wäre an Bord einer Kogge auch nicht ausreichend Platz für mehrere Geschütze, jedenfalls nicht für die, die du beschreibst.
Galeeren hingegen waren sehr schnell und wendig und hatten den Vorteil noch zusätzlich Ruderer zu haben, die helfen konnten das Schiff zu beschleunigen und zu steuern. Dann besaß eine Galeere noch einen Rammsporn, mit dem der Bug eines anderen Schiffes zertrümmert und es so zum kentern gebracht weren konnte.

Zitat:
Zunächst war dies kein Problem gewesen, da die Schiffe der Flotte Akans, die mittlerweile auf drei mächtige Koggen, der Avantis, der Storaya und der Nabukon angewachsen war, ihnen problemlos trotzen konnte
Das hier wäre also nicht möglich gewsen, Eine Galeere wäre relativ leicht mit ihnen fertig geworden aufgrund ihre überragenden Geschwindigkeit und Wendigkeit gegenüber Koggen.

Piraten haben früher lieber eine kleinere Variante der Galeere benutzt, die nordafrikanische Variante wurde da Fustas genannt.

Schiffe explodieren auch nicht, wenn sie aufeinander fahren, warum sollten sie das tun?
Dazu müsste eine große Menge Schwarzpulver auf sehr engem Raum gezündet werden und so leicht ist das auch nicht zu bewerkstelligen. Durch Erschütterung wird das nicht passieren und so wie ich es verstanden habe, haben sie ja auch keine große Pulverkammer, sondern nur geringe Mengen davon, die können aber so eine Wirkung nicht hervorrufen.

Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht mit dem ganzen Kram erchlagen, aber das ist mir halt aufgefallen und ich wollte dazu etwas sagen.

Die Idee zu dem Piraten an sich, fand ich ganz gut, aber die Umsetzung in Bezug auf die Schifffahrt fand ich nicht gelungen. tut mir leid.

Lg,
Drakir

-Was wiegt 180 Gramm, sitzt auf einem Baum und ist sehr gefährlich?
-Ein Spatz, der eine Pistole trägt.
-Richtig, das ist die einzig mögliche Lösung!

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Beitrag #4 |

RE: IT: Das Lachen des Piraten (302 d.E.)
Hallo,

@ichigo:

Danke für die Kritik.

Mensch, das mit den stilistischen sachen is mir noch nie augefallen, anscheinend ne Macke von mir Icon_smile
Das werd ich bearbeiten.

Was den Spannungsbogen angeht: hmm, es ist ein Einwand, ich werd mal sehen, was sich da machen lässt!

Auch Derz Gefühle werd ich genauer beschreiben, allerdings bin ich nich sehr dafür, zu viel über Derz zu erzählen. Es ist nicht seine Geschichte und was dr früher in Endrome gemacht oder warum er zur Piratenbande kam, is mir eigentlich erstmal egal, denn das is irrelevant für die Geschichte. Wenn einem wiederum so eine figur gefällt, kann man sie ja später noch verwenden in anderen Geschichten, um dann mehr zu erfahren.


Auf Drakirs Kritik habe ich schon per PN geantwortet.

Und diese Schiffslexik überarbeite ich auch nochmal, bin aber noch nich schlüssig, ob ich einfach neue Schiffe erfinde oder ... bekannte nehme, an deren Beschreibung in unserer realen Welt man sich aber nich festbeißen sollte.

-Was wiegt 180 Gramm, sitzt auf einem Baum und ist sehr gefährlich?
-Ein Spatz, der eine Pistole trägt.
-Richtig, das ist die einzig mögliche Lösung!

