Es ist: 09-04-2020, 22:52
Es ist: 09-04-2020, 22:52 Hallo, Gast! (Registrieren)


Todessucht (AT)
Beitrag #1 |

Todessucht (AT)
Hallo ihr Lieben,
ich wollte mal etwas schreiben, was nichts mit Fantasy zu tun hat und bin gespannt, was ihr zum Anfang meines neuen Romans sagt.
Vorab: Es soll eine Story werden, die in dem Bereich Horror angesiedelt ist, da hier allerdings keinerlei Horror enthalten ist, habe ich sie hier eingestellt.
Mich würde interessieren, ob der Anfang für einen Roman ok ist und wie ihr den Text allgemein findet.
Danke im Voraus.

Wir trafen uns regelmäßig. Eigentlich jedes Wochenende. Wir, das waren Tamara, Sandra, Joleene, Marco, Henning und ich.
Ein verschworenes Team, eine eingespielte Truppe.
Bis zu diesem Tag. Der Tag, an dem sich alles verändern würde.
Der Tag, an dem unsere dunkelsten Alpträume Wirklichkeit werden würden.

Bernhard – Winkler – Gymnasium, 13.15 Uhr, Freitag, der 04. Mai

„Warte doch.“ Jemand schlug mir mit der Hand gegen den Rücken. Nicht fest, aber doch so stark, dass ich mich erschrocken umwandte.
„Wie siehts aus heute Abend?“ Henning musterte mich von oben bis unten. „Du siehst irgendwie scheiße aus“, bemerkte er.
„Du mich auch“, entgegnete ich.
„Also, heute Abend um neun bei Joleene?“
Ich zuckte mit den Schultern. „Meine Alten haben Besuch. Tante Eva.“
„Und?“
„Tante Eva möchte mich so gern sehen.“ Das Wort ,so´ zog ich absichtlich in die Länge und imitierte meine Mutter, wie sie mich gestern versucht hatte, zu überreden, heute nicht auszugehen.
„Aber doch nicht heute Abend.“ Henning schien mich nicht zu verstehen.
Ich zuckte abermals mit den Schultern und schritt rasch auf die Fahrradständer zu. Henning verfolgte mich.
„Komm schon“, probierte er es erneut. „Tammy bringt was ganz besonderes mit.“
Ich blieb stehen und sah ihn an. „Was denn?“
„Lass dich überraschen“, grinste er breit und hielt sich mit dem Daumen eines seiner Nasenlöcher zu. Durch das andere sog er die Luft ein, wie jemand, der gerade Kokain schnupfte. Ich lächelte. „Ich sehe zu, dass ich schnell wegkomme.“
„Na also“, lachte Henning.
Als ich auf mein Rad stieg, sah ich Sandra aus dem Eingang des grauen Schulgebäudes treten. Der laue Wind umspielte ihre langen, braunen Haare. Sie unterhielt sich angeregt und wild gestikulierend mit Joleene, eine kleine, blonde Schönheit. Hätte man mich gefragt, für welche der beiden ich mich entscheiden würde, wenn ich müsste, ich hätte sie beide genommen. Dumm nur, dass Joleene seit etwa einem Jahr mit Henning und Sandra mit Marco zusammen war. Wobei die beiden erst vor wenigen Monaten miteinander angebandelt hatten. Das ließ noch Hoffnung in mir aufkeimen. Für diesen Gedanken schalt ich mich kurz darauf, als Marco, mein bester Freund, mich mit seinem Rad einholte.
„Na, mein Großer“, begann er munter und grinste mich an. „Hat Henning es dir erzählt?“
„Was erzählt?“, stellte ich mich dumm.
„Tammy hat keine Lust mehr auf Alkohol und Zigaretten. Sie möchte mal etwas Neues probieren.“
„Das dachte ich mir. Henning hat so was angedeutet.“ Ich zeigte Marco die Geste, die Henning gemacht hatte. Marco grinste schief.
„Wie kommt sie an Koks ran?“, wollte ich wissen.
„Kein Koks“, antwortete Marco. „Das soll irgendwas Neues sein, noch total unbekannt. Wie sie rankommt, weiß ich nicht, aber dabei bin ich auf jeden Fall. Ok, wir sehen uns.