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Beitrag #5 |

RE: IT: Das Lachen des Piraten (302 d.E.)
So, jetzt komme ich auch endlich dazu, diese Geschichte zu kommentieren. Bin sehr gespannt, was du geschrieben hast.^^

Der erste Abschnitt ist erst einmal eine Vorstellung von Akan ... es ist durchaus interessant, Akans Hintergrund zu erfahren ... allerdings nimmst du dir damit selbst einen Spannungsfaden. Du könntest den Hintergrund auch nach und nach einfließen lassen, dann hättest du am Anfang nicht so einen Wust und Akan wäre deutlich geheimnisvoller Icon_wink

Endrome: damit ist Endrome'har gemeint, oder?^^
Beschränkt er seine Angriffe wirklich nur auf drei Städte, oder ist z.B. bin Nomae dann Nomae'kan gemeint? Vielelicht solltest du die Zusätze anfügen?

Zitat:als er sich noch nicht „der Schwarze“ nannte
Kein besonders einfallsreicher Name Icon_wink

Zitat:Mehr als 100 Gesichter blickten zurück
Zahlen würde ich lieber ausschreiben ... unterbricht meiner nach sonst etwas den Lesefluss.

Zitat:Die Männer murrten grinsend.
"murren" ist für mich etwas negatives ... vielleicht "murmeln"?

Zitat:die sie schon immer von weitem erspähten.
Dann erspäht ihn doch auch das Millitär, oder? Nehmen sie dann nicht die Verfolgung auf?

Zitat:Derz rotzte ins das graue Meer.
"in" Icon_smile

Zitat:Von oben herab sah er das Winken des Beobachters hoch oben auf dem Mast der Avantis
ein "oben" ist zu viel, so ist's eine Dopplung.

Zitat:alle drei Schiffe gleichzeitig, die brennenden Kugeln auf die Stadt abgeschossen.
Das Komma kann weg, glaub ich.

Zitat:Mehrere Schiffe und Häuser waren bereits mehrmals getroffen und brannten lichterloh.
zweimal "mehr-" du könntest "Einige Schiffe und Häuser ..." schreiben.

Zitat:Nicht nur konnte es größere Geschosse abwerfen
Würd ich ein bisschen umstellen: "Es konnte nicht nur größere Geschosse ..." klingt in meinen Ohren schöner?

Woher nimmt Akan denn die ganze Ausrüstung?^^

Zitat:Derz hörte den Gleichschritt der Miliz, die ihnen entgegen stürmte, um die Bevölkerung zu schützen.
Man kann im Gleichschritt stürmen?

Zitat:Geräusch hunderter Pfeiler zerrissen wurde
Pfeile

Warum kommen Schiffe aus Nomae? Was ist mit den patroliereden Schiffen aus Endrome?

Zitat:Eine Sekunde flog der Mann neben ihm schreiend ins Wasser.
Ich glaube nicht, dass du meintest das der Mann eine Sekunde lang schreiend ins Wasser fällt. Da fehlt ein Wort Icon_wink

Zitat:Es war ein Teufel, ein wahnsinniger Dämon, der dort lag und lachte und zwischendurch immer wieder röchelte, Blut spuckte, nur um dann wieder lauter zu lachen. Krieg keckerte mit.
Interessante Stelle!

Zitat:Mit Mühe riss sich Derz von diesem absurden Bild wieder los und richtete seine Augen auf die Koggen und versuchte das abscheuliche Lachen aus seinem Kopf zu verbannen.
Ein "und" zuviel. Ersetz das erste doch einfach durch ein Komma!^^

Zitat:Mit einer gewaltigen Explosion fuhr die Storaya auf zwei der Militärkoggen auf.
Ich glaube das Schiff ist nicht gerade explodiert oder? Nimm lieber ein anderes Wort. "Mit einem gewaltigen Krach/Knall ...?"

Zitat:Müde erhob sich Derz wieder, holte aus und schlug dem Kapitän so fest er es konnte seine Faust ins Gesicht. Seine Augen schlossen sich und das Lachen erstarb.
Er hatte Ruhe.
Was für ein Ende! Mrgreen

Eine interessante Geschichte. Ein kurzer Einblick in das Leben eines Piraten, der unter dem "großen" Akan zur See gefahren ist. Akan wird durch das Ende ziemlich dämonisiert und das gefällt mir gut!^^ Der große Knall fehlt allerdings. Trotzdem, ich finde, dass sich das gut als Stoff für Erzählungen in Tavernen und von Geschichtenerzählern eignet, die sich dann auf dieses Ereignis beziehen Mrgreen
Ich frage mich, warum die Geschichte "nur" IT ist? Wegen den Schiffen und den Feuerkugeln? Die wirken teilweise etwas "unmöglich" (wie soll z.B. eine Kugel aus Stoff die Bordwände durchschlagen? Da kann sie brennen so viel sie will Icon_wink) Da solltest du vielleicht nochmal drüber schaun.


Gruß vom Wanderer.

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #6 |

RE: IT: Das Lachen des Piraten (302 d.E.)
Hallo,

Zitat:Endrome: damit ist Endrome'har gemeint, oder?^^
Beschränkt er seine Angriffe wirklich nur auf drei Städte, oder ist z.B. bin Nomae dann Nomae'kan gemeint? Vielelicht solltest du die Zusätze anfügen?

Endrome ist Endrome, ohne 'har^^
Und die Städte sind die, die in dr Karte eingemalt sind. Damit hätte jedes Land mit ner Küste eine große Hafenstadt.
Nomae ... Nomae'Kan
Wégrut ... Gandal'kan
Beir .... Kohn'Kan (steht nich uff dr karte, gibt da aber ne schwarzen punkt^^)
Endrome ...

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Beitrag #7 |

RE: IT: Das Lachen des Piraten (302 d.E.)
Ich finde es beeindruckend, wie sich die drei Kommentare gegenseitig ergänzen Icon_lol Alle decken unterschiedliche Bereiche ab...
Tja zu der technischen Seite kann ich nichts sagen und ich werde bestimmt nie eine Schiffsangelegenheit, eine große Schlacht oder gar Schwarzpulver beschreiben Mrgreen

Das mit den 'hars stimmt aber schon, falls ich da keine Lexikonänderungen übersehen habe. Die Provinzen sind 'kans, die Provinzhauptstädte 'hars, und wenn die Endungen fehlen dann liegt es daran dass die Karte schon vor den Endungen existiert hat Icon_smile

Über Derz wollte ich wohl deshalb mehr wissen, weil ich mich als Leser ja mit seiner Perspektive verbinden können muss und mit einem geschichtslosen Wesen kann ich mich so schlecht verbinden.^^ Aber deinen Einwand, dass du dich auf Akan konzentrieren möchtest, sehe ich natürlich ein! Andererseits könnte als Kompromiss Derz am Rande bzw. in Bezug auf Akan beschrieben werden: ZB wenn Derz Akan bewundert, muss er auch sagen warum, und so erfährt man automatisch was über Akan.^^

Zitat:Die Männer murrten grinsend.
"murren" ist für mich etwas negatives ... vielleicht "murmeln"?

raunen, stießen sich grinsend an

LG
ichigo ^^


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Beitrag #8 |

RE: IT: Das Lachen des Piraten (302 d.E.)
Hallo Dende,

dann will gleich mal schauen, was den athalemische Piraten so tun. Icon_smile

Zitat:Doch den Vogel konnte er nicht sehen, wie zu erwarten.


Ich finde der unterstrichene Teil wirkt etwas "drangehängt". Liest sich vielleicht schöner, wenn du damit beginnst: "Wie er erwartet hatte, konnte er den Vogel nicht sehen."

Zitat:Als er sie langsam wieder öffnete, wippte genau vor ihm ein langer Schnabel auf und ab und schwarze Kulleraugen starrten ihn an.

Hier bin ich beim Lesen über die beiden "und" gestolpert. Ne wirklich gute Alternative fällt mir jetzt aber nicht ein.

Zitat:aus Armut oder Abenteuerlust oder einfach aus Langweile.

Das "oder" ist doppelt, aber das nur als Hinweis, es liest sich trotzdem ganz gut.