“, rief er, bevor er in seine Straße abbog. Ich winkte zum Abschied und meine Gedanken landeten wieder bei den Mädels. Joleene und Sandra waren vergeben und Tamara war nicht mein Fall. Sie legte keinen Wert auf Schminke, schicke Kleidung, bauchfreie Tops oder ähnliches. Sie war... Tamara halt. Kurze, dunkle Haare, immer einen frechen Spruch auf den Lippen, so ging sie durchs Leben. Durch ihr Leben. Sie ließ sich von niemandem von ihrem Weg abbringen und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann zog sie es gnadenlos durch. Wir hatten schon oft unter ihrer Sturheit gelitten. Einmal wollte sie einer Schülerin, die ein Lehrjahr über uns war, eine Abreibung verpassen, weil diese hinter ihrem Rücken über sie gelästert hatte. Trotz aller Versuche, sie von ihrem Vorhaben abzubringen, bekam sie uns dazu, gemeinsam mit ihr zu dem Mädchen zu fahren und bei ihr Sturm zu klingeln. Was wir damals nicht wussten, war, dass an diesem Wochenende ihr älterer Bruder seinen Geburtstag feierte. Mit vielen seiner Freunde. Zu viele für uns. An Einzelheiten erinnere ich mich nicht mehr genau, doch sagte mir einer der Polizisten zwei Wochen später auf der Wache, wir hätten von Glück reden können, dass Nachbarn uns zu Hilfe eilten.
Das also ist Tamara.
Und ich war trotz allem froh, sie zur Freundin zu haben.
Als ich das Gartentor unseres Hauses erreichte und mein Rad durch den Vorgarten schob, sah ich hinter dem Küchenfenster meine Mutter werkeln. Das Fenster war auf Kipp und ich hörte leises Radiowimmern aus dem Inneren des Raumes schallen.
Der Wagen meines Vaters stand nicht in der Garage, als ich das Fahrrad hineinschob. Gut so, dachte ich bei mir. Mein Vater war jemand, der gerne viele Fragen stellte. Ich hasste Fragen, erst recht, wenn sie sich um die Schule drehten.
„Thomas?“, rief meine Mutter, als ich die Tür aufschloss und den gefliesten Flur betrat.
„Ja“, antwortete ich kurz angebunden und ließ die Tür krachend hinter mir ins Schloss fallen.
Meine Mutter erschien in der angrenzenden Tür, die in das Wohnzimmer und die Küche führte. Ihre Hände wischte sie sich an ihrer Schürze ab. Dann half sie mir aus der Jacke. „Mama, ich bin kein kleines Kind mehr“, meckerte ich, als sie mir auch noch einen Kuss auf die Wange drücken wollte.
Gespielt verärgert zog sie eine Schnute und verzog sich wieder in die Küche, aus der es köstlich duftete.
„Was gibt es denn?“, wollte ich wissen.
„Geflügel mit Klößen und Rotkohl“, ertönte die prompte Antwort.
Ich liebte meine Mutter für ihre Kochkünste. Am Herd war sie wirklich eine Zauberin.
„Wie lange noch?“, hakte ich nach.
„Etwa zehn Minuten.“
Das reichte mir. Ich spurtete die Treppe nach oben in mein Zimmer, warf den Rucksack, in dem sich meine Schulsachen befanden, achtlos in eine Ecke und fuhr meinen PC hoch. In meinem Drehstuhl drehte ich einige Pirouetten und blickte zur Decke, so lange, bis der Desktop endlich auf dem Bildschirm erschien.
Ich trommelte mit den Fingern einen Takt auf der Tastatur, während ich darauf wartete, dass sich das Internetfenster öffnete. Ungeduldig checkte ich meine Mails. Da war eine Nachricht von einer Bewerbungsplattform. Mein Vater hatte eines schönen Sonntags nichts Besseres zu tun gehabt, als mit mir so ein bescheuertes Bewerbungsprofil zu erstellen und ins Netz zu setzen. „Das erhöht deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz“, hatte er gemeint.
Im Betreff stand „Aktuelles Jobangebot auf Ihr Stellenprofil“. Ich markierte die Mail und klickte auf „Löschen“.
Mehr war nicht drin.
Ich runzelte die Stirn und prüfte, wer bei ICQ online war. Marco, natürlich. Das war nicht anders zu erwarten. Oh, und Nadine. Nadine hatte ich in Südfrankreich kennen gelernt. Der letzte Urlaub vor zwei Jahren mit meinen Eltern. Ich hatte mich nicht getraut, Nadine anzusprechen, volle zwei Wochen nicht. Erst am letzten Tag bat ich sie um ihre Handynummer. Als sie mir sagte, sie hätte kein Handy, stieg mir die Schamesröte ins Gesicht und ich wollte schon wieder abdampfen. Dann allerdings nannte sie mir ihre ICQ-Nummer und ich addete sie sofort, nachdem ich wieder zu Hause war. Hey du, schrieb ich, wie geht’s?
Gut und selbst?
Oh mann, wieder das übliche Bla, bla. Was machst du so, wie läufts, und so weiter.
Da hatte ich jetzt keinen Bock drauf.
Ich tippte ein gut ein und fuhr den PC wieder herunter.
Fast im selben Moment hörte ich die Haustür klacken. Ich ließ theatralisch meinen Kopf auf die Brust sinken. Mein Vater war nach Hause gekommen.


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Beitrag #2 |

RE: Todessucht (AT)
Hallo Arnagos!
Etwas, was nichts mit Fantasy zu tun hat ist ja schon mal gleich ein Grund für mich, dazu einen kurzen Kommentar zu schreibenMrgreen

Zuerst ein paar Fehler oder Unschönheiten, die mir beim Lesen aufgefallen sind und danach dann zum Inhalt Icon_wink

Ein verschworenes Team, eine eingespielte Truppe.
--> 'eingeschworenes' klingt hier besser

Bis zu diesem Tag. Der Tag, an dem sich alles verändern würde.
Der Tag, an dem unsere dunkelsten Alpträume Wirklichkeit werden würden.

--> Das ist zwar OK so, aber ich persönlich finde solche Sätze viel zu abgegriffen. Man hat sie schon so oft gehört/gelesen, dass da vielleicht etwas Neuartigeres kommen könnte. Das ist aber reine Geschmackssache Icon_smile

Bernhard – Winkler – Gymnasium
--> Bernhard-Winkler-Gymnasium

„Wie siehts aus heute Abend?“
--> Ich würde vor 'heute' ein Komma setzen, bin mir aber nicht sicher ob da zwingend eines sein muss. Und statt 'siehts' sollte es 'sieht's' sein, soweit ich weiß.

, wie jemand, der gerade Kokain schnupfte.
--> Das würde ich persönlich weglassen und dem Leser die Interpretation selber überlassen - klingt dann besser, finde ich.

Sie unterhielt sich angeregt und wild gestikulierend mit Joleene, eine kleine, blonde Schönheit.
--> einer kleinen, blonden Schönheit

wir hätten von Glück reden können, dass Nachbarn uns zu Hilfe eilten.
--> zur Hilfe - obwohl glaube ich beides in Ordnung ist klingt 'zur Hilfe' meiner Meinung nach besser.

Das also ist Tamara.
--> war

Das Fenster war auf Kipp und ich hörte leises Radiowimmern aus dem Inneren des Raumes schallen.
--> 'Radiowimmern [...] schallen' - ich würde das 'wimmern' abändern, da Radios meines Erachtens nicht wimmern und es nicht mit dem 'schallen' zusammenpasst Icon_confused

Hey du, schrieb ich, wie geht’s?
Gut und selbst?
Oh mann, wieder das übliche Bla, bla. Was machst du so, wie läufts, und so weiter.
Da hatte ich jetzt keinen Bock drauf.