Zitat:Er lachte Endrome aus, wie wahnsinnig, dass er über sie triumphiert hatte.

Irgendwie stimmt mit dem Satz was nicht. Mein Gefühl sagt mir, dass es: "Er lachte Endrome aus, weil er über sie triumphiert hatte." heißen müsste.

Zitat:Doch inzwischen fuhr auch das Militär nur noch mit mindestens drei Schiffen aus,

Der Satz widerspricht sich. Das "nur noch" sagt mir, dass es vorher mehr Schiffe gewesen waren, aber das "mindestens" das es vorher weniger waren. Icon_confused

Zitat:in jeder Sekunde brauchten sie mehr Geld, so als ob sie es fraßen und nie satt werden konnte.

konnten

Zitat:setzten sich in Bewegung...

Leerzeichen fehlt

Zitat:Akan hatte riesige Stoffballen mit Petroleum getränkt und darin kleine Häufen eines seltsam riechenden Pulvers gefüllt.

Haufen

Zitat:Akan hatte das Geschoss auch gesehen und zeigte zu der Burg, hoch über ihren Köpfen auf den Klippen, die sowohl alten als auch neuen Hafen überwachten.

Wer überwacht hier was?

Zitat:Er wollte einen große Herausforderung, nun hatte er sie.

eine

Zitat:Der erste Flammenball schlug ins Heck der Avantis ein, das zweite raste ein paar Meter neben Derz übers Deck

der zweite

Zitat:Plötzlich zischte eine weiterer Feuerball heran und Sekunden später explodierte das Deck,

ein weiterer

Zitat:Entsetzt sprang Derz über Taue, brennende Holzscheite und tote Körper über das Schiff in Richtung Achterdeck.

Doppeltes "über"

Zitat:Aus dem Augenwinkel sah er seinen Kapitän übers Deck robben und sich langsam an der Reling auflehnen.

"auflehnen" erscheint mir nicht das richtige Wort zu sein. Eher sowas wie "hochziehen".

Zitat:wenn zwei der Schiffen an ihnen vorbei weiter ins Hafeninnere geglitten waren,

Schiffe

Zitat: Krieg keckerte mit.

Kriek

Zitat:Er lag noch immer da, doch schrie und wieherte, als sei er ein wildes Pferd.

Eigentlich müsste es heißen: "doch schie und wieherte er", aber dann hast du zu viele er in dem Satz. Also würde ich das "doch" weglassen.

Ich hab versucht meine Liste mit denen meiner Vorkommentatoren abzugleichen, kann aber sein, dass noch was doppelt ist. Verzeih mir das bitte. Icon_smile

So, ich bin durch. Dein Ende hat mich ziemlich überrascht. Irgendwie hatte ich nicht vermutet das Akans Lachen, Derz so stört. Deshalb kann ich mir jetzt Rückblickend irgendwie kein richtiges Bild von Derz machen. Ich hatte die ganze Zeit angenommen, dass er Akan bewundert und auch sein Lachen. Aber das Ende hat da irgendwie alles umgeworfen. Deshalb finde ich es ein wenig Schade, dass wir gar nicht erfahren, was nun mit Derz passiert. In den Epilog hättest du zum Beispiel ganz gut erwähnen können, dass er nun (endlich) die Position des Kapitäns eingenommen hat. So hat das Ende irgendwie gar keine Folgen.
Derz ist eben ein bisschen blass geblieben, was Schade ist, weil er ja dein Erzähler ist.

Bei der Seeschlacht hab ich irgendwie den Überlick verloren, aber das kann auch ganz gut an mir liegen, bei solcher Action verliere ich öfter mal den Überblick.

Insgesamt hat es mir jedoch ganz gut gefallen. Akan und seine Absichten, sein Hass gegen Endrome hast du gut dargestellt. Und ich fands toll den Süden Athalems zu sehen, so Piraten verbreiten ja doch immer karibisches Flair. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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