--> *grins* Du sprichst mir aus der Seele! Mrgreen - Allerdings würde ich das Geschriebene kursiv setzen oder so, damit man es auch als das Geschriebene erkennt.

Insgesamt also eine sehr flüssig zu lesende, sehr gut geschriebene Geschichte - gefällt mir! Icon_smile
Auch den Inhalt finde ich sehr gut - eine typische Gruppe einiger unzertrennlicher Jugendlicher, die so ihre alltäglichen Problemchen haben, wie zum Beispiel das Verhältnis deines Prots zu den beiden Mädchen.
Sehr gut gefiel mir auch, dass du die Gespräche der Jugendlichen so dargestellt hast, wie sie sich etwa in Wirklichkeit abspielen. Oft kennt man es ja, dass, wenn ältere Autoren versuchen Jugendsprache nachzuahmen, dies ordentlich daneben geht. Wie oben schon angemerkt, hast du dabei auch sehr schön den typisch nervigen Verlauf eines überflüssigen, langweiligen ICQ-Gesprächs dargestellt Icon_smile
Ich freue mich auf jeden Fall darauf, die Geschehnisse am verabredeten Abend zu erfahren und mehr über deine Charaktere zu erfahren. Wenn du es schaffst, sie dir sehr detailliert zu überlegen und mit sehr viel Tiefe darzustellen, dann wird aus deiner Geschichte/deinem Roman auf jeden Fall etwas richtig Gutes, was mich jetzt nach diesem ersten kleinen Stückchen schon sehr anspricht Icon_wink
Ich freu mich auf mehr!

Liebe Grüße! Icon_smile

A poet is a nightingale who sits in darkness and sings to cheer its own solitude with sweet sounds.
~Percy Bysshe Shelley

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Beitrag #3 |

RE: Todessucht (AT)
Hi Lars,

danke für deinen Kommentar.
Ich freu mich sehr, dass es dir gefallen hat.

Ach, zuvor ein Punkt:
Zitat:Oft kennt man es ja, dass, wenn ältere Autoren versuchen Jugendsprache nachzuahmen, dies ordentlich daneben geht.
Ich fühle mich zutiefst gekränkt! Smiley_frown
Werde doch dieses Jahr erst 25! Icon_lachtot

Zu deinen Punkten:
Zitat:'eingeschworenes' klingt hier besser
Hast recht, wird geändert.

Zitat:--> Bernhard-Winkler-Gymnasium
Auch wahr.

Zitat:Das würde ich persönlich weglassen und dem Leser die Interpretation selber überlassen - klingt dann besser, finde ich
Nach nochmaligem Lesen stimme ich dir vollkommen zu. Zumal später ja ohnehin klar wird, was gemeint ist...

Zitat:'Radiowimmern [...] schallen' - ich würde das 'wimmern' abändern, da Radios meines Erachtens nicht wimmern und es nicht mit dem 'schallen' zusammenpasst
Naja, es kommt immer drauf an, was gespielt wird. :-)
Aber ist schon richtig, da hab ich mich nicht ganz korrekt ausgedrückt.

Zitat:*grins* Du sprichst mir aus der Seele! - Allerdings würde ich das Geschriebene kursiv setzen oder so, damit man es auch als das Geschriebene erkennt.
Komisch, hatte ich eigentlich auch gemacht. Weiß ich auch nicht, warum das nicht geklappt hat...

Zitat:Ich freue mich auf jeden Fall darauf, die Geschehnisse am verabredeten Abend zu erfahren und mehr über deine Charaktere zu erfahren. Wenn du es schaffst, sie dir sehr detailliert zu überlegen und mit sehr viel Tiefe darzustellen, dann wird aus deiner Geschichte/deinem Roman auf jeden Fall etwas richtig Gutes, was mich jetzt nach diesem ersten kleinen Stückchen schon sehr anspricht
Ich freu mich auf mehr!
Mit diesem Absatz hast du mich wieder neu motiviert.
Bis vor etwa einer Stunde wusste ich nicht, ob ich an der Story weiterschreiben soll oder nicht. Es war ein Gedankenblitz, der von mir niedergeschrieben wurde.
Nun aber, nach deinem Satz werde ich weiterschreiben!
Danke dafür.
und ich hoffe, dass ich dich mit dem weiteren Verlauf der Geschichte auch zufrieden stellen kann.

Lieben Gruß,
Arnagos


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Beitrag #4 |

RE: Todessucht (AT)
Zitat:Ich fühle mich zutiefst gekränkt!
Werde doch dieses Jahr erst 25!
Nein, nein! Mrgreen
Das meinte ich ja gar nicht, bis grade wusste ich ja auch überhaupt nicht wie alt du bist Icon_wink
Ich finde es nur schade, oft so grausam schlechte Jugendsprache zu lesen, der man einfach anmerkt, dass sie von älteren Menschen stammt.
Und 25 ist ja auch wahrlich nicht alt Icon_wink

Zitat:Mit diesem Absatz hast du mich wieder neu motiviert.
Bis vor etwa einer Stunde wusste ich nicht, ob ich an der Story weiterschreiben soll oder nicht. Es war ein Gedankenblitz, der von mir niedergeschrieben wurde.
Nun aber, nach deinem Satz werde ich weiterschreiben!
Danke dafür.
und ich hoffe, dass ich dich mit dem weiteren Verlauf der Geschichte auch zufrieden stellen kann.
Das freut mich sehr! Icon_smile
Und es würde mich doch stark wundern, wenn weitere Teile dieser Geschichte unzufriedenstellend wären Mrgreen

Also denn: Frohes Schreiben ... oder so^^

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~Percy Bysshe Shelley

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Beitrag #5 |

RE: Todessucht (AT)
Tach Arnagos,

dann nehm ich mich mal deiner an. Ich werde keine Spannung erwarten, da du meintest Horror sei nicht enthalten.


Zitat:„Warte doch.“ Jemand schlug mir mit der Hand gegen den Rücken. Nicht fest, aber doch so stark, dass ich mich erschrocken umwandte.
„Wie siehts aus heute Abend?“ Henning musterte mich von oben bis unten.
Hier würde ich schreiben, nachdem er sich umdreht, dass Henning vor ihm steht. Das gäbe dir die Möglichkeit gleich auf sein Aussehene einzugehen.
Bsp: Henning, der mich um einen Kopf überragte, musterte mich seinerseits von oben bis unten und verzog sein Gesicht. "Du siehst irgendwie scheiße aus! Wie sieht's aus heut Abend?"

wenn du es so schreibst muss keine zögern, ob es Henning war, der ihm auf den rücken geschlagen hat.

Zitat:„Aber doch nicht heute Abend.“ Henning schien mich nicht zu verstehen.
würd ich weglassen

Zitat:„Tammy bringt was ganz besonderes mit.“
Besonderes groß, denk ich

Zitat:Für diesen Gedanken schalt ich mich kurz darauf, als Marco, mein bester Freund, mich mit seinem Rad einholte.
wenn er sich keinen Schal anzieht, dann heißt es "schallte" Mrgreen


Zitat:„Das dachte ich mir. Henning hat so was angedeutet.“
vom eigen Sprachgefühl, würde ich das Konjunktiv wählen: hääte so etwas angedeutet.


Zitat:Ok, wir sehen uns.“,
punkt weg


Zitat:Das Fenster war auf Kipp und ich hörte leises Radiowimmern aus dem Inneren des Raumes schallen.
könnte weg


Zitat:Ich liebte meine Mutter für ihre Kochkünste. Am Herd war sie wirklich eine Zauberin.
ist das mit Absicht in Präsens? Weil es wirkt als würde es sie bald nicht mehr geben.

Zitat:In meinem Drehstuhl drehte ich einige Pirouetten und blickte zur Decke, so lange, bis der Desktop endlich auf dem Bildschirm erschien.
nicht weiter wild, könnte man aber auch ohne die Dopplung machen. Entweder nur stuhl, oder statt drehte zB wirbelte, oder ähnliches


Zitat:Hey du, schrieb ich, wie geht’s?
Gut und selbst?
er schreibt das gerade in seinem Zimmer wenn ich das richtig verstehe. Davor würde ich ein Absatz setzen, sonst wirkt es, als wäre es der erste Kontakt gewesen. Und evtl ... kursiv, mit nem Smily am ende oder so ... fände ich authentisch



so ich bin durch ...
ich muss sagen mir gefällt das ganze sehr gut! Ich Perspektiven finde ich schwierig, hast du aber gut hinbekommen. Fehler sind keine zu finden, nicht für mein Auge. Es ist alles Flüßig und wirkt nicht aufgesetzt.

Ich denke es wird schwierig einen ernsthaft spannenden Horror aus der gewählten Perspektive zu schreiben. Dein Charakter ist recht ironisch, was ernste Angstgefülle rüberzubringen schwer macht. Wenn jemand behauptet, er hätte sich fas tin die Hoden geschissen, dann klingt es eher witzig, als wenn du aus der 3. Person es beschreibst, aber ich lasse mich gern anders belehren.

Wie erwähnt gefällt mir gut, auch wenn es im Moment nach FSK 12 aussieht. Werd gerne weiterlesen


Gruß
jeronimus


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Beitrag #6 |

RE: Todessucht (AT)
Hallo mein Lieber,
auch dir danke ich für deine Kritik und es freut mich, dass es auch dir gefallen hat.

Zu deinen Anmerkungen:
Zitat:Hier würde ich schreiben, nachdem er sich umdreht, dass Henning vor ihm steht. Das gäbe dir die Möglichkeit gleich auf sein Aussehene einzugehen
Stimmt, der Gedanke ist gut. Werde ich umsetzen.

Zitat:vom eigen Sprachgefühl, würde ich das Konjunktiv wählen: hääte so etwas angedeutet
Wieso "hätte"? Die beiden unterhalten sich ja. Steht in wörtlicher Rede. Oder meintest du "hatte"?

Zitat:ist das mit Absicht in Präsens? Weil es wirkt als würde es sie bald nicht mehr geben.
Das war unabsichtlich, aber hey, die Idee gefällt mir... Icon_fies

Zitat:nicht weiter wild, könnte man aber auch ohne die Dopplung machen. Entweder nur stuhl, oder statt drehte zB wirbelte, oder ähnliches
Ja, mit dieser Doppelung habe ich auch meine Probleme gehabt. Ich habs jetzt erstmal drin gelassen und gehofft, es fällt niemandem auf!Icon_wink

Zitat:Und evtl ... kursiv
Hatte ich auch gemacht, keine Ahnung, warum das nicht gezeigt wird...

Also, wie gesagt, dir auch vielen Dank für deine Zeit und deine Anmerkungen.

LG
Arnagos


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Beitrag #7 |

RE: Todessucht (AT)
Kurze Rückmeldung,


Zitat: Zitat:vom eigen Sprachgefühl, würde ich das Konjunktiv wählen: hääte so etwas angedeutet

Wieso "hätte"? Die beiden unterhalten sich ja. Steht in wörtlicher Rede. Oder meintest du "hatte"?
ich meine schon hätte. Er sagt, er dachte, Henning HÄTTE eine Andeutung gemacht.
ahhhhhhhhhhh ... gerade nochmal gelesen. Ich hatte nicht bemerkt, dass es Thomas sagt. Ich dachte der andere ... dann nehme ich das natürlich zurück


Gruß


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